Pro:
Story, Darsteller, Ausstattung, Preis
Kontra:
Nischt
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich Euch noch mal mit einem Bericht zu einem sehr schönen Film aus meiner DVD-Sammlung erfreuen. Heute mal zu einem typischen Bruce-Willis-Film, und zwar Hostage – Entführt. Der Film wurde 2005 produziert und erschien im Jahr 2007 auf DVD. Damals hat er nicht wirklich viel Aufsehen erregt und versank wohl für viele unbemerkt in Senke der DVD-Hölle. Aber nicht für mich^^.
Story
* * * *
Bruce Willis schlüpft dieses Mal in die Rolle des erfolgreichen Unterhändler bzw. Vermittler bei Geiselnahmen, J. Talle. Als bei einer Geiselnahme jedoch alles schief läuft und eine Frau und ihr Kind sterben, wird er für sein Leben gezeichnet und erleidet sowohl privat auch als beruflich die reine Krise, aus der er sich scheinbar nicht mehr retten kann.
So schaltet der Film mit der bekannten Unterschrift „Ein Jahr später“ in ein kleines ländliches Dorf und bekommt schnell zu erfahren, dass er nun als Polizeichef der örtlichen Polizei arbeitet und seine Ehe kurz vorm Ende steht.
Doch schnell wird sein „neues“ Leben durch eine Geiselnahme in seinem zuvor so friedlich scheinenden Örtchen erschüttert, denn ein örtlicher Kleinkrimineller namens Kevin findet zusammen mit seinem Bruder und einem Kurzbekannten namens Mars (Marshall) gefallen an einem Geländewagen. Nachdem die Tochter des Fahrers noch eine unflätige Geste zu den dreien macht, erhöht sich das Interesse enorm und sie folgen dem Auto in eine Mega-Villa in den Bergen.
Was jedoch zuerst ein einfacher Autodiebstahl werden soll, eskaliert schnell als Mars eine herannahende Polizistin erschießt. Ab da wird eine knallharte Geiselnahme draus, die J. Talle nach seinen schlimmen Erfahrungen nicht selbst in die Hand nehmen möchte.
Doch alles kommt anders als er denkt, denn beim Hausbesitzer handelt es sich um den Buchmacher skrupelloser Gangster. Dieser hat kurz vor der Geiselnahme eine wichtige DVD entwickelt, die J. Talle nun schnell besorgen soll. Als Druckmittel wurde mal eben seine Familie gekidnappt.
Alles spitzt sich zu und endet dann doch anders als gedacht.
Meinung/Kritik
* * * * * * * * * *
Joa, was soll man dazu noch sagen. Der Meister, Bruce Willis, war dieses sowohl vor als auch hinter der Kamera tätig und präsentiert mal wieder perfekt verpacktes Action-Kino. Doch hat der Film nicht nur Action zu bieten, sondern auch gute Dialoge und eine doch durchaus abwechslungsreiche Story, die so manche Überraschung offen hält. So sind es besonders Charaktere, wie Mars, der sich im Verlauf des Films als Geisteskrank darstellt, die den Film interessant und unberechenbar machen.
Übrige Teile der Story, wie der perfekte Polizist, der durch ein traumatisches Erlebnis aus dem Dienst ausscheidet und ein Jahr später woanders auftaucht und doch wieder zum Helden wird, sind doch irgendwie schon bekannt und bereiten regelrechte Dejavus.
Aber über solche Szenen sehe ich gerne hinweg, da Bruce Willis solche Szenen wirklich beherrscht und gerade in der ersten Szene eigentlich noch am schlimmsten aussieht, obwohl es wohl der Höhepunkte seines Lebens war. Mit langem grauem Bart und furchtbaren Klamotten erkennt ihn kaum wieder.
Nach dem Zeitsprung ist er dann wieder gewohnt modern mit seiner Glatze ausgestattet. Aber auch ohne den Meister ist der Film wie gesagt sehr gelungen, da die Story wirklich einfallsreich ist und so manche Überraschung bietet. Zudem ist das Gesehen noch super umgesetzt.
So explodiert für die üblichen Verhältnisse von BW wirklich sehr sehr wenig und es wird auch sehr wenig geschossen. Dafür wird umso mehr gesprochen und gehandelt, was den Film nicht nur für Action interessant macht.
Das übrige macht die Kulisse in Form des hochtechnisierten Hauses, indem sich alles abspielt. Dieses verfügt über jede Menge Videotechnik und verriegelt auf Knopfdruck alle Eingänge. Ohne dieses Haus und die gezeigten Möglichkeiten wäre der Film wohl um einiges kürzer geworden.
Bild- und Tonqualität
* * * * * * * * * * * *
Der Film beeindruckt schon durch eine wirklich sehr gelungene kreative Anfangssequenz, die durch die düstere Stimmung aus Häusern und die Verwendung gleicher Farben schon an Sin City erinnert. Dadurch wird man schon auf eine falsche Fährte gelockt, da Hochhäuser bzw. Großstädte keine wirkliche Rolle im Film spielen.
Danach wird der Film nach der ersten Szene aber auch ziemlich düster. Die Bildqualität ist aber in jedem Fall super und erkennt trotz düsterer Farben alles. Auf Blu-Ray wäre das Ganze sicherlich optisch noch besser geworden, aber na ja, wer will, kann sich die ja auch noch kaufen. Mir reicht die gute DVD-Qualität auf 117cm.
In Sachen Ton wird man schon in der Anfangssequenz auf 5.1 eingestimmt. Da ein Hubschrauber erstmal eine Runde dreht. Auch im Film hört man Hubschrauber von vorne nach hinten und von links nach rechts fliegen, oder umgekehrt. Super, solche Sachen effektvoll einzubringen. Zudem wird in brenzligen Szenen durch stimmige Musik in Verbindung mit dumpfen Bässen Stimmung gemacht. Super.
Ausstattung/Details
* * * * * * * * * * *
Darsteller: Bruce Willis, Kevin Pollak, Jonathan Tucker
Regisseur(e): Florent Emilio Siri
Komponist: Alexandre Desplat
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1 EX), Deutsch (Dolby Digital 6.1 ES Discrete), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Cine Plus Home Entertainment GmbH
DVD-Erscheinungstermin: 15. Mai 2007
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer: 109 Minuten
DVD-Features:
Behind The Scenes
Behind The Camera
B-Roll
Interviews
Original Drehbuch
Making Of
Deleted Scenes
Extended Scenes
Fotogalerie
Audiokommentar mit dt. Untertiteln
Die Extras sind gut auf den beiden DVDs verteilt und bieten wirklich alles was das DVD-Sammler-Herz begehrt. So gibt es nicht nur die üblichen Kommentare, Fotos und Trailer, sondern auch endlich mal wieder gute „Behind the Scenes“ und „Deleted Scenes“. Beides lässt sich trotz English gut gucken und bietet auch die normale Filmlänge von 109 Minuten gute Unterhaltung.
Die übrigen Zusätze bieten wirklich gute Einblicke in Drehs und alles rundherum. Ich bin wirklich äußerst zufrieden. Trotzdem muss man wohl ehrlich sein und sagen „Einmal sehen reicht völlig“.
Die Altersfreigabe von 16 ist gut gewählt. Schließlich werden auch Menschen umgebracht und manchmal brennen sie auch oder kommen auf sonstige Art und Weise ums Leben. Ab 12 Jahren wäre es sicherlich zu krass. Für Ab 18 bzw. keine Altersfreigabe ist der Film aber generell wirklich noch viel zu milde. Im Vergleich zu vielen anderen Bruce Willis Streifen steht Schießen und in die Luft sprengen mal nicht im Vordergrund. So dass die menschlichen Verluste im Film sich wirklich in Grenzen halten. Muss ja auch nicht immer so übertrieben werden.
Schauspieler
* * * * * * * *
Eigentlich braucht man ja nur Bruce Willis erwähnen, da man die übrigens Schauspieler mal hier und da schon mal gesehen hat, aber wirkliche Hollywood-Stars gibt’s in den Nebenrollen nicht.
Bruce Willis selbst ist ja hinlänglich bekannt. Was aber wohl eher unbekannt ist, ist dass Bruce Willis tatsächlich gebürtiger Deutscher ist und am 19. März 1955 in Idar-Oberstein geboren wurde. Seine Mutter ist Deutsche und sein Vater Amerikaner.
Seine ersten beiden Lebensjahre verbrachte er dann auch in Deutschland und lebte anschließend in New Jersey. Nachdem er an der Schule durch Therapien sein Stottern überwinden konnte, kam er zur Schauspielerei, arbeitete aber nebenbei in der Chemie.
Durch den Film Die Hard gelang im schließlich der Durchbruch und die bekannten Filme folgten. Nebenbei versuchte er sich aber auch als Sänger, was durchaus unbekannt ist. Aber immerhin hatte er damit sogar Erfolg.
Aber ich schätze ihn eher als Schauspieler. Für mich bleiben Filme, wie Pulp Fiction, die Die Hard-Reihe, Das Fünfte Element und natürlich Sin City unvergessen. Ein absoluter weiterer Tipp ist 16 Blocks. In solchen Filmen zeigt Bruce Willis, dass er auch mal etwas anders kann.
Finanziell hat er natürlich schon längst ausgesorgt. Er steht bei den Bestverdienern in Hollywood hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers und Leonardo DiCaprio auf Platz sechs, und das ist immer noch ein Platz, an dem man sich wohl keine Sorgen machen muss.
Trotz des vielen Geldes hoffe ich, dass man noch weitere Filme bestaunen darf. Für ihn habe ich in meiner Sammlung immer noch Platz.
Übrige Besetzung:
Kevin Pollak: Walter Smith
Michelle Horn: Jennifer Smith
Jimmy Bennett: Tommy Smith
Ben Foster: Mars Krupcheck
Jonathan Tucker: Dennis Kelly
Serena Scott Thomas: Jane Talley
Rumer Willis: Amanda Talley (Tochter von Bruce Willis)
Preis
* * *
Bei Amazon.de kostet der Spaß gerade mal 6,45 €. Für 22,95 € gibt es dann für besser betuchte auch die Blu-Ray Version, die sich für den Preis wohl noch nicht ganz lohnt. Da die Bildqualität wie erwähnt bei der DVD schon sehr gut ist und der Abstand bei der Blu-Ray nicht allzu groß sein dürfte. Aber genau sagen, kann ich das natürlich nicht.
Fazit
* * *
Es bleibt zwar ein typischer Actionfilm, doch bietet dieser Film auch viele Dialoge und viel Handlung, die der Story entsprechende Würze verleihen. So hat Bruce Willis nur selten gesehen und so ist ebenso sehenswert oder vielleicht sogar noch sehenswerter als sonst.
Aber auch die DVD selbst bietet viel, wie die Extras und gute Bild- und Tonqualität. Für gute 6,45 € bekommt man also was geboten. Ein unschlagbarer Preis für eine 2 Disc-Edition erster Klasse. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben