Nirgendwo in Afrika (DVD) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Interessante/s Thema/Handlung | Passende Schauspieler | tolle Aufnahmen | interessante Features...
- sehr schöner und ruhiger Film, wunderschöne Aufnahmen von Afrika, super DVD mit richtig gutem Bonusmaterial (interessanter Audiokommentar + Interviews)
- für manche ein unerfüllter Traum
Nachteile / Kritik
- Merab Ninidze ist synchronisiert!
- die Drei-Stunde-Fassung war nicht auf der DVD ;-)
- für andere der Arsch der Welt
Tests und Erfahrungsberichte
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Und wieder Afrika....
5Pro:
Toller Geschichte...
Kontra:
???
Empfehlung:
Ja
SO, heut wieder was aus meiner Büchercke...
+++ Name des Buches+++
Nirgendwo in Afkrika von Stefanie Zweig
+++ Über die Autorin+++
Stefanie Zweig wanderte 1938 mit ihren Eltern nach Kenia in Ostafrika aus und verlebte ihre Kindheit auf einer Farm. 1947 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Die Autorin, heute freie Journalistin, schrieb sieben Jugendbücher. Eine Mundvoll Erde kam auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises und wurde 1995 von der Royal Geographical Society mit dem Gläsernen Globus als bestes Jugendbuch prämiert. 1993 erhielt sie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
+++Weitere Bücher der Autorin+++
- Irgendwo in Deutschland ( eine Art Fortsetzung zu Nirgendwo in Afrika)
- Ein Mund voll Erde
- Doch die Träume blieben in Afrika
- Karibu heißt willkommen
- Es begann damals in Afrika
+++ Story+++
Kenia ist der Schauplatz dieses autobiographischen Romans. Der jüdische Rechtsanwalt Walter Redlich aus Leobschütz rettet sich 1938 nach Ostafrika und kann noch im letzten Augenblick seine Frau Jettel und seine fünfjährige Tochter Regina nachholen.
Walter ist entschlossen, ein neues Leben in dem Land zu beginnen, das ihn nd diesen kleinen Teil der Familie vor dem Schlimmsten bewahrte. Doch insgeheim leidet er an seiner Liebe zu Deutschland - dem Land, das ihn nicht mehr haben wollte-, und die Eingewöhnung in diese gänzlich andere Welt fällt ihm wie auch Jettel schwer. Was den Eltern nicht gelingt, glückt ihrer Tochter Regina: Rasch verfällt sie dem Zauber Afrikas, der überwältigenden Natur, den Menschen mit ihren Riten und Überlieferungen, die ihr zu Freunden werden. Und die Faszination der Tiere, ihren einzigen Spielgefährten. Auf der einsamen Farm Ol`joro Orok wird Owour, der Hausboy, zum Freun und zu Stütze der Familie. Walter meldet sich zu britischen Army, und Regina besucht ein engliches Internat, sehnsuchtsvoll die Ferien erwartend, die sie mit den Eltern in einem kleinen Zimmer im ehemaligen Nobelhotel Hove Court verbringt. Das Hotel ist zu Fluchtpunkt europäischer Emigranten geworden, einem eigenen Kosmos unterschiedlicher Existenzen,die ihre feudalen Erinnerungen gegen die trostlose Gegenwart setzen. 1946 erfüllt sich Reginas größter Wunsch, als Bruder Max geboren wird. Jetzt aber will Walter endgültig zurück nach Deutschland, während Regina längst ihre wahre Heimat gefunden hat....
+++ Eigene Meinung+++
Mit diesem Buch hat mein Afrika Lesewahn angefangen. Von da ab konnte ich nicht mehr genug kriegen. Ich bin auch jetzt noch total fasziniert von diesem Buch und Afrika. Stefanie Zweig hat einen tollen Schreibstil, deshalb hab ich ich auch die meisten ihrer Bücher gelesen. Leider hab ich auch bei diesem Buch den Fehler gemacht, und hab mir den Film dazu angeschaut und wurde bitter enttäuscht. Da hätte ich mehr erwartet, aber das ging mir bei Buchverfilmungen schon öfter so.
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem Empfehlen. Es ist einfach klasse!!! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Wenn Deutsche einen Oscar bekommen...
04.02.2005, 21:18 Uhr von
dottigross_juliaa
Halli-hallo! Ich schreibe nicht nur bei yopi, sondern auch bei dooyoo und ciao. Mein Gästebuch be...Pro:
Interessante/s Thema/Handlung | Passende Schauspieler | tolle Aufnahmen | interessante Features...
Kontra:
Merab Ninidze ist synchronisiert!
Empfehlung:
Ja
Ich gehe nur selten ins Kino und so muss schon ein ganz besonderer Film laufen, damit ich mich aufraffe. 2001 war ein Jahr, in dem ich mich wieder erfolgreich vor einem solchen Kino-Gang drückte, als nämlich *Nirgendwo in Afrika* Premiere feierte. Zwar interessierte mich das Thema des Films, aber es verging eine Woche nach der anderen, ohne das ich den Streifen sah. Auch die Wiederholung im Freilichtkino, die zahlreichen Sondervorführungen, das Erscheinen der DVD und die Oscar-Auszeichnung verschlief ich irgendwie...
Zeitsprung - drei Jahre später erlag ich dem Charme eines georgischen Schauspielers namens Merab Ninidze. Ich suchte nach jedem Stückchen Filmmaterial, dass ich von ihm finden konnte (Nähere Infos zu diesem Schauspieler findet ihr auf der Fanpage unter http://www.dottigross.homepage.t-online.de/ninidze/startseite_ninidze.htm). Und da war er wieder: der Film *Nirgendwo in Afrika*. Und diesmal war ich bereit, sofort die Special Edition der DVD für 14,99 EUR zu kaufen. Diesmal verschlief ich nicht...
Handlung
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Walter Redlich (Merab Ninidze) ist Jude und flüchtet im Jahre 1938 vor dem Nazi-Regime nach Afrika, wo er als Verwalter eine Farm betreibt. Seine Frau Jettel (Juliane Köhler) und Tochter Regina (Lea Kurka und Karoline Eckertz) holt er nach einigen Monaten nach. Während Jettel sich nur mühsam in der neuen Umgebung - zwischen all den *unheimlichen Schwarzen* zurecht findet - fasst die kleine Regina schon bald Fuß. Sie freundet sich mit Owuor (Sidede Onyulo), dem Koch der Familie an und lernt schon bald die Sprache der Einheimischen.
Afrika ist unter englischer Bewachung, als der zweite Weltkrieg ausbricht. Walter - als vermeintlicher Nazi-Deutscher - wird verhaftet. Nur schwer können die jüdischen Deutschen den englischen Bewachern klar machen, dass sie selbst Verfolgte sind und auf der Flucht vor Hitler in Afrika ausharren. Um seine Position zu festigen, dem unwirtlichen und eintönigen Leben auf der Farm zu entfliehen und um selbst etwas gegen die Nazis zu unternehmen, bewirbt er sich bei den Engländern als Söldner. Nun ist Jettel auf der Farm auf sich gestellt. Doch mit Hilfe der Einheimischen und dem jüdischen Deutschen Süßkind (Matthias Habich) lernt sie nicht nur *in Afrika zu leben*, sondern auch *Afrika zu lieben*...
Infos zum Film/DVD
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| Darsteller |
Juliane Köhler (Jettel Redlich)
Merab Ninidze (Walter Redlich)
Matthias Habich (Süßkind)
Sidede Onyulo (Owuor)
Lea Kurka (Regina klein)
Karoline Eckertz (Regina groß)
Gerd Heinz (Max)
Hildegard Schmahl (Ina)
Maritta Horwarth (Liesel)
Regine Zimmermann (Käthe)
| Regie und Drehbuch: Caroline Link
| Produzent: Peter Herrmann
| Vorlage: Stefanie Zweig *Nirgendwo in Afrika*
| Musik: Niki Reiser
| Kamera: Gernot Roll
| Schnitt: Patricia Rommel
| Kostüme: Barbara Grupp
| Make Up: Nanni Gebhardt-Seele, Stefanie Hilke
| Ton: Andreas Wölki
Die DVD ist in Dolby-Surround sowie in Stereo zu hören und als 2.35:1 und 16:9 (Anamorphic Widescreen) zu sehen. Der 135 Minuten lange Film ist natürlich in Farbe und auf einer einzigen DVD gebrannt. Die zweite DVD beinhaltet die Features, auf die ich noch näher eingehen werde. FSK: ab 6 Jahre.
Meinung zum Film
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Wie bereits erwähnt, hatte ich mir den Film nur wegen Merab Ninidze - einem der Hauptdarsteller - gekauft. Doch schon nach wenigen Minuten zog mich der Film aufgrund seines interessanten Themas und den atemberaubenden Aufnahmen in den Bann. Die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges - insbesondere des Holocausts - haben mich schon immer interessiert. Hier wird dieses Thema auf einer anderen Art und Weise behandelt. Die Judenverfolgung steht nicht im Vordergrund des Films, sondern die Liebe eines Ehepaares, dass auf eine harte Probe gestellt wird. Jettel leidet darunter, ihre Heimat verlassen zu haben. Sie hat ihre schönen Kleider, ihre Wohnung, ihr gesellschaftliches Leben hinter sich gelassen, um mit ihrem Mann in einem kahlen, unwirtlichen Land zu leben - in einem Haus, dass ihr nicht gehört - mit Menschen zusammen, die sie nicht mag und die sie nicht mögen. Doch auch Walter ist in Afrika nicht glücklich. Sein Beruf ist eigentlich Anwalt und so kommt er mit der Farmarbeit nicht zurecht. Er kennt sich nicht aus mit Ackerbau und Wassersuche - weiß nicht, wie man mit den schwarzen Arbeitern umgehen soll, die in ihm anfangs nur den *weißen Herrn* (im Sinne von *Herrscher*) sehen. Doch beide teilen die gleiche Sorge: die Angst um die Eltern und Verwandten, die in Deutschland zurück geblieben sind.
Ich fand diese Konstellation sehr interessant und konnte mich in beide Figuren gut hinein versetzen. Sowohl Jettels plötzliche *Heimatlosigkeit* als auch Walters Bemühungen, in Afrika Fuß zu fassen, konnte ich verstehen. Auch sah ich, dass sich das Ehepaar auseinander lebte, weil jeder für sich mit seiner Art von *Problembewältigung* zu kämpfen hatte. Ich denke, dass diese Probleme gerade in unserer heutigen Zeit wieder sehr präsent sind. Was damals vor allem die politischen Hintergründe (Verfolgung, Religionszugehörigkeit, Heimatlosigkeit etc.) waren, sind heute drohende Arbeitslosigkeit, Konsumdenken und die Angst vor der Zukunft. Damals wie heute gibt es sicherlich Ehepaare, die versuchen, Sorgen von sich und ihren Kindern fern zu halten. Doch damals wie heute, versuchen viele Menschen, diese Probleme allein zu bewältigen, anstatt sich mit dem Partner auszusprechen und die Kräfte zu bündeln, um gemeinsam dagegen an zu gehen. Ich finde, dass dieser Film vor allem Ehepaaren als Denkanstoß dienen kann.
In Interviews und in Berichten wurde immer wieder die Rolle der kleinen Regina hervor gehoben. Ich persönlich fand keinen direkten Zugang zu dieser Filmfigur. Für mich war das Mädchen eher ein Zugang zur Kultur Afrikas. Regina freundet sich schon bald mit den Einheimischen an. Sowohl Owuor, als auch die Kinder des Dorfes helfen dem weißen, deutschen Mädchen, sich zu integrieren. Dabei wird dem Zuschauer in wundervollen Bildern die kenianische Landschaft und der Brauchtum der Einwohner näher gebracht. Für einen Fan des afrikanischen Kontinents ist dieser Film ein Muss.
Eine Szene hat mir besonders gut gefallen. Eines Abends feiern die Kenianer ein Fest. Regina überredet ihre Mutter, ihr hübsches Kleid anzuziehen und führt sie zum Lagerfeuer der Einwohner. Dort nehmen beide am Brauchtum der Kenianer teil. Diese Szene ist *live* aufgenommen worden. Sprich: es wurden keine Proben veranstaltet oder der Dreh wiederholt. Die Einheimischen wurden gebeten, ein Fest nach ihren traditionellen Regeln zu feiern und das Filmteam drehte die Szenen eins zu eins mit. Dadurch, dass eine Staddycam verwendet wurde, wirken die Bilder noch lebendiger. Das Licht des Feuers, die tanzenden schwarzen Einwohner.... - das alles fand ich so fesselnd, dass man richtig Lust auf dieses Land bekam.
Es gab aber auch Dinge, die mir nicht so gut gefielen. So fand ich die Figur des deutschen Juden *Süßkind* etwas seltsam. Ich verstand nicht, ob er zu den *Guten* gehörte oder vielleicht doch etwas im Schilde führte. Aus ihm wurde ich nicht schlau. Ich weiß auch nicht, ob es an der Figur selbst lag oder am Schauspieler, weshalb ich den Süßkind nicht mochte. Eigentlich habe ich nichts gegen Matthias Habich - im Gegenteil, ich finde, er ist ein sehr guter Schauspieler, der vor allem in anspruchsvollen Rollen glänzt. Trotzdem störte mich die Figur *Süßkind*.
Der Film ist zwar in deutscher Sprache aufgenommen, doch die Dialoge mit den kenianischen Einwohnern werden in Originalsprache mit Untertitel geführt. Das Mitlesen erfordert Konzentration und so bekam ich viele Dinge erst beim zweiten oder dritten Anlauf mit. Auch die Gespräche mit den Engländern sind untertitelt. Doch hier reichten meine Englischkenntnisse aus, um das Geschehen ungestört verfolgen zu können. Mir ist natürlich klar, dass der Film etwas von seinem Charme verlieren würde, wenn die Kenianer plötzlich *deutsch* sprechen würden. Trotzdem fand ich das Mitlesen mühsam.
Die Rollen waren - meiner Meinung nach - sehr gut besetzt. Zwar hätte ich mir mehr *Merab Ninidze* und weniger *Juliane Köhler* gewünscht, aber trotzdem genoss ich jede Sendeminute mit ihm. Schade finde ich es jedoch, dass er synchronisiert wurde, weshalb ich einen Stern abziehe. Merab Ninidzes Stimme ist nämlich sehr, mmmh, anziehend-erotisch. Wie erkläre ich das jetzt? Nun, seine Stimme ist ein besonderes Markenzeichen seiner Ausstrahlung. Sein georgischer Akzent verleiht seiner Stimme eine zusätzliche Wirkung. Inzwischen habe ich Merab Ninidze in dem Film *Cattolica* gesehen, in dem er ein fast akzentfreies Deutsch spricht, und finde, dass er dadurch ein wenig von seiner Ausstrahlung verliert.
Juliane Köhler ist die Idealbesetzung der Jettel. Ihr Aussehen und ihre Körperhaltung, ihre Bewegungen und ihre Stimme verkörpern die Person *Jettel* auf eine sehr spezielle Art. Jettel ist *die Frau aus gutem Hause*, die *verwöhnte Dame*, die mit den einfachen Verhältnissen Kenias nicht zurecht kommt. Doch die *kühle Jettel* mit ihrem unsichtbaren Panzer wächst langsam, sehr langsam, in die fremde Kultur und Landschaft hinein. Sie verliebt sich in dieses Land und in die Menschen und erkennt Kenia als neue Heimat an. Als Walter nach Kriegsende wieder nach Deutschland zurück kehren will, ist sie es, die Kenia nicht verlassen will. Juliane Köhler hat diese Figur sehr überzeugend dargestellt.
Wer ist die bessere Regina? Diese Frage konnte ich nicht beantworten. Sowohl Lea Kurka (Regina klein) als auch Karoline Eckertz (Regina groß) haben ihre Sache sehr gut gemacht und ich war erstaunt, welches schauspielerische Talent in Kindern stecken kann.
Meiner Kollegin hat Sidede Onyulo als Owuor sehr gut gefallen. Ich selbst vermisste etwas seine Ausdruckskraft. Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich während seiner Dialoge immer den Untertitel mitlesen musste und deshalb abgelenkt wurde. Trotzdem gibt es eine Szene, die mir sehr gut gefallen hat. Das war in dem Moment, als die kleine Regina auf der Farm in Kenia eintrifft und Owuor sie aus dem Wagen hebt und in die Höhe streckt.
Meinung zur DVD
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Wie bereits erwähnt, besitze ich die Special Edition von *Nirgendwo in Afrika*. Hierin sind zwei DVD’s enthalten. Die erste DVD beinhaltet den kompletten Film (in 25 Kapital unterteilt) und den Audiokommentar, den ich mir jedoch bis heute noch nicht angesehen habe. Auf der zweiten DVD befinden sich folgende Features:
- Das *Making of*, welches von Caroline Link kommentiert wird. Hier erfährt der Zuschauer interessante Dinge über die Dreharbeiten. So sieht man zum Beispiel die Unterkünfte der Filmcrew oder erfährt, wie die Leute verpflegt und betreut wurden. Dieses Kapitel schaue ich mir heute noch gerne an, auch wenn es ziemlich lange dauert und man nicht mitten drin unterbrechen kann.
- Die Premiere: Dieses Kapitel habe ich mir nur ein einziges Mal angesehen und finde ihn nicht besonders interessant.
- Magical Kenja-Beitrag: Hier zappe ich auch gerne drüber weg, denn es handelt sich wohl eher um einen Werbeschachzug der kenianischen Touristenbehörde.
- Entfallene Szenen: Caroline Link erklärt an ein paar Beispielen, warum sie welche Szene rausgeschnitten hat. Die meisten entfallenen Szenen - so fand ich - sind berechtigterweise weggelassen worden. Einzig bei dem Dialog von Regina mit dem bayerischen Mädchen war ich etwas enttäuscht. Diese Szene hätte vieles erklärt, was nun im Film unerklärt blieb.
- Interviews: Das Interview mit Merab Ninidze habe ich natürlich ein Dutzend Mal angesehen und bin jedesmal wieder begeistert. Die Aufzeichnungen fanden während der Dreharbeiten statt und so kann man im Hintergrund teilweise Aufbau-Arbeiten oder diverse Dreharbeiten sehen. Teilweise werden die Interviews auch unterbrochen, weil der jemand *Bitte Ruhe - wir drehen* ruft. Es ist also sehr nah am Geschehen dran und wirken dadurch sehr natürlich.
- Talkrunden: Hier wird eine Talkrunde gezeigt, in der Caroline Link von den Dreharbeiten berichtet. Ich fand diesen Teil nicht so interessant und habe ihn nur überflogen.
- Casting Videos: Dieses Kapitel fand ich auch sehr interessant. Mir war neu, dass auch *berühmte Stars* und *alte Hasen des Filmgeschäfts* noch zu Castings müssen. Ich dachte immer, ein Regisseur, der einen Film drehen will, hat seine Akteure im Kopf und weiß, welche Schauspieler er dafür engagieren will. Hier sieht man aber, wie zwei Schauspieler aufeinander und auf die Rolle abgestimmt werden.
- Storyboard/Film, Vergleich der Heuschreckensequenz. Anhand einer Tierfrequenz wird gezeigt, wie am Computer eine Trickszene eingefügt wird. Ganz klar, dass die Produktionfirma keine künstliche Heuschreckenplage inszenierte, sondern dies anhand von Computeranimation löste. Muss man - meiner Meinung nach - nicht unbedingt gesehen haben.
- Diashow mit Audiokommentator von Produzent Peter Herrmann: Das fand ich wieder sehr interessant. Neben den Dreharbeiten wurden rund um das Filmgelände Fotos gemacht. So gab es Bilder von der Zeltstadt, vom Umland und auch von einigen *Schaulustigen*.
- Niki Reisers Filmmusik: Diesen Part habe ich kein einziges Mal angesehen, weshalb ich davon nicht berichten kann.
- Trailer: Auch hier muss ich passen, da ich dieses Kapitel nicht angeschaut habe.
- Biografien: Wer sich dafür interessiert, kann den kurzen *Lebenslauf* einiger Schauspieler nachlesen. Ich habe (natürlich) nur Merab Ninidzes Kurzbiografie gelesen und fand sie lückenhaft. Zwar findet man an anderer Stelle kaum ausführlichere Quellen, aber die DVD-Ausführung lässt zu wünschen übrig.
Ton und Bild
++++++++++
Es fällt mir schwer, ein Urteil über die Qualität von Ton und Bild zu fällen. Das kommt - so denke ich - auch immer auf die technische Ausstattung an, die jeder zu Hause zur Verfügung hat. Wir sind in dieser Beziehung sehr gut gerüstet und so kann ich diese DVD in vollen Zügen genießen. Am liebsten *höre* ich den Film auf unserer Soundanlage in einer nachgestellten *Hallen*-Version. Die Kino-Variante geht in unserem kleinen Wohnzimmer jedoch etwas unter. Unser Fernseher hat jedoch die normale Größe und einen einfachen Bildschirm, weshalb ich die Bildqualität als sehr gut bezeichnen möchte.
Fazit
+++++
Obwohl ich noch viel, viel mehr über diese DVD schreiben könnte, möchte ich jetzt doch zum Ende kommen. Abschließend kann ich folgendes Zusammenfassen:
Handlung: sehr ergreifend, fesselnd und interessant:
Aufnahmen: traumhaft und durch Gebrauch der Staddycam sehr lebendig.
Schauspieler: Da ich ein Fan von Merab Ninidze bin, möchte ich ihn natürlich besonders hervorheben. Doch auch Juliane Köhler und die beiden Darstellerinnen der *Regina* verdienen größtes Lob. Nur Matthias Habich als *Süßkind* gefiel mir nicht so gut.
DVD: Die Filmqualität ist super und die mitgelieferten Features sind sehenswert. Vor allem das Interview mit Merab Ninidze und das *Making of* haben mir gefallen.
Sonstiges: Schade, dass die kenianischen Dialoge untertitelt sind, weil man dadurch zu sehr abgelenkt wird. Trotzdem würde ich nicht darauf verzichten wollen, weil der Originalton einen besonderen Charme hat. Ein variabler Zweikanalton wäre hier eine ideale Lösung.
Ich vergebe vier von fünf Sternen!
In diesem Sinne... alles bleibt anders... eure Dotti weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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katy50, 11.04.2006, 00:58 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
den wollte ich auch immer mal sehen, bin bisher nicht dazu gekommen LG
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Gefühlsbewegend.....
Pro:
siehe bericht
Kontra:
siehe bericht
Empfehlung:
Ja
Hallöchen,
..:: Vorwort ::..
Nachdem ich wie jedes Jahr die Nacht der Oscar- Verleihung durchwacht habe, bin ich während dieser Stunden auf den diesjährig nominierten deutschen Beitrag für den "Besten ausländischen Film" aufmerksam geworden.
Es handelt sich hierbei um das Familien- Drama "Nirgendwo in Afrika" der deutschen Filmemacherin Caroline Link, den ich mir dann auch auf DVD gekauft habe.
..:: Nirgendwo in Afrika ::..
Als die Nazis in Deutschland herrschen und immer grausamer gegen die Juden vorgehen, gelingt es dem deutschen Anwalt Walter Redlich (Merab Ninidze), nach Afrika zu fliehen, genauer gesagt nach Kenia. Seine Familie bleibt vorerst im Hitler- Deutschland zurück, doch 1938 endlich, nachdem er auf einer Farm Zuflucht und eine sichere Arbeit gefunden hat, sorgt er dafür, daß seine Familie - seine Frau Jettel (Julianne Köhler) und seine Tochter Regina (Lea Kurka) – zu ihm nach Afrika kommt.
Während sich die kleine Regina sehr schnell an das neue Land und vor allem das Lebensgefühl gewöhnt, trifft dies auf ihre Mutter Jettel ganz und gar nicht zu, da sie diesem bescheidenen Leben rein gar nichts abgewinnen kann und den in Deutschland zurückgelassenen vergleichs-weise großen Luxus vermißt.
Um ihnen das Leben zu vereinfachen, kümmert sich der Kenianer Owuor (Sidede Onyulo) um sie, hauptsächlich arbeitet er bei ihnen als Koch, fungiert aber aufgrund der Umstände auch als Sprachlehrer für die Familie, um ihnen die Verständigung mit der einheimischen Bevölkerung zu erleichtern. Doch noch immer sträubt sich Jettel gegen dieses neue Leben, da sie den Ernst der Lage einfach nicht begreift, die Gefahr, in der sie sich in Deutschland befanden. Für sie ist ihr Mann Walter an allem schuld, der nur seine eigenen Wünsche durchgesetzt hat.
Im Zuge des 2. Weltkriegs schwappt die feindliche Einstellung auch nach Kenia über und die hier lebenden Engländer treiben alle Deutschen in für solche Situationen typischen Internierungslagern zusammen, da für sie Deutsch gleichbedeutend mit Nazi ist. Auch Water Redlich erleidet dieses Schicksal, seine Familie jedoch trifft es besser, denn sie wird in einem Hotel untergebracht, in dem Jettel – auch durch ihren Kontakt mit anderen deutschen Frauen – zu verstehen beginnt, daß ihr Mann mit seiner Entscheidung, nach Kenia zu gehen, wirklich nur das Beste für sich und seine beiden Frauen wollte.
Zusammen mit den anderen Frauen kämpft sie verbissen um die Frei-lassung der Männer ...
..:: Umsetzung ::..
Dieses vor eindrucksvollen und bewegenden Bildern strotzende Epos spielt in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, einer düsteren Epoche der deutschen Geschichte. In dieser Zeit hat es der fanatische, aber gleich-zeitig brillante Politiker Adolf Hitler geschafft, die Macht an sich zu reißen und nutzt die damit gewonnene Handlungsfreiheit, um sein Ideal einer reinen "Herrenrasse" zu verwirklichen. Dabei schreckt er auch vor Mord und Verfolgung nicht zurück. Dies bekommen vor allem die Menschen mit jüdischem Glauben zu spüren, die sowohl vom religiösen Weltbild als auch von ihrem Auftreten so gar nicht in dieses von Hitler angestrebte Bild passen.
Demzufolge muß die Welt am Besten komplett von ihrer Anwesenheit befreit werden, um eventuelle "genetische Verunreinigungen" zu verhindern. Dies ist für Walter Redlich, den Protagonisten in Caroline Link's "Nirgendwo in Afrika", Grund genug, dieser Teufelsküche zu entfliehen.
Caroline Link, fünffache Preisträgerin des Deutschen Filmpreises und schon einmal mit "Jenseits der Stille" für einen Oscar nominiert, wollte mit der Verfilmung des gleichnamigen autobiographischen Werkes der Schrift-stellerin Stefanie Zweig aber weniger auf die politischen Umstände dieser Zeit eingehen als vielmehr das Schicksal dieser einen Familie aufzeigen, das stellvertretend für Hunderte anderer stehen soll und kann.
Diese Intention läßt sich auch von Caroline Link's bisherigen Werken ableiten, die hauptsächlich aus dem Bereich der Kinderfilme stammen. Ihr Hochschul- Abschlussfilm "Sommertage" erzählt von einem 16jährigen Jungen, der die erste Liebt erlebt. "Jenseits der Stille" dagegen befaßt sich mit dem schwierigen Leben eines Mädchens, das gehörlose Eltern hat und sich gegen deren Willen der Musik zuwendet. Weitere ihrer Filme sind "Kalle, der Träumer" – ein Junge, der seinen tristen Alltag mittels seiner Phantasie verschönert – sowie "Pünktchen und Anton", in dem ein kleiner Junge neben der Schule arbeiten muß, um die Therapie für seine kranke Mutter bezahlen zu können.
Und nun also "Nirgendwo in Afrika", der nicht nur für den Golden Globe nominiert, sondern zu Guter Letzt auch mit dem Oscar geadelt wurde und damit zum ersten Mall seit über 24 Jahren (zuletzt für Volker Schlöndorff's "Die Blechtrommel") diese begehrte Trophäe wieder nach Deutschland geholt hat.
Und so zieht es den jüdischen Anwalt Walter Redlich nach Kenia. Um seiner Familie ein gesichertes neues Leben bieten zu können, läßt er sie erst dann nachkommen, als dies geschafft ist. Daß dies nicht ohne Komplikationen abgeht, wird in diesem Werk sehr überzeugend und realistisch gezeigt. Die Ehefrau, Jettel, fest verwurzelt in ihrer deutschen Heimat, kann sich nur schwer von ihrem alten Leben lösen, geschweige denn sich für Neues, Anderes öffnen.
Für sie ist es gewissermaßen eine Katastrophe, sich plötzlich an eine solch primitive Lebensweise gewöhnen zu müssen, in der sie auch noch tagtäglich mit in ihren Augen minderwertigen Menschen konfrontiert ist. Daß sie selbst in Deutschland in der gleichen Lage war, blendet sie unverständlicherweise aus. Auch ihren Mann verschont sie nicht, eine logische Folge der maßlosen Verzweiflung. Walter Redlich fühlt sich immer mehr als Versager und kann nicht verstehen, daß seine Frau diese einzige, sie vor dem sicheren Tod rettende Möglichkeit nicht erkennt. Auch der seßhafte Emigrant Süßkind (Matthias Habich), der die Familie unterstützt, kann nichts ausrichten.
Ihrer 5jährigen Tochter Regina dagegen fällt die Umgewöhnung überhaupt nicht schwer und ich konnte mich richtig in sie hineinversetzen. Für sie ist das Ganze ein großes Abenteuer, mit täglich neuen Herausforderungen und Entdeckungsmöglichkeiten. Dabei stört es sie auch nicht im Geringsten, daß die Bewohner in Afrika eine andere Hautfarbe haben. Im Gegenteil. Während in unserer Welt immer wieder auf Toleranz und Akzeptanz anderer Völker, Sitten und Religionen gedrängt wird, lebt Regina diese Einstellung einfach und freundet sich schnell mit dem einheimischen Koch Owuor an, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter.
Zum Kriegsbeginn 1939 ändert sich die Lage dramatisch. Die Männer werden als potenzielle Feinde interniert und die Frauen – aus Mangel an entsprechenden Unterkünften – in einem Hotel untergebracht. Hier macht Jettel eine grundlegende soziale Veränderung durch: sie trifft auf andere Frauen, die sich auch in ihrer Lage befanden. Plötzlich erkennt sie den Ernst der Lage; erkennt, daß ihr Mann wirklich nur das Beste für sie und die gemeinsame Tochter Regina wollte. Sie tut sich mit den anderen Frauen zusammen, denn gemeinsam sind sie stärker und auch sich selbst und ihre Ansichten gegenüber gewissen Dingen sieht sie plötzlich in einem ganz anderen Licht, sie wächst gewissermaßen an den Herausfor-derungen, denen sie in diesem Land ausgesetzt ist.
Dabei wird während des gesamten Films Wert darauf gelegt, daß keine Perspektive zu kurz kommt, sowohl die der Ehefrau Jettel, die sich plötzlich in einer völlig neuen und ungewohnten Umgebung wiederfindet, als auch die der Tochter Regina, die das Ganze, wie schon erwähnt, viel unbefangener sieht.
Wer von der Story fasziniert ist, wird von den Bildern erst recht gefangen genommen. Auf unvergleichliche Weise bringt uns Caroline Link dieses faszinierende Land und seine Menschen nahe. Auch ihr Anspruch, die Geschichte möglichst realitätsnah und nicht so stereotyp wie beispiels-weise in "Jenseits von Afrika" mit Robert Redford, Meryl Streep und Klaus- Maria Brandauer zu erzählen, wird hier deutlich. Nicht umsonst holte sie sich zu den Dreharbeiten das Wissen erfahrener Ethnologen, die ihr mit Rat und Tat zur Seite standen.
Der Kontrast zwischen den beiden Welten, auf der einen Seite Deutsch-land mit seiner Nazi- Herrschaft und auf der anderen Seite Afrika mit seinem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen, könnte ebenfalls nicht größer sein. Die tristen und eintönigen Grautöne werden abgelöst und verdrängt von den sehr warmen, einladenden und entspannenden Facetten der Weiten des afrikanischen Buschs.
Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der Charaktere wider. Walter Redlich sieht aufgrund der Situation in Deutschland schon den hellen Streifen am Horizont, das rettende Land, welches ihm und seiner Familie eine neue Heimat bietet. Regina hat dieses Problem erst gar nicht, da sie sich dieser neuen Welt völlig unvoreingenommen öffnet. Ihre Mutter dagegen verkörpert in gewisser Weise den Zwiespalt zwischen Tradition und Veränderung.
..:: Schauspieler ::..
• Juliane Köhler
Neben "Pünktchen und Anton" ist "Nirgendwo in Afrika" schon Juliane Köhlers zweite Zusammenarbeit mit der Regisseurin Caroline Link. Ihren eigentlichen Durchbruch schaffte die vornehmlich als Theaterschau-spielerin wirkende Tochter eines Marionettenspielers aber mit dem ebenfalls im Nazi- Deutschland spielenden Drama "Aimee und Jaguar" um die Liebesgeschichte zweier vollkommen gegensätzlicher Frauen.
Als Jettel Redlich liefert Juliane Köhler eine solide Vorstellung ab, die dem Zuschauer sehr überzeugend zeigt, wie verzweifelt und hin- und her gerissen die Figur zwischen den beiden Welten ist.
• Merab Ninidze
Auch Merab Ninidze hat – wie Juliane Köhler - vor seiner Rolle als jüdischer Anwalt Walter Redlich vornehmlich als Theaterschauspieler Karriere gemacht. Seinen ersten Film- Auftritt hatte der georgische Schauspieler in dem Tengis Abuladze- Film "The Repentance", der 1986 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Trotzdem das Gefühls-leben dieser doch sehr zentralen Figur meiner Meinung nach zeitweise etwas zu kurz kommt, gibt Merab Ninidze der Figur des Walter Redlich eine sehr beruhigende innere Kraft mit auf den Weg, die ihn dazu befähigt, die Situation, in der er und seine Familie sich befinden, trotz der allgegen-wärtigen Gefahr relativ gelassen und rational zu bewältigen. Ebenfalls ein sehr überzeugender Auftritt dieses mir bis dahin unbekannten Künstlers.
• Lea Kurka
Lea Kurka verkörpert in "Nirgendwo in Afrika" die Tochter der beiden, Regina, in ihrer frühen Entwicklungsphase, also als Kind. Später wird diese Rolle dann von Karoline Eckertz übernommen. Mit ihrer aufgeschlossenen und unkomplizierten Herangehensweise an die neue Umgebung sorgt Regina vor allem bei ihrer Mutter für einiges Kopfzerbrechen. Soviel ich herausgefunden habe, ist "Nirgendwo in Afrika" das erste schauspie-lerische Engagement für die Schülerin aus Wuppertal, die die Dreharbeiten in Afrika sehr spannend fand und vor allem von dem Leben in einem entlegenen, traditionellen Dorf absolut fasziniert war.
• Karoline Eckertz
Im Gegensatz zu Lea Kurka ist Karoline Eckertz kein Neuling im Geschäft. Sie besucht in Wiesbaden das Gymnasium und hat – neben ihrer Tätigkeit in der Theatergruppe ihrer Schule – auch schon in diversen Videoclips für den Kinderkanal mitgewirkt. In ihrer Rolle als herangewachsene Regina zeigt Karoline Eckertz, daß sie das Leben in Afrika nach wie vor genießt und die Vorfälle während des 2. Weltkriegs ihr nichts von ihrer Unbe-fangenheit gegenüber der afrikanischen Kultur nehmen konnten.
• Matthias Habich
Der in Danzig geborene Matthias Habich wuchs in Hamburg auf, wo er auch die Schauspielschule besuchte. Auch für ihn ist "Nirgendwo in Afrika" schon die zweite Zusammenarbeit mit Caroline Link, deren Können er schon während der Dreharbeiten zu "Jenseits der Stille" kennengelernt hatte. Er mimt den schon in Afrika seßhaft gewordenen Emigranten Süßkind, der der Familie zu helfen versucht, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und sich in ihr zurecht zu finden.
• Sidede Onyulo
Sidede Onyulo ist ein in Kenia ziemlich bekannter Theaterschauspieler, der aber auch schon Nebenrollen in amerikanischen Filmen aufweisen kann. Nachdem er erst in Nairobi Jura studiert hatte, entdeckte er bald seine Liebe für das Schauspiel und übernimmt in "Nirgendwo in Afrika" die Rolle des einheimischen Kochs Owuor, der sich schnell mit der Tochter der Redlichs, Regina, anfreundet und ihr das Land und die Kultur näher bringt. Was Caroline Link schon während des Castings feststellte, wird auch im Film deutlich: Sidede Onyulo kann eine Rolle sehr gut verkörpern, ohne dabei zu sehr ins Theatralische abzurutschen.
... DVD- Austattung ::..
Die DVD beinhaltet neben dem Film zusätzlich noch mehr als umfang-reiches Bonusmaterial, welches auf eine zweite DVD gepreßt wurde. Es handelt sich also folgerichtig um eine Doppel- DVD, die zwar entsprechend teurer ist als eine herkömmliche, aber ich muß sagen, daß das Preis- Leistungsverhältnis hier mehr als zufriedenstellend ist.
Caroline Link, Juliane Köhler (Jettel), Produzent Peter Herrmann und auch Benedict Mirow, seines Zeichens Ethnologie- Experte, geben sehr ent-spannt jeder ihren ganz eigenen Kommentar zum Film ab, wobei es vor allem um die verwendete Technik und die Dreharbeiten in Afrika geht, speziell der Umgang mit dem Land und sein Einfluß auf die Mitwirkenden.
Natürlich kommen auch die eigentlichen Darsteller zu Wort. Die zur Verfügung gestellten Interviews wurden mit dem Film- Ehepaar Juliane Köhler und Merab Ninidze, sowie ihrer Tochter Lea Kurka geführt, außerdem noch mit Matthias Habich und Sidede Onyulo. Das Besondere daran ist, daß diese Gespräche nicht – wie bei vielen Interviews üblich – irgendwo in einem Studio stattfanden, sondern direkt vor Ort, während der Drehpausen, in denen alle Gesprächspartner über den Film und auch darüber sprechen, wie sie die eigene Rolle zu verkörpern versuchen.
Dies finde ich besonders schön und interessant, weil man hier das untrügliche Gefühl hat, auf eine besondere Weise in das Geschehen mit einbezogen zu werden, ohne daß die ganze Situation vorher immer und wieder durchgespielt wurde. Außerdem bekommt man einen Einblick in das Leben am Set und kann einen Teil der Landschaft genießen.
Im anschließenden "Making Of" bekommt man dies noch etwas intensiver zu spüren. Für mich sind diese Arbeitseinblicke fast noch interessanter als das eigentliche Movie, denn im Vorfeld sieht das Ganze ja doch etwas anders aus als später im Film, der ja nur ein fertiges Endprodukt ist und nichts davon wiedergibt, wie und unter welchen Umständen das Ergebnis letztendlich zustande gekommen ist. Hier ist nichts zu sehen von den teilweise sehr Klischee- behafteten Wohnwagen oder gar Hotelzimmern, in die sich die Schauspieler nach Drehschluß zurückziehen und den Streß der täglichen Arbeit vor der Tür ablegen. Das Ganze war eher wie eine große Familie organisiert, die sich auf einer Abenteuerreise befindet und nachts in Zelten an den Originalschauplätzen von Stefanie Zweigs Kindheit schläft. Ein wirklich tolles "Making Of", dies kann ich als Fan solcher Eindrücke getrost sagen.
Was die Bildqualität betrifft, so ist man allen Ansprüchen gerecht geworden. Der sehr gute Kontrast wird von den satten Farben noch übertroffen, was bei den verschiedenen Blickwinkeln und sich demzufolge ändernden Lichtansprüchen ja nie ganz einfach ist. Das Gleiche gilt bei dieser komplett in deutscher Sprache ausgelieferten DVD auch für den Ton, vor allem die Musik und – ganz wesentlich – die Dialoge kommen sehr gut herüber. Da der Ton zudem in zwei verschiedenen Dolby Digital- Versionen (5.1 und 2.0) geliefert wird, möchte man annehmen, daß man sich auch klanglich im Film wiederfindet und die Geräusche und Töne wirklich von allen Seiten kommen. Dem ist aber leider nicht so, denn das Raumgefühl bleibt, wie ich finde, auf der Strecke.
Nun möchte man meinen, daß dies schon ausreichend ist für eine gute DVD mit Bonusmaterial, aber weit gefehlt.
Während einer Diashow hat man die Möglichkeit, sich Fotos anzuschauen, die während der Dreharbeiten gemacht und von einem der Produzenten kommentiert wurden. So bekommt man einen Einblick in die Zeltstadt, in der die Beteiligten während der Dreharbeiten lebten und auch eine afrikanische Zeremonie wird gezeigt.
In einem nun folgenden kleinen Film wird das Land Kenia beworben. Leider ist diese Werbung aber sehr kommerziell angehaucht, richtet sich also weniger an Urlauber, die wirklich Land und Leute kennen lernen wollen, sondern zielt eher auf die Touristen der Hotels und Golfplätze ab.
Doch zurück zum Film, auch hier wurde ja nicht gespart. Neben dem sehr intimen "Making Of" werden in einer weiteren Sequenz einige notge-drungen herausgeschnittene Szenen gezeigt, wobei Caroline Link auch erklärt, warum gerade diese oder jene der Schere zum Opfer gefallen ist. In einer Computer- Animation kommt eine Herde Heuschrecken zum Einsatz. Wie dies auf dem Papier entstand und später im Film umgesetzt wurde, auch das zeigt uns Caroline Link in einem kleinen Beitrag.
Neben der Filmmusik von Niki Reiser (mit zugehörigen Notenblättern (nicht in Papierform, sondern währenddessen mitlaufend)), mehreren Trailern (auch zu anderen Filmen) und den Biografien verschiedener Mitwirkender gibt es auch noch kurze Teile der Castings. So sieht man, wie die beiden Hauptdarsteller unter die Lupe genommen werden, sowie beide Mädchen, die später die Tochter Regina spielen.
Wer hinter der Mukutani- Foundation dagegen eine der typischen Stiftungen vermutet, die mehr Geld für die eigene Verwaltung verschlingen als daß sie ihrem eigentlichen Zweck dienen, muß sich eines Besseren belehren lassen. Angesichts der Erlebnisse, die die Crew während ihres Aufenthaltes im gleichnamigen Dorf Mukutani hatte, entschloß man sich nach Drehende, eine entsprechende Stiftung ins Leben zu rufen, die Geld sammelt, das ausschließlich dem Dorf und seiner Entwicklung zu Gute kommen soll, sprich: der Bau von sanitären Anlagen etc.
Ein letztes Highlight auf dieser eh schon sehr umfangreichen Bonus- DVD ist eine halbstündige Gesprächsrunde, aufgezeichnet zwischen der Regisseurin Caroline Link, dem Produzenten Peter Herrmann und der wichtigsten Person, ohne die das ganze Projekt gar nicht entstanden wäre: Bestsellerautorin Stefanie Zweig, die in eben jenem gleichnamigen Roman ihre Kindheitserlebnisse verarbeitet und somit die Basis für dieses Oscar- gekrönte Werk geliefert hat, gewürzt mit einigen fotographischen Erinnerungen aus dieser Zeit.
In einem letzten Clip kann man dann nochmals an der Premiere des Films in Deutschland teilnehmen, sieht den Auflauf auf dem roten Teppich und erwischt einige Statements von Mitwirkenden und Machern. Eine nicht unbedingt notwendige Beigabe, die das Gesamtbild aber harmonisch abrundet.
..:: Fazit ::..
Caroline Link hat mit ihren ganz eigenen Eindrücken "nirgendwo in Afrika" ein Tor geöffnet und ein wahres Meisterwerk geschaffen – wenn man es denn so bezeichnen möchte – daß nicht umsonst und völlig zu Recht mit dem weltweit höchsten Preis der Filmindustrie, dem Oscar, geadelt wurde.
In sehr bewegenden und auch faszinierenden Bildern vermag sie es, ein Kulisse zu schaffen, die fern ist von einseitig aufgebauten Klischee- Bildern. Diese werden zwar zu Anfang teilweise von den Akteuren aufge-baut, aber auch nur aufgrund ihrer eigenen Unsicherheit. Daß sich diese jedoch als unbegründet herausstellt, wird ihnen mit der Zeit bewußt und so gelingt es ihnen, das Land und die Menschen als das anzusehen, was es ist: eine Zuflucht vor den Schrecken der Nazis und der Beginn eines neuen Lebens.
Dies wird nicht etwa theatralisch, sondern auf sehr sensible Weise herübergebracht, so daß man nicht umhin kommt, sich diesen Film mindestens einmal in seinem Leben anzuschauen. Wer dazu noch diese Doppel- DVD sein Eigen nennt, ist wirklich mehr als beschenkt, denn der Preis von 16 – 20 Euro ist mehr als gerechtfertigt, man kann sogar fast schon von einem Schnäppchen sprechen...
eure janet weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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guts2607, 02.03.2006, 19:20 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
So hab erstmal einige Berichte durch. Hoffe auf Gegenbewertungen ;-)
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Entchen, 31.01.2005, 12:42 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ein wirklich toller ausführlicher bericht. da gibt es nichts zu meckern... der film hat mich sehr fasziniert, vielleicht sollte ich mir auch noch mal die dvd mit dem bonusmaterial kaufen. LG entchen
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Schade um die Geschichte!!
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
1938 holt der Anwalt Walter Redlich (Merab Ninidze) seine Frau Jettel (Juliane Köhler) und seine Tochter Regina (Lea Kurka) nach Ostafrika. Anders als seine Eltern ist er überzeugt, dass der Nazi-Spuk nicht in kurzer Zeit wieder vergehen wird. Während Regina sich schnell eingewöhnt, fällt Jettel der Übergang vom oberschlesischen Großbürgertum zu dem jämmerlichen Dasein eines angestellten Verwalters in einer einsam gelegenen Hütte mit Wellblechdach schwer. Nur die Besuche von Walters Freund Süßkind (Matthias Habich) heitern sie etwas auf. Nach Kriegsbeginn wird Walter zunächst von den Briten interniert und schließt sich dann der britischen Armee an. Unterdessen geht Regina (inzwischen Karoline Eckertz) auf eine englische Schule, wo sie mit Antisemitismus konfrontiert wird, und Jettel übernimmt Walters Posten auf der Farm, auf der sie jetzt leben. Als Walter zurückkehrt, stellt er seine Familie wieder vor eine schwere Entscheidung.
Visuell hat NIRGENDWO IN AFRIKA einiges zu bieten. Die Bilder von Gernot Roll verdienen es, auf einer großen Leinwand betrachtet zu werden. Aber eigentlich gehe ich nicht ins Kino, um mir zweieinhalb Stunden schöne kenianische Landschaft anzusehen, sondern ich möchte auch noch eine einigermaßen gut erzählte Geschichte dazu bekommen. Damit kann der Film nicht dienen.
Mit JENSEITS DER STILLE ist es Caroline Link gelungen, mich zu begeistern. Das Mammutwerk NIRGENDWO IN AFRIKA, angeblich eine der teuersten deutschen Filmproduktionen, lässt leider viel zu wünschen übrig. Der Film war mit Juliane Köhler, Merab Ninidze, Matthias Habich und Sidede Onyulo, der den afrikanischen Koch der Familie spielte und die peinlich klischeehafte Rolle des "treuen schwarzen Dieners" mit seinem Charme rettete, gut besetzt, doch fehlte der Geschichte die klare Linie. Es fing gut an mit Bildern, die den Gegensatz zwischen Deutschland und Kenia so deutlich machten wie man es sich nur wünschen konnte. Auf der einen Seite festliche Eleganz, auf der anderen eine karge Existenz, immer bedroht von tückischen Krankheiten. Aber auch eine Kälte und Dunkelheit, die nicht nur vom Winterwetter herrühren, in Deutschland und Helligkeit, Weite und Farbenpracht in Kenia. Dann jedoch konnte Caroline Link sich wohl nicht entscheiden, ob sie nun Jettel, Regina oder doch vielleicht Walter in den Mittelpunkt stellen wollte. Keiner der drei wird zu einer wirklich lebendigen und glaubhaften Figur. Jettels Wandlung von der verwöhnten Bürgertochter zur tüchtigen Verwalterin einer Farm, die sich in ihrer neuen Heimat eingelebt hat, ist nicht nachvollziehbar, ebenso wenig wie Walters Entschluss, alles, was sie sich erarbeitet haben und was ihm zunächst viel mehr zu bedeuten schien als seiner Frau, einfach hinter sich zu lassen. Auch ihre Eheprobleme und Jettels Streitereien mit ihrer Tochter erscheinen nicht plausibel, da alle sich übergangslos in einer Szene streiten und in der nächsten wieder in den Armen liegen. Offenbar hat besonders Regina eine enge Beziehung zu ihrer neuen Heimat entwickelt, aber auch das bleibt in Andeutungen stecken, da die kenianischen Darsteller mit Ausnahme von Sidede Onyulo immer nur als exotische Farbtupfer eingesetzt werden.
Schade um eine Geschichte mir sehr viel Potential und um eine Reihe wirklich guter Darsteller, von denen eigentlich nur Matthias Habich und Sidede Onyulo trotz allem überzeugen konnten. weiterlesen schließen -
NIRGENDWO IN AFRIKA - deutsches Film-Highlight
28.03.2004, 20:31 Uhr von
BelgiumKing
Schlechte und persönliche Abwertungen? Immer von EINER Person? Noch offensichtlicher und peinlich...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
NIRGENDWO IN AFRIKA
Dieser Film ist der erste deutsche Film, der es nach 24 Jahren schaffte, in Hollywood mit einem Oscar prämiert zu werden. Jener Film der Regisseurin Caroline Link wurde als bester deutschsprachiger Film ausgezeichnet. Del letzte deutsche Oscar ging an die Grass-Verfilmung „Die Blechtrommel“ im Jahr 1979.
DIE HANDLUNG
Der Film beginnt im Nazi-Deutschland Ende der dreißiger Jahre. Hitlers Schergen verfolgen bereits intensiv jüdische Mitmenschen und Minderheiten, die nicht in die Ideologie passen. Auch die Familie Redlich, eine jüdische Familie, ist betroffen. Das Familienoberhaupt ist Rechtsanwalt und darf nicht mehr praktizieren. Dies beschreibt das Jahr 1938, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges.
Die Zustände im nazionalsozialistischen Deutschland und das Berufsverbot, das gegen Redlich verhängt wurde, motiviert die Familie einen neuen Anfang in der Ferne zu suchen. Familie Redlich, die mit dieser Entscheidung der noch schlimmer werdenden Verfolgung der Juden zuvorkommt, emigriert nach Afrika.
Walter Redlich nimmt dort eine Stelle als Verwalter auf einer Farm an, während seine Frau Jettel den häuslichen Pflichten nachgeht und totunglücklich ist. Auch Walter Redlich ist beklommen und fühlt sich fremd. Einzig die geliebte Tochter Regina blüht auf. Die einst verschüchterte und verängstigte kleine Person entwickelt eine gänzlich neue Ausstrahlung und lebt vollkommen auf.
Doch für Deutsche ist es auch in Afrika nicht einfach, denn das Hitler-Regime hat für hinreichend Vorurteile gegen Menschen aus diesem Land gesorgt. Walter Redlich verliert seinen Job und niemand sieht in ihm und seiner Familie den verfolgten Juden, der seine Heimat verlassen musste, sondern vor allem den Deutschen.
Einer der wenigen Freunde ist der von dem deutschen Charakterdarstellern Matthias Habich gespielte Süßkind, der Jettel, die Frau von Walter Redlich offensichtlich sehr anziehend findet, allerdings die angemessene Distanz dennoch wahrt.
Irgendwann – der britische Rundfunk hallt aus einem Radio – wird 1945 das Ende der 2. Weltkrieges und die Kapitulation Deutschlands verkündet. Walter Redlich erhält das Angebot, zurück nach Deutschland zu kehren und eine gehobene Stelle in Frankfurt anzunehmen. Er zögert. Besonders seine geliebte Tochter Regina, in den Jahren wurde aus dem kleinen Mädchen eine junge Frau, ist innig mit Afrika verbunden. Auch seine Frau Jettel, die zu Beginn sich in der Fremde so schwer tat, sieht den Kontinent im Verlauf der Jahre mit ganz anderen Augen...
DER FILM
Titel: Nirgendwo in Afrika
Land: Deutschland
Jahr: 2000
Länge: 140 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Regie: Caroline Link
Hauptdarsteller:
Juliane Köhler als Jettel Redlich
Merab Ninidze als Walter Redlich
Matthias Habich als Süßkind
Sidede Onyulo als Owuor
Lea Kurka und Karoline Eckertz (Regina)
Das Drehbuch entstand nach einem gleichnamigen Roman von Stephanie Zweig
DVD
Sprache: Deutsch
Tonformate: DD 5.1 Sourround, und 2.0 Stereo
Bildformat 1:2.35 anamorph 16:9
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Version: Leih-DVD
Bild- und Tonqualität sind – vorsorglich erwähnt – bester Qualität. Als Kauf-DVD kostet sie übrigens ca. 15 Euro und verfügt dann über Zusatzmaterial.
PREISE
2003: OSCAR für den besten fremdsprachigen Film
2002: Deutscher Filmpreis „Bester Film“
2002: Deutscher Filmpreis „Beste Regie“
2002: Deutscher Filmpreis „Bester Nebendarsteller“
2002: Deutscher Filmpreis „Beste Kamera“
2002: Deutscher Filmpreis „Beste Musik“
MEINUNG ZUM FILM
Bereits der Filmpreis für die beste Musik verlangt, dass Niki Reiser erwähnt wird. Reiser schuf eine wundervolle sanfte Musik zu faszinierenden Bildern eines fremden Kontinents und gewann somit debenfalls nicht grundlos den Preis für die beste Kameraführung. Der Film, unabhängig von seiner Handlung, lebt von dieser wunderschön eingefangenen Schönheit an Bilder, die eben so intensiv musikalisch untermalt sind.
Die Geschichte der Familie Redlich ist auf eigene Weise spannend, wenn auch in einem ganz anderen Sinn als bei einem Actionfilm. Schließlich ist hier eher das Genre Drama angesprochen.
Wenn ein Film zur Zeit des 3. Reichs spielt, steht dieses meist im Mittelpunkt. Dies ist hier nicht der Fall. Zum Glück, denn diese Art Film ist mittlerweile so ausgelutscht, wie jene zahllosen Vietnam-Epen der US-Amerikaner.
Nein, hier geht es um eine Familie in der fremden Welt, die sich mit ganz neuen Problemen konfrontiert sieht. Es ist ein sensibler Film mit faszinierenden Bilder, die diesen fremden Kontinent zusätzlich sympathisch machen. Es ist ein Film mit Dramaturgie und Atmosphäre.
FAZIT
Ich habe von deutschen Filmen und von deutscher Filmkunst noch nie eine hohe Meinung gehabt. So habe ich auch nie begriffen, wieso Schlöndorf für seine Grass-Verfilmung von „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar im Jahr 1979 prämiert wurde. Bei „Nirgendwo in Afrika“ aber kann ich es sehr gut verstehen, denn dieser Film hat den Begriff „Kunstwerk“ verdient.
Eigentlich hatte ich den Film nur geliehen, um mir mal wieder den charismatischen Matthias Habich anzuschauen und entdeckte, wie es meine Worte beschreiben, noch deutlich mehr. Vor allem ein ganzes Regiment toller Darsteller und ein Werk einer lobenswerten Regisseurin.
Diesen Film, den ich mir als Leih-Version ansah, werde ich mir in Kürze kaufen. Er ist einfach zu gut !!!
JL für ciao & yopi weiterlesen schließen -
Eine DVD, die ihr Geld wert ist
Pro:
Film, Schauspieler etc.
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
Als ich letztes Jahr mit meinem Freund in Berlin war, kaufte ich mir einige Kleinigkeiten. Unter anderem wollte ich unbedingt die DVD von Nirgendwo in Afrika haben, da ich schon viel Gutes darüber gehört hatte, weil dieser Film ja einen Oscar für den besten ausländischen Film erhalten hatte, und sie in dem Moment auch noch im Angebot war. Der Film liegt dem Buch von Stefanie Zweig zu Grunde.
Ich entschied mich dann eben für diese DVD und sah sie dann einige Wochen nach dem Urlaub an. Ich war wirklich begeistert von dem Filminhalt und auch seiner Aufmachung. Auch die Kommentare zum Film, im Bonusmaterial zu finden, zeigten mir, dass in diesem Film sehr viel Arbeit und Liebe stecken mussten.
Daher will ich auch euch nicht länger vorenthalten, um was es in dem Film genau geht und was die DVD sonst noch zu bieten hat.
+++Inhalt des Filmes+++
Walter Redlich – Merab Ninidze
Jettel Redlich – Julianne Köhler
Regina Redlich – Lea Kurka/Karoline Eckertz
Owuor – Sidede Onyulo
In Deutschland herrscht Aufregung, denn um die Juden ist es immer schlimmer bestellt und so flieht Walter Redlich erst einmal alleine nach Kenia. Einige Zeit später schreibt er seiner Frau Jettel, dass sie und ihre gemeinsame Tochter Regina nach Kenia nachkommen sollten, da er jetzt für sie vorgesorgt hat.
Doch alles kommt ganz anders als es sich die Familie vorgestellt hatte: sie fühlen sich insgesamt nicht wohl, alles ist anders und so ungewohnt. Nur Regina schließt schnell Kontakte mit anderen Kindern und lernt, sich in dem neuen Land zuerechtzufinden. Jettel jedoch kann sich an das neue Leben nicht gewöhnen und würde am liebsten wieder zurück nach Deutschland gehen, weil sie die Ausmaße der dortigen Situation nicht verstanden hat.
Einen Vorteil aber haben die drei, denn Owuor, der ihnen immer zur Seite steht, lernt ihnen auch die Sprache, damit sie sich etwas heimischer fühlen und mehr verstehen.
Letztendlich bricht der 2. Weltkrieg vollends aus und deswegen werden die deutschen Männer, auch Walter, von den Briten in Internierungslager gebracht, da sie auch als Nazis gelten. Jettel und Regina kommen zur gleichen Zeit in ein Hotel. Dort kommt sie viel zum Nachdenken und schließlich kommt sie zu sich und kämpft mit anderen Frauen darum, dass ihre Männer wieder freigelassen werden.
Das schaffen sie schließlich und die Familie kann wieder auf eine Farm zurückkehren. Doch das sollte nicht ihr letztes Problem sein, noch weitere Streitigkeiten sollen noch entstehen, nicht zuletzt, dass sich Jettel und Walter nicht mehr zueinander hingezogen fühlen...
Wie es dann genau ausgeht, verrate ich noch nicht, schaut euch den Film ruhig selber an!
+++Schauspieler+++
Die Schauspielerleistungen waren alle insgesamt wirklich einsame klasse. Man konnte sich direkt in die Handlung hineinverstzen, auch wenn die für uns wirklich sehr unwirklich erscheint, weil man sich das ja heutzutage nicht mehr vorstellen kann.
Bei Regina spürte man immer, wie sie hin und hergerissen war in ihrer neuen Heimat. Sie spürte, dass ihre Mutter sich überhaupt nicht wohl fühlte in dieser Welt, kam aber selber schon sehr gut mit den Umständen klar und fühlte sich dementsprechend gut. Man sah ihr an, wann sie traurig und wann sie fröhlich war! Einfach gut rübergebracht!
Jettel ist die Schauspielerin, die ich, glaube ich, am meisten bewundere, denn sie hat die meisten Stimmungsschwankungen in dem Film. Sie freut sich, dass ihr Mann sie und Regina nach Kenia nachholt, aber als sie merkt, in welches Leben sie hineingesetzt wird, vergeht ihr plötzlich alles. Sie ist gereizt, agressiv und schlecht gelaunt, was sie auch an vielen Menschen auslässt, vor allem an Owuor. Das ist einer der Knackpunkte in dem Film, weil sich Regina sehr gut mit ihm versteht und Jettel in ihm nur einen von vielen Nichtsnutzen in Kenia sieht.
Der Walter wurde auch wirklich sehr gut dargestellt – eigentlich immer der ruhigere Pol, der seiner Frau so ziemlich alles recht machen will und gerade der, der dann später auch nicht mehr kann und fast schon alles aufgeben will.
Diese Schwankungen werden auch sehr gut rübergebracht und zwar von allen Schauspieler, einfach toll!
+++Meine Meinung+++
Ich finde den Film an sich wirklich super gemacht, denn es passt einfach alles zusammen.
Faszinierend waren die Bilder, die man von Afrika sehen konnte. Einfach genial für jemanden, der noch nie so etwas wahrgenommen hat. Auch kommt Musik zum Vorschein, die genau dazu passt.
Caroline Link hat einfach einen Film gezaubert, der in seinem Inhalt und in seinem Rahmen total ansprechend und faszinierend ist. Die Schauspieler waren, wie gesagt, super und auch die Umsetzung lässt keine Wünsche offen.
Ich bin vom Film an sich einfach nur begeistert, die Story war packend und fesselnd und gut rübergebracht.
+++Sonstiges+++
Die Bild – und Tonqualität war auch wirklich sehr gut. Die Schärfe war optimal, man konnte alles erkennen und auch die Farben waren eindrucksvoll. Der Ton ist genauso gut, man kann alles super verstehen, es hört sich nicht nach Kirche an – topp! Die Menüführung ist einfach und übersichtlich.
Was mir bei dieser DVD gefallen hat, war auch, dass das Booklet hier total anders ist als sonst. Nirgendwo in Afrika ist die einzige DVD, wo ich das bisher wirklich gesehen habe: denn hier wird die ganze Geschichte noch einmal erzählt und man kann alles noch einmal in Ruhe nachlesen. Auch andere Informationen sind im Booklet gegeben, wirklich ein kleiner Lesespaß noch dazu ;)
Die DVD kann man nur auf Deutsch mit deutschem Untertitel ansehen. Bildformat: 2,35:1 (anamorph); Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Der Film dauert 135 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben.
+++Bonusmaterial+++
- Audiokommentar (Caroline Link, Juliane Köhler, Peter Herrman (Produzent), Benedict Mirow (Ethnologe)):
mich hat dieser Teil weniger interessiert, denn hier wird viel über technische Sachen geredet, die zum Film selbst weniger dazutun. Teilweise wird aber auch über Afrika an sich geredet, welches den interessanteren Teil darstellt. Die Atmosphäre ist super, da es eher einer kleinen Talkrunde der vier Personen gleicht.
- Making of Nirgendwo in Afrika
Hier wird erzählt, wie genau die Kameras benutzt wurden und wie das genau ablief während dem Dreh in Afrika. In diesem Teil erzählen auch viele andere Leute von der Crew vom Dreh und allem, was dazu gehört.
Das Making of ist interessant für jemanden, der sich nicht nur für den Film sondern auch für die Kulissen interessiert und wissen möchte, wie das alles so entsteht.
- Die Premiere
In diesem Ausschnitt kann man etwas über die Erstaufführung in Deutschland sehen. Die Crew gibt hier immer wieder Statements ab. Ich fand diesen Teil richtig unterhaltsam und er hätte ruhig noch länger dauern können ;)
- Magical Kenya
In diesem Clip erfährt man viel über mögliche Besichtigungsmöglichkeiten in Kenia. Also ein Clip für Leute, die mal dorthinfahren werden oder wollen. Auch Natur kann man bewundern, insgesamt war es für mich aber weniger ansprechend, weil ich nicht vorhabe, Kenia zu besuchen.
– Entfallene Szenen
Das war dann schon eher etwas für mich, denn ich bin bei jeder DVD immer so gespannt, ob genau dieses Bonusmaterial mit vorhanden ist.
Die entfallenen Szenen kann man entweder mit oder ohne Kommentar von der Regisseuren ansehen. Der Kommentar dient dazu, um zu erfahren, warum die Szenen geschnitten wurden und wo sie eigentlich reingehörten. Ich hätte noch stundenlang weitergesehen, wenn es möglich gewesen wäre, weil es einfach spannend ist, wenn man sieht, was alles dabei hätte sein können.
- Interviews
Hier werden Julianne Köhler, Merab Ninidze, Matthias Habich, Sidede Onyulo und Lea Kurka interviewt. Was die genau zu erzählen haben, schaut ihr euch am besten selber an, sonst platzt dieser Bericht am Schluss noch ;P Dauert aber insgesamt gute 50 Minuten.
- Talkrunde mit Caroline Link, Peter Herrman und Stefanie Zweig
In diesem Ausschnitt erfährt man viel über die Erlebnisse von Stefanie Zweig und ihre Gefühle dabei. Dabei bleibt der Film immer als Nebengleis bestehen, d.h. es wird damit verglichen, wodurch auch eine interessante Anschauung entsteht.
- Casting Videos
Ein recht kurzer Ausschnitt mit Castinszenen von Julianne Köhler & Merab Ninidze und Lea Kurka & Karoline Eckertz.
- Storyboard/Film-Vergleich der Heuschreckensequenz
Hier geht es um die Szene mit den vielen Heuschrecken, die animiert wurde. Ganz interessant eigentlich.
- Diashow
Ein kleiner Diavortrag über die Dreharbeiten in Afrika, die von Peter Herrmann, dem Produzenten kommentiert werden. Also noch einmal ein kleiner Überblick über die ganze Arbeit, die der Film an sich gemacht hat.
- Filmmusik
Das hat mich sehr erstaunt, denn hier gibt es vier Musikstücke mit jeweils den Noten dazu und zwar: Loreley, Nirgendwo in Afrika, Hänsel und Gretel und Kriegsende. Die habe ich ein paar Mal angehört, weil ich so fasziniert davon war.
- Trailer
Hier kann man sich den Trailer von dem Film und von Bella Martha, Good Advice und Knallharte Jungs ansehen. Es war auch wirklich einmal interessant, sich den Trailer von Nirgendwo in Afrika anzusehen, weil ich ihn bis dahin nicht kannte. Hier erkennt man, was vorher schon verraten und geboten wird.
- Biografien
Unter diesem Menüpunkt kann man sich von mehreren Cast & Crew Mitgliedern die Biografien anschauen.
- Mukutani Foundation
Hier wird der Zuschauer um Spenden für das Dorf Mukutani gebeten. Die Stiftung ist nach den Dreharbeiten entstanden und hat vor, eine Wasseraufbereitungsanlage und Straßen zu bauen.
+++Preis+++
Ich habe damals für diese DVD 12,99€ bezahlt, was nicht viel war. Denn sonst habe ich sie immer teurer gesehen. Jetzt bekommt man sie aber teilweise schon für 15,49€ oder noch billiger, man muss nur die Augen offen halten. Ich bin mit diesem Preis zufrieden, dafür hat man jede Menge Material zum Gucken ;)
+++Fazit++
Ich empfehle euch diese DVD und ihr Bonsumaterial uneingeschränkt, auch wenn mich etwas davon nicht angesprochen hat, so war es insgesamt schon sehr interessant und unterhaltsam.
Der Film an sich war von Gefühlen geprägt und sehr gut verarbeitet. Die Schauspieler sind top.
Es gibt hier einfach nichts zu meckern!!
Viel Spaß beim Anschauen der DVD wünscht dani ;)
+++ weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 30.01.2007, 10:10 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sh :o)
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In einem fernen Land
11.08.2003, 19:56 Uhr von
LosGatos
Seit Ende 2000 schreibe ich Beiträge in Meinungsforen, derzeit hauptsächlich bei Ciao und Yopi (ü...Pro:
für manche ein unerfüllter Traum
Kontra:
für andere der Arsch der Welt
Empfehlung:
Ja
Nirgendwo in Afrika ist es dieser Tage so heiß wie in Deutschland. Ob dem wirklich so ist, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Und auf ein paar Grad mehr kommt es ja wohl jetzt auch nicht mehr an. Jedenfalls ist das ein halbwegs sinnvoller Satz. Dennoch ist es nicht mein Anliegen, über das Wetter und den sogenannten Jahrhundertsommer zu sinnieren. Mein heutiges Thema ist mal wieder ein Film. Ein deutscher Film sogar. Zum Glück.
Dass deutsche Filme sich wahrlich nicht hinter oft überladenen Hollywood-Produktionen zu verstecken brauchen, hat Caroline Link kürzlich bewiesen, als sie Stefanie Zweigs autobiographischen Roman „Nirgendwo in Afrika“ verfilmte und dafür gar den Oscar bekam. Völlig zurecht, wie ich finde.
Auch „Nirgendwo in Afrika“ ist mal wieder ein Film über die Schrecken der Nazi-Zeit und Judenverfolgung. Mal wieder? Schon wieder? Gibt es davon nicht schon genug? Gewiss ist die Grundthematik nicht neu. Aber wir müssen auch zugeben, dass es immer wieder guten Drehbuchautoren und Regisseuren gelingt, das Geschehene neu mit anderen Ansätzen zu inszenieren. Schon manches Meisterwerk ist auf diese Weise entstanden. „Schindlers Liste“ ist eines der bekanntesten Beispiele und „La Vita è bella“ so ziemlich der genialste Film, den ich je gesehen habe. Und leider ist auch zu bemerken, dass es immer noch oder schon wieder zu viele gibt, die nicht verstanden haben. Einige werden es ohnehin nie tun.
Der Film „Nirgendwo in Afrika“ zeigt auch höchstens am Rande die Greueltaten der Nazizeit, allerdings lässt er sie uns spüren. Und wenn man die politischen Hintergründe mal außen vor lässt, dann erinnert der Film auch ein wenig an den großen filmerischen Fast-Namensvetter „Jenseits von Afrika“. Eine Frau, 2 Männer, irgendwo in Afrika halt. Auch wenn die landschaftliche Kulisse hier nicht so imposant ist, „Nirgendwo in Afrika“ hat ganz andere Vorzüge. Er vermittelt uns mehr über die Menschen, weckt Sehnsüchte. Deutschland trotzt Hollywood.
Zur Handlung. Wir schreiben das Jahr 1938. Walter Redlich ist jüdischer Rechtsanwalt in Breslau. Da, wo auch LosGatos’ Vater geboren wurde. Eine der diskriminierenden Verordnungen Hitlers verbietet Juden ab sofort, diesen Beruf auszuüben. Kurzentschlossen entschließt sich Walter nach Afrika zu emigrieren. Sobald er dort sesshaft geworden sei, sollen seine Frau Jettel und seine kleine Tochter Regina nachkommen.
So geschieht es dann auch. Walter findet einen Job als Farmverwalter in Kenia. Und Frau und Tochter kommen bald nach. Natürlich war das damals etwas umständlicher als heute ein Safari-Urlaub. Es ist eine langwierige Reise mit Zug und Schiff über Marokko. Für das letzte Gesparte solle Jettel noch einen Kühlschrank kaufen und mitbringen. Jettel bevorzugt jedoch die Investition in ein Abendkleid. Bereits hier wird klar, dass Jettel in diese neue Welt nicht passt und unter ganz falschen Vorstellungen Walter nachgereist ist. Wieso könne der afrikanische Koch nicht deutsch mit ihr reden? Warum gibt es nicht jeden Tag Fleisch? Da Jettel sich in dieser Welt verloren vorkommt, werden die Probleme ihrer Ehe auch immer größer.
Weitaus weniger Anpassungsschwierigkeiten mit der neuen Umgebung hat die kleine Regina. Sie blüht hier regelrecht auf, und sie liebt die „Eingeborenen“. Owuor, der Koch, wird ihr großer Freund. Die Sprache lernt sie im wahrsten Sinne des Wortes spielend, egal, ob Suaheli oder Englisch. Ihren schwarzen Altersgenossen liest sie Geschichten vor und übersetzt sie simultan. Da Regina überdurchschnittlich intelligent ist, soll sie auf ein englisches Internat, was fast das gesamte Einkommen der Redlichs erfordert.
Und dann ist da noch Süßkind, der deutsche Lebens- und Überlebenskünstler, der alle Tricks kennt, die man hierzulande braucht, und der den Redlichs stets uneigennützig hilft. Er wird gespielt von Matthias Habich, dem deutschen Robert Redford. Auch in dieser Hinsicht wird Erinnerung an „Jenseits von Afrika“ geweckt. Süßkind ist der Dritte im Bunde, er mag Jettel, was dem Zuschauer wohl dagegen schwer fällt, er ist von ihrer Schönheit angetan. Aber er ist ein Mann mit Charakter, keiner, der sich irgendwo reindrängt. Und schon gar nicht ein Mann für eine Nacht.
Deutsche werden zunächst geächtet. Somit verliert Walter seinen Job. Auch hier zeigt sich wieder Jettels Naivität. Sie rennt zu einem jüdischen Oberhaupt und fragt, ob der Walter nicht wieder Arbeit besorgen kann. Den lassen diese vergleichsweise geringen Sorgen jedoch unbeeindruckt. Als der Krieg ausbricht, werden in Kenia alle Deutschen zu Kriegsgefangenen, denn Kenia ist zu dieser Zeit britische Kolonie. Um ihrer Familie Vorteile zu verschaffen, setzt Jettel alle Mittel ein, die eine Frau einsetzen kann, was der kleinen Regina jedoch nicht verborgen bleibt.
Irgendwann ist der Krieg zu Ende. Walter hat die Möglichkeit, in Frankfurt am Main eine Stellung als Richter zu bekommen. Er ist entschlossen zu gehen. Denn die Engländer lieben ihn nicht, wie er sagt. Deshalb könne Kenia für ihn nicht zur neuen Heimat werden. Einen Seitenhieb auf Engländer kann sich der Film auch nicht verkneifen. Ein hochgestellter Militär, dem Walter seine Entscheidung mitteilt, sagt, ihm ginge es genauso mit den Engländern, denn er sei Schotte. Werden Jettel und Regina Walter folgen? Ausgerechnet Jettel, die sich in Afrika so schwer tat, ist es leid, Walter stets zu nachzureisen, wenn der eine Entscheidung getroffen hat....
Jettel (Juliane Köhler) und Walter (Merab Ninidze) werden von unbekannten Schauspielern gespielt. Sie machen ihre Sache gut, wenn auch ich (LosGatos) Jettel als nicht so schön empfinde, wie sie im Film von ihrer (männlichen) Umwelt gesehen wird. Aber die beiden sind genauso wenig die Stars des Films wie Süßkind (Matthias Habich). Für mich ist es vielmehr die Rolle der Regina, die zunächst von der kleinen Lea Kurka und dann von Karoline Eckertz gespielt wird. Vor allem Lea Kurka spielt ihre Rolle großartig, ebenso wie Sidede Onyulo, der den Koch mimt und damit stellvertretend den Charme Afrikas darstellt.
„Nirgendwo in Afrika“ ist ein grandioser Film, der trotz der geschilderten Schwierigkeiten, an denen sich auch heute wohl nicht allzu viel geändert hat, was die Lebensumstände in Afrika angeht, Lust auf Afrika und seine Menschen und auch auf das einfache Leben macht. Ferner mahnt er uns zu Toleranz gegenüber Menschen, die aus irgendeinem Grunde anders sind. Auch Hitler habe den Antisemitismus nicht erfunden, lässt uns der Film wissen. Judenhass gibt es in der Tat schon sehr viel länger. Man kann von niemandem verlangen, einen jeden zu mögen. Das wäre in der Tat nicht menschengerecht. Aber man hüte sich davor, aus dem Verhalten einzelner auf das Verhalten einer ganzen Bevölkerungsgruppe zu schließen. Denn selbst nicht alle Bild-Leser sind doof und auch nicht alle deutschen Italien-Urlauber sind blond. Schon gar nicht im Kopf.
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 8.8.2003
Veröffentlicht außer bei Ciao derzeit nur noch bei Yopi weiterlesen schließen -
Den Oscar hat der Film wirklich verdient
Pro:
sehr schöner und ruhiger Film, wunderschöne Aufnahmen von Afrika, super DVD mit richtig gutem Bonusmaterial (interessanter Audiokommentar + Interviews)
Kontra:
die Drei-Stunde-Fassung war nicht auf der DVD ;-)
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich über einen Film schreiben, der dem breiten Publikum zumindest dem Namen nach seit der letzten Oscarverleihung bekannt sein müßte - es handelt sich um "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link, der den Oscar für den besten ausländischen Film bekommen hat. Ich kannte den Film zwar schon vorher, aber ich habe ihn mir nicht im Kino angesehen, da ich sowieso die DVD kaufen wollte, in der Hoffnung auf interessantes Bonusmaterial.
HANDLUNG
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Walter Redlich (Merab Ninidze) flieht vor der Nazi-Herrschaft in Deutschland nach Kenia, denn die Judenverfolgung nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. 1938 läßt er seine Frau Jettel (Julianne Köhler) und seine Tochter Regina (Lea Kurka/Karoline Eckertz) nachkommen, denn Walter hat Arbeit und Unterkunft auf einer Farm bekommen. Regina fühlt sich in dem fremden Land sofort recht wohl, aber ihre Mutter Jettel kann sich so gar nicht an das arme Leben gewöhnen. Ein Einheimischer, Owuor (Sidede Onyulo), ist der Familie als Koch behilflich, aber er lernt auch Walter und Regina die Sprache. Jettel sträubt sich noch gegen Kenia, und für ihre missliche Lage macht sie vor allem ihren Mann verantwortlich, da sie nicht versteht, warum die Familie aus Deutschland weggegangen ist.
Nachdem der zweite Weltkrieg ausgebrochen ist, wirft Deutschland auch seinen Schatten nach Kenia, denn die im Land ansässigen Briten lassen alle Deutschen internieren. Während Walter nun in ein Lager eingesperrt ist, kommen Jettel und Regina in ein nobles "Gefängnis", denn sie werden in einem Hotel untergebracht. Jettel fühlt sich dort sehr wohl, da sie endlich wieder Zeit mit deutschen Frauen verbringen kann. Nach und nach beginnt Jettel um ihren Mann zu kämpfen, da sich nun versteht, wieso die Familie aus Deutschland geflohen ist. Die Frauen initiieren die Freilassung der Männer, da schließlich nicht alle Deutschen auch gleichzeitig Nazis sind. Die Redlichs gehen wieder auf eine Farm, worüber sich Regina sehr freut...
MEINE MEINUNG
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Wow, was für ein Film! Ich liebe ja solche epischen Werke, und die Spielzeit von 135 Minuten war eigentlich viel zu kurz. Im Bonusmaterial war ja von einer Drei-Stunden-Fassung zu hören, die hätte ich gerne mal gesehen. Und um gleich mal vorzuwarnen, wer gerne Actionfilme mag und langsame, Bilder- und Dialogreiche Filme nicht, der wäre bei "Nirgendwo in Afrika" richtig falsch, denn der Film fällt in die letztgenannte Kategorie.
Aber ich fange mal am Anfang an und deshalb ist es Zeit die Romanvorlage zu erwähnen. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Stefanie Zweig, die in dem Roman ihre Kindheitserlebnisse aufgeschrieben hat. Eigentlich wollte ich den Roman noch vor dem Film lesen, aber das Buch liegt nun schon eine Weile ungelesen bei mir rum. Nun habe ich mir den Film schon angeschaut, aber in den nächsten Wochen werde ich mir auch das Buch durchlesen, denn der Film hat mich noch ein wenig angetrieben (vorher will ich aber noch "Mrs.Dalloway" lesen). Logischerweise kann ich momentan nicht mit einem Film/Roman-Vergleich dienen, aber meistens sind ja die Romanvorlagen eine Spur besser.
Verfilmt wurde der Roman von Regisseurin Caroline Link, die ja spätestens seit "Jenseits der Stille" ein bekannter Name sein sollte. Und Link hat einen wundervollen Film geschaffen. Mir hat gut die Mischung der verschiedenen Sichtweisen gefallen, auf der einen Seite die Sicht der Erwachsenen und auf der anderen Seite die Sichtweise des Kindes. Im Buch soll man es ja eher aus der Sichtweise von Regina sehen, aber das war wohl nicht kinotauglich. Und irgendwie ist das auch verständlich, und mit der Jettel gibt es ja auch einen interessanten Charakter. Gerade sie dürfte sich doch nicht als was besseres fühlen, mit den Erfahrungen, die sie in Deutschland gemacht hat. Aus den Fehlern der Deutschen hätte sie zumindest etwas lernen müssen, aber so kann sie zuerst mit Afrika nichts anfangen, da sie die einheimische Bevölkerung für minderwertig hält. Regina ist da ganz anders, als Kind geht sie recht unbefangen mit ihrer Umgebung um. Jettel läßt sich ja schließlich auch noch vom Charme Afrikas einfangen, sie mußte eben nur erst ihre Vorurteile ablegen. Am Ende will sie sogar gar nicht mehr nach Deutschland zurück,
Caroline Link wartet in dem Film mit ziemlich einfangenden Bildern auf, also wer bisher noch nicht die Schönheit von Afrika bewundert hat, der wird spätestens nach diesem Film ein Fan von Afrika sein. Und damit Afrika und seine Bewohner auch originalgetreu dargestellt werden, wurden die Dreharbeiten auch von Ethnologen beaufsichtigt. Gleich am Anfang des Films wird auch gut der Gegensatz von Deutschland und Afrika gezeigt, nämlich eher dunkle und düstere Bilder in Deutschland (zeigt auch den aufkeimenden Antisemitismus), und warme, orange Bilder für Afrika. Die Musik sorgt natürlich auch für dieses Afrika-Feeling, es paß einfach alles zusammen.
Ein wirklich sehenswerter Film, schon wegen der tollen Afrika-Bilder. Mir hat auch die Story sehr gut gefallen, die wird zwar einfach und durchschaubar erzählt, aber wirkt doch fesselnd. Die Charaktere sind alle ziemlich interessant, obwohl manche Interaktionen nur am Rande ablaufen, wie z.B. die Jettel/Süßkind Story. Alle Darsteller waren hervorragend, vor allem natürlich Julianne Köhler als Jettel. Aber auch Merab Ninidze als Walter Redlich paßte gut in die Rolle, er strahlte so eine Ruhe aus.
DIE DVD
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Bei der DVD (media cooperation one) handelt es sich um eine Special Edition, und momentan ist auch nur diese Doppel-DVD auf dem Markt. Wer also nur den Film sehen will, hat schlechte Karten, denn das Bonusmaterial kauft man mit. Naja, ich für meinen Teil bezahle für gutes Bonusmaterial lieber etwas mehr, und mit €20 ist diese DVD ja fast noch preiswert. Und das Bonusmaterial ist auch richtig sehenswert/hörenswert. Es gibt einen Audiokommentar, Making Of, Geschnittene Szenen, umfangreiche Interviews und noch vieles mehr.
Mit dem Bild bin ich ziemlich zufrieden. Zumindest konnte ich keinerlei Schwächen sehen, der Kontrast ist gut, die Bildschärfe ebenfalls und die Farben sind bestechend. Auch der Ton bleibt nicht hinter dem Bild zurück. Es gibt sogar einen ganz pasablen Raumklang, die Music-Score kommt immer gut zur Geltung, und die Dialoge sind sehr gut verständlich.
Zur DVD gibt es auch ein umfangreiches Booklet, in dem u.a. die komplette Filmgeschichte nacherzählt wird. Ansonsten kann man dort noch ein paar kurze Filmkritiken nachlesen, ein paar Produktionsnotizen, eine Liste von Cast & Crew und eine Kapitelauflistung.
Die Menüs sind schön gestaltet, zumindest passen sie sehr gut zur Stimmung des Films. Sie sind teilweise animiert, und Untermenüs sind aber eher schlicht.
Bonusmaterial
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# Audiokommentar mit Regisseurin Caroline Link, Darstellerin Juliane Köhler, Produzent Peter Herrmann und Ethnologe Benedict Mirow
Als großer Fan von Audiokommentaren habe ich mir diesen natürlich auch angehört, und er war sehr informativ. Der Kommentar beginnt mit einem lockeren Geplauder der vier Sprecher, wobei natürlich am häufigsten die Regisseurin Caroline Link zu Wort kommt. Insgesamt haben aber alle vier Sprecher viele interessante Fakten zu erzählen, und technische Details und das Geschehen an den Drehorten sind die Themen. Die Sprecher gehen auf die besonderen Gegebenheiten an den afrikanischen Drehorten ein, welche Kameras benutzt wurden, wie die Darsteller auf Afrika reagierten, etc. Das Gespräch ist ziemlich locker, und somit der Kommentar auch ganz unterhaltsam.
# Making of "Nirgendwo in Afrika" (~29min)
Hier handelt es sich um ein echtes Making Of, also zur Ausnahme mal um kein Promo-Filmchen. Leider war der Clip aber viel zu kurz, denn so ein afrikanischer Drehort ist doch ziemlich interessant. Wie auch im Audiokommentar geht es u.a. um die Einsatz der Kameras und die Besonderheiten eines Drehs in Afrika. Sehenswert fand ich vor allem die Zeltstädte, die am Drehort aufgebaut wurden, und es kommt sogar der Koch zu Wort. Ansonsten gibt es noch Statements der Regisseurin und von Cast & Crew zu diversen Themen. Insgesamt also sehr sehenswert, und nach einer halben Stunde kam das Ende des Clips ziemlich überraschend, denn ich hätte gerne noch mehr gesehen.
# Die Premiere (~11min)
In diesem Clip geht es um die Film-Premiere in Deutschland, und man kann den Star-Auftrieb auf dem roten Teppich bewundern. Naja, ganz so sinnlos ist der Clip nicht, denn es gibt kurze Statements von Cast & Crew vor und nach der Filmaufführung. Mir hat dieser Clip gut gefallen, auf jeden Fall sieht man so was nicht so häufig auf DVD.
# Magical Kenya (~15min)
Hier handelt es sich im ein Werbefilmchen für potentielle Besucher von Kenia. Und dabei geht es nicht in erster Linie um die wunderschöne Natur und die Menschen in Kenia, sondern eher um Hotels, Golfplätze und Hochseefischerei. Nur am Rande sieht man ein wenig von den atemberaubenden Landschaften, ansonsten ist es eben ein typischer Werbeclip für Touristen. Magical Kenya scheint auch irgendein Reiseveranstalter zu sein, denn am Ende des Clips prangt das Logo. Insgesamt ist dieser Clip also nur bedingt sehenswert, besser wäre eine richtige Doku über Kenia gewesen.
# Entfallene Szenen (~10min)
Da der Film ursprünglich an die drei Stunden lang war, wurde leider ziemlich viel gekürzt. Hier kann man sich ein paar der geschnittenen Szenen ansehen, wahlweise mit Kommentar von Regisseurin Caroline Link. Und den Kommentar würde ich auf jeden Fall mitlaufen lassen, denn die Regisseurin erklärt den Zusammenhang zwischen Szene und Film und natürlich warum die Szene entfallen ist. Durch die entfallenen Szenen werde manche Charaktere näher beleuchtet, z.B. Inge, und es gibt auch einige zusätzliche Szenen aus der Schule. Also ich persönlich hätte gerne die Drei-Stunden-Fassung des Films gesehen, hätte man vielleicht als Director´s Cut auf dei DVD bringen können.
# Interviews
Die Interviews sind dieses Mal keine 0815-Statements aus dem Electronic Press Kit. Außerdem finden sie auch gleich am Set unter freiem Himmel statt und es wird dazwischen geredet etc., aber das stört nicht, sondern man bekommt einen Eindruck vom Set. Alle der fünf Interviews bieten interessante Fakten von den Dreharbeiten und der Story, und auch die Charakteranalysen der Darsteller sind ja immer recht unterhaltsam. Fünf Darsteller wurden zum Interview gebeten: Julianne Köhler (~21min), Merab Ninidze (~20min), Matthias Habich (~17min), Sidede Onyulo (~9min) und Lea Kurka (~2min).
# Talkrunde mit Caroline Link, Peter Herrmann und Stefanie Zweig (~31min)
Hier handelt es sich um ein sehr interessantes Interview mit der Autorin Stefanie Zweig, die über ihre Erfahrungen in Afrika erzählt. Die Regisseurin Caroline Link vergleicht die Anekdoten mit dem Film, und so kommt eine sehr interessante Diskussion in Gang. Stefanie Zweig zeigt auch einige Photos aus dieser Zeit. Mir hat die Talkrunde sehr gut gefallen, und ich wurde durch diese angeregte Diskussion auch bestärkt, das Buch zu lesen.
# Casting Videos
So was bekommt man ja auf DVDs nicht oft zu sehen, aber hier gibt es kurze Ausschnitte aus einigen Casting-Videos. Mir hat auch gefallen, das die Regisseurin Caroline Link die Videos kommentiert hat. Casting-Videos gibt es von Julianne Köhler & Merab Ninidze (~2min) und Lea Kurka & Karoline Eckertz (~4min) zu sehen.
# Storyboard/Film-Vergleich der Heuschreckensequenz (~3min)
Es eigentlich nur eine Szene im Film, wo anschließend Animationen eingefügt wurden, und das ist die Heuschreckensequenz. Diese Szene kann man sich hier im Storyboard/Film-Vergleich anschauen. Erläuternde Kommentare gibt die Regisseurin Caroline Link.
# Diashow (~19min)
Hier kann man sich Bilder von den Dreharbeiten anschauen. Die Bilder sind zu einer Diashow zusammengefaßt und werden von dem Produzenten Peter Herrmann kommentiert. Interessant waren hier vor allem die Bilder von der Zeltstadt und von der afrikanischen Zeromonie. Solche Bilder sind ja ansonsten eher etwas langweilig, aber da die Bilder hier kommentiert werden, sind sie eigentlich sehr informativ und unterhaltsam.
# Niki Reisers Filmmusik (~9min)
Insgesamt gibt es hier vier Musikstücke aus dem Film zu hören: Loreley, Nirgendwo in Afrika, Hänsel und Gretel und Kriegsende. Während die Musik läuft, kann man einen Blick auf die entsprechenden Notenblätter werfen, die auch handschriftlich korrigiert sind.
# Trailer (~9min)
Hier gibt es natürlich den Trailer von "Nirgendwo in Afrika" zu sehen. Außerdem gibt es aber noch folgende Trailer zu sehen: "Bella Martha", "Good Advice" und "Knallharte Jungs".
# Biografien
Hier handelt es sich um Biografien auf Texttafeln von diversen Cast & Crew Mitgliedern.
# Mukutani Foundation
Zuerst hatte ich gedacht, es handelt sich hier um einen Clip über irgendein Naturschutzgebiet in Kenia, aber hinter dem Titel verbergen sich nur Hinweise auf Texttafeln. Die Mukutani Foundation wurde nach den Dreharbeiten gegründet, und man versucht dem Dorf Mukutani zu helfen. Man bittet um Geldspenden für das dorf, damit eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut werden kann, und außerdem die angefangene Straße weitergebaut werden kann.
Weitere Daten
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Sprachen : Deutsch
Untertitel : Deutsch
Bildformat : 2,35:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Spielzeit : 135 min
FSK : ab 6 Jahre
FAZIT
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Zusammenfassend kann man sagen, daß "Nirgendwo in Afrika" ein beeindruckender Film ist, der in leisen Tönen das Schicksal einer deutschen Familie in Afrika schildert. Die DVD wird dem Film gerecht, denn es gibt eine Unmenge äußerst interessantes Bonusmaterial, allen voran der Audiokommentar und die umfangreichen Interviews. Also die DVD hat auch einen Oscar verdient :-) weiterlesen schließen
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