Pro:
lecker und gesund
Kontra:
evtl. die Wartezeit, bis es endlich fertig ist *g*
Empfehlung:
Ja
Vergangenen Sonntag gab’s zu Mittag endlich wieder ein mal etwas, was der kompletten Familie geschmeckt hat. Nein, meine Mutter kocht nicht dermaßen schlecht!!! :o)
Im Gegenteil: sie ist eine fantastische Köchin; aber wir haben alle derart verschiedene Geschmäcker, dass mindestens immer einePerson etwas anderes isst als die anderen.
Bisher haben wir uns alle vier nur auf ein einziges Gericht einigen können (und das war die selbstgemachte Lasagne), aber dieses Gratin haben wir nun unisono mit in diesen erlesenen Kreis aufgenommen.
Bei dem besagten Produkt handelt es sich um das „Knorr Fix für Spargel Gratin“.
Gekauft hatten wir es einige Wochen zuvor im SBK-Markt für ca. 70 Cent in guter Hoffnung auf die neue Spargelernte.
Das Beutelchen hat den typischen „Knorr-Look“ mit dem Firmenlogo in der linken oberen Ecke und dem Zusatz „Fix“ nebenan, was wohl suggerieren soll, dass die Herstellung ganz einfach von der Hand geht. Natürlich prangt der Produktname „Spargel Gratin“ ganz groß in der Mitte, daneben noch der Hinweis auf die Limitierung -Nur für kurze Zeit“- in einem leuchtend-blauen Kreis.
Die untere Hälfte des Tütchens nimmt ein Foto des fertigen Gratins ein –so soll es also einmal aussehen, wenn man alles richtig gemacht hat: eine große ovale Auflaufform mit gebräunten Kartoffeln, Schinkenstückchen, Kräutern und Spargel ist zu sehen.
Was ich optimal finde, ist, dass man gleich auch auf der Vorderseite erkennen kann, was man noch alles einkaufen muss, um das Gericht zuzubereiten. So muss man nicht erst die komplette Packung studieren, sondern hat alles auf einen Blick. In diesem Fall braucht man noch 500g weißen Spargel, 350g Kartoffeln, 150g gekochten Schinken und 100ml Schlagsahne.
Auf der Rückseite ist nochmals der Name des Produktes erwähnt, das laut Knorr für mehr Abwechslung zur Spargelzeit sorgen soll. Dann sind erneut- wie schon auf der Vorderseite (und oben im Text schon beschrieben)- die Zutaten aufgeführt, die man zusätzlich zum Beutel-Inhalt benötigt (Kartoffeln, Spargeln usw.). Für Figurbewusste gibt’s hier noch den Hinweis, dass man statt Schlagsahne auch „Rama Cremefine zum Kochen“ –mit viel weniger Fett- verwenden kann.
Als Richtwert findet man in der rechten oberen Ecke, dass das zubereitete Essen wohl 2-3 Portionen ergibt, was –wie ich finde- gut hinkommt. Wir haben ja zu viert davon gegessen, wobei wir alle gerne noch mehr davon gehabt hätten... es hat supergut geschmeckt, aber so richtig satt war keiner. :o)
Nun erfährt man übersichtlich und idiotensicher mit Hilfe von Bildchen und untergliedert in vier Schritte, wie man dieses Spargel Gratin zuzubereiten hat. Und das geht so:
1. Schritt: Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden. Schräg in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und in eine flache Auflaufform geben.
2. Schritt: Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, Schinken würfeln. ¼ l (250ml) Wasser und Sahne in einen Topf geben, Beutelinhalt einrühren und aufkochen.
3. Schritt: Kartoffeln und Schinken dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 2 Min. kochen. Gelegentlich umrühren.
4. und letzter Schritt: Kartoffeln auf dem Spargel verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 200° C (Umluft: 175° C) ca. 45 Min. backen.
Falls man gerade keinen Spargel zu Hause hat oder diesen nicht mag (soll’s ja auch geben *g*), liefert Knorr gleich eine Rezeptalternative mit, nämlich für den Blumenkohl-Möhren-Auflauf. Hierfür bräuchte man zusätzlich zum Knorr Fix-Tütchen noch 500g Blumenkohl, 200g Möhren, 100ml Schlagsahne (oder wieder Rama Cremefine zum Kochen) und 50g rohen Schinken. Die Zubereitungsschritte sind ähnlich, allerdings muss dieses Gericht bei 200° C (Umluft: 175° C) nur 25 Min. in den Backofen.
Wie jeder seriöse Hersteller gibt auch Knorr für seine interessierten Kunden die Zutatenliste preis:
- pflanzliches Fett,
- modifizierte Stärke,
- Eigelbpulver,
- jodiertes Speisesalz,
- Milchzucker,
- Maltodextrin,
- Milcheiweiß,
- Hefeextrakt,
- Weizenmehl,
- Kräuter,
- Zwiebeln,
- Gewürze,
- Stärke,
- Speisesalz,
- Zitronensaftpulver,
- Weißweinextrakt,
- Gewürzextrakt.
Was ich ein wenig schade finde ist, dass einige der Angaben sehr allgemein gehalten werden; so hätte ich z.B. gerne gewusst, um welche Kräuter und Gewürze es sich genau in der Mischung handelt
Gleich nebenan befindet sich auch die Tabelle mit den Nährwerten. So sind diese pro 100g Trockenprodukt wie folgt:
Brennwert: 1975 KJ bzw. 475 kcal,
Eiweiß: 10g
Kohlenhydrate: 42g
Fett: 30g
Das sind immerhin 30% Fett! Ganz schön viel, wie ich finde. Zum Glück benötigt man nur ein Päckchen Knorr Fix à 47g. Aber dazu kommt ja noch die Schlagsahne... oh Hilfe! Wenn man nicht gerade zunehmen möchte ( -> soll’s ja auch geben...), wäre die fettreduzierte Alternative mit Rama Cremefine wohl doch angebrachter... :o)
So; nun zu meinen Sinnes-Eindrücken des Produkt. Der Geruchstest lässt nichts eindeutiges erkennen. Riecht wie so viele dieser Fertigmischungen; irgendwie suppig, würde ich fast sagen und natürlich würzig nach Kräutern.
Optisch würde ich das Pulver als champagner-farben bezeichnen. Dazwischen tummeln sich viele kleingehakte, grünliche Kräuterstückchen.
Als „Assistenz-Köchin“ habe nun schon mal eine rechteckige Glasauflaufform mit Butter eingerieben, während meine Mutter die bereits geschälten Kartoffeln mit einem Hobel zu dünnen Scheiben (dürften so ca. 2-3mm stark gewesen sein) verarbeitet hat.
Nun habe ich wiederum die frisch geschälten Spargel in ca. 2cm dicke Stücke geschnitten und den Boden der Auflaufform damit ausgelegt. Dann ging’s würfelnderweise dem gekochten Schinken an den Kragen.
Parallel haben wir den Beutelinhalt fleißig in einen Topf mit 250ml Wasser + 100ml Schlagsahne eingerührt und das ganze aufkochen gelassen. Dazu haben wir dann –strikt nach Anweisung *g*- den Schinken und die Kartoffeln zugegeben, ein paar Minuten gekocht und ständig umgerührt, damit uns nichts anbackte.
Zum Schluss haben wir den Topfinhalt (also Kartoffeln, Schinken und Sauce) über die Spargel in der Auflaufform gegeben und gleichmäßig verteilt, sodass das Stangengemüse vollständig bedeckt war.
Dann nur noch in den Backofen verfrachtet und bei 200° C ewige 45 Minuten (Huuuunger!!!) backen gelassen.
Und dann endlich: ESSENSZEIT!!! Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: das Gratin ist im Backofen schön goldbraun geworden, und vor allem die Kartoffeln sahen köstlich aus.
Gleich mal dran geschnuppert: roch fantastisch! Vor allem nach Kräutern; vom Weißweinextrakt war wohl leider nichts übrig geblieben. Das bestätigt sich auch beim Essen: schmeckte sahnig-würzig, aber ohne einen erkennbaren Hauch von Weißwein. Die Kartoffeln waren genau richtig, nicht zu weich und bröckelig und nicht zu hart, während der Spargel sehr zart geworden war. **mmmh**
Die Sauce hatte eine sehr gute, etwas dickere Konsistenz, die dafür sorgte, dass der kartoffelige Anteil nicht zu trocken war.
Was uns überrascht hat, war, -wie schon angedeutet- dass es allen geschmeckt hat, obwohl zwei von vier Familienmitgliedern eigentlich gar keine Kartoffeln mögen, einer davon sogar auch keinen Spargel. Da soll es schon etwas heißen, dass der ganze Pott erstens leer wurde und zweitens nach einer baldigen Zugabe verlangt wurde.
Deshalb von mir ein „sehr empfehlenswert“! Probiert’s doch einfach aus und lasst Euch überzeugen –aber schnell, bevor die Spargelsaison wieder zu Ende geht... :o)
PS: Kleiner Kommentar zur Überschrift: natürlich kann ich (Schul-)Französisch, aber viele Leute sprechen "Gratin" ja sooooo lustig aus :o)
***Dieser Bericht ist unter gleichem Namen auch auf dooyoo.de erschienen*** BirgitElse weiterlesen schließen
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