Die Passion Christi (DVD) Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Das Werk eines Wahnsinnigen oder pure Genialität?
3Pro:
Umsetzung, Übersetzungsarbeit, Schauspielerisch!
Kontra:
sehr brutale Darstellung,
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser und Leserinnen!
Heute gibt es einen Bericht zu dem Film "Die Passion Christ" der in letzter Zeit sehr stark umstritten wurde.
Allgemeine Infos/Fakten:
Filmtitel: Die Passion Christi
Originaltitel: The Passion of the Christ
Drehort: Italian, USA
Jahr: 2003
Regie: Mel Gibson
Länge: 127 min
Infos zur Story:
Nun die Story dieses Filmes lässt sich natürlich sehr schnell und gut zusammenfassen. Es handelt sich einfach um die letzten 12 Stunden von Jesus Christus, wie es die Bibel beschrieben hat. Vom letzten Abendsmahl, den Verrat bis zur Verhaftung und der weitere Weg mit den Folgen und Folterungen von Jesus Christus bis hin zu seiner Kreuzigung in einer sehr realistischen Darstellung. Die Quelle ist natürlich die bekannte Bibel und einer jeder wird es dort nachlesen können.
Wem diese Inhaltsangabe zuwenig ist der tut mir leid. Ich denke sie trifft einfach den Nagel auf den Kopf bei so einem Film.
Darsteller / Regie:
James Caviezel ist hier als Jesus Christ zu sehen. Er hat schon in bekannten Filmen wie Monte Christo oder High Crimes mitgespielt. Ich haben von ihm eine sehr sehr gute Schauspielerische Leistung gesehen als einen wirklich stark leidenden Jesus mit all seinen Schmerzen und aller Schande die er erleiden musste.
Ich denke auch, dass es nicht notwendig ist auf anderen Darsteller weiterhin einzugehen, weil sie keine große Rolle spielten. Ich selber finde es im übrigen verdammt mutig, sich überhaupt in die Rolle von Jesus Christus reinzubegeben, wenn man bedenkt, was das für eine Ehre und Verantwortung ist.
Das sind die weiteren Besetzungen:
Monica Bellucci .... Magdalene
Claudia Gerini .... Claudia Procles
Maia Morgenstern .... Mary
Sergio Rubini .... Dismas
Toni Bertorelli .... Annas
Roberto Bestazzoni .... Malchus
Francesco Cabras .... Gesmas
Giovanni Capalbo .... Cassius
Rosalinda Celentano .... Satan
Emilio De Marchi .... Scornful Roman
Francesco De Vito .... Peter
Lello Giulivo .... Brutish Roman
Abel Jefry .... Second Temple Officer (as Abel Jafry)
Hristo Jivkov .... John
Auch nachzulesen auf für alle Leute die sich noch mehr mit dem Film auseinandersetzen wollen:
http://german.imdb.com/title/tt0335345/
In der Regie findet man Mel Gibson, erstmalig, ohne das er selber als Schauspieler in diesem Film mitspielt, wie in Braveheart oder Der Mann ohne Gesicht. Ich habe mir einige Berichte über ihn durchgelesen, was er dabei empfunden hat und warum er überhaupt diese Verfilmung gemacht hat. Im wesentlichen wollte er damit ins Reine kommen mit Gott und der Welt, weil er selber angeblich nicht mehr genau weiß was er glauben sollte. Ich finde das irgendwie eine interessante Art sowas zu machen und einfach mal einen Film zu drehen aber das was er daraus gemacht hat ist ..... ich sag mal einfach "interessant", aber das werde ich noch später erläutern! Auf jeden Fall rein auf seine Leistung als Regisseur betrachtet eine Glanzleistung von Mel Gibson!
Zum Film / Eigene Meinung / Fazit:
Also als ich diesen Film im Kino gesehen habe, habe ich mir einige Gedanken gemacht, die ich euch nicht vorenthalten will. Ich selber bin in der Evangelischen Kirche und kann nicht unbedingt behaupten, dass ich zu 100 % an Gott und die Kirche glaube. Bestimmt gibt es da draußen irgendwas, was mal so gewesen sein könnte. Auch die Story des Jesus Christus erscheint in gewisser weise glaubhaft und in gewisser Weise auch wieder nicht. Aber darüber sollen sich die Theologen den Kopf zerbrechen. Ich habe diesen Film gesehen und ganz besonders an den heftigen Stellen, wo Jesus z.B. seine 40 Peitschenhiebe und noch einige andere Hiebe bekommen hat habe ich nur gedacht "Darf man sowas Filmen?". Ich meine, es geht hier immerhin um Jesus Christus und nicht um irgendeine Filmperson. Es ist in den Augen der meisten Menschen jemand an den sie glauben. Und dann wird seine Lebensgeschichte wirklich in aller Brutalität dargestellt? War das ein Geniestreich eines scheinbar wahnsinnig gewordenen Mel Gibson nur damit er wieder an Gott glauben kann? Wo geht diese Welt nur hin???? Mir kommt wirklich ein kalter Schauer den Rücken herunter wenn ich diesen Film sehe. Er mag vielleicht eben diese gewissen Genialität haben, dass man endlich mal die gesamte Leidensgeschichte von Jesus sieht aber doch nicht so. Man sieht Jesus doch bestimmt die meiste Zeit des Filmes( und der Film geht ja knapp 2 Stunden) blutüberströmt und kurz vor seinem Tode. Ich meine wirklich als Respekt an alle Leute die an diesem Film mitgearbeitet haben kann ich nur aussprechen mit Hinblick auf die Übersetzungsarbeit! Es war bestimmt keine leichte Aufgabe den Film in den Originalsprechen wie Aramäisch, Hebräisch und Latein zu drehen. Das ist in meinen Augen eine wirklich große Leistung an diesem Film gewesen und von daher muss ich trotz meiner Kritik die ich oben genannt habe, den Film wenigstens einmal gesehen haben und wem es zu heftig wird soll doch am besten den Filmsaal verlassen.
Wenn man sich die Storys aus den USA anhört, wo eine ältere Frau gestorben ist wegen diesem Film und einige Leute einfach den Filmsaal wirklich verlassen haben, was bei mir im Kino auch der Fall gewesen ist, weil sie den Film als Beleidigung empfunden haben weiß ich nicht ob ich das wirklich glauben soll. Mag alle sein aber ich glaube nicht, dass man dem Film die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Also für Leute die vor allem sehr gläubig sind, ist dieser Film gar nichts. Sie wären wahrscheinlich sehr schockiert, aber auch ich als ein wenig gläubiger Mensch war schon sehr schockiert über den Film. Ich denke, man sollte abwarten, was noch weiter passiert bzw wie die Kritiken weitergehen und ob dieser Film Preise wie den Grammy oder den Oscar gewinnen sollte wegen seiner Art der Darstellung. Ich spreche also hier ein Empfehlenswert aus weil jeder ihn auf jeden Fall mal gesehen haben sollte und als Gesamtnote ein gut auf Grund der sonstigen Arbeit und der Schauspielerischen Leistung!
Ich würde mich sehr freuen an alle die den Bericht bewerten auch dabei zu schreiben, wie sie den Film empfunden haben und vielleicht hat es ja endlich mal zu einem Besonders Hilfreich gereicht bei einem meiner Bericht! Vielen Dank fürs Lesen!
Bis demnächst!
Euer Lordmaster weiterlesen schließen -
Brutale Gewaltorgie oder genialer Passionfilm?
Pro:
Der ganze Film ist ein einziges Pro!
Kontra:
Lediglich die Vorwürfe gegen Mel Gibson!
Empfehlung:
Ja
Für mich als Filmfreak war “Die Passion Christi” natürlich Pflicht. Zumal das ganze Hin und Her der Medien den Film ja noch Bekannter machten und ich mir selbst ein Bild machen wollte.
„Die Passion Christi“ beginnt im Wald, wo Jesus sich mit 3 seiner Jüngern aufhält, umgeben von Olivenbäumen, der Ort, an dem der berühmte Judas Kuss zustande kam.
Jesus wird, wie wohl allseits bekannt, verhaftet und als Gotteslästerer beschimpft und dementsprechend auch gequält. Er wird getreten, bespuckt, geschlagen, beschimpft und ausgelacht. Er wird vom Hohepriester verurteilt ein Gotteslästerer zu sein und vor Pontius Pilatus gestellt.
Pilatus jedoch sieht in Jesus keinen Gotteslästerer und spricht ihn frei ... vorerst. Das Volk demonstriert, den aus seiner Sicht ist er jemand, der verurteilt werden muss - und mit dem Tod bestraft werden soll. Pilatus verweist Jesus an Herodes, der über sein Schicksal entscheiden soll. Doch auch dieser hält ihn für einen Narren und spricht ihn frei.
Letztendlich bringt das Volk den, schon geschändeten, Jesus wieder zu Pilatus und verlangt die Kreuzigung. Pilatus bleibt jedoch standhaft und befragt das Volk, wen er laufen lassen soll. Den Mörder Barrabas oder Jesus. Das Volk verlangt die Freilassung von Barrabas und die Kreuzigung Jesu.
Pilatus, der Jesus nicht hinrichten will, beauftragt seine Diener Jesus zu bestrafen, jedoch nicht zu töten.
Nachdem Jesus von den Dienern regelrecht zerfetzt wurde, stellt Pilatus diesen vor das Volk und befragt es, ob es genügt.
Das Volk verlangt dennoch die Hinrichtung und Pilatus weiß sich nicht mehr zu helfen.
Er weiß dass er bei einem Freispruch nicht mehr angesehen ist und beim Volk verhasst sein würde.
Er spricht ihn auch nicht frei, viel mehr händigt er Jesus dem Volke aus. Er sagte dass es nicht sein Wunsch ist Jesus hinzurichten, sondern der Wunsch des Volkes und somit soll jenes auch tun, was es für richtig hält.
Kurz darauf bekommt Jesus sein Kreuz, welches er, schon fast zerfetzt, tragen muss und zugleich beim Tragen noch Spott und Schläge ertragen muss, und begibt sich auf den Weg zur Hinrichtungstätte.
Jesus wird letztendlich gekreuzigt und bekommt von jenen, die ihn einst traten und verspotteten, Anerkennung, sie reichen ihm am Kreuz einen nassen Schwamm und einige zeigen sich respektvoll ... 3 Tage später steht er wieder von den Toten auf, was auch jeder von euch wissen dürfte ...
Der Film zog viele Skandale mit sich und zieht diese auch jetzt noch mit sich. Nicht nur, dass der Film als antisemitisch beschimpft wird, nein, Mel Gibson selbst wird von einigen Seiten als Gotteslästerer bezeichnet und der Film als pure Gewaltorgie dargestellt. Viele jüdische Vereinigungen wollten den Film stoppen, hieltenn sich teilweise (zumindest in Amerika) vor den Kinos auf und baten die Zuschauer sich diesen Film nicht anzusehen. Das war eigentlich zu erwarten, wenn man bedenkt, dass die letzten 12 Stunden im Leben Jesu ein sehr heikles Thema sind und so oder so immer stark in der Kritik stehen. Zumal sich jetzt ein Hollywood Star daran vergriffen hat und man somit den Eindruck haben könne, dass Mel Gibson etwas knapp bei Kasse ist und lediglich viel Geld damit machen wolle. Man könnte auch auf die Idee kommen, dass Gibson mal wieder einen Oscar bräuchte. Doch was nützen diese voreiligen Entschlüsse, wenn man sich selbst kein eigenes Bild macht? Jene Leute, die den Film als antisemitisch beschimpfen, haben ihn, leider, zum Großteil nicht gesehen und wollen sich einfach nur in den Vordergrund drücken. Die Tatsachen, dass sich jüdische Organisationen gegen den Film gestellt haben, verstärkt diesen Verdacht, da ich nicht glaube, dass all diese Personen den Film wirklich sahen und die Äußerungen nur aufgrund Hörensagens stellen konnten und sich damit etwas in den Vordergrund drücken wollten, wollen sie doch bekannter werden (ich möchte diese Religion hiermit nicht beleidigen, das ist lediglich mein Eindruck!) und evtl. Ruhm ernten.
Doch was ist dran an dieser Kritik, Beschimpfung und sogar an den Versuchen den Film zu stoppen?
Ich empfinde das alles als totalen Quatsch. Wo bitteschön war der Film antisemitisch? Etwa an der Stelle, an der ein Jude Jesus half, ihm kurz vor seinem Tod in die Augen sah und somit seinen Glauben an seiner Person bestätigte? Da es (leider) eine Tatsache ist dass die Juden Jesu nunmal gekreuzigt haben, kann ich den Aufruf nicht verstehen. Hätte Mel Gibson etwa die Juden mal eben durch Christen ersetzen sollen? Dann hätte er das Drehbuch (welches ja die Bibel war) ja auch gleich umschreiben können und statt Jesus irgendwen anders ans Kreuz hängen können – Sorry, aber es ist nunmal so und an der Vergangenheit lässt sich, leider, nichts ändern. Außerdem hat Herr Gibson das nicht soweit ausgebaut dass man einen Antisemitismus deuten könnte, dazu hätte er wirklich stärker darauf eingehen müssen dass jede einzelne Person, die seine Kreuzigung wollte, ein Jude war und das waren gewiss nicht alles nur Juden!
Der Film ist in meinen Augen alles andere als antisemitisch!
Auch glaube ich nicht das Herr Gibson Geld benötigt, hat er die Produktion doch aus eigener Tasche bezahlt, was bei kosten von rund 25 Millionen Dollar kein einfaches Spiel ist, zumal er das Risiko eingehen musste, das sein Film ein totaler Flopp wird. Ich denke aber das Gibson sich vorstellen konnte dass der Film so viele Kritiker und sogar Feinde gewinnen wird und er selbst diese Feinde bekommen wird. Trotzdem entschied er sich diesen Film zu drehen, seiner Aussagen zu folge, um seinen Glauben an Gott zu bestätigen. Ich rechne es ihm auch hoch an dass er sich an dieses Projekt gewagt hat, zumal er eigentlich dafür bekannt ist, in Action Filmen zu glänzen und diese dann meist der totale Hit werden, aber „Die Passion Christi“ ist alles andere als solch ein Actionfilm und das passt eigentlich nicht zu Gibson´s früheren Werken, daher denke ich nicht dass er in erster Linie mit dem Film Ruhm ernten wollte, sondern vielmehr, wie er sagte, seinen Glauben bestätigen.
Die Gewaltdarstellung des Filmes gleicht an manchen Stellen wirklich einem harten Splatterfilm, sieht man doch ab und an mal wie Hautfetzen von Jesus´ Körper fliegen, liegt Jesus nach den Qualen noch eine Zeit in einer kleinen Blutlache. Doch ich empfinde diese Gewaltdarstellung nicht als sinnlose Gewaltdarstellungen, dafür ist das Thema zu ernst. Hätte Mel Gibson die Gewalt in dem Film vorheben wollen, so hätte er doch einfach ein paar Römer gegen ein paar Anhänger Jesu kämpfen lassen müssen und dies dann lediglich etwas blutiger ausschmücken müssen. Doch er hat einzig die Schandtaten an Jesus etwas brutaler dargestellt um dem Zuschauer etwas näher zu treten und ihm unmissverständlich klar zu machen was diese Menschen damals mit Jesus angerichtet haben und welch grauenvolle Schmerzen er erleiden musste. Ich empfinde die Gewaltdarstellung demnach nicht als sehr übertrieben, einige Kamerperspektiven hätten evtl. etwas geändert werden können, sodass manche Szenen nicht so heftig sind aber so wie es ist, ist es auch sehr gut, wie ich finde.
Es fällt mir doch recht schwer den Film einem Genre zuzuweisen. Zum einen könnte man sagen das er ein Drama ist, da man die ganze Leidensgeschichte Jesu mitverfolgt, welche letztendlich mit seinem Tod endet. Zum anderen könnte man den Film auch als Actionfilm sehen, da Genretypisches geschieht, wie zum Beispiel die Folterung Jesu, welche eigentlich den ganzen Film schmückt. Zum anderen könnte man ihn auch in die Splattersparte ordnen, da er, wie oben schon erwähnt, teilweise recht heftig ist und man ab und an Hautfetzen fliegen sieht. Aber die Splattersparte und die Actionsparte klingen etwas abwertend, man könnte sonst ja denken es handle sich um einen Film, der sich auf Gewalt spezialisiert hat.
Der Film läuft in den deutschen Kinos mit Untertitel. Die Sprachen sind in Latein, Hebräisch und Aramäisch gehalten, um den Film noch realistischer wirken zu lassen. Einige wird das Abschrecken, dass man den Untertitel lesen muss, aber hier kann ich diese Personen beruhigen, es gab bei mir keine Schwierigkeiten, da die Untertitel lange genug im Bild blieben, sodass man sie sich teilweise 2-3 mal durchlesen kann und recht wenige, bzw. langsame, Kameraschnitte ermöglichen es, dass man die Bilder dazu auch noch ohne Probleme betrachten kann. Die Dialoge klingen aber umso komischer, zumindest für jene, die keine der oben genannten Sprachen sprechen können, da der Tonfall und die Aussprache für uns richtig komisch klingt und damit musste ich mich erstmal anfreunden, was bei mir aber erstaunlicherweise sehr schnell ging.
Der Film rief in mir die Frage auf wie Menschen so grausam sein können. Glauben hin oder her, es ist erschreckend, was damals geschah und auch noch heute geschieht. Zudem hat es mich erschreckt als das Volk lieber einen Mörder laufen lässt, als einen Mann, der behauptet Gottes Sohn zu sein. Man bedenke, dass ein Mörder, der bei der Entscheidung von Pontius Pilatus recht aggressiv war, wieder zuschlagen wird; jemand der aber sagt er sei Gottes Sohn niemandem leid zufügt.
Das hat mich doch sehr erschrocken und gibt mir auch jetzt noch zu denken ...
Die Schauspieler tun mir bei diesem Film irgendwie leid. Haben doch sehr wenig zu tun. James Caviezel musste lediglich dauerhaft eine schmerzerfüllte Mimik aufziehen, was im Prinzip recht leicht fallen dürfte, dennoch merkte man dasCaviezel sich richtig in Jesus hinenversetzt hat und man sieht ihm den Spass an der Rolle an. Caviezel ist ohnehin ein richtig guter Schauspieler, der sein Talent hier aber leider nicht richtig beweisen konnte, da er wie gesagt lediglich ein schmerzerfülltes Gesicht machen muss, bis auf die paar Szene, die vor den Schandtaten geschahen.
Anders erging es Monica Bellucci auch nicht. Sie ist auch eine sehr gute Schauspielerin, aber auch sie hatte den ganzen Film durchgehend nur die trauernde Mimik und somit konnte sie sich auch nicht richtig zu beweisen. Klar, es kann auch schwer sein solch ein Gesicht dauerhaft zu ziehen und es auch authentisch wirken zu lassen (was Frau Bellucci und Herr Caviezel prima geschafft haben), aber dennoch ist es schade das sich beide nicht richtig beweisen konnten.
Die anderen Schauspieler hatten quasi auch nicht mehr zu tun, niemand durchlebt einen Wechsel der Gefühle, aber alle Schauspieler leisteten hier prima arbeit!Es ist kein Leichtes in solch einem Film eine Rolle zu spielen und bei solch einem Thema recht locker und gekonnt zu spielen, zumal man allen Darstellern anmerkt, dass sie Spass am Dreh hatten.
James Caviezel wurde vom Papst für die Darstellung des Jesus gesegnet. Nicht nur weil er ihn verkörpert hat, sondern vielmehr weil er beim Dreh wirklich leiden musste. Beim Tragen seines Kreuzes (welches 70kg auf die Wage bringt) hat er sich den Arm ausgekugelt. Zudem wurde er bei den Dreharbeiten einmal von einem Blitz getroffen – aus seinen Ohren qualmte es ein wenig. Doch das hielt Caviezel nicht davon ab weiter zu machen und den Papst muss diese Leistung schwer beeindruckt haben, da er ihn immerhin in einer Privataudienz gesegnet ha (Quelle: Bild)
Der Film bietet die meiste Zeit über eine recht depressiv stimmende Atmosphäre, was aber von Anfang an klar war, da dies kein Happy - End Film sein wird, allerdings musste ich das ein oder andere mal doch schmunzeln. Leider muss ich auch jene Kinogänger enttäuschen, die Spannung erwarten. Da jeder weiß wie der Film enden wird und quasi jeder in etwa das Drehbuch kennt, hält sich die Spannung stark in Grenzen. Allerdings muss ich gestehen das ich 2-3 mal richtig erschrocken bin in dem Film! Die Musik passt leider nicht immer zum Geschehen, kommen doch etwas härtere Töne und dunkle Keyboardsounds als Jesus am Anfang mehr oder weniger einen Dialog mit Satan hat. Dies drückt zwar aus das es hierbei um eine böse Atmosphäre handelt, allerdings klingen die Sounds nicht sonderlich udn somit ist diese Atmosphäre auch schon hin. An einigen Stellen aber passt der musikalische Hintergrund wunderbar.
Allerdings glaube ich auch, dass psychisch labile Menschen ihre Probleme mit dem Film haben werden. Nicht unbedingt wegen der hohen Gewaltdarstellung, viel mehr wegen der Umsetzung der Leiden Christi. Für mich wurde das Ganze zwar nicht so hart dargestellt, für psychisch Labile könnte es dennoch negative Auswirkungen haben, da die Gewalt nicht nur mit dem Treten von Jesus gezeigt wird, auch psychische Gewalt ist teilweise recht stark. Manch einer (zu denen gehöre ich) kann so etwas schnell verarbeiten, ich denke aber, dass Menschen, die psychisch etwas labil sind, starke Probleme bekommen werden und besser auf Abstand zu diesem Film gehen sollten.
Ich kann mich immer noch nicht entscheiden was ich von Gibsons Idee, Satan einzubauen halten soll. Zum einen halte ich gar nichts davon, da dieser in diesem Part absolut nichts zu suchen hat und in der Bibel auch nicht erwähnt wird, zum anderen finde ich es Super, dass er da ist, da somit ein gewisser Effekt erzeugt wird, der den Zuschauer noch etwas gruseln soll, ich weiß nicht so richtig wie ich es erklären soll, er hat halt eine Funktion, die das Ganze noch etwas verschärft, wenn ich das mal so sagen kann.
Zudem wird Satan von einer Frau gespielt ...
Mel Gibson, der diesen Film nicht nur produzierte, sondern auch selbst Regie führte, muss ich an dieser Stelle mal ein großes Lob aussprechen. Ihm gelang es, die letzten 12 Stunden des Jesu so authentisch zu verfassen, sodass auch Nicht - Kenner der Bibel jetzt wissen was geschah und Gibson hat die Bibel auch nicht umgeschrieben um etwas einzubauen, was nicht gewesen ist, bis auf den Einbau Satans, was ja seinen Grund hat, wie ich schon erwähnt habe.
Er bringt dem Zuschauer die letzten 12 Stunden sehr nahe, inszenierte alles auf sehr gute Art und Weise und er setzte alles sehr schön ins Bild. Er leistete hier erstklassige Arbeit, an der sich manch ein Regiesseur/Produzent mal ein Beispiel nehmen könnte!
Selbst der Papst bestätigte, das die Verfilmung von Mel Gibson auf die Bibel beruhe, was so viel bedeutet wie, Mel Gibsons Unterstellung einer Judenfeindlichkeit ist nicht gerechtfertigt. So hat es sich damals zugetragen und daran wird niemand was ändern können.
Die FSK von 16 Jahren bekommt meine volle Unterstützung. Der Film ist in jedem Fall nichts für Kinder, soviel steht fest, dazu ist er doch zu brutal, die jüngere Generation wird sich evtl. auch für den Film interessieren, jedoch das Zerfetzen der Haut könnte die Kinder in leichte Depressionen versetzen und evtl. könnten auch Tränen fließen, da der Film sich selbst sehr Ernst nimmt und solch eine Gewaltdarstellung bei den Kinder evtl. Fragen, wieso Menschen so grausam sind etc. auslösen könnten ... für die niemand eine Antwort hat ...
Zum anderen ist der Film für eine 18er Freigabe zu wertvoll. Schildert er doch die letzten Stunden im Leben von Jesu, was eigentlich jeden interessieren dürfte, der an Gott/Jesus glaubt und/oder sich für geschichtliche Ereignisse interessiert. Und ich denke das unter jenen Interessenten auch viele Jugendliche sind. Daher ist eine 16er Freigabe durchaus angemessen, auch wenn eine FSK von 18 Jahren bei dem eigentlichen Kriterium Gewalt angebrachter wäre, doch gerade wegen der Hintergründe und der Tatsache, dass dies so geschah, muss man einen Abstrich machen und den Film auch für geschichtlich interessierte Jugendliche freigeben.
„Die Passion Christi“ ist in meinen Augen die bisher am Besten verfilmte Version der Passion!
Ich werde mir den Film mit Sicherheit auf DVD zulegen, wer weiß, vielleicht werde ich ja gebeten nochmal ins Kino zu gehen – ich würde es tun!
Der Film bekommt von mir klare 5 Sterne, die kleinen Kritikpunkte können daran nichts ändern! Die Empfehlung geht allerdings nur an Leute, die sich entweder sehr für geschichtliche Ereignisse interessieren oder für jene, die an Gott/Jesus glauben.
Ich bedanke mich bei euch fürs Durchhalten und für jede einzelne Lesung. Fragen, Lob, Kritik etc. könnt ihr mir wie immer im Kommentabereich hinterlassen.
Ich verabschiede mich dann von hier aus nach 6 Stunden schreiben und korrigieren.
Den Bericht hab ich auch bei ciao.de als DaveEngland2002X gepostet. weiterlesen schließen -
Super Film!
09.04.2004, 16:55 Uhr von
MissSunny1985
Hmm...was kann ich über mich schreiben? Ich interessiere mich hauptsächlich für fremde Länder! Ic...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Also, ich muss erstmal sagen, dass ich noch keinen Jesusfilm gesehen habe, weil es mich einfach nicht so richtig interessiert hat. Ich weiss auch nicht so genau warum.
Aber den Film wollte ich einfach gucken. Also beschloss ich ihn mir anzusehen.
Und ich muss sagen, es ist echt ein geiler Film. Also nicht weil ich darauf stehe, mir anzusehen, wie Jesus gequält wurde, sondern einfach zu sehen, wíe es war.
Zuerst fand ich es wirklich abscheulich, wie seine angeblichen Freunde ihn dann doch nicht mehr kannten. Wenn das wirklich so war, find ich es einfach nur grässlich.
Dann die zweite Stelle, die ich einfach schlimm fand, war, als Jesus auf so einer Art Marktplatz mit den Händen an einen Baustamm oder so gefesselt wurde, und dann mit Stöcken usw. fast totgeschlagen wurde. Es sah einfach nur schrecklich aus. Und wie Menschen sich an so einer Tat erfreuen können, hab ich immer noch nicht verstanden. Also ich persönlich würde diese Qual keinem meiner Feinde gönnen.
Aber auch die Qual, die der Mutter damit angetan wurde, war nicht besser, denn es muss ja wirklich grausam sein, wenn man seinen Sohn so leiden sieht und weiss, dass man ihm nicht helfen kann...
Ein dritter Punkt auf den ich noch eingehen will, ist natürlich die Kreuzigung. Das war der, wie ich finde, schrecklichste Teil des ganzen Films.
Zuerst muss Jesus, der sowieso schon mit den Kräften am Ende ist, das Kreuz auf den Berg tragen. Während des ganzen Wegs bricht er immer wieder unter der Last und den Schmerzen zusammen und kann nur mit Mühe wieder aufstehen. Ca. auf der Hälfte des Weges soll ihm ein Mann dabei helfen, dass Kreuz weiterzutragen. Er weigert sich erst, aber macht es dann nachher trotzdem... Am Berg angekommen, wird Jesus dann auf dem Kreuz mit Seilen festgebunden, damit er nicht mehr weg laufen kann.
Durch die linke Hand wird als erstes ein Nagel gehauen. Schrecklich. Dann soll dasselbe auch an der rechten Hand passieren. Um aber die Hand an die richtige Stelle zu bekommen, reißt ein Mann solange an seinem Arm, bis dieser wahrscheinlich auskugelt und haut ihm dann den zweiten Nagel durch die Hand.
Dann sind die Füße dran. Dafür wird ein Holzblock verwendet, auf dem er dann mit angewinkelten Beinen steht. Dann wird auch durch die Füße ein Nagel gehauen...
Danach wird das Kreuz mit Jesus nocheinmal so gedreht, dass er auf den Boden guckt und das Kreuz auf seinem Rücken trägt. Dies wird gemacht um die Nägel dann noch umzuhauen....
Ok, das waren die Stellen, die ich am Schrecklichsten fand.
Das Ende will ich bewusst nicht aufschreiben, für den Fall, dass diesen Bericht eine/r liest, der den Film noch gucken möchte.
Allgemein: Obwohl ich am Anfang dachte, dass der Film doch nicht so schrecklich sein kann, dass man vor lauter Schreck oder so stirbt oder in Ohnmacht fällt, kann ich jetzt nachvollziehen, dass es für manche Menschen wirklich so schlimm sein kann, dass sie diesen Film nicht verkraften.
Meine Meinung:
Angeblich soll Mel Gibson den Film ja nur deshalb gemacht haben, weil er selber Antisemit ist. Ich kann zwar nicht sagen, ob er das ist oder nicht, aber ich finde, dass er mit diesem Film ganz einfach nur zeigen wollte, wie es laut der Bibel gewesen sein muss...
Nur so zur Information noch: Ich schreibe auch bei CIAO!!!! weiterlesen schließen -
Ein Splatterfilm von Mel de Sade ^^
02.04.2004, 20:11 Uhr von
Dorilys
Ich veröffentliche meine Berichte auch bei anderen Plattformen unter dem gleichen Nick!Pro:
Darsteller
Kontra:
Nicht viel mehr als eine blutige Gewaltorgie
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Leser,
gestern war ich mit meiner Freundin im Kino gewesen und habe mir die Passion Christi von Mel Gibson angesehen. Der Grund warum ich da reingegangen bin, war gerade weil ich sehr viele verschiedene Meinungen dazu gehört habe, und ich wollte mir persönlich meine Meinung dazu bilden.
Gerade weil der Film so umstritten ist, möchte ich darum bitten meinen Bericht und nicht meine Meinung zu bewerten – wobei ich weiß das bei Meinungsbewertern sowieso schon alles verloren ist, aber okay.
>>>>> Die Story <<<<
Der Film handelt von dem Zeitraum im Leben Jesu von seiner Festnahme im Garten Gethsemane und seiner Hinrichtung auf dem Berge Golgotha. Dazwischen sieht man immer wieder einzelne Rückblenden aus dem Leben Jesu.
Der ganze Film ist auf aramäisch, griechisch und Latein und ist mit Untertiteln versehen.
Dazu aber ausführlicher später in meiner Meinung.
>>>>> Die Darsteller <<<<<
Da ist zuerst mal der Hauptdarsteller James Caviezel, der die Figur des Jesus spielt. Um ehrlich zu sein weiß ich hier nicht recht, was ich sagen soll, denn groß spielen sieht man ihn nicht auch wenn er dauernd zu sehen ist. Eigentlich wird nur sein Körper zermatscht und er stöhnt dabei eben oder schreit. Gut gespielt ist allerdings die Angst Jesu im Garten, als er zu Gott betet das der Kelch an ihm vorübergehen möge. Ich weiß noch das es mich als Kind damals beeindruckt hatte, das sogar Jesus als Sohn Gottes solche Angst hatte, als wir die entsprechende Stelle in der Bibel durchgenommen hatten.
Maia Morgenstern spielt die Gottesmutter Maria. Sie wurde häufig gezeigt während Jesus gegeißelt wurde, was dem Film noch mal zusätzlich einen ziemlich schmerzlichen Effekt gibt, weil man sich selber vorstellt, wie das wohl für eine Mutter ist wenn ihr Sohn gerade so zermatscht wird. Und ich muss sagen ich finde es persönlich schade das in der Religion und in den Geschichten Maria immer sehr kurz kommt, aber hier nimmt sie doch einen wichtigen Platz ein, und die Gram der Mutter die ihren Sohn beim Leiden zusieht ist auch großartig gespielt.
Hristo Shopov spielt den Pontius Pilatis, der hier sehr positiv dargestellt wird, als ein kluger Mann der eigentlich weiß das es falsch ist Jesus hinzurichten, und auch versucht zu intervenieren und Jesus vor der Hinrichtung zu bewahren. Ich fand den Schauspieler im ganzen Film am besten, er passt vom Äußeren her auch gut in die Rolle, das einzig befremdliche ist die seltsame lateinische Aussprache und ich habe eine ganze Weile gerätselt ob das wirklich Latein ist, was er da spricht. Und der Schauspieler hat es tatsächlich geschafft, das ich, obwohl ich die Bibel und deren Ausgang ja kenne zwischendurch doch tatsächlich gehofft habe das Jesus doch nicht gekreuzigt wird, so sehr hatte mich das mitgerissen. Aber wie man die Geschichte so kennt, lenkt Pilatus am Ende ein, weil er den Zorn der aufgewiegelten Menge befürchtet.
Der Hohepriester Kaiphus wird von Mattia Bragia gespielt – ein Scheusal wie er im Buche steht. Lieder einen verurteilten Mörder freilassen als jemand der anders denkt als man selber.
Monica Belucci spielt hier Magdalen die in Zusammenhang mit Maria gezeigt wird. Und hier komme ich ins Grübeln, denn bei der Rückblende wird gezeigt das sie ihm treu dient seitdem Jesus sie vor der Steinigung bewahrt hat. Wenn hier Maria Magdalena gemeint ist, das war doch nicht die Ehebrecherin die gesteinigt werden sollte, das war doch die Hure die von ihrem eignen Dorf ausgestoßen war? Jedenfalls werde ich die entsprechende Passage noch mal nachlesen, ich bin verwirrt.
Ich mochte auch den Schauspieler von Judas, Luca Lionello. Judas verkauft, wie man aus der Bibel kennt, seinen Herrn für 30 Silberlinge. Aber glücklich wird er damit nicht, denn bald bereut er sein Tun und begeht Selbstmord. Judas ist ein sehr menschlicher Charakter. Er träumt von Reichtum und dessen Annehmlichkeiten und lässt sich dadurch verführen, seinen Herrn zu verraten. Und auch wenn Jesus ihm vergibt, so kann Judas sich sein Tun selber nicht vergeben.
Auch Petrus Verhalten finde ich durchaus menschlich, das er nachdem er gesehen hat wie mit Jesus verfahren wurde erst mal Panik und Todesangst bekommt das ihm das Gleiche passiert. Und auch wenn Petrus immer in dem Zusammenhang negativ dargestellt wird, kann ich das Verhalten nachvollziehen. Zumal auch nach der Bibel Petrus danach viel Gutes getan hat, aber wenn er auch gestorben wäre, wäre auch keinem geholfen gewesen.
Bei dem Teufel bin ich etwas verwirrt – ich habe erst in den Berichten hier gelesen das eine Frau die Darstellerin war – irgend wie dachte ich während des ganzen Filmes das wäre ein Kerl, oder allenfalls geschlechtslos, aber für eine Frau hätte ich das nie gehalten. Rosalinda Celentano heißt die Darstellerin, und ich dachte am Anfang noch was für ein hübscher Kerl – Ähem Ja..... *schäm* Sehr interessant die Rolle, auch wenn ich mir bei diversen Einblendungen mit ihr nicht ganz schlüssig war, was das jetzt gesollt hatte, besonders am Ende bei der Kreuzigung frage ich mich was uns der Regisseur denn jetzt damit sagen will ^^
Auf jeden Fall fand ich die Darstellungen von allen sehr gut gelungen und auch sehr realistisch, man kann als Zuschauer die Gefühle der Personen sehr gut nachvollziehen und leidet auch wirklich mit.
>>>> Meine Meinung <<<<<
Ich fand den Film sehr spannend für die Tatsache, das man die Geschichte eigentlich kennt und weiß da es ausgeht, einfach aufgrund der Tatsache das ich am Film emotional beteiligt war das ich schon tatsächlich zwischendurch gehofft habe, das er doch nicht hingerichtet wird ;D Und ich denke, gerade das ist auch eine Kunst für sich, einen Film so zu gestalten das er trotz der Kenntnis der Geschichte eine innere Spannung erzeugt. Was aber vor allem auch daran liegt das man hofft das diese Gewaltorgie bald vorbei ist.
Ich hoffe man lege mir hier was ich jetzt schreibe nicht falsch aus, aber ich kann in dem Film keine antisemitischen Tendenzen erkennen, sorry. Schließlich waren ja nicht nur die Hetzer Juden, sondern auch die ganzen „Guten“ und im Endeffekt waren es ja die Römer, die Jesus so misshandelt und hingerichtet haben. Und langsam glaube ich man kann im Zusammenhang mit Juden überhaupt nichts mehr sagen ohne das man als Antisemit abgestempelt wird, sorry.
So und jetzt zu dem eigentlichen Kern des Films, und das ist Gewalt, pure abstoßende Gewalt. Mir wurde während des Films richtig schlecht, und auch danach noch war mir übel. Und ich hatte zwischendurch überlegt ob ich rausgehen soll, und verstehe auch Zuschauer, die das getan haben, ich bin im Endeffekt auch nur wegen meiner Freundin drin geblieben.
Anscheinend ist es so, wenn man einem Film das Etikett „historisch“ aufklebt, darf man alles. Ich kann auch die Argumentation nicht nachvollziehen die dann immer kommt, das war eben so und Jesus war eben nicht nur das süße Christkind, mir ist das zu schwarz-weiß. Es gibt doch nicht nur die beiden Extreme das man zeigt wie sich bei der Auspeitschung Jesu eine Peitsch mit Widerhaken in der Haut festklemmt und die dann einen Brocken Fleisch rausreißen oder das Jesus herumläuft und ihm die Sonne aus dem Hintern scheint. Ich empfinde diesen Film als Splatterfilm bei dem versucht wurde ihn auf historisch zu trimmen.
Es hätte doch zum Beispiel auch gereicht wenn man gezeigt hätte, wie ein Nagel an Jesus Hand angehalten wird und man gehört hätte wie der Hammer zuschlägt, was dann auch nicht „das süße Christkind ist“. Wieso muss man ganze zehn Minuten lang in Zeitlupe zeigen wie jeder einzelne Hammerschlage getätigt wird und jeder einzelne Blutstropfen auf den Boden tropft?
Oder auch bei der Peitsche hatte man gesehen wie jemand auf den Tisch haut und die Widerhaken sich im Tisch festsetzen. Muss man denn wirklich noch bei der Auspeitschungen jeden Brocken zeigen der aus der Haut gerissen wird?
Kill Bill hat auch schon viel Aufsehen erregt, aber so wie ich das sehe hat Quentin Tarantino nur den Fehler gemacht den Film als surreal zu gestalten und nicht als historisch, denn ein historisch im Titel rechtfertigt ja anscheinend selbst die schlimmsten Gewaltorgien auf der Leinwand.
Und die Sache mit den Untertiteln ist für mich nur pure Augenwischerei, man versucht damit doch nur einen Film einen historischeren Touch zu versetzen der ohne diese Art der Manipulation nicht stand gehalten hätte. Und gut das ich schnell lese, andere in meinem Bekanntenkreis hätten da größere Probleme gehabt parallel zu lesen und dann auch noch auf den Rest der Leinwand zu achten.
Das einzige was ich gut fand, ist wie wieder mal gezeigt wird, wie Menschen behandelt werden, die „anders“ sind, was sich bis heute nicht viel geändert hat, Menschen die mit ihrer Meinung und ihrer Handlung von der Norm abweichen sind immer noch geächtet und gefürchteter als ein verurteilter Killer.
Ich frage mich heute welche Intention Mel Gibson hatte diesen Film in dieser Art zu drehen. Marquis de Sade wäre sicher stolz gewesen, besser hätte er sich das auch nicht ausdenken können, wobei seine Schilderungen im Gegensatz zu dem Gezeigten ja eher an Kinderbücher erinnern.
Grundlage des Filmes war auch wenige die Bibel gewesen, sondern die Schriften von
Anna Katharina Emmerich die sehr exzessiv ihren Fantasien in der Schrift „Das schmerzhafte Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ ausgelassen hat.
Bei der Altersangabe wurde ab 16 angegeben, wobei ich mich da wiederuzm frage worauf sich diese Angabe begründet und andere Filme mit weniger Gewalt ab 18 freigegeben sind.
Zusammengefasst noch mal meine Meinung: Der Film ist ein Splatterfilm, und auch der Name Jesus im Titel kann daran nichts ändern. Und ich finde nicht das „historisch“ es rechtfertigt, was da gezeigt wurde, wie die Haut vom Körper um Brocken rausgerissen und sämtliche Knochen gebrochen werden. Ich habe jetzt gelesen Mel Gibson hätte kleine „Scherze“ in den Film eingebaut, beispielsweise das der Darsteller des Jesus auf aramäisch sagt „kümmere dich um die Wäsche“ während im Untertitel „pass auf dich auf“ steht. Was mich wieder zu der Frage der Intention bringt, was soll der Scheiß? Ich bin ein mensch der gerne und viel lacht aber nach dem ich diesen Film gesehen habe, habe ich für diese „kleinen Scherze“ kein Verständnis, die Zuschauer nach dem Blutbad auf der Leinwand auch noch veralbern zu wollen, und seit gestern ist Mel Gibson in meiner Achtung gesunken, und die nächste Zeit werde ich mir auch sicher keine Filme mehr mit ihm ansehen.
Ich vergebe zwei Sterne für den Film, und auch nur für die große schauspielerische Leistung gewisser Darstellung die recht gut war. Und keine Empfehlung, außer für Splatterfans – die werden hier voll auf ihre Kosten kommen, mein Geschmack ist er nicht, und ich werde ihn mir sicher nicht noch mal ansehen.
Gespannt wäre ich jedoch wie das ist wenn der Film mal im Fernsehen gezeigt wird - wenn die Sender ihrem eigenen Aussagen nach folgen und Gewaltszenen rausschneiden, haben wir einen schönen Kurzfilm.
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Liebe Grüße
Dorilys weiterlesen schließen -
Danke das du für mich gestorben bist Jesus
01.04.2004, 01:16 Uhr von
Tuvok
ich bin Christ, mag keinen Rassismus und halte nicht viel von PollitikPro:
Die geschichte, Umsetzung, Schauspieler, Orte, Umgebung, Farbe, Ausstattung
Kontra:
nicht ganz bibelgetreu, und zu blutig
Empfehlung:
Ja
Vor lesen dieses langen Berichtes, es ist alles voller Spoiler, das mußte sein, sorry.
Die Passion Christi
Die Mystik liegt über Gethsemane, Nebelschwaden ziehen um die Ölbäume in jener verhängnisvollen Nacht zum Karfreitag. JESUS ( Jim Caviezel ) bittet seinen Vater ihm diesen Kelch zu ersparen. 33 Jahre hat er gewirkt, geholfen, er hat 2 Menschen vom Tode erweckt, 5000 und 3000 Leute gespeist mit Brot und Fisch, doch jetzt ist er am Endpunkt seiner Aufgabe für die er geboren wurde. JOHANNES, PETRUS, sie liegen und schlafen. JESUS geht zu Ihnen hin, heißt sie zu beten, der Versuchung zu widerstehen.
In der Zwischenzeit ist JUDAS beim hohen Rat, er kriegt für den Verrat an JESUS 30 Silberlinge. Geld das er nachher zurückgeben will, aus Verzweiflung, Angst, er sieht erst wozu der Hohe Rat fähig war. 3 Jahre lange hat er mit Ihnen gebetet, in der Synagoge gelehrt, er hat den Armen geholfen und den Leuten von GOTT seinem Vater erzählt. Sein Auftrag, den kannte fast jeder damals in Galiläa. Nur weil er aus Nazareth war, muss deshalb nur schlechtes kommen?
KAJAPHAS glaubt nicht an die Prophezeiung das endlich der König der Juden, der lang ersehnte Messias, der Sohn Davids, aus dessen Geschlecht kommt und sie erlöst. Sie glauben noch immer an einen weltlichen Herrscher, deshalb auch dieser Hass als er sagt das er zur Rechten des Vater sein wird, wenn er am Ende aller Tage kommen wird, um die zu richten, die das Gericht verdient haben, um die Toten und die Lebenden zu sich zu holen die in Christus gelebt haben, und gestorben sind, im Glauben, mit einem Herzen in Frieden.
An das glaubt KAJAPHAS nicht. Der einzige der was helfen könnte ist NIKODEMUS, doch er wird, trotz seines hohen Ranges von der Gesellschaft verwiesen. PETRUS ist außer sich als er sieht wie sie den Rabbi verhaften, ihn mitnehmen wollen, und er zieht das Schwert um Malchus das rechte Ohr abzuschlagen.
JESUS heißt ihm Frieden zu halten, denn wer mit dem Schwert kämpft wird durch dessen untergehen.
KAJAPHAS schickt ihn zu PILATUS der mit ihm nichts anfangen kann. Seine Frau CLAUDIA heißt ihm den Nazarener nicht zu töten, sie hatte einen Traum, und so entlässt er JESUS und schickt ihn zum König der Juden, HERODES. Der sieht in ihn einen Spinner, nie und nimmer den König der Juden, den Messias, den wahren .Sein dekadentes Leben hätte das sowieso nicht zugelassen.
So wird JESUS wieder zu PILATUS geschickt, Freitag in der Frühe, PILATUS muss dann doch dem Volk nachgeben, einen Aufstand will er nicht produzieren, nicht zu lassen, also lässt er den Mörder BARABBAS frei. JESUS wird geschlagen, mit Ruten, mit Geiseln, Eisensplitter in den Schnüren reißen seinen ganzen Körper auf. Dann nimmt er das Kreuz auf sich und man schleift und peitscht ihn unter dem Gejubel des Blutgierigen Volkes die Via Dolorosa entlange, raus aus Jerusalem ,wo sich vor dem Stadttor die Schädelstätte Golgatha erhebt.
SIMON von Cyrene, am Weg nach Hause, wird gezwungen das Kreuz mit JESUS zu tragen. Und immer in seiner Nähe ist der Teufel in Form einer Frau, die ganze Zeit versucht der Teufel ihn von seinem Vorhaben abzubringen, die Menschen zu erlösen, sie vor der ewigen Verdammnis zu erlösen und so den Teufel in seine Schranken zu weisen. Er hat nicht recht, die Menschen entscheiden sich für GOTT, auch wenn sie es nicht gleich tun.
Keiner versteht wie er das aushält, sie kreuzigen ihn, wie damals 700 v. Chr. Schon der Prophet JESAJA vorhergesagt hat. Und um 15:00 Uhr am Karfreitag starb er, eine einzelne Träne fällt herunter. Er ist tot, doch er erwacht wieder, und zieht alle an sich die an ihn glauben wollen. Die ihn nicht kennen und ihn kennen lernen wollen, ihn der voller Liebe war, bevor alles erschaffen wurde.
Ein Wahnsinn, Jim spielt die Rolle sehr gut wirklich bombastisch, doch gleich zu Beginn muss ich sagen, JESUS von Nazareth mit Robert Powell in der Hauptrolle hat mir besser gefallen, auch wenn hier durch verschiedene Rückblenden versucht wurde, auf die Vergangenheit von JESUS einzugehen.
Nach dem Film, während des Filmes wo einige Leute aus dem Kino gegangen sind, konnte ich einfach nicht verstehen, wieso seine Liebe zu diesen grausamen Menschen so groß sein konnte, das er für sie gestorben ist. Jeder von uns sündigt sehr oft, und das wirklich schlimm, man braucht nur mal einen kurzen Rückblick auf den Genozid in Tschetschenien machen der noch gar nicht lange her ist, aber das er für Menschen starb, wo doch einige so blutgeil sind, ist wirklich schwer zu verstehen, wenn man sich nicht mit dem Christentum, mit der Bibel, mit dem Glauben beschäftigt, und JESUS darum bittet, einem beizustehen, das eben zu verstehen, für sich selbst, für sein Herz.
Diese unglaubliche Liebe die in der Bibel zu Tage kommt, die fehlt leider hier, ja das ist eine Rüge, und gleich weiter mit den Rügen, es ist nicht ganz so bibelkonform wie Mel Gibson gesagt hat.
1.) Also der rechte Schächer am Kreuz. Laut griechischem Urtext, heißt es nicht, „Ich sage dir, Heute wirst du mit mir im Himmel sein“ wie fälschlicherweise die Katholische Kirche uns glauben macht, sondern
„Ich sage dir, du wirst mit mir im Himmelreich sein“ Das heute bezog sich rein darauf, das die Menschen damals sagten, Ich sage dir Heute, das habe ich eben bewusst weg gelassen, um das zu verdeutlichen.
2. ) Wo bleibt, das PILATUS gesagt hat, das was ich geschrieben habe, das bleibt, auf die Frage hin
Schreibe nicht, er ist der König der Juden, sondern er hat es gesagt, auf Bezug auf die Inri Tafel am
Kreuz. Fehlt leider
3. ) Die Geschichte mit VERONIKA und dem Schweißtuch ist nicht bibelfest, sie ist erfunden, und bezieht sich auf eine Legende, aber das macht ja nichts, sie passt gut in die Geschichte rein.
4. ) Wo steht was vom Teufel in Form von einer Frau? Auch wenn das sehr gut war, es ist nicht bibelkonform, aber das macht nicht so viel, es hat trotz der Künstlerischen Freiheit gut reingepaßt.
5. ) Der Tempel brach nicht entzwei bei dem Tod von JESUS, sondern der Vorhang riss von oben nach unten entzwei, um den Blick auf das Allerheiligste zu gestatten, das damals im jüdischen Recht nur der Hohepriester hatte, doch das hat Mel eben in seinem Film vergessen, denn dadurch wird klar, das JESUS, seine Lehren, auch den Heiden, also den Nichtjuden freisteht, die Erlösung ist für jedermann, nicht nur für das Volk Gottes, die Israeliten. Das fehlt leider.
6. ) Bei seinem Tod war nicht nur eine Sonnenfinsternis, sondern es sind auch die Toten aus den Gräbern auferstanden, leider fehlt auch das, aber das macht nichts, man kann das ja nachlesen, obwohl gesehen hätte ich es schon gerne, das war noch in keiner JESUS Verfilmung bis dato.
7. ) Beim Verrat von PETRUS, hat man keinen Hahn krähen gehört, PETRUS ist nachher rausgegangen um zu weinen, nicht in dieser Menschenversammlung im Gebiet wo JESUS verhaftet wurde. Fehlt leider auch, oder ist ein bisschen falsch.
8.) Das Johannes der Lieblingsjünger war, dem JESUS seine Mutter Maria anvertraut hat, ist nur eine Legende, aber das wird im Film nicht so richtig deutlich, egal, es hat gepasst, war ja schließlich von einem Erzkatholischen Regisseur gedreht worden.
9. ) Wo bitte steht das der Soldat JESUS der am Kreuz hang, einen Speer reichte mit einem Schwamm, es war ein Ysopzweig.
So jetzt das Positive.
Eigentlich alles, alle haben sehr gut gespielt, alle waren sehr glaubwürdig, alles hat sehr weh getan im Herzen zu sehen, wie der einzige unschuldige Mensch aller Zeiten, 100 % ig perfekt und unschuldig für uns gelitten hat, und sein Herz für GOTT seinen Vater so groß war, um uns zu erlösen, das hat nichts mit Ostern zu tun.
Negativ fand ich es, das er so extrem ausgepeitscht wurde, das er dauernd gepeitscht wurde, das er so viel ausgehalten hat, das war übertrieben, und auch das der Soldat ihn mit einer Lanze in seine rechte Seite stach, anstatt in seine Linke, ist auch nicht so ganz gut, und das eine Blut und Wasserähnliche Flüßigkeitsfontäne rausgespritzt hat wie bei einem Gartenschlauch fand ich auch nicht so gut.
Es ist erstaunlich das dieser Film so sehr um die Welt gegangen ist. Noch nie zuvor hat ein Film so viele Gemüter in Rage gebracht wie dieser Film. Ich weiß noch damals um die Aufregung als „Die Letzte Versuchung Christi“ ins Kino kam, aber dieser Film hat alles übertroffen. Wenn man bedenkt wie viel Wirbel dieser Film verursacht hat, ist ihm ein Eintrag ins New Yorker Museum of Art schon sicher, dort lagert nämlich auch der Film „Tanz der Teufel“. Es ist noch gar nicht lange her, wo der Papst den Hauptdarsteller Caviezel zu sich eingeladen hat und ihn gesegnet hat, ein streng gläubiger amerikanischer Schauspieler, ungefähr wie Mel Gibson, der auch streng gläubig ist und einer eigenen Art von Religionsgemeinschaft innerhalb der Katholischen Kirche angehört, wenn man das so sagen darf.
Vor 2 Jahren hat es bereits geheißen, das er die Geschichte von JESUS verfilmen will, die letzten 12 Stunden in seinem Leben, und damals hatten sich schon viele Leute gedacht, das ist nicht möglich, Lethal Weapon, Mad Max, ja das schon, aber dann einen JESUS Film? Und wie man ihn gedreht hat, und man erfuhr, das er in aramäisch und Lateinisch gedreht wurde, und noch dazu mit Untertiteln, was den Wert der Authentizität ungemein erhöht, hat man nicht nur kein oder wenig Einspielergebnis attestiert, sondern auch den Untergang dessen, und entgegen den ganzen Meinungen hat der Film bis vor Ostern ca. 350 Millionen US $ alleine in den Usa eingespielt.
Was auf alle Fälle erstaunlich ist, noch nie hat es ein Film in Amerika in 4.000 Kinos gleichzeitig geschafft, und nach dem Start am Aschermittwoch hat er bis am Sonntag 117 Millionen US $ eingespielt, der 5. erfolgreichste Start eines Filmes aller Zeiten in den Usa.
Ich verstehe nicht wieso man z.B dem Regisseur Mel Gibson vorwirft er habe den Film wegen Geldgeilheit gedreht. Gerade er, der mit seiner 3. Regiearbeit nach „Der Mann ohne Gesicht“ und „Braveheart“ endlich was verfilmt hat was man bisher noch nie so zu sehen bekam in dieser Intensität, gerade der soll das Geld nötig gehabt haben? Ein Schauspieler der 20 – 25 Millionen $ Gage bekommt? Sicher hat er an dem Film bis jetzt ca. 200 Millionen US $ verdient, aber nur wegen dem Geld, nein das traue ich ihm nicht zu.
Papst Johannes Paul II. hat den Film voriges Jahr im Dezember gesehen und war sichtlich erfreut, weil er verlauten ließ, so und nicht anders war es damals bei der Kreuzigung. Nun ich habe mir den Film endlich angesehen, 125 Min. hat er gedauert, und ich muss sagen, wow starker Tobak. Die Geschichte ist allgemein bekannt aus den 4 Evangelien des Neuen Testamentes, aber ich bin überzeugt das sie noch nicht sehr viele Leute gelesen haben. Trotzdem muss ich sagen, die beste JESUS Adaption ist noch immer die von Franco Zeffirelli. „JESUS von Nazareth“ den es früher immer zu Ostern gespielt hat, aber in der Zeit wo wir leben wo Konsum, Werbung, und sonstige Unwichtige Dinge gelten, wird selbst zu Ostern immer mehr auf biblische und einfache Dinge verzichtet.
Eines ist an diesem Film wunderbar, er hat es geschafft als erster nichtmoslemischer Film in einem Moslemischen Stadt gespielt zu werden, und zwar in Saudi Arabien. Denn ein Film der noch dazu so viele Gemüter erhitzt, von dem sogar Jassir Arafat gemeint hat, das er sehr bewegend ist, noch dazu in Arabien, wo der Islam gilt, wo man sagt der Film sei antisemitisch, das ist schon ein tolles Ding.
Man sagt das der Film den Antisemitismus schürt, weil er nach alten erzkatholischen Tatsachen den Film so gedreht hatte, das man den Hass auf Juden spürt, die ja den Heiland umgebracht haben, und dafür als schlecht gelten, aber das ist schlicht nicht der Wahrheit entsprechend, vielmehr stellt Gibson einfach nur die Tatsachen da die in der Bibel verankert sind, so wie sie gewesen sind.
Nun hat man den Film vielen Vertreter von verschiedenen Religionsgemeinschaften und Glaubensgruppen vorgespielt, um die Meinung zu hören, die vielleicht die Tatsache entschärft, der Film sei nicht der Bibel entsprechend und vor allem nicht antisemitisch, aber leider haben die meisten in dem Film das gesehen was sie sehen wollten, und man hat sich noch mehr das Maul darüber in negativen Publikationen zerrissen. zumindestens hat der Papst den Korrektheitsanspruch des Filmes untermauert mit seinen Worten, „Es ist wie es war“. Der Vatikan hat später die Meinung des Papstes dementiert oder eher ins Winkerl zurückgeschoben, und meinte einfach nur das der Film nicht so erfolgreich wäre, wenn nicht so viel PR Rummel gemacht wurde.
In Deutschland und in Österreich war der Start für den Gründonnerstag vorgesehen, aber durch den fulminanten US Start hat man das Datum auf den 18. März vorverlegt, etwas das auch bisher noch nicht dagewesen war.
Schon als der Film noch nicht mal in Fahrt war, ist der Körper von Jim Caviezel, der JESUS sehr authentisch und gut darstellt, über und über mit Blut übersät, von seinen ganzen Wunden, wie es doch auch beim Kreuzweg heißt, an meinem Körper ist keine Stelle die nicht wund ist. Denn bisher wurde JESUS immer als der etwas leidende dargestellt und die römischen Soldaten als Patrioten, aber in Wirklichkeit waren die Typen fern von der Heimat, haben den Dienst gehasst, wie heute Zivildiener ungefähr, nur noch mehr, und JESUS ist hier nicht als der Schauspieler, sondern als der leidende Gottessohn dargestellt.
Natürlich gibt es auch in dem Film einige Passagen die künstlerischer Freiheit entsprechen, so z.B die Darstellung des Teufels, die in der Bibel bei der Kreuzigung nicht erwähnt wurde. Man sollte sich dennoch den Film völlig unvoreingenommen ansehen, so habe ich es gemacht, denn alles andere würde den Zauber des Filmes zerstören, und ihn nicht mehr so mystisch glorifizieren.
Sehr gut fand ich in dem Film das er ein paar Ersinnungen rein brachte, von JESUS z.B oder Maria. Denn das ist menschlich, ein Mensch erinnert sich ja auch, und das war ja JESUS ja auf der Erde, bevor er in den Himmel gefahren ist und uns somit endgültig erlöst hat und uns sündigen Menschen den Weg zum ewigen Leben freigelitten hat. Was mir etwas gefehlt hat ist die Unterstützende Tatsache wie schwierig es für den Gottessohn oder GOTT selbst gewesen ist, als Mensch auf die Erde herabgeboren zu werden, in einen Körper der absolut schwach und sündig ist, der von so vielen Urteilen, Gewaltausbrüchen, Süchten und Schmerzen voll ist, das es wohl niemand aushalten würde, der perfekt seit ewigen Zeiten lebt.
Das ist als würden wir als Mensch in den Körper einer Kakerlake reingeboren werden, und dann für sie sterben, in den wir auf einen Operationstisch eines 5 Jährigen Kindes mit Nadeln gefoltert würden. Absurd, ja stimmt, aber das er das gemacht hat, ein Wahnsinn, und wir Menschen liebäugeln maximal mit ihm zu den katholischen Feiertagen, schließlich sind wir ja alle Christen. Würden wir das alles viel ernster nehmen, dann würden wir Menschen viel mehr für uns erfahren was positiv ist, und nicht immer die Richtschnur übertreten die uns GOTT geschenkt hat in seinen 10 Geboten, aber genug der Rede, was ich meinte ist, man spürt diesen Auferstehungsgedanken nicht, da das am Ende viel zu kurz dargestellt wurde, und man fühlt nicht richtig wie GOTT für uns gelitten hat in seinem Geiste, man ist zwar überwältigt von den grausamen Bildern die ich etwas für übertrieben halte, aber es fehlt was fürs Herz.
Nun die Via Dolorosa war nichts für das Herz stimmt aber wie gesagt, es fehlt die Freundlichkeit die man in
„JESUS von Nazareth“ gespürt hat. Man hat einfach nur Schmerzen, man weint mit ihm, und fühlt sich rein, aber das man spürt, hier spricht GOTT zu dir, das fehlt irgendwie in dem ganzen Gewaltspektakel.
Ich kann mir schon vorstellen wie grausam und schrecklich die Kreuzigung ist, aber das sie so plakativ dargestellt wurde, und mir etwas übertrieben inszeniert vorkam, das fand ich nicht so gut.
Zurück zu den Stellen die in der Bibel nicht erwähnt sind, wie die Erfindung von Mel das er den Satan in die Geschichte ließ. Es war zwar etwas Akte X mäßig, nicht so ganz richtig, aber aus seiner Vorstellungswelt her, und für den Erfolg des Filmes durchaus akzeptabel. Was ich schade fand ist das die Priester anfangs von ihm so begeistert waren, und von einem Moment auf den anderen nicht, da fehlte ein bisschen Filmmaterial. Steht zwar alles in der Bibel aber trotzdem, hätte es in den Film gehört.
Was mir auch nicht so gefallen hat, Herodes war ein bisschen eigenartig dargestellt, Barabbas hat irgendwie nicht so gut gewirkt wie Anthony Quinn damals, dem hat einfach die Ausstrahlung gefehlt, dann hat der Film auch viel zu früh mit der Gewalt eingesetzt, anstatt mal dem Zuseher zu vermitteln, He das ist ein Gefangener, da hätte man mehr draus machen können. Der Film hat Stoff für einen 3 Stunden Film dann wäre er besser gewesen, es war einfach zu viel und zu schnell Gewalt gleich da, auch wenn es realistisch war. Egal, es war da.
Anfangs dachte ich mir, meine Güte eine Film in hebräisch, aramäisch und lateinisch, und mit Untertiteln, toten Sprachen eben und noch dazu deutsche Untertitel, aber das macht nichts, die Geschichte ist hinlänglich bekannt, und es wirkt einfach viel authentischer, und irgendwie wie ein Dogmafilm. Gut war auch das die Untertitel nicht so schnell geschrieben wurden, was gut für Leute ist, die älteren Geburtsdatums sind, und sich beim Lesen schwer tun.
Ich habe auch mit einigen Leuten darüber gesprochen, ob der Film ab 16 freigegeben O.K wäre, und viele hätten gemeint, man hätte in ab 18 freigeben sollen, aber irgendwie denke ich mir, Horrorfilme wie Resident Evil waren im Kino ab 16 frei, in Italien ab 15, und Filme wie Dawn of the Dead selbst im Kino als Remake jetzt, wie auch The Texas Chainsaw Massacre waren bei uns auch ab 16 frei, führte mich wieder zu dem Schluss das die Freigabe doch richtig ist, da ja auch etwas jüngere Leute den Film sehen sollten.
Wenn ich z.B jetzt so über den Film nachdenke könnte ich zu dem Schluss kommen, das Gibson versucht hat uns den Glauben an GOTT mit dem Hammer einzubläuen als mit der Liebe, denn hier wird vieles dargestellt was man lieber nicht so sehen sollte, es geht ja schließlich um JESUS, und wie weit ist der Sprung das man JESUS bald nackt darstellt?
Andererseits muss ich wieder sagen, endlich wird gezeigt, was man oft nicht so weiß und vielleicht führt er einige Leute zum Glauben, gerade jetzt in dieser wichtigen Zeit wo der Glaube als so hoch gilt, und die Leute ihn nur auf der Zunge aber nicht im Herzen haben, weil wir verlernt haben, zu leben, zu lieben, und zu beten.
Dann denke ich wieder über den Film nach und seine Aussagen und komme zu dem Schluss, er stellt sehr viel da was man JESUS alles angetan hat, aber er zeigt wenig was JESUS für uns gefühlt hat. Die Evangelien aus verschiedenen Blickwinkeln von Zeitzeugen geschrieben, mischt Gibson zusammen, aber er such sich wie gesagt sehr vie grausliche Dinge raus, und hätte er am Schluss die Auferstehung länger gezeigt, und mehr Gefühl für die Mutter Maria und Magdalena dargebracht, sie länger gezeigt und sie wie anfangs erwähnt auch mit Erinnerungen vollgefüllt, wie bei anderen Akteuren, wäre es mir lieber gewesen, denn dann hätte man wenigstens einige Beweggründe und Herzensangelegenheiten gesehen die vielleicht sehr wichtig gewesen wären, und der Film würde sich nicht auf das Thema Blut reduzieren.
Doch für den gläubigen Menschen ist das wiederum wichtig, nicht weil er sich daran ergötzt, sondern weil er das Martyrium sieht dieses Mannes, wie es keines je gegeben hat, nicht nur weil er der einzige absolute unschuldige gewesen ist, sondern weil er Gottes Sohn war, und weil er eben für uns so viel ausgehalten hat.
Gibson hat mal gesagt, ihn hat GOTT geführt, den Film zu machen, das halte ich nicht für ganz unbedingt richtig, eher für einen Marketinggag, aber es besteht die Tatsache das es stimmt. In dem Film habe ich sehr viele Leute weinen gehört, schluchzen, Männer wie Frauen, die Männer haben es natürlich versteckt, die Feiglinge, aber immerhin, einige rieben sich die Augen, sicher nicht aus Grippe und Schnupfengründen. Das Kino war ziemlich voll, trotz seiner Größe.
Gibson hat den Film ja aus seiner eigenen Tasche finanziert, 40 Millionen US $ hat er gekostet, er hat keine besonderen Stars mitspielen lassen, und kein Produzent oder Regisseur wollte den Film in Amerika machen.
Und das ist kein Wunder bei den vielen Szenen die vorkommen, die einfach zu viele sind. Der schönste oder einer der schönsten und ergreifendsten Sätze ist als Jim am Kreuz hängt und meint, Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun, ein Satz der sehr schwer fällt ihn nach zu vollziehen angesichts der jüngsten Ereignisse in Madrid.
Ich bin persönlich froh das es den Film gibt, so redet man wenigstens wieder über den Glauben was früher die Leute ganz selbstverständlich gemacht haben, angefangen vom Frühgebet, vor der Schule, bis hin zum gemeinsam Mittags oder Abendgebet und das durch den tiefen Schnee stapfen, wenn es zur Sonntagsmesse ging, und da gingen alle mit. Früher hat man noch Werte gehabt, die heute den Berg runterfließen.
Also die Mutter die Maria spielte war sehr gut. Und meine Freundin, ich und das ganze Kino, wir haben alle geweint, es ist einfach schrecklich das alles zu sehen, mehr als traurig.
Ich fand gut das der Film untertitelt war, um die Authentizität zu erhöhen, einfach gut.
90 von 100
Worte: 3.581
Seiten A4: 5
Zeichen ( Mit Leerzeichen ). 21.218
Absätze: 59
Zeilen: 275 weiterlesen schließen -
Mal Gibsons \"Die Passion Christi\" - blutiger Metzelfilm oder sensible Wiedergabe der Wirklichkeit?
Pro:
Zwar nach der Meinung von vielen zu krass, aber immerhin kann man sich ein Bild machen - von der Zeit, den Menschen, den Leiden Christi.
Kontra:
Nichts für Sensibelchen und alllzu kritische Geister - der Film hat Makel, so wie sie jeder Film hat.
Empfehlung:
Ja
Eigentlich bin ich nicht sehr religis oder religiös interessiert, nachdem Mel Gibons "Die Passion Christi" jedoch in amerikanischen sowie deutschen Medien einen solchen Wirbel veransteltet hat, schnappte ich mir meinen Freund und zerrte ihn vor zwei Wochen ins Kino, um mir eine eigene Meinung über die Verfilmung der Passionsgeschichte zu bilden...
Story: Die Geschichte kennt eigentlich jeder, es kann also eigentlich niemand mit unerfüllten Erwartungen an die Story des Film den Kinosaal verlassen.
Gezeigt werden die letzten 12 Stunden im Leben Jesu von Nazareth, vom Verrat durch Judas bis hin zur Kreuzigung; am Ende gibt es noch eine kleine Aussicht auf die Auferstehung Christi.
Umsetzung: Der Film ist durchgehen in aramäisch und latein mit Untertiteln, an die man sich jedoch schnell gewöhnt, da man keine langen oder hochgradig tiefgründigen Dialoge zu erwarten hat.
Der Film beschreibt, wie der Titel schon sagt, die Passionsgeschichte Christi, seinen Leidensweg zum Tod. Dieser ist jedoch ziemlich blutig - Mel Gibsons Auslegung der Bibel mangelt nicht an Splattersequenzen, an denen sich jeder Horrofanatiker sattsehen würde. Nach den ersten 10 Minuten des Film verliert Jesus (Jim Caviezel) sein erstes Auge, weitere Peinigungen folgen: Peitschenhiebe, Geißelungen. Zwischendurch wird man immer wieder mit Jesu Erinnerungen aus seinem Leben konfrontiert: Das letzte Abendmahl, das Zusammenleben mit seiner Mutter Maria, die Rettung Maria Magdalenas vor der Steinigung.
"Die Passion Christi" ist durchzogen von einem großartigen, gefühlvoll-bewegenden Soundtrack, der, zusammen mit der visuellen Brutalität, kaum ein Auge trocken lässt. In der Mitte des Film, als ein gepeinigter, blutender Jesus mit kaum noch Haut am Körper und nurnoch einem Auge sein Kreuz durch eine jubelnde, aufgebrachte Menschenmenge zu seiner Kreuzigungsstätte trägt, schafft seine Mutter Maria es, an ihn heranzutreten und ein knapper, sehr sehr bewegender Dialog folgt, meiner Meinung nach einer der bewegensten des gesamten Films.
Über die Antisemitismusvorwürfe kann man streiten, meiner Meinung nach dürfte es jedoch schwer werden, einen Film über den Verrat und die Leidensgeschichte Jesu zu gestalten, in dem nicht auch nur ein Jude schlecht wegkommt. In "Die Passion Christi" werden größtenteils die Römer als ekelhafte und gewaltgeile Sadisten dargestellt (obwohl Pontius Pilatus erstaunlich gut wegkommt), den jüdischen Hohepriestern wird vielleicht in sofern Unrecht getan, dass sie doch sehr hartnäckig auf die Kreuzigung Jesu bestehen, obwohl er schon fast zu tode gegeißelt wurde. Welchen Evangeliums Mel Gibons sich auch bedient habe, oder ob es seiner bloßen Fantasie entsprungen sein - niemand von uns war dabei, stimmts?
Ansonsten: Der jüdische Hohenpriester sieht evangeliengetreu nach dem Tod Jesu beim Anblick seines zerstörten Tempels seine Fehler ein.
Fazit: Ich kann durchaus nachvollziehen, warum "Die Passion Christi" in den Medien für soviel Aufsehen gesorgt hat, gerade in Amerika. Jedoch denke ich, dass sich jeder diesen Film ansehem sollte, bevor man ihn verurteilt. Man sollte nicht von vornherein von einem "Blutbad" oder einem "Scheißfilm" sprechen.
Ich persönlich bin unvoreingenommen an den Film herangegangen (eigentlich habe ich ihn ja nur gesehen, weil mich die Umsetzung interessiert hat) und mit gemischten Gefühlen aus dem Kinosaal heraus. Jim Caviezel, der Jesus mit den wunderschönen, treuen Augen, hat für mich eine meisterhafte schauspielerische Leistung abgelegt. Auch wenn ich kein Mensch bin, der bei jeder Hollywood-Schnulze anfängt, Rotz und Wasser zu heulen, konnte ich mir eben dies an zwei Stellen des Films nicht verkneifen - teilweise, weil diese absolut direkte und unberechenbare Darstellung von Gewalt mich ziemlich fertig gemacht hat, auf der anderen Seite, weil der Film streckenweise so unglaublich sensibel eingestreute Lichtpunkte enthält (zum großen Teil durch die fantastische Arbeit der Schauspieler in Verbindung mit dem bewegenden Soundtrack ermöglicht), dass man am liebsten die Zeit zurückdrehen und dem ganzen ein Ende setzend würde.
Ich persönlich denke, dass eine Altersbegrenzung von 16 Jahren ziemlich großzügig gesetzt worden ist. weiterlesen schließen -
Jetzt hat man ungefähr eine Vorstellung!
30.03.2004, 00:42 Uhr von
Skywalkeratwork
Hauptsächlich bei Ciao zu finden, aber auch hier werden meine Berichte natürlich gepostet und mei...Pro:
Regt zum Nachdenken an!Klasse schauspielerische Leistungen, vor allem von Jim Caviezel!Mutig von Mel Gibson den Film zu drehen!Realistisch, daher brutal auf seine Art und Weise!
Kontra:
Vielleicht einen Tick zu brutal!
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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Nach langer Zeit war ich mal wieder im Kino und musste mit meiner Mutter gehen, da meine Frau ihn nicht sehen wollte. Wir gingen schon beide mit der Erwartung hinein, das er sehr brutal sein würde und das wurde später bestätigt. Da ich ja ein Fan von Mel Gibson bin, war es für mich zudem ein Muss in diesen Film zu gehen, denn mit seinem ersten Meisterwerk Braveheart hat er ja schon überzeugt und das sogar als Hauptcharakter selbst. Hier lässt er jemand anderem die Hauptrolle spielen und bleibt im Hintergrund. Doch ist der Film daher trotzdem so gut? In meinem Bericht erfahrt Ihr alles weitere zu "Die Passion Christi"!
Kurze Infos zum Film
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Der Film ist seit dem 18. März 2004 in den deutschen Kinos und hat schon in Amerika für eine Unruhe gesorgt. 127 Minuten dauert der gesamte Film und wurde hauptsächlich in Italien gedreht. Mel Gibson der Regisseur musste zudem 40 Millionen Dollar aus seiner eigenen Tasche dafür bezahlen. Freigegeben ist er übrigens ab 16 Jahren, was in manchen Szenen eher unverständlich ist. Weitere Infos bekommt man aber auch noch auf der Homepage zum Film unter www.passion.film.de oder www.die-passion-christi.de!
Die Schauspieler
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Jim Caviezel spielt Jesus
Monica Bellucci spielt Magdalena
Mattia Bragia spielt Kaiphas
Hristo Shopov spielt Ponitus Pilatus
Maia Morgenstern spielt Maria
Franscesco de Vito spielt Petrus
Zu den Schauspielern kann man nur allgemein sagen, das sie einfach hervorragend sind, auch wenn man natürlich die meisten aufgrund der brutalen Rollen nicht leiden kann. Jim Caviezel spielt hier Jesus und er musste einiges mitmachen schon am Drehset. Er spielt ihn aber sehr überzeugend ruhig und man hat von Anfang an Mitleid mit ihm. Monica Bellucci spielt Magdalena, hat aber im Grunde nicht viel zu sagen im Film selbst. Sie kenne ich noch aus dem Actionfilm "Tränen der Sonne" an der Seite von Bruce Willis und auch hier passt sie wunderbar in den Film. Der Film ist sehr von Trauer geprägt und vor allem in solchen Szenen zeigen sich die wirklichen Qualitäten der Schauspieler. Alles in allem einfach ein Meisterwerk an schauspielerischen Leistungen, doch kann man dies auch von der Handlung behaupten?
Die Handlung
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Zuerst einmal sei angemerkt, das der Film komplett mit deutschem Untertitel versehen ist, da der Film in lateinischer und aramäischer Sprache gedreht worden ist. Der Film beginnt nach dem Abendmahl, wo Jesus in den Garten Gethsemane geht um zu beten. Dort erscheint ihm Satan, der ihm eine Vision preisgibt, die er in den nächsten 12 Stunden erfahren wird. Doch er stellt sich der Situation und widersteht der Versuchung Satans. Dort wird er auch kurze Zeit später gefangengenommen, nachdem er von seinem Jünger Judas Ischariot verraten worden ist. Er wird nun dem römischen Statthalter gebracht, der entscheiden soll was mit ihm passiert. Die Pharisäer sagen es handelt sich um Gotteslästerung und fordern daher die Todesstrafe bzw. die Kreuzigung...
Es droht nun ein Konflikt zwischen den Völkern und um das zu verhindern, gibt er ihm noch nicht die Höchststrafe, sondern versucht Rache zu üben. Doch leider bestehen die Pharisäer auf die Kreuzigung und der römische Statthalter gibt nach und lässt ihn abführen von den Römern. Es steht fest das er gekreuzigt wird und zudem muss er auch noch sein eigenes Kreuz durch Jerusalem tragen. In Golgatha angekommen wird er nun seinem Schicksal überlassen...
Meine Meinung
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Alles in allem gebe ich diesem Film ein "Sehr gut", wobei diese Art von Film wahrscheinlich nicht für jeden etwas ist. Er regt aber stark zum Nachdenken an und zeigt wie grausam es gewesen sein kann. Zumindest gibt das der Regisseur Mel Gibson in seiner brutalsten Art und Weise wieder, wobei ich gleichzeitig auch die Altersfreigabe etwas fraglich finde. Die Geschichte selbst kennt mit Sicherheit so gut wie jeder oder zumindest ansatzweise. Es wird wirklich ohne Kompromisse der Leidensweg von Jesus dargestellt und das 12 Stunden vor der Kreuzigung selbst. Zu den Schauspielern kann man nur sagen Weltklasse, denn vor allem diese Rollen sind aus meiner Sicht besonders schwer zu spielen und für den Hauptcharakter selbst war es mit Sicherheit auch eine Tortur. Hier wird wirklich auf brutalste Art und Weise alles gezeigt und wenn man denkt es reicht jetzt, dann geht es immer noch weiter. Das ist vielleicht auch ein kleines Manko am Film und deshalb sollte man nicht zartbeseitet sein. Es ist aus meiner Sicht ein weiteres Meisterwerk von Mel Gibson, allerdings nicht für jeden geeignet und kommt auch nicht an Braveheart heran bzw. kann damit auch überhaupt nicht verglichen werden. Ich finde es gut, das er den Mut hatte so einen Film zu drehen, denn immerhin gehen die Meinungen stark auseinander und kann auch negative Auswirkungen haben auf seine Karrierre. Im Grunde muss aber jeder selbst entscheiden ob er den Film sehen möchte, ich für meinen Teil bereue es überhaupt nicht und möchte ihn später in meiner DVD-Sammlung nicht missen!
Damit hoffe ich, das ich euch einen kleinen Einblick geben konnte und wünsche allen Lesern noch einen schönen Abend. Vielen Dank für das Interesse an meinem Bericht und ich freue mich wie gewohnt auf alle Kommentare. Bis zu meinem nächsten Bericht, euer Sky!
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Vorwort
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Zuerst habe ich mir den Film zusammen mit meiner Mutter im Kino angesehen und daher wusste ich, wie brutal er ist, doch trotzdem musste ich ihn in meiner DVD-Sammlung haben. Aus dem Grund holte ich mir ihn letztes Mal auf DVD für den Preis von ca. 9,99 Euro, aktuell wohl nur noch 7,99 Euro bei Amazon.de, da konnte man nicht viel falsch machen. Die Passion Christi nennt sich der Film und ist eine Eigenproduktion von Mel Gibson, der ja auch schon für Braveheart zuständig war und dort sogar noch selber mitgespielt hat. Hier spielt er nicht mit, doch ein anderer Schauspieler dafür, der seine Sache super macht. Und obwohl das Thema sehr heikel ist, werde ich heute über den Film bzw. speziell über die DVD berichten, auch wenn hier so gut wie kein Bonus-Material vorhanden ist!
Kurze Infos zum Film bzw. zur DVD
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Den aktuellen Preis der DVD habe ich oben ja schon verraten, freigegeben ist er ab 16 Jahren und das auch absolut gerechtfertigt, denn er ist wirklich brutal, da habe ich sogar ein ums andere Mal geschwitzt. Die Laufzeit beträgt 126 Minuten und er wurde 2004 produziert und erschien im März 2005 auf DVD. Die Musik stammt von John Debney und Regie führte halt Mel Gibson, den viele sicherlich eher als Schauspieler anstatt Regisseur her kennen. Der Film wurde in den USA sowie in Italien produziert und gehört in das Genre Drama. Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen, es gibt aber aus den früheren Zeiten schon einen Klassiker, den ich zufällig mal so halb auf den ersten Programmen gesehen habe, das nur so zur Info!
Die Schauspieler
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James Caviezel
Monica Bellucci
Francesco Gabriele
Francesco Cabras
Claudia Gerini
Rosalinda Celentano
Romuald Andrzej Klos
Maia Morgenstern
Angelo Di Loreta
Ivano Marescotti
Also ich muss zugeben, ich kenne nur zwei Schauspieler und da wäre vor allem Monica Bellucci zu nennen, die aber noch nicht einmal die Hauptrolle in diesem Film spielt. Aber sie kennt man einfach, zuletzt noch in Tränen der Sonne an der Seite von Bruce Willis zu sehen, aber auch in Filmen wie Matrix oder Pakt der Wölfe, um nur ein paar zu nennen. Doch die Hauptrolle hier spielt eindeutig James Caviezel und dort hätte man in meinen Augen auch niemand besseren für finden können. Man hat ja immer so eine gewisse Vorstellung wie er denn nun ausgesehen hat und da kommt es einem schon sehr realitätsnah vor. Nun denn, davor war er bereits in Filmen wie Frequency oder Ride with the Devil zu sehen, sogar Filme wie auch Der schmale Grat die ich kenne und wo ich ihn schon mal gesehen habe. Daher ist mir der Name zumindest ein Begriff, auch wenn er mir nie richtig in Erinnerung geblieben ist. Mit diesem Film ganz sicher, das liegt aber wohl eher an der Handlung und er ist halt nun mal der Hauptschwerpunkt des Films und es dreht sich alles um ihn. Daher eine Rolle die man nie vergessen wird, ob nun als Schauspieler selbst oder letztlich als Zuschauer. Daher kann man nur bewundern, was James Caviezel hier schauspielerisch leistet, wirklich erstklassig!
Die Handlung
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Die letzten 12 Stunden des Jesus von Nazareth werden hier gezeigt, zumindest wird versucht es relativ realitätsnah darzustellen, was sicherlich auch gelungen ist denke ich, wenn auch mit aller Brutalität die hierzu möglich ist, in einem Film zu zeigen. Dazu aber später noch mehr in meiner Meinung, die letzten 12 qualvollen Stunden werden also gezeigt, angefangen von der Verhaftung im Garten Gethsemane bis hin zur Kreuzigung und Wiederauferstehung. Verraten wurde Jesus von Nazareth von einem seiner Jünger, nämlich Judas Ischariot und von nun an folgt die schwierige Urteilsfindung, angeblich wegen Gotteslästerung...
Anschließend spricht der römische Stadthalter Pontius Pilatus die Todesstrafe aus, auch wenn er diese Entscheidung mehr als schwierig fand, aber er wurde auch vom Volk etwas unter Druck gesetzt und lies derer die Wahl zwischen einem Schwerverbrecher und Jesus von Nazareth. Sie entschieden sich nicht für die Freilassung von Jesus, daher musst er den sehr schweren Gang antreten bis auf den Berg Golgatha, wo letztlich die Kreuzigung stattfindet. Ein qualvoller Weg bis dahin, von der Verhaftung an, hin zur Folterung und letztlich bis zur Erlösung. Dazwischen kommt noch die Versuchung Satans sowie der Trost der Mutter. All das wird bis auf´s kleinste Detail gezeigt und selbst die Kreuzigung nimmt in etwa 11-12 Minuten in Anspruch und dasselbe gilt schon alleine für die Folterung, die wirklich mehr als brutal ist. Schon aus dem Grund wurden viel diskutiert über diesen Film, denn wie realitätsnah er auch sein mag, um so brutaler ist er auch, denn Mel Gibson wollte hier zeigen was man sich so gut wie gar nicht vorstellen kann. Und so kam am Ende die Erlösung, die schon lange zuvor fällig war bei all der Qual...
Alles in allem also wie ich schon gesagt habe, sehr sehr brutal, da kommt jeder Zuschauer ins Schwitzen so wie ich auch und Tränen kommen Einem. Dadurch natürlich auch sehr realitätsnah und daher wohl auch zurecht sehr kritisch behandelt das Thema, aber ich finde es trotzdem gut, das sich Mel Gibson hier herangewagt hat, ist aber nur meine Meinung, zu der ich auch jetzt kommen werde nach der kurzen Auflistung der DVD-Features!
Das Bonus-Material
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Ehrlich gesagt erkenne ich nicht auf Anhieb, wo die Extras sind im Hauptmenü, liegt eventuell daran, das es keine gibt auf der normalen DVD-Version, eine Special-Edition erscheint glaube ich erst. Zumindest kann man bei der Tonauswahl schon mal wählen zwischen Dolby Digital 5.1 und DTS, wobei ich mich immer für Letzteres entscheide, was ja noch einen Tick besser als Dolby Digital sein soll. Nun denn, danach gehe ich zur Sprachauswahl und da gibt es neben den Untertitel auch die Auswahl zwischen Deutsch und Englisch, denn mit Untertitel sollte man den Film schon schauen, sonst versteht man nämlich nichts :-) Eine Kapitelanwahl gibt es auch, insgesamt 15 einzelne Kapitel die man einzeln anwählen kann. Und letztlich kann man nur noch den Filmstart anwählen, das war es auch schon, was ich in dieser Rubrik alles erzählen kann, wobei natürlich auch diese DVD das Standard-Bildformat 16:9 aufweisen kann. Daher viel Spaß, die Bestellnummer dieser DVD lautet HC082298!
Meine Meinung
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Also zuerst einmal rate ich jedem zu warten, der unbedingt Wert auf Bonus-Material legt, da wird erst noch eine Special Edition erscheinen. Hier gibt es im Grunde nur den Film, aber dafür mit dem Tonformat Dolby oder DTS zur Auswahl, was mir persönlich auch vollkommen ausreicht. Daher hae ich auch etwas weniger bezahlt, preislich also vollkommen in Ordnung für einen Film, den ich halt unbedingt in meiner Sammlung haben wollte. Kurz gesagt, nichts für schwache Nerven, doch ich mag ja auch Horrorfilme sehr gerne und mich kann nur sehr wenig aus der Ruhe bringen. Doch hier ist es schon etwas Anderes, man leidet wirklich richtig mit und kommt ins Schwitzen bei diesen sehr brutalen Szenen. Manche mögen vielleicht sagen eindeutig zu brutal, andere sagen womöglich es ist einfach nur realitätsnah. Man kann sich wirklich nur anhand dieses Films so richtig in die Situation hineinversetzen, die mehr als schrecklich ist. Ich vergebe für den Film ein "Sehr gut", das hat er meiner Meinung nach verdient, auch wenn es starke Kritik gab gegenüber dem Film und auch Mel Gibson´s. Muss jeder selber wissen, es gibt auch einen Klassiker zu dieser Handlung, die ist nicht so brutal gehalten, daher kann sich jeder für eine Version entscheiden, um die letzten Stunden von Jesus sich anzuschauen. Störend ist ein wenig noch, das man hier ständig den Untertitel lesen muss, denn es wurde die alte Sprache verwendet im Film, durchgehend. Aber nun gut, das ändert nichts an der tollen schauspielerischen Leistung von James Caviezel, der wie gemacht ist für diese Rolle. Dazu die tragische Musik die auch super passt, also im Grunde ein wirklich gelungenes Meisterwerk von Mel Gibson, wieder einmal, auch wenn Braveheart sicherlich nicht zu toppen ist bzw. natürlich auch ne ganz andere Filmrichtung ist. Wer ihn noch nicht gesehen hat, aber auch nicht zu zartbesaitet ist, sollte ihn wenigstens mal gesehen haben. Daher danke für das Interesse an meinem Bericht, euer Sky! weiterlesen schließen -
Eli, lema sabachtani?
Pro:
sehr realistische \"Effekte\" durch PC und auch Maske, Landschaft, beeindruckende Bilder, grandiose schauspielerische Leistungen, Thematik, Umsetzung, Metaphern..
Kontra:
teilweise (etwas) zu brutal und langatmig, fehlende Erklärung des plötzlichen Sinneswandels der Römer
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser,
am Samstag Abend war ich mal wieder im Kino und möchte es mir nun nicht nehmen lassen, über den gesehen Film zu berichten.
+++ Vorgeschichte +++
Es ist knapp unter zwei Jahren her, dass an die Öffentlichkeit drang, Schauspieler Mel Gibson habe vor, die Geschichte Jesu zu verfilmen. Dabei erging es einigen Mensche wie mir: es klang so unwirklich und irgendwie weit weg. Nun läuft "Die Passion Christi" seit letztem Donnerstag in den deutschen Kinos.
Schon im Voraus war viel über ihn zu lesen und hören. Die Geister scheinen sich regelrecht an diesem Thema zu scheiden! Von der einen Seite wird dieser Streifen als Skandal abgetan, die andere lobt ihn als Meisterwerk in den Himmel...das machte mich neugierig auf dieses Werk, sodass ich mir selbst ein Bild machen wollte.
+++ >>Passion of the christ<< +++
Der Film verleiht uns Zuschauern einen Einblick in die letzten zwölf Stunden vom Leben Jesu. Das Ganze beginnt im Garten Gethsemane, wo der bereits geschwächte Jesus sein herannahende Ende zu spüren scheint und seinen Vater, Gott, um Beistand bittet. Umgeben ist er von seinen völlig hilflosen Jüngern und zwischenzeitlich auch Satan, der den Zustand des Messias' wohlwollend beobachtet...
Währenddessen sucht Judas, einer der Jünger, den Hohepriester von Kajaphas auf, um den Aufenthaltsort Jesu für ein paar Silberlinge zu verraten. Dieser ist darüber mehr als erfreut, da Jesus in seinen Augen ein Gotteslästerer und Dämon ist. Sogleich werden einige Soldaten zu dem besagten Wald am Ölberg geschickt.
Judas führt sie zu Jesus, welcher ohne ein Wort zu fragen weiß, wer ihn verraten hat. Er scheint nicht einmal wütend oder enttäuscht zu sein! - Im Gegensatz zu seinen anderen Jüngern widersetzt Jesus sich nicht gegen die Soldaten. Als einer der Feinde sein Ohr in dem Gefecht der kleineren Art verliert, kommt er gar auf diesen zu und heilt ihn! Danach spricht Jesus ganz ruhig zu seinen Anhängern, worauf diese die Waffen fallen lassen...
Und schon wird Jesus zu den Priestern gebracht, wo er umringt vom Volke verhört wird. Nur ist es hier so, dass die Priester Dinge behaupten und der "Angeklagte" sich nicht direkt dazu äußert, das heißt leugnet oder richtig stellt. Übrigens verfolgen Petrus, Maria und Maria Magdalena immer genau, was mit ihrem Freund passiert und reisen mit. Während dieser Verhörung wird Petrus vom Volk als Jünger erkannt. Doch anstatt zu Jesus zu stehen, verleugnet er genau drei Mal, diesen überhaupt zu kennen - so hatte der Messias ihm wenige Stunden vorher vorausgesagt...Die Priester fordern den Tod für Jesus, da dieser sich selbst als Messias bezeichnet habe und deswegen ein Gotteslästerer sei, der bestraft gehört! Sie können das aber nicht tun, weshalb der Sohn Gottes zu den Römern gebracht wird.
Beim Statthalter Pontius Pilatus angekommen, tragen die Priester vor, was Jesus verbrochen haben soll. Pilatus findet aber keinen Grund diesen zu bestrafen oder gar töten zu lassen. Doch die aufgebrachte Menschenmenge fordert genau das! Pilatus überlegt lange und unterhält sich auch mit Jesus. Anschließend macht er den Priestern sogar einen Vorschlag in Form von Bestrafung durch Geißeln, nachdem diese sogar beim Kaiser waren, aber auch dort nichts erreichen konnten. Dadurch erhofft er, die Freilassung Jesu bewirken zu können, doch weit gefehlt! Jetzt wird sogar die Kreuzigung des Messias gewünscht und durch diese Anordnung sind die Gemüter nur schwer zu besänftigen..
Dennoch geht es nun erstmal in einen Hinterhof, wo zwei Legionäre Jesus mit den verschiedensten Waffen immer wieder foltern. Letztendlich sind sie müde und haben sein Blut an den Beinen und im Gesicht. Der Sohn Gottes leidet verständlicherweise die gesamte Zeit über qualvoll und muss schreckliche Schmerzen ausstehen. Trotzdem scheint sein Wille ungebrochen..Im wahrsten Sinne des Wortes zur Krönung, erhält Jesus von den Soldaten einen Dornenkranz, einen Mantel sowie den Titel "König der Juden" verpasst.
Nun wird er wieder zu Pilatus gebracht, welcher erschüttert ist, da er "nur" eine Bestrafung und kein zu Tode foltern angeordnet hat. Da immer noch die Kreuzigung gefordert wird und Pilatus einen Aufstand verhindern will, wäscht er sich erst symbolisch seine Hände und meint dann, dass die Priester doch machen sollten, was sie wollen. Er habe damit nichts zu tun. So beginnt der Weg zur Kreuzigung auf einem nahegelegenen Berg mithilfe eines kleinen Trupps von Legionären..
Der halbtote und dementsprechend geschwächte Jesus muss sein eigenes Kreuz tragen, was verständlicherweise nicht so klappt wie es soll, im Gegensatz zu zwei Verbrechern, die noch einen relativ gesunden Eindruck machen und denen es leichter fällt. Doch Hilfe bekommt Jesus anfangs nicht, stattdessen wird er weiter geschlagen und bricht desöfteren zusammen. Irgendwann kombinieren dann auch die Legionäre, dass man so niemals am Berg ankommen wird. Deshalb wird der Dorfbewohner Simon ausgewählt, Jesus zu helfen. Anfangs weigert er sich, da er mit der Sache nichts zu tun habe, aber letztendlich hilft er dann doch noch. Innerhalb dieser kurzen Reise ist mit der Zeit deutlich zu spüren, dass Simon schon bald nicht mehr das Gefühl hat, dieser Fremde und seine Bestrafung ginge ihn nichts an...
Am Berg angekommen, wird Jesus unter Beobachtung einiger Anhänger, aber auch Feinde brutal ans Kreuz genagelt, Petrus, Maria Magdalena, Maria und deren zweiter Sohn wie immer bisher, dabei. Anschließend folgt zuerst eine Verhöhnung, denn die Legionäre und Prieseter meinen, wenn er tatsächlich der Messias sei, wäre es doch eine Leichtigkeit für ihn, vom Kreuz zu steigen!
"Mein Gott, wieso hast du mich verlassen?" sind die letzten Worte Jesu und kurz darauf beginnt ein heftiges Unwetter mit Erdbeben. Schnell vergewissern sich die Römer mithilfe eines Speerstiches, ob er tatsächlich tot ist und verschwinden schnell.
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Als endgültige Schlussszene bekommen wir die Höhle zu sehen, in der der gesalbte, verdeckte Leichnam Jesu gelagert ist. Plötzlich sackt die Abdeckung ein erhebliches Stück ab und wir sehen den Sohn Gottes - unverkennbar durch die Verletzungen der Kreuzigung an den Händen - wie er langsam und mit ausdrucksloser Miene nach draußen schreitet..
+++ der Regisseur +++
"Die Passion Christi" ist das bisher dritte Werk, bei dem Mel Gibson Regie geführt hat. Vorgänger waren "Braveheart" und "Der Mann ohne Gesicht" - in beiden spielten er auch eine nicht gerade unbedeutende Rolle. Als Schauspieler hat Gibson das Talent, in sämtlichen unterschiedlichen Genres mitspielen zu können und immer überzeugend! (Von Komödien wie "Was Frauen wollen" über Schnulzen wie "Forever Young" bis hin zu "Lethal Weapon" ist wirklich alles vertreten.)
In den jetzigen Streifen hat der strenggläubige Katholik sehr viel Herzblut investiert. Er wusste genau, worauf er sich einlässt und dass er die Menschheit in zwei Lager spalten würde. Dennoch ließ er sich nicht davon abhalten, diesen Lebenstraum zu verwirklichen. // Für das Drehbuch hat sich Gibson übrigens noch einen Mann namens Benedict Fitzgerald (unter anderem verantwortlich für "Kaltblütig" und "Zelda") zu Hilfe geholt. Und als Grundlage für die Leidensgeschichte Jesu dienten die vier Evangelien des Johannes, Lukas, Markus und Matthäus.
+++ Drehorte +++
Bei der Wahl der Drehorte entschied sich Gibson für Italien. Unvorstellbarerweise ist dieses 127minütige Spektakel, für welches er 40 Millionen Dollar aus seiner eigenen Tasche locker gemacht haben soll, insgesamt an nur zwie verschiedenen Plätzen gedreht worden! Nämlich einmal in Rom, wo Jerusalem regelrecht nachgebaut wurde, mit dem Tempel, dem Hof Pilatus' und auch dem Verließ, in das Jesus nach der Geißelung kam.
Die gesamten Kreuzigungsszenen wurden in Süditalien, genauer gesagt der Stadt Matera gefilmt, auf die bereits vor fast vierzig Jahren als Schaustätte für einen religiösen Film zurückgegriffen wurde.
+++ Reaktionen +++
Selten habe ich einen Film erlebt, wo die Meinungen so auseinander gehen! Und hier ist es nicht einfach nur der Fall, dass irgendwelche Personen von sich geben, dass sie ihn gut oder eben schlecht finden, sondern es sind teilweise Prominente oder eben größere Gruppen, die ihre Zuneigung oder Ablehnung begründen..
Beispielsweise haben der Präsident des Zentralrats der Juden und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ihre Bedenken am Werk von Gibson geäußert. Er erwecke einen negativen Eindruck über die Juden und deren Handeln, sodass durchaus eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Juden und Christen möglich wäre und vor allen Dingen Antisemitismus geschürt werden könne..
Andererseits kam an die Öffentlichkeit, dass Papst Johannes Paul der Zweite, "Die Passion Christi" bereits im Dezember 2003 zu sehen bekam und er danach gesagt haben soll, dass dieser Film es genau so zeigen würde, wie es nun mal war! Anfang letzter Woche hat der Papst dann auch noch Schauspieler Caviezel zu sich bestellt und den streng gläubigen, amerikanischen Schauspieler gesegnet. Mehr ist dazu leider nicht bekannt.
Bevor ich gleich noch zu einer kleinen Einschätzung von mir komme, finde ich es noch erwähnenswert, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als erstes islamisches Land erlaubt haben, dass die Jesusgeschichte in den Kinos gezeigt werden darf! In den anderen Ländern gibt es entweder solche Einrichtungen nicht oder aber es wird ein Übergriff von Islamisten auf gläubige Christen gefürchtet..
Jassir Arafat sagte ebenso wie der Papst nicht sonderlich viel zu dem Film. Sein einziges Wort nach einer Privatvorführung war "bewegend".
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Ich behalte es mir natürlich vor, das zu bewerten, was ich gehört und gelesen habe, denn überall wird etwas anderes verbreitet. Aber ich habe es mir einfach zur Aufgabe gemacht zu zu hören und genau zu lesen und das, was ich behalten konnte und als wichtig empfunden habe aufzuschreiben!
Vielleicht mache ich es mir zu einfach, aber ich konnte an diesem Streifen nichts Antisemitisches finden! Zwar waren es auf den ersten Blick die Juden, die den Tod Jesu gefordert und "vollzogen" haben, aber unter anderem auch Maria, Jesus selbst und einige andere waren ebenfalls Juden! In meinen Augen entschärft diese Tatsache das Ganze erheblich. Außerdem war Simon, der Mann, der dem Sohn Gottes gegen Ende half das Kreuz zu tragen, ebenfalls Jude...
Sicherlich wird es Menschen geben, bei denen die Botschaft anders ankommt oder diese im extremsten Falle einfach anders auslegen, aber so lapidar das auch klingen mag, es gibt unendlich viele Bereiche im Leben, wo genau das passiert! Ich kann nur das weitergeben, was mich erreicht hat und wenn ihr nun euren Blick nach unten wendet, könnt ihr dies nachlesen..
+++ eigene Eindrücke +++
Noch nie habe ich den gesamten Inhalt eines Films wiedergegeben, aber in diesem Fall fand ich es sogar angebracht! Aus dem Religionsunterricht dürfte die Geschichte Jesu eh bekannt sein und nur mit der fast vollständigen Wiedergabe (natürlich fehlen einige kleine Details) ist es mir möglich, genaustens auf alles einzugehen, das Positive eben so wie das Negative und alle meine gesammelten Eindrücke zu schreiben. Ich bin einfach der Ansicht, dass dieser Film eine Sonderbehandlung verdient hat..
Obwohl die STORY des Films allseits bekannt und keineswegs neu ist, finde ich sie mehr als reizvoll. Mich interessierte vor allen Dingen, wie Mel Gibson an die Sache rangeht, ob er bei der Geburt beginnt oder oder oder. Zwar hätte ich mit der gewählten Reihenfolge nicht gerechnet, aber ich finde sie durchaus gelungen! Mittlerweile ist mir auch klar, dass es unmöglich wäre alle Geschehnisse im Leben Jesu in einen Film zu packen. Entweder man hätte so manches vernachlässigen und nur oberflächlich streichen müssen oder der Film hätte weit über zwei Stunden gedauert und seinen Reiz verloren. So wie er letztendlich ist, kann man es geradezu perfekt nennen.
Dabei ist auch hervorzuheben, dass immer mal wieder Erinnerungen von Maria, den Jüngern oder Jesus selbst in das aktuelle Geschehen einbezogen wurden. Beispielsweise als Letzterer gefoltert wurde und geschwächt am Boden lag, sah er den Schuh eines Legionärs. Da erinnerte er sich daran, wie er mit seinen Anhängern zusammen war, einem von ihnen den Schuh auszog und den Fuß wusch. - Das "UMSCHALTEN" zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist wirklich gelungen, sowohl von der Szenenwahl, da es immer genau passt, als auch für das Verständnis, da man durch die eingeschobenen Informationen noch so manches gezeigt bekommt.
"Die Passion Christi" ist nicht etwa auf deutsch zu bewundern, sondern auf hebräisch, aramäisch und latein mit deutschen Untertiteln. Als ich davon in Zusammenhang mit der Länge von knapp über 2 Stunden hörte, wurde mir ganz anders. Aber es war gar nicht so schlimm oder gar anstrengend wie ich erwartet hatte! Im Gegenteil: ich bin nun der Meinung, dass es unecht und gekünselt gewirkt hätte, wenn die Menschen in solch einem Film deutsch gesprochen hätten - so wie er nun letztendlich war, wirkte er um einiges echter und glaubwürdiger! Die Untertitel waren auch lang genug sichtbar, sodass man sich keinesfalls hetzen musste mit lesen. // Hier wurde zusätzlich auch viel auf die Macht von Bildern und Metaphern gesetzt. Bekanntlicherweise sagt so etwas ja mehr aus als tausend Worte! Sei es nun die Schlange, die Satan symbolisiert, der Raabe, der einen der Verbrecher angreift, nachdem dieser Jesus während der Kreuzigung verspottet hat oder das heftige Unwetter in Zusammenhang mit einem Erdbeben, welches direkt nach dem Tod Jesu eintritt - all diese Dinge und noch ein paar mehr, führen dazu, dass der Film trotz relativ weniger Worte noch aussagekräftiger und bewegender wird.
Das war aber noch nicht alles, was ich zu der DARSTELLUNG zu sagen habe. Natürlich war dieser Film an einigen Stellen wirklich unheimlich brutal, blutig und dadurch teilweise schon eklig. Auch wenn ich ehrlich zugebe, dass ich bei der Kreuzigung weggeschaut habe (die Geräusche haben mir da völlig gereicht), bin ich der Meinung, dass diese GEWALT-Szenen einfach hineingehören. Und das sage ich nicht, weil ich so etwas toll finde und mich daran ergötze, sondern weil die Jesusgeschichte nunmal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist! Gibson hat sich dafür entschieden, solche Szenen wie die Folterung und Kreuzigung zu zeigen, er hätte sie auch andeuten oder weglassen können. Seine Entscheidung trägt wie manch anderes oben genanntes zu der Echtheit dieses Streifens bei...
Wenn ich schon bei dem Thema Gewalt bin, verbinde ich gleich mal meine Ansicht über die ALTERSFREIGABE damit. "Die Passion Christi" ist ab 16 Jahren freigegeben, was ich allerdings nicht gutheißen kann und das nicht nur aufgrund der Gewalt. Ich bin vielmehr auch der Ansicht, dass die meisten Jugendlichen in dem Alter gar nicht alles verstehen bzw mit solch einem Film klarkommen. Ich für meinen Teil - volljährig - habe erstmal am nächsten Tag mit einigen Menschen gesprochen, unter anderem auch meinem Eltern. Zwar hatte ich nicht schlecht geträumt, bin auch kein Weichei auf dem Gebiet, aber ich spürte einfach den Drang in mir Gespräche zu führen. Danach fühlte ich mich besser und einiges war mir klarer. Außerdem fand ich in den Unterhaltungen heraus, was mir wieso gefallen hatte und wie ich den Streifen insgesamt einschätze.
Nun nochmal kurz zurück zur DARSTELLUNG. Wie ich in der Inhaltsangabe erwähnt habe, spielt Satan in der Jesusgeschichte mit. In der Bibel ist das natürlich nicht so! Das war die Idee von Regisseur Mel Gibson. Bis heute ist mir der Sinn dieser "Kurzauftritte" zwar immer noch nicht klar, aber gestört haben sie mich nicht, da sie von den Szenen her echt gut und passend eingebaut worden sind. So bekam der Film nochmal zusätzlich einen geheimnisvollen und gruseligen Touch. Besonders interessant und erwähnenswert finde ich an dieser Stelle aber die Tatsache, dass Satan von einer Frau gespielt wird! Und zwar ohne Augenbrauen, mit männlicher Stimme versehen und einer Kleidung, die das wahre Geschlecht nicht erkennen lässt..Manchmal ist es doch gut, wenn man einige Zeit nachdenkt. Jetzt bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Gibson durch Satan die harte Probe auf die Jesus mit seinem Glauben gestellt wurde zusätzlich unterstreichen wollte. Immerhin hat der "Messias" genau das getan, was ihm aufgetragen wurde und immer im Sinne Gottes gehandelt - dennoch wurde ihm sowohl körperlich als auch seelisch großes Leid zugefügt! Satan tauchte also immer in solchen Momenten auf, wenn Jesus zu schwächeln drohte, auf welche Art und Weise auch immer. Er hätte also theoretisch gesehen die Möglichkeit gehabt, "die Seiten zu wechseln", aber sowohl sein Wille als auch sein Glauben an seinen Vater, war bis zum Ende ungebrochen..
Da gibt es noch so einen Bereich, wo ich mir nicht so sicher bin, das GENRE. Handelt es sich bei der Passions-Geschichte nun um ein Drama? Immerhin erleben wir Zuschauer die letzten zwölf Stunden im Leben von Jesus und all seine damit verbundenen Leiden, sowohl körperlich als auch seelisch. Hm..oder handelt es sich um eine besondere Art Actionfilm? Denn die Gewalt aus der Folterung und Kreuzigung erinnern schon stark an so manchen Splatter-Film; Hautfetzen fliegen durch die Gegend usw. Unten habe ich bei der Gelegenheit ernster Film ausgewählt. Ich halte das für am passendsten, denn dieser Streifen ist kein bißchen lustig oder romantisch. Soll er nicht und muss er auch nicht! Unter anderem durch all seine Zusammenhänge, das Thema und die Präsentation schätze ich "Die Passion Christi" nach längerer Zeit mal wieder als einen SEHR ANSPRUCHSVOLLEN Film ein, den ich gesehen habe...mir macht das nichts aus, da ich so Etwas ab und zu ganz gerne mal anschaue. Ich finde nur, dass man das wissen sollte, da man ganz einfach aufzupassen hat, sonst kommt man irgendwann gar nicht mehr mit und verliert den "Spaß".
Bereits als ich auch nur in Erwägung gezogen habe, mir diese Verfilmung der Jesusgeschichte anzuschauen, fragte ich mich, ob ich mit meinen Kenntnissen überhaupt klarkommen und durchblicken würde. Ich bin evanglisch, getauft, aber nicht konfirmiert. Mittlerweile bin ich auch noch aus der Kirche ausgetreten, obwohl ich durchaus gläubig bin. Mir passte es lediglich nicht wie unser Pfarrer vorging. Trotzdem war Religion bis zum Schluss mein liebstes und bestes Fach..jetzt kann ich sagen, dass ich keine Probleme hatte, obwohl ich nur teilweise BIBELFEST bin. Meist war es so, dass ich mich an Namen oder Situationen erinnerte oder notfalls war es mir eben möglich, das Ganze aus dem Zusammenhang zu erschließen. Auf jeden Fall kann ich allen, die beabsichtigen, sich diesen Film anzusehen, schon etwas hier und da wissen sollten. Kennt man Namen oder Zusammenhänge nicht, ist es geradezu unmöglich die Problematik zu verstehen!
Fast gegen Ende möchte ich nun auf einen Punkt eingehen, der mir nicht ganz so gefallen hat. Zwar habe ich zu Anfang dieses Berichtes geschrieben, dass mir Darstellung des Films durchaus zugesagt hat, aber ich finde es trotzdem etwas unglücklich das uns Zuschauern mindestens eine Information vorenthalten wurde. Ich spreche auf den plötzlichen SINNESWANDEL der Priester an! Durch einige eingeschobene Vergangenheitsszenen und das, was Pontius Pilatus so von sich gab, war klar zu erkennen, dass anfangs alle von Jesus dem Messias mit den heilenden Kräften begeistert waren! Dann jedoch, von einem Tag auf den anderen, war er plötzlich der böse Gotteslästerer, der getötet gehört...Mir hätte es besser gefallen, wenn Gibson eingefügt hätte, welche Aktion oder was auch immer eben dazu geführt hat, auch wenn es in der Bibel nachzulesen ist.
Last but not least, noch etwas zu den SCHAUSPIELERN und ihren Leistungen. Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen und zu bewerten, aber ein paar sind einfach hervorzuheben. Da wäre beispielsweise Jesus alias James Caviezel. Dieser Schauspieler war mir bisher völlig unbekannt, doch er konnte mich in seiner Rolle als Jesus wirklich überzeugen, sodass ich ihn ab jetzt wohl genauer beobachten werde! Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage, was für eine Größe man doch sein muss, um eine so schwere Rolle so souverän und realistisch 'rüberzubringen. Außerdem kam mir zu Ohren, dass Caviezel während den Dreharbeiten ziemlich gelitten haben soll, sowohl körperlich als auch seelisch. Als es darum ging, dass Kreuz Richtung Berg zu tragen, hat er sich die Schulter ausgekugelt! Immerhin wiegt so ein Teil schlappe 70 kg..hinzu kommt die Wirkung der Geschichte. Das Ganze wird von einer Art grauem Schleier ummantelt und zieht sowohl Schauspieler als auch Zuschauer verständlicherweise runter. Man muss schon einen verdammt starken Charakter haben, um solche Dreharbeiten auszuhalten, auch wenn sie ihn natürlich nicht wirklich ans Kreuz genagelt haben. Meinen Respekt hat Caviezel schonmal sicher!
Monica "Maria" Belucci wirkte auf mich ebenfalls wirklich gut, auch wenn ihre Rolle natürlich um einiges "leichter" war als die des Herrn Caviezel! Meiner Ansicht nach hatte sie keinesfalls immer nur eine Trauermiene drauf und sonst Nichts zu tun, sondern viel mehr die Aufgabe mit ihren wenigen Worten und Taten, Liebe und Wärme zu versprühen - sowohl an Jesus als auch uns Zuschauer. Eine heikle Mission, die sie allerdings bestanden hat!
Insgesamt bleibt mir zu den SCHAUSPIELERN noch zu sagen, dass ich es gut finde, dass Mel Gibson sich für unbekanntere Gesichter entschieden hat! Beispielsweise durch Tom Hanks oder den Regisseur selbst am Kreuz hätte das ganze Spektakel klar an Wirkung verloren..
Die FILMLÄNGE von ungefähr genau zwei Stunden halte ich für angebracht. Immerhin gab es doch einige Aktionen und Informationen zu vermitteln! Es gab eigentlich nur eine Stelle, wo mir der Film langatmig vorkam: auf dem Weg zur Kreuzigung, als der schwache Jesus nicht ein oder zwei Mal kraftlos zusammen brechen musste, sondern gleich sieben Mal! Das war dann spätestens beim letzten Mal etwas nervend und man hatte das Gefühl, die würden wohl nie ankommen..
MASKE und die COMPUTER-Fachleute haben in "Die Passion Christi" eine sensationelle Arbeit geleistet! Ich habe noch nie einen Film gesehen, in dem sämtliche Effekte so extrem realistisch gewirkt haben! Seien es nun die Wunden Jesu nach der Folterung, bei denen man dachte, der arme Caviezel wäre tatsächlich gegeißelt worden oder gegen Ende des Films, als das Unwetter ausbrach und unter anderem ein Erdbeben tobte! Waaaahnsinn, wirklich - ich musste sehr staunen. // Mittlerweile habe ich übrigens erfahren dürfen, dass James C. alias Jesus sieben Stunden (!!) in der Maske zu verbringen hatte, bis er schließlich so aussah wie es die Szenen gegen Ende des Filmes verlangten...
Gibson hat sich getraut, mit den BESCHÖNIGUNGEN aufzuhören, was man davon hält ist Jedem selbst überlassen. Er präsentiert uns Zuschauern, wie es sich in seinen Augen abgespielt hat. Dabei kommen beispielsweise die Legionäre nicht sonderlich gut weg, da sie entweder nur am trinken sind oder eben ihre Macht in Form von Gewalt demonstrieren, aber damit möchte der Schauspieler auch auf die traurige Realität anspielen und eingehen => nämlich wie Menschen mit Menschen umgehen..
Alles in allem wahrlich ein Meisterwerk, bei dem ich froh bin, dass ich es mir selbst angesehen habe und mir somit eine Meinung bilden konnte! Sicherlich wäre mein Bericht direkt am Samstagabend anders ausgefallen, aber ich habe mir bewusst noch etwas Zeit gelassen, um nachdenken und diesen Streifen auf mich wirken lassen zu können. Nun bin ich der Ansicht, dass es sowas wie eine Art Bildungslücke ist, wenn man "Die Passion Christi" nicht gesehen hat! Darum vergebe ich überzeugte fünf Sterne.
+++ mein Fazit +++
Ich spreche eine Empfehlung für all Diejenigen aus, die sich etwas mit der Bibel auskennen und auch mal bereit sind, einen anspruchsvollen Film zu sehen, der einen mitunter ganz schön mitnehmen kann! Anfangs dachte ich, dass mich die Verfilmung der Jesusgeschichte entweder total kalt lassen oder ich sie sogar als lächerlich empfinden würde, aber ich habe mich getäuscht, denn ich war sehr berührt und aufgewühlt nach diesem zweistündigen Filmerlebnis der Extraklasse..
In diesem Sinne, vielen Dank für die Aufmerksamkeit an meinem etwas anderen Seelenstrips!
colada1985
für ciao & yopi
PS: Bei der Titelwahl habe ich mich für Ausspruch Jesu "Mein Gott, wieso hast du mich verlassen?" entschieden - und zwar auf aramäisch weiterlesen schließen -
Eine Passion der ganz anderen Art
Pro:
Ich weiß nicht
Kontra:
Zuviel rohe Gewalt, Sinn geht verloren, antisemitisch
Empfehlung:
Nein
Hallöchen ihr Lieben,
gestern Abend waren mein Freund und ich seit langem mal wieder im Kino, in einem Film, der mich doch irgendwie bewegt hat, und deswegen möchte ich mich heute auch zum ersten Mal an einem Bericht über einen Film versuchen.
Die Rede ist von „Die Passion Christi“, ein Film, der ja schon im Vorfeld für sehr viel Wirbel gesorgt hat.
Von vielen Seiten wurde dem Regisseur und Produzent Mel Gibson Antisemitismus und eine Verfälschung des Neuen Testaments vorgeworfen.
Dies scheint auch gar nicht so abwegig, bedenkt man doch, dass Gibson sich zu einer speziellen Glaubensgemeinschaft zählt, die auch heute noch behauptet, dass es die Juden gewesen wären, die damals an der Kreuzigung des Jesus von Nazareth die Schuld trugen.
Von Mel Gibson selbst habe ich bisher kaum eine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen gehört, er sagt einzig und allein, er hätte die Geschehnisse der damaligen Zeit wiedergegeben.
~°~Der Film~°~
Wir befinden uns am Abend vor der Kreuzigung.
Jesus ist mit seinen Jüngern am See Gethsemane, er weiß was ihm bevorsteht, auch wenn er wahrscheinlich nicht ahnt, welch rohe Gewalt noch über ihn hereinbrechen wird.
Noch einmal bittet er seinen Vater „diesen Kelch doch an ihm vorüber ziehen zu lassen“, weiß er aber wohl, dass es ihm vorbestimmt ist, für die Menschheit zu sterben.
In der nächsten Szene sieht man den Verrat des Judas, der seinen Herrn für 30 Silberstücke an die Hohenpriester verkauft, und diesen den Aufenthaltsort Jesu verrät.
Nun kommt auch schon die erste Szene voller brutaler Gewalt, von der der Film ja geprägt ist.
Die Römer schlagen, treten und bespucken Jesus, bevor sie ihn schlussendlich verhaften und vor die Hohenpriester führen.
Vor diesen und vor dem versammelten Volk wird der schon ziemlich geschundene Jesus weiter verhöhnt und verspottet, bis er schließlich vor den römischen Statthalter, Pontius Pilatus geführt wird.
Den Vorwurf der Gotteslästerung und Blasphemie sieht dieser eigentlich nicht bestätigt, und bestimmt erst einmal, dass Jesus zwar hart bestraft, aber nicht umgebracht werden soll.
Diese Bestrafung ist ein weiteres Beispiel für wirklich schon ekelerregende Gewalt, ich musste an manchen Stellen wirklich meine Augen schließen, weil ich es nicht ertragen konnte.
Jesus wird in der Mitte eines Hofes an einem Holzklotz festgebunden, dann fangen 2 Römer an, seinen bloßen Körper erst mit Stöcken, später mit Geißeln aus Metall, an deren Enden sich Widerhaken befinden, die ihm die Haut aufreißen zu malträtieren.
In dieser, meiner Meinung nach ewig dauernden Szene, war ich sogar einmal kurz auf der Toilette, und als ich wiederkam, war es immer noch nicht vorbei.
Man merkt richtig, wie viel Spaß es diesen Römern bereitet, immer weiter auf Jesus einzuschlagen, sie scheinen sich in einem richtigen Rausch zu befinden.
Am Ende dieser Szene liegt ein blutüberströmter Jesus am Boden, ganze Hautstücke fehlen an seinem Körper, sein eines Auge ist total blau und zugeschwollen.
Wieder wird er vor Pontius Pilatus geführt, denn die Meute ist noch nicht zufrieden, sie wollen seinen Tod durch Kreuzigung.
Pilatus wehrt sich noch etwas dagegen, er fragt sein Volk, wenn er aus der Gefangenschaft freilassen soll, den Jesus von Nazareth, oder den mehrfachen Mörder
Barabbas.
Das Volk entscheidet sich für die Freilassung Barabbas, und immer wieder gellen laute Rufe nach der Kreuzigung Jesu über den Hof.
Pilatus gibt auf, und beugt sich unter dem Willen seines Volkes.
Nun drücken die Römer Jesu noch mit brutaler Gewalt eine Dornenkrone auf den Kopf, und verhöhnen ihn weiter.
Auf dem Kreuzweg wird er natürlich weiterhin geschlagen, getreten und gespuckt, es kommt soweit, dass er sein Kreuz nicht mehr alleine tragen kann, und ihm ein Mann aus dem Volke helfen muss.
Die nächste sehr einprägsame Szene zeigt dann, wie Jesus am Kreuz festgemacht wird.
Erst sieht man, wie Arme und Füße mit Schlingen festgebunden werden, (dass ihm dabei der eine Arm brutal gebrochen wird, ist nur ein kleines Detail, um noch die Gewalt zu verdeutlichen) danach sieht man ganz genau und in Nahszene, wie die dicken Eisennägel durch seine Hände und Füße geschlagen werden.
Eine abschließende Gewaltszene ist dann die, als die Römer sich vergewissern wollen, ob Jesu nun tatsächlich tot ist, und ihm deshalb einen Speer noch einmal kräftig in den Leib stoßen.
Der allerletzte Teil des Films symbolisiert dann nur noch kurz die Auferstehung.
~°~Allgemeine Infos~°~
(übernommen von www.moviemaze.de)
Regie: Mel Gibson
Premiere: April 2004 (USA)
Drehbuch: Benedict Fitzgerald & Mel Gibson
Dt.Start: 18. März 2004
Genre: Drama FSK: ab 16
Land: Italien, USA
Länge: 126 min
Hauptdarsteller:
James Caviezel (Jesus Christus), Monica Bellucci (Maria Magdalena), Maia Morgenstern (Maria), Mattia Sbragia (Hohepriester Kaiphas), Hristo Shopov (Pontius Pilatus), Claudia Gerini (Claudia Procles - Pilatus Frau), Luca Lionello (Judas Ischariot), Sergio Rubini (Dismas), Toni Bertorelli (Annas), Robert Bestazzoni (Malchus), Francesco Cabras (Gesmas), Giovanni Capalbo (Cassius), Rosalinda Celentano (Satan), Emilio De Marchi (Höhnischer Römer), Francesco DeVito (Petrus), Lello Giulivo (Brutaler Römer), Abel Jafry (Zweiter Tempel-Diener), Hristo Jivkov (Johannes), Jarreth Merz (Simon), Matt Patresi (Janus), Fabio Sartor (Abenader), Roberto Visconti (Höhnischer Römer), Giancinto Ferro (Joseph von Arimathea), Olek Mincer (Nikodemus), Adel Ben Ayed (Thomas), Chokri Ben Zagden (Jakobus), Luca De Dominicis (Herodes), Pedro Sarubbi (Barabbas)
~°~Meine Meinung~°~
„Die Passion Christi“ ist ein Film, der von einem solchen Ausmaß an Gewalt geprägt ist, wie ich es wohl noch nie vorher in einem Film erlebt habe.
Mel Gibson ist ja als Schauspieler bekannt für blutige Filme, aber mit diesem hier hat er sich meiner Meinung nach noch einmal selbst übertroffen.
Was hier in ca.2 Stunden einem einzelnen Menschen angetan wird, grenzt für mich schon fast an sadomachistische Zustände.
Kein Detail wird ausgelassen, um noch mehr Gewalt in den Film einzubringen, um Jesus noch mehr zu quälen, zu verhöhnen und ihn leiden zu lassen.
Wie schon einmal kurz erwähnt, gab es wirklich Szenen, bei denen ich wegschauen musste, sonst wäre mir wahrscheinlich schlecht geworden. Und ich bin nun bestimmt nicht zart besaitet, und habe ihn meinem Beruf als Krankenschwester schon so einiges sehen müssen.
„Die Passion Christi“ ist aber auch ein Film, der bewegt und zum Nachdenken anregt.
Und das, wie ich finde, nicht nur für christliche und gläubige Menschen, zu denen ich mich nämlich nicht zähle.
Viele um mich herum konnten ihre Tränen nicht mehr unterdrücken, und nach dem Film habe ich in einige erschütterte und fassungslose Gesichter geblickt.
Was uns allerdings Mel Gibson mit diesem Film sagen will, ist mir noch nicht so ganz klar.
Irgendwie glaube ich nicht, dass es ihm tatsächlich nur darum ging, die Geschehnisse bei der Kreuzigung Jesu aufzuzeigen.
Auf mich wirkt dieser Film schon sehr antisemitistisch und auch gewaltverherrlichend.
Auf jeden Fall schürt Gibson aber mit diesem Film die verschiedenen Emotionen, allen voran wohl das Schuldgefühl der Menschen.
Dabei geht dann leider der Sinn des Ganzen etwas unter, es scheint dem Regisseur nur noch darauf anzukommen weiter an der Seele der Menschen zu kratzen.
Was mir gut gefallen hat war, dass dieser Film in den Sprachen Latein und Aramäisch gedreht wurde, und mit deutschen Untertiteln versehen wurde.
Denn einerseits ist man somit für den Bruchteil einer Sekunde von den Geschehnissen abgelenkt, um den Untertitel zu lesen, andererseits wirkt dies aber nicht störend, da es ja wie gesagt nur ganz kurz dauert.
Ich fand es interessant diese Sprachen einmal zu hören, und sie geben meiner Meinung nach dem Film wieder etwas authentisches, da sich der Zuschauer irgendwie besser in die damalige Zeit zurück versetzt fühlt.
~°~Mein Fazit~°~
Mir ist dieser Film eindeutig zu sehr von Gewalt und Brutalität geprägt, die Geschichte Jesu tritt dadurch meiner Meinung nach viel zu sehr in den Hintergrund.
Es scheint eine reine Effekthascherei zu sein, wo kann man wie noch mehr blutige, schmerzhafte Szenen einbauen…
Irgendwann im Laufe dieser 2 Stunden hatte ich auch gar keine richtige Lust mehr, den Film weiterzuschauen, da er wirklich nur von einer Gewaltszene zur nächsten schlittert.
Und soviel Gewalt ermüdet, irgendwann war ich auch gar nicht mehr in der Lage, alles noch so richtig zu registrieren, oder auf`s Neue von der nächsten Gewaltszene entsetzt zu sein
Ich halte diesen Film nicht wirklich für empfehlenswert, und frage mich wirklich, was Mel Gibson damit bezwecken will.
Deshalb von mir auch nur einen Pflichtstern für „Die Passion Christi“.
Bis zum nächsten Mal,
LG Verena weiterlesen schließen -
Ein tendenziell faschistoider Film
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
1. VORBEMERKUNG
Der Vorwurf des Antisemitismus hat sich leicht. Mel Gibson kann darauf verweisen, dass er in seinem heiß umstrittenen Film über die Kreuzigung Jesu und die Stunden davor „lediglich“ das wiedergegeben habe, was in der Bibel steht. Hat er Recht? Der Regisseur und Schauspieler, wie sein Vater, der den Holocaust wiederholt leugnete, sind Mitglieder einer sektiererischen Kirche, die ihre Gottesdienste entgegen der katholischen Kirche in Latein abhält und darauf besteht, dass „die Juden“ den Erlöser ans Kreuz geschlagen haben (entgegen dem Vatikanischen Konzil von 1965, das sich endlich von der These, oder besser: verunglimpfenden Behauptung von der Kollektivschuld der Juden am Tod Jesus abwandte), hält sich mal in öffentlichen Stellungnahmen zu Kritik an seinem Film zurück und schweigt, mal schimpft er auf Journalisten, die ihm antisemitische Tendenzen oder / und Verfälschung des Neuen Testaments vorwerfen bzw. seine Familie und ihren religiös-politischen Hintergrund beleuchten. (1)
Indizien, sicherlich. „The Passion of the Christ“ enthält jedoch keinen offen zur Schau gestellten Antisemitismus; er zeigt keine Juden mit Hakennasen (auch wenn der Hohepriester Kaiphas auch in seiner äußeren Erscheinung nicht gerade sympathisch gezeigt wird), er zeigt, wenn auch wenige Juden, die mit Jesus leiden. Um dem Film in bezug auf die Bibel respektive die Evangelien gerecht zu werden, muss man zudem bedenken, dass es sich hier nicht um ein Problem handelt entlang der Frage: Wird eine historische Situation annähernd richtig in einem Film wiedergegeben oder nicht. Wir handeln hier kaum von Fakten und deren Einschätzung, sondern von einem Text, der über die Jahrhunderte immer wieder verändert und je nach historischen Umständen unterschiedlich interpretiert worden ist. Nicht einmal die Figur Jesus ist im strengen Sinn des Wortes eine reale Figur, da durchaus Zweifel berechtigt sind, ob Jesus so, wie er in der Heiligen Schrift beschrieben wird, je existiert hat, ob diese biblische Figur des Erlösers möglicherweise nicht ein Konstrukt aus verschiedenen anderen Personen ist, die in der Bibel zu einer verschmolzen sind usw.
Wir handeln hier also vor allem einerseits über die Frage des Glaubens und der Interpretation der Evangelien, andererseits um den aktuellen politisch-religiösen Stellenwert eines solchen Films, der sich mit kaum einem anderen Film vergleichen lässt, weder Pasolinis, noch Scorseses, noch sonst einem.
Das macht die Sache insofern schwierig, als eine Schrift wie die Bibel – die in vielem ungenau ist, eine verklausulierte Sprache benutzt, zeitgenössische „Redewendungen“ und eine zeitgenössische Symbol-Sprache benutzt, deren Worte damals eine andere Bedeutung hatten als heute, usw. – in fast jeder Hinsicht interpretierbar ist – wie die (Kirchen-)Geschichte mehr als deutlich demonstriert. Insofern kann man Gibson kaum den Vorwurf machen, er interpretiere; denn das machen alle anderen auch – und nicht erst seit gestern. Die Frage ist nur, wie er interpretiert und zu welchem Zweck.
2. WAS ZEIGT DER FILM?
Der Film bezieht sich auf den Zeitraum kurz vor Jesus Festnahme im Garten Gethsemane bis zu seinem Tod am Kreuz. Gibson lässt die Schauspieler Aramäisch bzw. Latein sprechen (wobei die Römer zu jener Zeit Griechisch sprachen), um der von ihm beabsichtigten Authentizität Vorschub zu leisten. Schon die Festnahme – nach dem Verrat von Judas – ist vor allem gekennzeichnet durch Gewalt. Jesus wird geschlagen, dann vor die Hohenpriester geführt, wieder permanent geschlagen, verspottet und beschimpft, schließlich vor den römischen Statthalter Pontius Pilatus geführt, der zunächst zögert, dann aber – nachdem die anwesenden Hohenpriester und das anwesende Volk sich für die Freilassung des Mörders Barabbas statt der von Jesus entscheiden – von römischen Soldaten in einer mehr als sechs Minuten dauernden Szene ausgepeitscht wird, teilweise mittels Peitschen, die Jesus über Widerhaken das Fleisch aufreißen, alles unter dem größten Aufwand an Sadismus, den man sich vorstellen kann. Am Ende dieser Szene sehen wir auf einen Mann, dessen Körper mit Wunden übersät ist, ein Auge derart verletzt, dass er kaum damit sehen kann, ein fast rohes Stück Fleisch an Mensch. Als Pilatus dann auf Drängen der Hohenpriester Jesus zur Kreuzigung frei gibt, geht die visuelle Tortur weiter: Auf dem Weg nach Golgatha wird er permanent geschlagen, gepeitscht, gedemütigt, selbst dann noch, als die Soldaten einem vorbeikommenden Mann, Simon von Kyrene, befehlen, ihm beim Tragen des Kreuzes zu helfen. Auch die kurz zuvor gezeigte Szene, als ihm Soldaten eine Dornenkrone aufsetzen, konzentriert sich vor allem auf den Sadismus der Soldaten. Gibson zeigt in allen Einzelheiten, wie Jesus ans Kreuz genagelt wird, dann das Kreuz mit seinem Körper nach unten auf den Boden geworfen wird – und so weiter. Die letzten eineinhalb Minuten zeigen die Auferstehung.
3. WIE WIRKT DIE INSZENIERUNG?
Die Szenen der Folter und Gewalt werden unterbrochen von kurzen Rückblicken, Erinnerungen Jesus: u.a. der Prophezeiung, dass Petrus ihn dreimal verleugnen wird, Jesus als Tischler, Jesus beim Abendmahl – Szenen, die eher, wie auch die „sphärische“ Musik des Films und die Einblendungen der mit Jesus leidenden Magdalena und Maria, die Funktion haben, dem Betrachter dieser Folter ohne Ende Ruhepausen zu gönnen, das heißt den Film konsumierbar zu machen. Monica Bellucci ist da gerade der körperlich richtige Gegenpart zum zerfetzten Körper eines Mannes, der in diesem Film alles andere ist als ein Erlöser. Die Eingangsszene im Garten Gethsemane ist beherrscht von bläulichem Licht, Vollmond, Nebel, Sträuchern, zwischen denen Jesus und Jünger wandeln – eine so vordergründig und plakativ bis zum Geht-Nicht-Mehr inszenierte „Gefahrenzone“, das man ungefähr ahnt, was da auf einen zukommt. Ein ebenso offensichtlich und absichtlich androgyn dargestellter Satan wabert an den Gestalten vorbei, später lernen wir einen Herodes kennen, der offenbar Peter Ustinovs Nero nicht nur nachempfunden ist, sondern diese Filmgestalt noch an Verkommenheit und Debilität übertreffen soll.
Man sollte nicht darüber streiten, ob diese Gewaltorgie, dieser Exzess unter allen zur Verfügung stehenden Mitteln der modernen Filmtechnik übertrieben viel Gewalt offeriert oder nicht. Ein müßiger Streit. Nein, die entscheidende Frage ist, wozu das Ganze, warum dieser schier nicht enden wollende Sadismus? Und in welchem Verhältnis steht das alles zu Text und Botschaft der Bibel? Und warum dieser Film zu dieser Zeit?
In den Evangelien, und zwar in allen, ist der textliche Anteil an Gewalt in den hier zur Rede stehenden Kapiteln äußerst gering, schon gar im Vergleich zu Gibsons Film. Vor allem aber: Die Texte enthalten weder Sadismus, noch auch nur eine genauere Beschreibung der Gewalt, die Jesus widerfahren ist. Daher stützte sich Gibson auf den Text „Das schmerzhafte Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ der antisemischen Mystikerin Anna Katharina Emmerich (1774-1824) und ihre ausufernden Phantasien. Mit dem biblischen Text hat dies alles wenig zu tun. Nicht nur das: Die Rolle der einzelnen Personen wird bei Gibson anders dargestellt als in den Evangelien. Pontius Pilatus, der lediglich bei Johannes eine eher zögerliche Rolle spielt, was die Kreuzigung angeht (allerdings auch nur aus machtpolitischen Motiven), wird als Menschenfreund visualisiert (statt als skrupelloser Despot, als den ihn die Geschichte ausweist) und zusätzlich seine Frau Claudia als Sympathisantin Jesus eingeführt (in den Evangelien taucht sie an einer Stelle auf: "Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen", Matthäus 27,19, im Film gleich mehrfach). Demgegenüber wird den Hohenpriestern, besonders Kaiphas, die Hauptverantwortung für die Kreuzigung gegeben. Daneben taucht eine Menschenmenge auf, die das Ansinnen der Hohepriester tatkräftig unterstützt. Tatsache ist: Hätte sich Pilatus geweigert, wäre Jesus nicht gekreuzigt worden.
Das alles ist nicht nur eine Verkürzung der biblischen Fundstellen, es ist eine glatte Verfälschung. Die rührt vor allem daher, das Gibson die gesamte Geschichte des Neuen Testaments, die frohe Botschaft, die Botschaft von (Nächsten-)Liebe, Versöhnung, Vergebung und innerer Freiheit, Jesus als Erzähler von Gleichnissen usw. radikal ausblendet. Die Figuren in diesem Film erscheinen (nicht mehr, aber auch nicht weniger) als Statisten und Stereotype einer ganz anderen Botschaft: der Mel Gibsons und seiner Traditionalisten. Genau dadurch gewinnt der Vorwurf des Antisemitismus an Bedeutung: Weil Gibson das Neue Testament auf den Zeitraum von der Festnahme Jesus bis zur Kreuzigung verkürzt und in dieser Verkürzung den Schwerpunkt des Films auf eine endlose Tirade von (sadistischer) Gewalt an Jesus legt – ausgeübt von „den Juden“ und ihren Helfershelfern, den römischen, sadistischen Soldaten. Jesus – das bedeutet vor allem ein von wüsten, gewaltbesessenen Ungläubigen zermarterter, ja bis fast zur Unkenntlichkeit verstümmelter Körper, der den ganzen Hass auf sich gezogen hat. In der visuellen Umsetzung dieser geschundenen Körperlichkeit verkommt alles, was man dem Neuen Testament an Gutem, an Positivem, an Menschlichem – selbst als Nicht-Christ, wie ich einer bin – abgewinnen kann, einschließlich der Bergpredigt und allem, was Jesus an Wundern und Wunderbarem nach diesem Text vollbracht hat bzw. haben soll, zu einem Nichts, einem Ausgelöschtem, eigentlich Nie-Vorhandenem.
Wenn dieser geschundene, zermarterte Körper in voller Absicht ins Zentrum gerückt wird, dann verbleibt nichts anderes als ein schier absolutes Opfer, das nur nach einem ruft: nach Rache. Gibsons Interpretation ist tatsächlich eine des gesamten Neuen Testaments: durch Ausblendung all dessen, was man an der Botschaft Jesu für positiv halten kann, und durch Umfunktionierung des Leidens in eine martialische Ideologie. Der Tod Jesus – auch das sei dabei bedacht – war ein von Gott vorgesehener Akt, über den sich Jesus selbst bewusst war. Auch das wird ausgeblendet. „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“, heißt es in Matthäus 27, 25. Damit gibt der historische Text eine Formel wieder, die besagt: Wenn wir ihn zu Unrecht richten, soll uns das gleiche widerfahren wie ihm. Mit der Zerstörung von Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. wurde dieses Unrecht gesühnt (Matthäus 23, 34-38). Damit hat kein Christ mehr das Recht, sich nach diesem Zeitpunkt auf Matthäus 27, 25 zu berufen, um etwa einen permanent betriebenen Antijudaismus oder Antisemitismus zu begründen und zu praktizieren. Und nicht zuletzt gab es zur Zeit der Kreuzigung nur Juden. Jesus war Jude, seine Anhänger, seine Jünger – alle. Die Gibsonsche Verfälschung aus der Verkürzung heraus geht jedoch in eine ganz andere Richtung.
„The Passion of the Christ“ beschwört Unterwerfung, uneingeschränkte Demut, ja Devotismus und Rache. Der über zwei Stunden gemarterte Körper stirbt letztlich, die knappe Szene der Auferstehung am Schluss des Films gerät im ganzen Kontext letztendlich zum Verdikt einer Ideologie, die besagt: ‘Besiegen könnt ihr mich nie. Das Blut (!) Jesus ist unser Auftrag, nicht seine Botschaft, das Blut ist (!) die Botschaft. Der zu Unrecht Geschundene ist unser aller Verpflichtung.’ Strukturell ähnelt diese Jesus-Darstellung an etwas ganz anderes: an die nazistische Ideologie vom ewig gequälten, erniedrigten Deutschland (Dolchstoßlegende) und seinen Peinigern und seinem, d.h. Hitlers, proklamierten „Widerstand“ gegen die „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“. Die schwarze Messe der Exorzisten vereinigt alle „wirklich“ Gottesfürchtigen – eine erschreckende Parallele auch zu islamistischen Fundamentalisten, gegen die Gibson angeht, obwohl er ihnen ideologisch – wenn auch unter anderen Vorzeichen – so nahe ist.
Der Film wird Anhänger finden unter denen, die vom Fundamentalismus der Traditionalisten eh schon überzeugt sind. Darüber hinaus zeigt die Debatte in den USA jedoch, dass der öffentliche Widerspruch gegen dieses Machwerk größer zu sein scheint, als manche vielleicht befürchtet haben. Die so durchsichtige, nach sattsam bekannten Hollywood-Manierismen gestylte Visualisierung im Rahmen gängiger Konfektionsgrößen und der nahezu dümmlich naive ideologisch-religiöse Background des Regisseurs können kaum darüber hinwegtäuschen, dass nicht Mitgefühl mit dem Erlöser und Aufmerksamkeit für die biblische Botschaft die Vehikel für Mel Gibson waren, diesen Film zu drehen, sondern seine aktuelle politische Botschaft aus dem Bereich Rechtsaußen der Weltmacht USA.
Irgendwann, schon bald wirkt die endlose Tortur im Film nur noch abstoßend. Wenn die Nägel in die Hände des Film-Jesus geschlagen werden, erregt diese filmische Gewalt nur noch Ekel – vor einem Film, der diese Gewalt instrumentell missbraucht.
„The Passion of the Christ“ ist ein zumindest tendenziell faschistoider Film. Seine Botschaft ist zutiefst inhuman und gewalttätig. Wer es ertragen kann, sollte sich dennoch ein eigenes Bild von diesem Film machen.
Wertung: 1 von 10 Punkten.
(1) So äußerte sich Gibson schon vor Monaten gegenüber dem jüdischen Kolumnisten der „New York Times“, Frank Rich, der den Ausschluss von Juden von den Previews des Films kritisierte: „Ich will ihn umbringen. Ich will seine Eier auf einem Stock aufspießen. Ich will seinen Hund töten.“ Spätere Entschuldigung: Dem Hund wolle er nichts zuleide tun. Gibson und sein Vater gehören zu den sog. Traditionalisten, die in den USA ca. 100.000 Anhänger haben. Frauen müssen zu den Gottediensten mit Kopftüchern erscheinen. Auf den Holocaust angesprochen, äußerte Gibson in einem Interview, im zweiten Weltkrieg seien „zehn Millionen Menschen“ umgekommen, darunter auch „einige Juden“. Quelle: http://www.tagesspiegel.de
Die Passion Christi
(The Passion of the Christ)
USA 2004, 127 Minuten
Regie: Mel Gibson
Drehbuch: Benedict Fitzgerald, Mel Gibson
Musik: John Debney
Director of Photography: Caleb Dechanel
Schnitt: John Wright
Produktionsdesign: Francesco Frigeri
Hauptdarsteller: James Caviezel (Jesus), Monica Bellucci (Magdalena), Mattia Bragia (Hohepriester Kaiphas), Hristo Shopov (Pontius Pilatus), Claudia Gerrini (Claudia Procles, Pilatus Frau), Maia Morgenstern (Maria), Luca Lionello (Judas Ischariot), Sergio Rubini (Dismas), Toni Bertorelli (Annas), Roberto Bestazzoni (Malchus), Francesco Cabras (Gesmas), Giovanni Capalbo (Cassius), Rosalinda Celentano (Satan), Emilio de Marchi (höhnischer Römer),, Francesco DeVito (Petrus), Lello Giulivo (brutaler Römer)
Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0335345
Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (4 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2004/02/022401.html
„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (3,5 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/p/passion_christ.html
© Ulrich Behrens 2004 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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