Pro:
Einzigartigkeit
Kontra:
zu viele Touristen anwesend.
Empfehlung:
Ja
Die Tourismusverantwortlichen von San Francisco bezeichnen die Lombard Street als "crookedest Street in world". Also als kurvenreichste Strasse der Welt. Da die Amerikaner immer gerne mit Rekorden und Superlativen um sich werfen weiss ich nicht ob dies wirklich stimmt. Einen Besuch wert ist sie jedoch allemal.
San Francisco ist ja bekanntlich sehr hügelig. Normalerweise sind die Strassen schachbrettartig angelegt und man fährt entweder gerade den Berg hinauf und hinunter oder auf einer Art Terasse parallel dazu. Aus vielen Filmen kennen wir ja wie die Autos bei Verfolgungsjagden über diese Terassen Schanzen springen. Die Lombard Street ist eine der Ausnahmen dieser Regel. Sie beansprucht genauso nur ein Feld im Stadtplan wie die geraden Strassen. Die Strasse darf man nur hinunterfahren, es besteht also Einbahn. Für grosse Fahrzeuge wie Wohnmobile ist die Durchfahrt verboten. Ich konnte mal mit eigenen Augen sehen wieso. Sie bleiben nämlich in den engen Kurven hoffnungslos stecken und können dann fast nicht mehr vor und zurück. Es herrscht übrigens eine Geschwindigkeitsbegrenzugn von 5 mph was rund 8 km/h entspricht. Um schneller unfallfrei runter fahren zu könnnen müsste man wohl sowieso Rennfahrer sein.
Geschichtliches
Die Lombard Street ist offiziell US Highway 101 und Zubringer zur Golden Gate Bridge. Wenn man sie hinunterfährt und dann geradeaus weiter, kommt man also unweigerlich zur Brücke. Das Gefälle beträgt 27% was das Befahren und Begehen schwierig machte. Deshalb wurden die Kurven 1923 eingebaut. Es handelt sich dabei um 8 Serpentinen auf einer Länge von 145 Metern.
Erlebnis
Die Strasse herunterzufahren war für mich kein besonderes Erlebnis. Es waren einfach einige Kurven wie man sie auf Schweizer Passstrassen auch antreffen kann, wenn auch nicht so kurz hintereinander. Da wohl fast alle San Francisco Touristen die Strasse befahren wollen gibt es hin und wieder Stau davor. Parken kann man in der Umgebung leider relativ schlecht. Es kann also schwierig werden aus dem Auto auszusteigen um sie zu fotografieren.
Zwischen der rotgepflästerten Strasse liegen wunderschön und bunt gestaltete Grün- und Blumenflächen. Auch die Häuser an diesem Strassenabschnitt sind bestens instandgehalten und verfügen ebenfalls über Blumenschmuck. Das Erlebnis Lombard Street war für mich viel grösser als ich zu Fuss neben der Fahrbahn die Treppen hoch- und runter gegangen bin. So hat man viel Zeit zum Betrachten. Aufpassen muss man dabei allerdings auf die Touristen welche die Strasse runterfahren und mehr Augen für die Umgebung als für die Fahrbahn haben.
Ich empfehle die Anreise per Cable Car. Die Haltestation liegt gleich oberhalb der Lombard Street. Vom Stadtzentrum oder von Fishermans Wharf kann man direkt hierher gelangen. Der schönste Fotopunkt von mir aus gesehen ist wenn man unterhalb der Kehren noch einige Schritte weiter nach unten geht um dann die Lombard Street zusammen mit einem Cable Car im Hintergrund zu fotografieren. Die Aussicht vom oberen Ende der Lombard Street ist atemberaubend. Bei klarem Wetter hat man Blick über die San Francisco Bay mit der Golden Gate Bridge und auch zum Coit Tower. weiterlesen schließen
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