Pro:
Wetterunabhänig, gut zu erreichen
Kontra:
Preise
Empfehlung:
Ja
Sooooo, nun war ich auch endlich mal da, nachdem ich dort immer schon einmal hin wollte, nachdem ich irgendwann mal kurz nach der Eröffnung einen Bericht in einer Zeitschrift darüber gelesen habe.
Ich habe mich über die Homepage www.tropical-islands.de vorab gut informiert, wie man dort hinkommt, was der Eintritt kostet und wie man dort auch übernachten kann. Ich hatte erst geplant, dort die Zeltübernachtung zu wählen ( 23,50 Euro pro Erwachsener ohne Frühstück, 33,50 Euro mit Frühstück ) aber nachdem ich las, dass man auch einfach dort am "Strand" im Sand oder auf den Liegen schlafen kann, entschied ich mich einfach dafür. Das Tropical Islands ist ja eh überdacht und laut Internet auch dort drin 26 Grad, wozu soll ich da nur für ein weiteres Dach so viel mehr bezahlen? Für 1 Übernachtung sollte das wohl ok sein, so anspruchsvoll bin ich da nicht und für Außergewöhnliches bin ich ja eh immer zu haben.
Ich entdeckte dann, dass man über bestimmte Ticketanbieter Eintritt inkl. 3-Gänge Menü während der abendlichen Show buchen konnte ( heißt Show & Dine ), das fand ich schon gut und tat dies auch. Der günstigste Ticketanbieter war www.ticketcorner.com, dort bekam ich dann mit Versand und Versicherung die 2 Tickets für 94,- Euro ( 45,- Euro pro Karte, 2,- Euro Versand oder besser gesagt Gebühr, 2,- Euro Versicherung, falls man aus irgendwelchen Gründen die Veranstaltung nicht besuchen kann ). Bei den anderen Anbietern ( Eventim & ticketonline ) wären es pro Karte 2 Euro mehr gewesen, wenn ich mich recht erinner.
Abbuchung der 94,- Euro wa dann per Kreditkarte, innerhalb 2 Tage waren die Tickets dann auch schon da.
Die Fahrt zum Tropical Islands war ganz einfach, wir hatten natürlich Navigationsgerät, aber sonst wäre es auch so ganz einfach zu finden gewesen. Es geht ja praktisch nur über Autobahn und bereits dort ist es schon kurz vorher ausgeschildert, wo man abfahren muss.
Adresse für das Navy:
Tropical Islands Allee
15910 Krausnick
Berlin und Cottbus sind ganz in der Nähe.
Nach der Autobahnabfahrt fährt man über eine normale Straße durch ein Stück Wald, plötzlich ein riesiges Feld mit dem Tropical Islands. Sieht schon sehr futuristisch aus, so eine riesen Halle. Kann man sich gar nicht vorstellen, dass dort bis vor einigen Jahren noch Luftschiffe gebaut wurden.
Der Parkplatz war gut besucht, das Wetter war ja am 17.07.08 auch nicht so dolle, sodass man ja schon auf das Tropical Islands zurückgreifen musste, um in Deutschland Strand besuchen und bei 26 Grad mit leichter Bekleidung rumlaufen zu können.
Vom Parkplatz mussten wir noch ein paar Meter bis zum Eingang laufen, weil wir sofort auf dem Parkplatz parkten, der von der Zugangsstraße zu erreichen war. Direkt beim Eingang waren auch noch Parkplätze, aber was ich gesehen habe, überwiegend auch Behindertenparkplätze. Bussr fuhren dort auch rum, aber ob dies nun so Art Shuttles vom Parkplatz waren oder die Busse von einer Stadt kamen, kann ich nicht sagen.
Als ich das Tropical Islands betrat, wollte ich ganz schnell meine Badesachen anziehen. So mit Pulli an war es doch verdammt warm ! Am Eingang befanden sich einige Kassen, die aber nicht alle besetzt waren. Schlange stehen mussten wir auch nicht. Ich zeigte meine Tickets vor, wir bekamen dann so Armbänder mit einem Plastikchip und konnten hinein. Die Dame an der Kasse sagte uns noch, dass wir die Tickets beim Abendessen und beim Herausgehen nochmal vorzeigen mussten. Ebenso sagte sie uns, dass man mit dem Chip alles im Tropical Islands bezahlen und abschließen konnte, in bar müsste man dann beim Verlassen zahlen, bis 110,- Euro wäre das erstmal möglich, sollte man darüber kommen, muss man zwischenzahlen. Naja, so viel wollte ich da ja auch nicht ausgeben...
Auf dem Armband stand auch die Spindnummer. Ich hatte die Nr. 1312, war bis dahin ganz schön weit zu laufen und wirklich groß war der Spind auch nicht, meine Isomatte und Schlafsack quetschte ich da einfach rein, Rucksack stellte ich da ab, wo der Schrank am breitesten war. Es gab dort verschieden große Spinde, wonach man diesen zugeteilt wurde, weiß ich nicht. Vielleicht bekommt man einen größeren, wenn man auch Zelte gebucht hat.
Wir haben uns dann auch gleich zum Baden umgezogen und dann ging es Richtung "Strand". Dabei musste man sich durch so eine Metallschleuse mit dem Chip einloggen, dann war man "drin". Man kam über so einen Weg am "Regenwald" vorbei, der künstlich ziemlich in der Mitte des Tropical Islands angelegt war. Dadurch führten auch noch Wege, es waren Teiche zu sehen, wo Fische und kleine Schildkröten schwammen.
Beim " Strand" war dann auch gleich die Showbühne für abends, eine Bar, wo man essen und trinken konnte. Der Strand war zwar nicht breit, aber sehr lang und rund um das größere der 2 Becken. Tief war das Becken nicht, man konnte als Erwachsene Person locker darin stehen, Wasser ging bei mir ( 1,65 cm groß ) bis ungefähr zur Brust. Als Wand war eine Art Leinwand, die Himmel und Wolken zeigte. So 2-3 Löcher waren darin, wo wohl Kameras drin waren. Ich kam mir son bisschen wie in dem Film " Trueman Show " mit Jim Carey vor. Das Wasser war aber nicht kalt, laut elektronische Anzeige bei der Bar 31,6 Grad, es war sauber und von Chlor merkte man nichts. Auf der anderen Seite des Regenwaldes gab es noch ein Schwimmbecken, mit Wasserfall, Massagedüsen, Sprudler, Stromschnellen-Kanal und noch einer kleinen Wasserrutsche. Für die Wasserrutschen gab es noch eine extra Bereich, insgesamt waren es dort 4 Rutschen, eine kurze breite in Edelstahl, dann eine rote Rutsche, wo man mit Reifen runterrutschen konnte, dann eine gelbe, mit ganz vielen Kurven und die höchste war eine blaue Steilrutsche. Zum Erlebnis nachher mehr.
So um 15 Uhr hatten wir Hunger und Durst und bestellten uns etwas bei der Bar. Bis endlich mal jemand die Bestellung aufnahm, dauerte es und die Bedienung war auch die Art Fräullein Rottenmeier von Heidi, ziemlich unfreundlich. Naja, aber die bestellte Ofenkartoffel und Strammer Max kamen dann ziemlich schnell. Preise waren auch ok. Ich glaub die Ofenkartoffel mit Kartoffelcreme und Matjes kam 5,70 Euro.
Danach waren wir noch im kleineren Becken mit Sprudel und Co baden, dann im Saunabereich Auch hier musste man sich extra "einloggen", Preis einmal pro Tag 6,50 Euro. Der Saunabereich ist textilfrei, also nix Badeanzug und so, aber Handtuch ok. Trotzdem hatten einige Ihre Badesachen an, aber störte mich nicht. Es gab dort verschiedene Saunen, von angefangen 40 Grad bis 90 Grad. Außerhalb der Saunen gab es eiskalte Duschen, Liegen. War ein toller Bereich, sauber, ruhig und mehrmals am Tag wurden dort frische Aufgüsse gemacht.
Vor der Abendshow um 19 Uhr sind wir dann noch duschen gegangen und haben uns erstmal kurze Kleidung angezogen. Nervig war einfach der lange Weg von Spind zu duschen und überhaupt den anderen Bereichen, wenn man nicht gerade dort einen Spind bekam. Auch wenn es nur einen Toilettenbereich bei den Umkleiden gab, musste man nicht warten. Das Tropical Islands war gut besucht, aber nicht überfüllt.
Wir hatten laut Ticketcorner.com Tisch Nr. 417, aber es waren andere bereits für uns reserviert und gedeckt und wir wurden umgesetzt, nachdem wir die Bedienung fragten, wie das nun läuft. Recht zügig kam auch das 3-Gänge Menü, man konnte bei der Hauptspeise zwischen Fisch mit heller Soße und Kartoffeln und Putenbrustfilet mit Gorgonzolasoße und bunter Tagliatelle wählen. Als Vorspeise gab es Baguette mit normaler und Kräuterbutter und Salat mit Tomate-Mozarella. Der Nachtisch war "schwarzes Sorbet", also Mohn-Eis, was aber nicht so toll schmeckte und so Art Minzcreme mit Schoko-Überzug. Der Boden davon bestand aus Biscuit und einer dicken Schicht Schokolade, war ganz schön mächtig und war auch nicht der beste Nachtisch. Die Hauptspeise, ich hatte das Geflügel gewählt, war aber lecker, die Portionen waren gut sättigend. Bis die Getränke kamen, dauerte es etwas, weil gerade zur Show viel an der Bar los war.
Die Show selbst bestand aus Tanzstücken, wo die Tänzer nach verschiedenen Nationalitäten gekleidet waren, demnach auch die Musik. Spanisch, fernöstlich. Dann wurden Zaubertricks gezeigt, wo auch die eine oder andere Person aus dem Publikum mit einbezogen wurde. War ganz unterhaltsam.
Nach der Show und dem Essen haben wir uns kurz die anderen Bars angesehen, wo man in 2 auch rauchen konnte. Eine war so eine Art Holzbau, oben konnte man dann auf so riesigen Liegenflächen chillen und auch Cocktails trinken.
Danach haben wir uns wieder umgezogen und sind noch schwimmen gegangen und haben uns auch mal die Wasserrutschen angesehen. Ich bin alle gerutscht, die blaue steile Rutsche war nicht ohne. Ganz oben wackelte der Rutschturm doch ganz gut, man bekommt in der Rutsche selber auch ganz gut Geschwindigkeit drauf. Nach der ersten Kurve bekommt man aber nur noch Wasser ins Gesicht und man realisiert dann auch erst wieder alles, wenn man im "Brems-Becken" landet. Die Reifenrutsche ist ganz witzig, besonders wenn man mit dem Doppelreifen zu zweit rutscht. Nach der Rutsch-Aktion waren wir noch einen Cocktail trinken, die Preise pro Cocktail liegen um die 6,- Euro. Danach sind wir dann auch nochmal duschen gegangen und haben uns am Strand einen Schlafplatz gesucht. Ich selbst hab auf der Holzliege mit Isomatte und Schlafsack gelegen, nachts ist es dort auch sehr warm, zudecken musste ich mich nicht. Die anderen haben im Sand auf Ihren Decken geschlafen, weil denen die Holzliegen zu hart waren. Ich musste mich nachts auch mehrmals umdrehen, weil die Liege so hart war, aber für die eine Nacht ging es wohl, im Sand wollte ich nicht liegen. Wäre vielleicht weicher gewesen, aber hatte auch keine Lust, am nächsten morgen voll mit Sand zu sein. Ab ca. 00.30 Uhr ist es dort auch recht still, also schlafen kann man so dort. Das haben sogar sehr viele gemacht. Zelt ist meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig. Die Plätze von den Zelten waren aber, so wie ich es oben von der Rutsche gesehen habe, auch im eigenen Bereich sehr ruhig und dunkel gehalten. Wer also doch Privatsphäre nachts möchte, kann dann darauf zurückgreifen.
Am nächsten morgen haben wir dann dort auch gefrühstückt, es gibt dafür nochmal einen extra Bereich, man hat dort ein riesen Buffet mit aller Art von Brötchen, Croissants, Obst, Joghurt, Müsli, Rührei, gekochtes Ei. Aber 13,50 Euro finde ich dafür ganz schön teuer. Wenn ich das eher gewusste hätte, hätte ich Frühstück ausnahmsweise mal ausfallen lassen. Aber das ist das schlimme an diesen Armband-Chips, man loggt sich überall ein, bezahlt erst damit und merkt nicht, wie hoch die Rechnung wird.
Wir haben nach dem Frühstück noch etwas am Strand gelegen. Bevor wir gefahren sind, haben wir uns noch etwas in den 2 Souvenir-Shops umgesehen, wo es viel afrikanische Souvenirs gab. Es gab noch einen weiteren Shop, wo man Süßigkeiten und andere Sachen kaufen konnte, ich war aber nicht direkt darin.
Das bezahlen nachher ging auch recht schnell, wieder keine Schlange am Ausgang.
Also ich muss sagen, mir hat es dort gut gefallen, auch wenn ich in den vorhigen Berichten hier nicht das Beste gelesen habe. Wenn man dort am Strand liegt und die Sonne dort durch die transparente Decke scheint, ist es wirklich, als würde man in Natur am Strand liegen. Sauber ist es dort im allgemeinen auch. Allerdings lagen bei Ankunft ein paar Chips-Reste vor meinem Spind, die am Tag danach dort auch noch lagen. Der Müll aus der Umkleidekabine, den dort jemand gelassen hatte, war komischerweise entfernt worden. Das Personal war auch freundlich, bis auf die eine Bedienung nachmittags, aber vielleicht hatte die auch nur einen schlechten Tag. Ich hatte abends beim Essen die Tickets vergessen. Diese hatte man aber für uns in ein Fach der Bar-Chefin gelegt, die Information informiert und wir bekamen diese am nächsten Tag auch sofort wieder. Was die Preise für das Essen angeht, ist es dort natürlich nicht günstig, erst recht nicht für Familien, die dort mit Kindern sind. Ich möchte schon ganz gern nochmal dorthin, aber würde mir dann irgendwie Proviant mitnehmen. Ob die Temparaturen dort drin im Winter auch bei 26 Grad liegen, ist fraglich. Wir sind davon ausgegangen, aber ein anderer Besucher meinte, es wäre im Winter auch darin kälter, weil das Wärmesystem wohl nicht so gut funktioniert. weiterlesen schließen
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