Pro:
-schöne Aufmachung
-interessante Spielidee
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Allgemeine Informationen zum Spiel:
Titel: Thurn und Taxis
Hersteller: Schmidt Spiele / Hans im Glück (zu dieser Spieleserie gehört übrigens auch Carcassonne)
Altersgruppe: ab ca. 10 Jahren
Spielerzahl: 2-4
Preis: ca. 20 Euro (wir haben im Sonderangebot bei 16,99 gezahlt, inzwiachen gibt es auch eine Megabox mit beiden Erweiterungen. Die Preise variieren natürlich je nachdem, wo das Spiel gekauft wird)
Genre: Strategiespiel
Spieldauer: ca. 60 Minuten (je nach Spielerzahl)
Das Spiel besteht aus:
1 Spielplan
80 Häuser in 4 verschiedenen Farben
20 Kutschenkarten
66 Städtekarten
30 Bonusplättchen
4 Kurzregeln
Das gesamte Spielmaterial ist sehr schön gestaltet.
Ziel des Spiels: Die meisten Siegpunkte haben
Spielidee:
Thurn und Taxis spielt in der Zeit, in der die Postkutsche noch das meist verbreitete Reisemittel war, um größere Strecken zu bewältigen. Die Spieler bauen ihre eigenen Strecken aus und vergrößern ihre Kutsche (für eine ausreichend lange Strecke erhält ein Spieler die nächst größere Kutsche. Ebenfalls von Vorteil ist es, weite Gebiete abzudecken und große Strecken zu bauen.
Spielablauf:
Zu Beginn jedes Zuges zieht ein Spieler eine Städtekarte, entweder von einem verdeckten Stapel oder aus einem offen liegenden Vorrat von 6 offenen Karten. Wird eine offene karte weg genommen, wird dafür die oberste des verdeckten Stapels aufgedeckt.
Im ersten Zug muss der Spieler noch eine zweite Karte nehmen und hat somit keine weiteren Aktionen zur Verfügung (Erklärung der Aktionen weiter unten).
Im ersten Zug wählt der Spieler eine der beiden Karten aus und legt sie offen vor sich hin. Mit dieser Karte beginnt seine Strecke.
In jedem weiteren Zug kommt eine weitere Karte dazu, manchmal auch zwei, wenn die entsprechende Aktion gewählt wird.
Beim Auslegen der Städtekarten ist zu beachten, dass die Städte auf dem Spielplan miteinander verbunden sein müssen. Dort sind Straßen zwischen den Städten eingezeichnet. Ebenfalls dürfen die Karten nur am Anfang oder Ende der Strecke angelegt werde. Die Strecke darf nicht auseinander gezogen werden, um eine Karte z.B. in die Mitte zu legen.
Sobald ein Spieler drei Karten auslegen konnte, kann er die Strecke abschließen.
Es empfielt sich jedoch, längere Strecken zu bauen, da es dafür zum einen Bonuspunkte gibt und man zum anderen für lange Strecken eine größere Kutsche erhält, was Siegpunkte bringt.
Wer eine Strecke abgeschlossen hat, darf welche von seinen Häusern auf den Spielplan setzen. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass der Spielplan in Fürstebtümer unterteilt ist. Der Spieler kann nun entweder in allen in seiner Strecke vorhandenen Städten eines Fürstentums oder aber in jedem Fürstentum in einer der Städte ein Haus setzen.
Es ist ratsam, so viele Häuser wie möglich loszuwerden, denn die übrigen geben am Ende des Spiels Minuspunkte.
Sollte es nicht gelingen, eine Strecke von mindestens 3 Karten aufzubauen, weil der Spieler keine passenden Karten zieht, muss er die angefangene Strecke abbrechen. Die Karten kommen zur Seite, und im nächsten Zug muss der Spieler eine neue Strecke beginnen.
Die Aktionen:
In jeder Runde darf jeder Spieler eine Aktion ausführen, muss dies aber nicht.
Dabei kann er:
- entweder eine zweite Karte ziehen
- oder die kompletten 6 offenen Karten gegen 6 neue tauschen
- oder eine zweite Karte an seine Strecke anbauen
- oder beim Beenden einer Strecke 2 Punkte zu deren Länge hinzu rechnen, um eine größere Kutsche zu erhalten
(wenn Spieler A z.B. eine Strecke aus 4 Karten abschließt und fürs Erreichen der nächsten Kutsche eigentlich 6 Karten bräuchte, erhält er die größere Kutsche dennoch)
Es darf immer nur eine dieser Aktionen ausgeführt werden.
Bonuspunkte:
Es gibt verschiedene Bonusplättchen:
-Für den Bau langer Strecken
-Wenn ein Spieler in allen Städten eines Fürstentums ein Haus hat
-Wenn ein Spieler in jedem Fürstentum ein Haus hat
-Für den Spieler, der das Spiel beendet (indem er als erster die größte Kutsche gebaut hat oder alle seine Häuser auf dem Spielplan untergebracht hat)
Es gibt jeweils mehrere Bonusplättchen, wobei das oberste immer den höchsten Punktwert hat.
Spielende:
Das Spiel ednet, wenn ein Spieler entweder eine Kutsche der Stufe 7 erreicht oder alle seine Häuser gesetzt hat.
Dann werden die Punkte zusammen gezählt.
Punkte gibt es für die Kutsche und die Bonusplättchen. Für jedes Haus, das ein Spieler noch besitzt, wird allerdings wieder 1 Punkt abgezogen.
Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten.
Fazit:
Bisher haben wir das Spiel nur zu zweit gespielt, und selbst da ist es recht interessant. Außerdem sorgt die schöne Aufmachung des Spiels für zusätzlichen Spielspaß. Zu mehreren ist es wahrscheinlich noch spannender, da man sich mehr in die Quere kommt, wenn mehrere Spieler zum Beispiel auf dieselben Karten aus sind.
Wer Stragiespiele in historischer Aufmachung mag, dem wird dieses Spiel wahrscheinlich gut gefallen.
Allerdings würde ich es nicht für Fans großartiger Interaktionen empfehlen, da doch jeder an seiner eigenen Strecke baut. Die Mitspieler kann man nur insofern beeinflussen, dass man sich eventuell gerade die Städtekarten nimmt, die sie selbst für ihre eigenen Städte brauchen. Es gibt allerdings keine Aktionen, die direkt gegen den Mitspieler ausgespielt werden können, was mich aber nicht stört.
Mein Partner und ich spielen dieses Spiel jedenfalls sehr gerne. weiterlesen schließen
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