Pro:
Beleuchtung (wenn sie ausreichend wäre), Tasten
Kontra:
Beleuchtung (da meiner Meinung nach nicht stark genug), Preis, Handballenauflage
Empfehlung:
Nein
In diesem Erfahrungsbericht geht es wieder einmal um Technikkram. Genauer gesagt geht es um eine Tastatur: Die Saitek Eclipse Tastatur. Was sie kann und wie sie ist, erfahrt ihr in diesem Bericht.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! :-)
Einführung:
Es ist jetzt schon über ein Jahr her, dass ich mir diese Tastatur zulegte. Meine alte, eine Tastatur von Logitech, musste ich ersetzen da ich dummerweise ein Glas Cola über sie verschüttet hatte. Die Tastatur funktionierte zwar noch, aber auch nach einer Säuberung klebten manche Tasten noch…
Naja, jedenfalls musste ich mich nach einer neuen Tastatur umsehen und entschied mich schlussendlich für die Eclipse von Saitek zum stolzen Preis von 37€.
Das Besondere an dieser Tastatur ist, dass sie leuchten kann. Wenn es also dunkel ist, kann man einfach die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur anschalten und schon muss man nicht das große Licht einschalten, sondern kann auch noch so alles wunderbar erkennen – jedenfalls dachte ich das.
Lieferumfang:
Der Lieferumfang der Tastatur viel recht mager aus. Mitgeliefert wurde außer der Verpackung noch ein paar Zettel für Garantie und Warnhinweise für Gesundheitsschäden (dass man bei längeren Arbeitsphasen zwischendurch immer wieder Pausen machen sollte, etc.) in verschiedenen Sprachen.
Anschluss:
Die Tastatur wird ganz einfach per USB an den Computer angeschlossen. Wer keinen USB-Anschluss hat, kann sich wahlweise auch einen USB-to-PS/2-Adapter benutzen um die Tastatur am PS/2-Anschluss zu betreiben. Im Lieferumfang war ein solcher Adapter leider nicht vorhanden.
Der alltägliche Betrieb:
So, Tastatur ausgepackt, angeschlossen und Windows neu gestartet. Siehe da: WinXP erkennt die Tastatur automatisch – wäre ja auch schlimm wenn nicht.
Beim Hochfahren des Rechners hatte ich schon bemerkt, dass die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur erstrahlte. Dummerweise war es hell, so dass ich sie natürlich nicht richtig testen konnte. Das Besondere an dieser Tastatur ist, dass nicht wie bei vielen anderen Tastaturen dieser Art die Tasten beleuchtet sind und nicht die Buchstaben, sondern bei der Eclipse ist es genau anders herum. Bei der Eclipse sind die Buchstaben auf den Tasten durchsichtig, so werden nur diese ausgeleuchtet. Auch die Zwischenräume zwischen den Tasten sind beleuchtet.
Die Leuchtstärke lässt sich in drei Stufen einstellen: Helle Beleuchtung, mittlere Beleuchtung und keine Beleuchtung. Um die Leuchtstärke einzustellen, muss man einfach die entsprechende Sondertaste auf der Tastatur dafür drücken. Neben der Taste zur Leuchteinstellung, sind auch noch drei Zusatztasten für die Lautstärkeregelung am PC vorhanden: Leiser, Lauter und Ton aus. Ansonsten entsprich die Tastatur dem deutschen Standardlayout inkl. Windows-Tasten.
Die Tasten sind sehr angenehm zu drücken, sie besitzen einen guten Druckpunkt. Sie lassen sich nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht tippen. Ich persönlich finde das sehr gut. Es lässt sich sehr angenehm auf der Tastatur tippen. Auch die Abstände zwischen den Tasten oder den Tastenblöcken ist meiner Meinung nach genau richtig. Nicht zu weit auseinander, aber auch nicht zu eng. Die Größe der einzelnen Tasten ist auch völlig in Ordnung. Auch für Spieler ist die Tastatur recht gut geeignet, da die Tastatur bei einem Anschlag sofort und präzise reagiert – egal aus welchem Winkel man eine Taste nun drückt. Leider habe ich nämlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Tastaturen sich manche Tasten nur sehr schlecht drücken lassen, wenn man die Taste nicht richtig „trifft“. Das ist bei der Eclipse jedoch anders.
Das Design der Tastatur erinnert leicht an ein sehr langgezogenes X. Die Tastatur sieht recht modern aus. Ein Bild habe ich diesem Beitrag nicht beigefügt, da die Kategorie bereits eins besitzt. Meine Tastatur sieht genau so aus wie auf dem Produktbild. Der einzige Unterschied ist, dass meine eine blaue Beleuchtung hat. Die Eclipse gibt es sowohl mit blauer, als auch mit roter Beleuchtung.
Nun, irgendwann wurde es am Kauftag der Tastatur aber auch Abend und so konnte ich endlich die Beleuchtung der Tastatur ausprobieren. Also schnell alle Lichter ausgemacht und nachgeschaut.
Leider kam nun die große Enttäuschung: Mit eingeschalteter Beleuchtung ließen sich viele Tasten leider kaum noch erkennen. Wenn ich die Tastatur nicht blind beherrschen würde, hätte ich nun große Probleme gehabt, die richtigen Tasten zu treffen. Das Problem: Mein Monitor ist so leuchtstark und offenbar so hell eingestellt, dass die blaue Hintergrundbeleuchtung der Tastatur fast nicht zur Geltung kam. Durch das blaue Leuchten wurden die Tasten jedoch jetzt schlecht lesbar.
Also habe ich den Monitor ausgeschaltet und dann noch einmal nachgeschaut. Nun konnte man die einzelnen Tasten klar erkennen. Die Beleuchtung funktionierte jetzt sehr gut und ich konnte das Licht ausgeschaltet lassen.
Tja… das Problem ist nur: Wenn ich meine Tastatur brauche, ist mein Monitor eigentlich auch immer eingeschaltet – und somit ist das Besondere der Tastatur für mich leider dahin, da ich es nicht benutzen kann. Mein Monitor leuchtet die Tastatur besser aus, als die Hintergrundbeleuchtung. Dass das nicht gerade von Vorteil ist, kann sich jeder selbst denken. Leider ist die Tastatur nicht sehr leuchtstark.
Aber wie gesagt: Bei einem nicht so hell eingestelltem Monitor sind die Tasten eigentlich recht gut lesbar, wenn die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur eingeschaltet ist. Bei einem hellen Gegenlicht stört die blaue Beleuchtung jedoch nur und die Tasten werden schlecht lesbar. Einzige Ausnahme: Man beugt sich direkt über die Tastatur.
Ich kann leider nicht sagen, ob bei der roten Hintergrundbeleuchtung das gleiche Problem besteht. Rot und Blau haben ja verschiedene Leuchteigenschaften allein vom Licht her. Vielleicht ist es bei der roten Hintergrundbeleuchtung ja etwas besser – was ich mir aber ehrlich gesagt auch leider nicht vorstellen kann.
Weiterhin störend ist, dass die Beleuchtung beim Starten des Rechners immer automatisch eingestellt ist. Leider gibt es keine Möglichkeit, dies zu ändern. So muss man Tagsüber (und in meinem Fall sowieso immer) die Beleuchtung erst ausschalten. Das nervt!
Weiterhin finde ich die Handballenablage nicht sehr gelungen. Zum einen ist sie recht schmal, zum anderen sitzt sie auch noch recht locker. Man kann die Handballenauflage zwar verstellen, jedoch bildet sich dann zwischen Auflage und Tastatur ein Loch, was ziemlich nervend ist. Dadurch, dass die Handballenauflage verstellbar ist, sitzt sie auch recht locker. Wenn man die Tastatur hochhebt, baumelt sie herunter, was ziemlich störend ist, wenn man beispielsweise nur kurz unter der Tastatur herwischen will oder um einen Zettel zu nehmen, der vielleicht darunter liegt. Wenn man nicht aufpasst, klemmt man dann die Handballenauflage unter der Tastatur ein. Leider eine nicht sehr gelungene Konstruktion.
Die Tastengeräusche halten sich in Grenzen. Man hört zwar schon deutlich wenn man tippt, aber im Allgemeinen lässt es sich ertragen. Ich hatte da schon lautere Tastaturen, aber auch leisere. Einzig die Leertaste macht nach inzwischen einem Jahr Benutzung etwas krach. Auch die Rücktaste ist recht laut geworden.
Schlusswort:
Alles in Allem gesehen würde ich mir die Tastatur heute nicht noch einmal kaufen. Jedenfalls nicht zum Preis von über 30 €. Eine allgemeine Empfehlung würde ich dann aussprechen, wenn man die Tastatur so aufstellen kann, dass die Tastatur nicht sehr stark vom Monitor beleuchtet wird, damit man auch etwas von den Tasten im Dunkeln sehen kann, wenn die Beleuchtung eingeschaltet ist.
Ansonsten ist die Tastatur, wenn man einmal von der Handballenauflage absieht, auch sehr solide. Außer der Beleuchtung und den drei Tasten für die Lautstärkeregelung hat die Tastatur sonst nichts Großartiges zu bieten, was den Preis von 37 € rechtfertigen würde.
Ich gebe daher keine Kaufempfehlung für diese Tastatur ab. Sie ist zwar eine solide Tastatur ohne großartigen Schnickschnack, aber solche Tastaturen bekommt man auch viel billiger. Wer auf eine beleuchtete Tastatur nicht verzichten möchte, sollte lieber zu einem anderen Modell greifen, da die Eclipse nicht wirklich leuchtstark ist. Vielleicht wäre ein Modell besser gewesen, welches nicht nur die Buchstaben und Zeichen ausleuchtet, sondern die ganzen Tasten.
Soo… und damit wären wir auch schon wieder am Ende meines Erfahrungsberichtes angelangt. Ich hoffe, er war für euch informativ und verständlich. Selbstverständlich freue ich mich – wie immer – über euer Feedback! :-)
Viele Grüße,
Euer Jan
Dieser Bericht wurde für folgende Meinungsportale geschrieben:
Ciao.de ; Yopi.de weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben