Pro:
Will Ferrell und Jon Heder, wahnwitzige Story, hoher Untehaltungswert, einfach ein Film der Spass macht,
Kontra:
nichts gravierendes,
Empfehlung:
Ja
Story ////
Die Eiskunstläufer Chazz Michael Michaels (Will Ferrell), der auch im horizontalen Filmgewerbe Erfolge feiern durfte, und Jimmy MacElroy (Jon Heder), der von dem Milliardär Darren MacElroy (William Fichtner) im jungen Alter adoptiert wurde und zu einem fabelhaften Läufer getrimmt wurde, waren bei der Winterolympiade 2002 an dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt: Beide gewannen Gold und sollten gemeinsam auf dem Siegespodest stehen, doch dort stritten sich die Rivalen einmal mehr was ein Chaos zur Folge hatte. Schließlich wurde beiden Eiskunstläufern die Goldmedaille aberkannt und sie wurden auf ewig vom Eiskunstlaufverband ausgeschlossen.
Jahre später: Chazz Michael Michaels, der neben seiner Sexsucht auch ein großes Alkoholproblem hat, arbeitet mittlerweile als Hauptdarsteller in einer billigen Eisrevue, während Jimmy MacElroy, verstoßen von seinem reichen Stiefvater, Schlittschuhe in einem kleinen Sportgeschäft an den Mann bringt. Eines Tages lauert Jimmy sein fanatischer Stalker (Nick Swardson) auf, der in einem Regelbuch entdeckt hat das Jimmy zwar nie wieder als Einzelläufer bei offiziellen Turnieren teilnehmen darf, sehr wohl aber im Paarlauf antreten darf. Ausgerechnet beim jetzigen Arbeitgeber von Chazz sucht Jimmy schließlich nach einer Partnerin, trifft dabei aber auf Chazz was erneut in einem Kampf zwischen den Rivalen endet. Der ehemalige Trainer (Craig T. Nelson) von Jimmy kommt schließlich auf die Idee beide Männer als Paarläufer zu trainieren und bei den nächsten Winterspielen antreten zu lassen. Nachdem beide von dieser Idee Anfangs wenig angetan sind, stehen sie schon wenig später zusammen auf dem Eis und schaffen es tatsächlich in die Endrunde der Olympischen Winterspiele. Dies ist allerdings dem erfolgreichen Geschwisterpaar Fairchild (Amy Poehler) und Stranz Van Waldenberg (Will Arnett) ein Dorn im Auge.
Meine Kritik zu "Die Eisprinzen" ////
Das was "Die Eisprinzen" von anderen Komödien der letzten Jahre abhebt ist zweifellos seine Ausgangssituation, die alleine schon sehr viel Material zum verfeuern hergibt. Zwei ehemalige Eiskunstläufer die nun im Paarlauf die Eiskunstlaufwelt zurückerobern wollen, eine schlichtweg geniale Idee, aus der letztendlich auch viel rausgeholt wurde. Natürlich ist "Die Eisprinzen" an sich ein einfacher Buddy-Movie, der auch bis zum Ende nach den Genretypischen Muster abläuft. Dies ist aber überhaupt nicht schlimm, denn dafür ist alleine die Idee, das Buddy-Movie Genre einfach mal in die Eiskunstlaufwelt zu verfrachten, schon Innovativer wie 90% der Komödien, die in den letzten fünf Jahren auf den Zuschauer los gelassen wurden. Und funktionieren tut "Die Eisprinzen" als Komödie ebenfalls fabelhaft, was natürlich nicht zuletzt an Will Farrell und Jon Heder liegt, die Wunderbar miteinander harmonieren und eines der besten Comedyduos der letzten Jahre abgeben. Neben der kompletten Ausschlachtung von Klischees, welche die Eiskunstlaufszene nun mal hergibt, von schwulen Tanzlehrern, kitschigen Kostümen bis hin zu wahnwitzigen Sprüngen, liefert der Film auch noch ein wenig gute Situationskomik, die so gut wie immer funktioniert.
Man darf sich natürlich die Frage stellen ob "Die Eisprinzen" nicht eher auf ein Publikum abzielt, das ein wenig mit dem Sport vertraut ist, als auf das Massenpublikum das von dem Sport keine Ahnung hat, so wie ich. Diese Frage ist aber völlig unberechtigt, denn mit dem Film dürfte jeder seinen Spass haben, vor allem da "Die Eisprinzen" in meinen Augen eine der besten Hollywoodkomödien der letzten Jahre ist und es auch tatsächlich schafft Lacher hervorzubringen, die jedoch oftmals auch ins sehr Absurde abdriften.
So darf man sich für gute 90 Minuten entspannt in den Kinosessel setzen und den Klamauk genießen. Langeweile kommt bei "Die Eisprinzen" zum Glück nie auf, auch wenn der Film versucht noch die typische Liebesgeschichte einzubauen und streng den Regeln des Buddy-Movie Genres folgt. Am Ende gibt es dann natürlich auch noch das erwartete Happy-End zu sehen. Im Prinzip ist der Film also vom Ablauf her nichts besonderes, die Handlung macht den Film schließlich zu etwas besonderem. Selbstverständlich gibt es auch einige Küren zu bestaunen, was für den Normalsterblichen sicherlich nach großer Langeweile klingt. Doch diese sind wieder so was von Lächerlich in ihrer Thematik, Stichwort "Der eiserne Lotus", der einigen Eiskunstläufern bereits den Kopf gekostet hat oder die Darstellung von Marilyn Monroes Tablettenabhängigkeit, das man mit ihnen einfach seinen Spass haben muss. Darüber hinaus sind die Eiskunstlaufsequenzen auch sehr gut choreographiert worden, sodass auch Freunde des Sports auf ihre Kosten kommen.
Gesetzt haben die Macher von "Die Eisprinzen" bei ihrer Wahl der Hauptdarsteller auf Will Ferrell und Jon Heder, der besonders für seine Rolle in "Napoleon Dynamite" bekannt sein dürfte. Mit dieser Wahl hat man alles richtig gemacht, denn Ferrell und Heder erweisen sich nicht nur einmal mehr als fabelhafte Komiker, sondern auch als gut harmonierendes Duo, das besonders dank seiner Ungleichheiten so gut funktioniert. Zwei bessere Schauspieler hätte man für die Rollen des Sexsüchtigen Womanizers Chazz Michael Michaels und des weiblich graziös anmutenden Jimmy MacElroy, der fast schon an Napoleon Dynamite erinnert, gar nicht finden können. Als deren Rivalen, das merkwürdige Geschwisterpaar Fairchild und Stranz Van Waldenberg, hat man Amy Poehler und Will Arnett arrangiert. Ebenfalls eine gute Wahl, denn auch Poehler und Arnett funktionieren als Duo sehr gut und sorgen für einige Lacher. Ansonsten gibt es noch Craig T. Nelson als Trainer von Michaels und McElroy, Romany Malco als schwulen Tanzcoach und Jenna Fischer als Katie Van Waldenberg zu sehen die, bis auf Fischer, ebenfalls gut spielen. Fischer hingegen wirkt in ihrer Darstellung leider Langweilig und nicht wirklich interessant, muss lediglich für die Liebesgeschichte zwischen Katie und McElroy herhalten.
Daten zum Film ////
Original Filmtitel:
Blades Of Glory (2007)
Länge des Filmes:
Ca. 93 Minuten
Schauspieler:
Will Ferrell (Chazz Michael Michaels)
Jon Heder (Jimmy MacElroy)
Will Arnett (Stranz Van Waldenberg)
Amy Poehler (Fairchild Van Waldenberg)
Jenna Fisher (Katie Van Waldenberg)
Craig T. Nelson (Coach)
Romany Malco (Jesse)
William Fichtner (Darren MacElroy)
Regisseur:
Josh Gordon & Will Speck
FSK:
Ab 6 Jahren
Verleiher:
Universal Pictures
Fazit ////
Wer mal wieder Lust hat im Kino gut unterhalten zu werden und einfach mal eineinhalb Stunden spaßigen Klamauk erleben will, der ist mit "Die Eisprinzen" sehr gut bedient. Vor allem da so gut wie alle Gags zumindestens zum Schmunzeln anregen und man ein fabelhaftes Duo, in Form von Will Farrell und Jon Heder, geboten bekommt ist "Die Eisprinzen" der perfekte Film für den schnellen Comedyspass zwischendurch. Von mir bekommt der Film gute vier Sterne und eine Sehempfehlung ausgesprochen.
8/10 Punkten für den Film "Die Eisprinzen" und somit vier Sterne als Wertung.
Homepage des Filmes :
http://www.die-eisprinzen-film.de
Homepage des Verleihers :
http://www.universal-pictures-international-germany.de
IMDB Link mit weiteren Informationen:
http://german.imdb.com/title/tt0445934/ weiterlesen schließen
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