Pro:
langlebig, günstig, stabil, Erstazteile kaufbar
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Was liebt fast jeder im Sommer? Klar, die tollen Grillabende. Das Gute daran ist, dass auch jeder grillen kann, denn inzwischen gibt es ja auch Elektrogrills für den Balkon. Ich habe das Glück am Rande von Hamburg zu leben, wo fast alle meine Freunde einen Garten haben. Dadurch verbringe ich die meiste Zeit, bei gutem Wetter, draußen. Richtig Spaß macht dieses aber erst, wenn man Freunde dabei hat. Für diese Treffen haben wir uns einen großen Schwenkgrill besorgt. Er ist zwar inzwischen in die Jahre bekommen, aber er leistet immer noch gute Arbeit.
Edelstahl Schwenkgrill
Feuerschüssel mit Tragegriffen, für ein schnelles und bequemes Verstauen
Edelstahl Grillfläche 50 cm
Edelstahl Feuerschüssel
variable Grillhöhe durch flexible Höhenverstellung mit Kettenzug für eine optimale Temperatur des Grillguts
Maße (H x B x T): 147 x 89 x 76 cm
Lieferumfang
Dreibeinstativ
höhenverstellbarer Grillrost
Kettenbetrieb
emaillierte Glutwanne, Durchmesser: 55 cm
Rohrfüße
Der erste Aufbau
Hierfür brauchte ich Männerhände, denn für den Aufbau, war eine Bohrmaschine nötig. Das, für die benötigte Stabilisierung, Strebendreieck muss mit Schrauben in die Löcher angebracht werden. Doch diese waren zu winzig. Als meine Freunde dann dabei waren, überließ ich ihnen auch den Rest des Aufbaus. Aber es gab da auch nicht viel. Etwas schwierig waren die Standbeine der Feuerschüssel. Sie wollten sich nicht auf Anhieb gerade stellen lassen. Aber da macht Übung den Meister.
Die drei Stangen des Grills sind in der Höhe verstellbar, doch durch verliert er etwas an Stabilität. Nötig ist es auch nicht, denn das Grillgitter ist ja durch seinen Kettenzug verstellbar. Der Kettenzug ist einfach zu Handhaben, da die Kettenglieder einrasten und der Zug sie verriegelt. Die Kette kann ganz aus dem Zug herausgenommen werden. Ich erinnere nicht mehr, ob die Kette bei der Lieferung am Grillrost befestigt war. Ich denke aber schon, denn etwas Kraft und eine Zange braucht man schon zum Schließen der Glieder. Das bekam ich beim Wechsel der Kette zu spüren.
Jetzt braucht nur noch der richtige Grillplatz gefunden werden.
Das Grillen
Als erstes muss natürlich die Grillkohle zum Glühen gebracht werden. Sinn macht es, die Feuerschüssel erstmal neben den Grill zu stellen. Sie hat Griffe und kann später, wenn alles brennt unters Grillrost gezogen oder gehoben werden. Um mit der Feuerstelle zu grillen, braucht man aber einen festen und geraden Boden.
Es geht aber auch ohne Feuerschüssel. Wenn wir auf der Pferdekoppel oder am Strand grillen, nehmen wir Backsteine, die wir auftürmen und darauf legen wir dann den Rost. Dabei sollte man aber darauf achten, dass sich das Feuer nicht ungewollt ausbreiten kann.
Soll es aber mal eine Suppe oder ein Gulasch sein, ist das auch kein Problem. Ich habe mir noch einen Schwenktopf mit der passenden Kette gekauft. So kann ich, wenn ich auf einem Festival bin, beinah kochen. Allerdings muss zum Wechseln des Topfs der Grillrost abkühlen. Das machen wir, indem drei Leute jeweils ein Bein (Stange) des Gestells nehmen und es zwei drei Meter vom Feuer entfernt neu platzieren. Dann geht das Abkühlen sehr gut.
Meine Erfahrung
Nach 6 Jahren kann ich nur Gutes sagen. Schon weil ich gar nicht an diese lange Lebensdauer gerechnet habe. Ich habe inzwischen noch einen zweiten, ähnlicher Bauart, doch kommt der alte immer noch häufig zum Einsatz. Ersteht im Stall und wenn wir uns am Wochenende mit Freunden dort treffen, wird er auch genutzt.
Allerdings habe ich nach zwei Jahren einen anderen Grillrost gekauft. Der alte Rost sah nicht mehr gut aus und war auch etwas zu leicht. Bei Wind kam es vor, dass es sich in Bewegung setzt. Dabei rollte schon mal ein Würstchen davon. Der Tausch ist aber kein Muss.
Praktisch finde ich es, dass man ihn überall mit hinnehmen kann, da er kaum Platz braucht. Zusammen gelegt passt der in den Kofferraum. Der Rost ist ja flach und kann weiteres Gepäck gut vertragen. Ganz schnell ist er wieder aufgebaut. Häufig verzichte ich auf das Strebendreieck, denn die Stangen können wie Zeltstangen in die Erde gedrückt werden.
Allerdings glänzt nach den vielen Jahren nicht mehr alles. Kette und der Rostrand haben schon sehr gelitten und werden auch die Tage ausgetauscht .Es ist nicht mehr so appetitlich anzuschauen, da über den Winter und das viele Grillen beides doch rostig geworden ist. Zwar lässt sich die Grillfläche noch reinigen, aber erste Rostflecken sind hier auch zu sehen. Als Übergang kann man gut mit Alu-Folie grillen. Doch die Standbeine, die Feuerschüssel und der Kettenzug machen noch ein paar Sommer mit.
Reinigung
Das Reinigen ist eigentlich immer sehr spaßig. Meistens wird alles (entleerte Feuerschüssel) von den Kindern (aber auch von den Männern) gern und lustig mit einem Gartenschlauch abgeduscht. Das Grillgitter spüle ich aber noch mit etwas Seifenschaum ab. Das mache ich mit einem Eimer und einem Tuch oder auch Topfschwamm auch draußen. Somit schleppe ich gar nichts Fettiges oder Rußiges ins Haus. In der Sonne trocknet alles sehr schnell. Wenn es schnell gehen muss, habe ich zum Abtrocknen ein altes Geschirrtuch, das nun seine letzten Einsätze hat.
Zusammengefasst
Ich spreche eine Kaufempfehlung auf jeden Fall aus. Für den Kauf spricht schon der Preis. Ich habe damals knapp 45,-Euro in einem Baumarkt bezahlt. Heute ist er schon ab 33,-- Euro zukaufen.
Der Kauf lohnt sich jeden, der mit vielen Leuten grillen möchte. Auch für große Partys eignet er sich,. Das Feuer kann über die ganze Nacht gehalten werden, da durch die Griffe an der Feuerschale, diese Zwischendurch von Asche geleert werden kann und somit wieder Platz für weitere Kohle ist. Dieses sollte mit Handschuhen gemacht werden.
Durch die Höhenverstellung, kann das Fleisch, Gemüse oder Fisch auch warm gehalten werden. Ebenso ist es mit dem Kessel machbar. Dass man ihn auch einsetzen kann, finde ich genial. Inzwischen habe ich mir auch noch eine Grillpfanne dazu gekauft. Heute Nachmittag/ Abend versuche ich meine erste Paella. Besonders für Fahrten über ein paar Tage sind die Wechselmöglichkeiten super, denn es kann alles am Feuer bereitet werden.
Den Transport und die Reinigung finde ich nicht aufwendig. Und Platz zum Überwintern braucht der Grill auch nicht. Er passt in jede Garage/Keller oder Bodenecke und das Zubehör, bis auf dem Kessel kann man auf den Fußboden legen oder noch Platzsparender, an die Wand lehnen.
Gern vergebe ich 5 Sterne, auch wenn wir Löcher bohren mussten. Das ist auch eigentlich schon vergessen. Da ich außer dem Rost und der Kette nichts austauschen musste, kann ich ihm eine lange Lebenszeit bescheinigen. Zwar glänzt er nicht mehr wie neu, doch Rostbefall ist an den wichtigen Teilen nicht zu sehen. Und so wird er noch einige Sommer mitmachen uns sich der 5 Sterne dankbar zeigen. ;-))
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