Pro:
macht Spaß, schöne Motive, Spielidee
Kontra:
neue Spieler sind benachteiligt, wird nach mehrmaligem Spielen langweilig,
geringes Langzeitspielvergnügen
Empfehlung:
Nein
#----- Inhalt -----#
Das Spiel besteht aus 24 quadratischen und 24 kleineren runden Karten aus harter Pappe, ähnlich denen eines Memoriespiels.
Außerdem sind 8 glitzernde Chips unterschiedlicher Farben enthalten und ein Kreisel, der aus zwei Teilen besteht und in den man jeweils eine der runden Karten legen kann, aber dazu später mehr.
Die quadratischen Karten sind mit Motiven bedruckt, die zum Thema Zaubern passen, so findet man eine Kröte, einen Zauberer, einen Hexenbesen oder ein Gespenst und viele mehr. Die kleineren runden Karten haben die gleichen Motive, so daß es zu jedem Motiv eine runde und eine quadratische Karte gibt.
Die glitzernden Chips sind etwa fingernagelgroß.
Die Qualität ist wie von Ravensburger gewohnt gut und die einzelnen Teile sind robust.
#----- Spieleranzahl / Altersempfehlung -----#
Ravensburger empfiehlt das Spiel ab 6 Jahre. Meine Schwester ist 4 Jahre alt und kommt mit dem Spielprinzip bestens zurecht. Lediglich das Drehen des Kreisels bekommt sie noch nicht hin, aber dabei kann ja immer ein Erwachsener behilflich sein.
Größere Kinder finden das Spiel wohl schnell langweilig, daher ist meine Zielgruppenempfehlung 4-12 Jahre. Meinen Eltern und mir (ich bin 23) bereitet es aber auch Freude, ohne meine kleine Schwester würden wir es aber jedoch nicht bei einem Spieleabend aus dem Schrank kramen.
Es können wohl bis zu acht Spieler mitspielen, obwohl ich das zu viel finde. Meiner Meinung nach macht es mit bis zu vier Spielern noch Spaß.
#----- Spielprinzip -----#
Es handelt sich bei dem Spiel um ein Reaktionsspiel bei dem etwas Abstraktionsvermögen und Phantasie gefragt ist.
Zuerst werden die 24 quadratischen Karten sichtbar in beliebiger Anordnung ausgebreitet. Dabei sollte darauf geachtet werden, daß jeder Spieler jede Karte von seinem Platz aus gut sehen und erreichen kann.
Die kleinen runden Karten werden verdeckt ausgebreitet und vermischt, hier darf niemand sehen, welches Motiv sich unter den Karten verbirgt.
Nun wählt noch jeder Spieler aus den 8 glitzernden Chips seine Lieblingsfarbe und es kann losgehen.
Ziel des Spiels ist es nun, die meisten runden Spielkarten zu gewinnen. Eine runde Karte gewinnt man folgendermaßen:
Ein Spieler legt mit dem Motiv nach oben (natürlich ohne zu Schmulen) eine der runden Karten in den Kreisel, der aus einem unteren Teil und einem Deckel besteht. Der Kreisel wird gedreht und dabei nimmt man den Deckel ab und das Motiv der runden Karte wird sichtbar. Da sich der Kreisel dreht, rotiert auch das Bild und das Motiv ist nicht zu erkennen. Lediglich anhand der Farben kann man erahnen, um welches Motiv es sich handelt. Solange wie sich der Kreisel dreht, darf jeder Spieler so schnell wie möglich seinen glitzernden Chip auf eine der quadratischen Karten legen, die das Motiv zeigt, welches seiner Meinung nach gerade im Kreisel rotiert.
Dabei ist zu beachten, daß auf jeder quadratischen Karte höchstens ein Spieler-Chip liegen darf, ist eine Karte schon besetzt, muss man sich ein anderes Motiv aussuchen. Haben alle Spieler gesetzt oder kam der Kreisel zum Stehen wird aufgelöst und der Spieler, der mit seiner Vermutung richtig lag, erhält die runde Spielkarte.
Die quadratischen Karten bleiben während des gesamten Spiels wie eine Art Spielbrett unverändert vor den Spielern liegen.
Zur Spielerschwerung kann man die schon gewonnenen runden Spielkarten verdeckt aufbewahren. So weiß nach einer Weile niemand mehr, welche Motive schon aus dem Rennen sind. Umgekehrt kann man das Spiel auch etwas leichter gestalten, wenn man die bereits vorgekommenen Motive allen Spielern sichtbar macht.
Hat in einer Runde niemand auf das richtige Motiv gesetzt, wird die runde Spielkarte wieder verdeckt unter die anderen gemischt und kommt in einer späteren Runde erneut zum Einsatz.
Ein Spiel dauert nicht sehr lang, nach ca. 15 Minuten sind alle Motive erraten. Man kann die Spielzeit auch verkürzen indem man einige Motive einfach weglässt.
#----- Fazit -----#
Die Spielidee finde ich sehr schön. Ich hätte nicht gedacht, daß das Drehen des Kreisels und gleichzeitiges Abnehmen des Deckels so einfach ist, aber es klappt wirklich gut. Kleineren Kindern könnte dafür aber noch die Fingerfertigkeit fehlen. Da es jedoch nicht darauf ankommt, welcher Spieler den Kreisel dreht, kann diese Aufgabe einfach der Spieler übernehmen, der das Drehen des Kreisels am besten beherrscht.
Als ich das Spiel zum ersten Mal gespielt habe, fand ich es schon recht schwer, die einzelnen Motive zuzuordnen. Es sind zwar 24 unterschiedliche Motive aber rotieren sie, sieht man entweder lila, grün, braun oder weiß/grau und die Unterschiede sind gering, weil die Motive farblich recht ähnlich sind.
Meine kleine Schwester hatte das Spiel aber wohl schon so häufig gespielt, daß es für sie selten ein Problem war, gleich das richtige Motiv zu finde. Ich hatte kaum geguckt, da hatte sie ihren Spielchip schon auf das richtige Motiv gesetzt. Dank der starken farblichen Ähnlichkeit einiger Motive lag sie aber glücklicherweise auch manchmal daneben.
Dadurch bleibt der Spielspaß auch wenn man das Spiel oft gespielt hat nicht aus. Kleineren Kindern macht es wohl auch nicht so viel aus, ein Spiel zu spielen was sie schon sehr gut kennen, denn sie puzzeln ja auch ein und dasselbe 20-teile Puzzle x-mal.
Da das Spiel mit mehrmaligen Spielen wegen des Lerneffektes leider immer einfacher wird, ist es nicht geeignet für eine Kinderrunde, bei der ein Kind das Spiel schon gut kennt und die anderen nicht.
Als kleines Mitbringsel und zum Spielen mit den Eltern ist der Zauberkreisel aber einen Kauf wert, der Preis liegt bei 5,80 Euro.
Übrigens, wenn man tatsächlich mal komplett den Spaß am eigentlichen Spielprinzip verloren hat, kann man die Karten mit den schicken Motiven auch noch für ein etwas abgewandeltes Memoriespiel benutzen, indem man versucht zu jeder runden Spielkarte den quadratischen Partner mit gleichem Motiv aufzudecken. weiterlesen schließen
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