Pro:
Mark Wahlberg, gut umgesetzter Plot, geballte Action mit einen Schuss Humor,
Kontra:
unnötige Liebesgeschichte zwischendrin, einige Logikfehler,
Empfehlung:
Ja
Story ////
Nachdem sein Freund und Kollege Donnie Fenn (Lane Garrison) bei einem gemeinsamen Auftrag in Äthiopien ums Leben gekommen ist, lebt der ehemalige Scharfschütze Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) in den Bergen. Dort besucht ihn drei Jahre nach dem Vorfall in Äthiopien der Regierungsbeauftragte Colonel Johnson (Danny Glover) der Swagger bittet ein geplantes Scharfschützenattentat auf den Präsidenten der USA zu verhindern. Enttäuscht das ihm die US Army damals in Äthiopien in Stich gelassen hat lehnt Swagger vorerst ab. Doch der Wille seinem Land noch einmal zu dienen ist stärker, was schließlich dazu führt das Swagger dem Job zusagt. Eine falsche Entscheidung wie sich schon bald herausstellen wird. Denn als das Attentat schließlich geschieht, der Präsident aber verfehlt wird, wird Swagger als Schuldiger präsentiert. Schnell wird Swagger klar das er von Anfang an nur Sündenbock für eine Verschwörung sein sollte. Schwer verletzt kann er sich allerdings vorerst in Sicherheit bringen und trifft dabei auf die Witwe (Kate Mara) seines alten Freundes Donnie. Diese hilft Swagger wieder auf die Beine zu kommen, der sich nun auf seinen Rachefeldzug gegen die Verschwörer macht. Ihm dabei zur Seite steht der FBI Agent Memphis (Michael Peña) der an die Unschuld Swagger´s glaubt.
Meine Kritik zu "Shooter" ////
Regisseur Antoine Fuqua dürfte den meisten Zuschauern wohl mittlerweile ein Begriff sein, nicht zuletzt dank seines Meisterwerks "Training Day" das der Amerikaner 2001 auf die Leinwand brachte. Seine nachfolgenden Filme , darunter "Tränen der Sonne" und "King Arthur", konnten allerdings sowohl von der Qualität als auch vom kommerziellen Erfolg her nicht an "Training Day" heran reichen sodass sich Fuqua nun mit der Verfilmung des Romans "Im Fadenkreuz der Angst" beweisen muss. Und mit dem Polittrhiller "Shooter" befindet sich Fuqua nun auch in bester Gesellschaft, denn dieses Genre liegt nicht erst seit "Syriana" im Trend. Dazu noch einige Verschwörungstheorien und eine geballte Ladung Action und schon sollte der Blockbuster eigentlich im Kasten sein. Ist er das aber auch?
Ich möchte mal Lieb sein und antworte mit "Ja". Tatsächlich ist es Fuqua nach seinen letzten, enttäuschenden Werken gelungen hier einen sehr spannenden Politactiontrhiller auf Zelluloid zu bannen der wirklich das Zeug haben könnte einer der großen Erfolge des Jahres zu werden. Ok, die Story an sich, Mann wird von allen rein gelegt und muss nun als einsamer Held eine Verschwörung aufdecken, ist natürlich nichts neues und kommt in jedem Kinojahr mit Sicherheit ein halbes Dutzend mal auf die Leinwand, aber "Shooter" ist wenigstens einer dieser Filme die es schaffen uns die Story gut zu präsentieren. Als Vorlage diente, wie schon erwähnt, der Roman "Im Fadenkreuz der Angst" von Stephen Hunter, allerdings wurden einige Elemente für den Film verändert die jedoch nicht weiter nennenswert sind. Die Handlung an sich ist die selbe wie im Buch und ist in jedem Fall sehr gut umgesetzt, überrascht sogar hin und wieder mit einigen Wendungen und liefert jede Menge Spannung die bis zum Ende anhält.
Erzählerisch legt "Shooter" gleich zu Beginn ein schnelles Tempo vor. Ohne viel Geplänkel wird schnell der Protagonist eingeführt, sein Charakter ein wenig beleuchtet und schon beginnt die eigentliche Handlung zu laufen. Das hohe Tempo wird eigentlich bis zum Ende aufrecht gehalten, leider aber zwischendurch durch die Hollywood typische Einbindung einer Liebesgeschichte kurz unterbrochen. Dies ist eigentlich auch schon das einzige Manko von "Shooter". Denn statt Zeit mit der Lovestory zu vergeuden hätte die geopferte Spielzeit auch damit verbracht werden können einige Logikfehler, die sich gerade zu Ende häufen, auszumerzen und mehr auf die eigentliche Handlung einzugehen. Im Hintergrund der Handlung ist des weiteren immer wieder eine offensichtliche Kritik an der US amerikanischen Regierung und den Geheimdiensten sowie den ausgenutzten Patriotismus vieler Amerikaner wahr zu nehmen. Diese nimmt mit der laufenden Spielzeit immer offensichtlichere Züge an und kommt besonders beim Finale nochmal sehr zum tragen.
Darüber hinaus bietet "Shooter" all das was einen feinen Popcorn Film ausmacht und dazu zählt natürlich vor allem der Actionaspekt, der hier sehr gut bedient wird. Handwerklich sind die Actionszenen, seien es gewaltige Explosionen, wilde Schießereien oder temporeiche Verfolgungsjagden, richtig gut umgesetzt. Allerdings zählt hier eher das Motto Qualität statt Quantität, daher sind große Actionszenen in "Shooter" ein bisschen rarer gesät als bei der Konkurrenz, lassen es dann aber umso mehr krachen und bieten das was das Actionherz braucht: Geballte Unterhaltung. Dazu gibt's noch eine Priese Humor, die auch für einige Lacher sorgt. Vor allem die leicht zynische Art von Swagger gefällt gut.
Aber "Shooter" versucht auch den Zuschauer mit den Vorgehensweisen von Scharfschützen vertraut zu machen. Anders wie Soldaten liegen sie auf der Lauer, müssen stets Konzentriert sein und viel Geduld mitbringen bis sie schließlich zuschlagen können. Diese Vorgehensweisen werden im Film des öfteren von Swagger ausgeführt und können in das Geschehen genauso viel Spannung einbringen wie die Handlung selbst und sorgen darüber hinaus noch für ein wenig Authentizität. Auch gelingt es dem Film recht gut Bob Lee Swagger als einsamen Helden, der sich auf einem Rachefeldzug gegen seine Verschwörer befindet, darzustellen. Dies ist vor allem Mark Wahlberg zu verdanken der hier zwar nicht ganz so sehr von seinem Talent als Charakterdarsteller profitieren kann wie noch zuletzt in "Departed", zudem ist "Shooter" auch nicht unbedingt dafür ausgelegt die Charakterisierung von Wahrlberg´s Charakter weiter zu vertiefen, trotzdem macht Marky Mark hier eine richtig gute Figur und zeugt auch in den Actioneinlagen von seinem Können.
Doch nicht nur Mark Wahlberg gehört zu den großen Namen der Cast von "Shooter". Mit von der Partie wäre auch Danny Glover als undurchsichtiger Colonel Isaac Johnson, der manchmal aber etwas Flach in seiner Darstellung wirkt. Ned Beatty als gewissenloser Senator hingegen gefällt da schon besser. Michael Peña, der den FBI Agenten Memphis mimt welcher als einziger an die Unschuld Swagger´s glaubt, kann erst in späterem Verlauf ein gutes Bild von sich hinterlassen. Zu Beginn wirkt er hingegen ein wenig "Milchbubenhaft" und kommt nicht so richtig in seine Rolle hinein hat man das Gefühl. Kate Mara als Sarah Fenn kann in ihren Szenen ebenfalls einen eher durchwachsenen Eindruck hinterlassen, aber wirklich schlecht spielend erlebt man sie auch wieder nicht.
Daten zum Film ////
Original Filmtitel:
Shooter (2007)
Länge des Filmes:
Ca. 124 Minuten
Schauspieler:
Mark Wahlberg (Bob Lee Swagger)
Michael Peña (Nick Memphis)
Danny Glover (Colonel Isaac Johnson)
Kate Mara (Sarah Fenn)
Elias Koteas (Jack Payne)
Ned Beatty (Senator Charles F. Meachum)
Regisseur:
Antoine Fuqua
FSK:
Ab 16 Jahren
Verleiher:
Paramount Pictures
Fazit ////
Sehe ich davon ab das "Shooter" leider mit einer langweiligen und schon oft gesehenen Liebesgeschichte in seiner eigentlichen Handlung und ein paar Logikfehlern aufwartet, ist der Film von Antoine Fuqua doch recht gut geworden. Er bietet einen gut umgesetzten Plot, wuchtige Actionszenen und einen überzeugenden Mark Wahlberg. An sich ist der Film vielleicht etwas zu lang geworden, aber er schafft es trotzdem bis zum Ende nichts von seiner aufrechten Spannung einzubüßen und den Zuschauer somit auch bis zuletzt gut zu unterhalten. Mit den genannten Mankos kommt der Film für mich aber immer noch auf eine vier Sterne Wertung die ich "Shooter" hiermit auch zuspreche. Wer also auf Actionthriller mit ein wenig Tiefgang steht sollte sich "Shooter" einmal merken.
8/10 Punkten für den Film "Shooter" und somit vier Sterne als Wertung.
Homepage des Filmes :
http://www.shootermovie.ch/d/
Homepage des Verleihers :
http://www.paramount.de/
IMDB Link mit weiteren Informationen:
http://german.imdb.com/title/tt0822854/ weiterlesen schließen
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