Pro:
Fällt mir nix zu ein
Kontra:
schlechte Umsetzung des Orginal,
Empfehlung:
Nein
Liebe Leserinnen und Leser,
anscheinend scheint einigen Drehbuchautoren Hollywoods die Ideen für vernünftige Drehbücher auszugehen, denn ansonsten läßt sich die Flut an Remakes diverser Filmklassiker kaum erklären. So viel auch Rober Aldrichs schon fast legendärer Film *Der Flug des Phöenix* (1965) einer Neuverfilmung zum Opfer die mittlerweile auf VHS und DVD erhältlich ist. Wie immer am Anfang dieses Beitrages folgt zuerst eine Übersicht der Filmfakten....
Filmfakten:
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Orginaltitel : The Flight of the Phoenix
Deutscher Titel . Der Flug des Phoenix
Produktion : USA 2004
Drehbuch: Scott Frank
Regie: John Moore
Musik: Marco Beltram
Kamera: Donal Caulfield, Brendan Galvin
Spezialeffekte: Stan Parks
Laufzeit : 113 min
FSK : ab 12 Jahren
Wichtigste Darsteller
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Dennis Quaid (Frank Towns)
Giovanni Ribisi (Elliot),
Tyrese Gibson (AJ)
Miranda Otto (Kelly)
Tony Curran (Rodney)
Jared Padalecki (Davis)
Zur kurzen Inhaltsangabe
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Die Belegschaft eines Öl-Förderungsturms in der Mongolei unter der Leitung von Kelly (Miranda Otto) wird nach dessen Schließung wird nach einem Fehlschlag bei der Arbeit von einem Transportflugzeug aufgenommen, um nach Hause zu fliegen. Doch in einem Sandsturm über der Wüste Gobi verlieren die Piloten Frank Towns (Dennis Quaid) und AJ (Tyrese Gibson) die Kontrolle über die Maschine und müssen inmitten der Wüste Gobi notlanden. Nachdem die ersten Opfer begraben wurden stellen sich die Überlebenden zunächst darauf ein, von einem Suchteam geborgen zu werden. Als nach Tagen immer noch keine Rettung naht macht der mysteriöse Passagier Elliot (Giovanni Ribisi ) den Vorschlag aus den Wrackteilen ein neues Flugzeug zu bauen, denn schließlich sei er ja Chefkonstrukteur einer Flugzeugbau-Firma.
Nach anfänglicher Skepsis von Pilot Towns macht sich das ungleiche Team schließlich an die Arbeit. Doch nicht nur mit härtesten Arbeitsbedingungen und kaum zu ertragenden Temperaturen hat die Gruppe zu kämpfen. Immer wieder kommt es zu ungeahnten Zwischenfällen mit denen die "Gestrandeten" konfrontiert werden wobei Elliot zudem mit seinen diktatorischen Gehabe für zusätzliche Unruhe sorgt. Doch alle wissen das sie auf Elliot nicht verzichten können und versuchen sie mit aller Kraft das Flugzeug zubauen. Denn die Zeit drängt, nicht nur Wasser und Lebensmittel gehen zur Neige, auch rumziehende Nomaden bedeuten eine große Gefahr.
Die DVD
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Tonformat(e):
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Dolby Digital 5.1: Deutsch, Englisch
DTS 5.1: Deutsch
Der Ton wird fast ausnahmlos von der fröhlichen Stimmung im Lager bestimmt. Ausnahme ist allerdings die anfängliche Flugsequence samt Bruchlandung in der Wüste die vom Ton her schon fast zu einem Ohrorgasmus führt. Das Pfeifen und Heulen des Sandsturmes sowie der Crash lassen im heimischen Wohnzimmer fast den Gedanken eines Weltunterganges aufkommen. Die tonlichen Qualität der DVD kann man somit als perfekt bezeichnen wobei dieses Surroud-Effekte allerdings recht rar ausfallen.
Bildformat: 16:9 (2.35:1 ) anamorph
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Der Film wurde in recht hellenFarben gehalten wobei die Farben rot bzw. orange deutlich überwiegen und die farbliche Intensität des Streifens deutlich steigern.Somit sind alle Details konturenscharf und somit deutlich zu erkennen was den Inhalt des Films allerdings auch nicht besser macht.
DVD Extras
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2 nicht verwendete Szenen (mit/ohne Audiokommentar) 4:52 min.
4 erweiterte Szenen 9:50 min
5 Trailer 8:50 min
die Phoenix-Tagebücher 41:53 min.
Der Versuch einer Rezension
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Eines schon gleich vorweg, die Neuverfilmung ist aus meiner Sicht total misslungen was vorallem an missratenen Drehbuchvorlage liegt. Denn diese versucht mit seinem Inhalt zweifellos eine jüngere Zielgruppe (die den Orginalfilm nicht kennt) zu erreichen die wohl mit dem Orginalfilm aus dem Jahre 1965 wenig am "Hut" hat. Während man den Darstellern um James Stewart, Richard Attenborough, Peter Finch, Hardy Krüger, Ernest Borgnine (und etlichen anderen namhaften Darstellern) damals den tödlichen Ernst der Lage vollkommen abnahm ist die die darstellerische Leistung der Schauspieler bei der Neuverfilmung recht armselig ausgefallen. Das dieses natürlich am Drehbuch lag ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, denn Dennis Quaid und Konsorten sind sicherlich in der Lage besseres zu leisten.
Gradezu überflüssig war das Mitwirken von Miranda Otto (Kelly) der man im Film nicht mal eine Liebesbeziehung gönnte. Dies hätte den Film zwar noch kitschiger gemacht, wäre aber immerhin eine Erklärung für den weiblichen Plot gewesen der im Orginal gar nicht vorkam. Als kleinen Witz möchte die blond gefärbten Haare von Giovanni Ribisi (Elliot) bezeichnen der somit als perfektes Hardy Krüger-Double durch den Film spazierte und ziemlich deutlich an den Deutschen Darsteller erinnerte. Für mich war Ribisi allerdings auch der einzigste Darsteller der Drehbuchmäßig mit dem nötigen Ernst den Film meisterte. Für Dennis Quaid (Frank Towns) und den anderen Darstellern schien sich der Ernst der Lage erst gar nicht einzustellen, denn munter wurde geflachst, auf Körperpflege geachtet, gesonnt sowie mittels Radiorekorder die Wüste in eine Diskothek verwandelt. Keine Spur von panischen Äußerungen wegen Hitze, Wasser und Lebensmittelmangel. Wie auf einem Abenteuerspielsplatz vollzog ich der Bau des Flugzeuges aus den Überresten der ohne größeren Energieverlust auch bis zur Fertigstellung vollzogen wurde.
So verbleibt zum Schluß der Eindruck das mit dem Filmtitel *The Flight of the Phoenix* nur schnelles Geld gemacht werden wollte. Als eigenständiger Film mit einem anderen Titel könnte man ihn als durchaus Unterhaltsam einstufen, jedoch als Remake versagt er Aufgrund des abstrusen Drehbuches vollkommen. Nun kann ich nur hoffen das sich Öffentlich-Rechtlichen Sender bequemen das Orginal nochmalig zu entstauben und diesen Filmklassiker im Orginal nochmalig senden. In diesem Sinne..............
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