Pro:
Schräge Charaktere, gute Story, viele nette Gags
Kontra:
Nicht für jedermann, da kein derber Humor
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser zu meinem Bericht über den Film „Napoleon Dynamite“.
Wie so oft habe ich vor kurzem im Media Markt gestanden und mir überlegt, was ich mir mal kaufen könnte, falls es im TV mal nur Volksmusik und langweilige Serien gibt. Da fiel mir die Empfehlung eines Freundes ein und ich kaufte mir die DVD von „Napoleon Dynamite“ für 11,99 €.
Nun werde ich euch die einzelnen Bestandteile des Produkts vorstellen.
Cover
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Die Vorderseite des Covers gefällt mir ausgesprochen gut und war neben der Empfehlung von meinem Kumpel eigentlich der Grund es zu kaufen, weil ich alleine vom ansehen des Covers schmunzeln musste.
Man sieht die Hauptrolle im Anzug vor einigen bunten Spinden stehen, die bekritzelt sind und nach dem Film weiß man auch mit wem.
Die Rückseite mit dem Anblick von Holz mit Maserung ist zwar nicht so ansehnlich, aber das stört mich nicht. Auch die Namen der Darsteller und der Kasten mit den Infos zur DVD sind ja Standard, aber gestört haben mich die vielen Rechtschreibfehler bei der Kurzbeschreibung.
Ich zähle sie mal kurz auf:
Mit dem schüchternen Deb... (Deb heißt Deborah und ist folglich weiblich)
... Wahl zum Klassensprecher (Wahl zum Schulsprecher)
Aber um den hochnäsigen Summer ... (Auch Summer ist eine Frau)
Solche Fehler sollten eigentlich nicht vorkommen, das erinnert doch stark an irgendwelche chinesischen Billiggeräte und deren Gebrauchsanleitungen. Ansonsten sieht das Cover aber gut aus und ist ja auch nicht so wichtig wie der Film.
Extras
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Es gibt nur wenige Extras auf der DVD, doch es ist ja auch kein Blockbuster aus Hollywood, sondern ein Insider-Tipp.
Den Film kann man sich auf Deutsch, Englisch und Spanisch ansehen und es gibt zusätzlich circa 20 Untertitel-Sprachen.
Es gibt dann noch ein Making-of einer bestimmten Szene, die ich hier nicht verraten darf, mit Kommentaren der Darsteller sowie einige Szenen, die dem Cut zum Opfer gefallen sind.
Ich habe mir zunächst die raus geschnittenen Szenen angesehen und erst dann den Film, aber das war falsch, weil ich die Zusammenhänge nicht verstanden habe. Aber nach dem Film habe ich mir die Szenen noch einmal angesehen und konnte dann doch drüber lachen, vor allem über die „Kickball“-Szene.
Der Film ist eben sehr speziell und nicht für jeden Humor geeignet. Nur weil er von MTV Films produziert wurde, heißt das noch lange nicht, dass die Fans von „American Dad“ oder „Ali G.“ darüber lachen können.
Zu bemängeln ist die Tatsache, dass es zwar nur wenig Extras gibt, aber die sind dafür richtig gut.
Inhalt
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Napoleon Dynamite ist, kurz gesagt, ein Loser. Er wohnt mit seinem Bruder Kip, der ein kleiner Schwächling ist, bei seiner Großmutter. Allerdings muss diese eines Tages ins Krankenhaus, so dass der fiese Onkel Rico einzieht, der Napoleon bloß stellt und mit Kip Tupperware verkauft.
Dann treten mit der schüchternen Deb und dem neuen Schüler Pedro zwei Freunde in das Leben von Napoleon und es steht auch noch der Schulball vor der Tür. Napoleon erlebt allerhand skurrile Dinge und muss etliche Proben bestehen, die er meistert.
Schließlich bewirbt sich Pedro für das Amt des Schulsprechers gegen die arrogante Summer, die ihm vorher einen Korb gegeben hat. Mehr wird hier nicht verraten, außer dass das Finale genial ist und man nach dem Abspann nicht ausschalten, sondern weiter sehen sollte.
Schauspieler und Charaktere
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Die Schauspieler habe ich allesamt zum ersten Mal gesehen. Wer näheres wissen will, sollte www.wikipedia.de und www.imdb.com besuchen um sich zu informieren.
Aber ich kann generell sagen, dass die schauspielerischen Leistungen durchweg gut waren und diese schrägen Kostüme und Frisuren dem Film eine ganz spezielle Note verleihen.
Napoleon Dynamite (Jon Heder)
Napoleon ist ein Außenseiter wie er im Buche steht, sowohl vom Aussehen als auch von seiner Art. Er hat gelockte Haare, eine große Sonnenbrille und einen Blick wie ein Esel – offener Mund und keine Körperhaltung.
Man hat das Gefühl, das er immer kurz vorm Einschlafen ist, wenn er so langsam redet und mit seinen Moonboots durch den Film läuft. Seine Freizeit verbringt er mit dem Malen von Fantasiegestalten und mit seinem Freund Pedro.
Cool sein ist was anderes, aber auch solche Typen können es zu was bringen. Unsportlich, unattraktiv, uninteressant, aber irgendwie liebenswert kann man als Fazit sagen.
Kip Dynamite (Aaron Ruell)
Kip sieht man sofort an, dass er mit Napoleon verwandt ist. Dicke Hornbrille, Schnurrbart, Seitenscheitel und keine Kraft in den Knochen. Ich musste am Anfang des Films lauthals lachen, als Kip mit Napoleon zum Selbstverteidigungstraining ging, aber das kann ich hier nicht beschreiben.
Was noch für die Geschichte wichtig ist, sind seine Online-Bekanntschaften. Welche Frau würde schon mit so jemand ausgehen? Jedenfalls sucht Kip seine Traumfrau online und, soviel darf ich verraten, findet auch eine.
Pedro Sanchez (Efren Ramirez)
Pedro kommt neu an die Schule und freundet sich mit Napoleon an. Zum Schulball will er mit der hübschen Summer gehen, die ihn jedoch abweist. Pedro macht sich nicht verrückt und fragt kurzerhand Deb, die zusagt.
Wie der Name schon sagt, ist Pedro Mexikaner und der einzige Junge mit Bart an der Schule. Die Dialoge mit Napoleon sind einfach der Hammer und Napoleon ist es auch, der Pedro bei der Wahl zum Schulsprecher hilft.
Deb (Tina Majorino)
Deb ist Napoleons beste Freundin, doch die beiden sind kein Paar. In der ersten Szene steht Deb vor Napoleons Tür und will ihm Schlüsselanhänger verkaufen. Sie steht vor der Tür mit ihrem Pferdeschwanz, der nicht nach hinten, sondern nach links gebunden ist und sieht damit aus wie 10 Jahre alt. Auch sie ist schüchtern und Außenseiterin und widmet sich ihrem großen Hobby, dem fotografieren.
Onkel Rico (Jon Gries)
Onkel Rico ist der Typ von Mensch, den man nicht zum Freund haben sollte und noch weniger in der Verwandtschaft. Rico kommt eines Tages mit seinem Auto bei Napoleon und Kip vorbei, da die Großmutter im Krankenhaus liegt. Zu Kip hat er eine gute Beziehung und überredet ihn Geld mit dem Verkauf von Tupperware zu verdienen um sich eine Zeitmaschine zu kaufen. Rico ist eitel und lebt in der Vergangenheit, er erinnert mich stark an Al Bundy, aber das müsst ihr selber rausfinden.
Fazit
??????
Der Film ist ein Geheimtipp und bekommt von mir 4 Sterne für seine guten Einfälle und schrägen Charaktere. Nicht umsonst gab es einen Preis beim Sundance Film Festival und drei MTV Movie Awards.
Ich habe bis jetzt noch keinen vergleichbaren Film gesehen, der mir auch noch gefallen hat. Es passt einfach alles, es wird zwar kein Gagfeuerwerk abgefeuert, aber das Handeln der Darsteller ist irre komisch und auch die groovige Musik passt zum Geschehen.
Ich denke, dass jeder Leser sich mit jemanden identifizieren kann oder zumindest jemand kennt, der einem Darsteller ähnlich ist. Der Film ist allerdings nicht für jedermann geeignet und man wartet vergeblich auf einen Höhepunkt, da die Dialoge das witzige sind. Keine perversen Witze und peinliche Slapstick-Einlagen.
Das war´s – viel Spaß und ich hoffe auf eine gute Bewertung.
Gruß JHetfield
(Bei Ciao.de als J.Hetfield) weiterlesen schließen
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