Pro:
Sicher, flexibel, kompakt
Kontra:
Die Länge reicht manchmal nicht aus.
Empfehlung:
Ja
Seit kurzem bin ich zur glücklichen Besitzerin eines Trekkingfahrrads geworden und selbstverständlich möchte ich in diesem Status so lang wie möglich bleiben, also habe ich gleich nach dem Fahrradkauf einiges an sinnvollem Zubehör zugelegt. Das Wichtigste dabei ist Sicherheit. Schon im Vorfeld war mir klar, dass ich lieber mehr Geld für ein gutes Schloss ausgeben würde, als ein Paar billigen zu kaufen und dann mein Rad nie wieder sehen.
Meine Wahl fiel zuerst auf ein Bügelschloss von Firma Abus. Zwar kostet er stolze 80 Euro, dafür gilt er als Nonplusultra bei den Fahrradschloßen.
Als ich das Schloss bereits kaufen wollte, stellten die Verkäufer fest, dass an meiner Trapezrahmen es sehr unbequem wäre die Schlosshalterung zu platzieren – ich wäre mit einem Bein immer dran. Als Ersatz haben sie mir ein anderes Schloss angeboten:
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Abus Faltschloss Bordo
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Firma Abus ist einer der führenden Hersteller für Fahrradzubehör. Besonders wertvoll sind ihre Schlösser, weil sie einem sehr hohen Sicherheitsstandard entsprechen und für Zuverlässigkeit stehen.
Ich habe mein Abus Bordo beim gleichen Händler gekauft, wo ich auch mein Fahrrad erworben habe:
Fahrradladen Berens und Reus GmbH
Albinistraße 15
55116 Mainz
www.berensundreus.de
Der Preis beträgt 60 Euro.
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EINDRUCK
- Abus Faltschloss Bordo besteht aus miteinander verbundenen metallischen Gliedern, wie bei einem Zollstock, die durch einen Gelenkmechanismus sich sehr flexibel falten lassen.
- Das Schloss ist im gefalteten Zustand sehr kompakt - nur ein wenig größer als ein Handy. Entfaltet ist das Schloss 90 cm lang.
- Abus Bordo wird mit einer Tasche aus hartem Kunststoff verkauft, die sich an die Fahrradrahmen montieren lässt.
- Das Schloss existiert in zwei Varianten: mit einem Schlüssel oder mit einer Zahlenkombination. Ich habe mich für die Zahlenkombination entschieden.
Dem Schloss liegt ein Gürtel für die Tasche und ein kleines Heftlein bei, wo die Einstellung der Zahlenkombination erklärt wird.
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MONTAGE
Ich habe gleich nach dem Kauf die Tasche am Rahmen montieren lassen. Weil es einer der Verkäufer von Fahrradladen gemacht hat, kann ich den Schwierigkeitsgrad nur sehr grob einschätzen. Für den Fachmann war es etwa 5-minütige Angelegenheit.
Noch schneller ging es mit der Einstellung der Zahlencode. Da hat mir ebenfalls der Händler geholfen. Es dauerte weniger als eine Minute.
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PERÖNLICHE ERFAHRUNGEN
Ich fahre fast täglich rad und muss häufig an großen Publikumsplätzen wie etwa Einkaufsmeilen, an der Uni, an Bahnhöfen usw das Rad parken. Dabei steht es manchmal mehrere Stunden am Tag unbeaufsichtigt. Wenn ich mein Rad mit Abus Bordo schließe, weiß ich, dass es nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch auf die Diebe abschreckend wirkt, denn solch eine metallische Kette sieht alles anders als willkommend aus.
Die Bedienung ist denkbar leicht – die Gelenkkonstruktion erlaubt es das Rad flexibel an einen festen Gegenstand anzuschließen und der drehbare Kopf ermöglicht es bequem mit der Kette umzugehen.
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Wenn ich einige ganz wenige negative Aspekten hier erwähnen soll, dann sind es folgende:
- Abus Bordo ist ziemlich schwer – schwerer, als ein gutes Bügelschloss, doch das merkt man nur am Anfang.
- Manchmal bekommt man schmutzige Hände nach dem Schließen, was auf Schmieröl zurückzuführen lässt.
- Die Kettenlänge reicht nicht immer aus, um an einem festen Gegenstand den Rahmen oder ein Rad zu befestigen.
Gegen letzteres Problem habe ich eine Lösung gefunden – einen Schlaufenkabel von der gleicher Firma – Abus Cobra. Außerdem ließ ich am Hinterrad einen Rahmenschloss Abus Amparo (für beide siehe entsprechende Berichte) montieren.
Man könnte, natürlich, fragen wozu denn die ganze Mühe und ob ich ein so wertvolles Fahrrad besitze, dass ich es so sorgfältig absichere.
Nein, es ist nicht so. Mein Fahrrad ist mit seinen 700 Euro Kaufpreis gerade gut genug, um als brauchbares durchschnittliches Trekkingrad bezeichnet zu werden. Doch es macht für potenzielle Diebe keinen Unterschied und für mich wäre es keine angenehme Erfahrung die Fahrradklau-Statistik zu erhöhen.
Deshalb: lieber ein Durchschnittsrad mit hohem Diebstahlschutz als umgekehrt!
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KAUFEMPFEHLUNG
Ich kann das Schloss mit reinem Gewissen weiterempfehlen. Doch es ist nicht für jede Gruppe der Radler die optimale Lösung. So wäre für einen Rennrad Abus Bordo viel zu schwer, außerdem ist der für solche Räder übliche Diamantenrahmen bestens für die Bügelschloße geeignet.
Die von meiner Sicht sinnvollste Verwendung könnte bei den Fahrrädern mit dem Trapez- oder New Wave (Damenrad) Rahmen sein. Dafür spricht auch, dass das Abus Bordo im Gegenteil zu vielen Panzerschlössern sich sehr leicht zusammenfalten und unauffällig in der speziellen Tasche transportieren lässt.
Wie ich am Anfang erwähnt habe, wollte ich ursprünglich ein Abus Granit X-Plus kaufen. Das hätte mir knapp 80 Euro gekostet. Für meine drei Schlösser (Abus Bordo, Abus Amparo, Abus Cobra) zusammen(!) habe ich ungefähr das Gleiche bezahlt. Eine gute und sinnvolle Alternative.
Fazit: verbindet die Flexibilität eines Panzerschlosses mit der Stärke eines Bügelschlosses weiterlesen schließen
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