Pro:
viele spannende Szenen
teilweise angsteinflößend
Kontra:
leider teilweise sehr lächerlich
männliche Schauspieler
Empfehlung:
Ja
Liebe Yopianer!
Nach einem vier wöchigen Urlaub in der sonnigen Türkei melde ich mich bei
euch wieder mit einem DVD-Bericht. Horror und Splatterfans werden
bestimmt etwas mit diesem Bericht anfangen können.
Ich möchte nämlich etwas zum ungeschnittenen und unzensierten
Film "The Hills have eyes II" sagen. Aber erst einmal
natürlich wie immer die allgemeinen Informationen zum Streifen hier
im Überblick:
Titel: The Hills Have Eyes II - Uncut version
Erscheinung: April 2008
Darsteller: Michael Mc Millian, Jessica Stroup, Daniella Alonso
Produktionsland: USA
Regisseur: Martin Weisz
Länge: 85 Minuten
Sprache: Dolby Digital 5.1 Deutsch & Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildseitenformat: 16:9
Studio: 20th Century Fox Home Entertainment
FSK: ab 18 Jahren
.....Handlung.....
Eine Gruppe von amerikanischen Soldaten begibt sich für militärische Zwecke in eine
von Atomtests verkraterte Wüste. Nach einer Reihe von unheimlichen Geschehnissen
werden sie per Funkruf in eine Falle gelockt und von gefährlichen Mutanten attackiert,
die sich schon auf frisches Menschenfleisch freuen.
.....Umsetzung.....
In "The Hills Have Eyes II" ist die Intention klar. Scheinbar erfahrene, starke Soldaten
zwischen Hügeln, keine Häuser und keine anderen Menschen weit und breit und dann
kommen irgendwelche Kreaturen, die auf den Menschen unheimlich wirken und los
geht das Gemetzel - bis irgendwann nur noch die wenigen Helden unter den Soldaten
überleben. So ist Regisseur Martin Weisz bei "The Hills Have Eyes II" vorgegangen.
Wie erfolgreich diese Story und Umsetzung war, erfährt ihr gleich.
.....Hintergrund.....
Auch wenn "The Hills Have Eyes II" ein blutiger Splatterfilm ist, enthält er Elemente, die
der bitteren Wahrheit entsprechen. Die Mutanten, die das Soldatenteam angreifen,
sind verstrahlte Menschen. Die Missbildungen, die man an ihnen sieht, erinnern
an die atomare Katastrophe in Tschernobyl, die vor 20 Jahren der Fall war.
Eigentlich hat der Film eine sinnvolle Botschaft - nämlich, dass Radioaktivität sehr
gefährlich ist und keine Atomtests mehr ausgeführt werden sollen.
Auch in anderen Ländern, überall wo zu viel Radioaktivität freigesetzt wurde,
kam es zu Geburten mit Missbildungen und Problemen.
.....Meine Meinung.....
Bei einem Horrorfilm darf man ja echt nicht viel Logik erwarten, aber man muss
zumindest die Darsteller ernst nehmen können um überhaupt mitzittern zu können.
Das konnte ich leider nicht. Das Soldatenteam, das gar nicht so groß war, sondern
nur aus sechs oder sieben Menschen bestand, war zu nichts in der Lage und einfach
nur dumm. Ich weiss nicht ob der Regisseur das mit Absicht gemacht hat. Aber auch
wenn er damit die amerikanischen Soldaten kritisieren oder bloßstellen will,
hier im Film war es eine schlechte Entscheidung, weil das Niveau des Streifens dadurch
erheblich gesunken ist. Die Dummheit der Darsteller machte sich besonders bemerkbar,
als die Mutanten ihnen kleine Fallen bauten. Ein richter Soldat fällt nicht jammernd in
eine kleine Grube und weint und zögert nicht ständig.
Von den Schauspielern kannte ich niemanden. Die weiblichen Rollen sind aber
an besonders attraktive Damen verteilt, die ihren Job auch nicht so lächerlich machen
wie ihre männlichen Kollegen im Film.
Erst spannend wir der Film, als das Team in eine dunkle Grube gelockt und dort
jeder einzelne von einem Mutanten entführt wird. Der Höhepunkt des Filmes sind
zweifelsohne eine schreckliche - dennoch nicht pornografische- Vergewaltigungsszene
mit viel Ekel und Aggressionen. Der Zuschauer zittert in diesen Momenten mit,
wird sehr wütend, weil es mit dem Vergewaltigungsopfer Mitleid hat, und ekelt sich
gleichzeitig. Eine weitere erfolgreiche Szene ist es, wie eine Soldatin dem
Vergewaltigermutanten in eine Falle lockt und nachher bestraft.
Etwas Courage und Aktivität hätte ich aber auch von den männlichen Soldaten
erwartet. Najaaa, dafür gab es einen schaurigen Raum mit aufgehängten Männern,
und Körperteilen, die von den Mutanten wie ein Museumsstück aufbewahrt werden.
Alles in einem ist "The Hills Have Eyes II" ein Horrorfilm, der an einem Samstagabend
junge Leute in der Gruppe unterhält und teilweise sehr zittern und schaudern lässt.
Unter Berücksichtigung der Tschernobyl-Elemente gebe ich dem Film die Note
gut, also 3 von 5 Sternen.
Danke für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Eure gamze(f) weiterlesen schließen
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