Pro:
Darsteller, Zeitalter , regt zum Nachdenken an
Kontra:
Freigabe ab 6
Empfehlung:
Ja
In meiner Kinder- und Jugendmedien-Phase wird jetzt natürlich auch noch Oliver Twist vorkommen...ein wunderschöner Film , den man gesehen haben muss..aber traurig m sehr traurig:(
***Daten zum Film***
Das Buch Oliver Twist wurde geschrieben von Charles Dickens. Er ist 128 Minuten lang und ist freigegeben ab 6 Jahren. Das finde ich okay. Im Kino lief er vorletztes Jahr 2005 im Dezember. Dieser Film stellt eine Literaturverfilmung dar. Es ist ein Gemisch aus Abenteuerfilm und Drama.
Dieser Film wurde unter Regie von Roman Polanski verfilmt.
***Darsteller des Filmes***
Barney Clark (Oliver Twist)´Hauptdarsteller
Sir Ben Kingsley (Fagin) (Bandenführer der Jungs)
Jamie Foreman (Bill Sykes)
Harry Eden (Dodger)
Leanne Rowe (Nancy)
Lewis Chase (Charley Bates)
Edward Hardwicke (Mr. Brownlow)
Jeremy Swift (Mr. Bumble)
Mark Strong (Toby Crackit)
Jake Curran (Barney)
***MItwirkende des Filmes***
Produktion: Robert Benmußsa
Alain Sarde, Roman Polanski
Drehbuch: Ronald Harwood
Vorlage: Roman "Oliver Twist" von Charles Dickens
Filmmusik: Rachel Portman
Kamera: Pawel Edelman
***INhalt des Filmes***
Oliver Twist wächst in einem religiösen Waisenhaus auf. Dort werden er und alle anderen Jungs schlecht behandelt. Sie bekommen sehr wenig zu essen, werden grob angefasst und müssen arbeiten.
Die "Herren" des heims jedoch sitzen jeden Mittag an einem prall gefüllten und bunt gedeckten Tisch.
Keiner der Jungen traut sich nach einer zweiten Portion Essen zu fragen, wenn der Brei auf dem Tisch steht und alle haben doch einen Bärenhunger.
Die Jungen ziehen Hölzchen. Derjenige der das kürzeste zieht , muss nach einer zweiten Portion fragen. Natürlich zieht das Hölzchen Oliver Twist. Beim nächsten gemeinsamen Essen , steht Oliver auf , gefolgt von den Augen der Jungs und fragt nach einer zweiten Portion. Natürlich bekommt er dafür Schläge und wird ausgepeitscht.
Daraufhin wird Oliver einem Leichenbestatter übergeben , bei dem er lernen soll. Oliver wird schlimmer als ein HUnd behandelt , bekommt das Essen was der Hund nicht mehr mochte.
Der Lehrling der schon länger da ist als er beschimpft irgendwann Oliver verstorbene Mutter. Daraufhin hat Oliver sich nicht mehr unter Kontrolle und verprügelt ihn wutenbrannt ,lässt sich nicht mehr stoppen.
Oliver macht sich ins weit entfernte London auf.In London angekommen , kommt ein Junge namens Dodger auf ihn zu , besorgt ihm was zu essen und nimmt ihn mit. Dodger stellt Oliver dem Heler Fakin vor. Der ist begeistert und möchte Oliver lehren zu stehlen.
Er lebt gemeinsam mit vielen Jungs , die in jahrelanger Verwahrlosung leben zusammen und soll lernen ein Taschendieb zu werden. Beim ersten Zug wird Oliver von der Polizei geschnappt , obwohl er nichts geklaut hat. Um haaresbreite wäre er im gefängnis gelandet , doch ein vornehmer Herr nimmt ihn an sich. Das erste Mal in seinem Leben lernt Oliver jemanden kennen , der gut zu ihm ist
Doch Fakin schickt einen Mann und seine Freundin zu ihm und holt ihn ab. Sie kidnappen ihn.
Oliver möchte zu dem großzügigen Herren bei dem er einst wohnte....doch das wird nicht so leicht. Er ist eingesperrt bei Fakin und darf nicht mehr heraus...
Das Ende möchte ich nicht verraten , aber eins verrate ich: Es wird noch ein Mord geschehen....
***Meine Meinung zum Film***
Ich finde den Film sehr düster und traurig. Die Stadt Londons ist sehr melancholisch dargestellt. Alles ist dunkel. Die vornehme Gesellschaft ist ganz klar von der verarmten Gesellschaft abgetrennt.
Oliver Twist durchlebt ein trauriges , unglückliches Leben , das keinerlei Sinn aufweist. London ist schmutzig und traurig. So wird auch die Geschichte dargestellt.
Ich finde die Darstellung des Filmes macht traurig und nachdenklich. Die Geschichte von Oliver Twist ist ja schon ewig alt , aber ich habe sie noch nie so traurig und perfektionistisch dargestellt gesehen.
Roman Polanski lässt die Zuschauer in den Film versinken und regt die Zuschauer so an , dass Empathie ein Zwang wird. Ich finde der Film ist spannend und teilweise auch erdrückend, weil man die ganze Zeit in Gedanken damit beschäftigt ist , dass der Junge doch mal zurück zum vornehmen Mann muss , um endlich ein glückliches Leben führen zu können.
Oliver ist in dem Film als ein höflicher, netter , gutmütiger Junge dargestellt. Ich denke aber mal ,dass das nicht gerade realistisch ist , wenn ein Junge unter solchen Umständen aufwächst hat er doch gar nichts anderen kennenlernen können , als die Form der Gewalt mit der er selbst behandelt wird. In die geschichte passt diese höfliche Art aber einfach gut hinein. Man entwickelt sofort eine Sympathie für Oliver und ein Mitgefühl , wie ich eben schon beschrieben habe.
Die schauspielerischen Leistungen des dreizehnjährigen Barney Clark sind ein Meisterwerk. Wie man in diesem Alter eine so ernste, düstere Rolle spielen kann ist mir unerklärlich. Er spielt so empathisch und lebensnah, dass man glaubt er selbst sei Oliver Twist.
Auch London im 19. Jahrhundert wurde perfekt in Szene gesetzt. Die Kostüme und die Sprachauswahl passen einfach super zum Zeitalter. Die Inszenierung des 19. Jahruhnderts wurde total gut umgesetzt.
Ein bisschen heftig finde ich , dass Polanski sein eigenes Werk als Kinderfilm einstuft. Das ist mir unerklärlich, weil der Film einfach teilweise viel zu viel Brutalität aufweist. Außerdem geschieht ein Mord.Ich finde eine Altersempfehlung von 12 ist das Mindestmaß für diesen Film.
***Fazit***
Ich empfehle den Film auf alle Fälle weiter!Die Darsteller, ganz besonders der hauptdarsteller sind einfach klasse. Das 19. Jahrhunder ist perfekt in Szene gesetzt und die melancholie des Filmes macht nachdenklich. Die Umsetzung des Buches ist einfach klasse!!!
Danke fürs lesen , bewerten und kommentieren
Eure melli ;) weiterlesen schließen
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