Pro:
Kalorienarm, origineller Geschmack, schnelle Zubereitung
Kontra:
Preis, limitierte Auflage,
Empfehlung:
Ja
Erasco hat wieder einmal neue Saison-Suppen herausgebracht.. Die auffallende Aufmachung der Dose mit ihrem blauen Hintergrund und den weißen Sternchen fiel mir beim gestrigen Einkauf ins Auge und die Bezeichnung "Rindfleisch-Creme mit Backpflaumen" klang interessant genug, damit ein Exemplar in meinen Einkaufwagen wanderte ...
Zum Gliederung des Berichts:
1) Produktdetails
2) Zutaten und Nährwerte
3) Zubereitung
4) Geschmack
5) Fazit
6) Hersteller
1) Produktdetails:
Eine Dose enthält 390 ml Suppe. Beim Plus habe ich dafür 0,99 Euro bezahlt. Der Preis dürfte in allen Supermärkten ungefähr in dieser Lage befinden, eventuell liegt er bei teuren Märkten wie Kaiser's ein paar Cent höher.
2) Zutaten und Nährwerte:
Zutaten: Wasser, Gemüse (Zwiebel, Möhren), 3 % Trockenpflaumen gewürfelt, 3 % gegartes Rindfleisch, modifizierte Stärke, Stockschwämmchen, Aroma (enthält Soja, Milch und Sellerie), Madeira Rotwein, Weizenmehl, Tomatenmark, pflanzliches Öl, Zucker, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Guanylat und Inosinat, Verdickungsmittel Guarkernmehl und Xanthan, Jodsalz, Hefeextrakt, Farbstoff Paprikaextrakt, E 150a und E 150c, Säureregulator Natriumcarbonate, Milchzucker, Zimt, Emulgator E 472e.
Nun, sowohl die E-Stoffe als auch die Geschmacksverstärker fallen schonmal negativ auf, sind aber leider Bestandteil in den meisten Fertigprodukten. Ein bisschen ungewohnter und nicht weniger unerfreulich erscheint die Angabe von lediglich drei Prozent an Rindfleisch, wo es sich doch um eine Rindfleischsuppe handelt.
*
Nährwertangaben pro 100 ml:
Brennwert: 34 kcal
Eiweiß: 1,5g
Kohlenhydrate: 5,0g
Fett: 0,9g
Diese Angaben sehen dagegen schon besser aus. Eine Suppendose kommt insgesamt also gerade mal auf knapp 135 Kalorien, was für eine Rindfleischsuppe ein enorm niedriger Wert ist. Auch 0,9 Prozent Fett sind wirklich kein hoher Anteil.
3) Zubereitung:
Die Zubereitung ist so leicht und schnell, wie das bei Dosensuppen üblich ist. Der Inhalt wird entweder in einen Kochtopf gegeben und unter gelegentlichem Rühren erwärmt, ohne dass er dabei Aufkochen muss. (Denn das sorgt bei diesen Suppen erfahrungsgemäß gerne für eine etwas eklige Verdünnung.)
Alternativ kann man den Inhalt auch in geeignetes Geschirr und anschließend in die Mikrowelle geben, wo man es 3-4 Minuten lang erwärmt. Weil ich a) gerne Geschirr spare und b) diese kleinen Suppendosen eh als eine einzelne Portion verwerte und daher direkt in den Teller geben kann, habe ich mich für diese Möglichkeit entschieden. Dabei dauerte es nichtmal drei oder vier Minuten, sondern schon nach knapp zwei Minuten auf höchster Stufe ist die Suppe heiß genug, um der Zunge Brandblasen zu verschaffen. Vor dem Verzehr ist es ratsam, die Suppe nochmal umzurühren, um ihr ihre typische Cremigkeit zu verschaffen.
4) Geschmack
Vom Aussehen her könnte man meinen, dass man eine ganz normale Gulaschsuppe vor sich hat. Die Suppe besitzt eine cremige Konsistenz von dunkelbrauner Farbe, in der man einige kleine Stückchen von Fleisch und Pilzen ausmachen kann, die allerdings nicht wirklich gut zu definieren sind. Der Duft ist recht würzig und die versprochenen Backplflaumen wie das Zimt nehme ich noch nicht so wirklich wahr. Also nicht spektakulär bis jetzt.
Beim Geschmack muss ich als erstes an Ochsenschwanzsuppe denken, denn daran erinnert sie mich. Auch die Tomaten, die Zwiebeln und einen Hauch von Rotwein kann man dabei herausschmecken. Tatsächlich bemerkt man aber hier auch noch die Beifügung von Zimt und Pflaumen, die sich in einer süßlichen Note äußert. Diese Kombination ist auf jeden Fall außergewöhnlich, aber zumindest für mich nicht gleichzeitig auch außergewöhnlich lecker. Es schmeckt gut, das Fleisch ist schön mager und der grundsätzliche würzige und herzhafte Geschmack wird durch den Zimt und das Backpflaumenaroma originell geschmälert und verfeinert. Allerdings bleibt bei mir immer der Gedanke im Hinterkopf, ich hätte mit dem Suppenlöffel zuvor ein Pflaumen-Zimt-Kompott gegessen und würde jetzt noch die Spuren davon schmecken. Es ist eine Geschmacksrichtung, an die ich mich einfach nicht recht gewöhnen kann. Meiner Meinung nach schmecken Rindfleischsuppen auch "naturbelassen" gut und haben solche Erweiterungen gar nicht nötig. Zimt und Pflaumen esse ich dann doch lieber zum Milchreis oder anderen süßen Speisen, anstatt in der Rindfleischsuppe. Die Idee ist zwar nicht schlecht, aber der Geschmack begeisert mich nicht so sehr, dass ich diese limitierte Edition unbedigt bald wieder kaufen müsste - zumal "Erasco" ja etwas teuer als Billig-Marken ist. Für vergleichbare Gulaschsuppen zahlt man bei Lidl oder bei Aldi 30 Cent weniger, was sich durchaus läppert, wenn man mehrere Dosen kauft. Dabei muss man zwar auf Zimt und Pflaume verzichten, aber das fällt mir nicht so schwer. Also blewibt unterm Strich ein leckeres, kalorienarmes, aber eigentlich unnötiges Produkt in einer schönen Verpackung.
5) Fazit:
Eine kalorienarme und cremig-leckere Rindfleischsuppe mit originellen Verfeinerung von Zimt und Pflaume. Der würzige Grundgeschmack wird durch diese Mischung verfeinert und erhält eine süßliche Note, die man von den meisten anderen Suppen nicht kennt, die aber nicht so herausragend ist, dass man sie normalen Fleischsuppen gegenüber bevorzugen müsste. Günstigere Gulaschsuppen von billigeren Marken erfüllen unterm Strich die gleichen Anforderungen.
6) Hersteller:
Campbell´s
23560 Lübeck
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