Lady Vegas (DVD- Komödie) Testberichte

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich

Pro & Kontra

Vorteile

  • gute Schauspieler
  • + gute Darsteller + einige lustige Szenen
  • Darsteller, Story an sich
  • Darsteller/Kurzweilig sehr unterhaltsamer Film/Romantik/Dramatik/Charaktere/Macht einfach Spaß

Nachteile / Kritik

  • verwirrende Story, wenig Witz
  • eine teils versatzstückhaft wirkende Story...
  • die komplette Umsetzung
  • Bitte erwartet nicht zuviel/Kein Bonusmaterial/Kein Actionstreifen/Mittel Unterhaltsam halt

Tests und Erfahrungsberichte

  • Bruce will es und Catherine zieht davon...

    4
    • Action:  durchschnittlich
    • Anspruch:  durchschnittlich
    • Romantik:  durchschnittlich
    • Humor:  durchschnittlich
    • Spannung:  durchschnittlich
    • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
    • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

    Pro:

    + gute Darsteller + einige lustige Szenen

    Kontra:

    - eine teils versatzstückhaft wirkende Story...

    Empfehlung:

    Ja

    ... ja, die Überschrift hat scheinbar wenig mit dem Inhalt dieses Films zu tun - auf den ersten Blick zumindest. Allerdings: dass die Herrschaften Bruce Willis und Catherine Zeta-Jones in den Hauptrollen des Stephen Frears-Films "Lady Vegas" zu sehen sind, das ist allerdings zutreffend. Wie aber machen sich die beiden Stars in dieser recht neuen Komödie aus dem Jahr 2012 ?

    === So kam ich zu "Lady Vegas

    Dank eines guten Freundes, der sich, wie ich, gelegentlich auch mal einen Film auf DVD kauft, kam ich zur recht neu auf dem Markt befindlichen DVD von "Lady Vegas". Er hatte die DVD sich nämlich schon gekauft und bekam sie neulich - ja, die

    == Zum Film ==

    === Das passiert - grob gesagt - in "Lady Vegas" ===

    Im Land der angeblich "unbegrenzten Möglichkeiten", dessen Credo zufolge jedermann sich vom Tellerwäscher zum Millionär aufschwingen kann, sind Karriereträume junger Menschen wohl keine Ausnahme. Auch Beth Raymer ( _Rebecca Hall_ ) , zwar nicht als Tellerwäscherin, sondern, im "übertragenen" Sinne eher im "Unterhaltungsbusiness" tätig (sie strippt als eine Art "Private Dancer" vor zahlender Kundschaft...) , will zwar nicht gleich Millionärin werden, aber zumindest träumt sie davon, einmal in einem angesagten Lokal als Cocktailkellnerin zu arbeiten.
    Und wo stehen diese speziellen Jobchancen wohl am besten ? Genau, in Las Vegas, jener Stadt, deren Bardichte wohl größer sein dürfte als die jeder anderen Stadt.
    Doch um ihr "Karriereziel" zu erreichen, ist sie bereit, auch Umwege zu gehen - sie wird so prompt zu einer Art "persönlichen Glücksfee" des Sportwetten-Königs Dink Heimowitz ( _Bruce Willis_ ), der durch geschickt plazierte Wetten scheinbar nur noch gewinnt, seit Beth dabei ist . Allerdings missfällt Dinks eifersüchtiger Ehefrau Tulip ( _Catherine Zeta-Jones_ ) , dass sich Beth derart an ihren Gatten "heranschmeißt". Deshalb sorgt sie dafür, dass Beth am Ende wieder ohne Job dasteht.
    Beth ist nach diesem für sie unabsehbaren Ereignis allerdings nur kurz ein wenig neben der Spur - sie verliebt sich in den Reporter Jeremy ( _Joshua Jackson_ ) , mit dem sie schließlich nach kurzem, erfolglosen "Relaunch" ihrer Anstellung bei Dink nach New York geht.
    Hier ist sie erst einmal ein wenig aufgeschmissen, denn außer dem "Wettbusiness" kann sie leider mangels Ausbildung nichts.

    "Glücklicherweise" , so meint jedenfalls Beth, trifft sie in New York auf "Rosie", der im Begriff ist, ein im Bundesstaat New York illegales Büro als Buchmacher zu eröffnen. Weil Beth bereits potentielle Wettkunden an der Leine hat, ist sie im Handumdrehen in Rosies Betrieb eingestellt. "Rosie" ist ein Bekannter aus Dinks "alten Zeiten" und, wie sich schnell herausstellt, absolut kein Kind von Traurigkeit. Und so ist Beth wissentlich im Begriff, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu werden...

    === Darsteller und Charaktere ===

    Rebecca Hall als Hauptfigur Beth Raymer ist ein recht lockerer Typ - mit "halbseidenen" Geschäften hat die lockere Beth jedenfalls keine großen Berührungsängste. Von ihrer Profession als "Private Dancer" hat sie allerdings schnell die Nase voll, als ihr ein verrückter "Kunde" eine Knarre unter die Nase hält - ihrem Vater schwindelte sie vor, im Hundesitting tätig zu sein, obwohl ihr Vater eigentlich auch eher locker drauf ist. Als sie ihm gegenüber ihren Plan, Kellnerin in einer Cocktailbar in Las Vegas zu werden, unterbreitet, ist dieser geradezu hellauf begeistert. Später scheint sie sich in den von Bruce Willis gespielten Betreiber eines in Nevada legalen Wettbüros ein wenig zu vergucken.
    "Tja, die scheint ein wenig naiv zu sein", so mein erster Eindruck. Aber weit gefehlt. Beth sagt nicht nur, dass sie geschickt im Umgang mit Zahlen (und auch Buchstaben) ist, sie beweist dies letztlich auch, als sie in der "Dink Inc." als Angestellte aufgenommen wird, denn sie scheint Dinks Firma wirklich Profit zu bescheren.
    Dink Heimowitz, so Willis Rollenname, ist dabei auch ein überaus liebenswerter und abgeklärter Typ - ein Mensch, der nicht nur ein "guter Chef" für seine Mitarbeiter ist, sondern auch jemand, der einfach sympathisch auftritt -wenn das Spiel für ihn gut läuft - allerdings hat Dink auch einen kleinen "Knall": in Beth glaubt er allen Ernstes, eine Art Glücksgöttin gefunden zu haben - aber, wie Beth schnell zutreffend klarstellt: dafür ist sie nicht verantwortlich. Wegen seiner Frau Tulip, gespielt von Catherine Zeta-Jones, muss er ohnehin auf der Hut sein, was Frauen angeht. Tulip (zu deutsch "Tulpe") ist überaus eifersüchtig und derart misstrauisch, wie frau es nur sein kann. Dinks Geld weiß sie entweder durch Kreuzfahrten oder durch Facelifting "anzulegen", andererseits wandelt sich das Bild einer eher kaltherzigen im Hintergrund köchelnden Ehefrau spätestens dann, als Dink ihr eröffnet, dass sie (Tulip) so etwas wie 6 Richtige im Lotto wäre. Danach ist sie sogar mit dabei, als es darum geht, die mittlerweile in argen Problemen steckende Beth aus ihrer misslichen Lage zu retten.

    Und dann ist da noch "Rosie" ( _ gespielt von Vince Vaughn_ ) zu nennen, der eigentlich Troy Roseland heisst und so etwas wie Dinks "Kumpane" aus dessen illegaler Buchmacherzeit in New York ist. "Rosie" jedenfalls ist seiner "alten" Einstellung gegenüber der Legalität seines "Berufs" treu geblieben und so , wie er in diesem Film auftritt, scheint es schon ein Wunder zu sein, dass "Rosie" noch nie im Gefängnis eingesessen ist - mit der Wahl seiner Kunden, der "Offenheit" seines illegalen Geschäftsmodells und auch sonstigem eher "dümmlichen"; an den Tag gelegten Gebahrens des scheinbar stetigen "Party machens" in seinem bald in Curacao betriebenen Wettbüro erschien mir dies jedenfalls recht obskur zu sein...

    === Meine Meinung zu "Lady Vegas" ===

    Eigentlich ganz gut...

    Der Film soll eine Komödie sein - entsprechend eingestellt ging ich an diesen Film heran. Und tatsächlich fand ich den Streifen rückblickend teilweise recht amüsant. Die lockere wie sympathische Beth ( _ Rebecca Hall_ ) ist schon Eine, die ihr Herz am rechten Fleck hat, bei aller leichter Flippigkeit, die Beth mit ausmacht. Auch das Zusammenspiel mit dem überaus sympathischen Dink (_Bruce Willis_ ) klappt in diesem Film wirklich recht gut. "Dink" ist dabei allerdings schnell eher in einer Art "Vaterrolle" für Beth als dass sich irgendeine Art von ernsthafter "Liebschaft" zwischen den Beiden entwickeln würde. Dafür ist die zunächst überaus krass unsympathisch als berechnend wirkende "Tulip" auftretende Catherine Zeta-Jones verantwortlich, deren Charakter ich tatsächlich eher als "materiell" ausgerichtet zu erkennen glaubte. Das Bild von "Tulip", die darüber hinaus generell in Las Vegas dem Film zufolge als rachsüchtig und überaus unversöhnlich gehandelt wird, wird sich jedoch auch positiv wandeln. Zum komödiantischen Aspekt jedenfalls trägt Frau Zeta-Jones hier eher wenig bei. Die schauspielerischen Aspekte jedoch können mich eigentlich bei jedem der Charaktere recht überzeugen. Es gibt dazu einige heitere Szenen zu erleben, etwa, als Beth von Dink in den Kreis der "Buchmacher" und Spielertypen von Las Vegas eingeführt wird. Beth: "Die können mich nicht leiden". Dink: "Doch, die mögen dich. Die mögen nur keine Frauen hier."
    Überhaupt ist Beth einfach jemand, den man einfach irgendwie gern haben muss - sie ist locker, flippig und dazu gar nicht mal so ein Dummchen, wie man vielleicht auf den ersten Blick glauben könnte.

    Aber:

    Was ich jedoch bemängeln muss, ist die Tatsache, dass der Film über ein Geschäft - dem Wettgeschäft - handelt, welches ich aus "Außenstehender" am Ende maximal halb verstehe. Warum Dinks "legale" Dink INC letztlich offiziell erlaubt ist, während Rosies Wettbüro verboten ist, das ist mir schon klar geworden - aber wie genau die Dink INC ihr Geld so verlässlich verdient, dass Dink davon mehrere Mitarbeiter bezahlen kann, das will mir nicht einleuchten. Das System "Sportwetten" ist mir trotz der Erklärung von "Dink" in diesem Film jedenfalls so nicht ganz durchblickbar geworden. Was und warum die eigentlich zunächst vom "Business" auch keine Ahnung habende Beth deren späteren Erfolg ausmacht, bleibt mir so auch ein Rätsel. Dazu schmeißt Regisseur Stephen Frears ziemlich viele Sachen auf einmal in den Topf: Dink heuert Beth an, schmeißt sie wieder heraus, stellt sie wieder ein,weshalb diese Jeremy erst einmal allein nach New York reisen lässt, dann wird sie fix von Dink erneut heraus geworfen, Beth geht nach New York - viele Wechsel in schnellen Abständen, dann noch Verwicklungen mit "Rosie" - der Überblick drohte mir, verloren zu gehen.

    Unglaublich, aber (angeblich) wahr: die Handlung, wie der Film gleich zu Beginn darstellt, istwie dargestellt so tatsächlich geschehen, denn "Lady Vegas" basiert auf einem autobiographischen Roman mit dem englischen Originaltitel: "Lay Your Favourite - A Memoir Of Gambling" , eben von - genau - Beth Raymer (!)

    == Zur DVD ==

    Die sonst von meinen DVD-Berichten übliche Rubrik "Bonusmaterial" kann ich mir an dieser Stelle "schenken". Die DVD enthält schlichtweg "null" Material, welches ich als "echte" Boni bezeichnen würde. Es gibt nicht einmal eine Audiokommentarspur des Regisseurs und der Menupunkt "Extras" ist schlichtweg nicht vorhanden. Einzig Trailer gibt es zu sehen - für mich ohne sinnvollen Mehrwert.

    === Bild und Ton ===

    Als Bildseitenformat wurde seitens der "Macher" das kinoübliche Breitbild (Widescreen)-Format mit einem Bildseitenverhältnis von grob 21:9 gewählt. Das bedeutet, dass es auf HD-TVs schwarze Randstreifen am oberen wie unteren Bildrand zu sehen gibt. Darüber hinaus ist die Bildqualität sehr gelungen für eine DVD. Es gibt keine großen Schwächen in Bezug auf Kontrastauflösung und - im Rahmen der Möglichkeiten des PAL-Standards - ist die Detailzeichnung recht ordentlich geworden, sodass auch "aufgeblasen" auf 1080p an meinem HD-Fernseher keine großen Mankos diesbezüglich aufgefallen sind.
    Der in Dolby Digital 5.1 gemasterte, deutsche Ton läuft rein von der Raumklangakustik her gesehen leider nur zu mässiger Form auf. Vielfach wirkt die Ortbarkeit mancher Geräusche oder Töne indifferent , teils flächig und kann mich so nicht ganz begeistern. Über einen Stereo-Fernseher angeschaut, wird dies kein großer Aspekt sein, denn generell ist die Tonqualität vom reinen Klang her sehr sauber gelungen.

    === Auf einen Blick ===

    * Titel: Lady Vegas
    * Studio: Universum Film GmbH
    * Genre: Komödie
    * Erstveröffentlichung: 14.12.2012 / Produktionsjahr: 2012
    * FSK: ab 12 Jahren / Laufzeit: 90 Min.
    * Bildformat: Widescreen; 2,35:1 / Tonformat: DD 5.1: Deutsch, Englisch
    * Darsteller: Bruce Willis, Rebecca Hall, Catherine Zeta-Jones
    * Regie: Stephen Frears

    === FAZIT ===

    "Lady Vegas" konnte mich besonders bis knapp zur Hälfte der Spielzeit von ca. 90 Minuten gut unterhalten. Danach wurde der Film - handlungstechnisch bedingt - ein wenig unübersichtlicher, nicht jede Verbindung der Storyanteile konnte mich danach vollends überzeugen. Für eine Komödie hat dieser Film schon einige gute Szenen parat, da Rebecca Hall wirklich eine für dieses Genre gute Voraussetzung mitbringt: sie ist so eine Art "Seelchen", dazu ein recht flippiger und sympathischer Typ - genau wie Bruce Willis, der souverän wie sympathisch in seiner Rolle herüber kommt. Da hat es Catherine Zeta-Jones als "Tulip" schon schwieriger. Sie hätte aus der Rolle der anfangs eher "verbittert" wirkenden Ehefrau komödiantisch aus meiner Sicht mehr heraus holen können, um nicht den derart fiesen Eindruck anfänglich zu hinterlassen, der durch spätere Filmwendungen ein wenig wiederlegt wird.
    Der Film hat fraglos die genannten Schwächen, dazu gibts null Bonus und nichtmal einen Regiekommentar. Unterm Strich gebe ich dreieinhalb Sternchen und eine Empfehlung für alle Freunde der leichten Muse ab. Unglaublich für mich aber nach wie vor, dass die in diesem Film vorgestellte Geschichte wirklich wahr sein soll - die Redewendung "Unglaublich, aber wahr" dürfte wenn, dann auf diesen Film wohl dann voll zutreffen.

    Produktfotos & Videos

    Das-cover-der-dvd
    Das Cover der DVD von anonym
    am 29.12.2012
    Rueckseite-des-covers
    Rückseite des Covers von anonym
    am 29.12.2012

    Kommentare & Bewertungen

    • Gi22Fr

      Gi22Fr, 15.08.2013, 15:20 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Liebe Grüße Gitte

    • sigrid9979

      sigrid9979, 24.01.2013, 07:24 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Netter Bericht Lg Sigi - Freue mich über jede Gegenlesung

    • Lucky130

      Lucky130, 13.01.2013, 09:29 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      ...und noch ein BW !!!

    • Clarinetta2

      Clarinetta2, 30.12.2012, 16:24 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      gelungene vorstellung-