Pro:
gute Schauspieler, ansprechende Machart, gutes Bonusmaterial, amüsant
Kontra:
nicht viel mit dem Roman zu tun, phasenweise etwas langweilig
Empfehlung:
Ja
Vorgeschichte
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Als Fan von Stuckrad-Barres literarischen Werks "Soloalbum"
kam ich natürlich nicht umher, mir die Verfilmung anzuschauen.
Doch irgendwie ist der Kinofilm an mir vorbeigegangen und so
bestellte vor ein paar Wochen die DVD - mit hohen Erwartungen.
Die Handlung
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Wie bereits angedeutet, liegt diesem Film der Roman "Soloalbum"
von Benjamin von Stuckrad-Barre zu Grunde. Doch wer dieses Werk
kennt, sollte sich sehr schnell fragen: "Wie soll man das denn
verfilmen?" Fragte ich mich auch. Denn das Buch handelt vom Oasis-Fan Ben,
der von seiner Freundin verlassen wird und von da an dem Alkohol,
komischen Partys und anderen Frauen fröhnt. Das Ganze geschieht
in einer solch einmaligen depressiven Melancholie, dass ein Film
förmlich stehen müsste.
Daher gilt der Roman auch nur als Motiv, Inspiration sozusagen.
Im Film arbeitet Ben (Matthias Schweighöfer) als erfolgreicher
Musikredakteur, bekam sogar den Zuschlag für ein anstehendes Oasis-Interview,
ist Stammgast auf den coolsten Partys in der Szene und daher irgendwie auch stark selbstverliebt.
Doch einen herben Rückschlag erhält er, als seine Freundin Katharina (Nora Tschirner)
deren Beziehung beendet - wer wird denn auch schon gerne an seinem Geburtstag
stundenlang im Rataurant sitzen gelassen? Dass sie die Sache auch noch er
SMS beendet kränkt ihn zutiefst in seiner Würde.
Mit seinen Freunden Alf (Oliver Wnuk) und Christian (Christian Näthe) setzt er
von nun alles daran, Katharina vergessen zu machen - oder aber doch
zurück zu erobern.. Wilde Partys, andere Frauen (so genannte Soloprojekte)
und eine handvoll Weisheiten sind die Meilensteine auf dem Weg, in eine ungewisse Zukunft.
Der Film
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Ähnlich wie im Buch, in dem die Kapitel durch Oasis-Songs gegliedert
wurden, findet die Kapitel-Unterteilung im Film auf anprechende Weise
statt. So werden viele Kapitel quasi mit "Anleitungen zum wieder
glücklich werden" eingeleitet, so wie zum Beispiel "Liebeskummer
nicht zulassen", "Den Verlust akzeptieren" und "Tiefpunkt zum Wendepunkt machen".
Der Film überzeugt außerdem durch gute, professionelle Kameraführung,
die anspruchsvollen Kinogängern gerecht werden sollte.
Die Schauspieler
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Ben wird gespielt von Matthias Schweighöfer
Sicher war es schwer, den einen Typen zu finden. Den einen,
der gleichermaßen die dreckigste Arroganz, aber auch die für
den Film tragende Sympathie verkörpert. Mit Matthias Schweighöfer
haben die Macher in dieser Hinsicht eine sehr gute Wahl getroffen.
Schweighöfer überzeugt in diesem Film durch sagenhafte Mimik und
Gestik, ohne die dem Film an Aussagekraft fehlen würde.
Katharina wird gespielt von Nora Tschirner
Auch die selbstwusste und keinesfalls wortkarge Katharina konnte
mit Nora Tschirner erstklassig besetzt werden.
Bekannt geworden als MTV-VJ und durch die ARD-Serie "Sternenfänger"
stellt sie überzeugend die Ex-Geliebte Bens dar, die kein Problem
damit hat, "dem großen Meister" auch einmal Kontra, oder auch eine
Backpfeife zu geben.
In den Nebenrollen werden Bens Freunde von Christian Näthe (spielt Christian)
und Oliver Wnuk (spielt Alf) verkörpert.
Christian, der Arbeitskollege von Ben und absoluter Britpop-Fan
sorgt durch seine "komische" Art für genauso viel Unterhaltung
wie Alf, der Apotheker, der seinen Freunden gerne mal mit Hustensaft
gute Laune einflöst, oder sich selber mit Hilfe von ABC-Wärmepflastern
den Kick geben will.
Mit Kurzauftritten sind Sandy von den No Angels (spielt Partyluder) und
Thomas D. (spielt sich selbst und haut Ben für eine seiner Rezensionen
die Nase blutig) zu sehen.
Die Extras
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Gerade für das Bonusmaterial hat sich die Anschaffung dieser DVD gelohnt,
denn hierbei handelt es sich um 55 Minuten interessantes, so wie vor
Allem amüsantes Material. Spannend hierbei, sind in erster Linie die
Castingszenen der Darsteller, es wird deutlich, wie schwer es sit
einige Szene in den kasten zu bringen, ohne einem Lachanfall zu unterliegen!
Neben den üblichen Kinotrailern und Cast&Crew Infos gibt es noch Beiträger
"Hinter den Kulissen", Outtakes und Produktionsnotizen. Ebenfalls gibt es
das Musikvideo von Sportfreunde Stiller "An's Ende denken wir zuletzt",
welches zu dem Film wie die Faust aufs Auge passt.
Als besonderes Extra werden "Solo-Jingles vom Autor Stuckrad-Barre&Friends"
angepriesen, in dem er gewissermaßen eine Slide-Show mit Bildern aus dem
Film kommentiert und somit auch zu Wort kommen darf. Ich konnte diesem
Extra bisher abe rnicht viel abgewinnen, da die Tonqualität miserabel
ist und es einfach nur anstrengend ist, den Worten zu folgen.
Audiokommentare mit den beiden Hauptdarstellern (einschläfernd bis höchst amüsant)
und einen weiteren mit Regisseur Gregor Schnitzler und Produzent Christoph Müller,
runden das Angebot der Extras ab.
Großes Plus in dieser Kategorie!
Was unterscheidet den Film von anderen?
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Erst einmal ist hier zu erwähnen, dass die Machart keine typische,
für "junge" deutsche Filme ist. Kameraführung und Special Effects
lassen große Professionalität erwarten und somit kann man den Film
ganz entspannt genießen.
Des Weiteren ist hier endlich mal wieder eine gute Komödie entstanden,
deren Handlung trotzdem nicht an Anspruch verliert und deren Gags
nicht so plumb erscheinen wie in American Pie, hier wird nämlich gerne verglichen.
Daten und Fakten
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Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dt DTS/DD 5.1/DD2.0
Laufzeit: ca. 90 Min. + ca. 55 Min. Bonus
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie
Veröffnetlicht von Concorde Home Entertainment
Fazit
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Was das Fazit angeht, bin ich letztlich irgendwie unentschlossen.
Meine Erwartungen, die ich durch den Roman gestellt hatte, konnte
ich recht bald in den Boden stampfen, denn der taucht in dem Film
so gut wie gar nicht auf, was anfangs etwas schwerfällig auf das
Handlungsverständnis schlägt.
Doch nach einer Zeit ist man dann bereit, das "neue Soloalbum"
anzunehmen, und das tut man dann auch gerne. Auch wenn die Story
phasenweise etwas vor sich hin dümpelt, hat dieser Film einfach etwas,
was man gerne haben muss. Sei es die urkomische Mimik und Gestik
Schweighöfers, die hervorragend aufspielende Nora Tschirner, klasse
Gags - oder eben alles zusammen: ich mag ihn. Und wer gerne mal wieder
einen sympathischen, deutschen Film sehen möchte, dem sei diese DVD empfohlen.
PS: Diesen Bericht habe ich bei CIAO unter dem gleichen Namen veröffentlicht. weiterlesen schließen
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