Pro:
Nach einer wahren Begebenheit, Tolle Hauptdarsteller
Kontra:
Langatmig, vorhersehbar, kaum Action
Empfehlung:
Ja
Wenn man American Gangster sieht, kann man kaum glauben, dass dieser Film eine wahre Begebenheit hat und fast 1:1 umgesetzt wurde. Daher macht es in diesem Fall auch keinen Sinn Euch etwas über die wahre Geschichte zu erzählen.
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***S t o r y***
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Der schwarze Frank Lucas lebt in New York im Jahre 1968 und ist zunächst Fahrer des berüchtigten Gangsterbosses Ellsworth „Bumpy“ Johnson. Er arbeitet bereits jahrelang für ihn und immer an seiner Seite, als er eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt.
Viele profitieren von seinem Tod, da sie sein Gebiet übernehmen können und auch keine Schulden mehr an ihn zurückzahlen müssen. Während dessen schmiedet aber Frank Lucas bereits Pläne, mit denen er das Imperium aufrechterhalten und sogar ausbauen kann.
Zusammen mit einem korrupten amerikanischen Offizier schmuggelt er mit Militärflugzeugen Drogen direkt aus Vietnam nach Amerika. Das Besondere daran ist, dass es keine Mittelsmänner gibt und er direkt kauft und auch verkauft.
Durch diesen Clou gelingt es ihm einen sehr hochwertigen und trotzdem preiswerten Stoff in seiner Heimat anzubieten. Unter dem Namen Blue Magic beherrscht er schnell den Drogenhandel und verdient sich trotz des geringen Verkaufspreises eine goldene Nase daran. Der Vertrieb seiner Drogen läuft hierbei nach italienischem Vorbild. So betreiben alle seine Brüder verschiedene Geschäfte, über denen sie die Drogen verteilen.
Aber wo es „Böses“ gibt, da gibt es auch „Gutes“. Das Gute wird in diesem Fall von dem Polizisten Richie Roberts (Russell Crowe) verkörpert, der im einfachen Streifendienst mit seiner ehrlichen Art nicht besonders gut ankommt, doch durch diese Charaktereigenschaft urplötzlich zum Leiter einer Spezialeinheit zur Drogenbekämpfung wird.
Langer tappt er im Dunkeln, da Frank Lucas trotz seines Reichtums ein eher unauffälliges Leben führt und für ihn lange als „Kleiner Fisch“ gilt. Aber es kommt natürlich wie es kommen muss, er kommt ihm doch noch auf die Schliche.
Jetzt wird aber nicht mehr verraten.
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***K r i t i k / M e i n u n g***
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Ich muss ehrlich zugeben, dass ich doch recht enttäuscht war, als ich den Film das erste Mal gesehen habe. Man hatte sich bei der Besetzung und dem Titel doch eher einen actionlastigen Blockbuster erwartet, der mit Spannung und Explosionen zu protzen weiß.
Doch Pustekuchen. Der Film konzentriert sich sehr auf die einzelnen Geschichten der beiden Hauptcharaktere „Frank Lucas“ und „Richie Roberts“. So wird z.B. bei Richie Roberts zusätzlich zur Hauptstory noch sein Privatleben durchleuchtet. Er schläft so ziemlich mit jeder Frau, hat einen drogenabhängigen Partner und lebt in Scheidung bzw. kämpft um das Sorgerecht für seinen Sohn.
Das ist zwar alles schön und gut, macht den Film meiner Meinung nach aber doch relativ langatmig und verlockt doch mal schnell vom Fernseher wegzulaufen, da man sich denkt „Naja, die nächsten 10 Minuten passiert da eh nichts“.
Dafür fasziniert der Film aber ähnlich wie „Der Pate“ oder „Scarface“ mit der Entstehungsgeschichte eines Drogenimperiums, in dem Zimmer mit Geldscheinen gefüllt werden und ein Leben nicht viel wert hat.
Im direkten Vergleich würde ich jedoch die beiden genannten Teile bzw. Serienteile bevorzugen. Diese haben meiner Meinung nach ein besseres Gleichgewicht aus Action, Spannung und Faszination. Auch das richtige Mafia-Feeling kommt irgendwie besser rüber.
Aber bei American Gangster wurde halt wie bereits erwähnt viel wert auf Originaltreue gelegt, so dass die Story wohl nicht mehr hergibt bzw. absichtlich nicht so blutig gestaltet wurde und mehr was für den Kopf bieten soll.
Der Film kostete übrigens geschätzte 100 Mio Dollar und spielte bereits am ersten Wochenende gut 50 Mio Dollar ein, sollte sich also für alle Beteiligten mehr als gelohnt haben.
Der wahre Fank Lucas verpasste hierbei keinen Drehtag. Es dürfte sich also auch für ihn finanziell gelohnt haben.
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***S c h a u s p i e l e r***
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Schauspielerisch kann Denzel Washington natürlich wieder voll überzeugen. Keiner beherrscht das Genre des Thrillers so wie er. Er verleiht dem Frank Lucas mit seiner knallharten und etwas durchgedrehten Art ein perfektes Gesicht. Mir würde kein anderer Schauspieler einfallen, der besser passen würde.
Anders als bei Filmen wie Training Day hat er für diesen Film allerdings nicht einen Preis abgesahnt, war allerdings mehrfach nominiert.
Russell Crowe ist ehrlich gesagt nicht unbedingt mein Lieblingsschauspieler, da er, wie ich finde, irgendwie eine arrogante Art an sich hat. Weiß auch nicht. Aber im Film ist er zugegeben spitze. Er spielt den mit Problemen behafteten Richie Roberts super und überzeugt durchaus in jeder Szenen.
Die Nebendarsteller spare ich mir jetzt mal. Hier stechen nur die Namen Cuba Gooding Junior sowie T.I. heraus, die kleinere Nebenrollen im Film besetzen.
Chiwetel Ejiofor: Huey Lucas
Josh Brolin: Detective Trupo
Lymari Nadal: Eva
Ted Levine: Lou Toback
Roger Guenveur Smith: Nate
John Hawkes: Freddie Spearman
Yul Vazquez: Alphonse Abruzzo
Malcolm Goodwin: Jimmy Zee
Ruby Dee: Mama Lucas
Ruben Santiago-Hudson: Doc
Carla Gugino: Laurie Roberts
Skyler Fortgang: Michael Roberts
John Ortiz: Javier J. Rivera
Cuba Gooding junior: Nicky Barnes
Armand Assante: Dominic Cattano
Fab 5 Freddy: Smalls Patron
Robert Diggs: Moses Jones
Idris Elba: Tango
Common: Turner Lucas
T.I.: Stevie Lucas
Kevin Corrigan: Campizi
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***D a t e n***
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Originaltitel: American Gangster
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge (PAL-DVD): 157 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Preis: Ca. 15 bis 20 € (Neu)
Die Altersfreigabe ist gut gewählt. Blutige Szenen sind im Film doch eher die Ausnahme und für einen Mafia-Film sterben doch eher ungewöhnlich wenige Menschen. Das wurde wohl gekonnt vermieden, um den Film einem größeren Publikum präsentieren zu dürfen.
Den Film gibt es in verschiedenen Ausführungen, also z.B. auch als Extended Version. Leider wurde bei diesem Film noch auf die untergegangene HD DVD gesetzt, so dass man auf Blu Ray vorerst nicht in den Genuss der vollkommenen Bild- und Tonqualität in HD kommt. Schade.
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***F a z i t***
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Der Film ist wie gesagt nicht schlecht, aber doch etwas mit Story und unwichtigen Nebengeschichten vollgestopft, dafür wurde irgendwie die Action in den Hintergrund gestellt. Durch diese Mischung kommt auch kaum Spannung auf, da man doch immer weiß, was passiert.
Einen Vergleich zu „Der Pate“ oder „Scarface“ hält der Film meiner Meinung nach nicht stand, da irgendwie das Gewisse etwas fehlt, das den Film zu einem Film zu einem Mafia-Film macht.
Der Film ist aber allemal sehenswert! weiterlesen schließen
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