Lost Highway (VHS) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- ein Film von David Lynch! einzigartig, düster, großartig gespielt, großartige Musik
- super Darsteller, Musik, David Lynch und die Story u.v.m
Nachteile / Kritik
- nicht einfach zu verstehen, verstörend
- für manche ist der Film sicher nichts (ist ja kein richtiges Contra)
Tests und Erfahrungsberichte
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Dick Laurent ist tot
05.07.2006, 02:21 Uhr von
Fantomiss
Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten.5Pro:
ein Film von David Lynch! einzigartig, düster, großartig gespielt, großartige Musik
Kontra:
nicht einfach zu verstehen, verstörend
Empfehlung:
Ja
Es klingelt an der Tür. Ein Mann drückt auf den "Listen"-Knopf. Die Stimme sagt: "Dick Laurent ist tot." Kurz darauf ist von der Strasse eine Polizeisirene zu hören. Zu sehen ist niemand.
Ich werde mich nach "Mulholland Drive" also einem zweiten Film von David Lynch widmen, "Lost Highway" aus dem Jahr 1996.
Fred (Bill Pullman) und Renée (Patricia Arquette) führen eine allem Anschein nach gescheiterte Ehe. Ihr Haus wirkt dabei so kalt wie ihre Gefühle füreinander. Fred ist Tenorsaxophonist. Wenn er im Club spielt bleibt Renée zuhause und liest. So sagt sie zumindest. Als Fred jedoch einen Kontrollanruf zuhause macht, nimmt keiner ab. "Wenn du willst kannst du mich ficken (p.s.: darf man das hier sagen?), wenn du nach Hause kommst," sagt sie. Aber nichtmal das funktioniert mehr.
Eines morgens findet Renée auf der Treppe vor dem Haus einen unbeschriftetetn braunen Umschlag. Er enthält eine Videokassette. Sonst nichts. Zu sehen ist, in schlechter Qualität gefilmt, der Eingan zu Freds und Renées Haus, dann bricht das Band wieder ab. "Muss wohl von einem Immobilienmakler sein", sagt sie. Ihr Lachen klingt nicht echt.
Kurz darauf findet Renée die nächste Kassette. Sie beginnt wie die erste, doch der Rest schockiert das Paar: Der Filmer betritt das Haus, geht durch die Flure und betritt schließlich das Schlafzimmer, in dem Renée und Fred im Bett liegen uns schlafen. Dann bricht das Band ab.
Fred und Renée rufen die Polizei, zwei Beamte erscheinen, die sich jedoch offensichtlich keine große Mühe geben, etwas zu erreichen. Entsprechend verunsichert bleibt das Ehepaar zurück.
Auf einer Party bei Renées zweilichtigem Bekannten Andy ereignet sich ein merkwürdiger Zwischenfall. Fred wird von einem merkwürdig aussehenden blassen Mann (Robert Blake) angesprochen, der ihm erzählt, er sei gerade bei ihm zu Hause. Zum Beweis reicht er Fred sein Mobiltelefon und fordert ihn auf, seine Nummer zu wählen. Die Stimme der Mannes meldet sich: "Ich habe ihnen doch gesagt, dass ich da bin. Geben sie mir mein Telefon zurück," schallt es aus dem Hörer. Fred sucht Renée und fährt sofort mit iohr nach Hause zurück. Er verlangt von ihr, sie solle im Wagen warten, während er ins Haus geht, doch da ist niemand.
Schnitt. Vermutlich am nächsten Tag. Diesesmal findet Fred eine neue Videokassette auf der Treppe. Renée ist nirgendwo zu sehen. Er legt sie in den Rekorder und schaut sie sich an. Mit Schrecken erkennt er sich selbst mit der zerstückelten Leiche seiner Frau.
Schnitt.
Fred sitzt in einer Todeszelle, geplagt von Schlaflosigkeit und unerträglichen Kopfschmerzen. Doch eines Tages geschieht etwas merwürdiges. In der Zelle, in der sich Fred Madison befinden müsste sitzt stattdessen ein unbekannter junger Mann. Die Polizei findet heraus, dass es sich um Pete Dayton (Balthazar Getty) handelt, da gegen ihn jedoch nichts vorliegt müssen sie ihn laufenlassen, kommandieren aber zwei Polizisten ab, die ihn überwachen. Von da an dreht sich die Handlung scheinbar um eine ganz neue Geschichte, nämlich die des jungen Automechanikers Pete. Pete hat einen seltsamen Kunden, Mr. Eddie (Robert Loggia), der sein Geld (und davon hat er offenbar reichlich) u.a. mit der Produktion von Pornos verdient. Durch Mr. Eddie lernt Pete die hübsche Alice Wakefield (Patricia Arquette) kennen und lieben. Die beiden beschließen, abzuhauen. Dafür schmieden sie den Plan, einen Bekanntenn von Alice, den schmierigen Andy (ja, diesen, mit dem auch Renée befreundet war) auszurauben und in die Wüste zu einem Hehler zu fahren. Doch es kommt anders....
Lost Highway ist zunächst ein völlig verwirrender Film. Ich muss zugeben, als ich ihn das erste Mal sah fand ich ihn furchtbar, weil ich nicht recht etwas damit anfangen konnte. Die ganze Zeit habe ich auf die Auflösung der sehr mysteriösen Vorgänge gewartet, doch die blieben aus. Das bedeutet aber nicht, dass der Film keinen Sinn ergibt, man muss ihn nur selbst für sich suchen. Das kann anstrengend sein, ich entdecke wirklich bei jedem Anschauen ein neues Detail, das mir vorher nicht aufgefallen ist, aber es lohnt sich auch. Und ähnlich, wie ich es auch schon bei "Mulholland Drive" beschrieben habe, kenne ich auch hier die unterschiedlichsten Interpretationen des Films.
Eines ist jedoch sicher: Lost Highway ist unheimlich, finster und bedrückend, hinterlässt aber tiefe Eindrücke beim Publikum.
Auch haben die beiden Erzählstränge um Fred und Renée auf der einen, Pete und Alice auf der anderen Seite nur auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander zu tun (von der Tatsache abgesehen, dass sich Fred anscheinend in Pete verwandelt hat. Oder könnte dieser merkwürdige Umstand auch anders erklärt werden? Auch hier scheiden sich die Geister...) So ist Alice das blonde Pendant zur dunkelhaarigen Renée, und Mr. Eddie ist kein geringerer als Dick Laurent. Wie aber ist die Verbindung zwischen den beiden "Welten"? Darüber eine eigene Theorie aufzustellen bleibt wohl keinem erspart, der sich "Lost Highway" ansieht.
Dabei erscheint der Film wie ein Alptraum. Düster, bedrückend, aber auch erotisch aufgeladen ist die Atmosphäre. Die Bilder, die David Lynch dem Zuschauer vorsetzt, sind berauschend.
Die Musik trägt das Ihre dazu bei. Lynch arbeitet natürlich wieder mit Angelo Badalamenti zusammen, mit dem er seit "Blue Velvet" ein Team bildet, wenn es um die Musik zu seinen Filmen geht. Daneben finden sich aber auch Titel von David Bowie, Lou Reed, Smashing Pumpkins, Marilyn Manson und (meiner Meinung nach leider!) von Rammstein, die dem Film widerum eine ganz eigene Stimmung verleihen. Marilyn Manson ist sogar kurz in einem Ausschnitt aus einem von Mr. Eddie produzierten Snuff-Video zu sehen.
David Lynch ist wahrhaft ein Kenner menschlicher Abgründe und Alpträume. Eine bloße Inhaltsangabe eines seiner Filme vermiitelt nichtmal annähernd eine Vorstellund davon, was er bei einem Zuschauer auslöst. Jeder Versuch einer Interpretation kann nur eine persönliche Annäherung sein, aber niemals den Anspruch auf Alleingültigkeit haben.
-------Kurz zu den Darstellern-------
Bill Pullman verkörpert Fred Madison. Ich muss zugeben, anfangs hatte ich ein paar Problemchen damit, da er mir vorher aus Filmen wie "Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone" oder "Spaceball" bekannt war, also nur aus Klamauk-Rollen. Doch ich muss sagen, er hat mich überzeugt. Seine Kälte und sein Besitzanspruch gegenüber Renée wirkt ebenso glaubhaft wie sein Leiden in der Todeszelle.
Patricia Arquette finde ich einfach großartig, warum genau könnte ich nicht einmal sagen. Ihre Doppelrolle Renée/Alice meistert sie einfach hervorragend...
Balthazar Getty habe ich in "Lost Highway" zum ersten Mal gesehen, jedenfalls kann ich mich an keine anderen Film erinnern. Den einerseits etwas naiven aber doch irgendwie abgebrühten Pete stellt er für meine Begriffe absolut überzeugend dar, und dabei sieht er auch noch gut aus :)
------Noch ein paar Fakten-------
Laufzeit ca. 130 Min
FSK 16
Regie: David Lynch
Musik: Angelo Badalamenti
Mit: Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty, Robert Blake, Natasha Gregson Wagner, Robert Loggia, Michael Massee, Giovanni Ribisi, Henry Rollins, Gary Busey, Lucy Butler u.a.
Natürlich spreche ich eine Empfehlung aus, auch wenn es Einschränkungen gibt. Wie bei Mulholland Drive so gilt auch hier: Wer einen gradlinigen Thriller erwartet, wird enttäuscht. Wer sich auf diesen filmgewordenen und großartigen Alptraum einlässt, wird ihn nie mehr vergessen (im positiven wie im negativen Sinn)
Vielleicht hilft ja ein Zitat von Fred: "Ich erinnere mich an die Dinge lieber auf meine Art. Nicht unbedingt, wie sie passiert sind." weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 08.08.2006, 19:19 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Kenn ich gar nicht....
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Zuckermaus29, 24.07.2006, 00:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sh von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny
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es darf gelyncht werden... [4]
09.06.2003, 13:27 Uhr von
der_dominator
schreibe nebenbei auch noch für ciao.de und yopi wurde mir von einem freund empfohlen, bin ja mal...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Wenn jemand einen Actionfilm drehen will, dann lässt er zwei Typen in einen mörderischen Plan entwickeln um diesen dann mit Hilfe von möglichst spektakulären Stunts und der ein oder anderen Schießerei scheitern zu lassen. Wenn jemand einen Liebesfilm drehen will, so sieht die Sache ähnlich „einfach“ aus. Es bedarf zweier Protagonisten, die sich während der durchschnittlichen neunzig Minuten in einander verlieben - wie auch immer. Die Leute mögen das und kaufen Kinokarten en Masse, weil sie das zu sehen bekommen was im wirklichen Leben eben nicht immer so einfach ist. Kritiker mögen sagen, wenn David Lynch einen neuen Film dreht, dann braucht er lediglich ein paar dunkle Räume, eine nackte Frau und eine möglichst zusammenhangslose, abstruse Handlung die keinen Sinn zu haben scheint. Die Leute mögen das auch und kaufen ebenfalls Karten an der Kinokasse. Nicht ganz so viele, das muss ich vorwegnehmen, aber immerhin erwartet den Kinogänger dort auch keine Liebesgeschichte sondern eine Reise in den Wahnsinn; mehr oder weniger jedenfalls.
[„Das Ende der Strasse ist erst der Anfang“ - Inhalt]
Fred Madison [Bill Pullman], von Beruf Saxophonist, ist bereits seit einigen Jahren mit Renee verheiratet, doch zwischen den beiden kriselt es. Immer öfter macht sich Fred alleine auf in den Club wo er sich durch das Saxophon spielen seinen Lebensunterhalt verdient, während seine Frau daheim auf ihn zu warten scheint und immerhäufiger nimmt diese Anrufe nach den Konzerten nicht entgegen, was Fred an ihrer Treue zweifeln lässt.
Eines Morgens liegt ein Videoband auf den Treppen in der Morgenpost auf der Aufnahmen ihres Hauses zu sehen sind. Zunächst denken sich die beiden nichts aber als an den darauf folgenden Tagen ebenfalls ein Video auf den Stufen des Hauses liegen, das zudem nicht nur die Fassade ihres Hauses zeigt, sondern die beiden beim schlafen zeigt, werden die beiden nervös und kontaktieren die Polizei, die sich dem Problem annimmt.
Szenenwechsel. Renee und Fred besuchen eine Party von Andy [Michael Massee] und während sich erstere mit letzterem amüsiert, nimmt Fred einen Drink an der Bar wo er den „Mystery Man“ [Robert Blake] trifft. Dieser gibt an ihn schon mal getroffen zu haben, was Fred verneint. Doch der Man gibt nicht so schnell nach und behauptet er habe ihn in seinem Haus getroffen, was Fred ebenfalls verneint und erst nachdem der mysteriöse Man behauptet er sei gerade in Fred’s Haus, ihm ein Telefon gibt und er sich an der anderen Ende der Leitung tatsächlich meldet, wird Fred stutzig. Eine Antwort wie er das gemacht habe erhält er nicht, dafür aber höhnisches Lachen.
Es sei ein bekannter von Dick Laurent, erzählt ihm Andy bevor Fred mit Renee die Party verlässt. Daheim angekommen durchsucht Fred das Haus ehe er sich mit Renee schlafen legt. Am nächsten Morgen findet er erneut eine Videokassette - diese zeigt ihn inmitten des Blutes seiner Frau. Renee ist Tot und Fred landet im Gefängnis wo er für seine Tat, an die er sich aber nicht erinnern kann, die Todesstrafe erhält auf die er in seiner spärlichen Zelle nun wartet.
Identitätswechsel. Blitze zucken, Fred windet sich vor Schmerzen und am nächsten Morgen wacht anstelle Freds Pete Dayton [Balthasar Getty], ein junger Automechaniker auf…
[„wenn man über große Dinge spricht werden sie kleiner“ - Inhaltliches]
Einen David Lynchfilm zu erklären ist schier unmöglich denn wie auch Mullhollanddrive, stecken in „Lost Highway“ eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten die eine definitive Lösung wohl nicht ermöglichen, zumal sich der Film einem erst nach dem dritten vierten, fünften Mal sehen eröffnet, denn nur nach und nach wird aus mehreren kleinen Puzzelteilen ein Bild.
Helfen kann dabei ein Blick ins Presseheft, das zum Filmstart am 10. Juli 1997 herausgegeben wurde. Hier spricht Renee / Alice Darstellerin Patricia Arquette von einer kurzen Erklärung Lynchs in Form eines Vorwortes das sich im Drehbuch finden lässt, wonach Fred stark zur Schizophrenie neigt. Mit diesem Grundgedanken im Hinterkopf entwirrt sich der Film beträchtlich, denn die frage nach dem Mörder stellt sich nun nicht mehr. Natürlich war es Fred und natürlich kann er sich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern. Bei dem Gedanken seine Frau getötet zu haben wünscht er sich „eine zweite Chance“ und die bekommt er durch sein alter Ego Dayton.
Doch auch hier bleibt er erfolglos [es folgt eine Liebesszene in der Wüste, nach der des Pendant zu Renee, Alice, ihm eröffnet er würde sie nie bekommen] und so „verwandelt“ er sich am Ende wieder zurück in Bill.
Von einem „Film“ zu sprechen, ist dabei recht schwer, denn eine richtige Handlung gibt’s es eigentlich nicht, auch wenn es zunächst so scheint. Vielmehr zeigt „Lost Highway“ einen Zustand, bei dem Ende und Anfang verschwimmen und nicht deutlich zu erkennen sind. Nur so ist es Fred zum Ende des Films möglich sich selbst zu warnen. Er selbst ist es der „sich“ die Worte „Dick Laurent“ ist tot in die Gegensprechanlage flüstert und das ganze scheinbar von neuem Beginnen lässt.
[„teuflisch düsterer Psychotrip“ - meine Meinung ]
Vorrangig ist Lost Highway ein Erlebnis für die Sinne. Dunkele Zimmer, stimmige Musik und wirklich überzeugende Hauptdarsteller lassen den „Alptraum“ für den Zuschauer, auch wenn der eigentliche Inhalt an ihnen vorbeigehen sollte erträglich machen. Die Gefahr den Film dann aber zu verteufeln ist dennoch recht groß denn das ganze ist vor allem durch das Auftreten des „Mystery Man“ und teilweise recht dunkle Szenen verstörend, vor allem wenn man sich den Film alleine für einen entspannten Videoabend für den Feierabend leiht.
Wenn man sich aber auf den recht unkonventionellen Erzählstil Lynchs einlässt so erwartet den Zuschauer eine wirkliche intensive Reise hinein in eine Welt von Wut, Angst und Enttäuschung.
Grandios gelingt dem Macher von „Blue Velvet“ und „Eraserhead“ die Metamorphose zwischen Fred und Pete. Ist die Welt in der Renee Fred betrügt zunächst recht dunkel so eröffnet sich [während des Traumes in dem Fred nach dem Mord seine zweite Chance wähnt] mit dem Auftreten Petes ein zunächst „normaler“ Film, der mich zunächst auf den Gedanken brachte den Film einfach in zwei Teile zu teilen. Die Welt um Pete, geschützt von den Eltern, einen Job samt Freundin habend, ist hell und das komplette Gegenteil zu der Fred’s. Zudem dreht Fred den Spieß in seinem Traum um. Er ist es der Dick Laurent mit Alice betrügt und die Welt scheint heil. Bis zu dem Moment wo Alice eine Verabredung absagt und das geschaffene neue Weltbild ins Wanken gerät und in einem Desaster enden lässt, an dessen Ende wieder Fred steht.
Davon zu reden den Film verstanden zu haben kann dennoch keine Reede sein, denn die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten machen dies zu einem recht wagen unterfangen, weshalb ich mir den Film wohl noch einige male ansehen werde.
Ebenso schwer ist es eine Empfehlung für den gut 135 Minuten währenden Film auszusprechen. Eine Dichte Atmosphäre geschaffen durch ein schier perfektes Zusammenspiel von Licht, Musik und schauspielerischen (Höchst-)Leistungen spricht auf jeden Fall für das sehen des Filmes, während die zunächst verstörende Wirkung wohl die Mehrheit der Kino- bzw. Videothekengänger abschrecken sollte. Schade, denn es entgeht einem ein „Erlebnis“ wie es intensiver wohl selten auf der Leinwand zu erleben ist. Liebesfilme verkaufen sich halt besser…
[unterm Strich bleibt… ]
Lost Highway (USA 1997)
Regie: David Lynch / 135 Minuten / FSK 16
Darsteller: Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthaser Getty u.a. weiterlesen schließen -
Zufälle sind niemals Zufälle
04.04.2003, 13:51 Uhr von
Bjoern.Becher
Nach 4 Semestern in Freiburg, studiere ich nun Jura in Würzburg. Hier bei YOPI schreibe ich haupt...Pro:
super Darsteller, Musik, David Lynch und die Story u.v.m
Kontra:
für manche ist der Film sicher nichts (ist ja kein richtiges Contra)
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser. In meinem heutigen Bericht geht es mal wieder um einen Film und zwar um einen Film von David Lynch. Wer diesen Namen kennt, weiß wohl dass jetzt sicherlich kein Bericht über einen einfachen Film folgen wird, sondern über einen Film, der so komplex und kompliziert ist, wie nur wenige Filme. Der Film heißt „Lost Highway“. Vorneweg erst einmal etwas zum Inhalt des Films.
I N H A L T
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Fred Madison (Bill Pullman) ist Jazzmusiker und er hat ein Problem: Er verdächtigt seine attraktive brünette Frau Renée (Patricia Arquette) ihn zu betrügen. Außerdem geschehen weitere mysteriöse Dinge. Ein Mann treibt sich nachts im Haus rum und filmt Fred und Renéee während sie schlafen und spielt Fred dann die Videos zu. Und auf einer Party begegnet Fred einem mysteriösen Mann (Robert Blake), der behauptet gerade jetzt in dem Moment wo er auf der Party vor ihm steht sich eigentlich in Freds Haus zu befinden. Als Fred zu Hause anruft, telefoniert er wirklich mit diesem Mann. Dann kommt alles aber noch schlimmer:
Fred wir verhaftet. Die Polizei behauptet, dass er seine Frau bestialisch ermordet hat. Und er ist auch auf Video, wie er seine Frau ermordet. Fred kann sich an nichts mehr erinnern. Die Beweise sind aber erdrückend und da er aufgrund seiner fehlenden Erinnerung nichts zu seiner Entlastung vorbringen kann, wird er verurteilt und muss ins Gefängnis.
Als die Wärter eines Morgens dann Freds Gefängniszelle öffnen, ist Fred weg. Statt dessen sitzt ein anderer, viel jüngerer Mann in der Zelle: Pete Dayton (Balthazar Getty), ein Automechaniker, der sich an nichts mehr erinnern kann. Er ist tags zuvor urplötzlich und unter ungeklärten Umständen aus dem Haus seiner Eltern verschwunden.
Die Polizei hat keine andere Wahl als Pete aus dem Gefängnis zu entlassen, da sie keinerlei Anschuldigungen gegen ihn erheben können.
Pete will das Geschehen verdrängen und weiter sein früheres normales Leben leben. Doch dann lernt er die hübsche Blondine Alice Wakefield (wiederum Patricia Arquette) kennen, die ihm den Kopf verdreht. Er beginnt eine heiße Affäre mit ihr. Doch Alice ist die Frau des Mafiabosses Mr. Eddie und dieser kommt den beiden auf die Schliche. Nun gerät auch Petes Leben endgültig aus den Fugen und eins erkennen die Hauptdarsteller: Zufälle sind niemals Zufälle.
Soviel zum Inhalt nun aber meine Meinung zum Film.
M E I N U N G
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David Lynch hat es mal wieder geschafft mit diesem Film. Höchst kompliziert präsentiert er dem Zuschauer einen Psycho-Thriller mit 2 Geschichten, die aber ineinander so perfide verschachtelt sind, wie es nur David Lynch kann. Selbst die Darsteller wussten angeblich bis zum Ende nicht, um was es in dem Film geht. Und so geht es wohl auch den meisten Zuschauern. Nach einmal sehen, kann man vielleicht Ansätze für eine Interpretation erwarten, verstehen kann man den Film meiner Meinung nach aber erst nach mehrmaligem Sehen (Dies habe ich zum Glück auch – 100 % verstanden habe ich ihn trotzdem nicht). Ich möchte den Film hier aber nicht groß interpretieren, weil das will ich jedem selbst überlassen. Eine sehr ausführliche Interpretationstheorie habe ich aber bei den weiterführenden Links aufgeführt.
Herausragend sind schon die Darsteller. Allen voran Patricia Arquette einmal als brünette und einmal als blonde Schönheit. Beide Male spielt sie ihre Rolle brillant, vor allem als Blondine gefällt sie mir sehr gut. Richtig diabolisch wirkt Robert Blake als der mysteriöse Mann, der zwar nur selten vorkommt, aber die zentrale Figur des Films darstellt und dies auch perfekt umsetzt. Dem Zuschauer läuft immer ein Schauer über den Rücken, wenn man Robert Blake sieht. Auch die männlichen Hauptdarsteller Bill Pullmann und Balthazar Getty können überzeugen. Man nimmt ihnen die Rollen der Männer ab, die voll von ihren Frauen gefangen sind und durch den Film gelenkt werden, fast ohne eigenen Willen, egal was sie tun.
Auch die Musik ist überragend. Viele Szenen sind mit düsterer Musik unterlegt, vor allem gegen Ende. Beteiligt am Soundtrack sind auch zahlreiche bekannte Künstler wie z.B. David Bowie, Larry Beckett, Brian Eno, Rammstein und Billy Corgan. Die Musik passt immer stimmig zu den Szenen und ist ein weiterer Pluspunkt dieses Films.
Dem nicht minder nach stehen die Kameraführung und die Schnitte. Oft greifen verschiedenen Farbtöne übereinander und „durchschwemmen“ das Bild. Szenen gehen ineinander über, laufen rückwärts und brechen abrupt ab.
Der Film ist also meiner Meinung nach insgesamt einfach perfekt und stimmig umgesetzt, jetzt aber noch einmal zur Handlung. Es ist für mich ein Kunstwerk, wie es Lynch schafft die beiden Handlungen (den Teil mit Fred und den mit Pete) ineinander zu verweben und die Verbindungen herzustellen. Dies fängt alles schon zu Beginn an, als Fred einen Anruf bekommt, in dem ihm eine Stimme sagt, dass Dick Laurent tot ist. Und er weiß mit dem Anruf nichts anzufangen. Der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt natürlich auch noch nicht. Dies kommt aber später.
F A Z I T
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Ich kann den Film absolut und fast uneingeschränkt empfehlen. Der Film ist aber sicherlich nichts für einen einfachen Fernsehabend, man sollte sich eher Zeit nehmen um den Film intensiv zu sehen. Es kann auch gut sein (es wird wohl sogar so sein), dass einmal sehen nicht ausreicht. Für David Lynch Fans ist der Film sicher ein absoluter Genuss und er hat auch viele komische Szenen trotz seiner düsteren Atmosphäre.
Klare 10 mysteriöse Punkte auf meiner 10er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: Lost Highway
Originaltitel: Lost Highway
Genre: Mystery-Thriller
USA 1996, FSK 16, Laufzeit: 134 Minuten
Darsteller: Bill Pullmann (Fred Madison), Patricia Arquette (Renée Madison / Alice Wakefield), Balthazar Getty (Pete Dayton), Robert Blake (Der mysteriöse Mann), Natasha Gregson Wagner (Sheila), Robert Loggia (Dick Laurent / Mr. Eddie), Lucy Bulter (Candace Dayton), Michael Massee (Andy), Jack Nance (Phil), Jack Kehler (Johnny Meck), Henry Rollins (Henry), Giovanni Ribisi (Steve „V“).
Regie: David Lynch
Produzenten: Deepak Nayar, Tom Sternberg, Mary Sweeney
Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford
Musik: Angelo Badalamenti, Barry Adamson
Kamera: Peter Deming
Ausstattung: Patricia Norris
Schnitt: Mary Sweeney
Kostüme: Patricia Norris
Make Up: Debbie Zoller
Ton: Susumu Tokunow
W E I T E R F Ü H R E N D E *I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0116922
Online-Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=2435
Ausführliche Lösungstheorie: http://cinetext.philo.at/magazine/circvit.html
© Björn Becher 2002, 2003
Erstveröffentlichung: Am 14.05.2002 für www.ciao.de weiterlesen schließen -
Ein Mensch brennt...
21.02.2003, 13:40 Uhr von
Kuhli
Hauptsächlich bzw. sogar fast ausschließlich schreibe ich hier über Filme quer durch alle Genres,...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Wieso, Weshalb, Warum! Wer nicht fragt bleibt dumm. Nur noch dümmer ist es, wenn man keine Antworten bekommt.
STORY, oder so…
Fred Madison (Bill Pullman) ist ein erfolgreicher Saxophonspieler und lebt mit seiner Frau René (Patricia Arquette mit braun-rötlichen Haaren) glücklich in einem schönen Haus in Los Angeles.
Doch als das Ehepaar auf einmal mysteriöse Videobänder mit Außenaufnahmen ihres Hauses erhält ändert sich alles. Und von Video zu Video gehen die Bilder immer weiter ans haus ran, bis René auf einmal ein Video entdeckt, auf dem sogar Aufnahmen sind, die im Haus gemacht wurden und sogar Fred und René im Bett zeigt.
Das Ehepaar schaltet die Polizei ein, doch bevor die jemanden finden können taucht nicht nur ein leichenblasser Namenloser (Robert Blake) auf, sondern auch ein neues Video auf, auf dem gezeigt wird, wie Fred seine Frau umbringt.
Fred wandert ins Gefängnis und wird zum Tode verurteilt, doch eines Nachts geschieht das unmögliche und so glauben die Wärter am nächsten Morgen bei der Zellenkontrolle ihren Augen nicht.
In der Zelle, in der am vorangegangenen Tag noch Fred gesessen hat, liegt auf einmal ein zunächst unbekannter junger Mann.
Nachdem dieser als der Automechaniker Pete Dayton (Balthazar Getty) identifiziert wird, wird er unter Polizeibeobachtung freigelassen. Zuhause bei seinem Eltern und seiner Freundin wieder eingelebt fängt er wieder mit seinem Job in der Autowerkstatt an, die schon direkt wieder an Petes erstem Tag von dem „Unternehmer“ Mr. Eddy (Robbert Loggia) besucht wird. Und auch an dem darauf folgenden Tag kommt er wieder in die Werkstatt, diesmal aber mit seiner Freundin Alice (Patricia Arquette mit blonden Haaren) auf dem Beifahrersitz.
Pete und Alice verstehen sich auf Anhieb und beginnen eine Leidenschaftliche Affäre. Als diese droht Aufzufallen schmiedet sie einen Plan Mr. Eddy von Pete umbringen zu lassen.
Doch wo ist Fred? Wer und warum ist der mysteriöse Mann? Sind René und Alice ein und dieselbe Frau? Wer hat Dick Laurent getötet? Und vor allem, versteht denn wenigstens David Lynch, der Regisseur, seinen eigenen Film oder ist er genauso ratlos wie ich???
KRITIK, glaub ich…
André und Lost Highway – eine Geschichte voller Missverständnisse. Als ich den Film zum ersten Mal gesehen hab, war damals so süße 16, war ich mehr als verwirrt, enttäuscht und ratlos. Ich konnte nicht glauben, dass es Menschen gibt, die so einen wirren, abgedrehten, sinnlos scheinenden Film nur ansatzweise gut finden könnten. Eine Storyführung die keinerlei Antworten gibt, Bilder und Sequenzen die keinen Sinn ergeben und ein Gesamtwerk, das wohl nie jemand komplett verstehen wird.
Als er dann 2 Jahre später im Fernsehen lief versuchte ich mich noch mal an dem Film und hatte ganz allmählich doch eine geringe Faszination entdeckt und spätestens beim dritten Mal wieder ein Jahr später, war ich dann auf einmal hin und weg von dem Film. Ich habe ihn bis heute nicht verstanden, um das mal klar zu stellen, aber dennoch erkenne ich heute die Qualitäten dieses Films an, der mit jedem Anschauen wächst, da man jedes Mal wieder eine neue Kleinigkeit entschlüsseln kann.
Aber mal von Anfang an. Wer z.B. Pulp Fiction schon zu kompliziert geschnitten findet oder nur geradlinige Filme mag und nicht auf Außergewöhnliches steht, braucht den Bericht eigentlich gar nicht zu Ende lesen und gibt mir direkt ein sehr hilfreich.
Man muss wirklich für solche Filme offen sein oder ist es eben nicht und entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ich bin glücklicherweise jemand mittlerweile geworden, der immer mehr abseits des Mainstreams Filme schaut, die nicht massenkonform sind und die vielen Leuten nur Verständnislosigkeit in die Augen treibt.
David Lynchs Werke waren dafür wohl immer prädestiniert. Angefangen von seinem unterschätzen Dune, bis zu Blue Velvet, Twin Peaks (das ich immer noch nicht gesehen habe) über Lost Highway bis zu seinem letzen Film Mulholland Drive. Alle Werke verbindet, dass sie einerseits eine unglaublich suggestive Spannung haben andererseits aber nicht als Gesamtes verstanden werden können. Also ein Film, der kaum Zusammenhang erkennen lässt aber dennoch fesselt? Tatsächlich klappt so etwas. Wie auch immer.
Was ist es bei Lost Highway? All zu viel könnte die Story ja eigentlich nicht zu dieser Spannung beitragen, da ich sie nicht vollends verstehe, aber genau da liegt der Knackpunkt. Während andere Filme ihre Faszination daraus erbringen, dass man sich Fragen gestellt bekommt, die am Ende beantwortet werden und man glücklich ist, wird man hier dadurch in den Bann gezogen, dass man sich die Antworten selbst erarbeiten muss. Und da der Film vor Surrealismus, Symbolismus und Sackgassen wimmelt, wird nie jemand das Rätsel komplett lösen können und somit bleibt bei diesem Film die Spannung auch nach mehrmaligem Anschauen erhalten und steigert sich sogar, denn je näher man der Lösung kommt, desto spannender wird es ja.
Ich will Lynch auch unterstellen, dass es Szenen in diesem Film gibt, deren Bedeutung er selbst nicht genau weiß, die aber unter anderem dann dazu dienen, das Rätsel unlösbar zu machen und jedem seine eigene Interpretation zu überlassen.
Mit meinen naiven 16 Jahren damals dachte ich sofort natürlich bei der Körpertransformation an etwas Übernatürliches, Freudigerweise bin ich aber dann sooooo unglaublich gereift, dass ich doch etwas hellhöriger und schlauer wurde. Man muss halt nur auf Details achten. Wenn Fred von den Polizisten interviewt wird sagt er recht nebensächlich einen Satz, der den ganzen Film verändert und um einiges klarer erscheinen lässt. So was muss einem halt nur auffallen. Das ist das große Problem dabei.
„Ich erinnere mich an die Dinge lieber auf meine Art.“
„Wie meinen sie das?“
„Wie ich mich dran erinnere, nicht unbedingt wie es passiert ist.“
Aha, denkt sich da der schlaue André. Nicht unbedingt wie es passiert ist. Da wird doch nicht einer Schizophren sein? Fred und Pete haben nicht die Körper getauscht, sondern sind noch immer ein und dieselbe Person nur auf einer anderen Erzählebene, einer Traumebene? Mulholland Drive lässt grüßen.
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf macht dieser Film so viel Spaß. Wenn Pete den und den trifft, wen entspricht er dann im Freds Leben? Was ist Traum, was ist Realität? Hier empfehle ich auch die letzte viertel Stunde sehr genau zu beobachten, da hier alles so schnell auf einen einwirkt, dass man die Informationen kaum verknüpfen kann.
Aber neben dieser unglaublich dichten Geschichte bietet der Film natürlich noch viel mehr. Da hätten wir die unheimliche Atmosphäre.
Lynch ist ein Meister von dem Einsatz von Licht und Schatten. Düster sind seine Bilder eigentlich immer, bedrohlich sowieso und oft von einer beängstigenden Intensität, wenn man seine Fernsehumgebung dunkel genug hält und den Film alleine schaut.
Es gibt wirklich nur wenige Ex-Werbefilmer die ihre umwerfenden Bilder in eine fesselnde Story packen können. Da wir schon festgestellt haben, dass die Story mehr als fesselnd ist, ist es einfach nur großartig den Bilderrausch zu genießen, der alles an surrealen Bildkompositionen in den Schatten stellt, das je auf der Leinwand geflimmert haben. Lynch ist aber nicht nur Ex-Werbefilmer, sondern auch Hobby-Architekt und Hobby-Möbeldesigner und das schlägt auch hier wieder durch. Die Wohnung von Fred und das Anwesen von Mr. Eddy sind nicht nur bedrückend Atmosphärisch, sondern auch in den typischen Brauntönen, die jeden Lynch-Film dominieren und sogar beherrschen.
Wenn man von Lynch-Bildern spricht, darf man eines nicht vergessen. Sex und Gewalt. Wenn ein Regisseur schon in die Abgründe unserer Seele vordringt, gehört das dazu. Deswegen ist hier die Freigabe ab 16 nicht nur wegen der unverständlichen Story absolut gerechtfertigt. So eine Tischkante im Schädel kann aber auch ganz schöne Kopfschmerzen verursachen. Autsch!!!
Mindestens genauso wichtig in diesem Film ist der Einsatz der Musik. Nine Inch Nails, David Bowie, Marylin Manson und Rammstein zeigen wohl gut, dass Schatten in diesem Film die überhand haben. Düster und verstörend wie die Bilder unterstützt der Soundtrack noch mehr die Bildgewalt. Vor allem Rammstein am Ende des Films, haut einen mit den passenden Bildern einfach um. Ich würde nicht sagen, dass Rammstein je meine Lieblingsband war, aber hier kann ich mir selten meine Gänsehaut verkneifen.
Getragen wird der filmische Alptraum von Schauspielern, die sich auf eine Menge eingelassen haben. Denn wie will man etwas spielen, dass man vielleicht selbst auch gar nicht erfassen kann? Trotzdem haben ausnahmslos alle Schauspieler eine Leistung abgelegt, bei der man fast annehmen möchte, dass sie alle die Story vollends verstanden haben.
Bill Pullman glänzt hier als Mörder/Opfer und zeigt, dass er nicht nur das Zeug für Blockbuster und Liebeskomödien hat, sondern auch kleine feine Filme tragen kann. Auch wenn man bei einem Mystery-Thriller wohl selten bei Bill Pullman als Traumbesetzung denken würde, hat er hier aus meiner Sicht eine Menge Pluspunkte gesammelt. Top.
Patricia Arquette (Mal wieder der Arquette-Clan) wurde gleich eine Doppelrolle aufgelegt, die sie ebenfalls perfekt inszeniert, auch wenn sie oft nur nackt umherlaufen muss. Die eher schwache René und die undurchschaubare Alice sind nicht nur durch ihre Haarfarben zu unterscheiden. Auch wenn beide vielleicht die gleiche Person sind, haucht Patricia ihnen jeweils ein eigenes Leben ein. Wunderbar.
Balthazar Getty als junger Mann, der nicht wirklich weiß, wie ihm geschieht, ist ebenfalls eine schöne Überraschung. Auch wenn er schon in so Filmen wie Natural Born Killers oder Judge Dredd aufgetreten ist, konnte er nur hier wirklich in meinem Gedächtnis haften bleiben.
Aber auch der Rest der Nebendarsteller überzeugt nicht nur durch bekannte Namen, sondern auch durch Talent. Robbert Loggias faltiges Gesicht dürfte jeder kennen, Richard Pryor erkennt man selbst ohne Gene Wilder auch wieder, Natascha Gregson Wagner (Düstere Legenden) tritt aus den Stapfen ihres Vaters Robert Wagner, Henry Rollins als Wächter kann nicht nur singen sondern auch ein bisschen schauspielern und Gary Busey sieht einfach genauso schlimm aus wie sein Sohn Jack.
Nicht zu vergessen wäre da der heimliche „Star“ des Films. Robert Blake als „mysterios man“. Der Mann sieht ja schon normal unheimlich aus, dann aber so bleich geschminkt und mit tiefschwarzen Augenringen, ist das zum gruseln ekelig. Sein Lachen übertrifft Anthony Perkins und Jack Nicholson um Längen und seine wenigen Szenen sind nichts für alptraumgefährdete Naturen. Selbst wenn ich nur an ihn denke, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Und dass er auch im realen Leben kein lieber Mensch sein soll, verstärkt das alles nur noch mehr. Denn Robert Blake sitzt im Moment im Gefängnis und wartet auf sein Urteil (das wohl die Todesstrafe sein wird) da er seine Frau umgebracht haben soll.
FAZIT, wenn das überhaupt geht…
Kein Film, sondern ein unlösbares Rätsel, auf das man sich einlassen muss, um dessen Faszination zu verstehen. Umwerfend surreale Bilder, ein Hammer-Soundtrack und Schauspieler, die man fast alle so nie wieder sehen wird. Je öfter man diesen Film schaut, desto besser wird er…
8 verwirrte von 10 ratlosen Punkten
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DVD, endlich mal was Greifbares…
Da solche Kultfilme selten hohe Absatzzahlen haben, sind die DVDs meistens miserabel. In verschiedensten Internet-Foren musste ich glücklicherweise feststellen, dass die deutsche DVD die weltweit Beste sein soll. Na dann mal schauen…
***Bildqualität***
Viel hab ich nicht erwartet und deswegen wurde ich auch nicht enttäuscht und sogar positiv überrascht. Gut ist das Bild nicht, aber auch nicht wirklich schlecht. Es gibt ein paar Probleme mit der Schärfe und ein auffälliges Rauschen in ruhigen, einfarbigen Szenen. Ansonsten ist es für so einen Film sehr ordentlich. Mulholland Drive war auch nicht viel besser.
Das Bild befindet sich in Widescreen 2,35:1 auf der Scheibe und der Layerwechsel ist sehr unauffällig in einer schwarzen Überblendung. Was will der Cineast mehr?
***Tonqualität***
Hier kann ich genau dasselbe sagen, was ich auch zum Bild gesagt habe. Überraschend gut. Die bedrohliche Score von Angelo Badalameti könnte stellenweise etwas räumlicher sein, aber sonst gibt es einige nette Geräuscheffekte und klare Stimmen. Auch der gute Basseinsatz ist sehr lobenswert. Kein Highend-Ton aber man kann ja nicht alles haben.
Der Ton liegt sowohl in Deutsch als auch in Englisch in Dolby Digital 5.1 vor und bei beiden Version sind nicht nur die deutschen Untertitel ausblendbar, sondern man kann den Ton nicht nur übers Menü, sondern auch über die Fernbedienung wechseln.
***Booklet***
Das Übliche. Einseitiges Zettelchen. Vorne die Coverabbildung und hinten drauf die Kapitelliste. Der Film ist übrigens in 22 Kapitel eingeteilt. Etwas wenig, aber annehmbar.
***Menü***
Das Menü, dass mir immer sehr wichtig ist, da es schon vor Filmstart eine Atmosphäre aufbauen kann, hat mich direkt als erstes sehr positiv überrascht. Erwartet hab ich ein statisches billiges Menü und bekommen habe ich ein sehr passen musikuntermaltes, atmosphärisch und recht aufwendig animiertes Menü. Sehr schön. Natürlich sieht man hier im Hauptmenü, die berühmte Kamerafahrt über die dunkle Strasse mit den gelben Fahrbahnbegrenzungsstreifen in der Mitte.
***Extras***
Viel ist ja wirklich nicht drauf. Aber sogar ein bisschen mehr, als auf der Hülle draufsteht.
Da hätten wir zum einen vier kurze, wenig aufschlussreiche Interviews mit David Lynch (1:44), Bill Pullman (0:19), Patricia Arquette (0:41) und Robert Loggia (0:38).
Weiterhin finden wir auf der Hülle die Hinweise auf die Trailer zu den Lynch-Filmen „Lost Highway“ und „The Straight Story“. Was aber nicht verzeichnet ist, ist ein weiterer Trailer und zwar zu dem Bill Pullman-Comedy-Horror „Lake Placid“.
Aber das war’s dann auch wirklich schon, also Neuauflage bitte kommen…
DVD-FAZIT, wenn’s denn sein muss…
Für diesen Film sind Bild und Ton überraschend gut, das Menü erhält ebenso eine berechtigte Erwähnung und nur das magere Bonusmaterial ist sehr enttäuschend.
Da ich die DVD aber für unter 10 € auf einer Shopping-Tour mit einem netten Internet-Kollegen gefunden habe, gebe ich die volle Punktzahl. Also nicht wegen dem Internet-Buddy sondern wegen dem günstigen Preis…
DATEN, die mal wieder sein müssen…
Lost Highway USA’97
Von David Lynch
Nach einem Drehbuch von David Lynch und Barry Gifford
Mit Bill Pullman, Patricia Arquette, Robert Loggia, Balthazar Getty, Robert Blake,…
FSK 16
Ca. 135 Minuten weiterlesen schließen -
Verwirrend, DÜSTER, Genial ...
30.09.2002, 21:36 Uhr von
pucky1
Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens. (Gustave Flaubert) wie ic...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Holla,....WAS WAR DENN DAS?
Na erst mal Licht an,...upsi schon 1.30 Uhr, ich wollte doch nur mal reinschauen,..
Wuste gar nicht dass zwei Stunden soooo schnell vorüber sein können.
Na erst noch eine Rauchen,
....was?
den ganzen Film nicht eine Einzige angezündet,...
...wie kann das sein?
Hatte das Teil doch schon seit nem halben Jahr daheim rumliegen, und immer wenn ich es -nebenher- mal anschauen wollte, hab ich nach 10 Minuten resigniert, ..und nun, über zwei Stunden, weg wie nichts,...eigentlich wollte ich doch....na, eigentlich hätte ich es wissen sollen,... konnte ich mich schon jemals, in meinem Entsetzten, von "Blue Velvet" lösen, oder mich gar von den faszinierenden Bildern vom Planeten "Dune" (öhm,..Arakkis) entziehen, oder war ich nicht schon beim Elfantenmenschen gefesselt,...einzig bei der Straight Story, soll eine gepflegte Langeweile aufkommen,...aber auch das kann ja gut sein,. .kurz gesagt, ich hätte vorgewarnt sein müssen,...aber der Anfang war einfach soooo zäh und verworren.
Doch was habe ich überhaupt gesehen,?
HANDLUNG?vorsticht bis zum Schluss, oder öhm wieder bis zum Anfang
nun ja was ich gesehen habe ist ziemlich konfus, ..Handlung, Träume, Vergangenheit, ... werden mir in einem unentwirrbaren Ballen entgegengeschleudert, ich versuche es zu entwirren und im Gegensatz, zu dem sicher auch nicht einfachen "Pulp Fiction", ist es mir absolut nicht möglich ein durchgehende Handlung zu Rekonstruieren,...
Aber ich schreib mal was so passiert ist...
Ein Highway wir fahren in der Nacht auf ihm entlang .... dann die Worte "Dick Laurent ist Tod",... dann aber ein Wechsel zu Fred (Bill Pullmann), der mit Renee ( Patricia Arquette) verheiratet ist,
Fred ist Profisaxophonist, gibt allabendlich Konzerte, während Renee, sein ein und alles, ihrer Aussage nach, daheim sitzt,
Sie erhalten nacheinander 3 mysteriöse Videobänder, das Erste zeigt ihr Haus von aussen, das Zweite zeigt sie im schlaf, und zum Dritten komme ich gleich.
Erst denken Sie es sei ein Spass, doch das ändert sich schon beim zweiten Band, Fred wird von Alpträumen oder abscheulichen Visionen geplagt, ,und ist Eifersüchtig,
Sie gehen auf eine Party, dort begegnet Fred einem merkwürdig weis geschminkten Mann (Robert Blake), eine merkwürdige Unterhaltung , in der der Mann ihm beweist dass, er gleichzeitig vor ihm steht und auch bei ihm Zuhause ist, Fred leidet irgendwie an einer Paranoia und auf dem dritten Band sieht er, nach einem Blackout, was er getan hat, ..Renee wurde auf bestialische Weise (von ihm) umgebracht.
Im Schnelldurchlauf, finden wir ihn in der Todeszelle, aus der er nach starken Kopfschmerzen auch wieder verschwindet, an seiner Stelle sitzt nun Pete (Balthassar Getty) in der Zelle, welcher von nichts mehr etwas weis, er wird entlassen.
Er ist ein passionierter Automechaniker, sein Spezialkunde ist der Gangster Mr. Eddie,(Robert Loggia), einbekennender Pornofreund, welcher eines Tages, ausser seinem Cadillac Cabrio auch noch die schöne blonde Alice (Patricia Arquette) mitbringt(welche Renee aufs Haar gleicht), er hat eine Freundin, doch er ist seit der mysterösen Nacht sehr verändert, er lässt sich mit Alice ein, eine Liebschaft beginnt, doch sie ist gefährlich, denn sie ist Mr. Eddies Mädchen.
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Alice will raus aus dem Ganzen, sie überredet Pete zu einem Plan an der Andy (wer war Andy noch mal, ich glaube einer von Mr. Eddies Leuten) versehentlich das Zeitliche, mit einer Tischplatte im Schädel, segnet, Pete sieht ein Foto (von Alice und Renee). .sie fahren in die Wüste, in der Zwischenzeit sehen wir, wie die Polizei Andi entdecken,..(und wieder das Foto, nur Renee?) in der Wüstekommt es zu ner Art Showdown, Mr. Eddy, alias Dick Laurent, stirbt dabei auf ziemlich unschöne Weise,...Pete fährt zu Freddies Haus, und spricht in die Gegensprechanlage und wir hören wieder die Worte, Dick Laurent ist Tod,. Die Polizei sieht ihn, und eine kurze Jagd beginnt,...und wieder der Highway, wir sehen Pete wie es ihn unglaublich schüttelt --- oder war es schon Freddie,---es ist Nacht, und das ist wieder die Anfangsszene....
Das war´s im Groben,...und seit ihr verwirrt?
Na denn schaut euch den Film an, er ist noch schlimmer *grins*
DIE ZUTATEN UND DER GANZE REST
Zuerst mal der geniale Soundtrack,.. der hauptsächlich von Angelo Badalamenti und Barry Adamson stammt, und ein Klasse Ausflüge in allerlei Gengres, wie Blues, Jazz, Klassik, usw. bietet, dazu geben sich noch Grössen der alternativen Musikszene die Hand.
gleich zu Beginn begrüsst uns David Bowie mit seinem "I´m daranged", welches mir gleich zu Beginn hätte sagen müssen was mich erwartet :-), im Laufe des Filmes erscheinen dann noch diverse Kompositionen von Trend Reznor(NIN), auch Lou Reed steuert seine "Magic Moments" bei (als Pete und Alice sich sehen), dazu noch 2 Songs von Marilyn Manson die sich auch genial in die Handlung einbringen (z.B. "I put a spell on you", als Alice von Eddy gezwungen wird sich auszuziehen) gegen Ende kommen dann noch die deutschen Rammstein hinzu mit ihren Liedlein "Rammstein" und "Heirat mich" geben sie den strangeren Szenen am Schluss noch den richtigen Background,.. dazu erscheinen dann noch Skinny Puppy mit "Eye",...diese Lieder tauchen alle nur Bruchstückhaft auf, binden sich aber genial in die Handlung ein und unterstützen jeweils die Stimmung des gesehenen Perfekt,...
Alleine schon wegen diesem Soundtrack ist dieser Film ein Genuss für Freunde der härteren Gangart, wobei die Bands auch schon zeigen, mit was für einem Film wir es hier zu tun haben.
Schnitt/Kamera/Licht
++++++++++++++++++++
Fragt mich bitte nicht wer dafür Verantwortlich zeichnet,
Licht haben wir sehr schnell ,,...hier wurde passender Weise an allen Enden gespart ;-) ,
die Kameraführung ist alles, nur nicht so wie in anderen Filmen (in Blue Velvet vielleicht)
wir sehen die Bilder meist von oben, von unten, ganz nah oder weit weg, aber ne ganz ordinäre Kameraposition wie ich es gewohnt bin, suche ich vergebens,...na wo der wohl da Filmen gelernt hat *grins*, auch dieses unterstützt natürlich wieder die unwirkliche Stimmung.
Beim Schnitt tue ich mich schwer, auch hier fernab vom Normalen, mal wird meine Mattscheibe einfach schwarz und die Gespräche gehen weiter, oder es gibt Überblendungen und wir finden uns plötzlich wo ganz anders, oder . oder..oder...
All diese Dinge sind nicht nur Werkzeug, sondern wirklich wichtige Bestandteile des Filmes
Welche alle eines unterstützen, und zwar die
‚Wirkung auf mich`
+++++++++++++++++
es ist schwer es in Worte zu fassen, ich gerate von anfänglicher Langeweile so langsam aber sicher in einen Strudel, aus Visionen, Gewalt, Dunkelheit, teilweise auch Entsetzen, und Angst.
Ich schaudere, denn ich merke wie ich gefangen werde, weniger von der Handlung, denn die ist so unverständlich, dass mir bisher niemand mit einer tiefen Überzeugung sagen konnte, was nun endgültig die Handlung sei. Es ist die merkwürdige, düstere, intensive Stimmung die diesen Film ausmacht,,.. erzeugt durch alle obengenannten Zutaten
Diese Stimmung erinnert mich etwas an "Blue Velvet" nur hier ist alles noch verworrener, noch übler, noch abstruser.
Handlungsanmerkungen
+++++++++++++++++++++
Ich versuche trotzdem noch ein paar Anmerkungen zur Handlung zu bringen.
Zum einen ist es interessant, das der Film endet wie er beginnt, er stellt sich fast als Endlosschleife dar, doch irgendwie ist das zu einfach, denn es gibt Tote, die einfach bei ner Wiederholung nicht mehr da sein könnten, ich finde kein vorher kein nachher, die Verwandlung ist auch noch nicht geklärt, und was ich noch nicht erwähnt habe,...die Eltern von Piete haben in der Verwandlungsnacht irgendetwas gesehen, ..erzählen ihm und uns aber nicht was,. .das würde einige Klarheit reinbringen.
War es ne Persönlichkeitswanderung, auch das drängt sich auf, schon der Umstand, das Piete in der Zelle sitzt, in der in Freddy am Abend vorher noch sass, wobei hier eine noch grössere Wanderung vonstatten gegangen wäre, unterstützt wird das durch die langsame Veränderung von Piete in Richtung Freddy, ..doch wie passt es dann dazu, dass das Piet am Ende das in den Türsummer Spricht, was den Film zum Starten bringt?,...also auch nichts.
Dazu kommt noch der überall immer wieder auftauchende weisgeschminkte Mann, (oben nur einmal angesprochen), er wird nirgends näher erklärt, er ist einfach da, seine Funktion ist ungewiss, seine Motivation und alles andere auch, vielleicht ist er der Schlüssel.
Am besten ist es wohl, man sucht keinen letzten Sinn, ich nehme an es gibt keine endgültige Lösung,..oder kennt ihr eine??
Na das ist wohl ein Fall für Skully und Mulder....
FAZIT
+++++
Wir haben einen Lynch vor uns,...einen der abstrusesten Sorte, er lebt von seiner düsteren morbiden Stimmung, er fesselt, regt zum nachdenken an (eher zwingt dazu).
Der Soundtrack ist genial, die Technik ist auch Klasse, und die Handlung wird meiner Ansicht einfach zur Nebensache degradiert, und damit das auch eindeutig gemacht wird, legt uns der Verantwortliche eine unauflösbare Handlung vor, welche dann aber wieder zum oben angesprochenen Nachdenken zwingt.
Ich wusste lange nicht ob das nun ne 1 ,2,oder 3 verteile , nun gut da ich mir sicher bin, dass ich ihn mir noch öfters zu Gemüte führen werde, und nun wohl auch der Letze gemerkt hat, dass er Meilenweit weg vom "Normalen" ist, (sofern er sich bis hierhin durchgekämpft hat) gibt es für mich nur die Höchstwertung, mit der ganz klaren Warnung an alle Freunde des "einfachen Konsumieren von Filmen" lasst die Finger von dem Meisterwerk!!!
Gefällt euch der Film lege ich euch Mulholland Drive ans Herz, der solte euch dann auch überzeugen :-)
Für weitere Info´s bietet sich die Seite http://www.im-netz.de/lost-highway/ an, ist wirklich gut aufgemacht.
Wer gerne liest, ist hier gut aufgehoben http://cinetext.philo.at/magazine/circvit.html, habe ich gerade eben erst entdeckt...
Gekauft habe ich die Kassette übrigens meines Wissens für 19,99, DM habe aber gerade geschaut,
bei amazon gibt es sie für 9,99 Euro
die DVD für 22,xx Euro
und den empfehlenswerten Soundtrack gibbet auch noch
nun entlasse ich euch wieder und wünsche euch viel Vergnügen, beim Eintauchen in diesen
hervorragend inszenierten
ALPTRAUM (ist übrigens zu Recht ab 16 )
Gruss
Pucky
Ps dem film auf der Videokassette vorgelagert ist übrigens das Video, von
NIN, "A Perfect Drug",...ist wohl als Einstimmung gedacht ;-)
Pps bei einem Gespräch mit einem Polizisten sagt Freddy auf die Frage zu seiner Abneigung gegen Videokameras folgenden für mich bemerkenswerten Satz
"Ich erinnere mich an bestimmte Sachen lieber auf meine eigene Art. So wie ich mich erinnere.
Egal, wie sie tatsächlich passiert sind.
Hat doch was!!! weiterlesen schließen -
Verdrängte Abgründe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
»Die Unschuld wird vor allem von einem getötet –
der Angst. Meine›unschuldigen‹ Figuren fallen
irgendwann vom Himmel und müssen die Hölle
durchqueren, um wieder mit einer gewissen Unschuld
überleben zu können« (David Lynch in einem
Interview im Filmbulletin 2/1997, Heft 211).
Es gibt Kritiker der Filme von David Lynch, die meinen, diese würden sich einfachen Interpretationen entziehen, sie seien schwer zugänglich und bedürften sozusagen des pädagogischen Begleitheftes.
Ich würde sagen: Jeder sieht seinen eigenen Film, wie jeder auch sein eigenes Buch liest. An Lynchs Filmen wird – ob er das beabsichtigt oder nicht – zumindest das ganz deutlich, unabhängig davon, was Lynch selbst in seine Werke hineingepackt hat bzw. hineinpacken wollte. Tausende von Interpretationen zu einem Film sind möglich. Bei Lynch ist nur besonders auffällig, was bei anderen Filmen eher als »guter« Film kontra »schlechter« Film an der Oberfläche zu beobachten ist. Lynchs Filme machen offenbar, welche Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten Filme an sich zulassen: so viele, wie die Zahl der Personen, die seine Film gesehen haben (von überschneidenden Ansichten und Empfindungen einmal abgesehen).
Zunächst aber zum Inhalt, den ich knapp halte angesichts der Fülle der Ereignisse in »Lost Highway«.
Inhalt
Als ob er auf diese Ansage durch die Türsprechanlage gewartet habe, doch gleichzeitig nicht weiß, was diese Nachricht bedeuten soll, hört der Saxophonist Fred Madison (Bill Pullman) eine Stimme mit der Nachricht »Dick Laurent ist tot«. Madison steckt in einer Ehekrise, schaut zu, wie seine Frau Renee (Patricia Arquette) eine Affäre nach der anderen hat, ohne das vor Fred groß zu verheimlichen.
Zwei Videofilme, die dem Paar anonym geschickt werden, zeigen Aufnahmen ihres Hauses und von ihnen selbst, wie sie schlafen. Die Polizei kann nichts Verdächtiges feststellen. Noch mysteriöser geht es auf einer Party von Andy (Michael Massee), einem Bekannten von Dick Laurent (Robert Loggia) zu. Ein Unbekannter (Robert Blake) spricht Fred an und behauptet, zur gleichen Zeit in Freds Haus zu sein. Er gibt Fred eine Handy, mit dem er bei sich zu Hause anruft und dieselbe Stimme am Telefon hört. »Wie sind Sie in mein Haus gekommen?«, fragt Fred. Antwort: »Sie haben mich eingeladen. Es ist nicht meine Art, dorthin zu gehen, wo ich nicht erwünscht bin.«
Anderntags erhält Fred ein weiteres Videoband, auf dem er neben der blutüberströmten, zerstückelten Leiche seiner Frau zu sehen ist.
Fred wird verhaftet und zum Tode verurteilt. In der Zelle hat er immer wieder Phantasien an die Videobänder und die anderen merkwürdigen Ereignisse, bekommt starke Kopfschmerzen. Als einige Zeit später ein Gefängniswärter in seine Zelle schaut, sieht er eine völlig andere Person. Fred ist verschwunden. Statt dessen sitzt Pete Dayton (Balthazar Getty) dort, der keine Erinnerung mehr hat, wie er dorthin gekommen ist. Die Polizei muss Pete laufen lassen, da nichts gegen ihn vorliegt, lässt ihn aber durch zwei Beamte ständig beobachten.
Pete arbeitet als Automechaniker. Stammkunde in der Werkstatt ist auch Mr. Eddy (Robert Loggia), ein Gangster, der mit Pornofilmen Geld macht. Eines Tages erscheint Mr. Eddy mit einer blonden schönen jungen Frau, Alice (Patricia Arquette), die Renee fast wie aus dem Ei gepellt ähnlich sieht, nur dass letztere schwarze Haare hat(te). Pete verliebt sich sofort in sie, lässt seine Freundin Sheila (Natasha Gregson Wagner) fallen und verbringt mehrere Nächte mit Alice, die für Mr. Eddie als Pornostar arbeitet. Da der von der Affäre mit Pete nichts erfahren darf, überredet Alice Pete, Andy in dessen Haus zu überfallen, ihn zu berauben und zu flüchten.
Pete schleicht sich in Andys Haus und schlägt ihn nieder. Als Andy sich halb benommen auf Pete stürzen will, weicht dieser aus und Andy fällt mit dem Kopf so auf die Ecke eines Tisches, dass die Tischplatte ihm den Schädel spaltet.
Alice und Pete flüchten in die Wüste zu einem Haus, schlafen nochmals miteinander. Andys Wunsch »Ich will Dich! Ich will Dich!« beantwortet Alice mit einem harten, kalten: »Du wirst mich niemals kriegen« und verschwindet.
Kaum hat sie dies gesagt, verwandelt sich Pete in Fred. Als er ihr folgen will, steht plötzlich der mysteriöse Mann mit der Videokamera vor ihm. »Wo ist Alice?« fragt er: »Ihr Name ist Renne«, bekommt er harsch zur Antwort. Fred fährt mit dem Auto weg, wird dabei von dem Unbekannten auf Video gefilmt und sieht sich wieder im »Lost Highway Hotel« bei Dick Laurent, der gerade mit Renee schlafen will. Fred packt Dick, schlägt ihn zusammen, lädt ihn in den Kofferraum seines Autos und bringt ihn hinaus in die Wüste. Als er Laurent aus dem Kofferraum zerrt, kommt es zu einem Handgemenge. Plötzlich gibt der Unbekannt Fred ein Messer in die Hand, mit dem Fred Laurent die Kehle aufschlitzt. Doch Laurent lebt noch. Er kann dem unbekannten Zwerg noch ins Gesicht sehen und sagen: »Sie und ich, Mister, wir stellen all die anderen Scheißkerle bei weitem in den Schatten.« Dann erschießt der Unbekannte Laurent. Fred sitzt einen Moment bei der Leiche. Am Morgen fährt er nach Hause, drückt die Klingel und spricht in die Türsprechanlage: »Dick Laurent ist tot.«
Inszenierung
Die Möglichkeiten, einen Film wie »Lost Highway« zu verstehen, sind vielfältig, je nach Blickwinkel und Art der Perspektive, intellektuell oder – was Lynch selbst bevorzugt – intuitiv. Dabei ist keine dieser Perspektiven »die richtige«; und es ist auch möglich, dass eine Person aus verschiedenen Perspektiven »gleichzeitig« beobachtet, wertet, erfühlt.
Die Handlungsperspektive ...
... behauptet: Zentral in »Lost Highway« ist eine Handlung, die sich sozusagen im Kreis verliert. Dieser Kreis schließt sich zum Anfang hin zurück oder voran. Die zeitliche Perspektive scheint aufgehoben. Die Handlung voran treibt ein mysteriöser Mann, nicht Fred / Pete oder Renee / Alice. Er nimmt Fred / Pete die Möglichkeit, aus sich heraus zu handeln. Er bestimmt ihr Schicksal. Renee / Alice ist nur der sexuelle Lockvogel, das Zugpferd. Damit kann man die Handlung eindeutig zur Traumlandschaft erklären, die keinen realen Geschehensabläufen entsprechen kann. Die Logik der Handlung ergibt sich ausschließlich aus der Logik des Traums.
Die psychoanalytische Perspektive ...
... ergänzt: Es kann sich also nicht um eine reale Handlung drehen, da es keine Möglichkeit gibt, die Zeit zu manipulieren. Also muss es sich bei Fred / Pete um einen psychisch gestörten Menschen handeln, der in einer extremen Angstsituation lebt und damit nicht fertig werden kann. Er ist bereit, einen Menschen zu töten, weil Alice es von ihm verlangt, das bedeutet aus sexueller Obsession heraus, die pubertär wirkt, da Pete aber ein erwachsener Mensch ist, krankhaft sein muss, vielleicht sogar auf seinen schizoiden Charakter verweist.
Die soziologische Perspektive ...
... stimmt dem nur bedingt zu. Denn als Fred befindet sich Pete in einer Situation, die durchaus auf viele Menschen zutreffen könnte, die sich in einer ernsthaften Lebens-/Ehekrise befinden, die wiederum großenteils Ausdruck historisch gewachsenen sozialen Rollenverhaltens ist. Von diesem Blickwinkel aus könnte man den Schluss des Films auch anders deuten, nämlich als ein Zurück zur Ausgangssituation, aber auf einer qualitativ höheren Ebene. Fred durchläuft Höllenqualen auf einem Weg, der ihn selbst vor Mord nicht zurückschrecken lässt. Er halluziniert seine Frau Renee als Alice, um sich für sein »Fremdgehen« zu legitimieren, gleichzeitig aber zu demonstrieren, dass er aus Liebe zu seiner Frau bereit ist, alles zu tun. Der Satz »Dick Laurent ist tot« hat damit am Ende des Films eine andere Bedeutung. Fred ist nun bewusst, dass seine Liebe eine Art falsch verstandene Liebe ist, die tragisch enden musste. Diese »Tragik nach der Hölle« gibt ihm die Chance, un-tragischer weiterzuleben. Der Satz »Dick Laurent ist tot« ist die nüchterne Form des Eingeständnisses eines Mordes aus einer Obsession heraus, die er nun erkannt hat. Der Film besteht also durchaus aus Traumsequenzen, enthält aber auch Geschehnisse aus der realen Welt, die sich für seine Hauptfigur nicht mehr differenzieren lassen.
Die intuitive Perspektive ...
... meint, dass das ja alles ganz gut und schön ist, aber ausschließlich logisch hergeleitet und nicht erfühlt, also nicht aus einer Art inneren Erkenntnis des eigenen Ichs heraus intuitiv erschlossen ist. »Lost Highway« versucht Bilder zu produzieren, die auf die »vielen Menschen« in uns verweisen, vor allem aber die potentiellen Abgründe, die in uns allen schlummern. So mag der Film von einem Psychopathen handeln oder auch nicht. Wir will das schon entscheiden?
Wichtiger ist, was der Betrachter der fast schon gemalten Bilder dabei selbst, aus sich heraus empfindet. Gewalt entsteht aus Frustrationen, die wiederum nicht erfüllten Wünschen entspringen. Trotzdem ist die Gewalt, die Fred / Pete ausüben, kein »rein« logisch erschließbarer und logisch durchdachter Akt, den man auf eben diese Logik, auf Erklärbares reduzieren könnte. Es sei denn, man wollte die Handlungskette des Films für bare Münze nehmen und damit verhindern, unter die Oberfläche des Geschehens zu schauen. Vielmehr ist es bedeutend, durch einen Vergleich von Erfahrungshorizonten zwischen den Bildern des Films und dem eigenen Inneren, das sich aus Bildern der Erinnerung speist, sich dem Gezeigten intuitiv zu nähern. Der Mystery Man reißt die Bilder der Erinnerung an sich, um Fred / Pete zu zwingen, dorthin zu schauen, wo er normalerweise nicht hinsehen würde.
»Lost Highway« erschließt sich nicht aus einer einzigen Perspektive. Das Thema des Films sind nicht nur die menschlichen Abgründe. Lynch führt uns vor – uns, die wir zumeist meinen, kulturell eingeübt darin sind zu denken, es gebe für alles eine verständliche, logisch deduzierbare Erklärung, die jeden »Fall« abschließen könne. Polizei und Staatsanwalt ermitteln, die Verhandlung beweist, der Richter spricht das Urteil, das wird rechtskräftig, der Fall wird ad acta gelegt. So in etwa funktioniert unser Verstand, aber nicht unser Innenleben.
»Lost Highway« ist daher auch in einem aufklärerenden Sinne anti-aufklärerisch. Er zweifelt an einer Mentalität objektivierbarer Wahrheiten, bebildert ein Geschehen gegen eine Ideologie, die im Brustton der Selbstherrlichkeit deklamiert, man könne die Welt durch und durch rationalisieren. Verstand kann töten.
Wo der Verstand versagt ...
... laufen wir vor uns selbst davon: »Ich fühle mich gut. Ich betrete ein Café, in dem ich während meines Urlaubs schon öfter saß, ein Café, in dem Menschen sitzen, die ich nicht kenne, setze mich an die Bar und bestelle einen Pernod. Plötzlich beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Die Leute im Bistro reden weiter, als wenn nichts wäre. Mich beschleicht eine leichte Angst. Ich spüre eine Atmosphäre, die Unheil heraufzubeschwören scheint. Niemand sagt etwas zu mir. Keiner kümmert sich um mich, keiner bedroht mich. Der Mann hinter der Theke ist freundlich wie sonst auch, fragt, ob ich noch einen Pernod wünsche. Ich verneine. Mir ist unwohl. Nichts ist vorher geschehen, aus dem ich mir dieses Unwohlsein, die Angst erklären könnte. Als ich das Café wieder verlasse, geht es mir merklich besser. Bis heute kann ich mir diesen Vorgang nicht erklären.«
Solche recht trivial anmutenden Erlebnisse hat wahrscheinlich schon jeder einmal gehabt. Ob sie vor allem mit der Situation außerhalb von mir, die sich mir nicht erschloss, zusammenhing, d.h. mit dem intuitiven Spüren einer Atmosphäre, die sich nicht aus Gesagtem oder Beobachtbarem ergab, oder ausschließlich mit mir, ohne dass mir bewusst war, warum und woher, ist nicht zu ergründen. Aber selbst wenn es zu ergründen wäre, bleiben solche Situationen dem Verstand meist nicht zugänglich.
Fred / Pete durchläuft eine solche Situation, aber in drastischeren Ausmaßen. Der unbekannte mysteriöse Mann, eine Art Mephisto, lässt Fred eine fast schon kafkaeske Wandlung zu Pete und »zu sich« zurück durchleiden, ohne dass Fred begreift, was mit ihm geschieht. Jeder stelle sich selbst eine Situation vor, in der er die Hölle von Leid, Gewalt, Alpträumen oder ähnlichem durchläuft und am Ende um die innere Erkenntnis reicher ist, dass er es war, der diese Gewalt verursacht hat. Fred steht am Anfang in seinem bunkerähnlichen Haus. Eingesperrt in seine Ängste hört er durch die Sprechanlage »Dick Laurent ist tot« und weiß nichts damit anzufangen. Am Ende steht er vor dem Haus und spricht diesen Satz. Er hört sich selbst diesen Satz sagen, aber jetzt kann er vielleicht »mit einer gewissen Unschuld« überleben. Eine fast Nietzsche-ähnliche Prophezeiung der Wiederkehr des immer gleichen.
Lynch arbeitet mit Bildern, Gemälden gleich, führt uns über den dunklen Highway in die Finsternis, durch die Hölle, manchmal in die Verdammnis der Seele. Trotzdem ist Lynch kein Kulturpessimist, sondern »nur« Fragender, der nichts außen vor lassen will, kein konservativ-trübsinniger Philosoph des Untergangs, sondern Suchender, Analytiker, aber trotz aller Skepsis hoffender Optimist. Besonders in »Straight Story« kommt das zum Tragen.
Fazit
Die aufgeklärte Gesellschaft ist eine rationalisierte Gesellschaft, die sich vor allem selbst gerecht ist. Der Verstand scheint mächtiger als alles andere. Doch dieser Trugschluss, den wir seit der Aufklärung mit uns herumtragen, ist eher tragisch; das spürten schon die Romantiker. Lynchs Filme werfen diese Fragen nicht in großen Zusammenhängen der Politik, der Ökonomie usw. auf, sondern auf der »untersten« Ebene des Individuums, in »einfachen« Kontexten. Lynchs Mephisto, der Mystery Man, der Zwerg mit der Videokamera stößt uns mit der Nase drauf, sogar in scheinbar Unscheinbarem. Er hält uns den Spiegel unserer eigenen Abgründe vor die Augen. Wir ächten die Gewalt, verbannen den Tod aus dem Leben, so als ob beide nicht wirklich, wahrhaftig und präsent wären. Wir waschen uns rein von dieser Pest der zivilisierten Menschheit und glauben dem Schnitter ein Schnippchen schlagen zu können. Nur in den visuellen Medien scheint es noch Gewalt zu geben – Gewalt ohne Schmerz.
Den Verstand und die Vernunft erklären wir zu Mächtigen unseres Daseins. Die »instrumentelle Vernunft« herrscht. Dabei können wir noch nicht einmal erklären, warum uns das Zwitschern von Vögeln ein angenehmes Gefühl bereitet.
Weitere ausführliche Informationen zu David Lynch und seinem Werk (Interviews mit Lynch, Aufsätze über sein Werk, Kritik an seinen Filmen, Literaturhinweise usw.) finden sich unter http://www.geocities.com/~mikehartmann/de/index.html .
Lost Highway
USA 1997, 134 Minuten
Regie: David Lynch
Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford
Musik: Angelo Badalamenti, Barry Adamson, David Bowie, Billy Corgan, David Lynch, Marilyn Manson, Lou Reed, Trent Reznor, Rammstein
Kamera: Paul Hughen
Hauptdarsteller: Bill Pullman (Fred Madison), Patricia Arquette (Renee Madison / Alice Wakefield), Balthazar Getty (Pete Dayton), Robert Loggia (Mr. Eddy / Dick Laurent), Robert Blake (Mysteriöser Mann), Natasha Gregson Wagner (Sheila), Richard Pryor (Arnie), Lucy Butler (Candace Dayton), Gary Busey (Bill Dayton), Michael Massee (Andy), Jack Nance (Phil), Jack Kehler (Johnny Mack, Wächter), Henry Rollins (Henry, Wächter), Giovanni Ribisi (Steve »V«), Scott Coffey (Teddy), John Roselius (Ed), Marilyn Manson (Porno-Star)
© Ulrich Behrens 2002
(dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in www.ciao.com unter dem Mitgliedsnamen Posdole) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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XXLALF, 18.02.2008, 14:15 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Toller Bericht, vielleicht solltest du mal ein paar deiner Berichte updaten so ist das suchen wenigsten für mich einfacher und dieser hier könnte ja noch einige Bewertungen vertragen. Lg XXLALF
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Informationen
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