Pro:
KANN interessant und mysteriös sein...
Kontra:
ich fands aber langweilig, blödes Ende
Empfehlung:
Ja
Es gibt so Filme über die man sich vorher genau informieren sollte bevor man sie anguckt, ich hab bei Mulholland Drive den Fehler gemacht das nicht zu tun.
Erwartet hab ich eine spannende und mysteriöse Geschichte, bekommen einen nun ja sagen wir mal schrägen Film der mich besonders am Ende enttäuscht hat.
Der Regisseur des Films ist David Lynch, und auch wenn ich ihn von "Twin Peaks" kenne hab ich mir keine weiteren Gedanken dazu gemacht. Lynch liebt es seine Zuschauer im Unklaren darüber zu lassen was denn nun wirklich passiert, oft muss man sich des Rätsels Lösung selbst zusammenbauen.
Original: Mullholland Drive, USA 2001
Regie: David Lynch
Hauptdarstellerin: Naomi Watts
Laufzeit: 145 Minuten (zzzZZZZzzzzz...)
FSK: 16 (paar Tote, ein wenig Lesbensex)
Die Story
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Die schöne Rita (Laura Elena Harring) sitzt in einer Limousine und wundert sich das der Fahrer plötzlich falsch abbiegt.
Nach einem entsprechenden Kommentar wird sie mit einer Waffe bedroht und kann nur der Dinge harren die da kommen, doch schon bald muss sie sich keine Gedanken mehr über die Pistole machen:
Irgendwelche verrückten Punks krachen frontal in die Limousine, und nach einiger Zeit kriecht nur Rita aus dem Wagen, mehr oder weniger unverletzt und ziemlich verwirrt.
Sie schwankt in die Stadt hinunter und legt sich unter einem Busch schlafen, am nächsten Morgen nutzt sie die Gelegenheit in ein offenstehendes Haus zu schleichen aus dem gerade jemand auszuzuiehen scheint...
dort kann sie erstmal bleiben.
Szenenwechsel zu 2 Männern die in einem Lokal sitzen, einer der beiden wirkt wie ein Psychater dem der andere jüngere Mann einen Traum erzählt der ihn offensichtlich belastet.
Dannach laufen die beiden heraus, und der junge Mann wird von einem Maskierten so erschreckt das er daran stirbt...
Dannach beobachten wir die junge Betty (Naomi Watts) dabei wie sie nach Los Angeles kommt, sie wirkt wie der Sonnenschein höchspersönlich und scheint überglücklich zu sein.
Sie ist eine junge Schauspielerin die sich eine Menge von Hollywood erwartet, für ein grosses Haus ist auch schon gesorgt.
Was Betty allerdings nicht erwartet hat ist das eine Frau bei ihr unter der Dusche steht, Rita wirkt ebenfalls ziemlich erschrocken und eingeschüchtert als sie Betty sieht.
Als sie jedoch erfährt das Rita in einen Autounfall verwickelt war und nicht mehr weiss wer sie ist kümmert sie sich um die junge Frau, und lässt sie bei sich wohnen.
Nach einiger Zeit fangen die beiden an sich auf die Suche nach Ritas Identität zu machen, und dabei hilft ihnen ein Strassenname an den sich Rita erinnern kann: Mulholland Drive.
Erneuter Szenenwechsel, Adam Kesher ist ein recht junger Regisseur der offensichtlich Probleme mit der Besetzung einer weiblichen Hauptrolle für seinen neusten Film hat.
Dubiose Geldgeber scheinen eine Rolle zu spielen, und die Verknüpfung zum Rest der Story ist das Rita später diese Schauspielerin sein wird.
Adam erwischt seine Frau mit einem Schrank von einem Mann im Bett und bekommt von diesem die Hucke voll, die nächste Nacht findet er sich in einem Hotel wieder.
Zwischendurch dann immer wieder Szenen die teils keinen Sinn zu machen scheinen, mehr wird nicht verraten.
Kritik
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Der Anfang hat grosse Erwartungen geweckt, ich wollte unbedingt wissen was es mit Ritas Unfall auf sich hat.
Die ersten Szenen sind wirklich gut gemacht, mysteriöse Musik und Strassennamen die wie in einem Traum erscheinen.
Auch die die Stelle mit den 2 Männern im Lokal ist noch recht interessant, und sorgt auch für einen netten Schockeffekt, hier fragt man sich aber im nachhinein zum ersten Mal was der "Blödsinn" überhaupt bedeuten soll.
Im weiteren Verlauf lässt Lynch durchaus gelegentlich seine Klasse aufblitzen, einige Bilder und Handlungsstränge haben einen schönen Mystery Touch.
ABER nun der Hauptkritikpunkt: Für meinen Geschmack hat der Film einfach viel zu wenig Handlung und zu viele wirre und deshalb langweilige Stellen...
wen interessiert z.B. eine 5minütige Opernaufführung in der 2 Frauen wie unter Drogen auf eine Diva starren? Oder eine filmische Darbietung Bettys, die ich weiss nicht wie viele Minuten dauert und in der sie nichts anderes tut als mit einem Mann der mit der Story nichts zu tun hat zu flirten?
Die Spannung war auf jeden Fall erstmal fast völlig weg.
Ersetzen will Lynch das durch merkwürdige Traumphasen Bettys in denen sie fast schon mehr abdriftet als Rita, teils recht witzigen Szenen mit z.B. Killern die nicht gerade professionell arbeiten und mit rabenschwarzen Anspielungen auf die Geldgeilheit in Hollywood.
Mich interessiert sowas aber leider nicht, es weiss doch inzwischen wirklich JEDER das Hollywood eine schöne Scheinwelt ist in der es nur um Moneten geht...
da gibts wirklich interessantere und neuere Themen, mir hätte beisipielsweise eine richtige Auflösung über das Kidnapping am Anfang viel besser gefallen.
Und als ob Lynch wüsste das er etwas braucht das den Zuschauer wieder aufbaut,präsentiert er eine lesbische Liebesgeschichte zwischen Rita und Betty...
nicht besonders orginell aber Hauptsache es tut sich was in der Hose, so nach dem Motto.
Für mich ein Eingeständniss das er sich selbst in seinen Wirren verstrickt hat, und das überspielen muss.
Die absolut herbste Enttäuschung des Films ist aber das Ende, die Auflösung ist einfach nur noch lächerlich.
Einige Filmkritiker mögen jetzt behaupten "das ist eben Lynch", aber sowas lässt mich kalt, Mist bleibt Mist egal wer ihn sch...
Schauspielerisch gesehn geht der Film in Ordnung, Noami Watts zeigt sicherlich das sie eine gute Darstellerin ist.
Die anderen Rollen waren irgendwie zu anspruchslos um eine Einschätzung abzugeben, Laura Elena Harring ist halt verdammt reizvoll anzusehen...
Fazit
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Ein Film an dem sich die Geister scheiden.
Manche finden das wirre Zeug das Lynch hier präsentiert genial, mir wirkt die halbherzige und teils lächerliche Auflösung zu billig.
Und wem es nicht gefällt der wird auch keine Spannung verspüren, und sich nicht an dem hohen Anspruch des Film erfreuen.
Obwohl ich Mulholland Drive nicht gut fand spreche ich eine knappe Empfehlung aus, denn es ist ein Film den viele zumindest dennoch interessant finden werden. weiterlesen schließen
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