Pro:
Da dieses Medikament bei mir und auch bei meiner Tochter nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat, muss ich beim Pro leider passen.
Kontra:
Butylscopolamin wirkt zwar bei Bauchkrämpfen, wird aber aus dem Magen- und Darmtrakt nicht genügend resobiert und Paracetamol wirkt bei nicht krampflösend
Empfehlung:
Nein
Oft kommt es ganz plötzlich, ein eigenartiges Ziehen im Bauchbereich und wenn ich nicht schnell etwas dagegen unternehme kann es in ganz unangenehme Bauchkrämpfe ausarten. Ich habe mir daraufhin einmal vor längerer Zeit eine Packung Buscopan Plus Filmtabletten gekauft. Allerdings muss ich hier sagen, dass mir dieses Mittel nicht wirklich eine Linderung gebracht hat. Meine Tochter, die regelmäßig an Bauchkrämpfen leidet (sozusagen ein bis zwei Tage im Monat, aber eigentlich darf ich darüber nicht schreiben, also verratet mich bitte nicht) hat übrigens die gleiche Erfahrung gemacht. Daraufhin habe ich mich einmal über die Wirkstoffe und die Wirkweise dieses Medikamentes schlau gemacht und berichte euch heute darüber, was ich dabei herausgefunden habe.
++++Der Hersteller++++
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Binger Straße 173
D-55218 Ingelheim am Rhein
Telefon: 0 800/77 90 900
Telefax: 0 61 32/72 99 99
www.buscopan.de
++++Ausage des Hersteller++++
Es sind zwei Wirkstoffe in Buscopan Plus enthalten, einmal der Wirkstoff Butylscopolamin 10mg und der Wirkstoff Paracetamol 500 mg, die sich gegenseitig in ihrer Wirkweise ergänzen sollen.
Butylscopolamin ist eine Substanz, die ihren natürlichen Ursprung in der Duboisia-Planze hat und Verspannungen da lösst wo sie ihren Ursprung haben. Es wirkt, indem es sich an bestimmte Steuerungsstellen der Muskelzellen andockt und so eine Überaktivität unterbindet. Wenn stärkere Schmerzen mit den Bauchbeschwerden einhergehen, die sich dann gegenseitig erhalten oder verstärken, ist gerade die zweifache Wirsamkeit, einmal der krampflösende Wirkstoff Butylscopolamin und das schmerzstillende Paracetamol die optimale Lösung um Bauchbeschwerden schnell zu lindern.
++++weitere Bestandteile++++
Cellulose, Carboxymethylcellulose-Natrium, Ethylcellulose,
Maisstärke, Talkum, Siliciumdioxid,
Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Macrogol,
Polyacrylat, Methylhydroxypropylcellulose, Dimeticon
Dosierungsempfehlung: Erwachsenen und Jugendliche ab 12 Jahren können 1 bis 2 Tabletten als Einmaldosis einnehmen, aber die Maximaldosis pro Tag (24 Stunden) sollte auf 6 Tabletten begrenzt bleiben. Buscopan Plus sollte ohne ärtzlichen Rat nicht länger als 3 bis 4 Tage eingenommen werden.
Die länglich weißen Filmtabletten sind mit Flüssigkeit einzunehmen, sie sind nicht allzu groß und lassen sich leicht schlucken.
++++Ich habe mir vor etlichen Jahren das Handbuch der Medikamente, herausgegeben von der Stiftung Warentest, welches mir schon oft sehr gute Dienste geleistet hat, gekauft++++
Stiftung Warentest sagt:
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Butylscopolamin wirkt gut, wenn es intravenös verabreicht wird. Aus dem Darm wird es jedoch kaum aufgenommen, darum wirkt es schwächer oder gar nicht, wenn es geschluckt oder als Zäpfchen verabreicht wird und ist deswegen bei krampfartigen Beschwerden im Verdauungstrakt wenig geeignet. Paracetamol wirkt schmerzhemmend, aber nicht krampflösend und trägt nur in bestimmten Fällen z.B. bei einer Divertikulitis (kleine Aussackungen der Darmwand, die sich entzündet haben) zur Linderung von Beschwerden bei.
Wird der Wirkstoff Butylscopolamin als Tablette oder Zäpfchen verabreicht sind unerwünschte Wirkungen eher selten, weil nur wenig Wirkstoff in den Kreislauf gelangt.
Bei dem Wirkstoff Paracetamol sieht die Sache mit den Nebenwirkungen schon etwas anders aus, denn bei diesem Wirkstoff liegen die Menge, die zur vollen Wirkung notwendig ist, und die, ab der es giftig wirkt, sehr nahe beinander. Man sollte alle sechs Stunden höchstens 1g einnehmen, also 4 g am Tag. Auf einmal geschluckt können diese 4 g die Leber schädigen und die doppelte Menge kann sogar lebensgefährlich sein. Leber- und Nierenschäden drohen auch, wenn eine hohe Dosierung länger beibehalten wird. Bei Funktionsstörungen der Nieren oder bei Alkoholkranken verstärkt sich die Wirkung von Paracetamol und so kann auch eine niedrige Dosierung zu Vergiftungserscheinungen führen.
++++Bei Wikipedia habe ich über den Wirkstoff Butylscopolamin gelesen++++
Die Wirksamkeit läßt sich bei einer Gastroscopie (Magenspiegelung) direkt beobachten, bei einer störenden vermehrten Peristaltik (Muskeltätigkeit) des Magens kommt es innerhalb von ein bis zwei Minuten zum Stillstand der Peristaltik, wenn Buscopan intravenös verabreicht wird.
Obwohl es aus dem Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt) nur schlecht resorbiert wird, zeigt sich hier trotzdem bei einer ganzen Reihe von Placebo-kontrollierten Doppelblind-Studien die therapeutische Wirksamkeit auch bei oraler und rektaler Applikation.
++++Meine Meinung++++
Wie dem auch sei, bei mir und meiner Tochter haben die Buscopan Filmtabletten schlecht bis gar nicht gewirkt, damals hatte mich das doch etwas verwundert, da Buscopan auf der Station, auf der ich arbeite, täglich angewendet wird, allerdings meistens intravenös. Buscopan kann auch subcutan (in die Haut) oder intramusculär (in den Muskel) appliziert werden.
Positiv finde ich, das hat zwar mit dem Medikament Buscopan nichts zu tun, aber auf der Website des Herstellers, gibt einige gute Tips, die helfen können, die Entstehung der Bauchbeschwerden und -schmerzen zu verstehen und ihnen mit alternativen Methoden, wie z.B. Streßabbau, richtiger Ernährung und dem Führen eines Schmerztagebuches entgegen zu wirken.
Zukünftig werde ich es einmal mit dem Schmerztagebuch versuchen, denn wenn ich weiß was mir eigentlich auf den Magen bzw. Bauch schlägt und solche krampfartigen Schmerzen verursacht, z.B. bestimmte Lebensmittel auf die ich mit Unverträglichkeit reagiere oder Streßsituationen, da die bei belastenden Situationen ausgeschütteten Streßhormone die Aktivität des Verdauungstraktes reduzieren und so die Bauchbeschwerden verursachen können, kann ich bestimmt diese Beschwerden reduzieren. Vielleicht kann ich Euch bald darüber etwas berichten.
Eine Packung mit dem Inhalt von 20 Filmtabletten kosten zwischen 4,50 und 6,00 Euro und können bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren angewendet werden. Dosierungsanleitung und eventuelle Nebenwirkungen sind dem Beipackzettel zu entnehmen. weiterlesen schließen
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