Pro:
-Leistung
-Design
-Gewicht
-Verarbeitung
-Anschlüsse
Kontra:
-Hochglanzdeckel
-4.200 UPM Festplatte
Empfehlung:
Nein
Seit ein paar Tagen bin ich nun stolzer Besitzer eines Samsung R70 Despina und möchte hier meine Meinung über dieses Gerät mit euch teilen.
Erster Eindruck:
Der erste Eindruck ist durchaus hochwertig. Das schwarz in schware Design ist zwar Geschmackssache, aber aus meiner Sicht, wirkt es nicht wie beim Thinkpad einfach nur trist. Daran ist auch natürlich das hochglänzende Display und der hochglänzende Deckel schuld.
Gehäuse:
Wie schon oben erwähnt hat das Despina einen hochglänzenden Deckel, was natürlich ziemlich schick aussieht und auch schon bei vielen anderen Vertretern von Toshiba, etc. der Fall ist. Sieht natürlich sehr hübsch aus, ist aber auch leider kratzeranfällig. Da ich das Notebook hauptsächlich als Desktop Replacement einsetze, ist die Gefahr aber nicht so groß, da das notebook nicht so viel bewegt wird.
Wenn man den Displaydeckel aufklappt, fällt einem auf, dass der Deckel kein Verriegelungsmechanismus hat. Die Scharniere halten das Notebook zwar fest, aber wie sich das System in der Transportpraxis bewähren wird, muss sich noch zeigen.
Wenn man nun den sich das gesamte notebook anschaut, ist es aus meiner Sicht ein gelungenes Design. Speziell die etwas rau wirkende Oberfläche wirkt edel, auch wenn es sich nur um Kunststoff handelt.
Die Verwindungssteifigkeit ist sagenhaft. Evtl. wenn man nur an der vorderen Kante anpackt gibt das Gehäuse nach, aber ich finde, das ist ein ziemlich künstlich kreierter Fall, weil ich das Notebook noch nie so angehoben habe. Auch der Deckel macht einen sehr robusten Eindruck. Es kommt zu leichen Farbverfälschungen, wenn man auf den Deckel drückt, dazu ist aber schon ein hoher Aufwand nötig, auch etwas, was aus meiner Sicht nie in der Praxis vorkommen wird.
Eingabegeräte
Kommen wir nun zu den Eingabegeräten. Ich bin von den Eingabegeräten total überzeugt. Die Tastatur ist angenehm leise und hat einen klar definierten Druckpunkt. Einziges Manko aus meiner Sicht: Die Fn Taste ist links aussen, wo ich normalerweise die Strg Taste gewöhnt bin. Dies ist bei einigen Notebooks der Fall, deshalb sehe ich das nur als Gewöhnungssache an.
Ausser der Standardtastatur bietet das Samsung nur eine Zusatztaste neben dem Anschalter.
Dieser ist für den AV Media Player gedacht, mit dem man Videos abspielen, Bilder anschauen und Musik abspielen kann. Die Funktionstasten sind Standardkost. Es gibt Tasten um die Helligkeit und die Lautstärke einzustellen, dann noch Tasten um das Touchpad, Monitor und WLAN zu (de)aktivieren. WEiterhin eine Taste für den Standby, für NumLock, für die mitgelieferte REcovery Software, für das Aufrufen des Browsers und für das aktivieren eines externen Bildschirms. Ausserdem noch eine Taste um das Profil für das Notebook einzustellen. Hier kann man zwischen Silent, Normal und Speed wählen. Aus meiner Sicht ist dies für den Netzbetrieb unerheblich, da die Emissionen des Gerätes sowieso gegen 0 tendieren.
Schließlich hat das Samsung auch noch ein Touchpad. Wenn man sich die Sensitivität richtig eingestellt hat, kann man daran auch nix mosern. Das Einzige was man anmerken könnte ist, dass die Tasten des Touchpads manchmal nicht reagieren, wenn man die Tasten zu weit am unteren Ende bedient, aber auch hier sehe ich diesen Makel nur als winziges Detail an.
Emissionen
Als Acer geschädigter Mensch möchte ich an dieser Stelle meine Meinung über die Emissionen loswerden, weil ich da von meinem Acer 5502 bitter enttäuscht war.
Dieses Notebook ist was die Lautstärke angeht der reinste Wahnsinn. Der Lüfter läuft zwar permanent, ist aber im Prinzip nur ein "rauschen" im Hintergrund, auf das man sich schon konzentrieren muss um es zu hören. Egal in welchem Modus, der Lüfter dreht nie auf! Ich bin hellauf begeistert. Auch das DVD Laufwerk ist angenehm leise, ausser bei verkratzten DVDs plärrt es ein bisschen rum, aber auch noch im erträglichen Maße. Von der Festplatte ist nichts zu hören.
Nun komm ich zu meinem Liebling: Der Wärme. Wie gesagt, ich bin Acer geschädigt. Der Kühler in meinem Acer war nicht fähig bei voller Leistung das Notebook ausreichend zu kühlen. Ganz im Gegenteil zu dem Despina. Man merkt zwar zum Touchpad hin eine Erwärmung des Notebooks, aber diese bemerkt man nur nebenbei, jetzt wo ich mich drauf konzentriere. Auch untendrunder ist das Notebook nicht unangenehm warm. Nur im Bereich des Lüfteraustritts wird es etwas wärmer, wobei auch dieser Bereich nicht unangenehm warm wird. Die durch den Lüfteröffnung austretende Luft ist meist warm, aber da ich rechtshänder bin, gibt es eigentlich keinen Grund, warum meine Hand in diesem Bereich sein sollte. In dem Bereich um den Lüfter liegt nur der VGA und HDMI Anschluss, welche man gewöhnlicherweise nicht sehr oft während des Gebrauchs erreichen muss.
Anschlüsse
Anschlusstechnisch würde ich das Notebook als "gut" bewerten. Es ist nicht herausragend, aber es bietet aus meiner Sicht alle notwendigen Anschlüsse. An der linken Seite befinden sich HDMI, VGA, Microphone und Headphone Anschluss, so wie ein USB Anschluss. Weiterhin befindet sich im vorderen Bereich ein Einschubfach für PCMCIA Karten Type II. Auf der Rückseite befindet sich der Netzanschluss, sowie Netzwerk- und Modemanschluss. Weiterhin gibt es 2 USB Anschlüsse und wie üblich den Akkuschacht. Auf der rechten Seite befindet sich das DVD Laufwerk und das Kensington Schloss Anschluss.
An der Vorderseite gibt es einen Cardreader für SC, xD, Memory Stick (Pro) und (High Speed) MMC Karten.
Im Gehäuse befindet sich eine WLAN Karte, die sowohl die alten Standards a, b und g unterstützt, wie auch das neue n-Draft.
Weiterhin ist eine Bluetoothkarte mit an Board.
Ob das fehlen eines IrDa Anschluss ein Makel ist, sei jedem selbst überlassen.
Display
Das Display ist wie so viele Displays heutzutage spiegelnd. Was man davon hält oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man kann das Display in 8 Stufen dimmen, was aus meiner Sicht absolut ausreichend ist. Die maximale Helligkeit ist aus meiner Sicht gut, obwohl ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass ich keine Messinstrumente habe und damit mein Eindruck nur subjektiv ist. Für das Arbeiten in geschlossenen Räumen dürfte die Helligkeit reichen. Klar hat man die üblichen Nachteile wenn die Neonröhre ungünstig hängt und für den Ausseneinsatz würde ich das Display auch nicht uneingeschränkt empfehlen, da man mit der minimalen Helligkeitsstufe wirklich nur in dunkler Umgebung arbeiten kann.
Farbbrillianz und Ausleuchtung gehen für mich auch in Ordnung. Ich muss noch die Farben adjustieren, da es mir scheint, dass das Bild etwas zu bläulich ist, dass kann aber auch am Farbschema von Vista liegen.
Die Auflösung beträgt 1280*800, was dem Standard bei dieser Bildschirmgröße entspricht. Für ein Multimedianotebook ist dies auch ausreichend. Da ich die Optik von Vista sowieso auf XP zurückgeschraubt habe, ist die Übersichtlichkeit auch noch gewährleistet.
Leistung
Gut, jetzt zu dem Punkt, den die meisten Leser interessieren wird. Die Leistung. Ich bin jetzt von einem Pentium M mit 1,73 GHz auf den T7300 umgestiegen mit 2 * 2 GHz. Ich bin höchst zufrieden mit der gebotenen Leistung. Ich arbeite momentan mit Windows Vista mit SP1 und die Leistung würde ich durchgehen als gut bezeichnen, dazu tragen natürlich die 2 GB RAM und die Geforce 8600 GS bei. Der Flaschenhals dieses Rechners dürfte wahrscheinlich die mit 4.200 UPM drehene Festplatte sein, diese hat im Vista Check auch "nur" einen Wert von 4.5 erreicht, was noch immer gut ist, die restlichen Komponenten erreichten alle Werte über 5. Leider habe ich keine Benchmarks installiert, aber ich kann z.B. Stalker gut spielen bei der 1280*800 Auflösung mit mittleren bis hohen Details. Wobei sich hier aus meiner Sicht die langsame Festplatte durch hohe Ladezeiten bemerkbar macht.
Da ich das Notebook weder für Rendering oder die Codierung oder Decodierung von Videos brauche, kann ich leider keine Angaben zur "Arbeitsgeschwindigkeit" machen, aber ich denke, da kann man sich ggf. entsprechende Werte im Internet suchen. Der T7300 und die 2 GB RAM dürften Garant für hohe Performace sein.
Mobilität
Aus der Tatsache, dass ich diesen Punkt als letzten aufliste, folgt auch meine Gewichtung. Ich hab das Notebook hauptsächlich, weil ich im Semester am Studienort bin und während der prüfungsfreien Zeit Zuhause. An beiden Orten will ich einen leistungsfähigen Rechner haben, der mich auf dem 400 km langen Weg möglich wenig belastet. Dieses Kriterium erfüllt der R70 überragend. Ich habe das Gerät zwar nicht auf die Waage gestellt, aber ich glaube Samsung die 2.680 Gramm die dieses Notebook wiegt. Dieser Wert ist aus meiner Sicht für ein so starkes Notebook sehr gut. Der Akku hat eine Kapazität von 5.200 mAh und 11.1V. Bei der Laufzeit zahlt man dann aber den Tribut für die Leistung: Bei minimalen Einstellungen schafft man es knapp über 3 Stunden, wobei dies der mit Vista gemessene Wert ist, ich werde demnächst wahrscheinlich XP aufspielen, wo die Laufzeit laut Benchmarks im Internet besser sein soll. Beim typischen Arbeiten mit WLAN und 50% Helligkeit schafft das Book gute 2 1/2 Stunden, DVD schauen reduziert das ganze nochmal um 30 Minuten, wobei ich denke, dass 2 Stunden für die meisten Filme ausreichend sind.
Software
Windows Vista Home Premium ist vorinstalliert. Da dies mein erster Kontakt mit Vista ist, kenne ich mich noch nicht ganz so aus mit der Oberfläche und den einzelnen Funktionen. Die Optik ist natürlich im Aerolook sehr hübsch, aber ich bevorzuge lieber das nüchternere Design von Windows XP und 2000. Software ist genug dabei. Es gibt die Cyberlink DVD Suite und noch viele weitere Programme. Diese alle an dieser Stelle aufzulisten ist mir zu anstrengend, kann man sich selbst auf der Seite von Samsung anschauen. Als besonders nützlich empfinde ich die Recovery Software und das Update tool von Samsung, welches Updates automatisch herunterlädt.
Fazit
Ich gebe hiermit eine klare Kaufempfehlung ab für dieses Notebook. Aus meiner Sicht erfüllt es alle Anforderungen an ein Multimedienotebook. Es hat genügend Leistung ist sauber verarbeitet, bietet durch den HDMI Anschluss die Möglichkeit zur digitalen Übertragung von Audio- und Videosignalen.
Die Tastatur ist angenehm, die Geräusch- und Wärmeemissionen sind nicht nennenswert.
Einzige Minuspunkte: Der hochglänzende Deckel und die (etwas) langsame Festplatte weiterlesen schließen
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