Pro:
DVD ist umfangreich ausgestattet
Kontra:
platt, langweilig, schlecht gemacht
Empfehlung:
Nein
Im Frühjahr 2006 hatte ich im Kino den Trailer zum „Rosaroten Panther“ gesehen, und ich hatte damals ziemlich darüber gelacht – und das, obwohl ich eigentlich gar kein Steve Martin-Fan bin. Gemeinsam mit der Freundin, mit der ich damals im Kino war, wollte ich den Film dann eigentlich bei nächster Gelegenheit ansehen, aber dann hatten wir beide viel Arbeit, und allzu lange ist der Film auch nicht im Kino gelaufen, und so kamen wir nicht dazu.
Als ich dann aber vor einiger Zeit die DVD in den Neuerscheinungen meines DVD-Verleihers entdeckte, erinnerte ich mich an den Trailer, der mich eigentlich gereizt hatte, und setzte sie auf meine Ausleihliste und bekam sie dann schließlich auch.
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Die Story:
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Der Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft wird auf dem Spielfeld ermordet, ohne dass jemand den Täter gesehen hat. Noch dazu ist sein wertvoller Ring mit dem berühmten Diamanten, dem „rosaroten Panther“ gestohlen worden.
Chief Inspector Dreyfus setzt den schlechtesten Polizisten der Welt darauf an, Inspector Clouseau, denn er hofft, dadurch die Presse ablenken und den Fall selbst lösen zu können. Ihm zur Seite stellt er den ihm treu ergebenen Gendarme Ponton, der immer Bericht erstatten soll.
Mit großem Eifer macht sich Inspector Clouseau an die Arbeit und scheut dabei weder Zeit noch Mühe. So verfolgt er beispielsweise Xania, die Freundin des Nationaltrainers, bis nach New York, und wieder zurück nach Frankreich.
Doch schließlich muss auch Clouseau erkennen, dass er von seinem Chef der Presse als Köder vorgeworfen werden soll – und das kann er natürlich nicht auf sich sitzen lassen …
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Anmerkungen zum Film:
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„Der rosarote Panther“ erschien ursprünglich 1963 als inzwischen legendärer Kinofilm mit Peter Sellars als Inspector Clouseau. 1975 gab es eine Fortsetzung, „Der rosarote Panther kehrt zurück“. Heutzutage mindestens ebenso bekannt dürfte die Trickfilmauskoppelung mit der Figur des rosaroten Panthers sein, in der auch Inspector Clouseau seine Auftritte hat.
Als das Remake mit Steve Martin angekündigt wurde, ging ein empörter Aufschrei durch die Fangemeinde der Originalfilme.
Ganz ehrlich: Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen, dass Steve Martin in Verbindung mit dem „rosaroten Panther“ nicht nach meinem Geschmack ist. Auch der Originalfilm wartet schon mit einer ganzen Reihe platter Witze auf, hält aber insgesamt doch ein hohes komisches Niveau. Das Remake dagegen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sämtliche Witze platt sind, Komik (wenn überhaupt) nur auf der Slapstick-Ebene entsteht und noch dazu die Story nicht schlüssig ist.
Insgesamt habe ich beim Trailer genauso viel gelacht, wie bei dem ganzen Film – sprich: alles, was sehenswert ist, findet sich schon in den anderthalb Minuten Trailer. Warum dann den ganzen Film sehen?
Dass ich den Trailer noch komisch fand, lag vielleicht auch daran, dass ich ihn im Kino gesehen habe – Lachen steckt an, und so sind Filme dieser Art häufig im Kino noch relativ komisch, während man ihnen allein zu Hause vor dem Fernseher gar nichts abgewinnen kann. Jedenfalls geht es mir häufig so.
Absolut unsäglich finde ich den schlechten französischen Akzent fast sämtlicher Figuren – wenn die Figuren laut Story Franzosen sind und untereinander der Logik nach Französisch sprechen, dann ist der nicht nur unlogisch – auf Dauer ist er auch absolut unerträglich. Was er definitiv nicht ist, ist witzig!
Der Film ist in Deutschland ab 6 Jahren freigegeben. Vielleicht ist das sogar noch halbwegs schlüssig, denn Kinder freuen sich ja häufig über Slapstick, gerade wenn sich erwachsene Figuren damit lächerlich machen. Dennoch ist der Film natürlich kein Kinderfilm, jedenfalls nicht die rudimentäre Story mit dem Mordfall und dem Motiv dafür, was beides alles andere als kindertauglich ist.
Da ich den Film niemandem empfehlen würde, fällt es mir auch schwer, überhaupt eine Altersempfehlung abzugeben.
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Die Filmcrew:
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Regisseur Shawn Levy ist vor allem bekannt für eher anspruchslose Komödien. Am bekanntesten dürften wohl „Im Dutzend billiger“ und „Voll verheiratet“ sein. Ich denke aber, dass „Der rosarote Panther“ ein Tiefpunkt sein dürfte. Daneben hat er auch für Fernsehfilme und –serien gearbeitet, auch dort im eher anspruchslosen Bereich.
Bei solch anspruchslosen Filmchen, die der Regisseur so gerne macht, erstaunt es dann sehr, wenn man erfährt, dass er eigentlich ein intellektuelles Wunderkind ist – er hat schon mit 20 Jahren die amerikanische Elite-Universität Yale mit Auszeichnung abgeschlossen. Da würde man sich eigentlich anspruchsvollere Projekte von ihm erhoffen!
Drehbuchautor Len Blum hat bereits an erheblich besseren Filmprojekten mitgearbeitet, zum Beispiel an „Eine Familie namens Beethoven“ (auch nicht anspruchsvoll, aber gut gemachte, solide Familienunterhaltung) oder in letzter Zeit an „Ab durch die Hecke“, der mir sehr gut gefallen hat. Auch bei ihm ist „Der rosarote Panther“ daher für mich eine Enttäuschung.
Vielleicht liegt es ja daran, dass Hauptdarsteller Steve Martin an den späteren Fassungen des Drehbuchs mitgewirkt hat und dem Vernehmen nach für einige der plattesten Gags verantwortlich zeichnet …
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Die wichtigsten Darsteller:
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Damit sind wir dann auch schon bei den Darstellern angelangt:
Steve Martin spielt Inspector Clouseau. Ursprünglich hat er einmal als Standup-Comedian angefangen, worin er sehr gut gewesen sein soll. Ich denke, das ist teilweise das Problem, was ich mit ihm als Schauspieler habe: Bei Standup-Comedy werden Witze im Sekundentakt abgefeuert, wenn da einer nicht sitzt, kann man das leicht verschmerzen, wenn nur genügend gute Witze dabei sind und die Gagrate hoch genug ist. Bei einem Film muss man einen Kompromiss schließen zwischen Gagrate und Storyentwicklung, wobei meistens (wie auch im „rosaroten Panther“) beides leidet.
Dennoch finde ich, dass auch für Steve Martin „Der rosarote Panther“ noch ein Tiefpunkt ist. In Filmen wie „Im Dutzend billiger“ kann ich ihm da doch noch erheblich mehr abgewinnen!
Unter den „Mitspielern“ möchte ich Kevin Kline als Chief Inspector Dreyfus hervorheben. Er ist nicht unbedingt als Komiker bekannt, sondern hat viele ernte Rollen gespielt. Und gerade die Tatsache, dass er seine Figur ganz offensichtlich ernst nimmt und nicht verjuxt, macht Chief Inspector Dreyfus zu einer der komischsten Figuren des Films.
Ein weiterer ansonsten ernsthafter Schauspieler, der Franzose Jean Reno, den ich in anderen Filmen auch schon hervorragend gesehen habe, hat mich in letzter Zeit ein paar Mal enttäuscht – so auch hier. Er ist hier einfach nur dröge, nicht gut, nicht ernst zu nehmen, nicht witzig …
Einen überraschenden Lichtblick gibt es allerdings auch noch: Die Sängerin Beyoncé spielt Xania, und sie singt in dieser Rolle nicht nur gut, sie spielt auch überzeugend. Und das, wo ich von Singstars, die auch einmal spielen wollen, normalerweise gar nichts halte!
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DVD-Ausstattung:
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Technische Daten:
Bildformat: 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Spieldauer: 89min.
FSK6
Film-Veröffentlichung: 2006
DVD-Erscheinungstermin: 12.09.2006
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Anmerkungen zur DVD:
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Der Film liegt auf der DVD in englischer Originalsprachfassung sowie deutscher Synchronfassung vor. Untertitel gibt es für Englisch, Deutsch und Türkisch. Für die Untertitelung des Audiokommentars müssen eigene deutsche Untertitel ausgewählt werden (die übrigen englischsprachigen Extras werden über normale deutsche Untertitel bedient).
„Extras“:
„Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy“:
Den Audiokommentar finde ich eher nervig als informativ. Der Regisseur kommt stellenweise überaus begeistert rüber – an Stellen, die ich eher zum Gähnen finde. Das hat dann einen ziemlich peinlichen Effekt. Trotzdem kann man natürlich Zusatzinfos vom Dreh bekommen, für wahre Fans ist das vielleicht ganz nett.
„Entfallene Szenen“:
Hier findet man elf Szenen, die im endgültigen Film nicht oder nicht so lang zu sehen sind. Man kann auswählen, ob man die Szenen mit oder ohne Kommentar des Regisseurs ansehen möchte.
Inhaltlich ist zu den Szenen zu sagen, dass sie mich ganz überwiegend gelangweilt haben, daher sind sie sicherlich zu Recht rausgeschnitten worden. Teilweise bieten sie ein wenig mehr Hintergrund für die Story, insofern ist es natürlich schade, dass sie im Film fehlen – allerdings ist auch in diesen Szenen zu wenig Hintergrund enthalten, um die Story wirklich schlüssig zu machen. Und letztlich sind gerade die Szenen, die mehr Storyhintergrund enthalten, überhaupt nicht witzig.
Die andere Kategorie gestrichener Szenen sind selbst für diesen Film zu platte Witze bzw. welche, die überhaupt nicht in den Kontext dieses Films passen, und die ich deshalb auch im Film nicht vermisse. Sie würden die Gagrate vielleicht ein wenig erhöhen, aber auch das würde nicht ausreichen, um den Film in meinen Augen rauszureißen. Immerhin hat die Filmcrew das auch erkannt, was dann letztlich doch für deren Qualität spricht.
„Dokumentationen“:
Zusammengenommen könnte man die drei Dokumentationen, die hier versammelt sind, als so eine Art Making Of bezeichnen.
„Die Lösung des Falls“: Ich weiß nicht so recht, wie diese Dokumentation zu ihrem Titel kommt – um die Lösung des Falls geht es jedenfalls nicht, eher um einen Rundumschlag über die ganze Geschichte, angereichert mit Kommentaren von Mitgliedern der Filmcrew bzw. aus den Reihen der Darsteller.
„Ausflug in die Animations-Welt“: Hier geht es um die Pink Panther-Animationssequenzen, die im Vorspann es Films laufen und um die Vorgeschichte dieser Figuren. Da ich ehrlich gesagt den animierten rosaroten Panther wesentlich mehr schätze, als den Realfilm, fand ich das relativ interessant. Auch das, was die Animatoren über ihre Arbeit berichten, ist recht spannend, auch wenn es nicht in mein Fachgebiet fällt.
„Vorbereitungen für die Film-Sequenz im Präsidentenpalast“: Das sind Einblicke vom Dreh bzw. den Drehvorbereitungen, überwiegend für den Höhepunkt des Films, eben die Szenenfolge im Präsidentenpalast. Vom Niveau her sind leider die Kommentare für Fachleute viel zu banal, eher für interessierte Zuschauer, die sich einen ersten Einblick in Dreharbeiten verschaffen wollen.
„Sleuth Cams: Detail-Einblicke am Set“:
Hier finden sich Aufnahmen von den Dreharbeiten zu drei Szenen, nämlich zur „Pressekonferenz“, „Fussball-Arena“ und „Vorhang-Szene in Clouseaus Büro“. Leider sind die Aufnahmen unkommentiert, so dass man keine Informationen bekommt, sondern sich nur einen optischen Eindruck verschaffen kann. Immerhin sind Gespräche zwischen Crew und Schauspielern mitzuhören und glücklicherweise sogar untertitelt, da man sie sonst selbst mit guten Englischkenntnissen teilweise kaum verstehen könnte. Dennoch insgesamt kein besonders interessantes Feature, finde ich.
„Alternativer Filmanfang“:
Den alternativen Filmanfang kann man wahlweise mit oder ohne Kommentar des Regisseurs ausgewählt werden. Leider ist hier nicht das zu sehen, was ich erwartet hatte – nämlich einen alternativen Anfang des Films an sich –, sondern es geht quasi um den Vorspann, den animierten Panther der Titelsequenz. Zugegeben: Die alternative Animation ist gelungen (modern, während die im Film etwas altmodisch, aber gleichzeitig hübsch nostalgisch daherkommt). Aber es ist eine reine Designfrage und hat nach meinen Begriffen nichts mit dem „Filmanfang“ zu tun. (Diese Animation steht zwar am Anfang des Films, ist aber in keinerlei Hinsicht der Anfang der Story, sondern reine Titelsequenz!)
„Musikvideo: Beyoncé: ,Check On It’“:
Das Musikvideo zum Film, das teilweise auch Filmbilder des Pink Panther mit aufnimmt. Für mich als Klassikfan ist das natürlich nicht die richtige Musik, obwohl ich sie gerade in dem Film sogar noch recht gut finde.
„Exklusive Beyoncé Performance: ,A Woman Like Me’“:
Bei diesem Feature kann man auswählen, ob man es mit einem Kommentar des Regisseurs oder ohne ansehen will. Es geht um die Beyoncé-Performance beim Filmhöhepunkt (im Präsidentenpalast), hier in einer ausführlicheren Fassung als im Film zu sehen. Für die Musik gilt natürlich wieder ähnliches wie beim Musikvideo: Es ist sicher gut, aber es ist einfach nicht die Musik, die ich außerhalb eines solchen Films anhören würde.
Im Kommentar beschränkt sich der Regisseur weitgehend darauf, von Beyoncé zu schwärmen.
„Trailer“:
Hier finden sich Trailer zu „Jagdfieber“, „Klick“, „Deine, meine & unsere“ und „Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum“. Eine merkwürdige Zusammenstellung ... Immerhin hat der „Jagdfieber“-Trailer mich neugierig gemacht.
Insgesamt scheint mir, dass die DVD-Ausstattung nicht ganz so gut ist, wie man vielleicht aufgrund der zahlreichen Features erwarten könnte, aber immerhin einigermaßen ordentlich.
Da die DVD allerdings noch ziemlich neu ist, kostet sie auch noch knapp 20 Euro – und das ist für die Ausstattung dann doch recht happig. Wer die DVD unbedingt haben will, sollte vielleicht noch ein wenig abwarten, da sie bestimmt noch billiger wird!
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Fazit:
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Der Film gehört zu denen, bei denen ich bereue, sie angesehen zu haben. Es war reine Zeitverschwendung – platt, nicht lustig, schlechte Story.
Die DVD ist zwar umfangreich, allerdings inhaltlich nicht gerade perfekt ausgestattet. Dennoch zieht die DVD-Ausstattung den Film immerhin noch auf zwei Sterne hoch. weiterlesen schließen
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