Sherlock - Staffel 1 (DVD) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 06/2013
- Action: viel
- Anspruch: sehr anspruchsvoll
- Romantik: sehr niedrig
- Humor: humorvoll
- Spannung: sehr spannend
Pro & Kontra
Vorteile
- Alles
- alles
Nachteile / Kritik
- Leider nur 3 Folgen pro Staffel
- nichts
Tests und Erfahrungsberichte
-
Sherlock ist zurück
5- Action: sehr viel
- Anspruch: sehr anspruchsvoll
- Romantik: sehr niedrig
- Humor: humorvoll
- Spannung: sehr spannend
- Altersgruppe: ab 12 Jahren
- Meinung bezieht sich auf: DVD-Version
Pro:
Alles
Kontra:
Leider nur 3 Folgen pro Staffel
Empfehlung:
Ja
==Sherlock Staffel 1==
==Vorwort==
Nun habe ich mich doch dazu durchgerungen einen Bericht über die 1. Staffel von Sherlock zu schreiben. Warum habe ich so lange gezögert? Nun ganz einfach, dieser Bericht wird recht lang werden, schließlich möchte ich dieser wirklich herausragenden Serie auch gerecht werden. Aber bald wird die 3. Staffel starten und da wird es nun doch Zeit euch diese wirklich großartige Serie näher zu bringen.
Ich bin ja ein großer Fan von "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" mit dem unvergleichlichem Jeremy Brett, der meine Vorstellung von Sherlock Holmes geprägt hat. Er war einfach großartig. Dagegen muss ich sagen, dass ich bei der Neuverfilmung mit Robert Downey jr. ausschalten mußte, weil ich es schlichtweg nicht mehr ertragen konnte. Diese seltsame Witzfigur, die er darstellt hat leider nichts mit Sherlock Holmes gemein und ich persönlich konnte den Film einfach nicht lange ansehen....
Daher war ich dann doch recht skeptisch als die BBC sich entschloss Sherlock Holmes in unsere Zeit zu bringen, aber ich wurde positiv überrascht. Sherlock hat meine Erwartungen übertroffen und ich kann den Start der 3. Staffel kaum erwarten.
==Beginnen wir mit etwas Werbung==
Sherlock Holmes (Benedict Cumerbatch) meldet sich zurück und ist jünger, zynischer und energetischer denn je! In der ebenso originellen wie spannenden Neuauflage des klassischen Stoffes nach Sir Arthur Conan Doyle begibt sich Holmes mit Smartphone und Notebook bewaffnet auf große Verbrecherjagd im London des 21. Jahrhunderts. Unterstützung erfährt er in Dr. John H. Watson (Martin Freeman, "Hot Fuzz"), einem posttraumatisierten Kriegsveteranen, der Holmes bei dessen Ermittlungen nicht von der Seite weicht.==Ein paar technische Daten==Produktinformation
- Darsteller:Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs
- Regisseur(e):Paul McGuigan, Euros Lyn
- Komponist: David Arnold, Michael Price
- Format: Dolby, PAL
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Englisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Polyband/WVG
- Erscheinungstermin: 8. August 2011
- Produktionsjahr: 2010
- Spieldauer: 270 Minuten
An dieser Stelle muss einfach kurz Sir Arthur Conan Doyle erwähnt werden. Er hat Sherlock Holmes im Jahre 1886 zum Leben erweckt und seine Geschichten erschienen als Fortsetzungsromane in der Zeitung. Insgesamt brachte er es auf vier Romane und 56 Erzählungen. Sherlock Holmes wurde unsterblich und ich glaube er gehört wohl zu einer der bekanntesten Figuren der Weltliteratur, wobei ich persönlich die Geschichten gar nicht so gut finde. Aber ich denke die Figur an sich hat einfach unglaublich viel Potential. In der Serie "Sherlock" hat es Sir Arthur Conan Doyle nie gegeben. So nebenbei bemerkt gibt es viele Interpretationen in denen Dr. Watson ein Trottel ist und nur als Anhängsel des großen Detektivs gezeigt wird, wenn man bedenkt dass Sir Arthur Conen Doyle selbst Mediziner war, wohl nicht sehr passend. Die Idee nun die Geschichten als Inspiration zu nehmen und Sherlock Holmes und Dr. Watson ins 21. Jahrhundert zu bringen stammt von Steven Moffat und Mark Gatiss, insbesondere Steven Moffat ist mir als großem Dr. Who Fan natürlich ein Begriff. Wer es schafft Dr. Who wieder zum Leben zu erwecken, der schafft es natürlich auch Sherlock Holmes wieder auf die Bildschirme zu bringen. Und nun ja die Serie ist ein voller Erfolg geworden, jedenfalls im Heimatland der Serie. Ich glaube in Deutschland, ist die Serie wie die absolute Kultserie "Dr. Who" wieder mal untergegangen...Schade. Wirklich. Aber wie gesagt Sherlock wurde gerade zu mit Preisen überhäuft, natürlich nicht zu Unrecht. So erhielt die Serie Emmys und BAFTA Auszeichnungen und die Einschaltquoten übertrafen die Erwartungen bei Weitem. Die Serie nimmt nicht nur einfach die Figuren aus den Sherlock Holmes Romanen als Vorbilder, nein die Geschichten werden immer wieder in die Handlung eingebaut. Natürlich macht es erst so richtig Spaß, wenn die kleinen oder oft auch sehr großen Anspielungen erkannt werden. Ich finde die Serie ist näher an den ursprünglichen
==Darsteller in Kürze==
Benedict Timothy Carlton Cumberbatch als Sherlock Holmes
Ehrlich gesagt, ich kann seinen Nachnamen nun wirklich nicht richtig aussprechen. Echt, da beißt man sich die Zunge ab. Bevor ich ihn als Sherlock sah, habe ich noch nie von ihm gehört. Mit Sherlock wurde Benedict Cumberbatch einem breiten Publikum bekannt. Zudem spielte er in "Der Hobbit-Eine unerwartete Reise" doch tatsächlich den Drachen und leiht dem Nekromanten seine Stimme. Lustigerweise spielt in dem Film auch Martin Freeman mit, der in "Sherlock" Dr. Watson darstellt..Im neusten Star Trek Film gibt Mr. Cumberbatch den Bösewicht und spielt meiner bescheidenen Meinung nach alle an die Wand.
Martin Freeman als Dr. Watson
Inzwischen ist der oben genannte Schauspieler dank dem schon erwähnten Hobbit sehr bekannt geworden, er verkörpert niemand geringeren als Bilbo Beutlin. Natürlich bittet die Serie weitere herausragende Schauspieler auf wie zum Beispiel Rupert Graves als Inspektor Lestrade und natürlich Mark Gatiss als Mycroft Holmes und den wohl irrsten Moriaty gespielt von Andrew Scott.
==Die einzelnen Folgen==
Die erste Folge der Serie überhaupt, die kurz erwähnt aus 3 Folgen in Spielfilmlänge besteht, trägt den vielsagenden Titel
=="A Study in Pink"==
Die Folge trägt diesen Titel nicht ohne Grund. "Eine Studie in Scharlachrot" ist der erste Sherlock Holmes Roman. Und Ironie der Geschichte auch in dieser Geschichte ist Dr. Watson aus dem Afghanistankrieg nach Hause zurück gekehrt. Wir treffen einen traumatisierten Dr. Watson, der offenbar Geldsorgen hat und aufgrund einer Beinverletzung einen Stock benötigt. Der Zuschauer trifft Sherlock Holmes das erste Mal als auch Dr. Watson ihm begegnet, in der Leichenhalle bzw. im Labor des Barts Hospitals, wo Sherlocks Abhandlung über Dr. Watsons militärische Vergangenheit mit kleinen Anpassungen an die Gegenwart fast wörtlich aus der Orginalgeschichte übernommen wurden. Ein weiteres Mal referiert Sherlock über Dr. Watsons Handy, was nicht ohne Grund an seine Ausführungen über dessen Taschenuhr im "Zeichen der Vier" erinnert. Aber kommen wir zurück zu der Folge. Sherlock Holmes tritt viel früher in Erscheinung, nämlich in dem er die Pressekonferenz der Polizei durch zahlreiche SMS stört (anstatt wie in viktorianischer Zeit Telegramme zu versenden) Sherlock mischt sich in die ins Stocken geratenen Ermittlungen zu einer Selbstmordserie ein, die natürlich eine Mordserie ist. Dem Zuschauer wird klar, dass er für Inspektor Lestrade offenbar kein Unbekannter ist. So hören wir von ihm bevor wir ihn treffen. Dr. Watson braucht eine Wohnung, wohl gemerkt eine bezahlbare Wohnung und so stellt ihm sein alter FreundStamford eben diesen seltsamen jungen Mann vor, der ebenso eine Wohnung sucht. Am Ende landen beide in der wohlbekannten Bakerstreet 221B bei Mrs. Hudson. Dr. Watson wird mehr oder weniger unfreiwillig von Sherlock in die Ermittlungen um den Tod der Frau in Pink hineingezogen und findet sich plötzlich in einem Abenteuer wieder. Ich persönlich finde diese Folge wirklich großartig. Wobei die eigentliche Krimihandlung, die Suche nach dem Mörder in den Hintergrund rückt. Wir stürzen wie der am Anfang etwas überrumpelte Dr. Watson in die Welt von Sherlock Holmes. Sherlock Holmes ist genial, aber wie er selbst sagt ein funktionierender Soziopath, dem es meistens unmöglich ist die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Der ohne böse Hintergedanken seinen Mitmenschen ihre Schwächen vor Augen führt oder ihnen mitteilt wie schrecklich es doch sein muss, mit sowenig Gehirn aus zu kommen. Sherlock trampelt auf den Gefühlen anderer Menschen herum ohne dies in böser Absicht zu tun oder überhaupt zu bemerken. So ist sein erster Auftritt in der Folge geprägt von Arroganz und Missachtung gegenüber der wirklich netten Pathologin Molly, die ihm immer wieder Zugang zu Leichen verschafft, an denen er seine Theorien ausprobieren kann. Es schmerzt den Zuschauer richtig wie er ihre offensichtlichen Annäherungsversuche mit Füßen tritt ohne dass ihm dies bewußt ist. Auch benötigt er eigentlich niemand der die Miete zur Hälfte bezahlt, Geld ist ihm schlichtweg nicht wichtig, nein Mrs. Hudson hat doch tatsächlich seinen Schädel weggeräumt und daher braucht er dringend jemand dem er seine Gedanken mitteilen kann.... Auch wird bereits in dieser Folge sein Verhältnis zu Scotland Yard beleuchtet, was im Verlauf der Serie noch von Bedeutung sein wird. Inspektor Lestrade ist sich wohl bewußt, dass er auf Sherlocks Hilfe nicht verzichten kann, aber er weiß auch wie er ihn einigermaßen unter Kontrolle halten kann, man denke da nur an die Hausdurchsuchung (ja, Sherlock hat ein Drogenproblem). Zwei Beamte, eine Ermittlerin und der Tatortermittler aber können Sherlock in keinerleiweise verstehen und sind sogar der Ansicht er würde eines Tages selbst Verbrechen begehen (ein Umstand der noch von großer Bedeutung werden soll) Sherlock ist wirklich kein netter Mensch, zumal er wohl nicht versehen würde warum dies überhaupt notwendig sein sollte. Am Anfang bezieht Sherlock seinen gerade neugewonnen Mitbewohner nicht wirklich mit ein, er vergisst ihn sogar am ersten Tatort einfach und fährt ohne ihn nach Hause. Zudem erteilt er ihm eher kleine Aufträge ohne ihn wirklich zu informieren worum es wirklich geht. Dr. Watson und der Zuschauer trifft auch auch Mycroft Holmes, welcher sich aber erst am Ende der Folge zu erkennen gibt. Innerhalb der ursprünglichen Geschichten hatte Sherlock Holmes Bruder nur eine Nebenrolle, ich glaube er kommt sogar nur in zwei Episoden vor, in denen er aber auch schon von seinem Bruder als die britische Regierung bezeichnet wird. Zum Glück erhält Mycroft hier eine wichtige und daher auch größere Rolle. Sein Zusammenspiel mit seinem jüngeren Bruder ist grandios und seine Figur tut der Serie wirklich gut. Mycroft ist wirklich die britische Regierung was auch im Laufe der Serie noch von Bedeutung sein wird. Offenbar hatten die beiden Brüder eine recht schwierige Kindheit, was Angesichts ihres doch überradenden Geistes kein Wunder sein dürfte. Angedeutet wird ein doch sehr schwieriges Verhältnis und Mycrofts Bemühungen seinen kleinen Bruder zu beschützen sind doch etwas gewöhnungsbedürftig. Trotzdem kann man eine tiefe Verbundenheit zwischen den Beiden nicht leugnen. Lustig finde ich, dass Sherlock am Ende anspricht, dass Mycroft offenbar Diät gemacht hat, da er in den Büchern als recht füllig beschrieben wird. Am Besten hat mir in der Folge gefallen als Sherlock Dr. Watsons Kriegsleiden, das wie er recht annimmt psychosomatisch ist, auf seine ganz spezielle Art und Weise behandelt, in dem er quer durch London einem Taxi nachjagt samt Dr. Watson, der daraufhin doch tatsächlich seinen Stock vergisst....ebenso brillant ist am Ende der Geschichte seine Schlussfolgerung wer den Täter dann doch erschossen hat.... Kommen wir mal zum Ende der Study in Pink. Hierbei wird Sherlock sich selbst fast zum Verhängnis. Er geht allein obwohl er weiß zu wem er da ins Taxi steigt, seine Neugier, seine Selbstüberschätzung siegt über den gesunden Menschenverstand. Hier wird deutlich wie sehr er eigentlich einen Freund wie Dr. Watson braucht, der ihn vor sich selbst beschützt. Was dieser dann auch tun muss. Auch fällt zum ersten Mal der Name Moriaty. Dieser bezeichnet sich selbst als größten Fan von Sherlock Holmes. Die gesamte Folge zeichnet sich auch durch schnelle Schnitte, mehrere Bilder die parallel laufen aus und vorallem kann der Zuschauer die Nachrichten und teilweise auch die Gedanken von Sherlock Holmes auf dem Bildschirm sehen, was wirklich Spaß macht. Aber dem Zuschauer auch viel Aufmerksamkeit abverlangt. Die erste Folge liefert einen wunderbaren, temporeichen Einstieg in eine Welt in der es Sir Arthur Conan Doyle nie gegeben hat und macht Lust auf mehr.
==The Blind Banker==
Ich persönlich fand diese Folge nicht so gut wie die erste Folge. Aber nun ja. Mir hat die gesamte Geschichte um ein asiatisches Kartell ehrlich gesagt nicht gefallen. Der Anfang ist ja noch recht gut, Sherlock soll aufklären wie seltsame Schriftzeichen in eine hochgesicherte Bank kommen. Was ihm natürlich nicht schwer fällt. Hier wird auch deutlich wie wenig Geld ihm wirklich bedeutet und auch wieder Dr. Watson sich um die täglichen Belange des Lebens wie einkaufen kümmern muss. Im Laufe der Handlung nimmt Dr. Watson einen neuen Job an, was aber dank Sherlock nicht so gut läuft und er versucht die nette Ärztin für sich zu gewinnen. Was aber auch dank Sherlock in einem wohl schrecklichsten Date der Geschichte endet. Zwischendurch geschehen noch ein paar Morde, wobei ein Mord wirklich zu Herzen geht und man merkt wie sehr Sherlocks Versuche das Rätsel zu lösen doch die Menschen in seiner Umgebung in Gefahr bringen. Auch müssen zahlreiche Codes entschlüsselt werden, was ich aber als recht langweilig empfand. Die Story an sich wirkt etwas verworren und kann nicht fesseln. Dafür machen wieder die Figuren Spaß. Am Ende wieder wird der geheimnisvolle Moriaty erwähnt und wir erfahren, dass er so etwas wie Kriminele Beratung anbietet....
==The Great Game==
Folge Nr. 3 ist wirklich ein großes Spiel. Ein verdammt böses Spiel in dem die Serie wieder zur Höchstform aufläuft. Wir erleben einen gelangweilten Sherlock, der sich nichts mehr wünscht als ein Verbrechen (auch hier Referenzen an den großen Jeremy Brett, der als gelangweilter Sherlock oft nur im Morgenmantel anzutreffen war). Holmes Langeweile führt sogar zu Schussübungen an der Wand, sehr zum Missfallen der leidgeplagten Mrs. Hudson, die sich mit Sherlock den schrecklichsten Mieter in ganz London eingehandelt hat. Ach, ja sie erwähnt des öfteren sie wäre nicht seine Haushälterin (was die eigentliche Mrs. Hudson ja bekanntlich war) aber am Ende macht sie dann doch Tee und Kekse....Nun die Geschichte beginnt mit einer Explosion direkt in der Bakerstreet und schon befindet sich Sherlock und Dr. Watson mit ihm in einem zunächst undurchschaubaren Spiel. Fast nebenbei bittet dann noch Mycroft um Hilfe, wobei dieser Fall um einen ermordeten Agenten und einen verloren gegangen Speicherstick mit wichtigen Dokumenten Holmes am Anfang nicht sonderlich zu interessieren scheint. Jedoch in diesem Fall ist nichts so wie es auf den ersten Blick scheint. Nun endlich tritt der bereits in jeder vorangegangen Folge erwähnte Moriaty in Erscheinung und er tut dies mit Blut und Töten. Sein Spiel ist perfide, er benutzt menschliche Bomben, die sterben werden, wenn Sherlock Holmes den ihm geschilderten Fall nicht innerhalb einer gewissen Zeit löst. Für Sherlock ist dies eine willkommene Herausforderung in dem ihm das Rätsel sichtlich Freude bereitet, während die Menschen nur zu Opfern degradiert werden im Kampf einen brillanten Denkers gegen einen ebenbürtigen Gegner. Doch selbstverständlich hat Moriaty alles nicht nur aus Langeweile getan (was man ihm zutrauen würde) nein hinter allem steckt ein Plan und am Ende finden sich Sherlock und sein einziger wahrer Gegner zusammen mit Dr. Watson in einem menschenleeren Schwimmbad wieder. Moriaty ist ein großartiger Gegner, der Sherlock in Sachen Verstand in nichts nachsteht, die beiden Männer sind sich auf erschreckende Weise sehr ähnlich. Für beide scheint die Triebfeder ihres Tuns schlichtweg der Kampf gegen ihre grenzenlose Langeweile zu sein. Wobei auch deutlich wird, dieser Moriaty ist total irre...furchteinflößend verrückt und genauso kindisch und unberechenbar wie Sherlock wenn ihm langweilig ist. Die Begegnung der Beiden im Schwimmbad ist ein Höhepunkt, zudem inzwischen auch deutlich wird wie sehr Dr. Watson Sherlock inzwischen bedeutet und wie einig sich die beiden Männer dann sind, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen. Moriaty ist ebenso wie Mycroft nur eine Nebenfigur in den Büchern von Sir Doyle, auch hier muss ich sagen es war eine vortreffliche Entscheidung ihm einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Moriaty ist irre und der Dialog zwischen ihm und seinem Erzfeind Holmes am Ende ist grandios, zumal er fast wörtlich in der Geschichte "Das letzte Problem" zu finden ist. Die Folge endet mit einem spannenden Cliffhanger, der das überleben von Sherlock, Dr. Watson und selbst Moriaty in Frage stellt. Nun, ja der Zuschauer kennt die Antwort zwar, aber nichts desto trotz ist man auf die Auflösung gespannt. Noch zu erwähnen wäre, dass Dr. Watson inzwischen angefangen anstatt Geschichten zu schreiben, einen Blog im Internet zu verfassen, dessen Hauptthema selbstverständlich seine Abenteuer mit Sherlock Holmes sind. Ein Umstand den dieser nicht gerade begrüßt, aber ihm um so mehr Aufmerksamkeit zu kommen lässt.
==Noch ein paar Worte zu der DVD-Box== Wirklich eine schöne Box, es sind 2 CDS mit reichlich Zusatzmaterial und einem schönen informativen Booklet.
==Ein paar Worte am Ende==
Ich kann die Serie nur empfehlen. Diese Neuinterpretation von Sherlock Holmes ist wirklich gelungen und man kann und sollte die Folgen auch ein paar Mal ansehen. Es gibt immer wieder neues zu entdecken, Hinweise auf Sherlock Holmes Geschichten gibt es unzählige, man kann dies beim ersten mal Schauen gar nicht alles erfassen. Die Serie verlangt aber auch Aufmerksamkeit und gewinnt immer mehr an Tempo. Ich kann also jedem den Kauf der DVD nur empfehlen. So nun komme ich mal zum Ende, schließlich möchte ich mir noch etwas für den Bericht über die DVD-Box zur 2. Staffel aufheben. Wie immer vielen Dank für die Kommentare und netten Bewertungen. Das letzte Foto ist Paul, mein Hundchen.
Noch kurz warum dieser Bericht mein erster seit recht langer Zeit hier ist.
So dumm es klingt, seit yopi ein neues Layout hat weiß ich nicht mehr wie man Produktverschläge macht...und hab es immer noch nicht rausgefunden
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DVD von allisonbraun
am 31.08.2013DVD Sherlock von allisonbraun
am 31.08.2013Kommentare & Bewertungen
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anonym, 01.09.2013, 11:22 Uhr
Bewertung: besonders wertvoll
LG Damaris
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Ich bin versherlockisiert!
11.07.2013, 14:01 Uhr von
Sommergirl
Ich sammle nun doch wieder für den Tiergnadenhof, also helft bitte mit! Danke! Wow, BHs für ku...5- Action: durchschnittlich
- Anspruch: anspruchsvoll
- Romantik: sehr niedrig
- Humor: humorvoll
- Spannung: spannend
- Altersgruppe: ab 12 Jahren
- Meinung bezieht sich auf: DVD-Version
Pro:
alles
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
Sherlock – Staffel 1 (3 DVDs)
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
Ein Zufall liess mich vor einigen Monaten in eine Episode von Sherlock reinschauen. Grundsätzlich mag ich englische Krimis (Barnaby, Agatha Christie etc.), also schaute ich mir mal so eine Episode an und war sofort fasziniert!! Also kaufte ich mir die Staffel-Box um jeden Teil nochmals von vorne bis hinten zu sehen. Hier nun mehr dazu:
Gefunden und gekauft
Nachdem ich leider in beiden Läden im Einkaufszentrum wo ich arbeite nicht fündig geworden war, bestellte ich mir die DVD-Box über einen Online-Shop, wo ich was um die CHF 40.00 dafür bezahlt habe!! Ist nicht gerade wenig, aber ich musste sie haben!!!
Cover
Auf dem Cover sieht man die beiden Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in Action, im Hintergrund London mit dem Wahrzeichen Bigben. Zusätzlich ist das ganze in ein Papp-Cover gehüllt, wäre jetzt nicht nötig gewesen….
„technische“ Details
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Mark Gatiss etc.
Regisseure: Paul McGuigan, Euros Lyn
Komponisten: David Arnold, Michael Price
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Polyband/WVG
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 270 Minuten
Allgemeines
Die Drehbücher stammen von den „Doctor Who“-Autoren Steven Moffat und Mark Gatiss. Sie haben es geschafft Holmes ins 21. Jahrhundert zu bringen und ihm noch mehr „Schrullen“ zu verpassen als er sonst schon hatte. Auch ist das Cast perfekt besetzt, dazu mehr weiter unten.In der Gegenwart arbeitet Holmes mit allen elektronischen Mitteln die ihm zu Verfügung stehen. Die Macher haben es perfekt umgesetzt und Holmes ist somit jetzt genau so interessant wie damals! Mit diesem „Upgrade“ ist diese Serie auch was für Youngsters! Die Autoren haben sich teilweise auch an die Original-Romane gehalten, jedoch neue frische Ideen hinzu gefügt, damit das ganze zeitgemäss und nachvollziehbar wirkt.
Grundstory
Dr. John Watson kommt als verletzter Militärarzt aus dem Afghanistan-Krieg nach London zurück und muss eine Bleibe finden. Durch einen Bekannten wird er mit dem enorm verschrobenen Detektiv Sherlock Holmes in Kontakt gebracht. Sie beschliessen eine kleine WG zu gründen und beziehen gemeinsam eine Wohnung in der Baker Street 221b. Was Watson nicht weiss ist, dass er sich damit in die verworrene Welt von Holmes begibt und fortan mit ihm schräge Fälle löst welche die Polizei nicht schafft. Watson ist sehr schnell Feuer und Flamme für das ganze und steht Holmes absolut loyal gegenüber.
Ebenfalls loyal verhält sich Mrs. Hudson die überraschend coole Vermieterin der beiden.
Watson beginnt einen Blog über die Fälle zu schreiben, was Holmes missfällt, da er zum Internet-Phänomen und Medienspektakel wird. Die Zusammenarbeit mit der Polizei findet aber nicht nur Freunde, viele Neider glauben an Betrug, dass Holmes die Fälle sogar selbst konstruiert um sie lösen zu können… In Staffel 2 findet dieses Misstrauen dann seinen Höhepunkt.
Dann wäre da noch Mycroft Holmes, der sehr geheimnisvolle und sehr mächtige Bruder von Sherlock. Mycroft leitet einen Geheimdienst und weiss somit immer über alles Bescheid. Er macht sich oft Sorgen um seinen kleinen Bruder und mischt sich somit immer mal wieder ein.
Episoden: (Spoiler-Warnung)
Disc 1 / 01: „Ein Fall von Pink“Holmes und Watson haben ihre Wohnung in der Bakerstreet bezogen und schon schleppt Sherlock den „neuen“ Freund mit zu einem Fall. Watson ist vom Krieg noch etwas beeinträchtigt, humpelt und braucht einen Gehstock. Ansonsten wirkt er recht abgebrüht und ist sofort heiss auf gefährliche Action. Detective-Chief-Inspector – kurz DCI – Lestrade kontaktiert Holmes eher unfreiwillig – Holmes mischt sich eh schon dauernd ungefragt in die Ermittlungen ein - wegen komischer Morde die als Suizide getarnt sind. Holmes ist schon unanständig glücklich einen Mordfall zu bearbeiten, sein Intellekt lässt ihn nicht in Ruhe bis er was zu tun hat. Alle drei „Morde“ sind nach der gleichen Methode abgelaufen: Die Opfer haben eine mit Gift gefüllte Kapsel geschluckt. Erzwungender Selbstmord? Scotland Yard ist ratlos. Dann kommt ein viertes Opfer hinzu und Lestrade lädt Holmes offiziell dazu ein sich es an zu sehen. Eine Frau in Pink liegt bäuchlings in einem verlassenen Haus, sie konnte noch eine Mitteilung hinterlassen bevor sie starb. In nur wenigen Minuten hatte Holmes herausgefunden von wo sie kam, wohin sie ging und wer sie war. Wie ein Besessener geht Holmes dem ganzen nach und bindet Watson komplett mit ein. Dieser wurde zwischenzeitlich von einem Unbekannten „gebeten“ ihn zu treffen, es ist Mycroft, der grosse Bruder von Sherlock, welcher Watson Geld bietet wenn er ihm Informationen liefert. Watson lehnt dankend ab.Während des Falls, einigen Suchaktionen und Verfolgungen lassen Watsons psychische Altlasten aus dem Krieg nach. Der Gehstock den er glaubte zu brauchen lag eines Tages unbeachtet in einem Restaurant, während Watson – glücklich durch Adrenalin – mit Holmes durch London hetzt. Nach endlosen Stunden des „Hirn zermarterns“ hat Sherlock herausgefunden wer der Täter ist. Holmes lässt sich des Nervenkitzels wegen auf ein lebensgefährliches Spiel ein…..
02 Der blinde Banker
Sherlock Holmes wird von einem ehemaligen Schulkameraden – nun ein hohes Tier in einer Bank – engagiert eine Sicherheitslücke zu finden und zu schliessen. Für Holmes ist dieser Fall indes öde und unbefriedigend, doch der Banker bezahlt gut und die beiden Detektive müssen ja von was leben. Also macht sich Holmes daran heraus zu finden wie jemand das Hochhaus hochklettern und eindringen konnte ohne bemerkt zu werden!
Dieser Einbrecher hat ein mysteriöses Symbol an der Wand eines Büros hinterlassen; der Angestellte, dem dieses Büro gehörte, wird in seiner Wohnung tot aufgefunden. Sherlock versucht zu entschlüsseln, was es mit dem rätselhaften Symbol auf sich hat. Bald schon entwickelt sich der Fall zu einer verzwickten Mordermittlung. Nach einigem Überlegen finden Watson und Holmes endlich heraus, dass es bei diesen Zeichen um chinesische Chiffren handelt. Chiffren die einen Code ergeben und diesen gilt es zu entschlüsseln. Mit Hilfe einer chinesischen Mitarbeiterin eines historischen Museums kommen sie dem Geheimnis auf die Schliche. Watson versucht indes einen Nebenjob als Arzt zu bekommen. Ein Aushilfsjob bringt ihm eine sympathische Bekanntschaft ein mit welcher er ein Date vereinbart. Dummerweise klinkt sich Holmes da ein und spielt das dritte Rad am Wagen um unbemerkt ermitteln zu können. Bald kommen sie einem Schmugglerring aus China auf die Schliche und finden heraus dass der tote Banker regelmässig antike Gegenstände aus China importiert und sich fürstlich entlohnen lässt. Dieser Banker hat nur dummerweise was mitgehen lassen, ohne zu wissen was für einen Wert das ganze hat. Um das antike Stück zurück zu bekommen gehen diese Schmuggler über Leichen und scheuen sich auch nicht kurzerhand Watson und sein Date zu kidnappen und mit dem Tod zu bedrohen!
Episode 03 / Disc 2 Das grosse Spiel
Sherlock soll im Auftrag seines Bruders Mycroft Geheimunterlagen über das so genannte Bruce-Partington-Projekt wiederbeschaffen, die aus dem Verteidigungsministerium gestohlen wurden, doch so ein Auftrag ist für ihn äusserst ermüdend und überhaupt nicht reizvoll, also lässt er Watson stattdessen die Ermittlungen vornehmen, das läuft dann etwa so enthusiastisch ab wie ein Schneckenrennen! Auch Watson widmet sich Mycrofts Problem eher widerwillig und mit wenig Zeitaufwand, denn Sherlocks „Fall“ ist wesentlich aufregender….
Holmes steckt indes in der Zwickmühle: Ein Unbekannter hat es auf Sherlock als Person abgesehen. Er droht ihm aber nicht einfach so, sondern bindet ihn in fiese Verbrechen mit ein. Völlig willkürlich ausgewählte Menschen werden vom Unbekannten entführt und mit einer Bombe verdrahtet. Die Opfer rufen dann Sherlock an und lesen ihm einen Text von einem Pager ab. Dieser Text ist jeweils ein Rätsel zu dem noch ein SMS dazu kommt. Aufgrund kryptischer Mitteilungen und Fotos muss nun Sherlock das Rätsel lösen, ansonsten überlebt die entführte Person nicht! Unter hohem Zeitdruck und mit viel Gehirn-Arbeit schafft Sherlock jedes Mal das Rätsel zu lösen und die Menschen zu retten. Doch ihm ist nicht klar wer dahinter steckt und zu was für einem Problem dieser Mensch noch werden wird! Holmes wird bald seinem grössten Feind entgegen treten – natürlich nicht ohne auch Watson wieder in Lebensgefahr zu bringen!
Darsteller
Benedict Cumberbatch als Sherlock:
Perfekter kann die Besetzung hier nicht sein. Cumberbatch mimt den spleenigen Detektiv überragend. Seine kaltschnäuzige Arroganz, seine bedrohliche Intelligenz, sein diebisches Vergnügen bei den fiesesten Mordfällen und so weiter.
Absolut glaubwürdig und mitreissend haucht Cumberbatch einem hundertjährigen Relikt neues Leben ein und lässt den Zuschauer begeistert ausrufen. Schon nach der ersten Sekunde hat dieser Schauspieler den Menschen vor dem Fernseher in seinen Bann gezogen und lässt ihn nicht mehr los!
Der grossgewachsene und schlanke Benedict Cumberbatch (1976) ist ein eigentlich noch wenig bekannter Darsteller der sich vor allem in England seine Sporen in Serien und Filmen verdient hat. Hervorragende Leistung zeigte er zum Beispiel in der Miniserie „Parade’s End“ (lief gerade bei Arte) und zu letzt im 2. Teil von Star Trek wo er den Fiesling mimt. Sein Spiel ist äusserst fesselnd, die Gefühle reissen einem mit, man möchte mit ihm weinen oder schreien, ihn in den Arm nehmen und trösten wenn ihm die Tränen runterkullern. Ein absolutes Ausnahmetalent welches hoffentlich bald entsprechend honoriert wird! Ich bin auf jeden Fall von ihm fasziniert und behalte ihn wortwörtlich im Auge!
Martin Freeman als Watson:
Wer Freeman bis anhin nicht kannte, wird spätestens seit „The Hobbit“ wissen wer er ist. Als Watson spielt er einen etwas zwiegespaltenen vom Krieg einerseits faszinierten und andererseits traumatisierten Arzt. Die Adrenalinkicks die er bei den Mordfällen bekommt sind sein Elixier. Holmes ist genau das was er nach dem Krieg brauchte! Watson ist gefühlsmässig eher der gesetztere, er steht mehr in der Gegenwart bzw. Realität und erdet Holmes immer wieder mal. Überraschend glaubwürdig stellt Freeman Dr. Watson dar, bedenkt man doch, dass Freeman vor allem in Komödien (per Anhalter durch die Galaxis) oder ähnlichem bekannt geworden ist, mir ist er jedenfalls eher in leichteren Genres aufgefallen. Umso überraschter war ich, wie passend Freeman doch auf diese Rolle ist.
Rupert Graves als Insp. Lestrade:
Wer sich gerne englische Krimis ansieht kennt Graves von daher, ansonsten ist er eher unbekannt. Als Lestrade ist er glaubwürdig, gibt dem DCI eine manchmal etwas naive und hilflose Seite. Lestrade ist Sherlock gegenüber sehr aufgeschlossen, das nimmt man Graves absolut ab.
Una Stubbs als Mrs. Hudson:
Eine quirlige und vife ältere Dame mit einigen überraschenden Seiten! Una Stubbs ist ebenfalls eine gute Darstellerin, mir jedoch bis dahin absolut unbekannt.
Mark Gatiss als Mycroft Holmes:
Nebst der Arbeit als Autor mimt Gatiss noch den grossen Bruder. Er spielt einen steifen fast schon aristokratisch anmutenden Geheimdienst-Chef und das absolut glaubwürdig! Auch Gatiss war mir bis anhin kein Begriff.
Mein Resüme zu den Darstellern:
Sämtliche Protagonisten sind absolut passend und teilweise mehr als perfekt gecastet. Die Darsteller machen alle ihre Sache sehr gut, sind glaubwürdig und geben ihren Figuren viel Charakter.
Wie man ja oben schon rausgelesen hat, bin ich vor allem von Cumberbatch total begeistert. Was für ein Schauspieler, er geht mir mit seiner Darstellung richtig gehend unter die Haut! Ich kann nicht genug von ihm bekommen! Obwohl er rein optisch überhaupt nicht mein Typ ist, aber diese Mimik und Ausstrahlung!!! Hammer! Er ist aus meiner Sicht auch der Grund weshalb diese Serie so genial ist, ein schwächerer Darsteller hätte Sherlock nicht diese Facetten geben können, HUT AB!
Die Person Sherlock Holmes
Es ist den Machern perfekt gelungen dem etwas angestaubten Sherlock Holmes eine neue moderne Fassage zu geben! Holmes nutzt sehr gerne das Handy, zitiert gerne damit Watson zu sich. Sherlock ist absolut spleenig, wenn ihm langweilig ist, schiesst er auch mal gerne mit der Waffe auf eine Zielscheibe die er auf die Tapete gemalt hat!
Da Holmes nicht mehr Raucher ist – willkommen in der neuen Zeit! – ist er dafür süchtig nach Nikotin-Pflaster, welche er sich teilweise zu dritt pro Arm aufklebt!!
Holmes ist selbstverliebt, hochintelligent, kennt sich in Chemie und Physik wie auch in der Anatomie aus. Sein Intellekt erfasst alles innerhalb Sekunden. Nach 2 Minuten kann er einem Menschen genau sagen wer er ist und was er tut – davon unterscheidet sich der alte Sherlock nicht vom neuen, doch wie er es macht, da besteht ein Unterschied. Dieser Holmes ist auch modisch in der Neuzeit angelangt. Er trägt gerne einen einfachen schwarzen Mantel mit modischem Halstuch, verzichtet aber sehr gerne auf Hut. Und doch haben die Macher den berühmten Sherlock-Hut in einer Episode hineingeschmuggelt!
Eklige Angewohnheiten hat Holmes auch, er bewahrt gerne mal Finger und andere Leichenteile im Kühlschrank auf, dafür herrscht dort immer gähnende Leere, Watson kann froh sein wenn er mal eine Dose Bohnen findet!!
Speziell ist hier auch, dass Holmes fast asexuell ist, er kommt in diesen Belangen sehr zurückhaltend herüber, es scheint ihn auch irgendwie nicht zu interessieren, sein Intellekt ist ihm Stimulation genug! Eine Frau muss ebenbürtig sein, ansonsten hat sie keine Chance!
Dialoge
Aufgrund der schnellen Sprechart von Holmes muss man konzentriert bei der Sache sein, ansonsten verpasst man gut mal einen wichtigen Anhaltspunkt! Die Gespräche zwischen Holmes und Watson sind oft witzig, klingen manchmal wie bei einem alten Ehepaar. Holmes lässt die Leute oft auch auflaufen oder stösst sie vor den Kopf wenn er kurz mal Lügen entlarvt, leider oft mit wenig Taktgefühl, was aber auch amüsant sein kann, denn die Entlarvten reagieren sehr unterschiedlich. Holmes ist bekanntlich sehr besserwisserisch – naja, er hat ja eigentlich auch immer recht – was Watson nicht sehr stört, oft kommt auch von ihm ein flapsiger Kommentar. Ab und zu gibt es auch gefechtsartige Diskussionen die dem Zuseher viel Freude machen!
Machart
Bild und Ton: Oft sind die Farben eher gedeckt, selten bunt und knallig, wenn dann aber richtig schön bunt. Spezielle Szenen werden auch in Nahaufnahme gemacht – so a la CSI – die Gedankengänge von Holmes nachgestellt. Ein Augenschmaus! Der Ton ist jederzeit tadellos, auch hier bedient man sich der neuesten Trends. Oft ist ein SMS zu hören und dann wird die Nachricht gross ins Bild – der nackte Text schwebt praktisch im Bild, also kein Handy-Display - gebracht so dass der Zuseher mitlesen kann. Auch Holmes Überlegungen werden oft im Bild textlich dargestellt, so kann man seinen Gedanken sehr gut folgen.
Die Musik ist Tip-top, passt perfekt zur Serie.
Ich finde auch die Synchron-Stimmen allesamt sehr passend, vor allem Sherlocks ist sehr warm, ruhig aber bestimmt, ich finde sie passt sehr gut zu Cumberbatchs Erscheinung.
Schnitt und Kameraführung sind auch absolut in Ordnung, ich finde für eine Serie auf einem sehr guten Level.
Mein Fazit
Obwohl man schnell glauben könnte dass Sherlock Holmes ein mittlerweile stark ausgelutschtes Thema ist, belehrt einem diese Serie des besseren. Die Autoren haben die Grund-Storys der Romane genommen und ihnen einen modernen Anstrich gegeben. So ist der Erzfeind Sherlocks kein düsterer älterer Herr sondern ein (Spoiler) junger Mann mit viel Narzissmus und Intelligenz. Auch hat man Sherlock von einem Pfeifenraucher zu einem Nikotinpflaster-Süchtigen umfunktioniert, alles Gegebenheiten der heutigen Zeit. Das angestaubte Image wurde optimal renoviert und nun ist Sherlock Holmes etwas für Liebhaber spezieller Serien, ein absoluter Augenschmaus für Menschen mit Anspruch an die Unterhaltung.
Wie man sieht bin ich total „sherlockisiert“! Ich bin süchtig danach und natürlich habe ich auch die zweite Staffel gekauft (Bericht wird folgen).
Aufgrund verschiedener Engagements wurden die Dreharbeiten zu Staffel 3 verschoben, eine echt fiese Wartezeit von sicher mind. 6 Monaten – eher mehr – steht den Fans bevor.
Ich kann diese Serie aus vollstem Herzen wärmsten empfehlen, es lohnt sich rein zu sehen und es zu geniessen.
Leider kann man hier nur 5 Sterne geben, die Serie hätte 10 verdient.
ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG – UNBEDINGT ANSEHEN!!!
…. und nun bedanke ich mich bei allen die gelesen (danke für die Ausdauer), bewertet und kommentiert haben! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 28.07.2013, 11:51 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
LG Damaris
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