Pro:
Grafik, Atmosphäre, taktisches Vorgehen erforderlich, kurzweilig
Kontra:
Irgendwann hat man alles mal gesehen. Der Hersteller jedoch hat Angekündigt, weitere Updates und Erweiterungen für das Spiel zu entwickeln.
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser,
mein heutiger Erfahrungsbericht handelt von einem vor noch nicht allzu langer Zeit für den PC erschienenen Computerspiel aus dem Hause Valve: Left 4 Dead.
Ich wünsche viel Spaß bei m Lesen. :-)
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Systemvoraussetzungen
3. Produktbeschreibung
4. Erfahrungsbericht
5. Fazit
1. Einführung
Left 4 Dead ist in Deutschland in einer geschnittenen Version zum Kauf erhältlich. Ich selbst habe mein Spiel direkt über die Valve-Plattform Steam (www.steampowered.com für weitere Informationen) gekauft. Die von mir beschriebene Spielversion ist zwar lokalisiert, jedoch nicht geschnitten. Dies erst einmal zur Info.
Warum habe ich mir Left 4 Dead geholt? Nun, Filme wie Resident Evil, 28 Days later usw. habe ich mir schon immer gerne angeschaut. Nicht ihrer Handlung wegen, sondern einfach weil mich das Genre Zombie-Filme irgendwie anspricht. Ich schau mir solche Filme gerne an. Warum das so ist weiß ich auch nicht genau – es ist eben einfach so. Die Filme unterhalten mich einfach. Die Spielreihe Resident Evil hingegen hat mich eigentlich nicht so fasziniert. Dafür habe ich immer gerne Mod(ification)s für andere PC-Spiele gezockt, die das Thema Zombies zum Inhalt hatten. Besonders im Multiplayer. Als ich von Left 4 Dead hörte, musste ich natürlich sofort die Demo ausprobieren. Ich war sofort begeistert, denn Left 4 Dead macht einfach nur Spaß.
2. Systemvoraussetzungen
Bevor ich nun jedoch näher auf das Spiel eingehe, hier erst einmal die offiziellen Systemvoraussetzungen für die PC-Version des Spiels:
Minimale Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: Windows XP oder Vista bzw. Vista x64
Prozessor: Pentium 4 mit 3,0 GHz
Arbeitsspeicher: 1 GB
Grafikkarte: min. 128 MB Speicher und Unterstützung für das
Shader-Modell 2.0 (ATI 9600 oder nVidia 6600)
Festplattenspeicher: mindestens 7,5 GB
Soundkarte: DirectX 9.0c-kompatible Soundkarte
Empfohlene Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Windows XP oder Vista bzw. Vista x64
Prozessor: Intel Core2Duo mit 2,4 GHz
Arbeitsspeicher: 1 GB
Grafikkarte: Unterstützung für Shader-Modell 3.0
(ATI X1600 oder nVidia 7600)
Ich selbst spiele Left 4 Dead auf mit der folgenden Systemkonfiguration:
Betriebssystem: Windows Vista x64
Prozessor: Intel Core2Duo E6700 (2,66 GHz)
Arbeitsspeicher: 4 GB
Grafikkarte: nVidia GeForce 9800 GTX mit 512 MB
PC-Kenner werden nun erkennen, dass mein System nicht aus den aktuellsten Komponenten besteht, aber auch nicht schlecht ist. Gehobene Mittelklasse für den Gaming-Sektor würde ich sagen, da es inzwischen natürlich viel leistungsfähigere Prozessoren und Grafikkarten gibt.
Ich spiele Left 4 Dead auf einer Auflösung von 1600x1050 Pixeln auf vollen Details. Das Spiel läuft dabei noch sehr flüssig und ohne Ruckler ab. Auch dann, wenn gerade Horden von Zombies den Bildschirm überrennen. Dann gehen dann zwar auch die FP/s (Frames per Second – angezeigte Bilder pro Sekunde) ein wenig runter, aber nicht so, dass es ruckeln würde.
Man kann also sagen, dass das Spiel eine sehr gute Performance abliefert. Aber – das ist jedenfalls meine persönliche Meinung – muss man auch von allen Valve-Games behaupten. Auch Half-Life, Counterstrike und Team Fortress 2 laufen bei mir mit den höchsten Grafikeinstellungen perfekt.
3. Produktbeschreibung & Erfahrungsbericht
In Left 4 Dead, im folgenden nur noch L4D abgekürzt, gibt es insgesamt drei Spielmodi. Zum einen wäre der Singleplayer-Modus zu nennen, dann der Multiplayer-Modus und der Versus-Modus, der ebenfalls nur im Mehrspielermodus gespielt werden kann. Auf die einzelnen Modi werde ich später noch genauer eingehen. Zuerst folgt eine kurze Story-Beschreibung und kurze, erklärende Worte zum Spiel selbst.
3.1 Story & Spielprinzip
L4D ist wie eine Art Film aufgebaut. Jedes Level stellt dabei einen Film dar und ist insgesamt in fünf Unterabschnitte unterteilt. Dabei wird jedes Level mit einer geschlossenen Gruppe, bestehend aus vier Mitgliedern bestritten (später dazu mehr).
Um erfolgreich gegen die Zombies bestehen zu können, ist Teamgeist und Taktik gefragt. Einzelkämpfer werden – je nach Schwierigkeitsgrad – nicht lange überleben.
Die Story ist dabei recht einfach erklärt: Die Gruppe aus vier Überlebenden muss sich durch eine Horde von Zombies im jeden Level-Abschnitt zu den so genannten „Safe-Houses“ retten. Das Finale eines jeden Abschnittes ist von einem Endkampf gekrönt bei dem es am Ende gilt, unbeschadet zum Rettungs-Vehikel zu kommen (Hubschrauber, Boot, etc. – je nach Level. Auch dazu später mehr).
3.2 Die Charaktere
3.2.1 Überlebende
Die Gruppe der Überlebenden setzt sich aus den folgenden vier Charakteren zusammen:
Louis
Louis, ein afro-amerikanischer IT-Mechaniker, hat seinen Job bei einer kleinen IT-Firma beim Ausbruch der Seuche gekündigt und versuchte seitdem, sein Überleben durch seinen Scharfsinn zu sichern.
Francis
Francis ist ein teilweise rüpelhafter Rocker. Als der Virus ausbrach, verkroch er sich nicht in irgend ein Haus, sondern kämpfte gegen die Zombies. Er fühlt sich unbesiegbar und steht den drei anderen Überlebenden mit Tat zur Seite.
Zoey
Zoey hat es als einzige Frau im Team nicht gerade leicht. Während ihres Studiums verbrachte sie die Zeit damit, in dunklen Räumen Horrorfilme zu schauen. Sie wurde anschließend vor die Wahl gestellt: Noten verbessern, oder vom College fliegen. Nachdem das Zombie-Virus ausbrach stellte sich heraus, dass sie wohl doch das richtige getan hat.
Bill
Der älteste der vier Überlebenden ist ein alter Vietnam-Veteran, der schon einiges durchgemacht hat. Nach seiner ehrenhaften Entlassung aus dem Militärdienst hatte Bill nicht mehr viel zu tun. Bis zum Ausbruch der Seuche hielt er sich mit vielen kleinen Jobs über Wasser. Jetzt kann er wieder das tun, was er am besten kann: In den Krieg ziehen!
3.2.2. Boss-Zombies
Neben den normalen Zombies, die zu Horden in den Gebieten lauern, gibt es auch einige Boss-Zombies mit besonderen Eigenschaften. Diese können im Versus-Spielmodus auch teilweise von Mitspielern gespielt werden.
Nicht spielbare Infizierte:
.: Horde :.
Die Horde besteht aus den normalen Zombies, die überall auf die Überlebenden lauern. Es sind ganz gewöhnliche Zombies, ohne besondere Fähigkeiten. Häufig treten Sie in Rudeln oder kleinen Gruppen auf. Selten mal alleine. Sie sind recht träge und bemerken die Überlebenden nicht sofort. Wenn man ihnen jedoch zu nahe kommt, reagieren Sie auf den Spieler und greifen ihn an. Dabei werden sie dann doch recht flink und beweglich.
Wenn eine Gruppe von Zombies angreift, hat man besser eine Rohrbombe dabei, denn diese lockt die Zombies an, bis sie schließlich – mitsamt den Zombies – explodiert.
.: Witch :.
Die Witch ist ein weiblicher Zombie, welche vereinzelt in den Leveln auftreten kann. Zunächst sitzt sie nur am Boden. Schon aus der Entfernung kann man die Witch an ihrem Weinen hören. Doch dann ist äußerste Vorsicht angesagt. Kommt man der Witch zu nahe, schießt auf sie, oder leuchtet Sie mit der Taschenlampe an, erwacht sie und ist dann eine der gefährlichsten Zombies. Ein Schlag der Witch kann einen Überlebenden schwer verletzt zu Boden hauen.
Die Witch greift dabei in der Regel nur den Überlebenden an, der sie aufgescheucht hat. Man sollte jedoch vorsichtig sein und sich ihr bei ihrem Angriff nicht in den Weg stellen. Selten kommt es vor, dass man selbst dann auch von ihr getroffen wird.
Spielbare Infizierte (im Versus-Modus):
.: Boomer :.
Der Boomer selbst greift eher selten an. Dieser mutierte Zombie ist mit Gas gefüllt und besitzt außerdem eine Art Lockstoff für die anderen Zombies. Diese schleimige Substanz kann er auf die Überlebenden erbrechen und lockt somit massenweise Zombies an. Außerdem schränkt die Substanz für eine kurze Zeit die Sicht ein. Das gleiche passiert, wenn man auf den Boomer schießt, während er nahe bei einem selbst steht. Da er mit Gasen gefüllt ist, sollte man besser etwas Abstand nehmen, bevor man auf ihn schießt, da er sehr leicht „zum Platzen“ zu bringen ist.
.: Hunter :.
Der Hunter ist ein sehr beweglicher Zombie. Er kann sehr weite und hohe Sprünge durchführen oder sich von Dächern auf die Überlebenden herabstürzen. Springt er auf einen der Überlebenden, kann sich dieser nicht von selbst befreien und ist auf die Mithilfe der anderen Spieler angewiesen.
.: Smoker :.
Der Smoker hat als besondere Eigenschaft eine sehr lange Zunge aufzuweisen. Diese benutzt er, um seine Opfer damit einzufangen. Im ersten Augenblick kann man sich durch Schüsse auf den Smoker noch selbst befreien, ist – wenn das fehlschlägt – dann jedoch nicht mehr dazu in der Lage. Mit der Zunge zieht er dann seine Opfer auch zu sich hin, um sie dann mit seinen Klauen zu bearbeiten. Einen Kameraden, der von einem Smoker gefangen wurde, kann man befreien, indem man den Smoker tötet oder auf dessen Zunge schießt.
.: Tank :.
Der Tank ist die stärkste Form der infizierten. Dieser mutierte Zombie ist ein geballtes Kraftpaket und besitzt eine Menge Lebensenergie. Der Tank kann Autos, Baumstämme, Müllcontainer und andere Gegenstände durch die Luft schleudern und die Überlebenden damit zu Boden werfen. Alternativ kann er sie – wenn er nahe genug rankommt – auch mit seinen Klauen angreifen. Kommt der Tank nicht nah genug an seine Opfer heran, um sie direkt anzugreifen, kann er aus dem Boden auch Steinplatten herausreißen und diese nach seinen Opfern werfen.
Der Tank ist ein klein wenig langsamer als ein Überlebender und muss aggressiv bleiben. Spielt man im Versus-Modus den Tank und macht nichts, verliert man die Kontrolle über ihn.
3.3 Waffen und Gegenstände
In L4D gibt es verschiedene Waffen und Gegenstände, die man im Kampf gegen die Zombie-Horden einsetzen kann.
.: Pistole :.
Die Pistole ist die Standard-Waffe, die jeder Überlebende zu Beginn mit sich führt. Sie hat eine geringe Durchschlagskraft und Schadenswirkung. Dafür hat man unbegrenzte Munition zur Verfügung. In den Level abschnitten sind weitere Pistolen zu finden. Man kann maximal zwei mit sich führen. Dies ist auch ratsam, da nun die Pistole eine etwas ernstzunehmendere Waffe wird.
.: Shotgun :.
Die einfache Schrotflinte hat ein 8 Schuss Magazin. Wenn man einen Gegner, der nicht zu weit entfernt ist mit ihr trifft, fällt dieser meist auch um. Sie hat eine hohe Durchschlagskraft, muss allerdings nach jedem Schuss einmal durchgeladen werden. Man kann auch mehrere Ziele auf einmal mit ihr treffen, wenn sie nahe genug beieinander stehen (was bei einer angreifenden Horde eigentlich immer der Fall ist). Die Shotgun liegt zu Beginn jeder Kampagne im Safe-House.
.: Uzi-Pistole :.
Die Uzi-Maschinenpistole liegt ebenfalls zu Beginn einer jeden Kampagne im Safe-House und ist eine automatische Waffe. Sie hat eine eher geringe Durchschlagskraft und Schadenswirkung, dafür aber 50 Schuss pro Magazin. Man sollte versuchen, auf die Köpfe der Zombies damit zu zielen, um die Schadenswirkung zu vergrößern.
.: Automatische Shotgun :.
Die automatische Shotgun hat gegenüber der normalen Variante einige Vorteile. Zum einen ist ihre Schadenswirkung höher, zum anderen muss sie zwischen jedem Schuss nicht erst durchgeladen werden. Das aus 10 Kugeln bestehende Magazin lässt sich also wunderbar in kürzester Zeit verschießen. Besonders gut eignet sich die Shotgun beim Angriff einer Horde oder beim Angriff eines Tanks.
.: M16-Sturmgewehr :.
Das M16-Gewehr ist das aus vielen Spielen bekannte Standard-Sturmgewehr. Das Magazin fasst 50 Schuss. Das M16 ist zu jeder Gelegenheit bestens verwendbar und eigentlich die Allrounder-Waffe, da sie sowohl auf Distanz gut funktioniert, als auch im Nahkampf.
.: Scharfschützengewehr :.
Das Scharfschützengewehr eignet sich für offenes Gelände und vor allen Dingen auf große Distanz. Es besitzt als einzige Waffe einen Zoom-Modus und überzeugt darüber hinaus mit einer sehr hohen Durchschlagskraft und Schadenswirkung. Stehen mehrere Zombies hintereinander, kann man diese mit einem einzigen Schuss aus dem Sniper-Gewehr erledigen. Dafür ist das Sniper-Gewehr im Nahkampf eher wirkungslos, da es auch ohne Zoom recht unpräzise wird.
Mit allen Waffen kann man darüber hinaus auch die Zombies im sekundären Feuermodus zurückschubsen. Man schlägt also mit den Kolben auf die Zombies ein. Nach einigen Schlägen kann man so die Zombies auch töten. Wer im richtigen Augenblick von hinten angreift, kann einen Zombie auch mit einem einzelnen Schlag in den Rücken niederstrecken.
Eine angreifende Horde kann man sich während des Nachladens mit dieser Sekundären Attacke wunderbar vom Leib halten.
Darüber hinaus gibt es noch andere Gegenstände, die nicht zu den regulären Waffen gehören. Einige davon lassen sich aber als Waffe einsetzen. Auch mit den Gegenständen kann man Gegner zurückschubsen oder sogar niederstrecken.
.: Pipe bomb :.
Die Rohrbombe ist sehr gut dazu geeignet, sich eine angreifende Horde von Zombies vom Leib zu halten. Wirft man die Pipe, ertönt ein Piepsen, dass die Zombies aus der Umgebung anlockt. Diese laufen dann auf die Rohrbombe zu und versammeln sich um diese – bis sie dann explodiert.
.: Molotow-Cocktail :.
Dieser Brandsatz kann auch eine angreifende Horde davon abhalten, sich den Überlebenden zu nähern. Wirft man den Molotow-Cocktail auf den Boden, steckt er die Umgebung in Brand. Man sollte aufpassen, dass man ihn nicht zu nahe der eigenen Gruppe hinwirft, da man natürlich auch selbst vom Feuer Schaden nimmt.
Auch besonders gut geeignet ist der Brandsatz für die Abwehr eines Tanks. Boss-Zombies, die in den Brandsatz laufen, fangen Feuer, welches ihnen langsam aber sicher Schaden zufügt.
.: Minigun :.
Die Minigun ist ein stationäres Maschinengewehr, welches vereinzelt an wichtigen Stellen des Levels positioniert ist. Es besitzt von allen Waffen die höchste Durchschlagskraft und Schadenswirkung. Allerdings ist es, wie erwähnt, stationär und kann nicht mitgenommen werden. Außerdem ist der Feuerradius beschränkt. Zombies, die von der Seite oder von hinten angreifen, kann man mit der Minigun nicht erwischen. Daher sollte ein Gefährte dem Schützen den Rücken frei halten.
.: Sonstige Gegenstände :.
Überall in den Leveln verteilt finden sich noch weitere Gegenstände, die ebenfalls zum Kampf gegen die Zombies eingesetzt werden können. Dies können Benzinkanister sein, die wie der Molotow-Cocktail die Umgebung in Brand setzen oder Gasflaschen und –Tanks, die man zum Explodieren bringen kann. Auch hier sollte man vorsichtig sein, diese Dinge nicht in der Nähe der Gruppe einzusetzen, da man natürlich selbst davon auch Schaden davon tragen kann.
Darüber hinaus gibt es noch Med-Kits und Anti-Schmerz-Pillen, die die Gesundheit wiederherstellen bzw. kurzfristig erhöhen. Verletzungen kann man mit den Med-Kits heilen und die eigenen Lebenspunkte mit ihnen wieder auffüllen. Die Anti-Schmerz-Pillen haben einen ähnlichen Effekt, allerdings klingt dieser mit der Zeit wieder ab.
3.4 Spielmodi
3.4.1 Kampagnen-Modus (Single- und Multiplayer)
Im Auslieferungszustand von L4D gibt es insgesamt vier Kampagnen, die ihrerseits in jeweils fünf Unterabschnitte unterteilt sind. Im Folgenden werde ich die einzelnen Kampagnen der Vollständigkeit halber ganz kurz vorstellen.
Kampagne 1 – No Mercy
In der ersten Kampagne müssen sich die Überlebenden durch ein Apartment in eine U-Bahn durchschlagen. Von da aus geht es weiter zu den Abwasserkanälen von denen aus das Mercy-Hospital zu erreichen ist. Ziel der Kampagne ist es, auf das Dach des Mercy-Hospitals zu gelangen, wo ein Hubschrauber auf die Überlebenden wartet, um diese abzuholen.
Kampagne 2 – Death Toll
Ziel der zweiten Kampagne ist es, sich über eine Straße zur Kanalisation durchzuschlagen. Von hier aus kommt man zu einer Kirche, die das Tor zur Stadt Riverside ist. Das Finale findet am Bootshaus von Riverside statt, wo man auf ein vorbei kommendes Boot zur Rettung warten muss.
Kampagne 3 – Dead Air
Zu Beginn der Kampagne sehen die Überlebenden ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen. Ziel ist es, sich zum Flughafen durchzuschlagen. Dort muss man ein Flugzeug betanken, welches einen dann in Sicherheit bringt.
Kampagne 4 – Blood Harvest
Durch einen dunklen Wald geht es in Richtung einer militärischen Sicherheitszone. Um dorthin zu gelangen, müssen die Überlebenden sich zu einem Bahnhof durchschlagen und anschließend den Gleisen zu einer Farm folgen, von der die Überlebenden vom Militär in einem gepanzerten Fahrzeug abgeholt werden.
Allgemein ist zu den Kampagnen zu sagen, dass das finale einer jeden Kampagne mit einem großen Kampf endet. Meistens kann man am finalen Punkt die Rettung herbeirufen und muss dann einige Minuten darauf warten, während natürlich die Zombies unentwegt angreifen. Der finale Kamp der No Mercy-Kampagne beispielsweise findet auf dem Dach des Mercy-Hospitals statt, wo man auf den Hubschrauber warten muss.
Die Finalkämpfe laufen dabei so ab, dass man zuerst mehrere Wellen von Zombies zurückhalten muss. Anschließend taucht ein Tank auf, den es zu bekämpfen gilt. Danach kommen wieder mehrere Wellen von Zombies, die es zu vernichten gilt. Anschließend taucht ein zweiter Tank auf. Ist auch dieser besiegt, sollte man sich zum Rettungspunkt aufmachen. Eine letzte Welle von Zombies taucht auf, die den Weg zum Extraktionspunkt abschneiden. Gleichzeitig taucht auch noch ein dritter Tank auf. Ist man hier nicht schnell genug am Rettungspunkt, hat man oftmals nur noch sehr geringe Chancen, das Level unbeschadet zu überstehen.
Der Kampagnenmodus ist dabei sowohl im Single- als auch im Multiplayer gleich aufgebaut. Man kann zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitseinstellungen wählen: Beginner, Normal, Fortgeschrittener und Experte.
Die Schwierigkeitsstufen unterscheiden sich dabei zum einen durch die Anzahl der Zombies, auf die man treffen kann, zum anderen durch den Schaden, den diese Zombies anrichten. Außerdem haben die Boss-Zombies in höheren Schwierigkeitsgraden mehr Lebenspunkte.
Spielt man das Spiel im Singleplayer, werden die drei Charaktere dabei vom Computer übernommen. Diese spielen auch relativ gut mit. Allerdings hält sich die KI auch in Grenzen. Man darf nicht zu viel erwarten. Aber im Großen und Ganzen ist es schon ganz gut gelöst.
3.4.2. Versus-Modus
Der Multiplayer Versus-Modus besteht derzeit noch aus zwei Kampagnen: No Mercy und Blood Harvest. Diese laufen im allgemeinen so ab, wie die normalen Kampagnen auch. Die Besonderheit ist jedoch, dass dieser Spielmodus mit bis zu acht Spielern gespielt werden kann. Dabei schlüpfen vier Spieler in die Rolle der Überlebenden, die anderen vier in die Rolle der verschiedenen Boss-Zombies Hunter, Smoker und Boomer. In den einzelnen Abschnitten kann es vorkommen, dass ein Mitspieler der Zombie-Seite auch ein Tank werden kann.
Nach dem Ende eines jeden Abschnitts werden die Seiten getauscht, so dass jeder einmal in den Genuss kommen kann, sowohl als Zombie, als auch als Überlebender zu spielen. Der Schwierigkeitsgrad des Versus-Modus war zu Anfang noch frei wählbar. Inzwischen wurde von Valve dies mit einem Update geändert. Der Schwierigkeitsgrad ist jetzt etwa mit „Normal“ zu vergleichen.
4. Erfahrungsbericht
4.1 Grafik & Stimmung
Die Grafik von L4D ist nicht die aktuellste, die momentan auf dem Markt verfügbar ist. Dies tut der Qualität jedoch nichts an. Das Spiel sieht einfach super aus. Die Zombies sind Abwechslungsreich gestaltet – auch wenn sich diese Gestaltung aufgrund der Masse an Zombies natürlich dann trotzdem häufig wiederholt. Während man auf der Straße meist „normal“ gekleidete Zombies findet, so tragen beispielsweise die Zombies im Mercy-Hopsital entweder Patientenkittel oder Angestelltenkleidung.
Im allgemeinen hat das Spiel keine Sounduntermalung. Darüber hinaus spielt L4D ausschließlich in der Dämmerung bzw. Nachts. So kommt eine sehr beklemmende Stimmung auf. Hinter jeder Ecke hört man das Grunzen der Zombies, das Kreischen eines Hunters oder die Würgegeräusche eines Boomers.
L4D schafft es, die bedrückende, düstere Stimmung perfekt in Szene zu setzen. Man fühlt sich tatsächlich wie in einen Film versetzt und läuft regelrecht beklemmt durch die mit Zombies überfüllten Straßen und Häuser.
Zwischenzeitlich kann es vorkommen, dass eine Horde Zombies unvermittelt angreift. Dies wird dann auch wieder mit schnellen Trommel- und Paukenschlägen stimmungsvoll untermalt. Das kreischen der angreifenden Zombies deutet auf das drohende Unheil hin.
Eine Zombie-Attacke kann durch verschiedene Dinge ausgelöst werden. Zum einen wären da die „Standard-Angriffe“ genannt, die in einem Level-Abschnitt immer wieder mal vorkommen können. Dann greift unvermittelt eine ganze Horde von Zombies an. Ein weiterer Auslöser einer solchen Attacke kann ein Boomer sein, wenn dieser es schafft, seinen Lockstoff auf die Überlebenden zu erbrechen oder er in der Nähe dieser niedergestreckt wird. Dann spritzt durch die Explosion dieser Lockstoff ebenfalls auf die Überlebenden. Eine dritte Möglichkeit ist, durch bestimmte Trigger und Events eine solche Attacke auszulösen. Beispielsweise kommt es vor, dass in einem Levelabschnitt auf der Straße ein Auto mit Alarmanlage steht. Springt man auf ein solches Auto, oder schießt man versehentlich darauf, ertönt der Alarm. Dies lockt dann natürlich eine Horde von Zombies an, gegen die man sich anschließend verteidigen muss.
Ein weiterer Faktor, der das Spiel unglaublich authentisch macht, sind die kleinen Dinge, die Valve in das Spiel mit einfließen lassen hat. So kommt es schon mal vor, dass zwei Zombies untereinander in einem Kampf verwickelt sind. Auch sieht man schon mal Infizierte, die an einer Hauswand lehnen und sich übergeben. Im Krankenhaus sieht man bei den Zombies, die nur einen Patientenkittel tragen, sogar die Pobacken. Wird man von einem Boomer getroffen, hört man Spuckgeräusche der Überlebenden, die das Zeug in den Mund bekommen haben.
Bei den Überlebenden kann man Stimmung und Emotionen an den Gesichtern ablesen. Verteidigt man sich selbst gerade gegen eine Horde von Zombies, hat die Spielfigur einen grimmigen Gesichtsausdruck. Ist man durch Angriffe bereits geschwächt, wird man nicht nur langsamer und fängt an zu humpeln, auch die Miene des Charakters verändert sich in einen eher erschrockenen und ängstlichen Gesichtsausdruck.
Witzig ist auch, dass man als Spieler schon mal einen Abhang runter rutschen kann. Wenn man nicht gerade selbst runterspringt, hält sich die Spielfigur noch automatisch am Abhang fest. In der Zeit ist man natürlich den Zombies schutzlos ausgeliefert. Wird man von seinen Mitspielern nicht wieder hoch gezogen, stürzt man irgendwann in die Tiefe.
All diese kleinen Dinge tragen wesentlich zur Stimmung und Atmosphäre des Spiels bei. Auch die Aufmachung als Film gefällt mir einfach nur gut. Am Ende einer jeden Kampagne erscheinen die Statistiken der einzelnen Spieler sogar in Form eines Abspanns.
Das macht einfach nur Fun!
Da ich selbst meine Version über Steam bezogen habe, besitze ich auch die ungeschnittene Fassung von L4D. Trifft man einen Zombie beispielsweise mit einer Shotgun, so reißt es ihm den Kopf oder die Gliedmaßen durch die Wucht des Geschosses weg. Erledigt man einen Zombie, während man nah an ihm dran ist, sieht man für kurze Zeit Blutspritzer auf dem Bildschirm, die dann wieder „herunterfließen“. Davon mal abgesehen ist das Spiel jedoch nicht allzu blutig gestaltet. Da gibt es noch weitaus brutalere Computerspiele.
Dennoch halte ich es für richtig, dass das Spiel in Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten hat, und somit nur an Personen verkauft werden darf, die 18 Jahre oder älter sind. Auch wenn so im Handel hierzulande nur die geschnittene Version zu kaufen ist, in der sich die Gliedmaßen der Zombies nicht abtrennen lassen und die Zombie-Leichen nach kurzer Zeit wieder verschwinden.
4.2 Langzeitmotivation und Sonstiges
Wie schon in Team Fortress 2 eingeführt, gibt es auch bei L4D so genannte „Achievements“, die man erreichen kann. Um eines dieser Achievements zu erreichen, muss man bestimmte Aufgaben erfüllen. Beispielsweise einen Tank niederstrecken, ohne dass dieser den Überlebenden Schaden zufügen kann.
Der Singleplayer-Modus ist relativ schnell durchgespielt. Dieser dient aber auch mehr zum vertraut machen mit dem Spiel. Der eigentliche Fokus liegt auf dem Multiplayer-Modus. Zwar gibt es dadurch, dass jedes Level aus fünf Abschnitten besteht, jede Menge zu tun, allerdings hat man irgendwann auch einfach alles schon mal gesehen. Der Hersteller Valve hat aber schon angekündigt, in Zukunft weitere Updates für das Spiel herauszubringen, die auch den Spielinhalt erweitern sollen. Bis dahin wird man sich jedoch noch mit den vier vorhandenen Kampagnen abfinden müssen.
Schade ist, dass der Versus-Modus nur mit zwei der insgesamt vier Kampagnen gespielt werden kann. Warum Valve nicht alle Kampagnen für den Versus-Modus freigegeben hat, ist mir persönlich ein Rätsel. Die Kampagneninhalte im Versus-Modus unterscheiden sich eigentlich nicht von den Inhalten der normalen Kampagne. Vielleicht ist dies eines der ersten Updates, die Valve für das Spiel herausbringen wird.
Damit das Spiel allerdings nicht allzu schnell allzu langweilig wird, hat Valve sich bei der Gestaltung der Spielengine etwas einfallen lassen. Und zwar steuert die Engine des Spiels das Auftauchen der Zombies und Ausrüstungsgegenstände wie Zubehör, Waffen und Munition in jedem Spieldurchlauf anders.
So erscheinen diese Ausrüstungsgegenstände bei jedem Spielen an einer anderen Stelle im Level. Genau so kommt es vor, dass die Gruppen von Zombies nicht immer an der gleichen Stelle auftauchen oder in gleicher Konzentration. Leider muss man auch hier als Negativpunkt wieder ausführen, dass man auch hier irgendwann alles gesehen hat. Irgendwann weiß man, dass wenn die Munition auf dem „normalen“ Weg durch das Level nicht gefunden wird, sie in einer bestimmten Ecke dann doch liegt.
Ansonsten ist die Langzeitmotivation des Spiels hauptsächlich im kurzweiligen Multiplayer-Modus begründet. Es macht einfach Spaß, zusammen mit drei anderen Mitspielern durch die düsteren Level zu ziehen und die Horden von Zombies daran zu hindern, einen zu fressen. Besonders der Versus-Modus hat es mir angetan. Es ist immer wieder eine Herausforderung, als Zombie gegen die Überlebenden zu spielen – jedenfalls wenn die Gruppen in etwa gleich stark sind, was die Spielerfahrung angeht.
In beiden Spielmodi muss man sehr taktisch und planvoll voranschreiten. So ist man im Kampagnen-Modus eher darauf bedacht – besonders auf den höheren Schwierigkeitsstufen – langsam und vorsichtig vorzugehen. Lieber einmal mehr in die Ecke schauen, als hinterher von einem Zombie hinterrücks angegriffen zu werden.
Im Versus-Modus hingegen sollte man schnell voranschreiten und nicht in jede Ecke schauen. Bleibt man zu lange an einem Fleck, gibt das den Zombie-Spielern die Möglichkeit, die Gruppe weiter aufzuhalten und so langsam Munition und Ressourcen zu erschöpfen. Da es Punkte für die Anzahl der Überlebenden, die zurückgelegte Strecke und auch für die Anzahl der Lebenspunkte gibt, ist hier ein rasches vorgehen natürlich sinnvoll. Dennoch sollte man es tunlichst vermeiden, als Einzelkämpfer voranzulaufen oder als Krücke zurückzubleiben. Dann ist man natürlich für die Zombie-Spieler leicht gefundenes Fressen. Und manchmal dauert es auch ein Weilchen, bis die anderen Mitspieler einem zu Hilfe eilen können – das kostet Lebenspunkte.
Wird man zu sehr von einem Zombie geschwächt, geht man als Spieler zu Boden. Man ist noch nicht sofort tot. Man erhält noch mal einen zusätzlichen Schub an Lebenspunkten, die sich jedoch langsam aber sicher von selbst aufbrauchen. Liegt man am Boden, kann man mit der Pistole seine Kollegen noch weiter unterstützen. Wird man nicht gerettet, stirbt man irgendwann. Dies gilt im übrigen auch für den normalen Kampagnen-Modus.
Die Serversuche in L4D gestaltet sich dabei recht einfach. Standardmäßig funktioniert die Server-Suche nach einem Lobby-Prinzip. Irgend ein Spieler eröffnet eine Lobby. Diese kann entweder öffentlich sein oder nur für Freunde gedacht sein, die man dann zur Lobby einladen kann. Ist die Spieleranzahl komplett, kann der Lobby-Führer sich auf die Suche nach einem Server begeben oder selbst einen lokalen Server eröffnen. Die Serversuche läuft dabei automatisch ab. Ist ein Server gefunden, startet das Spiel.
Alternativ kann man sich selbst auch in bereits laufendes Spiel einklinken, wo noch ein Plätzchen frei ist. Über gewisse Filterkriterien kann man sich dabei auch Kampagne und Schwierigkeitsgrad aussuchen.
Wer lieber den traditionellen Server-Browser bevorzugt, kann diesen über einen Befehl in der Konsole auch benutzen. Standardmäßig über das Menü ist der Serverbrowser jedoch nicht zu erreichen. Zur Beta-Zeit des Spiels gab es noch häufig Probleme bei der Serversuche, diese sind aber inzwischen so gut wie behoben. Die meisten Server, zu denen man sich verbindet, haben auch eine gute Qualität, so dass man sich hier nicht mit Lags rumärgern muss. Ich selbst hab bis jetzt in den Stunden, die ich L4D bis jetzt gespielt habe, eigentlich immer nur dann Lags auf den Servern gehabt, wenn irgend jemand einen lokalen Server erstellt hat, obwohl er keine ausreichende Leitungskapazität hatte.
5. Fazit
Was bleibt zu sagen? L4D ist ein sehr kurzweiliges und taktisch anspruchsvolles Spiel. Als Einzelkämpfer hat man kaum eine Überlebenschance. Man muss im Team arbeiten, um voran zu kommen – besonders im Versus-Modus oder auf höheren Schwierigkeitsgraden im Kampagnen-Modus.
Die einzelnen Kampagnen sind abwechslungsreich und versprühen eine tolle Atmosphäre. Das Spiel selbst ist nicht allzu brutal, auch wenn in der ungeschnittenen Fassung schon mal Körperteile fliegen können. Aber das gehört zu einem Zombie-Spiel auch irgendwie dazu, finde ich. Es passt halt einfach ins Konzept. Dazu wird die Gewaltdarstellung nicht, wie bei manch anderen Spielen, maßlos übertrieben. Sie fügt sich perfekt ins düstere und schaurige Ambiente ein. Das Ambiente wird durch kleine Dinge, wie Emotionen oder Sprüche bei den Charakteren, aber auch durch das Verhalten der Zombies unheimlich aufgewertet. Die gesamte Aufmachung als Film ist sehr stimmungsvoll und passt perfekt zum Spiel.
Die Grafik des Spiels ist nicht die technisch beste, die momentan Verfügbar ist. Das soll aber auch nicht heißen, dass sie schlecht Wäre. Das Spiel ist sehr schick gestaltet.
Obwohl ich inzwischen alle Level gesehen habe, und eigentlich auch jeden Winkel kenne, macht mir das Spiel immer noch saumäßig viel Spaß. Besonders im Versus-Modus. Die knapp 45 US$, die ich für das Spiel berappen musste, sind meiner Meinung nach sehr gut angelegt gewesen.
Ich bin schon auf die ersten Erweiterungen von Valve gespannt, die hoffentlich auch schon bald folgen.
Ich hoffe, dieser Bericht war für euch informativ und unterhaltsam. Ich hoffe, ich konnte einen guten Eindruck vom Spiel vermitteln.
Über euer Feedback freue ich mich wie immer sehr.
Viele Grüße,
Euer Jan weiterlesen schließen
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