Pro:
Hatte interessante Ansätze und zwei erstklassige Darsteller
Kontra:
das Thema wurde weder konsequent ausgearbeitet noch optimal besetzt in manchen Rollen
Empfehlung:
Nein
Gliederung:
- 1.Vorwort
- 2.Story
- 3.Schauspieler
- 4.Athmosphäre
- 5.Kritik
- 6.Fazit
1.Vorwort
Daß nach dem zweiten Teil der Highlanderreihe noch weitere Filme und eine Fernsehserie mit einem kurzlebigen Ableger noch kommen sollten,konnte damals kaum einer erwarten.
Es gab wohl kaum einen Fan der Reihe,der sich wirklich mit Teil 2 zufrieden gab,ja ihn auch nur als existent ansehen wöllte,wenn er könnte.
Zuviel lief schief hierbei und dennoch gab und gibt es weiterhin großen Erfolg mit der Reihe.
Wie kommt das?
2.Story
Es ist ein wenig Zeit vergangen,seit Connor McLeod seinen letzten Gegner tötete.
Er ist sterblich geworden und gealtert und seine Frau mittlerweile gestorben.
Die Ozonschicht ging kaputt und Connor half mit einen gigantischen Schutzschild,der die Erde umgibt gegen die tödliche Strahlung zu entwickeln.
So lebt denn unser Highlander auf sein Ende zu und beginnt endlich sich zu erinnern,wie es vor seiner Zeit auf Erden war.
Die Unsterblichen sind Außerirdische und stammen vom Planeten Zeist,wo Connor und Ramirez als Anführer einer Revolte gegen den Tyrannen Katana scheiterten und auf die Erde verbannt wurden.
Hier sollten sie kämpfen,bis der Letzte von ihnen zurückkehren darf!
Katana selbst hat genug davon abzuwarten,bis McLeod zurückkehrt und schickt zunächst zwei Handlanger,die McLeod besiegt und dabei wieder jung wird und kommt schließlich selbst zur Erde um mit McLeod abzurechnen.
Wärend eines Kampfes gelingt es irgendwie den verstorbenen Ramirez wiederzubeleben und gemeinsam mit der Umweltschützerin Louise macht man sich daran die Macht eines Konzernes zu brechen,der den Schild verwaltet und der Menschheit verschweigt,daß er nicht mehr nötig ist.
Zufälligerweise muss man dabei natürlich Katana auch noch aus dem Weg räumen!
3.Schauspieler
Christopher Lambert alias Connor McLeod
Der alte Mann in junger Gestalt ist wieder der unerschrockene Kämpfer für das Gute.
Lambert harmoniert mit Connery sehr gut und die ironische Mimik im Wechselspiel sind eines der wenigen Highlights des Films.
Sean Connery alias Ramirez...
Den ganzen Namen konnte ich mir nie merken,aber er ist ein großer Kämpfer mit einem Hang zur Eleganz und einem spitzfindigen Humor.
Daß Connery einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler ist brauche ich kaum verhehlen,denn seinen Charme und seiner ironischen Mimik kann man selbst in diesem Film mit äußerstem Vergnügen finden.
Michael Ironside alias Katana
Der Tyrann von Zeist kommt zur Erde um McLeod zu vernichten und schließt sich dem Konzern an,der die Weltherrschaft innehat.
Ironside ist ja nun wirklich kein Unbekannter im Genre und mit seiner äußerlichen Erscheinung auch ein exzellenter Bösewicht.
Auch seine Mimik kommt recht gut rüber aber er hat definitiv nicht das nötige Niveau beim Schwertkampf für einen Highlanderfilm.
Virginia Madsen alias Louise
Der weibliche Gegenpart des Films entdeckt sowohl,daß der Schild nicht mehr benötigt wird und die Menschheit vom Konzern,der ihn betreibt nicht länger abhängig ist,als auch McLeods wahre Identität.
Madsen leidet darunter,daß der wesentliche Part der Figur,die absolute Kämpfernatur,die sich gegen den weltweiten Konzern stellt,nicht zur Geltung kommen kann inmitten der Kämpfe zwischen den Unsterblichen.
Daher bleibt ihr nur die Überraschung über diese Wunder zu spielen,wirkt dabei aber nicht halb so gut,wie ihre Vorgängerin in Teil 1.
4.Athmosphäre
Den Film dunkel zu nennen ist stark untertrieben,denn tatsächlich hat man selbst das Tageslicht unter eine dunkelrote Decke gehängt.
Es herrscht Endzeitstimmung,denn man erlebte die ökologische Katastrophe und die größte Angst aller Globalisierungsgegner,der absoluten Herrschaft einer elitären Schicht der Wirtschaft.
Dazu beginnt man sogar noch mit dem blutigen Scheitern einer Revolte.
5.Kritik
Kommen wir zum Punkt,warum ich diesen Beitrag schreibe,den vielen Punkten,die einfach keinen Sinn ergeben,den vielen Punkten die beim Sehen einfach nerven:
Die Unsterblichen sind Außerirdische
Dies allein hätte so manchem schon den Ärger ins Gesicht getrieben,aber das allein ist noch nicht genug,denn diese Theorie bringt der Film schon selbst zum Scheitern!
Dummerweise läßt man die Unsterblichen nämlich auf Zeist mit absolut herkömmlichen Mitteln wie Pistolen oder Granaten gleich der Reihe nach draufgehen.
Wenn die Erklärung der Unsterblichkeit also ihre außerirdische Herkunft war und sie nur durch den Verlust des Kopfes sterben können,wäre dann eine Schlacht,die an das Mittelalter erinnert nicht wesentlich sinnvoller?
Zur Not hätte man sich ja von Lucas ein paar Lichtschwerter borgen können.
Die Unsterblichen wurden alle hierher verbannt nach der Revolte
Da kommt schonmal das gigantische Problem,daß nicht nur in der Serie,sondern auch schon im ersten Film klar zu sehen war,daß die Unsterblichen über viele Jahrhunderte verteilt hier ankamen.
Klar man könnte sagen,auf Zeist hätte man die Möglichkeit gehabt sie in andere Epochen der Menschheitsgeschichte zu schicken,aber hätte dann Katana nicht in die zukunft blicken können?
Oder hätte er nicht in eine Zeit zurückkehren können,als er wesentlich mehr Verbündete gehabt hätte?
Die Geschichte der Unsterblichen wird erklärt
Dummerweise ignoriert man sämtliche Dinge aus dem ersten Film in der Geschichte der Unsterblichen,die allein mit der Alientheorie nicht erklärt werden können.
Beispielsweise weiß man immer noch nicht,warum heiliger Boden neutrales Teritorium für die Unsterblichen ist oder woher schlicht all die Gegner kamen,die Connor im Laufe der Zeit tötete.
Schließlich wurden ja nur Connor und Ramirez zurückgeschickt.
Die ganze Welt ist abhängig vom Schildkonzern
Dummerweise wird nicht erklärt warum,denn laut sämtlichen Aussagen funktioniert der Schild vollkommen automatisch und ist absolut unzerstörbar.
Worin also besteht die Leistung dieses Konzernes,dessen Gegenwert offenbahr groß genug ist,daß die komplette Menschheit unter ihrem Bann steht?
Weshalb wurden sie überhaupt zur Erde geschickt?
Wir erfahren im Film eindeutig,daß Katana der absolute tyrannische Herrscher von Zeist ist,aber anstatt seine Gegner zu eliminieren,läßt er sie von einer merkwürdigen Gruppe Geistlicher verbannen um schließlich zu guter letzt ihnen hinterherzureisen um die Geschichte zu einem Ende zu bringen.
Wozu?
Zu guter Letzt sei die alles entscheidende Frage geklärt:
Warum alterte McLeod?
Wie wir anhand von Katana nur zu gut sehen können ist das nichtaltern offenbahr eine grundlegende Eigenschaft der Bewohner von Zeist und wärend Katana und seine Schergen die ganze Zeit über jung blieben ergraute McLeod extrem bis er wieder gegen andere Artgenossen kämpfen musste.
6.Fazit
Wie ich schon obig schrieb,wird der Film in Fanreihen oftmals ignoriert,weil seine Erklärungen und Beiträge zum Mythos des Highlanders nicht nur nicht beitragen,sondern diesem in vielen Punkten stark wiedersprechen.
Dennoch kam nach diesem Film weitere große Erfolge der Reihe und der Grund hierfür ist tatsächlich im Film zu finden.
Das große Problem nach dem ersten Teil war doch schlicht,daß man einen gigantischen Erfolg hatte,ihn aber storytechnisch nicht weiter ausbauen ließ.
Es kann nur einen geben und es gab nur noch einen nach dem ersten Teil.
Die Macher der Reihe saßen also auf einem goldenen Esel,der sich nicht melken ließ.
Hier wurde der Grundstein gelegt,indem man erstmals versuchte die Geschichte so weiterzubauen,daß weitere Unsterbliche möglich sind,daß die Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse,bis daß der Letzte übrig bleibt trotzdem weitergehen konnte.
Der Versuch scheiterte,aber es wurde zum Ursprung für zahlreiche weitere Versuche die Geschichte weiterzudrehen,wie als man die Zeit zurückschraubte und frühere Geschichten erzählte oder als man vergessene Unsterbliche zurückkehren ließ in den Folgefilmen und Serien.
Es war also die Grundlage für die Kreativität eine Geschichte weiterzudrehen,die zuende ist und die Kreativität fand letztlich bessere Lösungen als diese.
Mit der Kreativität ist das so eine Sache,denn sie kann sowohl das Größte als auch das Mieseste erschaffen und auch in diesem Film gibt es solche Dinge.
Letztlich scheitert der Film aber auch noch aus einem ganz anderen Grund:
Man versuchte einen Fantasyfilm in ein Science Fictiongewand zu sperren und dabei eine Symbiose bilden sollte,die das Beste aus beiden Elementen hervorbringt.
So waren die klaren Science Fiction Elemente wie Aliens,düstere bis katastrophale Ökologieszenarien oder Wirtschaftsszenarien deutlich erkennbar und überaus interessante Aspekte.
Dummerweise kommen sie aber in diesem Mischmasch ebensowenig klar heraus wie die Fantasyelemente der Highlanderreihe und verblassen im Gesamtprodukt.
Was übrig blieb war ein wenig Action,daß zu sehr enttäuschte! weiterlesen schließen
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