Pro:
Karabiner ist besser, als loses Geld mit sich herumzutragen
Kontra:
Auslaufmodell und Logo überschattet alles.
Empfehlung:
Ja
= = = = Scout Geldbörse III Elfe = = = = =
Ein auslaufender Trend beim Transport von Kakaogeld oder sonstiger finanzieller Aufwendungen in Schulen kam von der Firma Scout. Dabei handelte es sich um eine Geldbörse mit Karabiner, den es in mehreren Motivvarianten gab und den man jetzt nur noch selten in den Regalen der Händler vorfindet. Da Scout zich Designs hat und bei jedem Ranzen auch das gesamte Angebot vom Regenschirm über Federmappen bis hin zu drei Versionen von Schlamperl Mäppchen anbietet, ist es nur logisch, dass sie auch bei diesen Artikeln alle Geschmäcker suchen zu befriedigen.
Da nicht nur die Kinder, sondern auch oftmals die Mütter es gern haben, wenn man von einem Dekor alles hat, was man für den Schulstart so benötigt, bedient diese nicht so neue Idee aber die Nachfrage.
Da Scout aber zu den führenden Herstellern in diesem Zweig gehört, trifft man ständig auf unzählige Feen bis Rennfahrer am ersten Schultag bei der Eröffnungsfeier und dann später in den Klassen. Da kann es schon mal locker sein, dass einige Mädchen und Jungs nicht mehr mit dem Ranzen die Klasse verlassen, den sie beim Betreten des Raum noch geschultert hatten. Dies gilt besonders dann, wenn sich bei bestehenden Freundschaften sich die Beteiligten diesbezüglich nicht im Vorfeld abgesprochen haben und dann auch noch an einem Tisch zusammensitzen möchten. Wenn in diesem sehr wahrscheinlichen Fall noch die Geschmäcker deckungsgleich sind, kommt halt Kind A mit Ranzen B zurück und umgekehrt.
Aber was soll man da schon groß machen, denn das ist der Lauf der Welt und Scout liefert eben seit Jahren die Qualität, welche mit unzähligen guten und sehr guten Qualitätsurteilen den Verkauf noch ankurbeln. Sie können halt auch nicht mehr Unterscheidungsmerkmale und unterschiedliche Designs herstellen, als sie können. Und selbst wenn sie es täten, wäre die Wahrscheinlichkeit dadurch nicht geringer, dass zumindest 2 Kinder in einer nahezu zufällig zusammen gewürfelten neuen Klasse nicht doch ein und den optisch gleichen Ranzen plus Federmappe, Regenschirm, Sporttasche und und und besitzen.
= = = = = Zur Geldbörse: = = = = =
Wenn man nun nicht meine Rat beherzigen möchte und einen Brustbeutel anschaffen möchte, würde ich auch diese Art der Mitführung von Bargeld empfehlen, denn hier kombiniert Scout ein Reißverschlussfach mit einem Karabiner, der es ermöglicht das Geld permanent mit sich zu führen und es nicht in den Pausen in der Klasse zu belassen. Die geringe Größe von nur 10cm x 6cm x 4 cm ermöglicht es auch in kleinen Hosentaschen zu deponieren und mit dem Karabiner an einer Gürtelöse zu befestigen. Der Komfort beim Tragen steht hier natürlich eindeutig dem Brustbeutel vorteilhafter gegenüber, denn so hat man keine "Schlinge um den Hals", was beim Spielen in den Pausen natürlich für den Träger bzw. die Trägerin angenehmer ist. Aber für die Sicherheit des Geldes nicht unbedingt, denn wenn man den Karabiner durch zu unsanftes Spiel oder Klettern versehentlich öffnet, dann merkt man es nicht so schnell, als wenn die Schur reißt und der Beutel durch die Kleidung rutsch und so der Erdanziehung Rechnung trägt. Der Karabiner (bei der Elfeversion quitschig gelb) ist aber sehr robust, auch wenn er zum größten Teil aus Kunststoff besteht. Durch den Öffner am Reißverschluss ist der Karabiner mittels eines Schlüsselrings befestigt. Diese Kombination gehört aber mittlerweile zu den Auslaufmodellen, denn Scout stellt jetzt nur noch Geldbörsen ohne Karabiner her, welche direkt mit dem Schlüsselring sonst wo befestigt werden können. Oftmals an einem anderen Reißverschluss am Fach des Ranzen.
Ein weiteres, nicht so gelungenes Detail, war das Motiv oder besser gesagt, was davon übrig blieb.Scout zeigte sich bei allen Designs nicht besonders kreativ, wenn es darum ging die eigentliche Darstellung der Details (in diesem Fall eine Elfe auf einer Seerose vor rosa Background) auch wirklich auf den Gegenständen zu verewigen, ohne das Firmen Logo fett darüber zu platzieren. Man muss sich das so vorstellen, als ob über dem Gesicht der Mona Lisa ein Aufkleber prangt mit der Aufschrift "Louvre". Diese unsinnige Eigenart gilt leider nicht für diese Art von Geldbörsen, sondern zeigt sich unverständlich oft bei diesen Serien.
= = = = = Der Preis: = = = = =
Mit knapp 5 Euro war man damals dabei, aber wer sich trotz all meiner Warnungen für eine solche Geldbörse entscheidet, der kann eventuell jetzt Schnapper landen, denn die Händler möchten meistens ungern auf den alten Designs sitzen bleiben und verhökern ihre Auslaufmodelle meistens durch das gesamte Sortiment hindurch zu Spotpreisen gegenüber der neusten Ausführungen.
= = = = = Mein Fazit: = = = = =
Die Scout Elfe Geldbörse III ist nicht wirklich schlecht, aber letztlich auch nicht der Brüller und auch nicht mehr up to date. Trotzdem ist sie immer noch besser durchdacht, als dem eigenen Kind Geld für die Schule einfach in die Hosentasche oder das Geldfach in den Federmappen zu legen. Trotzdem habe ich in meiner Laufbahn als Grundschullehrer nicht nur einmal erlebt, wie ein Kind genau diese Art von Geldbörse verloren hat und sie dann auf dem ganzen Schulhof gesucht hat. Bei der Elfe und dem rosa Design ist es aber im Glücksfall, dass kein anderer mit der Auffindung schneller war, leichter zu entdecken, als die dunkleren Designs, welche man manchmal selbst dann nicht finden würde, wenn sie sich noch in den Sträucher und Hecken des Schulhofes befinden würden.
Diesen Bericht werde ich auch auf anderen Portalen einstellen.
Viele liebe Grüße, Kai = echo-delta © 2009 weiterlesen schließen
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