Pro:
Tolle Idee eines Klassikers
Der Preis tut schon ein wenig weh
Kontra:
Das Regelwerk ist nicht ganz eindeutig
...und vor Allem kompliziert
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Verfühlt nochmaal!...
So heißt ein Spiel aus dem Hause Haba, welches mich sehr an Aktionsspielen aus meiner Kindheit erinnert hat, wenn beispielsweise Stadtfeste mit Kinderprogramm stattfanden.
Grob gesagt spielt man dieses Spiel sehr wenig mit den Augen, dafür aber mit einem hohen Feingefühl.
Ob Haba aber das nötige Feingefühl in Sachen Kinderspiele mitgebracht hat oer ich meinen Sohn ins Dschungelcamp geschickt habe um ihn dort in dunkle Ecken greifen zu lassen, lest ihr in diesem Bericht.
=== Preise so unterschiedlich wie Kulturen ===
Was mich an Haba-Produkten gerade im Onlinekaufbereich immer gestört hat, sind die unterschiedlichen Preise. Bei MyToys.de kostet dieses Spiel beispielsweise 14,99€, bei Skandik.de 13,98€ und Buecher.de schießt den Vogel mit 19,80€ ab. Ich habe bei Galleria Kaufhof 17,99€ bezahlt. Man merkt also schon, dass das Spiel zwar gut in vielen Kaufhausketten und Onlineshops vertreten ist, man jedoch aber in Sachen Preis wirklich vergleichen muss.
=== Stabiler Inhalt ===
Im Karton befinden sich 10 blaue Zauberbeutel aus Stoff welche sehr strapazierfähig sind und über einen Klettverschluss verschlossen werden können.
Dazu kommen 13 verschiedene Holzteile, die sich in Form und Farbe unterscheiden.
Passend zu den 13 Holzteilen gibt es 13 Karten.
Des Weiteren gibt es 5 Blanko Karten, die ich persönlich als sehr positiv erachte, denn diese Karten, kann man nutzen um Beispielsweise Gegenstände aus dem Haushalt ins Spiel zu bringen. Zum Beispiel kann man auf die Blankokarte einen Löffel malen und aus dem Küchenschrank einen Löffel ins Spiel bringen.
Die Verarbeitung aller einzelnen Komponenten ist sehr gut. Auch die Pappkarten halten sehr viel aus so, dass man wirklich Kraft und ein gewisses Maß an Mutwilligkeit aufbringen muss um diese durchzubrechen.
Präsentation
=== Infos auf den ersten Blick ===
Auf der Vorderseite der Verpackung kann man schon sehr viel Erfahren. So befindet sich beispielsweise unten rechts ein blaues Kästchen welches Aussagen dazu trifft, in welche Fertigkeiten das Kind gefördert wird. Hier sind es Feinmotorik, die damit zusammenhängende Konzentration und das Reaktionsvermögen. Letzteres ist aber nur von Belange, wenn man eine bestimmte Spielweise spielt.
Auf der Rückseite erfährt man dann nochmal ein bisschen mehr zum Spiel selbst.
Hier hat man sich auch eine coole Spielstory einfallen lassen, warum man denn alle Gegenstände erfühlen muss. Das Spiel ist für Kinder von 3-6 Jahren geeignet, es können 2-6 Personen spielen. Außerdem werden die Hauptkriterien des Spiels bestimmt; hier sind es "Fühlen" mit 5/5 Smileys und "Schnelligkeit" mit 4/5 Smileys. Hier fehlt mir jedoch noch ein wenig. Es gehört nämlich auch eine ganze Ecke Glück mit dazu.
Die Spieldauer beträgt 5-10 Minuten. Hier muss ich aber gleich sagen irrt HABA, zumal hier nicht angegeben ist, welche Spielweise hier gemeint ist.
=== Wie wird das Spiel denn jetzt gespielt? ===
Vorbereitung ist das A und O.
Also werden alle Gegenstände in die blauen Säckchen gepackt und diese anschleßend willkürlich auf dem Tisch verteilt.
Die Gegenstandskarten kommen umgedreht auf einen Stapel.
Es gibt im Regelwerk zwei Spielweisen.
1. Für die Kleinen
Der Spieler, der an der Reihe ist zieht eine Karte aus dem Kartenstapel.
Anschließend sucht und erfühlt dieser Spieler die passende Form im Säckchen.
Hat er alles richtig gemacht, wandert die Form wieder zurück ins Säckchen und er darf die Karte zur Punkteermittlung erhalten. Für diesen Vorgang hat der Spieler alle Zeit der Welt.
Ist der Gegenstand im Säckchen jedoch falsch, wandert dieser zurück ins Säckchen und der nächste Spieler muss den gesuchten Gegenstand suchen bzw erfühlen.
2. Für die, die es drauf haben
Eine Karte wird aus dem Stapel genommen. Diesmal dürfen alle Spieler gleichzeitig auf ein Startkommando den Gegenstand suchen/erfühlen. Der Spieler der den Gegenstand zuerst gefunden hat darf die Karte an sich nehmen. Hat einer der Spieler im Eifer des Gefechts das falsche Säckchen erwischt, scheidet er für den Rest der Suchrunde aus, bis die nächste Karte aufgedeckt wird.
Man sieht, dass natürlich noch mehr Regelvarianten möglich sind, was das Spiel keineswegs langweilig macht.
Jedoch benötigt man mit einem 3-Jährigen definitiv gerade beim ersten Regelwerk länger als 10 Minuten. Das schlaucht Kindernerven, gerade wenn man mit mehreren Spielern spielt, da man in der Zeit wo ein Mitspieler sucht nichts zu tun hat.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor ist definitiv hoch, gerade bei den Kindern.
Jedoch dürfen die Wartezeiten nicht all zu lang sein, sonst verliert der ein oder andere Mitspieler die Geduld, daher ist es wichtig zu wissen welches Regelwerk man für welche Spielergruppe nutzt.
Schwierigkeitsgrad
=== Sehr viele Spielweisen .... dafür hätte man kein Regelwerk schreiben müssen===
Neben all den tollen Kleinigkeiten gibt es auch eine Spielanleitung. Diese ist oftmals sehr trickreich, weshalb Regeln nicht gleich 100%ig klar sind. Der Themenaufbau ist auch nicht gerade chronologisch korrekt. Außerdem gibt es zwei verschiedene Spielweisen/ Varianten.
Spieldauer
Die Spieldauer ist wie schon in meiner Präsentation beschrieben angenehm lang, wenn man die richtige Regel aussucht und die Wartezeiten nicht enorm lang werden. Zieht sich ein Spiel länger als 15 Minuten ist die Lust auf eine weitere Runde schnell verflogen.
Weitere Erfahrungen & Fazit
=== Fazit ===
Der Spielspaß ist ganz klar gegeben. Egal ob jung, ganz jung oder alt; dieses Spiel kann bei Benutzung von neuen Regeln mordsmäßigen Spaß bereiten. Gerade die schnelle Spielvariante sorgt für so manche Überraschung. Ich gebe dem Spiel bei einem Preis von um die 18,00€ eine Kaufempfehlung, auch wenn es den einen oder anderen kleinen Makel gibt.
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