Pro:
nichts!
Kontra:
schlechte Story, schlechte Darsteller, schlechte Umsetzung, schlechte DVD-Ausstattung
Empfehlung:
Nein
Vor einiger Zeit habe ich über den Film „Butterfly Effect“ geschrieben. In dem Zusammenhang habe ich dann auch den Film „Butterfly Effect 2“ entdeckt. Obwohl ich gleichzeitig auch einige negative Kritiken dazu fand, war ich doch neugierig geworden und habe diese Fortsetzung auf meine Ausleihliste gesetzt. Die Tatsache, dass ich ihn sehr schnell bekam, hätte mich natürlich schon stutzig machen sollen …
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Die Story:
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Nick Larson hat zwar nur einen mäßigen Job, aber an der Seite seiner Freundin Julie Miller, einer begabten Künstlerin, und mit den gemeinsamen Freunden Trevor und Amanda lebt er doch recht glücklich. Doch dann geschieht ein schlimmer Unfall, Nick überlebt, doch seine drei Freunde sterben. Ein Jahr lang lebt er danach wie in einem Albtraum.
Aber dann entdeckt er, dass er sich über Fotos in die Vergangenheit versetzen und sie verändern kann. Er korrigiert den Tag des Unfalls und sorgt dafür, dass seine Freunde überleben.
Alles scheint geglückt, als er feststellt, dass er mit Julie immer noch glücklich ist und Trevor und Amanda kurz vor der Hochzeit stehen. Dummerweise läuft es bei Trevor und Nick beruflich nicht besonders gut, ein Kollege, der vor ihnen befördert wurde, schiebt ihnen die Schuld für geplatzte Deals zu, so dass die beiden ihre Jobs verlieren. Was nun?
Als Nick ein Foto von einer Weihnachtsfeier entdeckt, auf der sie alle drauf sind, liegt die Lösung nahe, er versetzt sich dorthin zurück und schafft es, den Kollegen aus dem Weg zu schaffen, bevor der ihm die Beförderung wegschnappen kann.
Auch diesmal scheint alles prima funktioniert zu haben: Nick ist befördert worden. Dummerweise scheint seine Beziehung zu Julie darüber kaputt gegangen zu sein. Aber das wird man doch in Ordnung bringen können … Noch in dieser Variante der Gegenwart gibt es noch mehr, mit dem Nick nicht gerechnet hat, Trevor und er haben sich mit gewalttätigen Kriminellen eingelassen ...
Wird er es schaffen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, oder geht es mit jeder Änderung weiter mit ihm bergab?
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Anmerkungen zum Film:
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So spannend die Geschichte vom Originalfilm „Butterfly Effect“ ist, so enttäuschend ist diese Fortsetzung. Und es ist eigentlich auch ganz klar, woran das liegt:
„Butterfly Effect“ ist ein komplexes psychologisches Puzzle. Die Ereignisse, die der Held dort verändert, liegen weit in der Vergangenheit, so dass eine Änderung daran tatsächlich auch vielfältige Auswirkungen haben kann. Im Vergleich dazu werden in „Butterfly Effect 2“ immer nur Ereignisse verändert, die rund ein Jahr in der Vergangenheit liegen.
Wichtiger scheint mir aber noch zu sein, dass die Qualität der Ereignisse, die verändert werden, ganz anders ist: In „Butterfly Effect 2“ werden reine Äußerlichkeiten verändert – Nick verhindert einen Autounfall und rettet damit das Leben seiner Freunde, Nick sorgt dafür, dass ein Kollege nicht befördert wird, sondern er selbst … Die Änderungen, die sich daraus ergeben, sind auch rein äußerlich und nicht besonders überraschend. Und von einem „Butterfly Effect“ (= „der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Orkan auf der anderen Seite des Globus auslösen“) kann erst recht keine Rede sein. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass Nick, wenn er befördert wird, einerseits mehr Verantwortung hat, andererseits weniger Zeit mit seiner Freundin verbringen kann. Andere „Effekte“ scheinen dagegen weniger Effekte der Veränderung in der Vergangenheit zu sein, sondern viel mehr an den Haaren herbeigezogen, etwa wenn Nick und Trevor sich mit Kriminellen einlassen, die die Geschichte in eine tragische Richtung drehen. Das hat schlicht keinen Zusammenhang mit den Änderungen, die Nick herbeigeführt hat, sondern ist konstruiert, um einen „Butterfly Effect“ behaupten zu können.
Dazu kommt noch, dass sowohl die Darsteller als auch die Dialoge die Qualität einer Teeniefernsehserie haben und die Story so platt ist, dass man offenbar „Füllsel“ brauchte, um überhaupt knappe anderthalb Stunden Film zusammen zu bekommen. Anders sind jedenfalls meines Erachtens die sterbenslangweiligen Anfangsszenen, in der die Beziehung zwischen Nick und Julie und ihre Freundschaft zu Trevor und Amanda breitgewalzt wird, ohne dabei besondere Sympathie für die Figuren zu wecken, und auch immer wieder lange Nebenhandlungen im weiteren Verlauf des Films einfach nicht zu erklären.
Wenn man dann letztlich noch Bezug nimmt auf den ersten Film, um zu erklären, was Nick da eigentlich macht oder „hat“, dann ist das absolut nicht mehr verständlich für alle, die den ersten Film nicht gesehen haben, für alle anderen aber nur ein noch deutlicherer Verweis darauf, was diese Fortsetzung alles nicht leistet, nämlich all das, was den ersten Film sehenswert gemacht hat. Ach ja: Und sonstige inhaltliche Bezüge zum ersten Film gibt es nicht – es tauchen weder Figuren daraus auf noch sonstige Bezüge.
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Die wichtigsten Mitwirkenden:
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Wenn man „Butterfly Effect 2“ ansieht, dann ist es nicht weiter erstaunlich, dass keiner der herausragenden Mitwirkenden des ersten Films mit von der Partie war.
Regisseur John R. Leonetti ist „im richtigen Leben“ Kameramann, und auch in diesem Bereich hat er nicht gerade große Filme gedreht. Zu seinen Gunsten kann man auch da nur anführen, dass er immerhin gut im Geschäft ist. Regie geführt hat er nur bei einigen wenigen Folgen amerikanischer Fernsehserien sowie „Mortal Combat 2“ und eben „Butterfly Effect 2“.
Was mich allerdings an der Tatsache, dass Leonetti eigentlich Kameramann ist, ausgesprochen wundert, ist, dass der Film visuell nicht mehr hergibt.
Für Drehbuchautor Michael D. Weiss lässt sich auch nichts wesentlich Besseres sagen. Er hat die Drehbücher zu Filmen wie „Crocodile“ geschrieben sowie etlichen, die es nicht einmal in die deutschen Kinos geschafft haben (und das bei den nicht gerade hohen Ansprüchen, die an amerikanische Filme für die deutsche Synchronisation und Verwertung gestellt werden). Auch am nicht gerade ruhmvollen letzten Teil einer eigentlich erfolgreichen Horrorfilmreihe war er beteiligt: „I’ll Always Know What You Did Last Summer“.
Auch die Darsteller gehören eher in die Kategorie „Fernsehserie“ und höchstens in kleinen Rollen in Kinofilme. Das geht bis hinauf zum Hauptdarsteller Eric Lively so, der immerhin in der Serie „The L Word“ in der ersten Staffel eine etwas längere Rolle hatte. Ansonsten ist über keinen der Darsteller irgendetwas Besonderes zu berichten, und wenn man „Butterfly Effect 2“ anschaut, wundert man sich auch nicht weiter, dass man die Darsteller nicht in besseren Rollen zu sehen bekommt. Mehr als gutes Aussehen haben sie kaum zu bieten.
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DVD-Ausstattung:
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Technische Daten:
Bildformat: 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1
FSK 16
Spieldauer: 89 min.
Film-Veröffentlichung: 2006
DVD-Veröffentlichung: 08.12.2006
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Anmerkungen zur DVD:
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Der Film liegt auf der DVD in englischer Originalsprachfassung sowie deutscher Synchronfassung vor. Untertitel gibt es für Deutsch und Englisch sowie Deutsch für Hörgeschädigte.
„Specials“:
„Audiokommentar von Regisseur John R. Leonetti & Koproduzent Michael Stirling“:
Das ist innerhalb kurzer Zeit der zweite einfach furchtbare Audiokommentar, den ich begonnen habe, anzuhören, aber nicht bis zum bitteren Ende aushalten konnte. Beide Kommentatoren beweisen immer wieder ihre Inkompetenz, indem sie sich stolz zeigen auf all das, was in diesem Film nicht klappt, und ansonsten ihre Zeit vor allem damit verschwenden, die nicht besonders herausragenden Darsteller und andere Mitwirkende in den Himmel zu loben. Nach zehn Minuten war für mich Schluss, dieser Audiokommentar war wenigstens bis zu dem Zeitpunkt einfach unerträglich und uninformativ und versprach auch nicht, noch besser zu werden, so dass ich nicht glaube, viel verpasst zu haben.
„Die Veränderung der Realität: Am Set von Butterfly Effect 2“:
Dieses Feature, das natürlich auf Englisch gesprochen, aber deutsch untertitelt ist, scheint eine einzige Entschuldigung für einen schlechten Film zu sein. Es geht vor allem darum, dass der Film in nur 20 Tagen abgedreht wurde, eine Drehzeit, die sogar für einen deutschen Fernsehfilm knapp bemessen wäre, erst recht natürlich für amerikanische Kinofilme. Weitere Entschuldigungen sind beispielsweise, dass im Winter in Vancouver gedreht werden musste. Völlig unvermittelt gerät dann der Regisseur im Einklang mit seinem Hauptdarstellung dennoch über diese ganze Katastrophe ins Schwärmen … Bei Figuren innerhalb des Films hätte mein Urteil wohl gelautet: unglaubwürdig! Aber natürlich haben die Beteiligten gerade bei amerikanischen Filmen die Pflicht, ihr Produkt in den Himmel zu loben …
Je länger ich dieses Feature angesehen habe, desto mehr war ich geneigt, den Leuten zu sagen: Hört mal, wenn niemand, nicht einmal die Produktionsfirma, so von dem Film überzeugt war, um euch ein vernünftiges Budget, eine vernünftige Drehzeit, ein vernünftiges Drehbuch zu geben, warum musstet ihr den Film dann überhaupt machen? So, wie er geworden ist, wäre es kein Verlust, hätte des diesen Film nie gegeben. Dummerweise kann man als Zuschauer nicht die Zeit zurückdrehen zu einem Zeitpunkt, an dem man seine Zeit noch nicht mit diesem Film verschwendet hatte, und verhindern, dass man ihn anssieht …
Und wenn ich dann noch höre, dass man besonderen Aufwand mit der Szene des Autounfalls betrieben hat, um den Film „kommerziell aufzuwerten“, kann ich endgültig nur noch den Kopf schütteln. Es wäre vermutlich wesentlich billiger gewesen, der Story ein bisschen mehr Gehalt zu geben, um sie für die Zuschauer spannender und sehenswerter zu machen, statt sich weiterhin auf solche Äußerlichkeiten zu konzentrieren.
„Butterfly Effect Trailer“:
Der Originaltrailer zum Originalfilm, nur auf Englisch und ohne Untertitel. Dennoch hat der Trailer mir noch einmal deutlich gemacht, dass dieser Film wirklich sehenswert war …
„Butterfly Effect 2 Trailer“:
… während der Trailer für die Fortsetzung es nötig hat, auf den ersten Film Bezug zu nehmen, um wenigstens noch ein wenig Spannung zu erzeugen – die der Film dann allerdings nicht einlöst. Auch dieser Trailer liegt nur auf Englisch ohne Untertitel vor.
Das ist die ganze DVD-Ausstattung, weder qualitativ noch quantitativ zufrieden stellend. Allerdings könnte man den Kauf der DVD wegen des schlechten Films wohl selbst bei optimaler DVD-Ausstattung kaum empfehlen, schon gar nicht zum derzeitigen Preis von rund 15 Euro.
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Fazit:
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Dafür kann man keine Empfehlung aussprechen! „Butterfly Effect 2“ ist ein müder, uninspirierter Abklatsch, der schlicht vom Erfolg des ersten Films zu profitieren versucht, dafür aber auch nicht annähernd die Qualität bietet – in keinem Bereich. Die Ausstattung der DVD ist auch nicht weit her. weiterlesen schließen
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