Pro:
Einfach zu erlernen, großer Spielespass, Glück und Taktik
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Wir hatten mal wieder unheimlich Lust uns ein Spiel zu kaufen und unsere Wahl fiel auf das aktuelle Spiel des Jahres 2006: "Thurn und Taxis". Nach ein paar Spielrunden in den letzten Tagen kann ich euch nun davon berichten:
Ein paar Kurzinformationen zum Spiel:
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Titel: Thurn und Taxis
Autor: Seyfarth, Andreas; Seyfarth, Karen
Verlag: Hans im Glück
Material: hauptsächlich Karton/Papier, aber auch Holzfiguren
Spielerzahl: 2 bis 4
Spielmotivation: Strategie und Taktik
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 Minuten
Grafik: Michael Menzel
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2006
Preis: wir haben es für 17 € bei Famila gekauft. Bei Amazon ist es schon für 14 € erhältlich.
Inhalt und Gestaltung:
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Ein Spielplan der mit viel Liebe gestaltet wurde und sehr stabil ist. Er zeigt die historische Karte Süddeutschlands mit umliegenden Ländern. Abgebildet sind Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten, z.B. Ulm mit dem Münster, Würzburg mit der Festung Marienberg oder Ingolstadt mit dem Kreuztor. Die Städte durch mit Straßen miteinander verbunden.
80 Streckenposten (kleine Häuschen) aus dem Material Holz in den Farben gelb, blau, rot und grün.
Als Karten sind 66 Städtekarten (je drei pro Stadt), vier Stammhauskarten (für das Spiel unbedeutend), und 20 Kutschenkarten mit unterschiedlichem Wert vorhanden.
Außerdem gibt es 30 Bonusplätten, die man im Spiel erhalten kann, eine Spielregel sowie 4 Kurzregeln, die man als Spieler vor sich ablegen kann.
Worum geht es?
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In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle der Familie von Thurn und Taxis. Diese Familie hatte im17. Jahrhundert eine Monopolstellung im Süden der heutigen Republik im Postwesen inne. Zu dieser Zeit beginnt das Spiel. Ziel ist es, die erfolgreiche Geschichte der Familie fortzuführen und lange und sich lohnende Strecken zu befahren.
Auf dem Spielbrett ist eine historische Landkarte des Südens Deutschlands und umliegenden Ländern zu sehen. Im Westen liegen die Städte Carlsruhe, Mannheim und Freiburg in Baden, im Süden Basel, Zürich und Innsbruck in dem Land Schweiz/Tyrol und im Westen in Böhmen und Salzburg Linz, Pilsen, Budweis und Salzburg. Dazwischen noch 11 weitere Städte, die zu den Ländern Baiern und Württemberg/Hohenzollern gehören. Die einzelnen Städte sind durch Straßen miteinander verbunden.
Die "Schreibfehler" sind auch auf dem Spielbrett zu lesen und lassen sich wohl auf die ursprüngliche Schreibweise zurückführen.
Die Aufgabe des Spieler ist es nun, in möglichst vielen den Städten mit einer Poststation (kleine Holzhäuschen) vertreten zu sein, um wertvolle Bonusplättchen zu erhalten. Außerdem muss der Spieler die längsten Strecken zu gründen, um damit immer wieder neue, wertvollere Postkutschen (in Form von kleinen Spielkarten mit Postkutschenabbildungen) zu erhalten.
Im Grunde ist es also ein Strecken-Planungsspiel.
Wie baut man Strecken und wertet sie?
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Um seine Strecke zu planen nimmt man bei jedem Zug eine Stadtkarte auf und legt wiederum ein vor sich ab. So entsteht nach und nach vor auf dem Tisch einem die Route für das eigene Postkutschenunternehmen.
Sechs von den Stadtkarten liegen immer offen auf dem Spielbrett aus, so dass man einen guten Überblick hat, welche Karten man zum Bau der eigenen Stecke noch benötigt.
Aber man kann seine Strecke nur an den linken oder rechten Enden der Route anlegen, hat also nur eine begrenzte Möglichkeit die Strecke zu erweitern.
Außerdem muss man darauf achten, dass die Stadt passt, so kann man Freiburg nicht an Mannheim legen, da diese Städte nicht mit einer Straße verbunden sind. Sollte mal keine Stadtkarte an die eigene Strecke passen hat man Pech gehabt und muss mit dem Bau von vorne beginnen.
Bei jedem Zug kann man auch immer eine Unterstützung durch eine Amtsperson (Amtmann, Postillion, Postmeister oder Wagner) anfordern.
Das heißt, dass man 2 Städtekarten statt einer nehmen kann, 2 Karten statt einer auslegen darf,
alle sechs ausliegenden Stadtkaten austauschen oder die Strecke als eine höhere werten kann.
Hat man drei oder mehr Stadtkarten ausliegen, darf man die Strecke werten lassen.
Wertet man eine Strecke, bekommt man, abhängig von ihrer Länge, eine neue Kutsche, die am Ende in die Endwertung eingeht. Hat der erste Spieler die größte Kutsche (eine siebener Kutsche) erreicht oder alle Poststationen verteilt endet das Spiel.
Wer sich umfassend zu den Spielregeln informieren möchte, kann das auf dieser Seite machen: hans-im-glueck.de/thurnundtaxis.htm
Verbindung zur Familie von Thurn und Taxis
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Das Spiel baut auf der Geschichte der Familie von Thurn und Taxis auf.
Ein Mitglied der Familie (Francesco Tasso) hat vor über 500 Jahren hat das moderne Postwesen mitbegründet. Er richtete 1490 im Auftrag Kaiser Maximilians eine Postlinie zwischen Innsbruck und Brüssel ein. Die Idee nach 15 Kilometern Pferd und Reiter auszuwechseln war so revolutionär, dass sie zur damaligen Zeit sogar mit der Entdeckung Amerikas verglichen wurde. Die Idee brachte ihm auch die Stelle des Reichserbengeneralpostmeisters ein, den Grafentitel und eine Monopolstellung im Postwesen.
Woher ich das alles weiß? Neben der sehr ausführlichen und gut erklärten Spielregel liegt noch eine Beschreibung der Familiengeschichte von Thurn und Taxis bei.
Mein Fazit
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Das Spiel klingt sehr einfach: man baut Strecken. Trotzdem gibt es hier viele Hindernisse und Möglichkeiten. Die Frage, wie man seine Strecke baut, wird durch den Spielablauf immer wieder verändert und muss bei jedem Zug neu durchdacht werden. Glaubt man die Lösung gefunden zu haben, schnappt einem ein anderer Spieler die dringend benötigte Stadtkarte vor der Nase weg.
Gott sei Dank kann man dann ja noch um Unterstützung durch die Amtspersonen bitten, die einem den Streckenbau erleichtern.
Das Spiel ist ein echtes Familienspiel. Wir haben es gestern mit zwei 12- und 14jährigen Bekannten gespielt und es war überhaupt kein Problem für sie es zu verstehen und mitzuspielen.
Die schöne Grafik trägt natürlich auch ihren Teil zu zum Spielspaß bei.
Besonders gut ist es, dass man das Spiel hervorragend zu zweit spielen kann. weiterlesen schließen
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