Pro:
die kompletten vier erschienenen Teile, ungeschnitten, Critters-Humor
Kontra:
wenig Extras, schlechter vierter Teil
Empfehlung:
Nein
Die Critters Box bietet dem Käufer alle vier erschienenen Teile der Critters-Quadrologie. Wer also schon immer einmal wieder in den Trash-Sphären der 80er und frühen 90er schweben wollte, kann dies nun mit dem Kauf dieser DVD-Sammlung tun. Die Filme sind alle ungeschnitten und ab 16 Jahren freigegeben.
Critters 1:
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Critters ist ein 1986 erschienener Film über eine gleichnamige Alienrasse. Diese ist so gefährlich, dass sie in allen Teilen der Galaxie gejagt wird - eines Tages gelingt ihnen jedoch die Flucht von einem Hochsicherheitsasteroiden und sie landen im Mittleren Westen der USA. Dort fallen sie über alles her, was ihnen in die Quere kommt und bereiten insbesondere einer Familie, bestehend aus Vater Jay, Mutter Helen, älterer Tochter April und jüngerem Sohn Brad sowie dem Angestellten auf deren Farm, dem etwas durchgeknallten Alien-Fanatiker Charlie, große Sorgen. Bisher waren die beiden, sich ständig streitenden Kinder ihr größtes Problem, was sich mit der Ankunft der kleinen haarigen Wesen jedoch schlagartig ändert. Jay und sein Sohn sehen zeitgleich ein Objekt vom Himmel fallen und machen sich auf den Weg zu der vermeintlichen Einschlagsstelle. Dort finden sie einen toten und halb gefressenen Ochsen aus ihrem Viehbestand - das erste irdische Opfer der Critters.
Zwei gestaltwandelnde Kopfgeldjäger sind jedoch bereits auf dem Weg, um die Plage einzudämmen. Ob diese jedoch für die Menschen in der Gegend eine Erlösung sind, ist jedoch eine andere Sache - auf der Suche nach den kleinen Monstern legen sie erst einen Kircheneingang in Schutt und Asche und dann mischen sie eine Bowlinganlage gehörig auf - ohne dabei einen Critter vor die Strahlenkanone zu bekommen. Schnell wird also klar, dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen und ihr Ziel nicht wirklich ist, den Menschen zu helfen. Somit entwickelt sich ein Kampf zwischen den drei Fraktionen Menschen, Critter und Kopfgeldjäger. Die Zeit spielt allerdings für die Critters, da sie, desto mehr sie fressen, immer größer und damit gefährlicher werden.
Fazit:
Filme aus den 80ern mag man entweder oder man mag sie nicht. Dazwischen gibt es wohl sehr wenige Abstufungen. Critters ist ein typischer 80er Jahre Film, also sollte man es sich vielleicht doppelt überlegen, ob sich ein Kauf oder das Ausleihen aus der Videothek lohnt. Wenn man mit ihnen zurecht kommt, dann wird es einem allerdings auch nicht schwer fallen, Critters ins Herz zu schließen. Der Film schafft es mit ganz einfachen Mitteln, auf seine eigene etwas trashige Art sehr sympathisch zu sein.
Die Charaktere schließt man sofort ins Herz und die kleinen über den Boden kugelnden Critters machen eine gelungene Mischung aus lustigem Kuscheltierchen und gefräßigem Monster.
Heute gruselt man sich natürlich nicht mehr vor den kleinen Wollknäueln, daher ist der Film kein klassischer Horrorfilm mehr (wahrscheinlich war er das auch nie). Er eignet sich vielmehr dafür, ihn sich mit Freunden anzuschauen und mal wieder ein bisschen über die guten alten Filme zu lachen, die damals produziert wurden. Es ist auch nicht schlimm, sich dabei für ein paar Minuten zu unterhalten und dann wieder einzusteigen. Wirkliche Storywendungen, die einen dann vor unbeantwortete Fragen stellen würden, hat Critters nicht. Das ist aber auch ok so, denn der Film lebt nicht von irgendwelchen Storyumschwüngen, sondern von seinen Charakteren, von seinen guten Ideen und von seiner - für die 80er Jahre - hohen Produktionsqualität. Seine peinlichen Momente hat der Film lediglich bei den Weltraumszenen mit Papp-Modellen und billigen Effekten am Anfang und auch das ist irgendwie so 80er-Jahre-lustig, dass man ihm das nicht übel nehmen kann. Mir hat der Film immer noch sehr gut gefallen, er hat einige Lacher, Charaktere, mit denen man mitfiebern kann, gute Ideen und kreative Monster. Was will man mehr?
Critters 2:
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Critters 2 - Sie kehren zurück beginnt wieder mit einem der beiden bekannten Kopfgeldjägern aus dem ersten Teil und Charlie, dem auch bereits aus Critters 1 bekannten Chaoten, der mittlerweile sogar ein (eher weniger als mehr erfolgreicher) Weltraum-Kopfgeldjäger geworden ist. Dabei ist der Titel etwas schlecht gewählt, denn wirklich weg waren die Critters nie, was man auch weiß, wenn man sich das Ende des ersten Teils angesehen hat. Der Nachfolger spielt in dem selben, verschlafenen Ort Grovers Bend und so sieht man bald auch einige bekannte Gesichter wieder.
Nachdem die Geschichte um die Critters die Kleinstadt eine Zeit lang geteilt hat, hat sich wieder Normalität eingestellt. Brad Brown, der Sohn aus dem ersten Teil kehrt zurück in seinen Heimatort, um seiner Großmutter einen Besuch abzustatten. Zeitgleich finden zwei Tunichtgute in einer Scheune einige unbekannte, seltsam aussehende Eier, die sie zu Geld machen wollen. Man merkt, worauf die Sache hinausläuft: Die Eier haben die Critters zurückgelassen, die sich somit weitervermehren und Brad ist einmal mehr im Mittelpunkt einer Alien-Invasion.
Fazit:
Eigentlich ist der Aufbau von Critters 2 genauso, wie beim ersten Teil. Die Charaktere werden zunächst wieder eingeführt, die Kopfgeldjäger bekommen die Nachricht, dass sich (wieder) Critters auf der Erde befinden und die Story entfaltet sich so langsam. Wirklich geändert hat sich also nichts. Aber man kennt ja den Spruch: Never change a winning team. Wirklich übel nehmen kann man es den Produzenten auch nicht, so wenige Neuerungen eingebaut zu haben. Die Sache funktioniert immer noch gut, wenn auch nicht mehr so gut wie vorher. Da die Produzenten das wohl gewusst haben, hat man sich für deutlich mehr Brutalität und Obzönität entschieden. Das soll jetzt nicht heißen, dass Critters 2 es in irgendeiner Hinsicht übertreiben würde - der Vorgänger war lediglich so harmlos, dass es auffällt, dass es dieses Mal sogar menschliche Opfer unter den Hauptpersonen gibt. Es kommen hier erstmals mehr als ein oder zwei Leute um - und das also im Vergleich zum Vorgänger - auch nicht zu knapp.
Die Story ist weniger konsistent, aber okay, und die Witze sind immer noch lustig - somit ist Critters 2 nicht viel schlechter als Teil 1, kommt aber dennoch nicht wirklich an ihn heran. Was allerdings deutlich besser geworden ist, sind die Spezaleffekte. Es wird hier viel mehr der direkte Kampf mit des Critters dargestellt und dies wird viel offener gezeigt, was dieses Mal aufgrund der guten Effekte auch deutlich besser funktioniert.
Da die beiden ersten Critter-Filme aufeinander aufbauen, sollte man den ersten Teil gesehen haben, bevor man die DVD des zweiten Teils in den Player legt - sonst riskiert man, viele Stellen nicht zu verstehen.
Ganz so gelungen, wie Critters 1 - und wer hätte daran gezweifelt - ist dieser zweite Teil der Quadrologie jedoch nicht, das Gesetz der Fortsetzung hat auch hier mal wieder zugeschlagen. Das alte Konzept mit der von der Außenwelt abgeschnittenen Familie auf der Farm hat einfach besser funktioniert, als die Invasion der Kleinstadt. Zudem ist der Grundriss der Story identisch geblieben: Critters bedrohen eine kleine Gemeinschaft in den USA und die selben Kopfgeldjäger kommen, um aufzuräumen, während sich die Menschen mehr schlecht als Recht selbt wehren können. Ein bisschen etwas von einem neuen Konzept hätte sicher nicht geschadet. Ich kann also keine uneingeschränkte Empfehlung abgeben. Wem allerdings Teil 1 gefallen hat, der wird es sicher auch nicht bereuen, diesen Film anzuschauen.
Critters 3:
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Critters 3 fängt außerhalb jeglicher Zivilisation an. Eine Familie, bestehend aus Vater, junger Tochter und noch jüngerem Sohn, befindet sich mit ihrem Pickup-Truck auf der Reise in die Stadt. Dort wohnen bereits die Großeltern und ein Appartement ist bereits gemietet. Die drei haben einen kaputten Reifen und müssen kurz darauf auf einem Rastplatz anhalten, bis der Schaden repariert ist. Die beiden Kinder gehen zum Frisbeespielen in die Nähe des angrenzenden Wäldchens und relativ kurz darauf taucht auch Leonardo DiCaprio in seiner ersten ernsthaften Filmrolle überhaupt auf. Er spielt den Sohn eines Hausbesitzers, der seine Mieter gerne aus dem Objekt herausekeln möchte - zufälligerweise wohnt die oben genannte Familie allerdings in der Immobilie. Charlie, der Verrückte aus den ersten beiden Teilen, ist auch mal wieder mit von der Partie und gibt dem Jüngsten einen Kristall und einen Rat mit: Wann immer der Kristall grün leuchtet, soll man sich in Acht nehmen, denn dann sind die Critters nicht fern.
Als die Familie aus Vater, Sohn und Tochter in der Stadt ankommt, sind Critter-Eier bereits unter ihrem Wagen und die kleinen Fellbüschel beginnen zu schlüpfen. Der Hausmeister, der die Mieter des Appartmentkomplexes im Auftrag des Vermieters terrorisiert, ist bald bei Weitem nicht mehr das schlimmste Problem. Im Keller und in den Lüftungsschächten des Gebädues machen sich die Critters breit und fressen mehr und mehr und sind immer noch unbemerkt.
Fazit:
Wäre Critters irgendwann entstanden, dann wäre der dritte Teil wohl ein kompletter Reinfall gewesen, allerdings war es in den 80ern und frühen 90ern fast noch üblich, vernünftige Sequels zu produzieren. So kann auch Teil drei mit den Vorgängern mithalten, allerdings muss man sagen, dass Critters 1 bei Weitem immer noch der Beste Beitrag der Quadrologie war. Es ist okay, dass die Produzenten den Film dieses Mal größtenteils auf ein Appartementhaus begrenzt haben. Das macht es irgendwie zu einem [Rec]/Quarantäne für Arme, allerdings merkt man schon, dass noch versucht wurde, etwas aus dem geringen Budget zu machen. Und allein dass dies Leonardo DiCaprios erste wirkliche Rolle war, rechtfertigt schon einen Kauf.
Ich fand Critters 3 jedenfalls einigermaßen gelungen und ebenfalls leicht besser, als Teil 2. Die schrägen Charaktere sind wieder einmal das Herz des Films, allen voran der etwas trottelige Alien-Jäger Charlie. Jeder einzelne von ihnen hat eine spezielle Art, eine spezielle Aufgabe und grenzt sich auch äußerlich stark von den anderen ab. Die schauspielerische Leistung wird zwar niemanden umhauen, aber die Rollen geben einfach auch nicht besonders viel her. Mit Bravour sielt allerdings der Hausmeister seinen Part. Sein Südstaaten-Akzent (in der englischen Sprachausgabe) und diese lässige mir-ist-alles-egal-Art passen einfach, wie die Faust aufs Auge.
Ansonsten ist es eine konsequente Fortsetzung mit dem üblichen, sehr flachen, Humor und einfach Critters, wie man sie kennt. Leider hat man es versäumt, die Monster weiterzuentwickeln. Gerne hätte ich neue Eigenschaften gesehen, die in den vorhergehenden Teilen noch nicht gezeigt wurden, allerdings bleibt es wieder beim Beißen und beim Stacheln schießen, wie auch in Critters 1 und 2.
Critters 4:
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"Critters 4 - Das große Fressen geht weiter" spielt lange Zeit nach den ersten drei Teilen. Mittlerweile hat die Menschheit den Weltraum erobert und dort Kolonien gegründet. Charlie - der Tollpatsch aus den ersten drei Teilen - hat es geschafft, sich in einer Sonde einzusperren, die eigentlich die lezten beiden Exemplare der Critters konservieren sollte und wacht in der fernen Zukunft auf, als diese Sonde von einem kleinen Raumschiff aufgelesen wird. Das Raumschiff wird vom Intergalaktischen Rat zur nächsten Raumstation beordert, um die Fracht dort abzuliefern. Kurz darauf brechen die Critters natürlich aus und fallen über das erste Crewmitglied her. Charlie, der etwa 50 Jahre im Tiefschlaf war, versucht sich in Schadensbegrenzung, aber die Critters scheinen wieder einmal übermächtig.
Fazit:
Der vierte Teil der Serie ist eindgültig einfach trashig. Es ist ja nicht so, dass die vorhergehenden Filme wirklich qualitativ hochwertig gewesen wären, aber sie hatten immer noch einen gewissen Mainstream-Flair, der hier endgültig nicht mehr verfolgt wird. Hauptcharakter Carlie war bereits in den letzten Teilen nicht unbedingt das Musterbeispiel an schauspielerischer Leistung und auch hier hat sich das nicht unbedingt geändert. Ebenso verhält es sich mit den anderen Charakteren, die durch wirklich mittelmäßige Alter Egos umgesetzt werden. Die Kulissen des Raumschiffes sind einfach - auch für die Neunziger - außerirdisch-unterirdisch und somit bleibt dem Film kaum mehr als der Trash-Faktor. Stühle sehen aus wie normale Garten-Stühle, Interfaces sind überdimensionale Knöpfe und altmodische PC-Tastaturen. Auch die Critters sind wieder schlechter gemacht, als in den vorhergehenden Teilen. Auch für lustigen Trash bietet Critters 4 allerdings zu wenig. Die ständige Raumschiff-Umgebung, in der man immerhin einige Parallelen zu Filmklassikern finden wird, ist einfach zu stumpf, um über die komplette Filmlänge zu überzeugen und bietet im Vergleich zur Farm aus dem ersten Teil zu wenig Abwechslung.
Was also ist Critters 4? Weder Fisch noch Fleisch. Ich habe ja hin und wieder nichts gegen Trash, aber solche Filme sollten dann zumindest lustig sein. Dieser Streifen versucht jedoch, spannend zu sein, versagt dabei aber kläglich und stellt sich als erbärmlicher Abklatsch von der Aliens-Reihe heraus. Das Lustigste sind immer noch die Auftritte der Critters, die immer noch ihren bescheuerten Charme aus den Vorgängerteilen bewahrt haben. Ich kann diesen Film niemandem empfehlen und rate (wenn dann) dazu, bei Teil 1 oder 3 zuzugreifen, falls einem die kleinen Fellknäuel am Herz liegen.
Lohnt sich der Kauf dieser Box?
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Das sollte jeder für sich beurteilen. Mir hat es mal wieder Spaß gemacht, in die Filme meiner Jugend reinzuschauen. Natürlich ist Critters keine wirkliche Vorzeigeserie und fast schon so etwas, wie ein trashiges Gremlins, aber irgendwie haben die kleinen Biester auch ihren eigenen Charme. Leider baut die Quadrologie nach Critters 1 stark ab. Teil 2 und 3 sind noch akzeptabel, während Teil 4 eigentlich wirklich nicht hätte in der Box enthalten sein müssen. Leider wurden auch keine wirklich interessanten Extras mit auf die DVD gepresst. Lediglich ein alternatives Ende und der Originaltrailer sind vorhanden. Mich hat das nicht wirklich gestört, andere werden da sicher anders denken. Ein Making-of wäre allemal interessant gewesen. Ich vergebe somit wegen der mageren Extras und dem miesen vierten Teil 3 Sterne. weiterlesen schließen
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