Pro:
Charaktäre, Story, Musik, If you want to be free, be free!
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Harold und Maude
Tragikomödie, usa 1971
Englischer Titel: Harold & Maude
Regie: Hal Ashby
Darsteller: Ruth Gordon (Maude)
Bud Cort (Harold Chasen)
Vivian Pickles (Mrs. Chasen)
Cyril Cusack (Glaucus)
Charles Tyner (Onkel Victor)
Ellen Geer (Sunshine Doore)
Eric Christmas (Priester)
G. Wood (Psychiater)
Judy Engles (Candy Gulf)
Shari Summers (Edith Phern)
M. Borman (Motorcycle Officer)
Susan Madigan (Freundin)
Ray Goman (Police Officer)
Gordon Devol (Police Officer)
Drehbuch: Colin Higgins
Länge: 91 Minuten
Ich kam auf diesen Film aufgrund meines Englischunterrichts in der 11. Klasse. Da behandelten wir das Thema „Filmanalyse“ und a guckten wir unter anderem auch den Film „Harold & Maude“.
Inhalt:
Harold könnte eigentlich ein schönes Leben führen. Er lebt mit seiner alten Mutter auf einem netten Anwesen und hat nicht wirklich viel zu tun. Allerdings hat Harold ein makaberes Hobby: Er inszeniert Selbstmorde und liebt es auf Beerdigungen zu gehen. Seine Mutter kann er mit seinen Selbstmordversuchen nicht mehr schocken, sie telefoniert gelangweilt. Eines Tages trifft Harold auf einer Beerdigung Maude, die wie er Beerdigungen liebt.
Harold sagt einmal, er hätte noch gar nicht gelebt, vielmehr fasziniere ihn der Tod. So fährt er mit einem Leichenwagen von Beerdigung zu Beerdigung, wohl um sich vorzubereiten auf sein eigenes Ende. Maude dagegen, eine fast 80jährige steht mitten im Leben. Sie vermittelt Harold schnell einen anderen Blick auf die Welt. Sie sieht in allem einen Kreislauf, nicht nur dessen Ende wie Harold. Blumen wachsen, blühen, welken und verwandeln sich schließlich in etwas anderes, aus dem wieder neues Leben entsteht. Während Harold seine zeit mehr und mehr mit Maude verbringt, plant seine dominante Mutter sein Leben. So versucht sie, ihn mit jungen Frauen zu verkuppeln, die ihr ein Heiratsinstitut vermittelt. Als Alternative sieht sie noch eine Karriere beim Militär, woraufhin er sich mit seinem Onkel Victor trifft, der "rechten Hand" von General McArthur. Doch Harold plant für sich selbst: er möchte lieber Maude heiraten. Für die Mutter bricht die Welt zusammen, doch sie schickt Harold zu kompetenten Beratern wie Onkel Victor und dem Pfarrer.
Gute Szenen:
Wie gesagt liebt es Harold Selbstmorde zu inzinieren:
So beginnt der Film auch mit einem Selbstmordversuch: Harold baumelt leblos, den Kopf in einer Schlinge, von der Decke. Der Kommentar seiner Mutter, die ins Zimmer kommt:
„Ich nehme an, du hältst das für überaus witzig, Harold.“
Psychologe: „Hast du irgendwelche Hobbies, Harold?“
Harold (überlegt.): „Ich gehe zu Beerdigungen.“
Wieder zuhause, geht seine Mutter mit ihm die Fragen von der Heiratsvermittlung durch, bzw. beantwortet diese so, wie sie selbst denkt oder meint, Harold würde antworten. Dieser jedoch „erschießt“ sich mit einer Pistole und fällt mit dem Stuhl um. Kommentar seiner Mutter: „Harold bitte!“
Wie man aus diesen drei Szenen sieht, erkennt man deutlich, dass die Mutter sich nicht im Geringsten für ihren Sohn interessiert und eher gelangweilt von seinen Selbstmordversuchen ist, was besonders gut die dritte beschriebene Szene zeigt.
Weiterhin wird Harolds makabre Art dargestellt mit seinen Hobbies zum Beispiel.
Mein Fazit:
Ich finde der Film ist für alle, die sich allein und unverstanden fühlen und nach einfachen Regeln suchen , die man im Leben und im Umgang mit Menschen so brauchen könnte. Maude sagt dann so einfache Sachen wie "Hänge dein Herz nicht an Dinge" oder "Nutze deine Chance, lebe!" und man kann sich für den Rest seines Lebens alle Ratgeberbücher sparen. Man muss nur in schwierigen Situationen eins singen: "If you want to sing out sing out and if you want to be free be free...". Die Musik von Cat Stevens passt einfach perfekt zu dem Film. Er hat den kompletten Soundtrack gemacht .Die melancholischen und gleichzeitig lebensbejahenden Stücke machen den Film zusammen mit Kameraeinstellungen zu einem Gesamtkunstwerk, das einfach glücklich macht. Und natürlich traurig. Vor allem traurig, dass es schon wieder vorbei ist. weiterlesen schließen
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