Pro:
süße Aufmachung; kurzweiliges Spiel; Preis
Kontra:
nicht der ultimative Oberknaller
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich ein Kinderspiel vorstellen, welches meine Tochter letztes Jahr zum Kindertag geschenkt bekommen hat:
Ravensburger
Die Biene Maja
"Willi, wo bist du?"
Versteckspiel auf der Blumenwiese
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Allgemeine Informationen zum Spiel
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Bei diesem Spiel aus dem Hause
Ravensburger Spieleverlag
Postfach 2460
88194 Ravensburg
handelt es sich um ein Mitbringspiel, welches mich seinerzeit 4,99 € gekostet hat. Es ist gedacht für 2 bis 5 Spieler ab 5 Jahren.
Mit folgenden Worten stellt Ravensburger dieses Spiel vor:
"Willi, Puck, Flip, Max und Alexander, Majas beste Freunde, haben sich unter den bunten Blumen versteckt und die schlaue Biene macht sich auf die Suche nach ihnen. Leider ist auch die Spinne Thekla mit von der Partie und wartet nur darauf, dass ihr einer der Freunde ins Netz geht…"
Das Spiel erschien 2006.
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Lieferumfang
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Der Spielekarton ist sehr hübsch und vor allem farbenfroh gestaltet. Auf dem Cover sieht man die lustige Biene Maja, die von Blüte zu Blüte hüpft, wohingegen es sich ihr Freund Willi auf einer anderen Blüte gemütlich gemacht hat. Wer die beiden bereits aus den Trickfilmen kennt, ist umgehend Feuer und Flamme für dieses Spiel. Das Coverbild läßt aber wegen des abgebildeten Farbwürfels auch gleich erkennen, daß es bei diesem Spiel um Farben geht.
Ein wenig mehr Aufschluß zum Spiel gibt die Rückseite des Spielekartons, denn hier sind die Spielutensilien abgebildet und außerdem ist das Spiel mit wenigen Worten kurz beschrieben.
Zum Spiel gehören insgesamt 36 Blumenkärtchen aus stabilem Karton. Die Rückseite zeigt insgesamt sechs verschiedene Farben, die sich auch auf dem beigelegten Holzwürfel wieder finden. Die Vorderseite der Blüten zeigen die fünf Freunde von Biene Maja:
Willi, Majas Bienenfreund
Flip, der Grashüpfer
Puck, die Stubenfliege
Alexander, die Feldmaus
Max, der Regenwurm
und auch die Spinne Thekla. Diese Bilder sind so verteilt, daß es jeweils eine dieser Figuren pro Farbe gibt. Die Blumen sind beidseitig sehr hübsch anzusehen und ca. 3 cm x 4 cm groß.
Hinzu kommt noch eine ca. 6 cm große Biene Maja aus Pappe, die man in den kleinen Plastiksockel stecken kann, der ebenfalls dem Spiel beiliegt. Darauf steht die Biene dann auch sehr sicher, denn das Füßlein des Sockels ist groß genug.
Den Abschluß bildet eine Spielanleitung, die auf einem zusammengefaltete DIN A 5-Blatt Platz hat.
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Spielverlauf & Regeln & Ziel des Spiels
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Zu Beginn des Spiels legt man 19 der 36 Blumen mit der Blumenseite nach oben auf den Tisch. Man legt mit diesen Blumen ein Muster, so wie es die Spielanleitung anhand eines kleinen Bildes zeigt. Die anderen Blumen werden gestapelt (ebenfalls mit der Blumeseite nach oben) auf den Tisch gelegt.
Der erste Mitspieler würfelt mit dem Farbwürfel und darf entsprechend der gewürfelten Farbe eine gleichfarbige Blume umdrehen. Ist darunter ein Freund von Biene Maja zu sehen, dann darf er die Blume entweder nehmen und vor sich auf den Tisch legen oder aber er würfelt noch einmal, in der Hoffnung, einen weiteren Freund zu entdecken. Ist es ein weiterer Freund, dann steht ihm die gleiche Entscheidung bevor: entweder die Blumen nehmen oder aber erneut würfeln.
Nimmt er die Blumen mit Biene Maja´s Freunden, dann ist der nächste Mitspieler an der Reihe.
Deckt der Spieler aber den gleichen Freund auf, dann ist der Zug ebenfalls beendet. Allerdings geht man dadurch leer aus, denn man darf nun die Blumen nicht einsammeln und behalten.
Auch durch das Aufdecken der Spinne endet automatisch der Zug, jedoch bleiben die bereits umgedrehten Blumen nun offen liegen, denn der nächste Spieler darf sich nun aussuchen, ob er diese Kärtchen nehmen möchte oder aber weiterwürfeln möchte.
Entnommene Blumen werden durch neue vom Stapel ersetzt. Ebenfalls werden umgedrehte Spinnenblumen ausgetauscht.
Während des Spieles kann es sich ergeben, daß Blumen der gewürfelten Farbe nicht mehr auf dem Tisch liegen. Dann darf ein zweites Mal gewürfelt werden.
Zudem kann man statt würfeln auch Freunde mit Mitspielern austauschen, die man doppelt hat.
Und so geht es nun reihum, bis der erste Spieler die fünf verschiedenen Freunde von Biene Maja eingesammelt hat. Er ist der Gewinner des Spiels.
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Das Spiel in der Praxis
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Das Spiel ist für Kinder ab 5 Jahren gedacht. Diese Altersempfehlung ist ganz gut, jedoch spielt meine Annika, die jetzt im März erst 5 wird, dieses Spiel schon seit knapp einem Jahr. Es hat zwar eine kleine Weile gedauert, ehe sie die Regeln des Spieles komplett verinnerlicht hatte, denn es sind wirklich viele.
Würfeln und sich eine farblich passende Blume dazu aussuchen, das ist nun wirklich keine Schwierigkeit. Das Risiko abzuschätzen, ob man weiterwürfelt, aber sehr wohl. Kinder sind da oft sehr übermütig. So mußte ich meiner Annika oft sagen, daß sie lieber die Freunde einsammeln sollte, bevor die Spinne kommt oder aber ein gleicher Freund. Hierbei wurde sie durch Erfahrung klug.
Das Tauschen von Blumenkärtchen machte meiner Tochter hingegen von Anfang an großen Spaß. Das macht sie noch lieber, als Würfeln, allerdings muß man sich zum Tauschen ja erstmal einen kleinen Vorrat an Freunden zusammenwürfeln. Doch das macht sie ja derweil richtig gut.
Das Spiel ist reine Glückssache. Risikobehaftet ganz sicherlich, aber eben doch mehr eine Glückssache. Und so gewinnt nicht der Klügste oder Schnellste dieses Spiel, sondern eben der mit dem größten Glück. Das Risiko kann man mit ein wenig Taktik beeinflussen, aber nur geringfügig.
So ist dieses Spiel durchaus witzig und kurzweilig, wobei man sich aber fragt, wozu man die Biene Maja als Figur benötigt. Nun ja, mit ihr fliegt man zu einer Blume der erwürfelten Farbe. Allerdings kann sie ja dort nicht stehen bleiben, da man die Blume ja umdrehen muß. Also würfelt man und tippt mit der Biene eine farblich passende Blume an, um Maja danach umgehend wieder zur Seite zu stellen. Man braucht sie zum Spiel eigentlich gar nicht, denn man kann auch würfeln und gleich eine entsprechende Blume aufdecken.
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Anbei möchte ich eine weitere Spielvariante erwähnen, die wir uns selbst ausgedacht haben. Dazu legen wir alle 36 Blumen auf den Tisch und zwar 6 x 6 im Quadrat. Nun würfeln wir und decken eine Blume entsprechend der gewürfelten Farbe um. Auch hier gilt: Freund nehmen oder mit Risiko weiterwürfeln.
Allerdings sammeln wir die Freunde nicht doppelt und dreifach, sondern stets nur einmal. Das bedeutet: Hat man zum Beispiel einen Willi aufgedeckt, hat ihn aber bereits eingesammelt, dann wird er wieder umgedreht und der nächste Spieler ist an der Reihe.
Dadurch entfällt das Tauschen, da man ja bei dieser Variante keine doppelten Freunde zum Tauschen hat. Auch ändert sich hier die Regel bezogen auf die Spinne Thekla. Stößt man auf sie, dann ist der Zug zwar schon beendet, doch der nächste Spieler kann nun entweder die aufgedeckten Freunde nehmen, oder aber umdrehen und selbst würfeln. Die umgedreht Blume mit der Spinne bleibt aber auf dem Tisch liegen, damit jeder Mitspieler sehen kann, wie viele Spinnen noch im Spiel sind. Das beeinflußt ja auch ein wenig die Risikobereitschaft.
Wir würfeln auch nicht noch einmal, wenn es die erwürfelte Farbe nicht mehr als Blume gibt. Dann hat man eben Pech gehabt und der nächste Spieler ist an der Reihe.
Wer dann auf diese Weise fünf verschiedene Freunde erhascht, der hat das Spiel gewonnen.
Ja, auch diese Spielvariante hat ihre Reize. Sie ist etwas einfacher, da die Tauschregel entfällt. Auch ist es praktischer, wenn gleich alle Blumen auf dem Tisch liegen.
Wer aufmerksam ist, kann sich einige Freunde unter den Blumen, ähnlich wie beim Memory merken und dieses Wissen beim nächsten Würfel anwenden. Man muß also stets aufmerksam sein und auch gut beobachten, wenn andere Mitspieler Blumen umdrehen. Das ist dann gleichzeitig ein wenig Gehirnjogging.
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Fazit
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… doch egal wie man das Spiel nun spielt, es ist wirklich kurzweilig und lustig und dient als netter Zeitvertreib. Eine Spielrunde dauert in etwa eine viertel Stunde. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele Mitspieler es gibt. Manchmal ist eine Runde auch nach 5 Minuten vorbei, wenn einem das Glück hold ist. So kann man gut und gern drei bis fünf Runden hintereinander spielen, dann ist es aber auch wieder genug.
Da das Spiel in einem kleinen Karton steckt, ist es auch ideal als Urlaubsbegleiter, denn es ist schnell und einfach zu verstauen.
Schade ist nur, daß die Biene Maja ein wenig unnütz ist und so gar nicht richtig am Spiel beteiligt ist. Aber immerhin ist sie hübsch…
Und so gebe ich diesem Spiel gern eine Kaufempfehlung. Da es toll ist, aber nicht der Oberknaller, sollen vier dicke Sterne genügen. Immerhin ist der Preis ja auch okay.
( Mein Bericht erschien bereits auf Ciao am 15. März 2008 ) weiterlesen schließen
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