Troja (DVD) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- tolle Darstellerriege, bombastische Ausstattung, Nacktszene von Brad Pitt : - )
- Großes Starensemble Spannender Film bis zur letzten Minute Spezialeffekte und Bilder der Superlative Actiongeladene Story
- Schauspieler, Story, Action
Nachteile / Kritik
- keine emotionale Tiefe, überforderte Jungstars, bald tritt Langeweile ein
- kein "kontra"
- mitunter fehlende Spannung
Tests und Erfahrungsberichte
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Soll Troja brennen für diese Frau?
3Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Dieser Bericht ist über die DVD "Troja". Es handelt sich um die 2-Disc Edition. Ich hatte den Film schon im Kino gesehen und dann erneut, als mein Bruder diese DVD-Edition gekauft hat.
1) Der Inhalt des Films
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Sparta und Troja schließen nach langen Kämpfen Frieden. Paris und Hektor, die Prinzen von Troja finden sich anstelle ihres Vaters König Priamus mit den Spartanern zu einem Fest zusammen. Doch dann entbrennt der Streit aufs neue, denn Paris, der sich in die schöne Helena, die Ehefrau von Spartas König Menelaus verliebt hat und eine Affäre mit ihr beginnt, entführt sie. Beide Seiten rüsten sich zum Kampf und ein enormer Krieg um die Frau und die Stadt entbrennt. Die Griechen holen sich Agamemnon, Menelaus Bruder, den Krieger Achilles und den Strategen Odysseus zu Hilfe. Achilles kämpft nur um ewigen Ruhm zu erlangen und nicht speziell für die Griechen. Mit ihnen macht er allerdings ein Abkommen. Mit ihm reist sein Cousin Patroklos, der noch etwas unerfahren im Kampf ist. Nach den Gefechten vergnügt sich Achilles mit der trojanischen Apollon-Priesterin Briseis, die er am ersten Tag der Invasion der Griechen verschonte, aber gefangen nahm. Hektor bemüht sich während dessen die Griechen zurückzuschlagen und ärgert sich sehr über seinen Bruder Paris. Dieser liefert sich derweil einen jämmerlichen Zweikampf mit Menelaus, der ziemlich unehrenvoll für beide endet.
Dann schein plötzlich alles zu Ende, doch das Trojanische Pferd wird den Trojanern zum Verhängnis.
2) Die Schauspieler
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Brad Pitt als Achilles (Grieche)
Achilles strebt nach ewigem Ruhm. Er zieht nicht für sein Land in den Krieg sondern nur für sich selbst. Er ist frevelhaft und verspottet die Götter. Seinem eigenen König huldigt er keinen Respekt und sieht sich und die Krieger als Gewinner des Krieges, nicht die Könige. Brad Pitt´s Darstellung des Kriegers Achilles war in Ordnung. Man kann ihn und seine Gedanken, die ihn bewegen, verstehen. Auch ist er nicht zu übertrieben dargestellt. Allerdings habe ich schon bessere Filme mit Brad Pitt gesehen, in denen er weit aus besser gespielt hat, zum Beispiel: Interview mit einem Vampir, Legenden der Leidenschaft, Snatch und Ocean´s Eleven. Viele Frauen waren total aufgeregt vor der Premiere als es hieß, dass man Brad Pitt fast vollständig unbekleidet sehen könnte. Die besagte Szene im Film war aber ganz unspektakulär.
Orlando Bloom als Paris (Trojaner)
Paris ist noch sehr unerfahren. Er hat keinen Mann bisher im Kampf getötet. Doch nun meint er seine Helena gegen die ganze Welt verteidigen zu können und fühlt sich bereit zu kämpfen. Sein Bruder Hector bezweifelt dies. Naiv stellt er sich Menelaus und wenig ehrenvoll entgeht er dem Tod. Ihm scheint bewusst zu sein, dass er seine ganze Stadt in den Untergang führt, doch Helena ist ihm einfach zu wichtig. Orlando Bloom hat Paris glaubwürdig und gut dargestellt, denn man denkt wirklich: was für ein Idiot, dass er nicht mal kämpfen kann und dann Helena verteidigen will. Also wenn es das Ziel war, Paris als einen nicht so schlauen Menschen darzustellen, dann ist es Orlando Bloom wirklich gelungen. Er war mir die ganze Zeit über unsympathisch und während des erbärmlichen Zweikampfes habe ich sogar lachen müssen. Orlando Bloom kennt man aus folgenden Filmen schon: Der Herr der Ringe, Fluch der Karibik 1 (und 2), Königreich der Himmel und Elizabethtown.
Eric Bana als Hector (Trojaner)
Hector ist sehr verärgert über diesen erneuten Krieg, wo doch schon Frieden erreicht wurde. Vor allem da er ein kleines Kind und eine Frau hat, die er schützen möchte. Auch seinen Bruder muss er unwillig schützen, denn der ist einfach zu unerfahren. Eric Bana hat eine sehr gute Darstellung von Hector abgeliefert. Er spielt recht glaubwürdig und er ist einem sehr sympathisch. Auch versteht man, was ihn zu seinen Taten veranlasst. Meiner Meinung nach hat er in diesem Film fast mit am Besten gespielt. Filme von Eric Bana sind: Hulk, Black Hawk Down und München.
Sean Bean als Odysseus (Grieche)
Odysseus ist vor allem für seine List bekannt. Sicher kennen alle die Odyssee, die Reise des Odysseus nach dem Trojanischen Krieg, bei der er Jahrelang kreuz und quer durchs Mittelmeer gefahren ist, ohne sein Zuhause zu finden. Dabei hat er seine List erfolgreich einzusetzen gewusst. Aber auch schon während des Trojanischen Krieges war sie ihm von Nutzen. So ist er für das Trojanische Pferd verantwortlich gewesen. Er ist ein Stratege von Menelaus und Agamemnon. Sean Bean hat einen sehr sympathischen Odysseus gespielt. leider ist es eher eine Nebenrolle, sodass er nicht so viel zu sehen war. Trotzdem hat er gut gespielt. Filme von Sean Bean: Ronin, Der Herr der Ringe, Die Insel und Silent Hill.
Diane Kruger als Helena von Sparta beziehungsweise Troja
Helena ist die wunderschönste Frau der Welt. Sie ist sehr unglücklich mit ihrem Ehemann Menelaus und kommt liebend gerne mit Paris mit, vor allem da sie vom Alter her viel besser zusammen passen. Als der Krieg um sie entbrannt, möchte sie sich dem Feind ausliefern, doch wird sie zurückgehalten. Sie möchte nicht, dass er Geliebter ihretwegen stirbt. Diane Kruger ist eine deutsche Schauspielerin, die es nach Hollywood geschafft hat. Ihr eigentlicher Nachname lautet Heidkrüger. Sie spielt Helena sehr gut, nur gefiel mir ihre Stimme überhaupt nicht. Ich weiß jetzt nicht ob sie sich selbst synchronisiert hat, aber es passte nicht. Ansonsten war auch ihre Rolle eher eine Nebenrolle. Weitere Filme von ihr: Merry Christmas, The Piano Player und Frankie.
Brian Cox .... Agamemnon
John Shrapnel .... Nestor
Brendan Gleeson .... Menelaus
Garrett Hedlund .... Patroklos
Peter O'Toole .... Priamus
Rose Byrne .... Briseis
3) Die DVD - Extras
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a) Im Eifer des Gefechts
Dieses Extra zeigt die Vorbereitungen für die aufwendigen Kampfszenen. Verschiedene Stufen des Trainings werden gezeigt und nebenbei wird über die Technik, über Waffen und die Kämpfe geredet. Dann geht es um einen Kampf zwischen Hector und Achilles, der besonders schwierig war. Mir hat das Extra gefallen, denn man sieht, wie viel Arbeit in solchen Actionszenen steckt. Auch die netten Anekdoten zum Geschehen hinter der Kamera haben mir gefallen. Doof nur war, dass man hinterher erst mal diese Warnung bezüglich der DVD-Rechte in allen möglichen Sprachen anschauen muss. Das war unnötig und vielleicht auch nicht beabsichtigt, ich weiß es nicht.
b) Von Ruinen zur Realität
In diesem Extra geht es um die Erschaffung Trojas durch Computertechnik und große Nachbauten. Es werden die Drehorte gezeigt und erklärt warum welcher Ort dazu auserwählt wurde. Auch von den Recherchen nach dem Aussehen der Stadt und historischen Quellen wird berichtet. Dieses Extra ist sehenswert und zeigt wie schwierig es war, eine Stadt zu erschaffen, von der nur Ruinen existieren.
c) Troja: eine Odyssee der Effekte
In diesem Extra geht's um die Effekte. Die sind in diesem Film wahnsinnig viel eingesetzt worden. Die visuellen Effekte sind zum Beispiel die 50 000 Mann-Armee, die 1000 Schiffe und vieles mehr. Dabei kamen spezielle Kameras zum Einsatz. Danach geht's um die Soundeffekte, die in einem Studio mit einfachsten Mitteln aufgenommen wurden, aber volle Wirkung erzielen. Dieses Extra ist wirklich gut, insbesondere wenn sie Original und Bearbeitetes gegenüberstellen.
d) Galerie der Götter
Dieses Extra ist eine animierte Galerie mit Statuen von Göttern. Man kann sie einzeln auswählen und dann wird etwas zum ausgewählten Gott erzählt. Folgende Götter werden vorgestellt: Ares, Hephaestos, Dionysos, Demeter, Poseidon , Zeus, Hera, Hermes, Athene, Artemis, Apollo und Aphrodite. Es ist ganz informativ, aber nicht sehr interessant. Die einzelnen Biografien werden aber recht kurz gehalten.
e) USA- Kinotrailer
Dies ist ein relativ kurzer Trailer zum Film. Er ist ganz gut gemacht und gibt das wichtigste wieder um über den Film informiert zu sein und ihn sehen zu wollen.
Noch etwas zu den Extras: Alles ist auf Englisch, man kann höchstens unter Sprache den Untertitel einstellen. Die Extras befinden sich alle auf DVD 2. Und dann habe ich tatsächlich noch ein Easteregg gefunden, das sich wirklich lohnt J.
4) Daten zum Film / zur DVD
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Regisseur: Wolfgang Petersen (Das Boot, die Unendliche Geschichte)
Drehbuch: David Benioff, Homer
USA / UK / Malta 2004
Länge: ca. 156 Minuten (merkwürdiger Weise sagt die IMDb sogar Extra, dass die Deutsche Version 162 Minuten lang ist, da scheint noch einiges rausgeschnitten zu sein)
Originaltitel: Troy
FSK: ab 16 (gilt für die DVD-Version)
Sprachen: Deutsch / Englisch
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
Ländercode: 2
16:9
2,40:1
Geeignet für alle Bildschirmformate
Dolby Digital
Warner Bros. Pictures
5) Meine abschließende Meinung
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Dieser Film bietet große Actionszenen mit enormen Bildern vom gewaltigen Krieg zwischen Troja und Sparta. Es sind überwältigende Bilder mit großartigen Effekten. Es herrscht viel Bewegung in dem Film und große Spannung. Eigentlich bin ich kein Action-Film-Fan, nun die Herr - der - Ringe - Kampfszenen habe ich auch sehr gut gefunden, aber ansonsten ist das nicht so meine Filmkategorie. Auch Kriegsfilme mag ich nicht sonderlich. Doch dieser Film fesselt einen schon. Es ist zwar sehr brutal, aber diese Szenen werden immer nur sehr kurz und schnell gezeigt. Mehr Wert wird auf die gewaltigen Kampfbilder gelegt. Hierbei waren natürlich eine Menge Effekte beteiligt, die die Bilder beeindruckend machen: 50 000 Mann! Dazu kommen noch ein paar ruhigere und auch nachdenkliche Szenen, zum Beispiel in denen Achilles Reue zeigt, oder Hector sich um seine Familie sorgt. Romantik kommt durch die Liebesgeschichte zwischen Paris und Helena ins Spiel, die ja der Anlass des Krieges ist. Dabei fand ich, dass die Liebe nicht so gut rüberkam. Es wirkte nicht wie eine Beziehung die einen jeden Krieg übersteht, sondern eher eine nicht ganz durchdachte Aktion, die nicht gut enden kann. Hier hätten die Schauspieler noch ein wenig besser überzeugen können. Insbesondere Eric Bana hat sehr gut gespielt und ansonsten eigentlich alle anderen auch, zumindest war keine der Leistungen wirklich schlecht. Nur Orlando Bloom wirkte die ganze Zeit über unsympathisch und unglaubwürdig. Allerdings ist seine Rolle ja auch nicht der wirkliche Held, sondern ein Feigling. Als reine Unterhaltung ist der Film eigentlich wirklich sehr gut. Allerdings eignet er sich nicht so sehr als Lehrfilm. Viele Details wurden ausgelassen und verändert. Die Originalversion wurde ja von Homer geschrieben (die Ilias, möchte ich auch noch lesen) und beschreibt den Trojanischen Krieg, der über 10 Jahre geht. In diesem Film scheinen höchstens 5 Wochen vergangen zu sein. Auch wurden die Götter, die in der Ilias eine tragende Rolle spielen, komplett ausgelassen. Es geht um die Strategien und Kämpfe, um das Menschliche in einem grausamen Gemetzel und nicht um Mythologie. Da gibt es halt einige Dinge, die dich unterscheiden. Doch erhält man durchaus einen Überblick über die sehr umfassende Geschichte. Sie bleibt nachvollziehbar und verliert keine Spannung an vielleicht unnötige Details. Mir hat gefallen, dass am Ende auch Aeneas im Film aufgetaucht ist. Der hat schließlich eine tragende, weiterführende Rolle (d.h. theoretisch ist eine Art Fortsetzung möglich à la: Aeneas und Dido: eine tragische Lovestory). Wegen der Kleinigkeiten ziehe ich der Bewertung des Films an sich einen Stern ab und vergebe vier.
Die DVD ist nun leider total schlecht ausgestattet, dafür dass es sich um die 2 Disc Edition handelt. Das sind wirklich wenig Extras und sie zeigen keinerlei Typische Dinge wie Outtakes oder zusätzliche Szenen. Es wird mehr Wert darauf gelegt die Produktion zu schildern. Das ist zwar auch interessant, aber irgendwie fehlt da doch was. Auch die Göttergalerie bringt einem zwar einen Überblick über die Götter, doch spannend ist die nicht. Das ist schade, denn bei einem so guten Film hätte ich gerne mehr erfahren. Auch ist die Extras-DVD nur auf Englisch zu sehen, was vor allem für Leute, die die Sprache nicht sprechen, nervig ist. Deshalb wird der Bewertung noch einen Stern abgezogen, sodass ich der DVD drei Sterne vergebe. Den Film empfehle ich durchaus, aber nicht die Anschaffung dieser DVD solange es eine günstigere Single Disc Edition gibt. Mein Bruder hat übrigens 10 Euro für sie ausgegeben. Der Extras wegen lohnt sich das wirklich nicht.
Vielen Dank für alle Lesungen, Bewertungen und Kommentare! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 29.06.2007, 18:03 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
LG Damaris
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See the crows? They've never tasted Prince before
24.03.2005, 11:00 Uhr von
Tiger
Hallo! Am liebsten schreibe ich über Bücher und Filme. Ich verrate den Plot grundsetzlich nicht. ...Pro:
Gute Schauspieler Teilweise originelle Abänderung der Illiasgeschichte Hübsche Männer ;-)
Kontra:
Grottenschlechtes Drehbuch, Schlechter Einsatz der durchschnittlich guten Hintergrundmusik, Teilweise schlechte Abänderung der Illiasgeschichte
Empfehlung:
Ja
Ich bin ohne große Erwartungen in diesen Film gegangen. Vielleicht hat er mir letztendlich deswegen auch gefallen. Ich fange wie üblich an mit der
Geschichte
Die Prinzen Hektor und Paris von Troja sind zu Besuch bei Menelaus von Sparta um den Frieden zu besiegeln. Während sich der ältere Bruder, Hektor, höflich den gegebenen Feierlichkeiten aussetzt, stiehlt sich der Jüngere davon. Er findet weitaus bessere Unterhaltung bei Menelaus Gemahlin Helena.
Als Hektor und Paris auf dem Schiff zurück in die Heimat segeln, offenbart der kleine Bruder sein Geheimnis: er hat Helena heimlich mit sich auf das Schiff genommen.
Hektor sieht die politischen Konsequenzen die Paris Handlen nach sich ziehen wird: der Raub ist eine Beleidigung für Menelaus, wie sie schlimmer kaum sein könnte. Helena wird den Krieg nach Troja bringen. Zur Umkehr ist es zu spät, das Schiff segelt weiter gen Osten.
Menelaus, wutentbrannt als er das Verschwinden seiner Gemahlin feststellt, begibt sich zu seinem Bruder Agamemnon, dem mächtigen Herrscher von Mykene und bittet ihn um Hilfe. Die erteilt der Bruder nur zu gerne, denn auf das reiche Troja hat er auch schon ein Auge geworfen. Ein guter Grund ist also gefunden.
Der größte Krieg aller Zeiten - jetzt braucht man nur noch den größten Krieger: Achilles.
Zur Illias
Die Geschichte weicht teilweise recht stark von der Vorlage ab, weswegen man auch vorsorglich „inspired by the Illiad“ (von der Illias inspiriert) in den Abspann geschrieben hat.
Mir persönlich haben die Veränderungen nicht übel aufgestoßen. Ich hatte vor dem Kinogang die Version von Gustav Schwab gelesen und war deswegen von vornherein informiert.
Die auffälligste Veränderung, die aber offenbar nur wenige Zuschauer wirklich verstanden haben, ist der komplette Verzicht auf die Götter. Meiner Meinung nach eine originelle Idee und die Umsetzung finde ich auch gelungen. Es wird ein wenig mit der Legendenbildung um Achilles und seine Sehne gespielt (wie kann ich leider nicht sagen, ohne den Schluß zu verraten) und auch von Hektor ganz klar gesagt: „Die Götter werden diesen Krieg nicht für uns kämpfen!“ Achilles kann eine Statue des Apollon zerstören, ohne von dem Gott bestraft zu werden. Achilles Mutter ist keine Nymphe, sonst wäre sie nicht gealtert. Ebensowenig ist Achilles also unverwundbar („Wouldn’t mind the armour then, would I?“ – „Würde ich mich sonst um Rüstung scheren?“) oder Paris während seines Zweikampfes von Aphrodite gerettet. Den Zweikampf finde ich ohnehin wunderbar gelöst und auch ohne Aphrodites Eingreifen geht er meiner Meinung nach realistisch aus.
Auch der Tod einiger Figuren und das Überleben anderer unterscheidet sich von der Vorlage, wurde von mir aber im Sinne der Dramaturgie des Filmes als richtig empfunden. Gut, über den einen oder anderen könnte man sich streiten ;-)
Welche Veränderung mir nicht so gut gefallen hat, war die Verkürzung des 10 - 11jährigen Krieges um Troja auf schätzungsweise eine Woche, vielleicht zwei.
Und daß Patroklos, Achilles bester Freund (und vielleicht mehr? Man weiß es nicht genau), sozusagen der Zensur zum Opfer gefallen ist und nunmehr als Cousin fungieren darf, um keine Spekulationen zuzulassen. Schade.
Es gibt natürlich noch weitere Abweichungen, aber ich will hier nicht auf alle eingehen, denn das wäre sicher den meisten Lesern bald langweilig.
Kommen wir also zur
Musik
Die Musikuntermalung war, leider, grauenhaft. Nicht, daß die Musik als solche schlecht gewesen wäre. Es war einfach das, woran man sich bei Fantasy- und Geschichtsepen gewöhnt hat und was im Internet einmal sehr treffend als „vaguely ethnic wail“ (vage ethnisches Gejammer) bezeichnet wurde. Wir erinnern uns an „Gladiator“? In die gleiche Bresche wurde musiktechnisch geschlagen. Der Komponist war nicht Hans Zimmer (The Lion King, Gladiator), aber eigentlich ist man auch von James Horner (Titanic, Braveheart) sehr viel besseres gewöhnt.
Was allerdings gestört hat, war nicht unbedingt die Musik selber, sonder der Zeitpunkt ihrer Einsetzung. Das dem Tod einer Figur sofort folgende „ethnische Geheule“ ist mir sogar beim ersten Mal schon auf die Nerven gegangen. Schade, auch die inzwischen etwas abgelutschte „vaguely ethnic“ Musik hätte man sehr viel besser in Szene setzten können.
Die Schauspieler
Das ziemlich schlechte Drehbuch von David Benioff wird von exzellenten Schauspielern kompensiert: Eric Bana als Hektor ist so wundervoll besetzt, da verzeiht man auch die blöde Ansprache vor dem Angriff. Besonders die beiden trojanischen Prinzen (Orlando Bloom als Paris) sind liebenswerte Charaktere, deren brüderliche Zuneigung sehr viel näher geht als die zwischen Achilles und seinem Cousin Patroklos.
Die wohl bewegenste Szene gehört aber deren Vater, König Priamos von Troja, gespielt von Peter O'Toole – an dieser Stelle in Achilles Zelt versagt zum Glück auch der Drehbuchautor nicht.
Weitere Beachtung verdienen Brian Cox als Agamemnon, Brendan Gleeson als Menelaus und „Boromir“ Sean Bean als Odysseus.
Erwähnt sei außerdem Diane Heidkrüger (im Abspann als Diane Kruger) als Helena, die aus der Nähe von Hildesheim, Niedersachsen stammt und die ich nicht als Deutsche erkannt hätte (an der Sprache natürlich, ich habe den Film im Original gesehen).
Was Brad Pitt als Achilles angeht, tja, da scheiden sich die Geister. Ich fand ihn nicht schlecht, aber das ist wirklich Geschmackssache. Mir haben Eric Bana und Orlando Bloom besser gefallen.
Fazit
„Troja“ ist weißgott kein Meisterwerk, aber es ist trotzdem ein unterhaltsamer Film. Die vielen Abweichungen von der Originalgeschichte sind nicht alle negativ zu bewerten, nur weil sie Abweichungen sind. Das wäre einfach nur engstirnig. Es gibt, wie ich oben vermerkt habe, positive und negative Abweichungen und ich fand keine davon so schlimm, daß sie die Geschichte total verderben würde.
Die Schlachtenszenen sind nach „Der Herr der Ringe“ leider nichts besonderes mehr, auch das Duell, das den Höhepunkt des Filmes ausmachen sollte, ist nicht wirklich so beeindruckend. Da ist das Publikum nun leider verwöhnt. Trotzdem sind die Kämpfe recht schön choreographiert, wie ich finde. Die Männer sind dabei sehr hübsch anzusehen, Frauen gibt es in diesem Film weniger (deswegen ja die Schlachten für die Jungs ;-)
Die Schauspieler sind überzeugend und retten den Film vor dem armseligen Drehbuch. Die Bilder sind schön und in den Actionszenen nicht zu schnell geschnitten.
Alles in allem ein unterhaltsamer Film, der durchaus hätte besser sein können, es aber leider nicht war und damit in Durchschnittlichkeit verbleiben muß. weiterlesen schließen -
\"Inspiriert\" trifft es eigentlich ziemilich gut
Pro:
Mit der Götter-Gallerie ist ein ordentliches Bonus-Feature geboten
Kontra:
mangels Zusatzszenen nicht unbedingt kaufenswert
Empfehlung:
Nein
Als eine der ersten „Einstellungen“ des Abspanns wird dem mehr oder weniger überraschten Zuschauer der Satz „Inspiriert von Homers ‚Ilias’“ präsentiert. Ein „Vermerk“, der dem teilweise doch etwas flachen Film einen letzten „qualitativen Klapps“ verleihen soll? Oder soll einfach nur Kritik vorbeugend abgewehrt werden, wonach der Film nicht gerade eine maßgetreue Umsetzung des weltbekannten Antikklassikers ist.
Egal wie, eines ist „Troja“ wohl in jedem Fall: aufwendig, beinahe schon gigantomanisch, und insoweit zeitgemäß, stellt man ihn mit anderen aktuellen Filmen wie etwa „The day after tomorrow“ in eine Reihe. Auf der anderen Seite ist der „Ben Hur“-Aufguß eines wiederum nicht: absolut sehenswert wie etwa „Die Rückkehr des Königs“ oder die beiden Vorgänger des „Herrn der Ringe“, „Die zwei Türme“ und „Die Gefährten“. Aber gut, es kann ja nicht alles Weltklasse sein...
Zum Inhalt dessen, was geboten wird: es ist der Trojanische Krieg, der vor mehreren Jahrtausenden nach zunehmend authentischeren Berichten längst keine reine Fiktion des Dichters Homer gewesen ist, sondern die antike Version eines regionalen Weltkriegs. Troja, Machtzentrum in der Region der heutigen Osttürkei, und Griechenland, zur damaligen Zeit ein blutig geschmiedetes Bündnis der Staatsstaaten, unter ihnen insbesondere auch Athen und Sparta. Angeführt von Agamemnon, unterstützt von Menelaos und Odysseus – letzterem widmete Homer seinen zweiten „Klassiker“, die Odyssee – ziehen die Griechen gegen die Trojaner unter seinem König Priamos. Vordergründig ein Rachefeldzug, ausgelöst durch den Frauenraub des Paris. Tatsächlich wohl nicht anders als letztlich jeder Krieg, zuletzt im Irak, motiviert: Macht und Reichtum, damals Land und Gold, heute die Welt und das Öl.
Der Beginn des Films bringt die letzte „Annexion“ des Agamemnon vor das Zuschauerauge: seine Truppen ziehen gegen die Thessaliener auf, deren König sich nicht der Vorherrschaft des griechischen Bündnisses beugen will. Zur Vermeidung einer blutigen Schlacht, in der Hunderte aufeinander prallen, beschließen beide Könige, die Schlacht „auf die alte Weise“ zu entscheiden: der jeweils beste Krieger repräsentiert das jeweilige Reich, so dass statt Tausender nur einer den Tod finden muss. Während für Thessalien ein Muskelriese – Anabolika in der Antike? – antritt, schickt Agamemnon den Helden Achilles an die Front, der auch nach wenigen Sekunden den Kampf für sich entscheidet und somit Thessalien unter Agamemnons Herrschaft bringt.
In Sparte wird unterdessen der Freundschaftsbund mit Troja in einem rauschenden Fest gefeiert. Die beiden trojanischen Prinzen, Hektor und Paris, sind Gäste des Menelaos, Bruder des Agamemnon. Beide kamen als Botschafter ihres Vaters Priamos, König von Troja, um die dauerhafte Feindschaft zwischen Troja und den Griechen zu begraben. Doch Paris verliebt sich, getreu Homers Ausführungen, in die schöne Helena, Frau des Menelaos, dies sich seinerseits dem schönen Prinzen nicht versagen kann. Paris „raubt“ Helena, indem er sie auf dem Schiff versteckt, mit dem sein Bruder und er nach Troja zurück segeln. Menelaos, der den Raub bemerkt, verlangt bittere Rache und bittet Agamemnon um Unterstützung im Kampf gegen Troja. Dieser, ohnehin seit längerem auf die Niederwerfung de trojanischen Volkes bedacht, beschließt sogleich auch mit allen Griechen gegen Troja zu marschieren.
Um Achilles, den widerspenstigen Halbgott auf die Seite der Griechen zu ziehen, besucht diesen Odysseus, König der Ithaker, und schildert ihm die besondere Bedeutung des kommenden Krieges. Odysseus, listenreich, gelingt es dabei, gerade jene Begierde in Achilles zu wecken, die diesen nach Troja aufbrechen lässt: unsterblicher Ruhm und dauerhafte Erinnerung unter den Menschen. Eben dies prophezeit ihm auch seine Mutter, die als einzige Vertreterin der antikem Götterwelt entgegen zahlreicher Behauptungen im Film zu sehen ist: Thetis, Göttin des Meeres, womit Achilles nach der griechischen Mythologie ebenso ein Halbgott gewesen ist wie Herkules oder Thantalos. Bleibt ihr Sohn in Griechenland, wird er friedlich leben, allerdings schon mit dem Tod der Kinder seiner Kinder in Vergessenheit geraten. Bricht er nach Troja auf, wird er nie wiederkehren, dafür aber in alle Zeiten besungen werden. Achilles entscheidet sich bekanntlich für letzteres.
Die Flotte der Griechen landet schließlich vor der trojanischen Küste an, womit der Krieg zweier Völker seinen blutigen Beginn nimmt. Anders als in der Ilias beschrieben, wogt die Schlacht allerdings nicht über Tage hinweg zwischen der Stadt und dem Strand hin- und her, auch finden sich die verschiedenen Begegnungen der Helden längst nicht in vollem Umfang wieder, wohingegen eine erste Begegnung Hektors mit Achilles meines Wissens der Ilias fremd ist. Am Ende steht, wie es auch für Nichtkenner der Ilias ein Begriff ist, die List des Odysseus: als Geschenk an die Trojaner hinterlassen die vermeintlich abgezogenen Griechen ein riesiges hölzernes Pferd, das von den Bewohnern Trojas vor den Tempel des Poseidon, Gott der Meeres und Besitzer stolzer Rosse, gebracht wird. In der Nacht nach der großen Siegesfeier brechen die Griechen aus dem hölzernen Versteck hervor, öffnen die Tore Trojas und richten unter den überraschten Stadtbewohnern ein Gemetzel an. Dass allerdings Achilles erst in den Palastgärten des Priamos seinen Tod findet, ist wohl eher eine „Inspirierung“, als weniger eine Umsetzung der Ilias.
Der Film ist durchaus sehenswert, allerdings nicht gerade ein vollwertiger Ersatz für die Lektüre des Originals. Wer Homers Niederschriften des Trojanischen Krieges gelesen hat oder noch lesen will, wird sicherlich die ein oder andere „Friktion“ bemerken, die weit über das „Fehlen“ der Götter hinausgeht. Doch auch die Charaktere der Heroen sind nicht unbedingt so wiedergegeben, wie sie Homer schildert: so scheint Hektor ein rational denkender Krieger zu sein, dem die in der Ilias „dokumentierte“ Arroganz und Kriegslust fehlt; gespielt von Eric Bana, wird aus dem eher unsympathischen Verteidiger Trojas ein halbwegs sympathischer, zumindest aber neutraler, Akteur. Orlando Bloom, bekannt als Legolas im Herrn der Ringe, verkörpert hingegen einen meines Erachtens gut getroffenen Paris, dem man ohne weiteres den mythischen Ruf, der schönste Mann der Welt zu sein, abnimmt, wenngleich auch hier Ilias und Film beinahe diametral auseinander gehen: im Film flüchtet sich ein verängstigter Paris vor Menelaos an die Knie seines Bruders Hektor, der schließlich den heranstürmenden Menelaos niederstreckt. Homer hingegen lässt Paris, nach einem ersten Anflug von Furcht, gegen Menelaos antreten und nur durch göttliches Eingreifen vor dem Tode entkommen. Schließlich fällt auch Helena, gespielt von Diana Kruger, aus ihrer literarischen Rolle: anstelle heftiger Vorwürfe der Feigheit ereilen Paris tröstende Worte.
Die schauspielerischen Leistungen der Akteure, etwa auch Brad Pitt als Achilles, leiden zwar nicht unter etwas verzerrt wiedergegebenen Literaturvorgabe, können dem insgesamt eher flach verlaufenden Stück allerdings auch keinen besonderen Glanz verleihen. Priamos als alternder König auf dem Throne Trojas, gespielt von Peter ó Toole, Odysseus, gespielt von Sean Bean, und Agamemnon, der von Brian Cox als machtbesessener Egomane verkörpert ist, stehen zwar sicherlich lobenswerte Ausdrucksstärke, müssen aber im Film etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben.
Soweit dies überhaupt möglich ist, ist lobend zu erwähnen, dass insgesamt schon etwas mehr als nur „Klinge auf Klinge“ geboten wird, also nicht alle fünf Sekunden Körperteile und Blutspritzer auf den Betrachter einstürmen. Eine besondere „Moral“, „Philosophie“ oder anderweitige Tiefe kann man im Film meines Erachtens allerdings eher nicht ausmachen. Das Begehren des Achilles, in den Erinnerungen der Menschheit unsterblich zu werden, mag zwar Ausdruck einer insgeheim in jedem schlummernden Hoffnung sein, wird allerdings auch beinahe mit brachialer Brutalität in den Vordergrund gedrängt – insbesondere in Agamemnons Ausspruch, dass nur Könige in den Kriegserinnerungen bleiben, nicht hingegen (einfache) Soldaten.
Spezialeffektefetischisten werden in Troja nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, da besondere Action- und High-Stunts-Szenen ebenso fehlen wie gigantische Trickszenen, wie sie in „Die Rückkehr des Königs“ oder „Matrix Revolution“ anzutreffen sind. Troja selbst erscheint als beeindruckende Stadt(-mauer), die Flotte der Griechen als riesige Schiffsbewegung, das Lager der Griechen schließlich kurzzeitig als emsiger Ameisenhaufen. Gelungen ist dabei die musikalische Untermalung, die dem Ganzen einen subtilen Reiz verleiht, allerdings zum „kalten Rückenhinunterlaufen“ nicht durchhält.
Troja ist, um somit mit dem Anfang zu schließen, ein sehenswerter Film, der auch als gelungen bezeichnet werden kann, vergleicht man die Inszenierung mit anderen „Kriegsfilmen“, in denen es beinahe nur noch um die Verfolgung von irrsinnigen Materialschlachten geht. Ein Meisterwerk oder Highlight ist der Film allerdings wiederum nicht, weshalb ein wiederholter Besuch schon eine gewisse Hardcore-Veranlagung zu „was auch immer“ erfordert.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-09-27 17:06:28 mit dem Titel Die einfache Edition genügt vollauf
Als eine der ersten „Einstellungen“ des Abspanns wird dem mehr oder weniger überraschten Zuschauer der Satz „Inspiriert von Homers ‚Ilias’“ präsentiert. Ein „Vermerk“, der dem teilweise doch etwas flachen Film einen letzten „qualitativen Klapps“ verleihen soll? Oder soll einfach nur Kritik vorbeugend abgewehrt werden, wonach der Film nicht gerade eine maßgetreue Umsetzung des weltbekannten Antikklassikers ist.
Egal wie, eines ist „Troja“ wohl in jedem Fall: aufwendig, beinahe schon gigantomanisch, und insoweit zeitgemäß, stellt man ihn mit anderen aktuellen Filmen wie etwa „The day after tomorrow“ in eine Reihe. Auf der anderen Seite ist der „Ben Hur“-Aufguß eines wiederum nicht: absolut sehenswert wie etwa „Die Rückkehr des Königs“ oder die beiden Vorgänger des „Herrn der Ringe“, „Die zwei Türme“ und „Die Gefährten“. Aber gut, es kann ja nicht alles Weltklasse sein...
Zum Inhalt dessen, was geboten wird: es ist der Trojanische Krieg, der vor mehreren Jahrtausenden nach zunehmend authentischeren Berichten längst keine reine Fiktion des Dichters Homer gewesen ist, sondern die antike Version eines regionalen Weltkriegs. Troja, Machtzentrum in der Region der heutigen Osttürkei, und Griechenland, zur damaligen Zeit ein blutig geschmiedetes Bündnis der Staatsstaaten, unter ihnen insbesondere auch Athen und Sparta. Angeführt von Agamemnon, unterstützt von Menelaos und Odysseus – letzterem widmete Homer seinen zweiten „Klassiker“, die Odyssee – ziehen die Griechen gegen die Trojaner unter seinem König Priamos. Vordergründig ein Rachefeldzug, ausgelöst durch den Frauenraub des Paris. Tatsächlich wohl nicht anders als letztlich jeder Krieg, zuletzt im Irak, motiviert: Macht und Reichtum, damals Land und Gold, heute die Welt und das Öl.
Der Beginn des Films bringt die letzte „Annexion“ des Agamemnon vor das Zuschauerauge: seine Truppen ziehen gegen die Thessaliener auf, deren König sich nicht der Vorherrschaft des griechischen Bündnisses beugen will. Zur Vermeidung einer blutigen Schlacht, in der Hunderte aufeinander prallen, beschließen beide Könige, die Schlacht „auf die alte Weise“ zu entscheiden: der jeweils beste Krieger repräsentiert das jeweilige Reich, so dass statt Tausender nur einer den Tod finden muss. Während für Thessalien ein Muskelriese – Anabolika in der Antike? – antritt, schickt Agamemnon den Helden Achilles an die Front, der auch nach wenigen Sekunden den Kampf für sich entscheidet und somit Thessalien unter Agamemnons Herrschaft bringt.
In Sparte wird unterdessen der Freundschaftsbund mit Troja in einem rauschenden Fest gefeiert. Die beiden trojanischen Prinzen, Hektor und Paris, sind Gäste des Menelaos, Bruder des Agamemnon. Beide kamen als Botschafter ihres Vaters Priamos, König von Troja, um die dauerhafte Feindschaft zwischen Troja und den Griechen zu begraben. Doch Paris verliebt sich, getreu Homers Ausführungen, in die schöne Helena, Frau des Menelaos, dies sich seinerseits dem schönen Prinzen nicht versagen kann. Paris „raubt“ Helena, indem er sie auf dem Schiff versteckt, mit dem sein Bruder und er nach Troja zurück segeln. Menelaos, der den Raub bemerkt, verlangt bittere Rache und bittet Agamemnon um Unterstützung im Kampf gegen Troja. Dieser, ohnehin seit längerem auf die Niederwerfung de trojanischen Volkes bedacht, beschließt sogleich auch mit allen Griechen gegen Troja zu marschieren.
Um Achilles, den widerspenstigen Halbgott auf die Seite der Griechen zu ziehen, besucht diesen Odysseus, König der Ithaker, und schildert ihm die besondere Bedeutung des kommenden Krieges. Odysseus, listenreich, gelingt es dabei, gerade jene Begierde in Achilles zu wecken, die diesen nach Troja aufbrechen lässt: unsterblicher Ruhm und dauerhafte Erinnerung unter den Menschen. Eben dies prophezeit ihm auch seine Mutter, die als einzige Vertreterin der antikem Götterwelt entgegen zahlreicher Behauptungen im Film zu sehen ist: Thetis, Göttin des Meeres, womit Achilles nach der griechischen Mythologie ebenso ein Halbgott gewesen ist wie Herkules oder Thantalos. Bleibt ihr Sohn in Griechenland, wird er friedlich leben, allerdings schon mit dem Tod der Kinder seiner Kinder in Vergessenheit geraten. Bricht er nach Troja auf, wird er nie wiederkehren, dafür aber in alle Zeiten besungen werden. Achilles entscheidet sich bekanntlich für letzteres.
Die Flotte der Griechen landet schließlich vor der trojanischen Küste an, womit der Krieg zweier Völker seinen blutigen Beginn nimmt. Anders als in der Ilias beschrieben, wogt die Schlacht allerdings nicht über Tage hinweg zwischen der Stadt und dem Strand hin- und her, auch finden sich die verschiedenen Begegnungen der Helden längst nicht in vollem Umfang wieder, wohingegen eine erste Begegnung Hektors mit Achilles meines Wissens der Ilias fremd ist. Am Ende steht, wie es auch für Nichtkenner der Ilias ein Begriff ist, die List des Odysseus: als Geschenk an die Trojaner hinterlassen die vermeintlich abgezogenen Griechen ein riesiges hölzernes Pferd, das von den Bewohnern Trojas vor den Tempel des Poseidon, Gott der Meeres und Besitzer stolzer Rosse, gebracht wird. In der Nacht nach der großen Siegesfeier brechen die Griechen aus dem hölzernen Versteck hervor, öffnen die Tore Trojas und richten unter den überraschten Stadtbewohnern ein Gemetzel an. Dass allerdings Achilles erst in den Palastgärten des Priamos seinen Tod findet, ist wohl eher eine „Inspirierung“, als weniger eine Umsetzung der Ilias.
Der Film ist durchaus sehenswert, allerdings nicht gerade ein vollwertiger Ersatz für die Lektüre des Originals. Wer Homers Niederschriften des Trojanischen Krieges gelesen hat oder noch lesen will, wird sicherlich die ein oder andere „Friktion“ bemerken, die weit über das „Fehlen“ der Götter hinausgeht. Doch auch die Charaktere der Heroen sind nicht unbedingt so wiedergegeben, wie sie Homer schildert: so scheint Hektor ein rational denkender Krieger zu sein, dem die in der Ilias „dokumentierte“ Arroganz und Kriegslust fehlt; gespielt von Eric Bana, wird aus dem eher unsympathischen Verteidiger Trojas ein halbwegs sympathischer, zumindest aber neutraler, Akteur. Orlando Bloom, bekannt als Legolas im Herrn der Ringe, verkörpert hingegen einen meines Erachtens gut getroffenen Paris, dem man ohne weiteres den mythischen Ruf, der schönste Mann der Welt zu sein, abnimmt, wenngleich auch hier Ilias und Film beinahe diametral auseinander gehen: im Film flüchtet sich ein verängstigter Paris vor Menelaos an die Knie seines Bruders Hektor, der schließlich den heranstürmenden Menelaos niederstreckt. Homer hingegen lässt Paris, nach einem ersten Anflug von Furcht, gegen Menelaos antreten und nur durch göttliches Eingreifen vor dem Tode entkommen. Schließlich fällt auch Helena, gespielt von Diana Kruger, aus ihrer literarischen Rolle: anstelle heftiger Vorwürfe der Feigheit ereilen Paris tröstende Worte.
Die schauspielerischen Leistungen der Akteure, etwa auch Brad Pitt als Achilles, leiden zwar nicht unter etwas verzerrt wiedergegebenen Literaturvorgabe, können dem insgesamt eher flach verlaufenden Stück allerdings auch keinen besonderen Glanz verleihen. Priamos als alternder König auf dem Throne Trojas, gespielt von Peter ó Toole, Odysseus, gespielt von Sean Bean, und Agamemnon, der von Brian Cox als machtbesessener Egomane verkörpert ist, stehen zwar sicherlich lobenswerte Ausdrucksstärke, müssen aber im Film etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben.
Soweit dies überhaupt möglich ist, ist lobend zu erwähnen, dass insgesamt schon etwas mehr als nur „Klinge auf Klinge“ geboten wird, also nicht alle fünf Sekunden Körperteile und Blutspritzer auf den Betrachter einstürmen. Eine besondere „Moral“, „Philosophie“ oder anderweitige Tiefe kann man im Film meines Erachtens allerdings eher nicht ausmachen. Das Begehren des Achilles, in den Erinnerungen der Menschheit unsterblich zu werden, mag zwar Ausdruck einer insgeheim in jedem schlummernden Hoffnung sein, wird allerdings auch beinahe mit brachialer Brutalität in den Vordergrund gedrängt – insbesondere in Agamemnons Ausspruch, dass nur Könige in den Kriegserinnerungen bleiben, nicht hingegen (einfache) Soldaten.
Spezialeffektefetischisten werden in Troja nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, da besondere Action- und High-Stunts-Szenen ebenso fehlen wie gigantische Trickszenen, wie sie in „Die Rückkehr des Königs“ oder „Matrix Revolution“ anzutreffen sind. Troja selbst erscheint als beeindruckende Stadt(-mauer), die Flotte der Griechen als riesige Schiffsbewegung, das Lager der Griechen schließlich kurzzeitig als emsiger Ameisenhaufen. Gelungen ist dabei die musikalische Untermalung, die dem Ganzen einen subtilen Reiz verleiht, allerdings zum „kalten Rückenhinunterlaufen“ nicht durchhält.
Troja ist, um somit mit dem Anfang zu schließen, ein sehenswerter Film, der auch als gelungen bezeichnet werden kann, vergleicht man die Inszenierung mit anderen „Kriegsfilmen“, in denen es beinahe nur noch um die Verfolgung von irrsinnigen Materialschlachten geht. Ein Meisterwerk oder Highlight ist der Film allerdings wiederum nicht, weshalb ein wiederholter Besuch schon eine gewisse Hardcore-Veranlagung zu „was auch immer“ erfordert.
Die „Special-Edition“ zeichnet sich gegenüber der „normalen Edition“, die auch nur mit einer statt mit zwei DVDs auskommt, durch einige Features aus, deren Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis alles den Aufschlag meines Erachtens schon rechtfertigt.
IM EIFER DES GEFECHTS ist eine Analyse der aufwändigen Actionszenen. Mit zugegebenermaßen etwas überhöhter Sachlichkeit werden hier die im Film doch sehr dominierenden Actionszenen in ihrer Entstehung dokumentiert. Nicht unbedingt das, wonach der durchschnittliche Action-Fan gieren wird, auf der anderen Seite als Feature keine schlecht gewordene Zugabe, die ja gerade nicht nur in einem Filmausschnitt bestehen sollte. Die informationelle Seite jedenfalls erscheint zumindest beim ersten Mal interessant – ob ich mir das noch mal ansehe, weiß ich allerdings ehrlich gesagt auch nicht.
VON DEN RUINEN ZUR REALITÄT erforscht die Geschichte hinter dem Produktions-Design mit einem Beitrag zu Heinrich Schliemann. Interessant sind hier die Eingeständnisse, dass das cinematische Troja dem realen (hitorischen) Troja in puncto Protz und Pomp deutlich voraus ist. Auch hier: man kann sich das ohne weiteres ein oder zwei mal ansehen, wirkliches Langzeitinteresse wird auch hier nicht aufkommen. Gleiches gilt für TROJA-EINE ODYSSEE DER EFFEKTE, das die Geheimnisse der wunderbaren Spezial Effekte enthüllt. Nachdem langsam beinahe jede DVD-Edition, die in einer Special-Version auf den Markt geworfen wird, mindestens ein Feature zu den im Film vorkommenden Spezialeffekten bietet, wird hier kaum Neuland betreten, weder inhaltlich noch in der Umsetzung. Ansehenswert, aber allein deshalb nicht unbedingt kaufenswert.
Eher von Interesse dürfte für alle Mythologiefans die Götter-Galerie in 3D sein, die, gleichsam als Ersatz für das Herausstreichen der Götter aus dem Film selbst, neben einer netten Animation der von den Griechen verehrten Gottheit eine kurze Erklärung liefert. Nett gemacht und sicherlich mindestens ebenso informativ wie die meisten Lexika zum Thema griechische Mythologie.
Mein Fazit lautet: wer grundsätzlich mehr Interesse an einem Film als an den verfügbaren Zusatzfeatures hat ist mit der einfachen Version besser beraten, da „Troja“ selbst ja nun auch kein absolutes Meisterwerk geworden ist. Dass der Preis der Special-Edition gleich doppelt so hoch ist, wie der des Grundwerks, ist zwar marktüblich, aber nicht unbedingt ein Grund, sie sich „für alle Fälle“ mitzukaufen.
Die technischen Details lauten wie folgt:
Format: Dolby, Surround Sound; Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) ; Bildformat: 2,40:1.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-12-16 08:48:52 mit dem Titel Lohnt sich nicht unbedingt
Als eine der ersten „Einstellungen“ des Abspanns wird dem mehr oder weniger überraschten Zuschauer der Satz „Inspiriert von Homers ‚Ilias’“ präsentiert. Ein „Vermerk“, der dem teilweise doch etwas flachen Film einen letzten „qualitativen Klapps“ verleihen soll? Oder soll einfach nur Kritik vorbeugend abgewehrt werden, wonach der Film nicht gerade eine maßgetreue Umsetzung des weltbekannten Antikklassikers ist.
Egal wie, eines ist „Troja“ wohl in jedem Fall: aufwendig, beinahe schon gigantomanisch, und insoweit zeitgemäß, stellt man ihn mit anderen aktuellen Filmen wie etwa „The day after tomorrow“ in eine Reihe. Auf der anderen Seite ist der „Ben Hur“-Aufguß eines wiederum nicht: absolut sehenswert wie etwa „Die Rückkehr des Königs“ oder die beiden Vorgänger des „Herrn der Ringe“, „Die zwei Türme“ und „Die Gefährten“. Aber gut, es kann ja nicht alles Weltklasse sein...
Zum Inhalt dessen, was geboten wird: es ist der Trojanische Krieg, der vor mehreren Jahrtausenden nach zunehmend authentischeren Berichten längst keine reine Fiktion des Dichters Homer gewesen ist, sondern die antike Version eines regionalen Weltkriegs. Troja, Machtzentrum in der Region der heutigen Osttürkei, und Griechenland, zur damaligen Zeit ein blutig geschmiedetes Bündnis der Staatsstaaten, unter ihnen insbesondere auch Athen und Sparta. Angeführt von Agamemnon, unterstützt von Menelaos und Odysseus – letzterem widmete Homer seinen zweiten „Klassiker“, die Odyssee – ziehen die Griechen gegen die Trojaner unter seinem König Priamos. Vordergründig ein Rachefeldzug, ausgelöst durch den Frauenraub des Paris. Tatsächlich wohl nicht anders als letztlich jeder Krieg, zuletzt im Irak, motiviert: Macht und Reichtum, damals Land und Gold, heute die Welt und das Öl.
Der Beginn des Films bringt die letzte „Annexion“ des Agamemnon vor das Zuschauerauge: seine Truppen ziehen gegen die Thessaliener auf, deren König sich nicht der Vorherrschaft des griechischen Bündnisses beugen will. Zur Vermeidung einer blutigen Schlacht, in der Hunderte aufeinander prallen, beschließen beide Könige, die Schlacht „auf die alte Weise“ zu entscheiden: der jeweils beste Krieger repräsentiert das jeweilige Reich, so dass statt Tausender nur einer den Tod finden muss. Während für Thessalien ein Muskelriese – Anabolika in der Antike? – antritt, schickt Agamemnon den Helden Achilles an die Front, der auch nach wenigen Sekunden den Kampf für sich entscheidet und somit Thessalien unter Agamemnons Herrschaft bringt.
In Sparte wird unterdessen der Freundschaftsbund mit Troja in einem rauschenden Fest gefeiert. Die beiden trojanischen Prinzen, Hektor und Paris, sind Gäste des Menelaos, Bruder des Agamemnon. Beide kamen als Botschafter ihres Vaters Priamos, König von Troja, um die dauerhafte Feindschaft zwischen Troja und den Griechen zu begraben. Doch Paris verliebt sich, getreu Homers Ausführungen, in die schöne Helena, Frau des Menelaos, dies sich seinerseits dem schönen Prinzen nicht versagen kann. Paris „raubt“ Helena, indem er sie auf dem Schiff versteckt, mit dem sein Bruder und er nach Troja zurück segeln. Menelaos, der den Raub bemerkt, verlangt bittere Rache und bittet Agamemnon um Unterstützung im Kampf gegen Troja. Dieser, ohnehin seit längerem auf die Niederwerfung de trojanischen Volkes bedacht, beschließt sogleich auch mit allen Griechen gegen Troja zu marschieren.
Um Achilles, den widerspenstigen Halbgott auf die Seite der Griechen zu ziehen, besucht diesen Odysseus, König der Ithaker, und schildert ihm die besondere Bedeutung des kommenden Krieges. Odysseus, listenreich, gelingt es dabei, gerade jene Begierde in Achilles zu wecken, die diesen nach Troja aufbrechen lässt: unsterblicher Ruhm und dauerhafte Erinnerung unter den Menschen. Eben dies prophezeit ihm auch seine Mutter, die als einzige Vertreterin der antikem Götterwelt entgegen zahlreicher Behauptungen im Film zu sehen ist: Thetis, Göttin des Meeres, womit Achilles nach der griechischen Mythologie ebenso ein Halbgott gewesen ist wie Herkules oder Thantalos. Bleibt ihr Sohn in Griechenland, wird er friedlich leben, allerdings schon mit dem Tod der Kinder seiner Kinder in Vergessenheit geraten. Bricht er nach Troja auf, wird er nie wiederkehren, dafür aber in alle Zeiten besungen werden. Achilles entscheidet sich bekanntlich für letzteres.
Die Flotte der Griechen landet schließlich vor der trojanischen Küste an, womit der Krieg zweier Völker seinen blutigen Beginn nimmt. Anders als in der Ilias beschrieben, wogt die Schlacht allerdings nicht über Tage hinweg zwischen der Stadt und dem Strand hin- und her, auch finden sich die verschiedenen Begegnungen der Helden längst nicht in vollem Umfang wieder, wohingegen eine erste Begegnung Hektors mit Achilles meines Wissens der Ilias fremd ist. Am Ende steht, wie es auch für Nichtkenner der Ilias ein Begriff ist, die List des Odysseus: als Geschenk an die Trojaner hinterlassen die vermeintlich abgezogenen Griechen ein riesiges hölzernes Pferd, das von den Bewohnern Trojas vor den Tempel des Poseidon, Gott der Meeres und Besitzer stolzer Rosse, gebracht wird. In der Nacht nach der großen Siegesfeier brechen die Griechen aus dem hölzernen Versteck hervor, öffnen die Tore Trojas und richten unter den überraschten Stadtbewohnern ein Gemetzel an. Dass allerdings Achilles erst in den Palastgärten des Priamos seinen Tod findet, ist wohl eher eine „Inspirierung“, als weniger eine Umsetzung der Ilias.
Der Film ist durchaus sehenswert, allerdings nicht gerade ein vollwertiger Ersatz für die Lektüre des Originals. Wer Homers Niederschriften des Trojanischen Krieges gelesen hat oder noch lesen will, wird sicherlich die ein oder andere „Friktion“ bemerken, die weit über das „Fehlen“ der Götter hinausgeht. Doch auch die Charaktere der Heroen sind nicht unbedingt so wiedergegeben, wie sie Homer schildert: so scheint Hektor ein rational denkender Krieger zu sein, dem die in der Ilias „dokumentierte“ Arroganz und Kriegslust fehlt; gespielt von Eric Bana, wird aus dem eher unsympathischen Verteidiger Trojas ein halbwegs sympathischer, zumindest aber neutraler, Akteur. Orlando Bloom, bekannt als Legolas im Herrn der Ringe, verkörpert hingegen einen meines Erachtens gut getroffenen Paris, dem man ohne weiteres den mythischen Ruf, der schönste Mann der Welt zu sein, abnimmt, wenngleich auch hier Ilias und Film beinahe diametral auseinander gehen: im Film flüchtet sich ein verängstigter Paris vor Menelaos an die Knie seines Bruders Hektor, der schließlich den heranstürmenden Menelaos niederstreckt. Homer hingegen lässt Paris, nach einem ersten Anflug von Furcht, gegen Menelaos antreten und nur durch göttliches Eingreifen vor dem Tode entkommen. Schließlich fällt auch Helena, gespielt von Diana Kruger, aus ihrer literarischen Rolle: anstelle heftiger Vorwürfe der Feigheit ereilen Paris tröstende Worte.
Die schauspielerischen Leistungen der Akteure, etwa auch Brad Pitt als Achilles, leiden zwar nicht unter etwas verzerrt wiedergegebenen Literaturvorgabe, können dem insgesamt eher flach verlaufenden Stück allerdings auch keinen besonderen Glanz verleihen. Priamos als alternder König auf dem Throne Trojas, gespielt von Peter ó Toole, Odysseus, gespielt von Sean Bean, und Agamemnon, der von Brian Cox als machtbesessener Egomane verkörpert ist, stehen zwar sicherlich lobenswerte Ausdrucksstärke, müssen aber im Film etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben.
Soweit dies überhaupt möglich ist, ist lobend zu erwähnen, dass insgesamt schon etwas mehr als nur „Klinge auf Klinge“ geboten wird, also nicht alle fünf Sekunden Körperteile und Blutspritzer auf den Betrachter einstürmen. Eine besondere „Moral“, „Philosophie“ oder anderweitige Tiefe kann man im Film meines Erachtens allerdings eher nicht ausmachen. Das Begehren des Achilles, in den Erinnerungen der Menschheit unsterblich zu werden, mag zwar Ausdruck einer insgeheim in jedem schlummernden Hoffnung sein, wird allerdings auch beinahe mit brachialer Brutalität in den Vordergrund gedrängt – insbesondere in Agamemnons Ausspruch, dass nur Könige in den Kriegserinnerungen bleiben, nicht hingegen (einfache) Soldaten.
Spezialeffektefetischisten werden in Troja nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, da besondere Action- und High-Stunts-Szenen ebenso fehlen wie gigantische Trickszenen, wie sie in „Die Rückkehr des Königs“ oder „Matrix Revolution“ anzutreffen sind. Troja selbst erscheint als beeindruckende Stadt(-mauer), die Flotte der Griechen als riesige Schiffsbewegung, das Lager der Griechen schließlich kurzzeitig als emsiger Ameisenhaufen. Gelungen ist dabei die musikalische Untermalung, die dem Ganzen einen subtilen Reiz verleiht, allerdings zum „kalten Rückenhinunterlaufen“ nicht durchhält.
Troja ist, um somit mit dem Anfang zu schließen, ein sehenswerter Film, der auch als gelungen bezeichnet werden kann, vergleicht man die Inszenierung mit anderen „Kriegsfilmen“, in denen es beinahe nur noch um die Verfolgung von irrsinnigen Materialschlachten geht. Ein Meisterwerk oder Highlight ist der Film allerdings wiederum nicht, weshalb ein wiederholter Besuch schon eine gewisse Hardcore-Veranlagung zu „was auch immer“ erfordert.
Die „Special-Edition“ zeichnet sich gegenüber der „normalen Edition“, die auch nur mit einer statt mit zwei DVDs auskommt, durch einige Features aus, deren Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis alles den Aufschlag meines Erachtens schon rechtfertigt.
IM EIFER DES GEFECHTS ist eine Analyse der aufwändigen Actionszenen. Mit zugegebenermaßen etwas überhöhter Sachlichkeit werden hier die im Film doch sehr dominierenden Actionszenen in ihrer Entstehung dokumentiert. Nicht unbedingt das, wonach der durchschnittliche Action-Fan gieren wird, auf der anderen Seite als Feature keine schlecht gewordene Zugabe, die ja gerade nicht nur in einem Filmausschnitt bestehen sollte. Die informationelle Seite jedenfalls erscheint zumindest beim ersten Mal interessant – ob ich mir das noch mal ansehe, weiß ich allerdings ehrlich gesagt auch nicht.
VON DEN RUINEN ZUR REALITÄT erforscht die Geschichte hinter dem Produktions-Design mit einem Beitrag zu Heinrich Schliemann. Interessant sind hier die Eingeständnisse, dass das cinematische Troja dem realen (hitorischen) Troja in puncto Protz und Pomp deutlich voraus ist. Auch hier: man kann sich das ohne weiteres ein oder zwei mal ansehen, wirkliches Langzeitinteresse wird auch hier nicht aufkommen. Gleiches gilt für TROJA-EINE ODYSSEE DER EFFEKTE, das die Geheimnisse der wunderbaren Spezial Effekte enthüllt. Nachdem langsam beinahe jede DVD-Edition, die in einer Special-Version auf den Markt geworfen wird, mindestens ein Feature zu den im Film vorkommenden Spezialeffekten bietet, wird hier kaum Neuland betreten, weder inhaltlich noch in der Umsetzung. Ansehenswert, aber allein deshalb nicht unbedingt kaufenswert.
Eher von Interesse dürfte für alle Mythologiefans die Götter-Galerie in 3D sein, die, gleichsam als Ersatz für das Herausstreichen der Götter aus dem Film selbst, neben einer netten Animation der von den Griechen verehrten Gottheit eine kurze Erklärung liefert. Nett gemacht und sicherlich mindestens ebenso informativ wie die meisten Lexika zum Thema griechische Mythologie.
Mein Fazit lautet: wer grundsätzlich mehr Interesse an einem Film als an den verfügbaren Zusatzfeatures hat ist mit der einfachen Version besser beraten, da „Troja“ selbst ja nun auch kein absolutes Meisterwerk geworden ist. Dass der Preis der Special-Edition gleich doppelt so hoch ist, wie der des Grundwerks, ist zwar marktüblich, aber nicht unbedingt ein Grund, sie sich „für alle Fälle“ mitzukaufen.
Die technischen Details lauten wie folgt:
Format: Dolby, Surround Sound; Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Bildformat: 2,40:1; Laufzeit: 156 Minuten. weiterlesen schließen -
BRAD PITT als ACHILLES...!
11.11.2004, 14:34 Uhr von
onyxblau
Hi - ich heiße Tanja, bin verheiratet und habe drei Jungs (11, 7 und 3 Jahre). Ich hoffe, ich kan...Pro:
Hollywood Kino mit Brad Pitt
Kontra:
Blutig und brutal langgezogene Geschichte
Empfehlung:
Ja
Ich habe den Film im Kino gesehen und mir echt viel davon versprochen. Die Kulisse und der Ton waren auch total überwältigend und ich denke, alle Brad Pitt Fans waren hin und weg! Eigentlich soll hier ja die Geschichte der schönen Helena und ihre Entführung nach Troja beschrieben werden. Ihr Leben dort und der Kampf, den ihr Mann um sie führt, sollten eigentlich im Vordergrund stehen. Der Fall Trojas und das berühmte trojanische Pferd müssten eigentlich Hauptbestandteil des Films sein. Und so weitläufig ist das auch zutreffend. Aber halt nur weitläufig...! Dieser Film hat aber Überlänge und dies nicht zurecht, nämlich nicht, weil eine lange Geschichte beschrieben wird, sondern weil eine Geschichte lange umschrieben wird! Das Thema ist sicherlich hinreichen bekannt, ist aber halt Hauptinteresse der Leute, die den Film sehen wollen.
Die Geschichte, wie sie damals geschah, wird durch Titelheld BRAD PITT als Achilles, etwas aufgewertet, wie ich finde! Und nur wegen diesem habe ich mir den Film dann auch gekauft. Das Hauptthema jedoch, was hier behandelt werden müsste, wird durch großes Hollywood Kino (Kulisse, Ton, große Schauspieler), ziemlich klein gehalten und sollte von jedem, der die Geschichte kennenlernen oder auffrischen will, im Geschichtsbuch nachgelesen werden!
FAZIT:
Für mich als Brad Pitt Fan ist es ein guter Film, für jeden, der an der eigentlichen Geschichte, ohne große Umschweife, interessiert ist, ist er nur wenig tauglich! weiterlesen schließen -
Troja - Der Film
18.06.2004, 15:33 Uhr von
Ardie
Das gute Leben hat es mir angetan, man goennt sich ja sonst auch nichts!Pro:
Gute Action, gute Effekte, hoher Unterhaltungswert
Kontra:
Schlechte und irrefuehrende Vermittlung des historischen Gehalts, teilweise Fehlbesetzung der Rollen
Empfehlung:
Ja
Troja - Der Film
von Ardie
Liebe Yopi-Gemeinde!
Der Handlungsverlauf braucht ja an dieser Stelle nicht mehr dargestellt zu werden, da haben schon viele Yopi-Mitglieder vorgearbeitet. Ich will mich daher auf die Substanz des Films konzentrieren.
Das Fazit gleich im Voraus:
als Actionfilm typisch amerikanischer Praegung hat Wolfgang Petersen einen tollen Film geschaffen, der sicherlich in die Analen der Filmgeschichte eingehen wird, und das nicht nur wegen der Kosten.
Aber:
man sollte, bevor man sich den Film ansieht, am besten weder ueber die neueste Troja-Forschung informiert sein, noch gar etwa die Ilias gelesen haben, denn sonst wird die Enttauschung gross sein.
Die auch von anderen Yopi-Testern bereits angesprochenen Hauptfehler sind:
(1)der Eindruck, dass der Krieg um Troja sozusagen eine Angelegenheit von drei Tagen war. Man kann freilich argumentieren, dass auch die Darstellung der Ilias sich auf einen Zeitraum von nur 51 Tagen beschraenkt. Immerhin wird jedoch deutlich, dass der Konflikt zu jener Zeit schon zehn Jahre angedauert hat. Ein entsprechender Hinweis im Film waere sicherlich sachdienlich gewesen!
(2)die Auslassung des sozusagen goettlichen Ueberbaus, der nach der Ilias der eigentliche Grund fuer den Krieg um Troja war:
der Hass der beiden Goettinnen Hera und Athene auf Paris, den Sohn des Troja-Koenigs Priamos, der bei einer Schoenheitskonkurrenz der Aphrodite den Zuschlag gegeben hat, nicht ihnen. Darauf beschliessen die beiden, sich an ganz Troja zu raechen.
Hinzu kommen Animositaeten zwischen den diversen griechischen Goettern, die sich ganz massiv und kampfentscheidend in die Auseinandersetzung einmischen.
(3) Petersen veraendert ohne jede Not den Handlungsablauf, indem er einige Protagonisten sterben laesst (Ajas, Agamemnon etc.). Damit irritiert er nicht nur den informierten Zuschauer, sondern macht nachtraeglich weitere griechische Dichtungen (Orestie etc.) obsolet und gibt dem, der das notwendige Hintergrundwissen noch nicht hat, es sich aber aneignen moechte, unnoetigerweise einen ganz falschen Eindruck.
(4) Der Showdown, auf den die gesamte Ilias hinarbeitet, ist letztlich nicht die Vernichtung Trojas, die in der Ilias selbst ja gar nicht beschrieben wird, sondern der Zweikampf zwischen Achilleus auf der griechischen und Hektor auf der trojanischen Seite. Auch der Film arbeitet darauf hin, die Darstellung des Entscheidungskampfes ist aber dann doch recht kurz und enttaeuschend, ja sie macht sogar den Eindruck einer recht lieblosen Choreographie.
Ganz davon abgesehen wird der Zweikampf in der Ilias voellig anders dargestllt, indem Achilleus den Hektor siebenmal um Troja herumjagt, auch dies haette man richtiger und einfallsreicher darstellen koennen.
Zuletzt zu den Schauspielern:
sehr ueberzeugend dargestellt wurde Koenig Priamos von Peter O'Toole (wen wundert das eigentlich?), und Diane Krueger ist eine perfekte Verkoerperung der schoenen Helena (die auch in der Ilias blond war, nicht etwa schwarzhaarig, wie man sich Griechinnen gemeinhin so vorstellt).
Gut gefallen haben auch die beiden Darsteller der Brueder Menelaos und Agamemnon, die den etwas vierschroetigen Charakter der beiden Koenige gut und glaubwuerdig heruebergebracht haben. Eine eindeutige Fehlbesetzung ist aber Brad Pitt in der Rolle des Achilleus: es genuegt halt nicht, einen Hollywood-Schnulli ein paar Wochen ins Fitness-Studio zu schicken, um einen Achill aus ihm zu machen!
Aehnliches gilt uebrigens fast noch mehr auch fuer den Hektor-Darsteller, den man sich doch etwas kompakter vorgestellt hat.
Positiv:
Einen Pluspunkt habe ich aber doch noch zu vergeben fuer die Darstellungsweise der filmischen Handlung: recht deutlich kommt der eigentliche Grund fuer den Krieg gegen Troja zum Ausdruck, naemlich die Gier des Agamemnon auf die Reichtuemer und die Machtstellung Trojas.
Wie die neuesten Grabungsergebnisse Korfmanns beweisen, war Troja naemlich zur Zeit der Handlung (ca. 12. Jahrhundert v. Chr.) eine Stadt, die wegen ihrer strategischen Lage an den Dardanellen (Bosporus) erheblichen Reichtum und grosse Bedeutung gehabt hat. Dies galt besonders fuer den Handel zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer sowie zwischen den Griechen (eigentlich: Mykener und Achaier, wir befinden uns ja in der Zeit vor den dunklen Jahrhunderten)und dem Grossreich der Hethiter.
Uebrigens: nachdem siebengescheite Wissenschaftler ueber mehr als 100 Jahre an der Wirklichkeit des beschriebenen Krieges gezweifelt haben, erbringen die Forschungsergebnisse Korfmanns (s.o.) immer mehr Beweise fuer die Authentizitaet des historischen Konflikts zwischen Troja und Griechenland! Insgesamt beurteile ich den Film wie folgt: Action: sehr gut Effekte: sehr gut Unterhaltungswert: sehr gut Historischer Gehalt: mangelhaft Vermittlung von Hintergruenden: ungenuegend Darsteller: befriedigend
Viele Gruesse
Ardie weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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drame, 17.06.2004, 20:52 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
hallo erstmal! du hast den ganzen inhalt des films eigentlich gut geschieldert und was gut und was schlecht ist! aber es fehlt eine gleiderung oder übersicht! kleiner tipp: mach absätze und füge überschriften ein es gibt auf der tasta
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Homer ist, wenn man trotzdem lacht
Pro:
Schöner, gut gemachter Actionfilm
Kontra:
Eben \"nur\" gute Unterhaltung ohne ein besonderes \"etwas\", nahm mich nicht wirklich gefangen
Empfehlung:
Ja
Knollennase, gelbe Haut, Überbiss, fetter Schmierbauch, Vorliebe für Donuts: Fällt der Name Homer, habe ich vor allem dieses Bild vor Augen – Matt Groening sei’s gedankt.
Das Bild ist so gut wie jedes andere: Von Homer wissen wir wenig mehr, als dass er etwa um 750 v. u. Z. gelebt haben muss. Und dass unter seinem Namen zwei Werke überliefert sind – die „Ilias“ und die „Odyssee“.
Während die letzte unter anderem die zehnjährige Irrfahrt Odysseus durch die Ägäis schildert, erzählt erstere eine Episode aus dem Trojanischen Krieg: Nachdem die Stadt 10 Jahre lang belagert worden ist, kriegt sich der Oberheld der Griechen – Achilleus – mit dem griechischen Oberkönig Agamemnon in die Haare und zieht sich aus dem Kampf zurück, was schließlich zum Untergang aller Beteiligten führt. Die eigentliche Handlung geht gerade über 50 Tage, der Rest der Geschichte wird in Vor- und Rückblenden eingebracht.
Ein paar Jahrtausende später hat sich Regisseur Wolfgang Petersen („Das Boot“) des Stoffs angenommen und einen Film namens „Troja“ draus gemacht.
DIE FILM-STORY (mit Spoilern en masse!)
Die Grundgeschichte ist schnell erzählt: Der trojanische Prinz Paris (mit Betonung auf dem „a“, bzw.: Orlando „Legoland“ Bloom) verliebt sich in die schöne Griechin Helena (Diane Kruger, eigentlich: Krüger – komisch, zweitteuerster Film aller Zeiten, aber bei den Pünktchen wurde gespart) – die leider schon verheiratet ist. Und zwar mit Menelaos, dem König der Spartaner. Der wiederum ist eng verwandt und verbündet mit Agamemnon, einem mächtigen (Ober-)König, der (Klein-)Königreiche sammelt wie andere Leute Briefmarken. Nun ja, Briefmarken gab es noch nicht, also eroberte er nach und nach seine Mitgriechen.
Paris „entführt“ die nur allzu willige Gattin Menelaos’ nach Troja. Der gehörnte Gatte bittet Agamemnon um Hilfe – was der nur allzu gerne gewährt, suchte der doch schon länger einen Grund, um seinen Verbündeten Troja zu einem Teil seines Reiches zu machen. Also sammelt Agamemnon alles, was in Hollywood … Griechenland gerade Zeit zum Trojabelagern hat, schifft mit eintausend zumeist computeranimierten Galeeren über die Ägäis nach Nordostanatolien und beginnt eine Belagerung mit gelegentlichen Gemetzeln. Neben ünfzigtausend griechischen Statisten und etwa ebenso vielen trojanischen Speerträgern sind vor allem die Helden zu nennen – Odysseus (Sean Bean) und Achill (Brad Pitt) auf der griechischen, Hektor (Eric Bana) auf der trojanischen Seite.
Kern der Film-Handlung: Achill verkracht sich mit Agamemnon wegen einer schönen Sklavin und tritt in den unbefristeten Waffenstillstand. Patroklos, sein junger Cousin, schleicht sich heimlich in dessen Klamotten nach vorne, inspiriert die Griechen zu einem großen Angriff und wird von Hektor getötet. Achill nimmt das persönlich und tötet Hektor im Duell. Inzwischen kommt Odysseus auf eine Idee, wie man die Stadtmauern überwinden kann, und veranlasst einen Scheinrückzug – und hinterlässt den Trojanern ein Geschenk in Form eines (ziemlich plumpen) Riesenpferds… mit Überraschung drin.
Unterbrochen wird die Handlung immer wieder von größeren Scharmützeln, gelegentlichen Beratungen und Nebenhandlungen, die vor allem für Kenner der Geschichte viele Andeutungen bieten.
ZUM FILM ALS SOLCHEN
Drei Stunden Action vor historischer Kulisse: Petersen hat geklotzt, wie er mit seinem Etat nur konnte, fährt Stars im Dutzendpack auf und geizt nicht mit Effekten: „Troja“ ist wie „Gladiator“, nur länger und gewaltiger.
Ähnlich wie der „Herr der Ringe“, mit dem der Film nicht nur ein paar Darsteller gemein hat, wird in epischer Breite eine Kriegsgeschichte nacherzählt. Die eigentliche Handlung konzentriert sich auf ein paar wenige Hauptfiguren und deren Schicksale und Motivationen: Der Rest ist Speer- und Schwertfutter. Oder hält Fackeln.
Eine klare Gut-Böse-Schematisierung lässt der Film bleiben: Die Hauptfigur, Achill, ist ein ziemliches Arschloch – und wird von Brad Pitt glaubwürdig verkörpert. Kleidung und Frisur sind anschmachtfreundlich knapp bzw. lang ausgefallen, so dass die entsprechend orientierte Zielgruppe was zu gucken hat. Auch die sonstigen Helden haben allesamt Modelqualitäten (nun gut, Odysseus vielleicht weniger, aber der ist ja auch mehr wegen seiner List bekannt geworden und ohnedies schon verheiratet). Hektor und Paris, die Oberhelden der Trojaner, sind da schon sympathischer, auch wenn sie mit unfairen Tricks arbeiten und als Gattinnennapper zumindest bei Homer die moralisch Zweitplazierten darstellen.
Diana Krüger schafft ihren Part als Helena ebenfalls überzeugend – er besteht im wesentlichen darin, gut auszusehen und männliche Helden bzw. Zuschauer zum Ableisten ihres jeweiligen Tributs zu animieren. Das Drehbuch gesteht ihr auch ein paar Sprechzeilen zu, besonders tief angelegt ist die Figur allerdings nicht. – Peter O’Toole hat mit der Rolle des Trojanerkönigs einige bewegende Szenen, die er wie gewohnt exzellent ausfüllt – man nimmt ihm Leidgeprüftheit und Friedenswillen ab. Von allen Figuren, die eine größere Rolle spielen, hat er noch die tragischsten Auftritte zu spielen: Wirklich vielschichtig oder tief ist eigentlich kaum eine Figur angelegt. Es wäre auch ein Bruch mit der Genretradition…
Das mag erklären, warum ich mit den einzelnen Figuren letztlich nicht sonderlich mitgefiebert habe: Es waren halt alles Schauspieler, die man kannte, die im wesentlichen ihre Arbeit machten, ihren Text passend und gut aufsagten und ihre Kostüme sportlichst vorführten - aber besondere Sympathie kam dabei nicht auf.
Beleuchtung und Effekte sind erstklassig - dass die tausend Schiffe starke Griechenflotte so nicht echt sein konnte, macht mehr eine Überschlagsrechnung als die sonst üblichen Minimalfehler bei Animationen deutlich. Ein paar „goofs“ kommen vor: Hektor und Achill scheinen in ihrer Kampfszene Klappschwerter zu benutzen, die in den vorigen Einstellungen leicht zu verstecken waren.
Gut gefallen hat mir die Musik von James Horner: Es dröht und wummert „archaisch“ durchs Kino, dass es eine Wonne hat. Für Fantasy-Rollenspieler dürfte es der interessanteste Soundtrack dieser Art seit „Conan“ sein. Sie unterstreicht das Überlebensgroß-Epische der Handlung und klingt „antik“ – auch wenn fast durchgehend moderne Instrumente und Spielweisen eingesetzt wurden.
Kostüme und Kulissen verströmen eine „antike“ Atmosphäre: Die Mauern Trojas und viele Details entsprechen tatsächlich dem, was Archäologen in etwa für die damalige Stadt annehmen. Auch der Mangel an Farbe passt gut zu den Funden. Die Pferde sind, wie üblich, zu groß, die Statistenkostüme sehr, hm, einheitlich – und an vielen Stellen scheinen mir Taktiken, Waffen und sonstiges Heldeneposzubehör aus der klassischen Antike und noch mehr aus den Hollywood-Stereotypen entlehnt zu sein. Immerhin, die Statuen sind definitiv nicht klassisch – die Mühe ist zu erkennen.
(Um mir kein „hilfreich, weil was fehlt“ einzuhandeln: Die Schauspieler werden nicht merklich dünner, also wird wohl auch das Catering gut gewesen sein.)
IDEENKLAU, GESCHICHTSFÄLSCHUNG UND PRODUCT PLACEMENT
… oder: Mythos, Buch, Geschichte und Film im Vergleich.
Wie man einschlägigen Kritiken entnehmen kann, bietet der Film Halbgebildeten unendlich viel Freude: Endlich kann man dem blöden Amiregisseur mal wieder die eigenen Bildungsbrocken vor die Füße werfen und hemmungslos Korinthen…
Schön: Buchvorlage und Film haben nicht so viel miteinander zu tun, wie mancher das vielleicht erwartet hätte. Die endlosen Mono- und Dialoge hat Petersen dankenswerterweise gekürzt. Das wesentliche Personal ist drastisch verkleinert und vereinfacht worden. Ein paar der Vorlage fremde Handlungsstränge wurden behutsam eingepasst, vieles andere gnadenlos gestrichen oder der modernen Filmdramatik zugunsten verkürzt. Die zehnjährige Belagerung fällt ganz weg – aber auch Homer behandelt sie nur in Rückblenden. (Und, nebenbei: Bei „Gladiator“ hat das zeitliche Zusammenziehen von 10 Jahren Handlung auf wenige Monate auch keinen gestört…) Patroklos, im Original Achills Lover, wurde zum „Cousin“. Etc.
Und das ist aus drei Gründen gut: Zum einen setzt Homer ein ganz anderes Publikum voraus, das den Stoff und die Figuren schon gut kennt. Figuren führt er nicht ein, konsequent werden sie mit seltsamen Umschreibungen genannt – „Peleussohn“, „die Weißellbogige“, „der Pferdebezwinger“, etc. – für heutige Menschen ist das ohne Fußnotenhangelei, Lexikon oder Graecum kaum zu lesen, geschweige denn: zu genießen. Die homerischen Epen im Original sind heute vor allem was für Spezialisten.
Zum zweiten – Homer nutzt ein anderes Medium. Eine Reihe von Heldengesängen, die, vollständig vorgetragen, wohl einen Monat voller Abendunterhaltung geboten haben dürften, kann man uns heutigen schwerlich auf drei Stunden komprimiert komplett darbieten.
Und schließlich: Homer passte die Geschichte seinem Publikum an. In die Geschichte des trojanischen Krieges baute er (und seine Nachfolger auch noch) Dutzende von Nebengeschichten ein. Er war damit nicht allein: Der trojanische Krieg war seinerzeit ein Bestseller, der von –zig herumziehenden Sängern bearbeitet wurde – immer wieder in anderer Form. Da die Konkurrenz groß war, waren geldfördernde Maßnahmen gefragt: Der eine oder andere „Held“ dürfte eingeflochten worden sein, um den jeweiligen Kunden – frühgriechischen Adelshöfen – einen Wiedererkennungswert zu bieten. War man bei Aenaeidens zu Gast, die sich eines heldenhaften Vorfahren namens Aenaeas rühmten, baute man halt fix eine heroische Szene ein und verkaufte die ganze Schmeichelei dann den hoffentlich großzügig gesinnten Abnehmern als alte Sage. „Product placement“ nennt man das heute wohl.
Petersen hat sich erstaunlich deutlich bemüht, die historischen und archäologischen Fakten einfließen zu lassen. Das ist umso erstaunlicher, als die Geschichte des Trojanischen Krieges kaum einen, wenn überhaupt einen wahren Kern hat. Zwar ist Troja zur fraglichen Zeit – um 1200 v. u. Z. – tatsächlich abgebrannt. Allerdings deuten alle Spuren auf ein Erdbeben hin. Verlassen wurde die Stadt auch nicht, wirklich untergegangen ist sie nur einmal um 1000 v. u. Z. Es fanden sich zwar Spuren, die auf einen Kampf hindeuten – aber ein erneutes Erdbeben wäre genauso denkbar, und Spuren einer zehnjährigen Belagerung fanden sich erst recht nicht. Petersen verortet Troja (korrekt) als Pufferstaat zwischen mykenisch-griechischem und hethitischen Kultur- und Machtraum – viel genauer wissen wir es nicht, und über die genaue Volkszugehörigkeit der Trojaner lässt auch Petersen sich nicht aus. Zumindest die Verständigung war aber kein Problem – auch kein Wunder, ist Einsprachigkeit geschichtlich doch ein sehr junges Phänomen.
Homer stellt in den Mittelpunkt der Handlung Könige und Helden – und das tut Petersen auch. Aber Homer stellt auch die Götter in den Mittelpunkt – die lässt Petersen weg. Viele Kritikaster haben das bemängelt.
Geht aber daneben: Auffallend ist, wie stark die Götterrolle und das Jenseits schon bei Homer zurückgedrängt sind. In der Ilias haben die Götter zwar noch die Fäden in der Hand, sind aber nicht besonders vorbildlich und nur allzu menschlich angelegt. Später, in der Odyssee (die wahrscheinlich von einem Schüler Homers stammt), wird deutlich, wie diesseitsbezogen und lebensbejahend – jenseitsverneinend die homerische Welt ist: Die Toten dämmern in einem ewigen Schattenreich dahin, das wohl kaum den Vergleich mit dem ägyptischen oder christlichen Himmel standhält. Odysseus lehnt sich gegen einen mächtigen Gott auf – und gewinnt zum Schluss. Mehr noch: Vor die Wahl gestellt, unsterblich – also: göttergleich - zu werden oder mit seiner Frau – nach 20 Jahren! – wieder zusammenzukommen und den kurzen Rest seines Lebens mit ihr zu beschließen, wählt er – letzteres. Das ist ziemlich un-christlich, un-fromm – und widerspricht auch dem, was wir über die religiöse Vorstellungswelt der Griechen vorhomerischer Jahrhunderte wissen.
Kurzum: War Homer noch vorsichtig, einem Publikum, das sich erst langsam von seiner Götterwelt emanzipiert hatte, aber mit ihr noch vertraut war, allzu große Schocks zuzumuten – so ist diese Götterwelt für uns heute nur noch als Karikatur brauchbar. Wie jede Religion nimmt sich auch die griechische, von außen angesehen, reichlich merkwürdig und nicht sonderlich überzeugend aus. Zeus, Hera, Athene, Apoll und Konsorten so umzusetzen, dass sie auch in den Augen heutiger Zuschauer die Würde hätten, die ihnen damals das Publikum Homers noch zuschrieb – das ist von einem Film kaum zu leisten. Schon gar nicht einem, der sich an ein breites Publikum wendet.
HELDEN WIE WIR
„Troja“ ist Actionkino, und viel mehr will es auch nicht sein. Trotzdem, gerade weil es als Popcornkintopp daherkommt, fällt doch eines auf: Die Modernität der Helden, ihrer Handlungen und ihrer Vorstellungswelt. Die Aussprüche Achills, aber auch seine Reaktionen, sind eine seltsame Mischung aus antikem Heros und sehr modernem Kriegsfilm-Antiheld.
Dass Wolfgang Petersen, von dem auch „Das Boot“ stammt, damit keine Absicht verfolgt – das scheint mir unwahrscheinlich. Und genau wie Homer die Bronzezeithelden gnadenlos ummünzte (wie auch die Nibelungen- und die Artussagen-Schreiber), passend zu den Gedanken seiner Zeit und den Sozialverhältnissen seiner Zeit umgestaltete und eben viel an „Botschaft“ zwischen den Zeilen für sein aktuelles Publikum brachte – kann man auch bei Petersen viel bekannt vorkommendes wieder finden.
Über dem Konflikt von Achill und Agamemnon schwebt die ganze Zeit die Frage, warum, wofür es sich zu kämpfen lohnt: Ruhm? Unsterblichkeit des eigenen Namens? Macht? Eine schöne Frau, Heim und Herd? Gesicherte politische Verhältnisse? Gar um des Adrenalinkicks willen?
Das, vor dem Hintergrund der neuen Kriege Amerikas, ist eine gute Frage. Homers Helden verloren zum Schluss alles, wofür sie gekämpft hatten – außer dem Ruhm. Und, bei Odysseus – der eigenen Familie.
Das allegorisch auszudeuten, sei dem geneigten Leser zur Übung hinterlassen.
ABSCHLIESSEND
Petersen hat mit „Troja“ einen guten Nachfolger von „Gladiator“ geschaffen. Im Vergleich zu den ganzen früheren Antikenfilmen fällt dieser durch seine professionelle Machart, sein Bemühen um ein sich „antik“ anfühlendes Ambiente und den Mangel an aufgetünchter christlicher Erbaulichkeit auf. Beide Seiten kommen gleichermaßen gut bzw. schlecht weg – der Krieg selbst steht im Mittelpunkt, nicht der klassische „Sieg der Guten über die Bösen“.
Wer sich gut und actionreich unterhalten fühlen möchte, wird es sicherlich. Wer dagegen ein Bildungserlebnis haben möchte… eher nicht.
ABER…
…dagegen hilft ja peregrinus’ berüchtigte Bücherempfehlungsmanie:
Zur Geschichte Trojas:
Brandau, B., Schickert, H., Jablonka, P.: Troia – wie es wirklich aussah; Piper (München) 2004, 176 S., ISBN 3-492-04610-X, €19,90
Hertel, Dieter: Troia – Archäologie, Geschichte, Mythos; Beck (München) 2001 (2. Aufl. 2002), 128 S., ISBN 3-406-44766-X, €7,90
Ersteres ist ein phantastisch gelungenes Stück Populärwissenschaft: Auf dem neuesten Stand der Ausgrabungen wird die Stadt samt ihrer Geschichte rekonstruiert, mit 70 Photos und 43 Rekonstruktionen – durchgehend in Farbe – dem Laien nachgebracht, und das von Archäologen, die selbst an den Ausgrabungen beteiligt waren bzw. sind. Erstklassig, so was gibt’s normalerweise nur bei den Angelsachsen.
Da Brandau und Schickert Hethitologen sind und die Identität Trojas mit der hethischen Siedlung Wilusa behaupten, lohnt es sich, auch Hertels Buch zu lesen, der die Gegenposition vertritt. Sein schmales Taschenbuch liest sich etwas dröger, und viel Raum nimmt die Argumentation gegen die Ansichten seiner Kollegen ein. Ihm zufolge war Troja keine hethitische Stadt. Hertel geht viel mehr auf den Troja-Mythos ein, auf Homers Texte und den Streit um den oder die Autoren. Das macht sein Buch zu einer guten Ergänzung.
Selberlesen kann man Homer problemlos, Vorlesen lassen am besten von Patmos - die Ilias-Fortsetzung "Odyssee" (IMHO das interessantere der beiden) schlägt mit 99,95 Euro zu Buche - für 21 CDs nicht übel, und gut gemacht ist das ganze auch.
Zur Musik: Der Soundtrack „Troja“ von James Horner ist bei Warner Sunset erschienen, kostet so um die € 17.
Billiger ist, wenn man es kriegt, „Musique de la Grèce antique“ von Harmonia Mundi (Frankreich) zu bekommen (HMA 1901015). Produziert 1979, fasst es auf einer CD alles an Musik zusammen, was wir von der riesigen Menge wirklich griechischer Produktion noch heute rekonstruieren können. Das Ergebnis ist sehr interessant und äußerst gewöhnungsbedürftig – es wäre vermutlich keine gute Idee, einen ganzen Mainstream-Film damit zu unterlegen.
PS: Die Meinung erschien zuvor auch schon bei ciao (unter gleichem nickname). Aufgrund des anderen Bewertungsschemas (6 statt 5 Bewertungsmöglichkeiten) unterscheiden sich die Sternchenzahlen. :-) weiterlesen schließen -
Der Film mit 2 Geschmacksrichtungen.
Pro:
Kampfszenen
Kontra:
Länge und Handlung
Empfehlung:
Ja
So nun war ich endlich mal in dem Film Troja und ich muss sagen meine Meinung ist Wechselhaft,
genau wie die Spannung im Film.
Der Film hat zwar Zahlreiche spannende Szenen, doch aber genau so viele uninteressante.
Am besten gefielen mir die Kampfszenen, die durch Ideenreichtum geschmückt waren. Leicht erinnerte mich der Film auch an die Pepsi Werbung von Beckham im Kolosseum, ich weiß nicht wer sie kennt, doch Ähnlichkeiten hatte sie mit den Kampfszenen schon.
Story:
Anfang:
Agamemnon erobert vor ca. 3200 Jahren die meisten Griechischen Königreiche. Doch trotz all dieser Eroberungen möchte er natürlich ein Königreich auch noch beherrschen und zwar Troja. Doch da dies so gut wie unmöglich zu sein scheint schiebt er diesen Angriff auf.
Doch eines Tages hat sein Bruder Menelaos die Beiden Königsöhne Trojas zu Besuch und besiegelt einen Friedenspack. Dieser Friedenspack hält allerdings nicht lange an, da Paris (einer der Königssöhne Trojas) Helena die Ehefrau Menelaos mit nach Troja nimmt.
Da Menelaos über diese Aktion natürlich nicht glücklich ist, bittet er seinen Bruder Agamemnon mit ihm Troja zu vernichten.
Da Agamemnon schon länger auf solch eine Gelegenheit wartete, bot er seinem Bruder natürlich seine Hilfe an.
Mit 1000 Schiffen und je 50 Mann pro Schiff fuhren die Brüder nach Troja.
Auf einen der Schiffe war der Krieger Achilles mit seinen Männern, der zwar als uneinsichtig und nicht gehorchend bekannt war, doch als wichtigster Krieger der Griechen bezeichnet wurde.
Geschehnisse in Troja:
Am 1. Tag des Kampfes eroberten die Griechen den Strand, plünderten den Tempel und nahmen eine verwandte des Königs gefangen.
Am 2. griffen die Griechen die Mauern Trojas an, doch dies blieb ohne Erfolg, da Achilles sich zu rückhielt und die anderen Krieger ins offene Messen liefen da sie von den Pfeilen der Bogenschützen von Troja getroffen wurden.
Außerdem fiel Menelaos in einem Kampf mit Paris um Helena, wobei nicht Paris der jenige war der Menelaos besiegte sondern sein Bruder Hektor, der sich nicht an die Abmachung hielt, sich aus dem Zweikampf heraus zu halten.
Neben diesen Kampfszenen spielt zwischen Achilles und der Gefangenen einige Liebesszenen ab. So das Achilles keine Lust hat in den Kampf einzuschreiten.
Doch als am 3. Tag sein Fetter durch einen Angriff der Trojaner fällt, bzw. durch die Klinge Hektors, Will er seine Rache und fordert Hektor zu einem Zweikampf heraus. Dieser nimmt natürlich an und sie liefern sich einen längeren Kampf. Am ende gewinnt Achilles diesen Kampf und er bindet Hektor an seinem Pferdewagen fest und schleppt seine Leiche in das Lager der Griechen. Nach diesem Todesfall findet dann erstmall eine 6 Tage langer Trauerfeier für Hektor statt. Während dessen klügeln die Griechen einen Plan aus, wie sie die Troja Mauern bezwingen können. Am Tag nach der Trauer finden die Trojaner im Lager der Griechen nur noch ein riesiges Hölzernes Pferd vor. Da sie diese Geste als Ehrung ihres Gottes empfanden ließen sie diese Statue zum Palasthof transportieren.
Während dieser Nacht schlichen dann einige Krieger aus der Statue heraus und öffneten die Tore und ließen die restlichen Krieger herein.
Bei dieser letzten Schlacht starben viele Krieger und so gut wie alle Trojaner. Einige Frauen konnten mit Paris durch einen Geheimgang fliehen. Achilles starb an einem Pfeil in seiner Achillesverse, nachdem er Agamemnon er mordet hatte.
Schauspieler:
Orlando Bloom -> Paris
Eric Bana -> Hektor
Brad Pitt -> Achilles
Diane Krüger -> Helena
Peter O'Toole -> Priamos
Sean Bean -> Odysseus
Brendan Gleeson -> Menelaos
Saffron Burrows -> Andromache
Brian Cox -> Agamemnon
Allgemeines:
Regisseur: Wolfgang Petersen
Laufzeit: 155 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Fazit:
Ich fand den Film etwas zu lang und ich finde das er ohne so viele Liebesszenen besser zum Zuschauer rüber gekommen wäre.
Falls ihr den Film noch nicht gesehen habt oder ihn demnächst sehen solltet, wundert euch nicht kleinere und nicht so interrasante Szenen habe ich absichtlich weggelassen.
Ich würde euch raten den Film auf Video zu schauen das lohnt sich eher als jetzt schon so viel auszugeben.
MarioManiac für Yopi und Ciao weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Hollywood geht unter die Griechen
Pro:
Bilder, Sound, grandiose Kampfszenen
Kontra:
geschichtliche Übereinstimmung, Besetzung
Empfehlung:
Ja
Nabend zusammen!
Gestern war mal wieder Kinotag, und ich war zusammen mit ein paar Freunden in „Troja“. Angekündigt als ein gewaltiges Epos, das rund 200 Millionen Dollar an Produktionskosten verschlungen hat. Gewaltig, wenn man bedenkt, dass unser Abifilm grade mal 150 Euro gekostet hat und trotzdem ein Erfolg hier in der Stadt war ;-). Aber gut. Ich möchte euch meine Erfahrung mit diesem Film nicht vorenthalten und euch meine Meinung dazu wissen lassen.
Im folgenden gibt es wieder die von mir gewohnte Gliederung:
- Die Story
- Eigene Meinung zur Story
- Darsteller/Figuren
- Eigene Meinung zu Derstellern/Figuren
- Sonstiges
- Bewertung
- Fazit
Die Story:
OoOoOoO
Die Story wird wahrscheinlich vielen bekannt sein. Agamemmnon (Brian Cox) ist der machthungrige Herrscher von Mykene. Er hat in vielen Schlachten alle anderen griechischen Herrscher als „Untertanen“ gewonnen. Soll heißen, er befiehlt eine Schlacht, und alle folgen. Nun ist es so, dass er einen Bruder hat, mit Namen Menelaos (Brendan Gleeson), seines Zeichens König von Sparta. Dessen Frau Helena (Diane Kruger) ist ihm untreu und verliebt sich in den Prinzen von Troja, Paris (Orlando Bloom). Was Menelaos nicht gefällt, kommt Agamemmnon sehr zu Gute. Menelaos hatte zuvor mit Troja Frieden geschlossen. Agamemmnon aber will Troja erobern, denn dies ist das einzige Königreich, welches nicht unter seinem Kommando steht. Zusammen ziehen sie also mit sämtlichen anderen Griechen in die Schlacht gegen Troja. Offizieller Grund ist die Rache Menelaos, aber der wirkliche Grund für Agamemmnon ist, wie gesagt die Eroberung Trojas. Da Troja bisher noch nie besiegt worden ist, hat Agamemmnon Achilles (Brad Pitt) in sein Boot geholt. Dieser ist ein Halbgott und strebt nach der Unsterblichkeit seines Namens. Er ist der größte Krieger Griechenlands. Nun senden die Griechen 1000 Schiffe nach Troja aus, um denen die Stirn zu bieten. Helena und Paris sind bereits zusammen mit dem Thronfolger Trojas, Hector (Eric Bana) zurückgekehrt. Die nun anstehende Schlacht soll allerdings nicht stattfinden, wenn es nach Paris geht. Deswegen stellt er sich Menelaos in einem Zweikampf. Als dieser sich anschickt gegen Paris zu gewinnen, sticht Hector ihn nieder. Die ist der endgültige Auslöser des Krieges. Nun folgen atemberaubende Kamerafahrten durch die Schlachtszenen. Nach mehreren Schlachten und einer erneuten Liebesbeziehung zwischen Achilles und der trojanischen Tempeldienerin und Cousine Paris/Hectors Briseis (Rose Byrne) und einem für Hector tödlichen Zweikampf mit Achilles, gelingt es den Griechen mit Hilfe des bekannten trojanischen Pferdes die Stadt einzunehmen.
Eigene Meinung zur Story:
OoOoOoOoOoOoOoOoOoO
Die Story an sich ist nun nicht die neuste. Um genau zu sein, ist sie schon ein paar tausend Jahre alt. Das ganze basiert auf der Geschichte Homers. Leider ist sie arg verfälscht worden. Hierfür werde ich nur ein Beispiel nennen. Der Tod Agamemmnons. In diesem Film wird er von Briseis erstochen. In der Geschichte Homers dagegen wird er nachdem er Troja eingenommen hat und wieder zurück in Sparta ist, von seinen eigenen Kindern umgebracht. Wie gesagt, das ist nur eine von einigen Verfälschungen, die diesen Film schlechter machen, als er sein könnte.
Die Umsetzung der Schlachtszenen ist super gelungen. Man fühlt irgendwie die Grausamkeit der Krieger, aber zu sehen ist nicht viel. Es sind unheimlich schnelle Kamerafahrten und harte Schnitte während der Szenen zu beobachten. Mein Tipp: Nicht zu weit vorne sitzen, sonst könnte einem schlecht werden von den wilden Fahrten und Schnitten. Die Liebesgeschichte zwischen Paris und Helena bzw. zwischen Achilles und Briseis ist eine eigene. Meiner Meinung leider ab und zu etwas zu sehr ausgeweitet, aber im Großen und ganzen schon schön knapp gehalten. Schließlich bin ich persönlich nicht wegen der Liebesszenen ins Kino gegangen, sondern um ein Epos zu sehen, wo es ordentliche Schlachten zu sehen gibt, um zu sehen, was man aus 200 Millionen Dollar machen kann. Und so eine Liebesszene kostet ja nun mal nicht die Welt.
Also wie gesagt. Insgesamt gesehen, konnte man sich die Story ganz gut ansehen, aber sie entspricht nicht so wirklich der Originalvorlage Homers.
Darsteller/Figuren:
OoOoOoOoOoOoO
Brian Cox (Agamemmnon) spielt den machthungrigen Herrscher Mykenes. Er ist der Bruder des betrogenen Menelaos. Er ist es, der unbedingt Troja als „Untertanen“ haben will um seine Macht noch weiter auszudehnen. Während des Krieges gerät er mit Achilles arg aneinander, was ihm nicht unbedingt zu Gute kommt.
Brad Pitt (Achilles) spielt einen Halbgott und zugleich Anführer seiner Mannen, ist ein arroganter und rebellischer Krieger. Er gilt als der größte seinerzeit und ist schier unbesiegbar. Er ergreift nie für irgendjemanden Partei. Es ist sein Wille der Unsterblichkeit seines Namens, der ihn dazu bringt gegen Troja zu kämpfen. Als allerdings sein Vetter im Krieg stirbt, wird der Kampf persönlicher für ihn. Und er entwickelt eine Liebe zu Briseis, einer trojanischen Tempeldienerin. Auf Grund dieser Liebe fällt er auch während des Kampfes.
Orlando Bloom (Paris) spielt den jüngeren Sohn des trojanischen Königs. Er verliebt sich auf einer Reise nach Sparta in die Frau des dortigen Königs und nimmt sie mit nach Troja. In einem Zweikampf mit Menelaos, Spartas König, zieht er den Kürzeren, wird allerdings von seinem Bruder gerettet. Aufgrund einer Verletzung nimmt er am Kriegsgeschehen selber im Folgenden nicht mehr Teil, allerdings ist er es, der Achilles niederstreckt.
Eric Bana (Hector) mimt einen der Größten Feldherren seiner Zeit. Er ist der älteste Sohn des trojanischen Königs und somit dessen Thronfolger. Er ist es, der seinen Bruder Paris vor Menelaos rettet und er ist es auch, der die Armee Trojas beinahe zum Sieg führt. In einer Schlacht tötet er allerdings den Vetter von Achilles, und muss sich diesem in einem Zweikampf stellen, den er verliert und stirbt. Woraufhin Achilles seinen Leichnam schänden will.
Brendan Gleeson (Menelaos) spielt den Bruder Agamemmnons, den König Spartas, den gehörnten Ehemann. Er überredet seinen Bruder mit ihm in die Schlacht zu ziehen um seine Schande zu rächen. Allerdings kommt es nicht zu der erhofften Genugtuung, denn als er in einem Zweikampf gegen seinen Nebenbuhler Paris die Oberhand gewinnt, und zu entscheidenden Hieb ausholt, wird er von Hector niedergestreckt.
Diane Kruger (Helena) spielt die Königin Spartas, die sich in Paris verliebt und ihn nach Troja begleitet. Ihr und Paris ist dieser Krieg zu verdanken. Sie will keinen Helden als Mann, sondern einen, der sie liebt, und der mit ihr alt wird. Sie hat Angst um Paris, als er gegen Menelaos antritt. Während des Krieges sitzt sie stets an der Seite Priamos, Trojas König. Zum Schluss gelingt ihr mit einigen anderen Trojanern die Flucht aus der Stadt.
Sean Bean (Odysseus) spielt den Anführer Ithakas. Er ist weniger der Kämpfer, als der listige Feldherr. Er ist es, der Achilles überredet mit in die Schlacht gegen Troja zu ziehen. Er ist auch der einzige Freund Achilles unter den ganzen Königen Griechenlands. Seine Rolle ist aber eher klein gehalten.
Ross Byrne (Briseis) spielt eine Tempeldienerin. Sie entkommt, als sämtliche Tempeldiener während der „Landungsszene“ getötet wurden. Allerdings wird sie von Agamemmnon gefangen genommen. Achilles sieht und verliebt sich in sie. Diese Liebesbeziehung ist von großer Bedeutung, denn sie ist es, der Achilles seinen Tod zu verdanken hat.
Peter O’Toole (Priamos) spielt den greisen König Trojas. Er sieht sich die Schlacht von den Stadtmauern aus an, und er muss zusehen, wie Hector sein geliebter Sohn und Thronfolger von Achilles getötet und geschändet wird. Doch er beweist Mut, indem er in das griechische Lager schleicht, und sich Achilles öffnet. Er setzt sein Leben aufs Spiel, damit er seinem Sohn eine gerechte Bestattung zukommen lassen kann. Nachdem Achilles ihm dies gewährt, überlebt er das Ende des Krieges allerdings trotzdem nicht.
Meinung zu den Darstellern:
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
Brian Cox spielt seine Rolle meiner Meinung nach sehr gut. Er hat den ganzen Film über einen herrlich bitter bösen Gesichtsausdruck. Seine Rolle scheint ihm zu liegen. Man nimmt ihm den machthungrigen Herrscher ganz schnell ab.
Brad Pitt. Tja, was soll man zu ihm sagen? Er ist einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods. Er ist zweifelsohne auch ein guter, und er hat sich für seine Rolle auch gut durchtrainiert und zeigt auch viel nackte Haut. Doch macht das eine gute schauspielerische Leistung aus? Ich denke nicht. Er ist der „Schönling“ Hollywoods, aber ist er ein Krieger? Ich denke nicht. Er macht das Beste aus seiner Rolle, aber er ist für mich kein Darsteller eines großen Kriegers. Ich denke ein Viggo Mortensen hätte hier besser in die Rolle gepasst. Ich schätze seine Leistung eher im niedrigen Mittelfeld ein.
Orlando Bloom ist ein ähnlicher Fall wie Brad Pitt. Auch er ist in meinen Augen kein Krieger. Er ist eher der Frauenversteher. So würde ich ihn einschätzen. Seine Rolle passt daher auch ganz gut. Er ist zu feige um sich dem sicheren Tod zu stellen, und er hält sich aus dem Krieg größtenteils heraus. Allerdings habe ich ihn auch schon in stärkeren Rollen gesehen. An die Leistung eines Legolas oder William Turner kommt er leider nicht heran.
Eric Bana dagegen hat mich wieder etwas mehr überzeugt. Er sieht nicht nur aus wie ein Krieger, er spielt auch wie ein Krieger. Jemand, der weiß, wie stark er ist. Er wirkt nicht überheblich in dem Film. Man sieht ihm seine Entschlossenheit Troja zu retten an, und glaubt es ihm auch. Eine passende Besetzung für diese Rolle.
Brendan Gleeson als Menelaos. Dazu gibt es irgendwie nicht so viel zu sagen. Er hat eine eher kleine Rolle, die er aber ausfüllt. Ich möchte nicht über ihn als Schauspieler urteilen, weil er hier nicht viel Gelegenheit bekommen hat zu zeigen, was er kann, aber das, was er zeigen konnte hat mir gefallen. Ich habe ihm seinen Rachdurst abgenommen. Und das ist für mich wichtig, dass man einem Schauspieler seine Rolle glaubt.
Diane Kruger als die schönste Frau der Welt. Ich weiß ja nicht. Optisch sicherlich ein Genuss, aber schauspielerisch auch? Meiner Meinung nach schon. Sie schien zu wissen, was sie angerichtet hat, und sie hat sich meiner Meinung nach auch gut in die Rolle hineingelebt. Einziges Manko an ihr war, dass sie sich letztendlich relativ schnell wieder zu Paris zurückgezogen hat, als sie eines Nachts von Hector erwischt wird, wie sie sich den Griechen stellen wollte. Da hätte sie etwas besser spielen können.
Sean Bean hat, ähnlich wie bei Brendan Gleeson, eine sehr kleine Rolle bekommen. Er kommt rüber wie der brüderliche Typ, der aber auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, wenn es denn sein muss. Das passt genau auf seine Rolle, denn Odysseus war ein listenreicher Feldherr. Und wie kann man Listen besser anbringen als mit einer brüderlichen, ruhigen Art. Meiner Meinung nach super dargestellt, aber wie gesagt leider auch nur eine sehr sehr kleine Rolle.
Ross Byrne zähle ich jetzt nicht zu den überragenden Schauspielerinnen dieses Stücks. Ich würde eher sagen sie liefert eine solide Leistung ab. Nicht schlecht, aber auch nichts umwerfendes. Dementsprechend kann ich auch nicht viel zu ihrer Leistung sagen.
Peter O’Toole ist auch wenig zu sehen. Seine Rolle ist meiner Meinung nach auch Mittelmaß. Sie setzt sich aber aus einigen kleinen schlechteren Szenen zusammen, wie zum Beispiel die Szene mit Paris, wo es um das Schwert Trojas geht, und einer größeren sehr genialen Szene zusammen. Als er bei Achilles im Zelt sitzt, kniet, was auch immer, spielt er den erschütterten, traurigen Vater, der seinen geliebten Sohn verloren hat mehr als glaubwürdig. Einfach genial. Aber eine gute Szene reicht nicht für eine sehr gute Leistung.
Sonstiges:
OoOoOoO
Missfallen hat mir neben der teilweise falschen Besetzung, dass die Geschichte Homers doch arg verfälscht worden ist. Eine Sache habe ich oben bereits angesprochen. Weitere Beispiele möchte ich jetzt nicht geben, da es für einige, die die Geschichte nicht so gut kennen weniger relevant ist.
Eine Sache, die ich noch ansprechen möchte ist die Sache, ob man den im Kino sehen sollte, oder auf DVD. Meiner Meinung nach ist Troja ein Kinofilm, wenn auch nicht der best. Aber solche Schlachtszenen sind Sachen, die einfach nur im Kino auf einer riesigen Leinwand vernünftig rüberkommen.
Bewertung:
OoOoOoOo
Story: 3 Sterne
- Uralte Geschichte, die Verfilmt worden ist, allerdings mit vielen geschichtlichen Fehlern.
Darsteller: 3 Sterne
- Bis auf ein oder zwei Schauspieler die hervorstechen vieles nicht so gut besetzt. Böse Enttäuschung für mich war Brad Pitt
Sonstiges: 2 Stern
- Aufgrund der Schlachtszenen sollte man ins Kino gehen. Deswegen von mir zwei Sterne, da es nicht wenige Schlachten gibt.
Ergebnis: 3 Sterne
Fazit:
OoOo
Ein Film, für den man ein Epos-Fan sein sollte. Auf Grund der teilweise schlechten Besetzung wird er seinen Ankündigungen nicht gerecht. Auf Grund der geschichtlichen Disharmonien wird er auch nicht besser. Allerdings ist es ein Kinofilm, da viele Szenen auf einem Fernseher nicht so gut rüberkommen, denke ich.
Wer auf gute Kamerafahrten steht, der ist hier richtig. Kameratechnisch war der Film super. Auch vom Sound her konnte ich mich nicht beklagen. Aber das reißt die anderen Mankos nicht wieder raus.
Absolut faszinierende Bilder in diesem Film gab es meiner Meinung nach auch nur 2 Stück. Zum einen der Überblick über die Flotte Griechenlands (1000 Schiffe sehen faszinierend aus, auch wenn ich sie nicht nachgezählt habe), und die Aufsicht auf die sich gegenüberstehenden Armeen. Ganz schön viele Statisten. Meine Güte ;-) weiterlesen schließen -
Der Liebeskrieg
Pro:
Eric Bana, teilweise die Kämpfe
Kontra:
schwache Umsetzung, schnelles Ende, Orlando Bloom + Diane Kruger
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Community. Troja wird im Moment ganz groß in den Medien angepriesen und ich hatte mir von dem Film auch einiges erwartet. Daher freute ich mich, dass ich 2 Karten für die Spätvorstellung am Freitag Abend bekommen hatte. Mir gefallen solche Filme sehr gut, denn auch schon „Gladiator“ oder „Last Samurai“ gehören zu meinen Lieblingsfilmen. So saß ich also ausgestattet mit Popcorn und Cola in meinem Kinosessel und wartete, bis sich der Vorhang nun endlich öffnete.
.:: Story ::.
Es ist das Jahr 1193 vor Christi Geburt, als zwischen Sparta und Troja endlich Frieden herrscht. Helena ( Diane Kruger ) fühlt sich allerdings mehr zu Paris ( Orlando Bloom ), dem jungen Prinzen von Troja hingezogen, als zu ihrem Mann, König Menalaos ( Brendan Glesson ). Die einzige Möglichkeit die für sie zu bestehen scheint, ist eine Flucht mit Paris nach Troja. Als König Menalaos von dieser Flucht mit bekommt, schwört er Rache und will gegen Troja in den Krieg ziehen. Er fragt seinen Bruder Agamemmon ( Brian Cox ) um Hilfe, der schon lange nach einem Grund für einen Angriff auf Troja sucht. Er hat unendlich viel Macht und die gesamten Streitkräfte Griechenlands und zieht so mit über 50.000 Kriegern und 1.000 Schiffen in den Krieg gegen Troja.
Doch um solch eine Armee zu führen, braucht er die Unterstützung von Achilles ( Brad Pitt ), dem größten Krieger aller Zeiten. Dieser ist zwar kein Freund von Agamemmon, wodurch es immer wieder zu Problemen kommt.
Troja scheint uneinnehmbar, da sie über eine riesige Festung und tapfere Krieger verfügen. So trifft Achilles auf seine bisher härtesten Gegner, den ältesten Sohn des Königs von Troja, Hector ( Eric Bana ).
Der Krieg bzw. die Belagerung von Troja, dauert über zehn Jahre, und es scheint eine ausweglose Situation zu sein. Doch Odysseus ( Sean Bean ) hat eine Idee, wie man durch eine List doch die Festung einnehmen kann. Mit dem trojanischen Pferd!
.:: Meinung ::.
Nach langen 164 Minuten war Troja auch zu Ende und ich war doch recht froh, dass der Film nun endlich vorbei war. An der Geschichte, die von Homers Illias inspiriert wurde, gibt es eindeutig nichts zu meckern. Sie ist so überliefert worden und ich hatte sie irgendwann einmal gelesen und habe viele Stellen im Film wiedererkannt. Was ich aber ganz klar bemängeln muss, sind Teile der Umsetzung. Fängt es anfangs richtig gut an, so wird der Film nach den ersten 30 Minuten doch sehr langweilig. Es passiert nichts aufregendes und die Story plätschert so vor sich hin. Dann sieht man zwar eine gigantische Streitmacht, die mit über 1.000 Schiffen gen Troja segelt, aber schon die folgende Schlacht ist ein erneuter Tiefpunkt. Es ist zwar schon ein beeindruckender Anblick, wenn sich so viele Krieger gegenüber stehen, aber bei der Schlacht ist es nur noch ein wildes durcheinander und ich hatte keine Ahnung, wer denn nun auf wessen Seite steht.
Damit hätte ich mich auch noch abgefunden, doch am meisten war ich vom raschen Ende enttäuscht. Da ja jeder weiß, wie sich die Geschichte abgespielt hat, kann ich das Ende ruhig vorweg nehmen. Der Einfall mit der List des trojanischen Pferdes kommt Odysseus eher zufällig, als er sieht, wie ein Krieger am Lagerfeuer ein kleines Holzpferd für seinen Sohn schnitzt! Nur gut, dass es ein Pferd war und nicht vielleicht eine Kuh oder ein Schwein. Fand diese Szene schon lächerlich. Aber gut, dann wurde innerhalb kürzester Zeit das hölzerne Pferd gebaut, von dem man allerdings nicht das geringste mitbekommen hat. Dann stand es am verlassenen Strand, die Spartaner waren verschwunden und das Pferd wurde nach Troja geschafft. So kamen die Krieger aus Sparta in die uneinnehmbare Festung und konnten sie schon niederbrennen. Erschreckend fand ich daran, dass dies alles innerhalb von ca. 20 Minuten abgehandelt wurde. Was soll das denn? Da hätte ich doch lieber vorher auf eine Schlacht verzichtet und stattdessen ein ausführlicheres Ende gehabt.
Spannung kam für mich während des Films nicht unbedingt auf. Wie gesagt, die Geschichte ist bekannt, und da konnte es keine Überraschungen geben, soviel ist klar. Aber auf mich wirkte vieles eher lustlos und konnte ich daher auch nicht begeistern und auch von der Liebesgeschichte, was der eigentliche Grund für diesen Krieg gewesen ist, war ich nicht angetan. Sie wirkte platt, was aber auch eindeutig an Orlando Bloom und Diane Kruger lag, die diese Rollen nicht ausfüllen konnten.
Die Altersfreigabe von 12 Jahren finde ich eindeutig zu niedrig gewählt. Die Kampfszenen sind brutal und blutig und Brad Pitt ist des öfteren zu sehen, wie er sich mit ein oder mehreren Frauen vergnügt. Das hätte meiner Meinung nach eine Alterfreigabe von 16 Jahren gerechtfertigt.
Die Musik im Film war auch nicht das Nonplusultra. Sie war an vielen Stellen vollkommen deplaziert und hat schon dafür gesorgt, dass gute Szenen vermiest wurden. Das sollte bei einem solchen Epos selbstverständlich nicht passieren.
.:: Darsteller ::.
Brad Pitt
Er ist Achilles, der größte Krieger aller Zeiten! Er ist ein Halbgott und für die Griechen gegen Troja zum Sieg. Brad Pitt spielt die Rolle des schönen Achilles, der bei den Frauen gut ankommt, recht gut, kann aber nicht wirklich überzeugen. Er ist zwar der größte Krieger, doch die Eroberung von Frauen steht doch an erster Stelle, wodurch er auch die erste große Schlecht beinahe verpasst! Außerdem hat er nicht seine gewöhnliche Synchronstimme, sondern eine deutlich tiefere, die nicht zu ihm passt! Toll finde ich aber die Szene, als er Hector zum Kampf rausfordert. Achilles steht vor den Toren Trojas und ruft ständig Hectors Namen, bis dieser endlich zum Kampf kommt. Eine tolle Szene!
Eric Bana
Die Rolle des Odysseus füllt Eric Bana sehr gut aus und schafft es, den großartigen trojanischen Befehlshaber zu spielen. Er verkörpert großen Mut und er wird niemals aufgeben, ganz egal, wie ausweglos die Situation ist. Genial finde ich die Szene, als es zum großen Showdown mit Achilles kommt, wo er mutig gegen ihn ins Gefecht zieht. Absolut top!
Brain Cox
Dann ist da noch Brain Cox, der den Anführer der griechischen Armee, Agamemmon spielt. Er hat nur ein Ziel, Troja einzunehmen, koste es was es wolle. Mir gefällt diese Entschlossenheit, auch wenn er im Film das Böse verkörpert.
Orlando Bloom
Er konnte mich in der Rolle von Paris, dem jüngeren Sohn des trojanische Königs nicht überzeugen. Schon allein sein bBbihafter Anblick flößt niemanden Angst ein. Keine Ahnung, was Helena an ihm finden kann. Jedenfalls ist er ein echtes Weichei, was er auch beim Kampf gegen Helenas Mann zeigt. Da kommt er auf Knien zurückgekrochen und winselt um Gnade. Einfach nur schlecht!
Diane Kruger
Die spielt Helena, die Königin von Sparta und ist somit das Objekt der Begierde und Auslöser des Krieges. Sie bleibt in ihrer Rolle sehr schwach und kann die Schönheit von Helena nicht im geringsten verkörpern. Tut mir Leid, aber sie ist eine totale Fehlbesetzung.
Alles in allen ist die Besetzung durchwachsen. Mir gefallen vor allen Dingen Eric Bana und Brain Cox. Orlando Bloom und Diane Kruger wären besser durch jemand anderes besetzt worden und Brad Pitt liegt irgendwo in der Mitte.
.:: Daten zum Film ::.
Land / Jahr : USA 2004
Titel : Troja ( Original : Troy )
Verleih : Warner Bros.
Länge : 164 Minuten
FSK : ab 12 Jahren
Drehbuch : David Benioff
Regie : Wolfgang Petersen
Schauspieler : Brad Pitt ( Achilles ), Eric Bana ( Hector ), Orlando Bloom ( Paris ), Diane Kruger ( Helena ), Brain Cox ( Agamemmon ), Sean Bean ( Odysseus ), Peter O’Toole ( Priamos ), Brendan Glesson ( Menelaos )
Kinostart : 13.04.2004
Internet: www.warnerbros.de/movies/troy
.:: Fazit ::.
Ich hatte mir von Troja deutlich mehr erwartet. Die Umsetzung der Story ist nicht gelungen und auch die schauspielerische Besetzung ist durchwachsen. Am schlimmsten fand ich aber, dass es ein schnelles Ende gab, was ich so ganz und gar nicht erwartet hatte. Auch das die Entstehung des trojanischen Pferdes vollkommen enthalten wurden, trug dazu bei, dass der Film in meiner Gunst sank.
Daher vergebe ich auch bloß 3 Sterne, da ich Troja für Mittelmaß halte. Er ist schon sehenswert, aber Wolfgang Petersen hätte deutlich mehr daraus machen müssen!
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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AnnaSophie, 17.05.2004, 22:14 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
ich fand den Film super, bin echt begeistert von der Umsetzung. Zustimmung aber für deine Einschätzung der Helena-Darstellerin. Aber bewertet wird ja hier nicht die Meinung sondern wie du deinen Bericht aufgebaut hast und wie aussagekräfti
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^v^ Ilios ^v^
Pro:
Atmosphäre, Darsteller...
Kontra:
nicht geträu dem Originalepos, zu schnulzig...
Empfehlung:
Ja
„Immer schon haben die Menschen Kriege geführt. Manche wollten Macht, manche Ruhm oder Ehre - andere wollten Liebe“
1. DIE CHARAKTERE
2. STORY
3. KRITIK
4. DATEN
5. FAZIT
^v^ 1. DIE CHARAKTERE: ^v^
Da ich selbst während des Filmes oftmals überlegen musste, wer denn nun überhaupt wer ist und wie zu wem gehört, dachte ich mir, ich gebe euch hier erst einmal einen kleinen Überblick über die wichtigsten Charaktere des Filmes und versuche euch auch noch das ein oder andere Hintergrundwissen zu den Charakteren zu liefern, soweit ich das selbst noch im Kopf habe, was die ursprüngliche Sage betrifft und was nicht unbedingt so in dem Film behandelt wird.
DIE GRIECHEN:
ACHILLES (gespielt von Brad Pitt): 2 Weissagungen befassen sich um Achilles, zum einen heißt es, dass er in Troja als Held fallen würde und zum anderen, dass Troja ohne seine Hilfe nicht erobert werden könne. Achilles selbst ist der tapferste und beste der griechischen Krieger. Allerdings versteht er sich nicht besonders mit dem griechischen König Agamemnon.
ODYSSEUS (gespielt von Sean Bean): König von Ithaka und sehr guter Freund von Achilles. Von ihm stammte auch die Idee mit dem Trojanischen Pferd. Laut der Sage war er selbst einst in Helena verliebt, als sie jedoch Menelaos versprochen wurde, gab er seinen Schwur, dass er Menelaos in jeglichen Zeiten von Bedrängnis helfen würde (auch dies wurde im Film nicht erwähnt).
AGAMEMNON (gespielt von Brian Cox): Er ist der König von Mykene und Bruder von Menelaos. Alle griechischen Könige stehen unter seinem Befehl. Er suchte stets nach einem Grund, um Troja endlich anzugreifen. Der Sage nach opferte er sogar vor seiner Abfahrt nach Troja den Göttern seine Tochter Iphigenie.
MENELAOS (gespielt von Brendan Gleeson): König von Sparta und somit auch der Ehemann von Helena.
HELENA (gespielt von Diane Kruger): Sie ist der Grund für den trojanischen Krieg. Sie ist die schönste Frau Griechenlands und der Sage nach auch eine der Töchter des Göttervaters Zeus, wovon man jedoch im Film nichts zu hören bekommt.
PATROKLOS (gespielt von Garrett Hedlund): Vetter von Achilles. Als seine Eltern starben nahm sich Achilles seinem Vetter an und lehrte ihn vieles. Patroklos war fast wie ein kleiner Bruder für Achilles.
DIE TROJANER:
HEKTOR (gespielt von Eric Bana): Erstgeborener Sohn des Königs von Troja.
PARIS (gespielt von Orlando Bloom): Jüngerer Bruder von Hektor und Geliebter der Helena. Der Sage nach wurde er als Kind ausgesetzt und wuchs als Hirte auf, da man bei seiner Geburt prophezeite, dass er der Grund für den Untergang von Troja sein würde (auch dies fand im Film keine Erwähnung).
PRIAMOS (gespielt von Peter O´Toole): Sehr weißer und alter König von Troja und somit Vater von Hektor und Paris.
BRISEIS (gespielt von Rose Byrne): Nichte des Priamos, entschied sich für ein Leben als Priesterin, besitzt jedoch Kämpferblut in sich.
^v^ 2. STORY: ^v^
Wo die Liebe hinfällt…endlich scheint eine Versöhnung von Sparta und Troja geglückt, allerdings nur für kurze Zeit, denn einen Tag nach den Feierlichkeiten dieser Versöhnung schmuggelt der junge Prinz Paris die schöne Helena von Sparta auf sein Schiff. Die beiden haben sich ineinander verliebt und wollen zusammen bleiben. Schön und gut, wäre da nicht Helena´s in seiner Ehre gekränkter Ehemann, der seine Frau um jeden Preis zurück haben will, um sie mit eigenen Händen umzubringen und seine Ehre wieder herzustellen.
Menelaos erbittet sich schließlich die Hilfe seines Bruders Agamemnon, der sogleich ein gigantisches Heer zusammenstellt um gegen Troja in den Krieg zu ziehen. Agamemnon wartet schon seit Jahren auf einen Grund, um Troja den Krieg zu erklären, somit kommt ihm die Liebelei seiner Schwägerin Helena sehr gelegen.
König Priamos dagegen hat Verständnis für das Handeln seines Sohnes Paris und somit bereitet sich Troja bereits auf den Krieg mit Sparta vor. Bisher gelang es noch niemandem, die Festung Trojas einzunehmen. Prinz Hektor steht der Sache noch recht skeptisch gegenüber, da er im Grunde nur ein ruhiges Leben mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn führen möchte. Allerdings ist er der Oberbefehlshaber und beste Kämpfer des Trojanischen Heeres und seine Pflichten nimmt er sehr ernst.
Die Griechen landen schließlich an der Küste Trojas und der Krieg beginnt...
^v^ 3. KRITIK: ^v^
Manchmal kommt es auch vor, dass meine Wenigkeit sich mal einen „normalen“ (also nicht Horrorfilm) ansieht. So geschehen dieses Wochenende mit „Troja“. Denn erstens haben mich früher schon Sagen und Legenden sehr interessiert und zweitens konnte man ja bei der Besetzung nun wirklich nicht anders, als sich diesen Film anzuschauen. Aber fangen wir einfach einmal an:
Regisseur Wolfgang Peterson („Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“, „Der Sturm“…) erweckte mit „Troja“ einen sagenumwobenen Mythos zum Leben. Der Film verschlang rund 150 Millionen US-Dollar und wurde an Schauplätzen in Marokko, Mexiko, Malta und England gedreht. Eine rund 400-köpfige Crew baute in Malta und Mexiko die wohl aufwendigsten antiken Kulissen auf, seit es Monumentalfilme gibt. Dazu kamen etwa 1000 Statisten, die später am Rechner um das Hundertfache vervielfacht wurden. Ähnlich verhielt es sich auch bei der immens scheinenden Flotte der Griechen. Zunächst erblickt man hier nur das Schiff von Achilles, jedoch je weiter die Kamera herauszoomt, desto mehr Schiffe bis hin zum Horizont werden sichtbar und offenbaren eine gigantische Streitmacht. Alleine dieser Effekt hat schon etwas für sich. Aber auch die restlichen Effekte sind sehr gut gelungen, so dass man sich tatsächlich ins alte Troja zurückversetzt fühlt. Auch die Schlachten fand ich sehr ansehnlich, auch wenn recht wenig Blut vergossen wurde, aber der Film ist halt FSK 12.
Spannung wird nur bedingt erzeugt, denn ich glaube es gibt wohl kaum jemanden, der nicht früher oder später schon mal etwas vom Trojanischen Pferd gehört hat und der somit von vornherein auch weiß, wie die Geschichte enden wird und wer letztendlich den Krieg gewinnt. Einzigst wer, wann und wie stirbt, birgt vielleicht noch ein paar Überraschungen. Hätte ich die Geschichte nicht schon vorher gekannt, hätte ich sie wohl auch spannender gefunden.
Mein größtes Manko an diesem Film ist jedoch, dass der Film stellenweise definitiv zu sehr ins Schnulzengenre abtrifftet. Sicher, es ist klar dass dies hier nun mal kein reiner Actionfilm ist und dass der Krieg nun mal aufgrund der Liebelei von Paris und Helena entstand...aber dennoch...muß man denn an sämtlichen Stellen irgendeine Affaire einbauen oder die Dialoge so sehr überziehen, wie dies hier der Fall ist? Ein klitzeklein wenig mehr Realismus wäre schöner gewesen!!! Außerdem habe ich leider einige Punkte aus der eigentliche Sage vermisst bzw. sie wurden für den Film wohl abgeändert, ein paar dieser Dinge habe ich ja bereits in meinem ersten Punkt bei den Charakteren erwähnt, daher möchte ich hier nun nicht weiter darauf eingehen. Die Geschichte wurde halt nach typischer Hollywoodmanier überarbeitet. Der ursprüngliche Heldenepos von Homer „Die Ilias“ („Ilios“ = griechische Bezeichnung für „Troja“) legte den Schwerpunkt auf den Zorn des Achilles und das 10. Jahr der Belagerung Trojas. Verfasst wurde sie bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. Wer sich dafür interessiert, der kann sich ja gerne mal eines der zahlreichen Bücher darüber besorgen.
Sehr gut fand ich dagegen wiederum die Darsteller, denn sie wurden wirklich perfekt ausgewählt. Ich denke sowohl für die männlichen als auch die weiblichen Zuschauer wird hier etwas geboten. Sehr gut gefallen hat mir vor allem Brad Pitt („Interview mit einem Vampir“, „Sieben“...), auch wenn er mal keinen Vampir spielt, so ist er dennoch ein begnadeter Schauspieler, der sich einfach perfekt mit seiner Rolle auseinander zu setzen vermag. Und nein, ich habe nicht nur darauf geachtet, dass hier Brad Pitt im Röckchen herum läuft! Einen besseren Darsteller für den Achilles hätten sie nicht finden können. Auch Orlando „Legolas“ Bloom zeigte deutlich, dass er selbst nach dem „Herr der Ringe“ noch nicht das Bogenschießen verlernt hat...Spaß beiseite, auch er bewies, dass er noch mehr Qualitäten besitzt, auch wenn er wieder mal den Schönling spielen durfte. Aber auch die restlichen Darsteller waren sehr gut ausgewählt, ich habe nichts zu beanstanden!
^v^ 4. DATEN: ^v^
USA 2004
ORIGINALTITEL: Troy
GENRE: Action/Historienfilm
LAUFZEIT: 163 Minuten
REGIE: Wolfgang Petersen
DARSTELLER: Brad Pitt, Orlando Bloom, Eric Bana, Diane Krüger, Peter O'Toole, Sean Bean, Brendan Gleeson, Saffron Burrows, Brian Cox...
DREHBUCH: David Benioff
KAMERA: Roger Pratt
MUSIK: James Horner
PRODUZENTEN: Gail Katz, Diana Rathbun, Colin Wilson, Nigel Phelps
FSK: 12
^v^ 5. FAZIT: ^v^
Den Film richtig zu bewerten fällt mir recht schwer, da ich halt einiges an Kritikpunkten daran habe, andererseits wurde er aber auch recht gut umgesetzt und verdient alleine dafür schon Pluspunkte, und auch die Darsteller verdienen einen weiteren großen Pluspunkt, so dass ich dem Film eine Empfehlung ausspreche, jedoch nur für Leute, die gerne Monumentalfilme sehen oder die Fans der Darsteller sind. Wer einen reinen Actionfilm erwartet, der sei vorgewarnt, da der Film nun mal viele „langweilige“ Sequenzen enthält. Am liebsten würde ich dem Film 3,5 Sterne geben, runde jedoch auf 3 ab. Er fällt halt aus meinem typischen Filmemuster heraus. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 22.03.2007, 21:54 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
LG Damaris :-)
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