Pro:
Darsteller, Hoher Unterhaltungsfaktor, Umsetzung
Kontra:
So richtig kontra gib's eigentlich nicht
Empfehlung:
Ja
Hier mein Bericht zum dritten Teil der Casino-Räuber-Reihe...
ALLGEMEINE DATEN ZUR DVD
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- Verfügbare Sprachen: Spanisch, Deutsch, Englisch
- Bildformat: 16:9
- Warner Home Video - DVD
- Länge: 117 Minuten
- DVD Features:
Dokumentation: Vegas - Eine eindrucksvolle Illusion
Dokumentation: Eine Tour durchs Casino mit Jerry Weintraub
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien
Schauspieler: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Ellen Barkin, Al Pacino
Preis: inzwischen unter 9,-- Euro zu haben.
HANDLUNG
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Reuben Tishkoff, Freund von Danny Ocean und Rusty Ryan, will es noch einmal wissen und seinen verblassenden Ruhm in Las Vegas nochmals aufpolieren, indem er zusammen mit Willie Banks ein neues Casino baut. Hierbei haut Willi Banks Reuben jedoch übers Ohr, so dass dieser in eine Art Schockzustand verfällt und seine Umwelt kaum mehr wahrnimmt. Am Krankenbett des alten Mannes schwören die Männer von Danny Ocean Rache hierfür zu nehmen. Sie wollen Willie Banks neues Casino hochnehmen, um Banks somit zu ruinieren.
Aus diesem Grund planen sie einen Coup für den Eröffnungstag, wobei es ihnen weniger darum geht, das ganze Geld für sich einzustreichen als vielmehr darum, dass Casino zu ruinieren. Hierzu wollen sie durch verschiedene Aktionen erreichen, dass ein immens hoher Verlust an diesem Tage entsteht. So werden Spielautomaten manipuliert, Roulettkugeln, Würfel und Kartenmischmaschinen. Überall werden entsprechende Leute frühzeitig eingeschleust, um die Manipulationen unauffällig in Gang zu bringen. Problematisch gestaltet sich zunächst die Ausstiegsstrategie, als der Weg, wie die vielen Gewinner des Tages dazu gebracht werden sollen, ihre Gewinne auch zu realisieren und nicht alles wieder zu verzocken. Diese wird durch ein neuartiges Sicherheitssystem, das u.a. menschliche Reaktionen der Gewinner analysiert und auswertet, ob es sich um eine natürliche oder erwartete Reaktion handelt, erschwert. Einzige Möglichkeit, dieses System auszuschalten ist eine Naturkatastrophe. Und so soll mittels der Bohrer des Kanaltunnels ein Erdbeben simuliert werden, das eine Abschaltung des Systems für drei Minuten zur Folge hat.
Das ist in groben Zügen der Umfang des Raubs, wer mehr wissen will, muss den Film schauen. ;-)
DARSTELLER
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Die Darsteller sind ja weitgehend aus den vorangegangenen Ocean-Verfilmungen bekannt. Im Mittelpunkt stehen wie immer Brad Pitt und George Clooney. Was soll man zu diesen Darstellern schon sagen. Dahinschmelzende Frauen im Kino sind ihnen gewiss. Was aber wirklich klasse ist - und das gilt nicht nur für diese beiden, sondern eigentlich für die gesamte Truppe - ist, dass man merkt, dass die Jungs einfach nur Spaß haben. Irgendwie macht es den Eindruck, als ob die Jungs sich nur mal getroffen haben, um ne gute Zeit zu haben, und nebenbei ein Film rausgekommen ist. So war ja auch bereits der Eindruck bei Ocean's 12. Aus diesem Grunde fällt es mir auf dieser Seite auch schwer, die darstellerische Leistung zu beurteilen. Meines Erachtens sind die Jungs dabei ganz natürlich und das kommt auf jeden Fall für mich im Film sehr gut rüber.
Dem Trupp um Clooney und Pitt steht der böse Casino-Besitzer Willie Banks mit seiner Vertrauten Abigail Sponder gegenüber. Erster wird gespielt von Al Pacino, letztere von Ellen Barkin. Nun sei gleich vorweggeschickt, dass es mir bei Al Pacino schwer fällt objektiv zu bleiben. Ich seh ihn einfach wahnsinnig gerne und mag seine Art zu schauspielern sehr. Und dieses Können wirft er auch hier in die Waagschale. Alles was er spielt, kommt wahnsinnig überzeugend aber auch einfach rüber. Sei es sein überhebliches Lächeln in den Momenten der Arroganz, seine Verzweiflung, als er merkt, dass er ausgetrickst wird oder sei es seine Alltagsgesicht. Anstrengung, sich in irgend einer Hinsicht verstellen zu müssen, können beim besten Willen nicht ausgemacht werden. Nein, diese Rolle ist schlicht atemberaubend besetzt.
Ellen Barkin (Abigail Sponder) soll dann wohl in dem Film die männlichen Zuschauer ein wenig ansprechen. Naja, das ist ein wenig dürftig, durfte man in den Vorgängern doch noch Julia Roberts genießen. Ellen Barkin war ja nun das Sexsymbol zu meiner Jugendzeit. Und, ich sag es nicht gerne...aber meine Jugend ist auch schon 15 Jahre her. Und diese Zeit ist an Ellen Barkin nicht spurlos vorüber gegangen. Von daher sehe ich mich als Mann hinsichtlich dem Thema Augenschmaus gegenüber dem weiblichen Publikum doch ein wenig benachteiligt. Aber ok, dass soll nicht der Punkt sein, nachdem ich die schauspielerische Leistung beurteilen möchte. Sie spielt die Rolle der engen Vertrauten von Al Pacino, die sich darum kümmert, dass die Befehle des Chefs umgesetzt werden. Hierbei ist sie knallhart. Und das spielt Barkin auch sehr gut. Leider hat sie die undankbare Aufgabe auf die Wirkung von Liebestropfen reinzufallen. Hier muss sie reichlich verwirrt und liebesblind spielen, was ich grundsätzlich als schwierig erachte, eigentlich auch nicht unbedingt mag, was Barkin aber ganz gut löst.
Alles in allem kann man nur sagen, das es ein Film ist mit hochkarätiger Besetzung, der es Spaß macht zuzuschauen.
MEIN EINDRUCK
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Ich kann eigentlich nur sagen, dass ich mich in den 117 Minuten sehr gut unterhalten gefühlt habe. Klar der Film ist ohne großen Anspruch, aber das ist auch völlig ok. Die zwei Stunden gingen vorbei wie im Flug. Dafür gab es unterschiedliche Gründe. Erstens lag dies mit Sicherheit an der wirklich guten schauspielerischen Leistung, auf die ich schon eingegangen bin.
Zweitens ist der Film wiederum voll von technischen Raffinessen, die teilweise faszinieren teilweise zum schmunzeln animieren. Diese Raffinessen sind sicherlich manchmal ein wenig an den Haaren herbei gezogen. So erscheint es mir reichlich unglaubwürdig, dass man irgendwo im Untergrund von Las Vegas einen Bohrer, der auch zum Bau des Ärmelkanaltunnels verwendet wurde, betreiben kann. Aber man muss das ja nicht immer bis zum letzten Ende hinterfragen. Macht man bei den ganzen Effects bei James Bond ja auch nicht. Statt dessen habe ich die teilweise hanebüchenen Ideen einfach nur hingenommen und mich an dem Einfallsreichtum, der in diesen zum Ausdruck kommt erfreut. Und auch die Darstellung der Umsetzung der Ideen in das konkrete Doing, sprich den Raub, ist sehr unterhaltsam inszeniert. Nur die Infiltrierung der mexikanischen Fabrik, in der die Würfel hergestellt werden, und das Auslösen eines Streiks, um Lohnerhöhungen für die Arbeiter zu realisieren, ist vielleicht überzogen. Wenngleich, auch hier habe ich herzhaft lachen müssen...
Was als dritter Aspekt für mich noch dazu kommt, sind die vielen Schmunzler und Lacher, die mir während des Films über die Lippen gegangen sind. Gründe für diese Schmunzler und Lacher gibt es genug. Da sind zum einen die wirklich witzigen Dialoge, sowie die Art und Weise, wie diese von den Darstellern rüber gebracht werden. Schmunzeln muss man aber auch über die Umsetzung der Ideen, teilweise weil es fantastische Ideen sind, teilweise weil es einfach klasse dargestellt wird. Und auch sind es teilweise einfach nur kurze Einblendungen, wie z.B. auf den Ärmelkanalbohrern, die einen kurzen aber herzhaften Lacher hervor bringen.
Nicht zuletzt versteht es der Film auch, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, weil man mitfiebert, ob und wie der Coup gelingt. Das wird vor allem dadurch erreicht, dass diese Mal keinen überflüssigen Nebenkriegsschauplätze aufgemacht werden, die die Spannung herausnehmen bzw. unterbrechen. Vielmehr geht es hier sehr stringent in Richtung Höhepunkt, so dass ich durchaus ein wenig angespannt in meinem Kinosessel saß.
FAZIT
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Wer einen Film sehen möchte, bei dem man einfach Entspannen kann und bei dem man nicht groß nachdenken muss, der ist mit Ocean's 13 auf jeden Fall gut bedient. Ich mich hervorragend unterhalten gefühlt und den Film als äußerst kurzweilig empfunden. Schöne Story, hervorragende Schauspieler und schlicht eine gute Umsetzung. Kein Film für die Ewigkeit aber zumindest für einen netten Abend. weiterlesen schließen
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