Pro:
Die Hauptdarstellerin ist in den meisten Szenen nackt, wenn die Jagd beginnt steigt die Spannung
Kontra:
Die Hauptdarstellerin ist in einigen Szenen auch bekleidet, zahlreiche sinnlose Szenen und Charaktere, DVD-Bonus
Empfehlung:
Ja
Der Film hat eigentlich alles: (1.)Jede menge Tote und (2.) eine Hauptakteurin, die den Großteil komplett nackt agiert. Trotz dieser (in meinen Augen) perfekten Ausgangslage, ist dieser Film nicht ganz perfekt. Warum, weshalb und wieso wird in den nächsten Zeilen geklärt.
Story
„Das habe ich mir anders vorgestellt“, ertönt es aus Dianas (Danielle De Luca) Mund, als sie sich in ihrem neuen Leben sieht. Als Stripperin muss sie nun ihren Unterhalt verdienen, dabei wird ihr eine mögliche Flucht durch Drohungen schwer gemacht, selbst ihre Mitbewohnerin ist sehr mürrisch und keine große Unterstützung. Um endlich an mehr Geld zu kommen, muss sie auch mehr zeigen, letztendlich sogar geben. So steigt sie in das Auto eines Gastes mit ein, jedoch bekommt Diana Gewissensbisse und will das Auto verlassen, was ihr jedoch nicht gelingt. Sie ist in die Fänge eines Jägers geraten, der Jagd auf Menschen macht. Am nächsten Tag findet sich Diana komplett nackt in der Wildnis wieder und muss feststellen, dass es der Jäger auf sie abgezielt hat.
Kritik
Es dauert 40 Minuten bis die Jagd beginnt und somit die Langeweile aufhört. Langeweile, das ist Geplänkel, welches im Großen und Ganzen bedeutungslos für den weiteren Storyverlauf ist. Der Killer hat nach den ersten 40 Minuten auch ein Gesicht, was jedoch nicht von Nachteil ist, da er trotzdem noch eine unheimliche Gefahr ausstrahlt und unberechenbar zu sein scheint. Die Jagd gestaltet sich dann auch sehr temporeich, ohne Unterbrechung befindet sich Diana vor dem Visier des Killers und muss fliehen. Hier steigt das Tempo enorm an, unterhaltsamer wird das ganze dadurch, das Diana den Großteil ihrer Flucht komplett unbekleidet ist(Ja! Komplett NACKT!!!). Leider wechselt das Szenario auch ständig zwischen Wildnis und Stadt, wovon letzteres die Spannungskurve enorm drückt, da hier einfach nichts passiert und man auch den nötigen Weitblick hat, dass ein mögliches Eingreifen vom Dorfsheriff und seinen Trantüten in weiter Ferne steht, da der ermittelnde Cop im Dunkeln tappt. Naked Fear ist einfach zu lang, das Streichen zahlreicher sinnloser Szenen hätte die Gesamtlaufzeit um gute 30 Minuten gekürzt und man wäre besser unterhalten worden.
Die Hauptdarstellerin macht eine gute Figur, auch angezogen. Man entwickelt schnell Sympathien, da ihr verkorkstes Leben in den Anfangsminuten auch ausführlich vorgestellt wird und sie somit bereits im Vorfeld einen Mitleidsbonus zur Jagd mitbringt. Bis auf J. D. Garfield, der den Jäger spielt, kann man den Rest der Cast als Statisten bezeichnen. Da es sonst nur noch die Mitbewohnerin und den in Schneckentempo ermittelnden Cop gibt, man sich aber zu Recht fragt, ob man diese Rollen auch hätte weglassen können, da sich der Großteil der Handlung in der Wildnis abspielt und dort halt nur die beiden zuerst genannten Akteure vorzufinden sind. Es gibt auch ein kleines Intermezzo einer Familie, die zufällig auch in der Gegend Jagd macht, sich im Gegensatz zu unserem anderen Jäger aber auf Tiere spezialisiert hat…der Body Count darf ja auch nicht zu niedrig ausfallen.
Brutale Szenen gibt es nur vereinzelt, in Erscheinung treten diese dann auch sehr dezent. Ein paar Erschießungen und ein Typ, der von einem Auto überrollt wird, sind da schon als Höhepunkte zu bezeichnen. Diana erleidet zahlreiche Frakturen und wird speziell zum Ende hin alles andere als verschont. Hinzu kommt, dass vieles auch im Off geschieht. In Kombination mit den übermäßig vielen Nacktszenen kann man das keine Jugendfreigabe-Siegel auf der DVD durchaus nachvollziehen.
DVD
Bis auf eine Trailershow bietet die DVD überhaupt nichts. Bild und Ton-Qualität sind gut. Das Bild wirkt bei Nahaufnahmen gestochen scharf und die Farben sind kräftig. Als Sprachen gibt es deutsch und englisch, Untertitel gibt es in Deutsch. Immerhin ist diese DVD-Version von Sunfilm Uncut.
Fazit
Naked Fear ist ein typischer Männerfilm den man mit seinen Freunden und einem Six Pack Bier am besten genießen kann, da hier auch mit Urtrieben gespielt wird und man sich dadurch in diese Zeit zurück versetzt sieht. Der Beginn ist ziemlich langweilig, aber ab der 40. Minute kommt Schwung auf und man wird stellenweise richtig gut unterhalten. Leider wurde hier alles mittels sinnloser Szenen und ebenso sinnlosen Charakteren unnötig in die Länge gestreckt. Empfehlenswert ist Naked Fear trotzdem, aber eher für das männliche und anspruchslose Publikum, man sollte aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass irgendwann mal eine DVD mit Bonusmaterial erscheint.
Filminfos
Titel: Naked Fear
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Laufzeit: 104 Minuten
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe
Regie: Thom Eberhardt
Schauspieler: Danielle De Luca, Evan Adrian, Lisa Bonanno, Kalila Ceccarelli, Ronald Dunas, Kevin R. Elder, Dennis Garber, Ruben Garcia, J.D. Garfield weiterlesen schließen
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