Die Passion Christi (DVD) Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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denn sie wissen nicht was sie tun...
5Pro:
meines Wissens sehr nah an der Bibel gehalten, super realistisch gemacht
Kontra:
mh, HÖCHSTENS die Untertitel
Empfehlung:
Ja
Tja, wer kennt diesen doch sehr bekannten Bibel Spruch nicht ?! Ich glaube die wenigsten von euch..
In meinem Bericht geht es um den sehr umstrittenen Film "Die passion Christi". Ich habe ihn mir am Wochenende einmal im Kino angesehen und möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten..
Vorgeschichte
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Ich geb zu, ich bin nicht wirklich ein Kirchengänger, es beschränkt sich so auf Weihnachten und auf irgendwelche Feste(Taufen, Hochzeiten etc.)*heiligenschein putz*, aber das heißt ja nicht gleich das ich nicht an Gott glaube..
Auch wenn ich mir hier ziemlich viele Feinde mache, aber von der Kirche an sich als Organisation halte ich nicht sonderlich viel.. Warum ? - Naja, es fängt bei den Geschichtsbüchern die die Inquisition beinhalten an, geht dann über die Beichte weiter (die ich persönlich total lächerlich finde, denn ich bezweifel das die Anzahl der gebeteten "Vater Unser" über meine Vergebung der Sünden entscheidet) und endet damit das -sollte ich mal Heiraten- ich trotz der Kirchensteuer immer noch was an die Kirche zahlen muss..
Wie oben schon erwähnte glaube ich ja dennoch an einen Gott und für Geschichte ansich interessiere ich mich auch sehr stark,. also musste ich natürlich in diesen Film gehen *zwinker*
Die Story
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Tja, die Stoy dürfte eigentlich jedem klar sein, denn es geht um die letzten 12 Stunden im Leben von Jesus, die ja -baknntlich- alles andere als angenehm waren. Und genau diese doch sehr unangenehmen 12 Stunden zeigt der Film in einer verdammt realistischen weise ! Also meine Warnung an alle Eltern:
!!!!!!!Dieser Film ist definitiv NICHT für Kinder geeignet !!!!!!
Realitätsnah ?! (Geschichte & Effekte)
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Die Story im ganzen hält sich meiner Meinung schon sehr nah an der Bibelgeschichte, allerdings kann ich nicht beurteilen ob Judas für seinen verrat tatsächlich 30 Silberstücke bekommen hat*skeptisch guck*... Aber vielleicht weiß es ja jemand besser als ich und sagt mir bescheid, dann werd ich dies noch nachtragen *zwinker*. Ebenfalls denke ich das die Erfindung unseres Esstisches wie wir ihn heute kennen nicht von Jesus stammt, aber da kann man ja geteilter Meinung drüber sein..
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Von den Bildern her kann ich nur sagen, hut ab ! Man erkennt wirklich nicht den Unterschied ob das ganze eine Puppe ist oder eine echte Person (ES IST NATÜRLICH EINE PUPPE !!!!!!), und auch an Filmblut wurde definitiv nicht gespart. Bei der Kreuzigung selbst musste ich an manchen Stellen echt wegschauen weil es wirklich realistisch und eklig aussah, z.B. wie die Nägel durch Hände und Füße geschlagen werden.
Auch an der Folterung werden Menschen mit schwachen Nerven echt zu knabbern haben, also ich rate davon ab während des Films irgendetwas essbares zu verzehren, ich hab noch nicht mal meine kleine Cola leer bekommen (was allerdings an der Spannung und nicht am ekel lag*g*).
Die Untertitel
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Warum überhaupt Untertitel ? - Ganz einfach. Diesen Film gibt es nur auf aramäisch & latein mit Untertiteln (englisch, deutsch etc etc), weil er kann heut zu Tage noch aramäisch ?? Leute wie du und ich wohl eher weniger.
Warum dieser Film nur auf aramäisch ist, weis ich leider auch nicht so genau, ich vermute mal um es besonders realistisch zu machen.. aber wie gesagt, leider keine ahnung.
Für einige Personen dürften die Untertitel wohl der größte Grund sein nicht in diesen Film zu gehen.. Den Zahn kann ich euch allerdings ziehen, denn zum einen wird in dem Film sehr wenig im Dialog gesprochen, zum anderen braucht man sich mit dem lesen nicht wirklich beeilen denn ich find die zeit die die Untertitel eingeblendet werden echt angemessen und angenehm.
Wenn im Pulk gesprochen wird, werden die Untertitel meist ganz weggelassen, denn hier kommt hauptsächlich die Körpersprache zum einsatz und die versteht man mehr als deutlich !
Die Musik
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Mit der Musik wird sehr viel gearbeitet um Stimmungen bzw. Spannungen zu erzeugen. Dies geschieht hauptsächlich dann, wenn die Untertitel weggelassen werden wie z.B. beim größten teil des Kreuzigungswegs. Hier holt die Musik sehr viel an emotionen und Stimmungen raus !!! Was in verbindung mit der Körpersprache der Darsteller hier sehr viel Wirkung zeigt !!!! Also die Musik wurde alles in allem perfekt auf die einzelnen Szenen abgestimmt !
Brutalität
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Ist in dem Film sehr viel enthalten, also nix für schwache nerven ! Es wird genau die Folterung und die Kreuzigung gezeigt und das teilweise in erschreckend realistischen nahaufnahmen !
Aber anders stehts in der Bibel sowei ich mich erinnere auch nicht, nur das mans da halt nicht bildlich vor sich sieht.
Übersicht (Cast, Crew, Daten)
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Cast
*****
Jesus Christus - James Caviezel
Maria Magdalena - Monica Bellucci
Maria - Maia Morgenstern
Hohepriester Kaiphas - Mattia Sbragia
Pontius Pilatus - Hristo Shopov
Judas Ischariot - Luca Lionello
Satan - Rosalinda Celentano
Petrus - Francesco DeVito
Crew
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Regie - Mel Gibson
Drehbuch - Mel Gibson, Benedict Fitzgerald
Kamera - Caleb Deschanel
Schnitt - John Wright
Musik - John Debney
Daten
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Original Titel: The Passion of the Christ
Drama - USA 2004
Kinostart: 18.03.2004
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
127 Min.
Internet: http://www.passion.film.de/splash.php
Fazit
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Ich kann euch nur sagen schaut euch diesen Film an ! So umstritten er sein mag, so genial ist er gemacht. Wer auf Spannung und Geschichte steht, macht bei diesem Film garantiert nichts Falsch, allerdings rate ich davon ab die Kinder mit in diesen Film zu nehmen, also ist er nichts für einen Familientag im Kino.
Die Leute von euch die einen realistisch umgesetzten Film suchen: Schaut euch die passion Christi an ! Denn realistischer gehts nimmer !
Für die unter euch die ein schwaches Nervenkostüm und eine ziemlich niedrige ekel grenze haben: Finger weg ! Denn euch wird dieser Film mit sicherheit nicht gut bekommen, geschweige denn eurem Magen !
In diesem Sinne!
Danke fürs lesen, bewerten und kommentieren..
Bitte seht von meinen Rechtschreibfehlern ab !
*bussi*
eure Tweeny weiterlesen schließen -
Brutale Gewaltorgie oder genialer Passionfilm?
Pro:
Der ganze Film ist ein einziges Pro!
Kontra:
Lediglich die Vorwürfe gegen Mel Gibson!
Empfehlung:
Ja
Für mich als Filmfreak war “Die Passion Christi” natürlich Pflicht. Zumal das ganze Hin und Her der Medien den Film ja noch Bekannter machten und ich mir selbst ein Bild machen wollte.
„Die Passion Christi“ beginnt im Wald, wo Jesus sich mit 3 seiner Jüngern aufhält, umgeben von Olivenbäumen, der Ort, an dem der berühmte Judas Kuss zustande kam.
Jesus wird, wie wohl allseits bekannt, verhaftet und als Gotteslästerer beschimpft und dementsprechend auch gequält. Er wird getreten, bespuckt, geschlagen, beschimpft und ausgelacht. Er wird vom Hohepriester verurteilt ein Gotteslästerer zu sein und vor Pontius Pilatus gestellt.
Pilatus jedoch sieht in Jesus keinen Gotteslästerer und spricht ihn frei ... vorerst. Das Volk demonstriert, den aus seiner Sicht ist er jemand, der verurteilt werden muss - und mit dem Tod bestraft werden soll. Pilatus verweist Jesus an Herodes, der über sein Schicksal entscheiden soll. Doch auch dieser hält ihn für einen Narren und spricht ihn frei.
Letztendlich bringt das Volk den, schon geschändeten, Jesus wieder zu Pilatus und verlangt die Kreuzigung. Pilatus bleibt jedoch standhaft und befragt das Volk, wen er laufen lassen soll. Den Mörder Barrabas oder Jesus. Das Volk verlangt die Freilassung von Barrabas und die Kreuzigung Jesu.
Pilatus, der Jesus nicht hinrichten will, beauftragt seine Diener Jesus zu bestrafen, jedoch nicht zu töten.
Nachdem Jesus von den Dienern regelrecht zerfetzt wurde, stellt Pilatus diesen vor das Volk und befragt es, ob es genügt.
Das Volk verlangt dennoch die Hinrichtung und Pilatus weiß sich nicht mehr zu helfen.
Er weiß dass er bei einem Freispruch nicht mehr angesehen ist und beim Volk verhasst sein würde.
Er spricht ihn auch nicht frei, viel mehr händigt er Jesus dem Volke aus. Er sagte dass es nicht sein Wunsch ist Jesus hinzurichten, sondern der Wunsch des Volkes und somit soll jenes auch tun, was es für richtig hält.
Kurz darauf bekommt Jesus sein Kreuz, welches er, schon fast zerfetzt, tragen muss und zugleich beim Tragen noch Spott und Schläge ertragen muss, und begibt sich auf den Weg zur Hinrichtungstätte.
Jesus wird letztendlich gekreuzigt und bekommt von jenen, die ihn einst traten und verspotteten, Anerkennung, sie reichen ihm am Kreuz einen nassen Schwamm und einige zeigen sich respektvoll ... 3 Tage später steht er wieder von den Toten auf, was auch jeder von euch wissen dürfte ...
Der Film zog viele Skandale mit sich und zieht diese auch jetzt noch mit sich. Nicht nur, dass der Film als antisemitisch beschimpft wird, nein, Mel Gibson selbst wird von einigen Seiten als Gotteslästerer bezeichnet und der Film als pure Gewaltorgie dargestellt. Viele jüdische Vereinigungen wollten den Film stoppen, hieltenn sich teilweise (zumindest in Amerika) vor den Kinos auf und baten die Zuschauer sich diesen Film nicht anzusehen. Das war eigentlich zu erwarten, wenn man bedenkt, dass die letzten 12 Stunden im Leben Jesu ein sehr heikles Thema sind und so oder so immer stark in der Kritik stehen. Zumal sich jetzt ein Hollywood Star daran vergriffen hat und man somit den Eindruck haben könne, dass Mel Gibson etwas knapp bei Kasse ist und lediglich viel Geld damit machen wolle. Man könnte auch auf die Idee kommen, dass Gibson mal wieder einen Oscar bräuchte. Doch was nützen diese voreiligen Entschlüsse, wenn man sich selbst kein eigenes Bild macht? Jene Leute, die den Film als antisemitisch beschimpfen, haben ihn, leider, zum Großteil nicht gesehen und wollen sich einfach nur in den Vordergrund drücken. Die Tatsachen, dass sich jüdische Organisationen gegen den Film gestellt haben, verstärkt diesen Verdacht, da ich nicht glaube, dass all diese Personen den Film wirklich sahen und die Äußerungen nur aufgrund Hörensagens stellen konnten und sich damit etwas in den Vordergrund drücken wollten, wollen sie doch bekannter werden (ich möchte diese Religion hiermit nicht beleidigen, das ist lediglich mein Eindruck!) und evtl. Ruhm ernten.
Doch was ist dran an dieser Kritik, Beschimpfung und sogar an den Versuchen den Film zu stoppen?
Ich empfinde das alles als totalen Quatsch. Wo bitteschön war der Film antisemitisch? Etwa an der Stelle, an der ein Jude Jesus half, ihm kurz vor seinem Tod in die Augen sah und somit seinen Glauben an seiner Person bestätigte? Da es (leider) eine Tatsache ist dass die Juden Jesu nunmal gekreuzigt haben, kann ich den Aufruf nicht verstehen. Hätte Mel Gibson etwa die Juden mal eben durch Christen ersetzen sollen? Dann hätte er das Drehbuch (welches ja die Bibel war) ja auch gleich umschreiben können und statt Jesus irgendwen anders ans Kreuz hängen können – Sorry, aber es ist nunmal so und an der Vergangenheit lässt sich, leider, nichts ändern. Außerdem hat Herr Gibson das nicht soweit ausgebaut dass man einen Antisemitismus deuten könnte, dazu hätte er wirklich stärker darauf eingehen müssen dass jede einzelne Person, die seine Kreuzigung wollte, ein Jude war und das waren gewiss nicht alles nur Juden!
Der Film ist in meinen Augen alles andere als antisemitisch!
Auch glaube ich nicht das Herr Gibson Geld benötigt, hat er die Produktion doch aus eigener Tasche bezahlt, was bei kosten von rund 25 Millionen Dollar kein einfaches Spiel ist, zumal er das Risiko eingehen musste, das sein Film ein totaler Flopp wird. Ich denke aber das Gibson sich vorstellen konnte dass der Film so viele Kritiker und sogar Feinde gewinnen wird und er selbst diese Feinde bekommen wird. Trotzdem entschied er sich diesen Film zu drehen, seiner Aussagen zu folge, um seinen Glauben an Gott zu bestätigen. Ich rechne es ihm auch hoch an dass er sich an dieses Projekt gewagt hat, zumal er eigentlich dafür bekannt ist, in Action Filmen zu glänzen und diese dann meist der totale Hit werden, aber „Die Passion Christi“ ist alles andere als solch ein Actionfilm und das passt eigentlich nicht zu Gibson´s früheren Werken, daher denke ich nicht dass er in erster Linie mit dem Film Ruhm ernten wollte, sondern vielmehr, wie er sagte, seinen Glauben bestätigen.
Die Gewaltdarstellung des Filmes gleicht an manchen Stellen wirklich einem harten Splatterfilm, sieht man doch ab und an mal wie Hautfetzen von Jesus´ Körper fliegen, liegt Jesus nach den Qualen noch eine Zeit in einer kleinen Blutlache. Doch ich empfinde diese Gewaltdarstellung nicht als sinnlose Gewaltdarstellungen, dafür ist das Thema zu ernst. Hätte Mel Gibson die Gewalt in dem Film vorheben wollen, so hätte er doch einfach ein paar Römer gegen ein paar Anhänger Jesu kämpfen lassen müssen und dies dann lediglich etwas blutiger ausschmücken müssen. Doch er hat einzig die Schandtaten an Jesus etwas brutaler dargestellt um dem Zuschauer etwas näher zu treten und ihm unmissverständlich klar zu machen was diese Menschen damals mit Jesus angerichtet haben und welch grauenvolle Schmerzen er erleiden musste. Ich empfinde die Gewaltdarstellung demnach nicht als sehr übertrieben, einige Kamerperspektiven hätten evtl. etwas geändert werden können, sodass manche Szenen nicht so heftig sind aber so wie es ist, ist es auch sehr gut, wie ich finde.
Es fällt mir doch recht schwer den Film einem Genre zuzuweisen. Zum einen könnte man sagen das er ein Drama ist, da man die ganze Leidensgeschichte Jesu mitverfolgt, welche letztendlich mit seinem Tod endet. Zum anderen könnte man den Film auch als Actionfilm sehen, da Genretypisches geschieht, wie zum Beispiel die Folterung Jesu, welche eigentlich den ganzen Film schmückt. Zum anderen könnte man ihn auch in die Splattersparte ordnen, da er, wie oben schon erwähnt, teilweise recht heftig ist und man ab und an Hautfetzen fliegen sieht. Aber die Splattersparte und die Actionsparte klingen etwas abwertend, man könnte sonst ja denken es handle sich um einen Film, der sich auf Gewalt spezialisiert hat.
Der Film läuft in den deutschen Kinos mit Untertitel. Die Sprachen sind in Latein, Hebräisch und Aramäisch gehalten, um den Film noch realistischer wirken zu lassen. Einige wird das Abschrecken, dass man den Untertitel lesen muss, aber hier kann ich diese Personen beruhigen, es gab bei mir keine Schwierigkeiten, da die Untertitel lange genug im Bild blieben, sodass man sie sich teilweise 2-3 mal durchlesen kann und recht wenige, bzw. langsame, Kameraschnitte ermöglichen es, dass man die Bilder dazu auch noch ohne Probleme betrachten kann. Die Dialoge klingen aber umso komischer, zumindest für jene, die keine der oben genannten Sprachen sprechen können, da der Tonfall und die Aussprache für uns richtig komisch klingt und damit musste ich mich erstmal anfreunden, was bei mir aber erstaunlicherweise sehr schnell ging.
Der Film rief in mir die Frage auf wie Menschen so grausam sein können. Glauben hin oder her, es ist erschreckend, was damals geschah und auch noch heute geschieht. Zudem hat es mich erschreckt als das Volk lieber einen Mörder laufen lässt, als einen Mann, der behauptet Gottes Sohn zu sein. Man bedenke, dass ein Mörder, der bei der Entscheidung von Pontius Pilatus recht aggressiv war, wieder zuschlagen wird; jemand der aber sagt er sei Gottes Sohn niemandem leid zufügt.
Das hat mich doch sehr erschrocken und gibt mir auch jetzt noch zu denken ...
Die Schauspieler tun mir bei diesem Film irgendwie leid. Haben doch sehr wenig zu tun. James Caviezel musste lediglich dauerhaft eine schmerzerfüllte Mimik aufziehen, was im Prinzip recht leicht fallen dürfte, dennoch merkte man dasCaviezel sich richtig in Jesus hinenversetzt hat und man sieht ihm den Spass an der Rolle an. Caviezel ist ohnehin ein richtig guter Schauspieler, der sein Talent hier aber leider nicht richtig beweisen konnte, da er wie gesagt lediglich ein schmerzerfülltes Gesicht machen muss, bis auf die paar Szene, die vor den Schandtaten geschahen.
Anders erging es Monica Bellucci auch nicht. Sie ist auch eine sehr gute Schauspielerin, aber auch sie hatte den ganzen Film durchgehend nur die trauernde Mimik und somit konnte sie sich auch nicht richtig zu beweisen. Klar, es kann auch schwer sein solch ein Gesicht dauerhaft zu ziehen und es auch authentisch wirken zu lassen (was Frau Bellucci und Herr Caviezel prima geschafft haben), aber dennoch ist es schade das sich beide nicht richtig beweisen konnten.
Die anderen Schauspieler hatten quasi auch nicht mehr zu tun, niemand durchlebt einen Wechsel der Gefühle, aber alle Schauspieler leisteten hier prima arbeit!Es ist kein Leichtes in solch einem Film eine Rolle zu spielen und bei solch einem Thema recht locker und gekonnt zu spielen, zumal man allen Darstellern anmerkt, dass sie Spass am Dreh hatten.
James Caviezel wurde vom Papst für die Darstellung des Jesus gesegnet. Nicht nur weil er ihn verkörpert hat, sondern vielmehr weil er beim Dreh wirklich leiden musste. Beim Tragen seines Kreuzes (welches 70kg auf die Wage bringt) hat er sich den Arm ausgekugelt. Zudem wurde er bei den Dreharbeiten einmal von einem Blitz getroffen – aus seinen Ohren qualmte es ein wenig. Doch das hielt Caviezel nicht davon ab weiter zu machen und den Papst muss diese Leistung schwer beeindruckt haben, da er ihn immerhin in einer Privataudienz gesegnet ha (Quelle: Bild)
Der Film bietet die meiste Zeit über eine recht depressiv stimmende Atmosphäre, was aber von Anfang an klar war, da dies kein Happy - End Film sein wird, allerdings musste ich das ein oder andere mal doch schmunzeln. Leider muss ich auch jene Kinogänger enttäuschen, die Spannung erwarten. Da jeder weiß wie der Film enden wird und quasi jeder in etwa das Drehbuch kennt, hält sich die Spannung stark in Grenzen. Allerdings muss ich gestehen das ich 2-3 mal richtig erschrocken bin in dem Film! Die Musik passt leider nicht immer zum Geschehen, kommen doch etwas härtere Töne und dunkle Keyboardsounds als Jesus am Anfang mehr oder weniger einen Dialog mit Satan hat. Dies drückt zwar aus das es hierbei um eine böse Atmosphäre handelt, allerdings klingen die Sounds nicht sonderlich udn somit ist diese Atmosphäre auch schon hin. An einigen Stellen aber passt der musikalische Hintergrund wunderbar.
Allerdings glaube ich auch, dass psychisch labile Menschen ihre Probleme mit dem Film haben werden. Nicht unbedingt wegen der hohen Gewaltdarstellung, viel mehr wegen der Umsetzung der Leiden Christi. Für mich wurde das Ganze zwar nicht so hart dargestellt, für psychisch Labile könnte es dennoch negative Auswirkungen haben, da die Gewalt nicht nur mit dem Treten von Jesus gezeigt wird, auch psychische Gewalt ist teilweise recht stark. Manch einer (zu denen gehöre ich) kann so etwas schnell verarbeiten, ich denke aber, dass Menschen, die psychisch etwas labil sind, starke Probleme bekommen werden und besser auf Abstand zu diesem Film gehen sollten.
Ich kann mich immer noch nicht entscheiden was ich von Gibsons Idee, Satan einzubauen halten soll. Zum einen halte ich gar nichts davon, da dieser in diesem Part absolut nichts zu suchen hat und in der Bibel auch nicht erwähnt wird, zum anderen finde ich es Super, dass er da ist, da somit ein gewisser Effekt erzeugt wird, der den Zuschauer noch etwas gruseln soll, ich weiß nicht so richtig wie ich es erklären soll, er hat halt eine Funktion, die das Ganze noch etwas verschärft, wenn ich das mal so sagen kann.
Zudem wird Satan von einer Frau gespielt ...
Mel Gibson, der diesen Film nicht nur produzierte, sondern auch selbst Regie führte, muss ich an dieser Stelle mal ein großes Lob aussprechen. Ihm gelang es, die letzten 12 Stunden des Jesu so authentisch zu verfassen, sodass auch Nicht - Kenner der Bibel jetzt wissen was geschah und Gibson hat die Bibel auch nicht umgeschrieben um etwas einzubauen, was nicht gewesen ist, bis auf den Einbau Satans, was ja seinen Grund hat, wie ich schon erwähnt habe.
Er bringt dem Zuschauer die letzten 12 Stunden sehr nahe, inszenierte alles auf sehr gute Art und Weise und er setzte alles sehr schön ins Bild. Er leistete hier erstklassige Arbeit, an der sich manch ein Regiesseur/Produzent mal ein Beispiel nehmen könnte!
Selbst der Papst bestätigte, das die Verfilmung von Mel Gibson auf die Bibel beruhe, was so viel bedeutet wie, Mel Gibsons Unterstellung einer Judenfeindlichkeit ist nicht gerechtfertigt. So hat es sich damals zugetragen und daran wird niemand was ändern können.
Die FSK von 16 Jahren bekommt meine volle Unterstützung. Der Film ist in jedem Fall nichts für Kinder, soviel steht fest, dazu ist er doch zu brutal, die jüngere Generation wird sich evtl. auch für den Film interessieren, jedoch das Zerfetzen der Haut könnte die Kinder in leichte Depressionen versetzen und evtl. könnten auch Tränen fließen, da der Film sich selbst sehr Ernst nimmt und solch eine Gewaltdarstellung bei den Kinder evtl. Fragen, wieso Menschen so grausam sind etc. auslösen könnten ... für die niemand eine Antwort hat ...
Zum anderen ist der Film für eine 18er Freigabe zu wertvoll. Schildert er doch die letzten Stunden im Leben von Jesu, was eigentlich jeden interessieren dürfte, der an Gott/Jesus glaubt und/oder sich für geschichtliche Ereignisse interessiert. Und ich denke das unter jenen Interessenten auch viele Jugendliche sind. Daher ist eine 16er Freigabe durchaus angemessen, auch wenn eine FSK von 18 Jahren bei dem eigentlichen Kriterium Gewalt angebrachter wäre, doch gerade wegen der Hintergründe und der Tatsache, dass dies so geschah, muss man einen Abstrich machen und den Film auch für geschichtlich interessierte Jugendliche freigeben.
„Die Passion Christi“ ist in meinen Augen die bisher am Besten verfilmte Version der Passion!
Ich werde mir den Film mit Sicherheit auf DVD zulegen, wer weiß, vielleicht werde ich ja gebeten nochmal ins Kino zu gehen – ich würde es tun!
Der Film bekommt von mir klare 5 Sterne, die kleinen Kritikpunkte können daran nichts ändern! Die Empfehlung geht allerdings nur an Leute, die sich entweder sehr für geschichtliche Ereignisse interessieren oder für jene, die an Gott/Jesus glauben.
Ich bedanke mich bei euch fürs Durchhalten und für jede einzelne Lesung. Fragen, Lob, Kritik etc. könnt ihr mir wie immer im Kommentabereich hinterlassen.
Ich verabschiede mich dann von hier aus nach 6 Stunden schreiben und korrigieren.
Den Bericht hab ich auch bei ciao.de als DaveEngland2002X gepostet. weiterlesen schließen -
Super Film!
09.04.2004, 16:55 Uhr von
MissSunny1985
Hmm...was kann ich über mich schreiben? Ich interessiere mich hauptsächlich für fremde Länder! Ic...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Also, ich muss erstmal sagen, dass ich noch keinen Jesusfilm gesehen habe, weil es mich einfach nicht so richtig interessiert hat. Ich weiss auch nicht so genau warum.
Aber den Film wollte ich einfach gucken. Also beschloss ich ihn mir anzusehen.
Und ich muss sagen, es ist echt ein geiler Film. Also nicht weil ich darauf stehe, mir anzusehen, wie Jesus gequält wurde, sondern einfach zu sehen, wíe es war.
Zuerst fand ich es wirklich abscheulich, wie seine angeblichen Freunde ihn dann doch nicht mehr kannten. Wenn das wirklich so war, find ich es einfach nur grässlich.
Dann die zweite Stelle, die ich einfach schlimm fand, war, als Jesus auf so einer Art Marktplatz mit den Händen an einen Baustamm oder so gefesselt wurde, und dann mit Stöcken usw. fast totgeschlagen wurde. Es sah einfach nur schrecklich aus. Und wie Menschen sich an so einer Tat erfreuen können, hab ich immer noch nicht verstanden. Also ich persönlich würde diese Qual keinem meiner Feinde gönnen.
Aber auch die Qual, die der Mutter damit angetan wurde, war nicht besser, denn es muss ja wirklich grausam sein, wenn man seinen Sohn so leiden sieht und weiss, dass man ihm nicht helfen kann...
Ein dritter Punkt auf den ich noch eingehen will, ist natürlich die Kreuzigung. Das war der, wie ich finde, schrecklichste Teil des ganzen Films.
Zuerst muss Jesus, der sowieso schon mit den Kräften am Ende ist, das Kreuz auf den Berg tragen. Während des ganzen Wegs bricht er immer wieder unter der Last und den Schmerzen zusammen und kann nur mit Mühe wieder aufstehen. Ca. auf der Hälfte des Weges soll ihm ein Mann dabei helfen, dass Kreuz weiterzutragen. Er weigert sich erst, aber macht es dann nachher trotzdem... Am Berg angekommen, wird Jesus dann auf dem Kreuz mit Seilen festgebunden, damit er nicht mehr weg laufen kann.
Durch die linke Hand wird als erstes ein Nagel gehauen. Schrecklich. Dann soll dasselbe auch an der rechten Hand passieren. Um aber die Hand an die richtige Stelle zu bekommen, reißt ein Mann solange an seinem Arm, bis dieser wahrscheinlich auskugelt und haut ihm dann den zweiten Nagel durch die Hand.
Dann sind die Füße dran. Dafür wird ein Holzblock verwendet, auf dem er dann mit angewinkelten Beinen steht. Dann wird auch durch die Füße ein Nagel gehauen...
Danach wird das Kreuz mit Jesus nocheinmal so gedreht, dass er auf den Boden guckt und das Kreuz auf seinem Rücken trägt. Dies wird gemacht um die Nägel dann noch umzuhauen....
Ok, das waren die Stellen, die ich am Schrecklichsten fand.
Das Ende will ich bewusst nicht aufschreiben, für den Fall, dass diesen Bericht eine/r liest, der den Film noch gucken möchte.
Allgemein: Obwohl ich am Anfang dachte, dass der Film doch nicht so schrecklich sein kann, dass man vor lauter Schreck oder so stirbt oder in Ohnmacht fällt, kann ich jetzt nachvollziehen, dass es für manche Menschen wirklich so schlimm sein kann, dass sie diesen Film nicht verkraften.
Meine Meinung:
Angeblich soll Mel Gibson den Film ja nur deshalb gemacht haben, weil er selber Antisemit ist. Ich kann zwar nicht sagen, ob er das ist oder nicht, aber ich finde, dass er mit diesem Film ganz einfach nur zeigen wollte, wie es laut der Bibel gewesen sein muss...
Nur so zur Information noch: Ich schreibe auch bei CIAO!!!! weiterlesen schließen -
Eli, lema sabachtani?
Pro:
sehr realistische \"Effekte\" durch PC und auch Maske, Landschaft, beeindruckende Bilder, grandiose schauspielerische Leistungen, Thematik, Umsetzung, Metaphern..
Kontra:
teilweise (etwas) zu brutal und langatmig, fehlende Erklärung des plötzlichen Sinneswandels der Römer
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser,
am Samstag Abend war ich mal wieder im Kino und möchte es mir nun nicht nehmen lassen, über den gesehen Film zu berichten.
+++ Vorgeschichte +++
Es ist knapp unter zwei Jahren her, dass an die Öffentlichkeit drang, Schauspieler Mel Gibson habe vor, die Geschichte Jesu zu verfilmen. Dabei erging es einigen Mensche wie mir: es klang so unwirklich und irgendwie weit weg. Nun läuft "Die Passion Christi" seit letztem Donnerstag in den deutschen Kinos.
Schon im Voraus war viel über ihn zu lesen und hören. Die Geister scheinen sich regelrecht an diesem Thema zu scheiden! Von der einen Seite wird dieser Streifen als Skandal abgetan, die andere lobt ihn als Meisterwerk in den Himmel...das machte mich neugierig auf dieses Werk, sodass ich mir selbst ein Bild machen wollte.
+++ >>Passion of the christ<< +++
Der Film verleiht uns Zuschauern einen Einblick in die letzten zwölf Stunden vom Leben Jesu. Das Ganze beginnt im Garten Gethsemane, wo der bereits geschwächte Jesus sein herannahende Ende zu spüren scheint und seinen Vater, Gott, um Beistand bittet. Umgeben ist er von seinen völlig hilflosen Jüngern und zwischenzeitlich auch Satan, der den Zustand des Messias' wohlwollend beobachtet...
Währenddessen sucht Judas, einer der Jünger, den Hohepriester von Kajaphas auf, um den Aufenthaltsort Jesu für ein paar Silberlinge zu verraten. Dieser ist darüber mehr als erfreut, da Jesus in seinen Augen ein Gotteslästerer und Dämon ist. Sogleich werden einige Soldaten zu dem besagten Wald am Ölberg geschickt.
Judas führt sie zu Jesus, welcher ohne ein Wort zu fragen weiß, wer ihn verraten hat. Er scheint nicht einmal wütend oder enttäuscht zu sein! - Im Gegensatz zu seinen anderen Jüngern widersetzt Jesus sich nicht gegen die Soldaten. Als einer der Feinde sein Ohr in dem Gefecht der kleineren Art verliert, kommt er gar auf diesen zu und heilt ihn! Danach spricht Jesus ganz ruhig zu seinen Anhängern, worauf diese die Waffen fallen lassen...
Und schon wird Jesus zu den Priestern gebracht, wo er umringt vom Volke verhört wird. Nur ist es hier so, dass die Priester Dinge behaupten und der "Angeklagte" sich nicht direkt dazu äußert, das heißt leugnet oder richtig stellt. Übrigens verfolgen Petrus, Maria und Maria Magdalena immer genau, was mit ihrem Freund passiert und reisen mit. Während dieser Verhörung wird Petrus vom Volk als Jünger erkannt. Doch anstatt zu Jesus zu stehen, verleugnet er genau drei Mal, diesen überhaupt zu kennen - so hatte der Messias ihm wenige Stunden vorher vorausgesagt...Die Priester fordern den Tod für Jesus, da dieser sich selbst als Messias bezeichnet habe und deswegen ein Gotteslästerer sei, der bestraft gehört! Sie können das aber nicht tun, weshalb der Sohn Gottes zu den Römern gebracht wird.
Beim Statthalter Pontius Pilatus angekommen, tragen die Priester vor, was Jesus verbrochen haben soll. Pilatus findet aber keinen Grund diesen zu bestrafen oder gar töten zu lassen. Doch die aufgebrachte Menschenmenge fordert genau das! Pilatus überlegt lange und unterhält sich auch mit Jesus. Anschließend macht er den Priestern sogar einen Vorschlag in Form von Bestrafung durch Geißeln, nachdem diese sogar beim Kaiser waren, aber auch dort nichts erreichen konnten. Dadurch erhofft er, die Freilassung Jesu bewirken zu können, doch weit gefehlt! Jetzt wird sogar die Kreuzigung des Messias gewünscht und durch diese Anordnung sind die Gemüter nur schwer zu besänftigen..
Dennoch geht es nun erstmal in einen Hinterhof, wo zwei Legionäre Jesus mit den verschiedensten Waffen immer wieder foltern. Letztendlich sind sie müde und haben sein Blut an den Beinen und im Gesicht. Der Sohn Gottes leidet verständlicherweise die gesamte Zeit über qualvoll und muss schreckliche Schmerzen ausstehen. Trotzdem scheint sein Wille ungebrochen..Im wahrsten Sinne des Wortes zur Krönung, erhält Jesus von den Soldaten einen Dornenkranz, einen Mantel sowie den Titel "König der Juden" verpasst.
Nun wird er wieder zu Pilatus gebracht, welcher erschüttert ist, da er "nur" eine Bestrafung und kein zu Tode foltern angeordnet hat. Da immer noch die Kreuzigung gefordert wird und Pilatus einen Aufstand verhindern will, wäscht er sich erst symbolisch seine Hände und meint dann, dass die Priester doch machen sollten, was sie wollen. Er habe damit nichts zu tun. So beginnt der Weg zur Kreuzigung auf einem nahegelegenen Berg mithilfe eines kleinen Trupps von Legionären..
Der halbtote und dementsprechend geschwächte Jesus muss sein eigenes Kreuz tragen, was verständlicherweise nicht so klappt wie es soll, im Gegensatz zu zwei Verbrechern, die noch einen relativ gesunden Eindruck machen und denen es leichter fällt. Doch Hilfe bekommt Jesus anfangs nicht, stattdessen wird er weiter geschlagen und bricht desöfteren zusammen. Irgendwann kombinieren dann auch die Legionäre, dass man so niemals am Berg ankommen wird. Deshalb wird der Dorfbewohner Simon ausgewählt, Jesus zu helfen. Anfangs weigert er sich, da er mit der Sache nichts zu tun habe, aber letztendlich hilft er dann doch noch. Innerhalb dieser kurzen Reise ist mit der Zeit deutlich zu spüren, dass Simon schon bald nicht mehr das Gefühl hat, dieser Fremde und seine Bestrafung ginge ihn nichts an...
Am Berg angekommen, wird Jesus unter Beobachtung einiger Anhänger, aber auch Feinde brutal ans Kreuz genagelt, Petrus, Maria Magdalena, Maria und deren zweiter Sohn wie immer bisher, dabei. Anschließend folgt zuerst eine Verhöhnung, denn die Legionäre und Prieseter meinen, wenn er tatsächlich der Messias sei, wäre es doch eine Leichtigkeit für ihn, vom Kreuz zu steigen!
"Mein Gott, wieso hast du mich verlassen?" sind die letzten Worte Jesu und kurz darauf beginnt ein heftiges Unwetter mit Erdbeben. Schnell vergewissern sich die Römer mithilfe eines Speerstiches, ob er tatsächlich tot ist und verschwinden schnell.
***
Als endgültige Schlussszene bekommen wir die Höhle zu sehen, in der der gesalbte, verdeckte Leichnam Jesu gelagert ist. Plötzlich sackt die Abdeckung ein erhebliches Stück ab und wir sehen den Sohn Gottes - unverkennbar durch die Verletzungen der Kreuzigung an den Händen - wie er langsam und mit ausdrucksloser Miene nach draußen schreitet..
+++ der Regisseur +++
"Die Passion Christi" ist das bisher dritte Werk, bei dem Mel Gibson Regie geführt hat. Vorgänger waren "Braveheart" und "Der Mann ohne Gesicht" - in beiden spielten er auch eine nicht gerade unbedeutende Rolle. Als Schauspieler hat Gibson das Talent, in sämtlichen unterschiedlichen Genres mitspielen zu können und immer überzeugend! (Von Komödien wie "Was Frauen wollen" über Schnulzen wie "Forever Young" bis hin zu "Lethal Weapon" ist wirklich alles vertreten.)
In den jetzigen Streifen hat der strenggläubige Katholik sehr viel Herzblut investiert. Er wusste genau, worauf er sich einlässt und dass er die Menschheit in zwei Lager spalten würde. Dennoch ließ er sich nicht davon abhalten, diesen Lebenstraum zu verwirklichen. // Für das Drehbuch hat sich Gibson übrigens noch einen Mann namens Benedict Fitzgerald (unter anderem verantwortlich für "Kaltblütig" und "Zelda") zu Hilfe geholt. Und als Grundlage für die Leidensgeschichte Jesu dienten die vier Evangelien des Johannes, Lukas, Markus und Matthäus.
+++ Drehorte +++
Bei der Wahl der Drehorte entschied sich Gibson für Italien. Unvorstellbarerweise ist dieses 127minütige Spektakel, für welches er 40 Millionen Dollar aus seiner eigenen Tasche locker gemacht haben soll, insgesamt an nur zwie verschiedenen Plätzen gedreht worden! Nämlich einmal in Rom, wo Jerusalem regelrecht nachgebaut wurde, mit dem Tempel, dem Hof Pilatus' und auch dem Verließ, in das Jesus nach der Geißelung kam.
Die gesamten Kreuzigungsszenen wurden in Süditalien, genauer gesagt der Stadt Matera gefilmt, auf die bereits vor fast vierzig Jahren als Schaustätte für einen religiösen Film zurückgegriffen wurde.
+++ Reaktionen +++
Selten habe ich einen Film erlebt, wo die Meinungen so auseinander gehen! Und hier ist es nicht einfach nur der Fall, dass irgendwelche Personen von sich geben, dass sie ihn gut oder eben schlecht finden, sondern es sind teilweise Prominente oder eben größere Gruppen, die ihre Zuneigung oder Ablehnung begründen..
Beispielsweise haben der Präsident des Zentralrats der Juden und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ihre Bedenken am Werk von Gibson geäußert. Er erwecke einen negativen Eindruck über die Juden und deren Handeln, sodass durchaus eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Juden und Christen möglich wäre und vor allen Dingen Antisemitismus geschürt werden könne..
Andererseits kam an die Öffentlichkeit, dass Papst Johannes Paul der Zweite, "Die Passion Christi" bereits im Dezember 2003 zu sehen bekam und er danach gesagt haben soll, dass dieser Film es genau so zeigen würde, wie es nun mal war! Anfang letzter Woche hat der Papst dann auch noch Schauspieler Caviezel zu sich bestellt und den streng gläubigen, amerikanischen Schauspieler gesegnet. Mehr ist dazu leider nicht bekannt.
Bevor ich gleich noch zu einer kleinen Einschätzung von mir komme, finde ich es noch erwähnenswert, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als erstes islamisches Land erlaubt haben, dass die Jesusgeschichte in den Kinos gezeigt werden darf! In den anderen Ländern gibt es entweder solche Einrichtungen nicht oder aber es wird ein Übergriff von Islamisten auf gläubige Christen gefürchtet..
Jassir Arafat sagte ebenso wie der Papst nicht sonderlich viel zu dem Film. Sein einziges Wort nach einer Privatvorführung war "bewegend".
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Ich behalte es mir natürlich vor, das zu bewerten, was ich gehört und gelesen habe, denn überall wird etwas anderes verbreitet. Aber ich habe es mir einfach zur Aufgabe gemacht zu zu hören und genau zu lesen und das, was ich behalten konnte und als wichtig empfunden habe aufzuschreiben!
Vielleicht mache ich es mir zu einfach, aber ich konnte an diesem Streifen nichts Antisemitisches finden! Zwar waren es auf den ersten Blick die Juden, die den Tod Jesu gefordert und "vollzogen" haben, aber unter anderem auch Maria, Jesus selbst und einige andere waren ebenfalls Juden! In meinen Augen entschärft diese Tatsache das Ganze erheblich. Außerdem war Simon, der Mann, der dem Sohn Gottes gegen Ende half das Kreuz zu tragen, ebenfalls Jude...
Sicherlich wird es Menschen geben, bei denen die Botschaft anders ankommt oder diese im extremsten Falle einfach anders auslegen, aber so lapidar das auch klingen mag, es gibt unendlich viele Bereiche im Leben, wo genau das passiert! Ich kann nur das weitergeben, was mich erreicht hat und wenn ihr nun euren Blick nach unten wendet, könnt ihr dies nachlesen..
+++ eigene Eindrücke +++
Noch nie habe ich den gesamten Inhalt eines Films wiedergegeben, aber in diesem Fall fand ich es sogar angebracht! Aus dem Religionsunterricht dürfte die Geschichte Jesu eh bekannt sein und nur mit der fast vollständigen Wiedergabe (natürlich fehlen einige kleine Details) ist es mir möglich, genaustens auf alles einzugehen, das Positive eben so wie das Negative und alle meine gesammelten Eindrücke zu schreiben. Ich bin einfach der Ansicht, dass dieser Film eine Sonderbehandlung verdient hat..
Obwohl die STORY des Films allseits bekannt und keineswegs neu ist, finde ich sie mehr als reizvoll. Mich interessierte vor allen Dingen, wie Mel Gibson an die Sache rangeht, ob er bei der Geburt beginnt oder oder oder. Zwar hätte ich mit der gewählten Reihenfolge nicht gerechnet, aber ich finde sie durchaus gelungen! Mittlerweile ist mir auch klar, dass es unmöglich wäre alle Geschehnisse im Leben Jesu in einen Film zu packen. Entweder man hätte so manches vernachlässigen und nur oberflächlich streichen müssen oder der Film hätte weit über zwei Stunden gedauert und seinen Reiz verloren. So wie er letztendlich ist, kann man es geradezu perfekt nennen.
Dabei ist auch hervorzuheben, dass immer mal wieder Erinnerungen von Maria, den Jüngern oder Jesus selbst in das aktuelle Geschehen einbezogen wurden. Beispielsweise als Letzterer gefoltert wurde und geschwächt am Boden lag, sah er den Schuh eines Legionärs. Da erinnerte er sich daran, wie er mit seinen Anhängern zusammen war, einem von ihnen den Schuh auszog und den Fuß wusch. - Das "UMSCHALTEN" zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist wirklich gelungen, sowohl von der Szenenwahl, da es immer genau passt, als auch für das Verständnis, da man durch die eingeschobenen Informationen noch so manches gezeigt bekommt.
"Die Passion Christi" ist nicht etwa auf deutsch zu bewundern, sondern auf hebräisch, aramäisch und latein mit deutschen Untertiteln. Als ich davon in Zusammenhang mit der Länge von knapp über 2 Stunden hörte, wurde mir ganz anders. Aber es war gar nicht so schlimm oder gar anstrengend wie ich erwartet hatte! Im Gegenteil: ich bin nun der Meinung, dass es unecht und gekünselt gewirkt hätte, wenn die Menschen in solch einem Film deutsch gesprochen hätten - so wie er nun letztendlich war, wirkte er um einiges echter und glaubwürdiger! Die Untertitel waren auch lang genug sichtbar, sodass man sich keinesfalls hetzen musste mit lesen. // Hier wurde zusätzlich auch viel auf die Macht von Bildern und Metaphern gesetzt. Bekanntlicherweise sagt so etwas ja mehr aus als tausend Worte! Sei es nun die Schlange, die Satan symbolisiert, der Raabe, der einen der Verbrecher angreift, nachdem dieser Jesus während der Kreuzigung verspottet hat oder das heftige Unwetter in Zusammenhang mit einem Erdbeben, welches direkt nach dem Tod Jesu eintritt - all diese Dinge und noch ein paar mehr, führen dazu, dass der Film trotz relativ weniger Worte noch aussagekräftiger und bewegender wird.
Das war aber noch nicht alles, was ich zu der DARSTELLUNG zu sagen habe. Natürlich war dieser Film an einigen Stellen wirklich unheimlich brutal, blutig und dadurch teilweise schon eklig. Auch wenn ich ehrlich zugebe, dass ich bei der Kreuzigung weggeschaut habe (die Geräusche haben mir da völlig gereicht), bin ich der Meinung, dass diese GEWALT-Szenen einfach hineingehören. Und das sage ich nicht, weil ich so etwas toll finde und mich daran ergötze, sondern weil die Jesusgeschichte nunmal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist! Gibson hat sich dafür entschieden, solche Szenen wie die Folterung und Kreuzigung zu zeigen, er hätte sie auch andeuten oder weglassen können. Seine Entscheidung trägt wie manch anderes oben genanntes zu der Echtheit dieses Streifens bei...
Wenn ich schon bei dem Thema Gewalt bin, verbinde ich gleich mal meine Ansicht über die ALTERSFREIGABE damit. "Die Passion Christi" ist ab 16 Jahren freigegeben, was ich allerdings nicht gutheißen kann und das nicht nur aufgrund der Gewalt. Ich bin vielmehr auch der Ansicht, dass die meisten Jugendlichen in dem Alter gar nicht alles verstehen bzw mit solch einem Film klarkommen. Ich für meinen Teil - volljährig - habe erstmal am nächsten Tag mit einigen Menschen gesprochen, unter anderem auch meinem Eltern. Zwar hatte ich nicht schlecht geträumt, bin auch kein Weichei auf dem Gebiet, aber ich spürte einfach den Drang in mir Gespräche zu führen. Danach fühlte ich mich besser und einiges war mir klarer. Außerdem fand ich in den Unterhaltungen heraus, was mir wieso gefallen hatte und wie ich den Streifen insgesamt einschätze.
Nun nochmal kurz zurück zur DARSTELLUNG. Wie ich in der Inhaltsangabe erwähnt habe, spielt Satan in der Jesusgeschichte mit. In der Bibel ist das natürlich nicht so! Das war die Idee von Regisseur Mel Gibson. Bis heute ist mir der Sinn dieser "Kurzauftritte" zwar immer noch nicht klar, aber gestört haben sie mich nicht, da sie von den Szenen her echt gut und passend eingebaut worden sind. So bekam der Film nochmal zusätzlich einen geheimnisvollen und gruseligen Touch. Besonders interessant und erwähnenswert finde ich an dieser Stelle aber die Tatsache, dass Satan von einer Frau gespielt wird! Und zwar ohne Augenbrauen, mit männlicher Stimme versehen und einer Kleidung, die das wahre Geschlecht nicht erkennen lässt..Manchmal ist es doch gut, wenn man einige Zeit nachdenkt. Jetzt bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Gibson durch Satan die harte Probe auf die Jesus mit seinem Glauben gestellt wurde zusätzlich unterstreichen wollte. Immerhin hat der "Messias" genau das getan, was ihm aufgetragen wurde und immer im Sinne Gottes gehandelt - dennoch wurde ihm sowohl körperlich als auch seelisch großes Leid zugefügt! Satan tauchte also immer in solchen Momenten auf, wenn Jesus zu schwächeln drohte, auf welche Art und Weise auch immer. Er hätte also theoretisch gesehen die Möglichkeit gehabt, "die Seiten zu wechseln", aber sowohl sein Wille als auch sein Glauben an seinen Vater, war bis zum Ende ungebrochen..
Da gibt es noch so einen Bereich, wo ich mir nicht so sicher bin, das GENRE. Handelt es sich bei der Passions-Geschichte nun um ein Drama? Immerhin erleben wir Zuschauer die letzten zwölf Stunden im Leben von Jesus und all seine damit verbundenen Leiden, sowohl körperlich als auch seelisch. Hm..oder handelt es sich um eine besondere Art Actionfilm? Denn die Gewalt aus der Folterung und Kreuzigung erinnern schon stark an so manchen Splatter-Film; Hautfetzen fliegen durch die Gegend usw. Unten habe ich bei der Gelegenheit ernster Film ausgewählt. Ich halte das für am passendsten, denn dieser Streifen ist kein bißchen lustig oder romantisch. Soll er nicht und muss er auch nicht! Unter anderem durch all seine Zusammenhänge, das Thema und die Präsentation schätze ich "Die Passion Christi" nach längerer Zeit mal wieder als einen SEHR ANSPRUCHSVOLLEN Film ein, den ich gesehen habe...mir macht das nichts aus, da ich so Etwas ab und zu ganz gerne mal anschaue. Ich finde nur, dass man das wissen sollte, da man ganz einfach aufzupassen hat, sonst kommt man irgendwann gar nicht mehr mit und verliert den "Spaß".
Bereits als ich auch nur in Erwägung gezogen habe, mir diese Verfilmung der Jesusgeschichte anzuschauen, fragte ich mich, ob ich mit meinen Kenntnissen überhaupt klarkommen und durchblicken würde. Ich bin evanglisch, getauft, aber nicht konfirmiert. Mittlerweile bin ich auch noch aus der Kirche ausgetreten, obwohl ich durchaus gläubig bin. Mir passte es lediglich nicht wie unser Pfarrer vorging. Trotzdem war Religion bis zum Schluss mein liebstes und bestes Fach..jetzt kann ich sagen, dass ich keine Probleme hatte, obwohl ich nur teilweise BIBELFEST bin. Meist war es so, dass ich mich an Namen oder Situationen erinnerte oder notfalls war es mir eben möglich, das Ganze aus dem Zusammenhang zu erschließen. Auf jeden Fall kann ich allen, die beabsichtigen, sich diesen Film anzusehen, schon etwas hier und da wissen sollten. Kennt man Namen oder Zusammenhänge nicht, ist es geradezu unmöglich die Problematik zu verstehen!
Fast gegen Ende möchte ich nun auf einen Punkt eingehen, der mir nicht ganz so gefallen hat. Zwar habe ich zu Anfang dieses Berichtes geschrieben, dass mir Darstellung des Films durchaus zugesagt hat, aber ich finde es trotzdem etwas unglücklich das uns Zuschauern mindestens eine Information vorenthalten wurde. Ich spreche auf den plötzlichen SINNESWANDEL der Priester an! Durch einige eingeschobene Vergangenheitsszenen und das, was Pontius Pilatus so von sich gab, war klar zu erkennen, dass anfangs alle von Jesus dem Messias mit den heilenden Kräften begeistert waren! Dann jedoch, von einem Tag auf den anderen, war er plötzlich der böse Gotteslästerer, der getötet gehört...Mir hätte es besser gefallen, wenn Gibson eingefügt hätte, welche Aktion oder was auch immer eben dazu geführt hat, auch wenn es in der Bibel nachzulesen ist.
Last but not least, noch etwas zu den SCHAUSPIELERN und ihren Leistungen. Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen und zu bewerten, aber ein paar sind einfach hervorzuheben. Da wäre beispielsweise Jesus alias James Caviezel. Dieser Schauspieler war mir bisher völlig unbekannt, doch er konnte mich in seiner Rolle als Jesus wirklich überzeugen, sodass ich ihn ab jetzt wohl genauer beobachten werde! Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage, was für eine Größe man doch sein muss, um eine so schwere Rolle so souverän und realistisch 'rüberzubringen. Außerdem kam mir zu Ohren, dass Caviezel während den Dreharbeiten ziemlich gelitten haben soll, sowohl körperlich als auch seelisch. Als es darum ging, dass Kreuz Richtung Berg zu tragen, hat er sich die Schulter ausgekugelt! Immerhin wiegt so ein Teil schlappe 70 kg..hinzu kommt die Wirkung der Geschichte. Das Ganze wird von einer Art grauem Schleier ummantelt und zieht sowohl Schauspieler als auch Zuschauer verständlicherweise runter. Man muss schon einen verdammt starken Charakter haben, um solche Dreharbeiten auszuhalten, auch wenn sie ihn natürlich nicht wirklich ans Kreuz genagelt haben. Meinen Respekt hat Caviezel schonmal sicher!
Monica "Maria" Belucci wirkte auf mich ebenfalls wirklich gut, auch wenn ihre Rolle natürlich um einiges "leichter" war als die des Herrn Caviezel! Meiner Ansicht nach hatte sie keinesfalls immer nur eine Trauermiene drauf und sonst Nichts zu tun, sondern viel mehr die Aufgabe mit ihren wenigen Worten und Taten, Liebe und Wärme zu versprühen - sowohl an Jesus als auch uns Zuschauer. Eine heikle Mission, die sie allerdings bestanden hat!
Insgesamt bleibt mir zu den SCHAUSPIELERN noch zu sagen, dass ich es gut finde, dass Mel Gibson sich für unbekanntere Gesichter entschieden hat! Beispielsweise durch Tom Hanks oder den Regisseur selbst am Kreuz hätte das ganze Spektakel klar an Wirkung verloren..
Die FILMLÄNGE von ungefähr genau zwei Stunden halte ich für angebracht. Immerhin gab es doch einige Aktionen und Informationen zu vermitteln! Es gab eigentlich nur eine Stelle, wo mir der Film langatmig vorkam: auf dem Weg zur Kreuzigung, als der schwache Jesus nicht ein oder zwei Mal kraftlos zusammen brechen musste, sondern gleich sieben Mal! Das war dann spätestens beim letzten Mal etwas nervend und man hatte das Gefühl, die würden wohl nie ankommen..
MASKE und die COMPUTER-Fachleute haben in "Die Passion Christi" eine sensationelle Arbeit geleistet! Ich habe noch nie einen Film gesehen, in dem sämtliche Effekte so extrem realistisch gewirkt haben! Seien es nun die Wunden Jesu nach der Folterung, bei denen man dachte, der arme Caviezel wäre tatsächlich gegeißelt worden oder gegen Ende des Films, als das Unwetter ausbrach und unter anderem ein Erdbeben tobte! Waaaahnsinn, wirklich - ich musste sehr staunen. // Mittlerweile habe ich übrigens erfahren dürfen, dass James C. alias Jesus sieben Stunden (!!) in der Maske zu verbringen hatte, bis er schließlich so aussah wie es die Szenen gegen Ende des Filmes verlangten...
Gibson hat sich getraut, mit den BESCHÖNIGUNGEN aufzuhören, was man davon hält ist Jedem selbst überlassen. Er präsentiert uns Zuschauern, wie es sich in seinen Augen abgespielt hat. Dabei kommen beispielsweise die Legionäre nicht sonderlich gut weg, da sie entweder nur am trinken sind oder eben ihre Macht in Form von Gewalt demonstrieren, aber damit möchte der Schauspieler auch auf die traurige Realität anspielen und eingehen => nämlich wie Menschen mit Menschen umgehen..
Alles in allem wahrlich ein Meisterwerk, bei dem ich froh bin, dass ich es mir selbst angesehen habe und mir somit eine Meinung bilden konnte! Sicherlich wäre mein Bericht direkt am Samstagabend anders ausgefallen, aber ich habe mir bewusst noch etwas Zeit gelassen, um nachdenken und diesen Streifen auf mich wirken lassen zu können. Nun bin ich der Ansicht, dass es sowas wie eine Art Bildungslücke ist, wenn man "Die Passion Christi" nicht gesehen hat! Darum vergebe ich überzeugte fünf Sterne.
+++ mein Fazit +++
Ich spreche eine Empfehlung für all Diejenigen aus, die sich etwas mit der Bibel auskennen und auch mal bereit sind, einen anspruchsvollen Film zu sehen, der einen mitunter ganz schön mitnehmen kann! Anfangs dachte ich, dass mich die Verfilmung der Jesusgeschichte entweder total kalt lassen oder ich sie sogar als lächerlich empfinden würde, aber ich habe mich getäuscht, denn ich war sehr berührt und aufgewühlt nach diesem zweistündigen Filmerlebnis der Extraklasse..
In diesem Sinne, vielen Dank für die Aufmerksamkeit an meinem etwas anderen Seelenstrips!
colada1985
für ciao & yopi
PS: Bei der Titelwahl habe ich mich für Ausspruch Jesu "Mein Gott, wieso hast du mich verlassen?" entschieden - und zwar auf aramäisch weiterlesen schließen
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