Pro:
Atmosphäre, Idee, Sommerfeeling an kalten Tagen
Kontra:
Schlechtes Preis - , Leistungsverhältnis
Empfehlung:
Nein
:: Die Anfahrt
Das Tropical Islands liegt etwa 60 km südlich von Berlin und 100 km nördlich von Dresden an der Autobahn A 13 (Abfahrt "Staakow"). Kurz vor der A usfahrt Staakow ist das Tropical Islands mit zusätzlichen braunen Hinweisschildern ausgeschildert. Das erleichtert auf jeden Fall die Anfahrt mit dem Auto. Wer mit der Bahn anreisen möchte, fährt bis zum Bahnhof Brand/Niederlausitz. Von dort aus gibt es die Möglichkeit mit einem Shuttlebus zum Tropical Islands zu fahren.
:: Am Eingang
Betritt man die Halle, so hat man dort schon ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling. Man sollte allerdings zu den Stoßzeiten etwas Zeit für das Warten am Eingangsbereich einplanen. Wir waren morgens etwa gegen halb elf da und haben ca. eine halbe Stunde gebraucht, um in den Dome zu kommen.
Darüber hinaus sollte man beachten, dass man vom Parkplatz bis zum Eingang der Halle unter Umständen -je nachdem wie viele Besucher da sind- einen kleinen Fußmarsch hinter sich bringen muss. Es sind zwar ausreichend Parkplätze vorhanden, diese sind aber teilweise relativ weit außerhalb.
:: Die Preise
Erwachsene zahlen in der Nebensaison 19,50 €, in der Hauptsaison 24,50 €. Für Kinder 4 - 14 Jahre wird in der Nebensaison 16,50 € und in der Hauptsaison 29,50 € verlangt.
Kleinkinder bis 3 Jahre haben freien Eintritt. Ermäßigungen gibt es für Senioren ab 65 und Behinderte ab 70 %. Sie zahlen in der Nebensaison 17,50 € und in der Hauptsaison 22,50 €. Im Eintrittspreis enthalten sind Tages-Shows im Tropendorf, große Abendshow an der Südsee, Garderobenschrank und Parkplatz bzw. Bahnhofs-Shuttle. Hauptsaison ist an Wochenenden, Feiertagen und in den Schulferien.
Aufpreise müssen für den Rutschturm (2,50 € pro Tag/Person), den Spielplatz "Tropino Kinderclub" (3,00 € pro Tag/Kind), sowie das Minigolfspielen und die übrigen Freizeitaktivitäten eingeplant werden. Während des Aufenthaltes bezahlt man quasi bargeldlos. Jede Person, die den Dome betritt erhält am Eingang ein Armband mit integriertem Chip; darauf werden alle Leistungen gespeichert. Man muss also erst am Ausgang den kompletten Preis bezahlen. Falls das Chiparmband während des Aufenthaltes verloren geht oder beschädigt wird, wird dafür 110 € berechnet.
Darüber hinaus akzeptiert das Tropical Islands die Kreditkarten Mastercard, Diners Club, Visa, American Express und EC-Karte.
:: Die Öffnungszeiten
In der Regel hat das Tropical Islands 24 Stunden am Tag geöffnet. Zurzeit werden jedoch Bauarbeiten durchgeführt, sodass sich die Öffnungszeiten bis zum Sommer 2007 verkürzen. Die Halle ist deshalb nur von 9:30 bis 23:00 geöffnet (außer man übernachtet dort).
:: Die Halle
Laut Tropical Islands ist der Dome die größte freitragende Halle der Welt. Und es ist wahr, die Größe der Halle und ihre enorme Höhe von 107 Metern sind schon sehr beeindruckend. Sie ist so groß, dass sie schon von der Autobahn zu erkennen ist. Auf der 6,6 Hektar großen Fläche würden theoretisch acht Fußballfelder Platz finden.
Darüber hinaus ist mir die Sauberkeit der Anlage positiv aufgefallen. Sowohl die Badebereiche, als auch die Umkleiden und sanitären Anlagen waren sehr gepflegt und sauber.
Des Weiteren war die Temperatur recht angenehm, das Thermometer zeigte eine Temperatur von ca. 29°C an, wobei es im Schatten immer etwas kälter war. Ich war positiv überrascht, da ich zuvor von einigen Leuten, die schon dort waren gehört hatte, dass die Temperatur der Halle doch recht kühl ist. Allerdings war an unserem Besuchstag auch schönster Sonnenschein, ich könnte mir vorstellen, dass es ohne Sonneneinstrahlung ein paar Grad kälter gewesen wäre. Also am besten leichte Sommerkleidung einpacken, wenn man sie dann nicht braucht, lässt man sie halt in der Umkleide.
:: Die Locations
Südsee/Strand:
Nachdem wir angekommen waren und uns umgezogen hatten, führte unser erster Weg in den Südseebereich zum 7 m breiten Sandstrand. Es war jetzt etwa viertel nach elf und schon proppenvoll am Strand. Wir konnten zum Glück noch zwei freie Strandstühle ergattern und uns einen kleinen Platz im Sand sichern. Es gibt auch die Möglichkeit seine Liege etwas weiter weg vom Wasser auf eine Art Empore zu stellen, dessen Boden ohne Sand ist. Das waren allerdings die begehrtesten Plätze und natürlich schon alle belegt. Wir waren bepackt mit zwei Badetaschen, Wertsachen kann man in dem Umkleideschrank lassen. Man liegt dort wirklich eng an eng. Ich möchte nicht wissen, wie es dort aussieht, wenn Hochbetrieb herrscht. Das 1,35 m tiefe Wasser war angenehm, nicht zu warm und nicht zu kalt und man hat dort wirklich viel Platz zum Schwimmen, da das Becken unwahrscheinlich groß ist.
Hier ist auch der Bereich mit der höchsten natürlichen Sonneneinstrahlung. Wer sich hier hinlegen möchte, dem empfehle ich, sich möglichst nach links in die Nähe des Rutschenturms zu legen. Dort scheint die Sonne am längsten hin. Unser Platz war an der rechten Beckenseite und hier verschwand die Sonne relativ schnell. Wenn man aus dem Wasser kommt, ist es nämlich viel angenehmer sich in der Sonne wieder aufzuwärmen, im Schatten ist es doch um einiges kühler.
Bali Lagune:
Die Bali Lagune ist nicht so groß wie der Südsee Bereich. Dort um diese Uhrzeit noch freie Plätze zu ergattern scheint schier unmöglich. Freie Liegen gab es dort überhaupt keine mehr und insgesamt fühlt man sich dort sicherlich noch enger zusammengepfercht als in der Südsee. Auch hier gibt es wieder Teilbereiche, die mit Sand aufgefüllt sind.
Der Schwimmbereich ist dort mit kleinen Wasserfällen, Fontänen und Wasserstrudeln wesentlich liebevoller gestaltet als in der Südsee, allerdings ist das Becken auch um einiges kleiner. Zudem gibt es noch zwei kleinere Rutschen und zwei Whirlpools, was man beides kostenlos nutzen kann. Die Sonneneinstrahlung ist hier etwas geringer, da der Bereich hinter einem Hügel liegt; warm ist es aber dennoch. Wer allerdings bei schönem Wetter in der prallen Sonne liegen möchte, ist sicherlich in der Südsee besser aufgehoben.
Regenwald:
Als nächstes machten wir einen Sparziergang im "Regenwald". Den Regenwald im Tropial Islands kann man sich als eine hügelige Landschaft vorstellen. Die Besucher können ihn auf einem angelegten Rundgang erkunden. Wer sich dort etwas länger aufhalten möchte, kann auf Bänken etwas verweilen. Im Regenwald selbst befindet sich auch eine Art Sumpflandschaft; ein kleiner Teich mit Schildkröten und Fischen über den eine Brücke führt, sodass man alles von oben beobachten kann.
An sich ist der Regenwald eine tolle Idee. Allerdings machten die meisten Pflanzen einen Recht vertrockneten Eindruck. Ein bisschen mehr Wasser hätte ihnen sicherlich gut getan. Zudem befindet sich nebenan die Baustelle für den Wellnessbereich, der Mitte 2007 fertig gestellt werden soll. So hat man neben vertrockneten Pflanzen auch immer schöne Baustellengeräusche im so genannten Regenwald. Das alles lässt das tropische Feeling doch etwas in den Hintergrund rücken.
:: Essen und Freizeitangebote
Essen:
Im Tropical Islands gibt es eine Vielzahl von Restaurants, Schnellimbissen, etc. Die Preise sind etwa wie im Restaurant auch. Ich selbst kann jetzt leider keine Auskunft über die Qualität und Portionengröße des Essens machen, da wir uns selbst welches mitgenommen hatten. Im Internet steht zwar, es sei nicht gern gesehen, wenn man selber Lebensmittel mitbringt, aber von Freunden, die zuvor schon dort waren wusste ich, dass man durchaus Lebensmittel mitbringen kann. Wir konnten also ungestört am Strand auf unseren Plätzen unsere selbst mitgebrachten Snacks genießen. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Besucher sich selber etwas zu essen mitgenommen hatten und es gab erfreulicherweise auch keine Mitarbeiter, die uns darauf hingewiesen haben das Essen zu unterlassen.
Freizeitangebote:
Freizeitangebote gibt es einige. Allerdings immer mit Aufpreis. Für die kleinen gibt es den Tropino Kinderclub, ein riesiger Spielplatz, der pro Tag/Person 3,00 € kostet. Für Groß und Klein gibt es da noch den Wasserrutschenturm, der 2,50 € pro Tag/Person kostet und die Minigolfanlage für 3,50 pro Spiel/Person. Zudem gibt es die Möglichkeit Massage und Solarium in Anspruch zu nehmen. Ich habe zwar nicht mehr die genauen Preise hierfür im Kopf, fand es allerdings sehr überteuert.
Sehr Schade fand ich, dass es noch nicht mal einen kleinen Saunabereich gab. Das gibt es ja heutzutage schon in jedem kleineren Hallenbad. Auf der Homepage steht aber, dass die bald fertig gestellte Wellnesslandschaft auch eine Sauna haben soll, allerdings weiß ich nicht, ob hierfür auch noch mal ein Aufpreis erhoben wird.
Schade auch, dass die angebotene "Ballonfahrt", in der man aus der Luft einen Blick auf die Halle werfen kann, an diesem Tag überhaupt nicht zur Verfügung stand. Ich nehme mal an, dass ist auch eine Begleiterscheinung von den Bauarbeiten.
Als etwas nervig empfanden wir die mehrmals am Tag angebotene Wassergymnastik im Südseebereich. Musik und Traineranweisungen werden nämlich so dermaßen laut verstärkt, dass sie an wirklich jedem Ort in der Halle zu hören sind.
:: Am Ausgang
Am Ausgang muss man nun seine Chiparmbänder abgeben und kann ganz normal bezahlen. Auch hier hat es ähnlich wie am Eingang etwas Zeit in Anspruch genommen. Die Technik mit den Chiparmbändern scheint wohl noch nicht ganz ausgereift zu sein und die Kassierer brauchen einige Zeit um die Abrechnung fertig zu stellen. weiterlesen schließen
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