Pro:
unterhaltsames Filmchen- wens interessiert.
Kontra:
Wahrheitsgehalt?
Empfehlung:
Ja
Als eingefleischter Doors-Fan möchte ich heute mal über den (biografischen) Kinofilm " The doors" von Oliver Stone berichten.
Spieldauer: ca. 134 Min, als VHS Cassette mittlerweile für 13€ zu haben ( wobei sich mal wieder mein Blick richtung ebay neigt....)
Die Aufmachung:
=============
Es handelt sich bei meinem Bericht um die VHS Cassette des Films, also über irgendwelches Bonusmaterial kann ich hier leider nichts berichten.
Die Cassette ziert das Gesicht des Sängers Jim Morrison gezeignet in den Farben orange-rot mit weiß. Darauf befinden sich die Namen der Hauptdarsteller , der Filmtitel mitsamt dem Untertitel ..."Die Revolution, die Musik, die Legende."
Auf der Rückseite eine kurze Inhaltsangabe, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Der dreifache Oscar-Preisträger Oliver Stone verfilmte die Geschichte der "Doors". Und Jim Morrison, Sex-Idol und Bessesener, der unter mysteriösen Umständen in Paris ums Leben kam, war "The Doors". Sein Leben war extrem und selbstzerstörerisch. Widerstand gegen die Staatsgewalt, Skandale, Wut, Leidenschaft bis hin zum Untergang im Alkohol- und Drogenrausch.
Er führte sein Leben am Abgrund - impulsiv, unbeherrscht und in der Sehnsucht nach dem Tod.
Jahrelang rissen sich die größten Regisseure Hollywoods um dieses Projekt. " Platoon"-Regisseur Stone realisierte schließlich " The Doors".........
Hauptdarsteller:
============
Val Kilmer - Jim Morrison
Meg Ryan - Pamela Courson
Regisseur: Oliver Stone
Der Film erschien in Amerika bereits 1991.
Zur Story ( mit meinen eigenen Worten):
===============================
Der kleine Jim Morrison hatte als Kind ein Erlebnis, das ihn vermutlich sein ganzes Leben prägte. Er fuhr mit seinen Elten und seinen Geschwistern an einem Unfall vorbei, bei dem einige Indianer gerade am Sterben waren. Sein Vater stieg aus um zu fragen ob er helfen könne, dadurch bekam der kleine Junge in vollem Umfang das Leid und die Trauer der anderen Indianer mit....
Dann wird ein Zeitsprung gemacht und der junge Morrison befindet sich am Strand von Venice ( damals ein beliebter Treffpunkt für freaks). Es wird erzählt, wie er seine Freundin kennenlernt und mit Ray Mazarek ( dem späteren Organisten der Doors) die ersten Texte entwirft und langsam mit noch zwei weiteren Freunden die Gruppe Doors ins Leben gerufen wird.
Der schüchterne ( kann man kaum glauben wenn man die Biografien gelesen hat) Morrison tritt am Anfang grundsätzlich nur mit dem Rücken zum Publikum auf.
Um die Sache etwas abzukürzen, es wird erzählt von dem langsam steigenden Erfolg der Doors, von Ausflügen in die Drogenwelt ( wo Jim Morrison anscheinend immer wieder Halluzinationen von Indianern hatte), die sie in der Wüste auslebten.
Von seinem Leben mit der schwer heroinabhängigen Pamela. Von seinen Ekszessen mit Alkohol.
Dann kam der Auftritt in Miami, wo er anscheinend sturzbetrunken seinen kleinen Jimmi dem Publikum präsentierte.
Für Amerika ein Skandal, Morrison wurde verhaftet und angeklagt, ihm drohten mehrere Jahre Gefängnis.
Von dort an ging es bergab mit Morrison, wie er letzlich einer Verurteilung entkam und nach Paris konnte, wird in diesem Film nicht nähers erläutert. Schließlich fand ihn seine Verlobte/Freundin/ Frau ( ist ja auch egal) Pamela eines morgens tot in der Badewanne.
mein Fazit:
=========
Ein sehenswerter Film mit der Musik und den Gedichten Morrisons sehr passend unterlegt, dient zur Unterhaltung für all diejenigen, die von dieser Zeit fastziniert sind. Wahrheitsgehalt? Wohl eher nicht so hoch.
Bei diesem Film gefällt mit die Auswahl der Schauspieler, die die darzustellenden Personen ziemlich realistisch verkörpern ( zumindest dem Aussehen nach, das andere kann ich nicht beurteilen, habe weder Morrison, noch Pamela je kennengelernt!).
Was fehlt in diesem Film sind die letzten Tage in Paris, wo er ja wohl massive gesundheitliche Probleme gehabt haben muß.
Dafür sind die Ausflüge in die Fantasiewelt der Drogen zu lange gestaltet, möchte fast schon von Langeweile reden.
Keine Ahnung, ob dieses Genie Morrison wirklich so gelebt hat, er war ja nicht der erste, der sich in der damaligen Zeit zu Tode gesoffen- oder gespritzt hat ( Jimmi Hendrix, Janis Joplin).
Seine grandiose Musik und seine Gedichte sind ja geblieben.
Als Doors-Fan sollte man diesen Film gesehen haben, obwohl er mir zu kommerziell gestaltet ist. Die absolute Wahrheit hätte das zahlende Volk wohl gelangweilt...
Glauben wir mal, dass es so gewesen ist....von mir drei Sterne! weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben