Pro:
scharfe Klingen, leicht zu reinigen
Kontra:
hackt keine harten Sachen wie Nüsse und Schokolade, kommt auch nicht mit Kräutern klar, kann eigentlich wenig und ist dafür zu teuer, geringe Füllmenge
Empfehlung:
Nein
Seitdem unsere Nachbarin keine Tupperberaterin mehr ist, sind wir gar nicht mehr auf dem Laufenden was die Neuheiten betrifft.
Früher wurden wir aus erster Hand über jedes neue Produkt informiert und über die Vor- und Nachteile aufgeklärt, aber diese Zeiten sind leider vorbei und so hielten wir es vor kurzem für angebracht eine Tupperparty bei Freunden meiner Schwester zu besuchen, um mal zu schauen, was es so Neues gibt.
Bei der Präsentation fiel mir sofort der kleine blaue "Happy Chef" ins Auge: ein Gerät, das in kurzer Zeit sämtliche Lebensmittel zerkleinert, ohne Strom.
Nachdem die Tuppertante meine Frage, ob ich damit auch kleine Mengen Nüsse und Schokolade (für die Weihnachtsbäckerei) klein kriege, mit "ja klar" beantwortete, schrieb ich den glücklichen Chef für 22,90 Euro (kostet mittlerweile wohl 26,90 Euro) auf meinen Bestellzettel.
_Das Aussehen
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Schön aussehen tut er ja, der "Happy Chef". Der Behälter ist durchsichtig blau mit hellblauen Antirutsch-Belägen an der Stehfläche.
Der Deckel ist ebenfalls hellblau und hat an zwei Seiten Einkerbungen, damit das Gerät schön fest in der Hand liegt.
Durch den Behälter sieht man den Schneideinsatz, der aus zwei entgegengesetzt angeordneten Klingen besteht.
Der Behälter ist 9cm hoch und hat einen Durchmesser von 10,8 cm. Die Füllmenge beträgt 300ml.
Auf den Behälter passt zum Frischhalten außerdem ein A-Deckel, der aber nicht im Lieferumfang enthalten ist.
_Die Funktionsweise
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Im Deckel vom "Happy Chef" befindet sich eine Zahnradmechanik, die die einfache Drehbewegung, die man mit der Hand ausführt, indem man Deckel und Behälter entgegengesetzt dreht, um ein Vielfaches auf die Klinge überträgt.
Wer in Physik gut aufgepasst hat, wird verstehen, wie Zahnräder funktionieren - ohne großen Kraftaufwand.
_Die Bedienung
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Man setzt den scharfen Schneideinsatz auf das Nüppelchen (oder "Drehpol", wie Tupperware es nennt) des Behälters, sofern die Klingen nicht eh dort aufbewahrt werden.
Erst, wenn der Schneideinsatz richtig sitzt, gibt man die zu schneidenden Sachen hinein, wobei man darauf achten muss, den Behälter nur zu einem Viertel zu füllen, was mal richtig wenig ist und ungefähr einer mittelgroßen Zwiebel entspricht.
Die Nut unter dem Drehdeckel wird nun im Schneideinsatz fixiert und der Deckel dabei fest mit dem Behälter verschossen, was durch die leichte Gummierung des Deckels sehr gut geschieht.
Nun dreht man mit den Händen Behälter und Deckel leicht gegeneinander oder setzt den ebenfalls gummierten Behälter auf eine gerade Fläche und dreht nur den Deckel (das soll laut Tupperware funktionieren, bei mir nicht! Das Ding rutscht trotzdem und der Kraftaufwand, den man braucht, um nur den Deckel zu drehen ist einfach zu groß).
Man dreht die beiden Teile also so lange gegeneinander, bis man den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat. Der Behälter ist ja leicht durchsichtig, so dass man das ganz gut erkennt.
Nun kann man den Behälter öffnen (was nicht immer ganz leicht ist), den Schneideinsatz entfernen und die gehackten Sachen rausnehmen.
_Die Reinigung
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Vorsichtig muss man hier nur mit den Klingen sein, denn die sind wirklich höllisch scharf. Die packe ich immer nur oben an und spüle sie unter klarem Wasser ab.
Ansonsten soll man das komplette Gerät zum Reinigen auseinandernehmen, was ich nie tue, denn das Innenleben vom Deckel wird ja nicht schmutzig.
Mir reicht es, wenn ich Deckel und Behälter ganz normal mit warmem Spülwasser im Becken reinige, aber man kann laut Tupperware Behälter und Deckel (nicht den Schneideinsatz) auch in die Spülmaschine geben.
_Meine Erfahrung
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Mal wieder Geld ausgegeben für etwas, was im Schrank verstaubt.
Für mich hat der "Happy Chef" leider überhaupt keinen Nutzen. Hauptsächlich hatte ich ihn mir ja für die Weihnachtsbäckerei gekauft, damit ich bei 50g geriebener Schokolade oder Nüssen nicht die große Küchenmaschine anwerfen (und hinterher reinigen) muss. Leider packt der "Happy Chef" aber weder Schokolade noch Nüsse. Er bekommt sie weder gehackt, noch gemahlen, noch sonst irgendwie klein. Die Nüsse oder Mandeln hängen nach einer Umdrehung in den Messern fest und drehen sich so munter weiter durch ihre Artgenossen, wodurch ein zerkleinern natürlich unmöglich ist.
Auch mit frischen Kräutern kommt der "Happy Chef" überhaupt nicht zurecht. Ich hab das Gefühl, die Klingen würden den Kräutern einfach ausweichen, denn von Zerkleinern merkt man überhaupt nichts.
Lediglich Zwiebeln, die man vorher aber auch vierteln muss, hackt das kleine Gerät einigermaßen klein. Dafür braucht es aber auch schon einige Kraftanstrengung. So handlich das Gerät auch sein mag, für die Hände meiner Familie scheinen die Einkerbungen am Deckel nicht gemacht. Wir haben alle Probleme den "Happy Chef" locker in der Hand zu halten und zu drehen. Ich rutsche da sehr leicht vom Deckel ab.
Ich hatte die Tuppertante darum gebeten, mir bitte Rezepte für den "Happy Chef" zu geben und bekommen habe ich Rezepte für Dips, die man im "Quick Chef" (dem großen Bruder des "Happy Chef") zubereitet. Nun bin ich ja nicht dumm und hätte keine Probleme mir die einzelnen Zutaten mengenmäßig runterzurechnen, aber da man den "Happy Chef" nur zu einem Viertel füllen darf, damit das Ding überhaupt arbeiten kann, wären die Mengen verschwindend gering und für einen einigermaßen großen Dip ein dutzendmal den "Happy Chef" zu bedienen, ist mir einfach zu blöde.
Sachen wie Paprika, Zwiebeln, Gurken und anderes halbwegs festes Obst und Gemüse bekommt der "Happy Chef" zwar kleingehackt, aber da bin ich mit einen guten Küchenmesser nicht sehr viel langsamer und hab weniger Arbeit mit Reinigen etc.
Allerdings muss ich sagen, dass die leichte Reinigung einer der wenigen Pluspunkte der Mini-Küchenmaschine sind.
_Mein Fazit
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Nur, um Zwiebeln zu zerkleinern, ist der "Happy Chef" einfach zu teuer und zu aufwendig zu bedienen (eine Zwiebel kann man dann doch schneller mit dem Messer in Stücke schneiden).
Mit anderen Lebensmitteln wird der kleine Zerhacker einfach nicht fertig und um andere Sachen zuzubereiten, reicht mir die Größe einfach nicht aus, von daher ist der "Happy Chef" für mich ein sehr überflüssiges Küchenutensil. weiterlesen schließen
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