Pro:
tolle Schauspieler
viel (schwarzer) Humor
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Wieder mal ein Film, den ich beim ziellosen Stöbern in der Videothek entdeckt habe.
Am Ende hat er mir dann so gut gefallen, dass ich ihn mir über eine Internet-Tauschplattform ertauscht habe (nach Monaten auf der Warteliste ein echtes Wunder, dass ich ihn nun tatsächlich selbst besitze…).
Allgemeine Daten
Der Film ist 2006 erschienen. Neu kostet er derzeit z.B. bei Amazon 9,95 €.
Die Laufzeit beträgt 99 Minuten. Dazu kommen noch 52 Minuten für das Bonusmaterial. An Sprachen stehen Deutsch und Englisch zur Verfügung, für Hörgeschädigte gibt es auch deutsche Untertitel.
Die Altersfreigabe liegt bei sechs Jahren, was ich für angemessen halte. Wobei ein 6-jähriger vermutlich an manchen Stellen noch nicht so ganz mitkommt...
Inhalt
Der Pfarrer Walter Goodfellow ist ein eher ernster Mann, fast schon ein Perfektionist, der seine Aufgaben für seine Gemeinde sehr ernst nimmt. Leider kommt dabei jedoch immer wieder die Familie viel zu kurz. Seine Frau fühlt sich irgendwann so sehr ignoriert, dass sie mehr aus Frust als aus Überzeugung eine Affäre mit ihrem Golflehrer beginnt. Der Sohn kommt mit den Schulkameraden nicht zurecht und wird ständig gemobbt und nicht zuletzt schleppt die halbwüchsige Tochter fast jeden Tag einen anderen Kerl an.
All das jedoch bleibt vor Walter Goodfellow verborgen, dazu ist er einfach zu sehr in seine Arbeit vertieft.
Frischer Wind kommt schließlich in die Familie, als die Goodfellows eine neue Haushälterin, Grace, einstellen. Diese bringt mit ihrer ganz eigenen Art die Familie wieder zusammen und hilft dem Pfarrer, seinen Humor wiederzuentdecken.
Klingt alles soweit ganz idyllisch, gäbe es da nicht diesen dunklen Fleck in der Vergangenheit von Grace. Sie hat da nämlich eine ganz schlechte Angewohnheit: Sie kann das Morden einfach nicht lassen…
Die Darsteller
Rowan Atkinson dürfte den meisten vor allem durch seine Rolle als Mr. Bean bekannt sein. In diesem Film ist er als Walter Goodfellow nicht ganz so überdreht-komisch, wie man ihn sonst kennt. Der schauspielerischen Leistung tut das jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.
Kristin Scott Thomas war mir bisher kein Begriff. Liegt wohl daran, dass ich weder den Pferdeflüsterer noch den Englischen Patienten gesehen habe – da spielt sie nämlich auch mit.
Ihre Rolle als desillusionierte Pfarrersfrau spielt sie sehr souverän und überzeugend.
Maggie Smith kannte ich bisher aus „Sister Act“ und natürlich „Harry Potter“. Meiner Ansicht nach eine Schauspielerin, die so ziemlich jede Rolle überzeugend darstellen kann, so auch hier. Als unkonventionelle Haushälterin mit mörderischer Vergangenheit ist sie zugleich außerordentlich liebenswürdig und außerordentlich heimtückisch. Eine ideale Besetzung für die Rolle.
Patrick Swayze bringe ich immer automatisch mit Dirty Dancing und „Ghost – Nachricht von Sam“ in Verbindung. Dass er seitdem ein ganzes Stück älter geworden ist, war mit das erste, was mir an ihm aufgefallen ist. Ansonsten spielt er die Rolle des coolen, Frauen verführenden Golflehrers auch ganz hervorragend.
Tamsin Egerton und Toby Parkes als die beiden „Problemkinder“ des Pfarrers spielen ihre Rollen ebenfalls sehr überzeugend.
Insgesamt würde ich mal sagen, dass es für diesen Film wirklich gelungen ist, die perfekte Besetzung zu finden.
Das Bonusmaterial
Was natürlich bei keinem Film fehlen darf, ist das Making of. Immer sehr interessant anzuschauen. Weiterhin finden sich ein Outtake, einige gelöschte Szenen sowie ein alternativer Anfang für den Film. Abgerundet wird das ganze durch einige Informationen zu den Darstellern.
Fazit
Mr. Bean ist für mich immer schon hart an der Grenze zwischen lustig und blöd. In seiner Rolle als liebenswerter, wenngleich etwas weltfremder Pfarrer, gefällt mir Rowan Atkinson daher fast noch ein wenig besser. Der Humor kommt jedenfalls auch hier nicht zu kurz.
Auch die Leistungen der anderen Darsteller können sich sehen lassen. Beim ersten Mal fand ich das Ende ein klein wenig zu makaber, ansonsten jedoch gibt es an diesem Film absolut nichts auszusetzen. Ideal für einen lustigen Filmeabend und durchaus ein Film, den man gut mit der ganzen Familie anschauen kann. weiterlesen schließen
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