Pro:
Atmosphäre
Kontra:
Schauspieler, Spannung, teils verwirrende Story
Empfehlung:
Nein
Renny Harlin hat ja einige gute Filme abgelifert. Wer kennt nicht "Stirb Langsam 2", "Cliffhanger" oder "Deep Blue Sea". Nun versucht er sich mit dem Fantasygenre und hat "The Covenant" gedreht. Aber kann der Film mit den anderen Harlin Werken mithalten?
Film:
Orginaltitel: The Covenant
Jahr: 2006
FSK: 16
Laufzeit: ca. 93 Minuten
Regie: Renny Harlin
Darsteller: Steven Strait, Laura Ramsey, Sebastian Stan, Taylor Kitsch, Chace Crawford, Toby Hemingway
Story:
Caleb (Steven Strait), Pogue (Taylor Kitsch), Tyler (Chace Crawford) und Reid (Toby Hemingway) sind Freunde und besitzen übernatürliche Kräfte. Diese müssen sie geheim halten, denn damals wurde ein Pakt zwischen den Familien geschlossen, die Kräfte geheimzuhalten, erinnert man sich doch gut an die Hexenverfolgung von damals. Doch nur zu gern benutzen die Jungs ihre Kräfte, jedenfalls Reid, der schon mal gegen die anderen rebelliert. Die Kräfte dürfen aber nicht auf Dauer benutzt werden, denn sonst wird man süchtig, was gefährlich werden kann.
Nach einer Feier wird ein toter Schüler aufgefunden. Caleb vermutet, daß jemand mit magischen Kräften diesen umgebracht hat. Er verdächtigt Reid, der seine Unschuld beteuert. Zudem erscheint der Tote als Geist für kurze Zeit bei Caleb und auch bei Pogue.
Während sie weiter herauszufinden versuchen, wer dahinter steckt, steht Caleb kurz vor sienem 18. Geburtstag, wobei seine Kräfte wachsen werden, wie bei jedem anderen auch. Aber die Merkwürdigkeiten gehen weiter. Sarah (Laura Ramsey) hat Alpträume. Ihre Zimmergenossin, welche die Freundin von Pogue ist, wird von Spinnen attackiert. Kurz darauf wird diese krank und scheint wirklich von Spinnen gebissen worden zu sein und muß ins Krankenhaus. Immer mehr kommt den vieren ein Verdacht: Hat Chase (Sebastian Stan) etwas damit zu tun?
Darsteller:
Steven Strait spielte auch in "10.000 BC" und "Sky High" mit.
Laura Ramsey ist zu sehen in "Shrink" oder "Ruinen".
Sebastian Stan spielt auch in "Hot Tub" mit.
Taylor Kitsch spielte auch in "Snakes on a plane" oder "Wolverine" mit.
Chace Crawford spielt in "Loaded" mit.
Toby Hemingway ist zu sehen in dem Film "Zauber der Liebe".
Regie:
Renny Harlin führte auch bei "Cliffhanger", "Stirb Langsam 2", "Driven", "Mindhunters", "Deep Blue Sea", "Die Piratenbraut" oder "Zwölf Runden" Regie.
Meinung:
Ich hoffe mal, ich habe die Story richtig wiedergegeben, denn "The Covenant" ist ein etwas verwirrender Film. Am Anfang gibt es eine kurze Info über die Hexenverfolgung untermalt mit dementsprechenden Bildern und einem Hard Rock Song. Schön und gut, doch eine Erwähnung im Film wäre nochmal gut gewesen. Irgendwie bekommt man beim Schauen das Gefühl, als ob man alles darüber wissen müßte. Auch ob es die Möglichkeit gibt, die Nebenwirkung der Kräfte zu verhindern, bleibt offen und wird nicht geklärt. Zudem war es auch nicht ganz ersichtlich, was es mit der fünften Person auf sich hat, die die Kräfte besitzt. Es wird zwar kurz erklärt, aber da man mit den Namen nicht so vertraut ist, kann man dies nicht ganz nachvollziehen. Schade, ist die Story doch eine gute Idee.
Was Action und Spannung angeht, so ist beides vorhanden. Action gibt es meist in Form von magischen Kämpfen, wobei hier die Special Effects Leute viel zu tun hatten. Ein Auto, welches bei einem Crash zerstört und dann wieder wie neu durch magische Kräfte zusammengesetzt wird, ein Motorrad Crash oder ein Kampf zweier Figuren, bei denen schonmal Glas zersplittert oder magische Schüsse aus den Händen werden einem geboten. Hier muss man allerdings auch sagen, daß diese mehr als offensichtlich sind. Gut, heutzutage kann wohl jeder größtenteils zwischen Special Effects und richtiger Szene unterscheiden, doch hier hebt sich alles doch sehr hervor, so daß man es nicht übersehen kann. Die Szene mit dem Buch in der Höhle ist zum Beispiel so eine Szene. Von Spannung kann man nur zum Teil reden. Harlin hat zwar eine düstere Atmosphäre geschaffen, zumal der Film meist nachts spielt, doch richtige Spannung will sich nicht aufbauen. Auch das teils offene Ende ist meiner Meinung nach keine gute Wahl.
Schauspielerisch hat man hier auf unbekannte Darsteller gesetzt. Vielleicht war das Budget auch nicht sehr hoch. Trotzdem kann man dieses etwas als Pluspunkt anrechnen, mal was anderes. Allerdings hatte ich zu Anfang Probleme, die Darsteller auseinanderzuhalten, da doch eine gewisse Ähnlichkeit besteht. Steven Strait spielt okay, kann aber nicht voll und ganz überzeugen, wirkt er doch manchmal etwas verloren. Laura Ramsey soll für die Optik sorgen, was auch klappt, schauspielerisch kann sie aber hier nicht viel zeigen. Sebastian Stan geht so, aber kommt als Bösewicht nicht so ganz gut herüber. Taylor Kitsch spielt okay und zeigt wenigstens etwas mehr Mimik, während Chace Crawford und Toby Hemingway nur mehr Nebendarsteller sind und letzterer einem doch auf die Nerven fällt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist auch, daß der Film oft abgehakt wirkt. So gibt es zwischendurch kleine Szenen, die manchmal nicht wirklich viel bieten, bevor dann wieder zu einer anderen Szene geblendet wird.
Positiv sei noch die Musik zu erwähnen, die hauptsächlich aus Hard Rock besteht, wobei einige Lieder aber anhörbar sind und nicht nur aus Geschrei bestehen.
"The Covenant" ist kein gelungenes, aber auch kein schlechtes Werk von Renny Harlin. Die Atmosphäre stimmt, und mit der Musik kann man sich gerade noch anfreunden. Nur die darstellerischen Leistungen sowie das Übermaß an Special Effects sowie die teils verwirrende Stroy trüben den Filmspaß. Nicht schlecht, aber verbesserungswürdig. Eine Empfehlung lasse ich lieber mal, auch wenn man sich den mal anschauen kann, trotz der oben genannten Punkte. weiterlesen schließen
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