Pro:
einige Schreckmomente, günstig
Kontra:
nicht durchgehend spannend, typische böse-Mutanten-Story, Masken hätten besser sein können
Empfehlung:
Nein
so könnte man den Horror-Streifen Wrong Turn kurz beschreiben, von dem dieser Bericht handelt.
=ALLGMEINES===
Ich kann mich noch erinnern, als Wrong Turn 2003/2004 in den Kinos gelaufen ist. Ich glaube irgendwie bekam er damals keine so rechte Kritik, ausserdem fand ich irgendwie nicht die Zeit / das Verlangen mir ihn im Kino anzusehen.
So bin ich vor kurzem in ebay über diese DVD gestolpert, die bis dato doch auf meiner To-Watch Liste stand. Für gerade mal 5 Euro (davon war die Hälfte für Versand) hab ich die DVD bekommen - günstig wie ich meine, regulär kostet die DVD mindestens das doppelte.
Der Film ist freigegeben ab 16 Jahren, wie ich finde auch gerechtfertigt, so stürzen wir uns gleich mal ins Geschehen.
Infos zum Film gibts auch im Internet unter http://us.imdb.com/title/tt0295700/
=STORY===
Die Handlung beginnt mit einem Medizinstudenten Chris, der auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch in den Wäldern von West Virginia in einen Stau gerät. Er wendet kurzerhand und sucht sich eine Nebenstrasse, auf der er prompt in einen Unfall mit weiteren 5 jungen Leuten gerät.
Beide Autos Schrott, kein Handy, kein Empfang. So machen sich 4 von ihnen zu Fuß auf den Weg um Hilfe zu holen, während 2 weitere bei ihren Autos warten.
Schnell merken sie, dass die Autopanne nicht zufällig geschah und sie nicht allein sind in den Tiefen der Wälder. Schon werden sie gejagt von 3 Kreaturen, die ihre Opfer nicht nur jagen und töten, sondern sie danach auch zum Teil verspeisen ...
=EINDRUCK/MEINUNG===
Nach Monstern kamen Vampire und Werwölfe. Auch Zombies hatten ihren Höhepunkt und in letzter Zeit dürften aus den Zombies die Mutanten entstanden sein. Wrong Turn erinnert immer wieder stark an The Hills have eyes, wobei ich Wrong Turn wesentlich vorhersebarer und weniger spannend empfand.
Der Vorspann ist geprägt von Zeitungsausschnitten und Fotos über entstellte Menschen. Das Wort Mutant kommt darin ebenfalls mehr als einmal vor und ich glaube auch Kannibalismus wird da über die Leinwand geschickt. So hat man ziemlich schnell einen ersten Eindruck, wer wohl die Bösen in dem Film sein werden.
Die ersten 15-20 Minuten (der insgesamt 81 Minuten Filmzeit) wird hergenommen um kurz auf die jungen Leute einzugehen, natürlich nicht sonderlich tief, was aber bei dem Filmgenre auch nicht zwingend notwendig ist.
Da wären der Medizinstundent Chris Flynn, der Anfangs etwas überheblich dargestellt wird. Er wird gespielt von Desmond Harrington und ist einer der Hauptdarsteller des Filmes. Er hat schon in einer ganzen Reihe von Filmen mitgespielt, wobei ich persönlich nur Ghost Ship kenne.
Er bildet im Verlauf des Filmes eine Art Duo mit Jessie Burlingame (gespielt von Eliza Dushku). Sie ist seit kurzem Single. Da sie ein Naturfreund ist, fuhren ihre Freunde ihr zuliebe mit in die Wildnis auf ein paar Tage Ablenkung, obwohl sie selbst eher weniger mit der Natur am Hut haben, was einige von ihnen auch unmissverständlich arktikulieren. Eliza Dushku hat schon eine etwas längere Filmography, wobei hier einige bekannte Movies dabei sind wie True Lies, Zoe oder Buffy, die Vampirjägerin.
Auch sie gehört zu den Hauptdarstellern/innen. Beide spielen ihre Rolle ganz ok, wobei man in dieser Filmkategorie natürlich wieder keine oskarreifen Leistungen erwarten darf.
Die weiteren vier Freunde wären dann noch
Carly (gespielt von Emmanuelle Chriqui)
Scott (gespielt von Jeremy Sisto)
Evan (gespielt von Kevin Zegers)
Francine (gespielt von Lindy Booth)
In Summe zwei Päärchen, wobei eines davon kurz näher beleuchtet wird. Sie wollen demnächst heiraten und schmieden auch schon Pläne für ihre Hochzeit. Beim anderen wird jeder Einblick in ihre Personen verwährt, ausser dass sie eben mit Natur nicht viel Freude haben. Dementsprechend teilnamslos geht dann auch das Schlachten des ersten Pärchens von statten.
Wer näheres über die einzelnen Personen wissen möchte, kann sich relativ detailliert auf der oben genannten Homepage informieren, in Summe gibt es aber sonst nicht viel nennenswertes mehr zu schreiben.
Die Mutanten, drei an der Zahl, spielen die Gegenspieler bzw. die Jäger der jungen Leute. Ähnlich wie bei The Hills have Eyes wird auch bei Wrong Turn eine Sammelstelle entdeckt, wo sie die ganzen Autos, Gegenstände und Mitbringsel ihrer bisherigen Opfer lagern. Sie dürften ihr Unwwesen schon eine ganze Weile treiben und dementsprechend aussichtslos sieht es für die jungen Leute aus, aus dem Alptraum lebend herauszufinden.
Warum sie körperlich so entstellt sind erfährt man im Film nicht, oder ich hab es übersehen. Man sieht sie immer wieder mal, auch in besserem Licht, aber erschrecken dürfte das einen normalen Horror-Filmseher wohl nicht. Sie hausen in einer Hütte mitten im Wald und gehen entsprechend brutal bei ihren Opfern vor. Mit Pfeil und Bogen oder Gewehr wird ebenso gejagt wie mit Äxten und Messern.
Eines der ersten Opfer wird dann auch, umwickelt mit Stacheldraht, mitgebracht in die Hütte, wo sie dann teilweise zum Abendessen der drei wird, während die anderen Freunde sich bereits in die Hütte eingeschlichen haben.
Das ist wohl auch eine der blutigsten und brutalsten Szene. Viele weiteren spielen dann wieder in der Dunkelheit.
Die Masken selbst sind ganz ok, wobei sie selten für längere Zeit eingeblendet werden.
Für unbedarfte Horror-Seher dürfte Wrong Turn wahrscheinlich einige Grausamkeiten und Schreckmomente bieten, für mich ist der Film eher so dahingeplätschert ohne nennenswerte Höhepunkte. Es gibt zwar den ein oder anderen Schreckmoment, aber wirklicher Grusel oder Ekel kommt hier kaum auf.
=DVD===
Ich denke man merkt mir im Bericht an, dass mich Wrong Turn nicht sonderlich mitreissen konnte. Dementsprechend war ich dann auch weniger auf die Extras der DVD gespannt. Zwar wurde etwas an Bonusmaterial raufgepackt, diverse Trailer, ein Making of, Make-up-Effekte oder ein Beitrag zum Herr der Monster, aber mehr als ein schnelles Durchdrücken lockte mir der Film nicht mehr raus. Man erfährt etwas über Eliza Dushku und natürlich dürfen auf ein paar Audiokommentare vom Regisseur und den Darstellern nicht fehlen - wie oft muss man sich eigentlich einen Film vorher ansehen, bis man ihn mal mit Audiokommentaren verfolgt? Bei Wrong Turn wird das definitiv nicht sein, denn mehr als einmal sehen muss man den Streifen nicht.
Dann wären hier noch ein paar Angaben zu Ton und Bild.
Die Schreie und schmatzenden Geräusche darf man unter Dolby Digital 5.1 verfolgen. Von der Tonspur gibts sowohl Deutsch, wie auch Englisch. Am Ton kann man eigentlich nicht meckern, die Stimmen sind klar verständlich an besondere Effekte oder Hintergrundmusik könnte ich mich jetzt nicht erinnern.
Das Bild gibts 16:9, ganz ok, nur die Mutanten-Masken waren kaum detailliert zu erkennen.
In Summe ist Wrong Turn einer der vielen böse-Mutanten-bringen-Teenager-um-Filme, ohne wirklichen Tiefgang der Story. Einige Schreckmomente, wenige blutige Szenen und ein paar spannende Situationen rechtfertigen ein einmaliges Ansehen. Ich denke nicht, dass ich den Film ein weiteres mal sehen muss und dementsprechend reizten mich auch die Extras der DVD kaum.
Glücklicherweise hab ich die DVD günstig bei ebay ersteigert und genau dort wird sie demnächst auch wieder landen.
So rate ich allen Zusehern nicht zu viel Erwartung in den Film zu stecken, es gibt sicherlich besseren Nervenkitzel, den man sich zu Gemüte führen kann.
So bedanke ich mich noch fürs Lesen dieses Berichtes ...
... heute schon geMOFFt? weiterlesen schließen
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