Pro:
spannend, fesseld, gut geschrieben, schöne Aufmachung (Cover)
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo,
hier schreibe ich einen Bericht über den Roman "Nur der Tod kann dich retten" von Joy Fielding.
Ich habe angefangen das Buch zu lesen und mit jeder weiteren Seite fiel es mir schwerer, eine Pause einzulegen, so dass es am Ende ganz schnell ging....und vor kurzer Zeit war es soweit: ich war durch!
Die Autorin:
Joy Fielding ist eine amerikanische Autorin, die 1945 in Kanada geboren wurde.
Sie gehört wohl zu den amerikanischen Spitzenautorinnen.
1991 gelang ihr mit „Lauf, Jane, lauf“ der internationale Durchbruch.
Seitdem waren alle ihre Bücher Bestseller.
Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern zeitweise in Amerika bzw. Kanada.
(Diese Informationen stammen sinngemäß aus dem Buchumschlag zu dem Buch „Nur der Tod kann dich retten“)
Genre:
Dieses Buch wird eigentlich als Roman beschrieben und herausgegeben, jedoch würde ich das Buch schon fast als Thriller beschreiben…..wobei die Übergänge ja auch nahezu fließend sein können.
Die Story:
Alles beginnt damit, dass ein junges Mädchen in einem dunklen Kellerraum aufwacht und nicht weiß, wo sie sich befindet.
Sie lag auf einer Pritsche in dem ansonsten weitgehend leeren Raum und ihr war noch nicht bewusst, wo sie gerade war.
Natürlich steht sie irgendwann panisch auf, läuft zu der einzigen Tür, die natürlich verschlossen ist, und stellt fest, dass sie irgendwo eingesperrt ist.
Erzählt wird das Ganze aus der Perspektive der Person, die sie dort eingesperrt hat und sie die ganze Zeit durch ein winziges Loch beobachtet.
Und irgendwann war es dann Zeit, das Spiel zu beenden und sie mit einem Schuss in den Kopf zu töten und anschließend die Leiche in einem Sumpf zu versenken.
In dieses Szenario eingestreut werden immer wieder eigene Erfahrungen „des Mörders“ sowie illustrierende Beschreibungen des Mädchens.
Und schließlich endet das Kapitel auch dann mit der Feststellung, dass wohl niemand um dieses zum Sterben schönes Mädchen trauern wird.
In den folgenden Kapiteln beginnt dann die eigentliche Geschichte erst so richtig.
Eine Frau namens Sandy Crosbie, die ursprünglich aus Rochester stammte, ist eine der Hauptprotagonisten dieses Buches. Sie ist Lehrerin an der Torrance High.
Sie ist vor einiger Zeit mit ihrem noch Ehemann aus Rochester an den Ort des Geschehens Torrance gezogen, da ihr Mann dort bereits eine Affäre unterhielt und seine Arztpraxis kurzum dorthin verlegte und vor Ort dann seine Familie, sprich die und die Kinder, verließ.
Und das für eine Frau namens Kerri, die nicht mehr als eine lebendige Barbie war.
Und zu guter Letzt hatte auch Kerri bereits eine Tochter namens Delilah, die ihr so gar nicht ähnlich war : dick und untersetzt trifft es wohl ziemlich genau.
Und ausgerechnet die Tochter der Frau, die ihren Mann weggeschnappt hatte, durfte Sandy Crosbie in der 12. Klasse unterrichten.
Neben ihr, besuchen diese Klasse zum Beispiel Liana Martin, eine wohlbehütete Tochter aus gutem Hause, dessen Freund Peter Arlington, Greg Watt, ein sehr beliebter, gutaussehender Typ und Joey Belfour.
Zudem sind da noch der der blasse mit rotem Lippenstift geschminkte und schwarz gekleidete Victor Drumond und die Hübschen Mädels aus der Clique von Liana Tanya und Ginger, die nichts mehr liebten, als beliebt zu sein und das auch auf Kosten der anderen.
Und eines Morgens im Unterricht fehlt Liana Martin und keiner wusste, wo sie war.
Und auch ihr Freund Peter fehlte an diesem Tag…..nur das er am nächsten Tag wieder in die Schule kommen konnte.
Linda hingegen konnte nie wieder in die Schule gehen.
Sie war auch eine Opfer des „Ich-Erzählers“ geworden.
Doch bis die Leiche gefunden wird und dies aufgedeckt wird, vergehen viele Spekulationen gefolgt vor ergreifenden Bitten der Eltern und stärksten Bemühungen des Sherifs, das Mädchen zu finden.
Und zwischendurch verschwindet nach der Totenwache für Liana Martin Sandys Tochter Megan, auf die eigentlich ihr Bruder Tim aufpassen sollte. Doch Megan zog es vor, mit Greg, mit dem sie eine Liebesbeziehung beginnen wollte, der aber offensichtlich sofort nur das eine wollte, zu verschwinden.
Aber glücklicher Weise tauchte sie wieder auf…..genau wie ein Mädchen namens Branda, das ebenfalls eine kurze Zeit verschwand, sich jedoch einfach eine Auszeit von seiner Familie nahm.
Die Spekulationen und die Mutmaßungen bezüglich eines Serienmörders wurden durch das Verschwinden eines weiteren Mädchens wieder voll in Gang gesetzt….und der Sherif wurde weiter gefordert, Klärung ins Dunkel zu bringen und dem jungen Bürgermeister zu beweisen, dass er keine Hilfe des FBI benötigt und den Fall selbst auflösen kann.
Wo wir gerade bei dem Sherif sich, darf ich noch ein paar Worte zu Sherif John Weber verlieren, der seine Suche akribisch durchführt und wirklich keinen Verdächtigen auslässt…..so rätselt man immer wieder mit und versinkt in seinen Gedankengängen.
Besonders in das Visier des Sherifs gerät Cal Hamilton, dessen Frau Fiona ebenfalls mehr oder weniger zufällig zum Opfer wird, wobei dies alles schön ins Bild passt und den Verdacht perfekt auf Cal schiebt.
Besonders, da bei ihm ein Armband der zu Beginn des Buches getöteten Candy gefunden wird und auch die Kette der getöteten Liana …..alles deutet auf ihn hin, zumal eine perfekt inszenierte Geschichte rund um seine Frau sowie alle äußeren Umstände wie auch sein Verhalten gegen ihn sprechen.
So war schnell ein Schuldiger gefunden.
Damit sollte alles in der beschaulichen Stadt Torrance wieder gut sein und man sollte sich abends wieder alleine auf die Straße trauen können.
Doch weit gefehlt.
Dann verschwindet nach der Theateraufführung in der Schule und der anschließenden Feier plötzlich Sandys Tochter Megan…der schlimmste Albtraum für Sandy….zumal die Befürchtungen der Bewohner Torrance und des Sherifs sich bewahrheiteten….es war wohl doch ein Serienmörder!
Und nun befindet sich die Tochter der Lehrerin in seiner Gewalt.
Hoffentlich kann sie noch gerettet werden……ein weiteres Opfer noch in seiner Gewalt? Ihr Freund Greg taucht plötzlich auf….ist er der Täter? Und dann fällt ein Schuss…..
Na, wie es ausgeht, will ich hier nicht verraten, nur so viel: anders als erwartet.
Und zum Schluss wird versucht zu erklären, wie es dazu kam….
In die Story eingestreut werden verschiedenen Liebeleien sowie Mobbereien und traumatische Geschichten aus der Kindheit des Täters.
Hinzu kommen eingestreute gefährliche Situationen auch für Sandy, die eigentlich noch ihrem Mann hinterher trauert aber zugleich eine neue Liebe sucht.
Und dabei gerät sie, nachdem sie mit ihrer Freundin Rita etwas unternimmt, in eine nicht ungefährliche Situation.
Ach und wo wir bei Rita sind: auch sie hat einen Sohn namens Brian, der etwas verschlossen und ungewöhnlich und wie sich herausstellt auch schwul ist….das wird ihm zum Verhängnis.
Nachdem er geoutet wird, rastet er aus, taucht blutverschmiert zuhause auf und gerät so in Verdacht seiner Mutter, etwas mit den Morden zu tun zu haben.
Immer wieder werden so über das ganze Buch verteilt Anzeichen gesetzt, Spekulationen anzustellen.
Das führt dazu, dass das ganze Buch über die Spannung aufrechterhalten wird.
Mein Fazit:
Das Buch ist spannend bis zu den letzten Seiten…..lediglich der letzte Schluss, der eine Art Fazit und Resümee zieht, hätte für mich nicht mehr unbedingt sein müssen.
Und was das Buch zu einem absoluten Hammer macht: Man kann bis zum Schluss nicht mit Bestimmtheit sage, wer der Mörder ist.
Und es kommt sogar noch viel besser: bei allen Spekulationen und bei allem Nachdenken und Rätseln lag ich doch komplett daneben, was den Mörder angeht……bzw. ich hätte nie gedacht, dass gerade diese Person dazu fähig gewesen ist und tatsächlich das getan hat.
Auch sind die Zwischengeschehnisse schlecht einzuordnen und man weiß nie, was als nächstes passiert.
Einfach total unglaublich.
Daher kam ich an meinem letzten Tag, den ich mit diesem Buch verbracht habe, auch nicht herum, viele Stunden am Stück zu lesen, um nun endlich Gewissheit zu erhalten.
Doch zu dem Titel muss ich sagen, dass zwar der Tod nur jedes einzelne Mädchen quasi retten konnte, sofern völlig unklar war, wo sie waren, aber zu guter Letzt gab es ja für Megan vielleicht noch einen anderen Ausweg, oder?
Insgesamt bin ich sehr mitgerissen mit diesem Buch und zugleich erschüttert, zumal mich das Buch mit den vielen verschwundenen Mädchen an den verschwundenen Mirco aus Gräfrath erinnert….klar verschwinden immer mal wieder Kinder und dieses Buch veranschaulicht meisterhaft, was passieren kann und wie gefährlich das Leben sein kann.
Und ich kann es kaum nachvollziehen, wie eine Mutter von zwei Kindern in der Lage ist, ein derart extremes Buch zu schreiben, das beschreibt, was auch ihren Kindern jederzeit passieren könnte.
Wer sensibel ist und Kinder hat, sollte daher vielleicht eher Abstand von dem Buch nehmen.
Aber ansonsten muss ich dieses Buch auch einfach jedem empfehlen, der gerne Thriller liest oder ein Fan von Joy Fielding ist. Denn mit diesem Werk ist ihr wieder ein Meisterwerk gelungen.
Daher auch für dieses Meisterwerk volle 5 Sterne von mir!
Dieser Bericht erschien bereits von mir bei dooyoo. weiterlesen schließen
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