Pro:
wirkt gegen die Allergiesymptome
Kontra:
macht müde
Empfehlung:
Ja
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Mein Fall:
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Ich leide von Zeit zu Zeit an Beschwerden, die von den Symptomen her – vor allem Augenbrennen und verengte Bronchien – deutlich als Allergiesymptome erkennbar sind. Das Problem ist allerdings, dass auch bei umfangreichen Allergietests noch kein Arzt feststellen konnte, worauf ich eigentlich allergisch reagiere. Es ist so, dass ich bei einigen Stoffen eine ganz minimale Reaktion beim Allergietest bekomme, allerdings reicht das nach übereinstimmender Meinung meiner bisherigen Ärzte nicht aus, um die allergischen Beschwerden zu erklären, die ich dann tatsächlich bekomme. Auch mit einem Allergietagebuch bin ich noch nicht dem Auslöser auf die Spur gekommen. Vermutlich ist es entweder so etwas Alltägliches oder so etwas Exotisches, dass niemand daran denkt, und mutmaßlich auch ein Stoff, der nicht bei vielen Leuten Allergien auslöst.
Wie auch immer: Ich habe eben von Zeit zu Zeit diese Beschwerden, und wenn das dann auch noch mit Stress oder hoher Arbeitsbelastung einhergeht, dann ist spätestens der Zeitpunkt gekommen, wenn ich etwas gegen die Symptome tun muss, auch wenn der Auslöser noch nicht gefunden ist und ich somit dem Problem noch nicht an der Wurzel zuleibe rücken kann.
Mein ehemaliger Hausarzt verschrieb mir in so einem Fall versuchsweise Fenistil 24 Stunden Retardkapseln.
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Fenistil 24 Stunden:
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Fenistil 24 Stunden ist ein Antihistaminikum. Die Besonderheit bei der „24 Stunden“-Variante ist, dass es sich um eine Retardkapsel handelt, die den Wirkstoff nach und nach abgibt. Dadurch muss man nur einmal täglich eine Kapsel einnehmen.
Und was um Himmels Willen ist ein Antihistaminikum?
Bei Allergien spielt ein körpereigener Botenstoff namens Histamin eine große Rolle. Er gehört zu den Stoffen, die bei einer Allergie verrückt spielen und die körpereigene Abwehr alarmieren, obwohl der allergieauslösende Stoff gar kein „Feind“ ist, und damit die Entzündung auslösen, mit der der Körper sich gegen den vermeintlichen Angriff zu wehren versucht. Diese Entzündung wiederum äußert sich in den Allergiesymptomen wie Juckreiz oder Erkältungssymptomen und brennenden Augen.
In Fenistil 24 Stunden ist der Wirkstoff Dimentinden. Dieser Wirkstoff verändert zwar nicht die Ausschüttung von Histamin im Körper, blockiert aber die Stellen, an denen Histamin andockt, so dass nur noch wenig Histamin seine Botschaft im Körper abliefern kann und dementsprechend die allergische Reaktion gelindert wird.
Neben den Allergiebeschwerden kann man das Mittel auch gegen Juckreiz bei Hautkrankheiten einsetzen.
Ich habe zunächst einmal eine Packung der kleinsten Größe – 10 Stück – verschrieben bekommen. Diese Packungsgröße kostet in der Apotheke 7,25 Euro, im Internet ist sie günstiger zu haben. Inzwischen kaufe ich mir allerdings normalerweise eine größere Packung, die ich dann für den Notfall bereitliegen habe und die im Vergleich wesentlich günstiger kommt.
Das Medikament wird nur für Erwachsene empfohlen.
Man nimmt eine Kapsel zwischen Abendessen und Schlafengehen mit etwas Flüssigkeit ein. Die Kapseln sind sehr klein, dennoch fällt es mir gerade dann, wenn ich das Zeug brauche, relativ schwer, sie zu schlucken. Gut, ich bin nicht gerade Weltmeister im Kapselnschlucken, aber da ich bei Allergie immer so ein Engegefühl im Hals habe, ist es dann natürlich besonders schwer. Aber da die Dinger glücklicherweise so klein sind, habe ich sie bisher dann letztlich doch immer noch runtergekriegt. Ist auch nötig, da man die Kapsel nicht zerbeißen oder kauen soll.
Was Nebenwirkungen und Gegenanzeigen angeht, so verweise ich jeden an seine eigene Verantwortung und den Beipackzettel, den man unbedingt vor der Einnahme durchlesen sollte.
Ich werde hier nur auf die Nebenwirkung eingehen, die ich aus eigener Erfahrung kenne: Müdigkeit.
Laut Beipackzettel kommt Müdigkeit „gelegentlich“ als Nebenwirkung vor. „gelegentlich“ ist schon ziemlich häufig für ein freiverkäufliches Medikament, es heißt, dass diese Nebenwirkung in Versuchen bei 1 bis 10% der Probanden vorkam. Man kann auch erfahren, dass in Tests mit gesunden Probanden festgestellt wurde, dass die Müdigkeit bei der empfohlenen Einnahme zwischen Abendessen und Schlafengehen bis zum Aufstehen am nächsten Morgen normalerweise abgeklungen ist.
Vielleicht liegt es ja daran, dass man an Gesunden getestet hat – bei mir ist es jedenfalls so, dass man vor allem in den ersten Tagen der Einnahme von einem Abklingen der Müdigkeit bis zum Morgen absolut nicht reden kann. An den ersten Tagen schlafe ich extrem viel und bin auch sonst ziemlich müde. Später klingt die Müdigkeit im wachen Zustand dann ab, ich schlafe aber dennoch deutlich länger als sonst. Von Bekannten, die das Mittel ebenfalls gegen Allergiesymptome einnehmen, habe ich Ähnliches gehört.
So kann ich dann auch nur unterschreiben, dass das Mittel die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt, wie es der Beipackzettel ebenfalls aussagt!
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Wirkung:
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Bei mir lindert das Mittel die allergischen Beschwerden tatsächlich relativ gut, jedenfalls immer dann, wenn ich eindeutig weiß, dass es Allergie ist und keine Unsicherheit besteht, ob nicht vielleicht doch eine Erkältung im Anmarsch ist oder so was.
Dass ich allerdings vor allem zu Beginn der Behandlung ständig müde bin und die ganze Behandlungsdauer über überdurchschnittlich viel Schlaf brauche, führt dazu, dass es mir manchmal trotz Linderung der Allergiebeschwerden damit nicht wirklich gut geht, vor allem wenn ich Stress habe.
Trotzdem ist das Zeug natürlich häufig die Rettung, gerade wenn man dem Allergieauslöser nicht entgehen kann (wie etwa Pollenallergiker) oder wenn, wie bei mir, der Allergieauslöser noch nicht bestimmt werden konnte.
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Fazit:
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Auch wenn mich Fenistil 24 Stunden leider sehr müde macht, vor allem in den ersten Tagen, ist es doch die Rettung bei Allergiesymptomen, bei denen bei mir der Auslöser noch nicht bestimmt ist. Abgesehen von der Müdigkeit treten zumindest bei mir keine Nebenwirkungen auf. weiterlesen schließen
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