Pro:
Spannende Geschichte mit realem Hintergrund
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem die Meldungen durch die Presse gingen dass Radovan Karadzic gefasst ist, erinnerte es mich an einen Film den ich erst kürzlich gesehen habe, der mich damals sehr schockierte und sich sehr sarkastisch mit dem Thema der Kriegsverbrecher im ehemahligen Jugoslawien auseinandersetzt. Über diesen Film mit dem Titel The Hunting Party will ich heute schreiben.
Vielleicht seht ihr ihn Euch bei Gelegenheit mal an und dann werdet ihr mehr verstehen, was hinter diesen 13 Jahren steckt, auf die man warten musste bis einer der Kriegsverbrecher des Krieges im ehemahligen Jugoslawien gefasst ist.
Fakten
Regie: Richard Shepard
Laufzeit: 99 Minuten
Genre: Action, Adventure, Drama, Triller
FSK: ab 12 Jahren
Erhältlich ab/seit: 23.06.2008
Autoren: Richard Shepard, Scott Anderson (article)
Kinostart: 29.11.2008
Originaltitel: The Hunting Party
Darsteller: Diane Kruger, Richard Gere, Terrence Howard, James Brolin, Jesse Eisenberg, Goran Kostic, Olja Hrustic, Mark Ivanir,
Hélène Cardona, Lejla Hadzimuratovic, Kristina Krepela, Marc Casabani, Ljubomir Kerekes, Aleksandar Petko, Semir Krivic, Snezana Markovic,
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 5.1,Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
DVD Features: keine
Werbeslogan: Wie können wir den meistgesuchten Kriegsverbrecher finden, wenn die CIA es nicht kann?
Pressestimmen
Ein optimaler Genre-Mix. Man fiebert mit bei dieser packenden Jagd, die den Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen katapultiert. Treffpunkt Kino
Auf zahlreichen Ebenen funktioniert dieses packende Drama, als Actionfilm, als Buddy Movie, als Polit-Thriller, der scharf in Richtung UN- und US-Engagement schießt. Blickpunkt:Film
Gleich mehrfach wechselt dieses unausgegorene Werk seine Tonart, ist mal lässig und boshaft, dann wieder grausam und melodramatisch. Stuttgarter Zeitung
Wer Shepards Film dabei so unterhaltsam macht, sind die drei Figuren, die in diese Geschichte hineinschlendern wie in einen Sonntagsspaziergang, nur um plötzlich im Ernstfall zu landen. Süddeutsche Zeitung
Die Geschichte
Der Fernseh-Kriegsberichterstatter Simon Hunt, gespielt von Richard Gere und sein Kameramann 'Duck' gespielt von Terrence Howard sind immer dort, wo Krieg ist. Ob es in Bosnien, dem Irak, Somalia oder El Salvador ist spielt dabei keine Rolle. Doch solange wie über den Krieg im ehemahligen Jugoslawien haben die beiden noch nie berichtet. Sie werden persönlich involviert und Simon Hunt ist nicht länger in der Lage objektiv über die Geschehnisse zu berichten, er dreht durch, wertet und interpretiert Bilder, zeigt das Gräuel ohne es zu schöne und ist damit augenblick seinen Job los. Sein Kameramann Duck dagegen wird zum persönlichen Kameramann des Hauptnachrichtensprechers befördert und die beiden gehen von da an getrennte Wege. Erst als Duck anlässlichen eines Jahrestages nach Sarajevo zurückkehrt um mit dem Nachrichtensprecher gespielt von James Brolin über den Feiertag zu berichten, treffen Sie sich wieder.
Simon Hunt ist nach wie vor an den Kriegsschauplätzen unterwegs, doch jetzt geht es ihm mehr um die Geschichte dahinter und es ist bedeutend schwieriger seine Filme zu verkaufen. Er hat keinen Kameramann und bitte Duck um Hilfe, um ihm bei einer grandiosen Geschichte zu helfen. Simon Hunt möchte einen der meistgesuchten bosnischen Kriegsverbrecher finden und ist davon überzeugt, dass er mit Duck dass schaffen kann was selbst der CIA nicht möglich war.
Duck jedoch ist nicht allein unterwegs. Er hat einen Jungspunt namens Benjamin an seiner Seite, der mit dem Besitzer des Senders verwandt ist und Erfahrungen sammeln soll und Simon Hunt nicht trauen kann. Duck dagegen hat mir Simon schon viel erlebt und seine eigenen Erinnerungen an die Zeit. Auch wenn er nicht ungern der Hauptkameramann des Nachrichtensprechers Franklin Harris ist und komfortabel durch die Welt jetet.
Meine Meinung
Der Ahaeffekt dieses Films kommt am Ende. Wenn man eigentlich schon total geschockt über die Vorstellung ist, dass offiziellen Stellen bekannt ist, wo sich die Kriegsverbrecher befinden, sie jedoch Skrupel haben und die Konsequenzen fürchten, wenn sie diese festnehmen. Ich finde es ist schwierig viel über die genauen Vorgänge im ehemahligen Jugoslawien zu finden. Denn so wie Simon Hunt es vorführt, erfährt man immer nur die offiziellen Bekanntgaben. Sicherlich erfährt man auch, warum die Kriegsverbrecher angeklagt wurden, aber die Kriegsverbrechen selbst wurden unter den Teppich gekehrt. Um so erschreckender ist das Ende des Films. Der Film zeigt auf, welche der Fakten des Films tatsächlich passiert sind und was sozusagen dazugedichtet wurde. Ein weiterer Fakt der mich schockkierte ist die lange Zeitspanne, die die Journalisten brauchten um ihre Geschichte zu verfilmen. Denn es war offensichtlich nicht so einfach, für eine derart kritische Geschichte Geld zusammen zu bekommen. Und es sind nicht nur die Amerikaner, die ihr Fett wegkriegen, sondern auch die Europäer stehen nicht immer gut da. Denn nur weil es den unabhängigen Gerichthof in Den Haag gibt, der Kriegsverbrecher anklagt, sind auch die Europäer nicht unfehlbar. Der Film versucht die Sicht der ehemahligen Jugoslawen zu zeigen und nicht ohne Grund wurde der Film in Bosnien-Herzigowina und Kroatien gedreht.
Ich kann den Film jedem nur empfehlen, der einen anderen Blickwinkel auf den Krieg im ehemahligen Jugoslawien und die Situation 13 Jahre danach werfen will.
Ich will nicht noch mehr verraten, sondern sage nur - seht selbst.
Ich gebe dem Film fünf Sterne, auch wenn er sich einem gewissen Hollywoodglamour nicht entziehen kann und die Geschichte noch etwas angepasst wurde um sie spannender zu machen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Gruß Drea
Auch auf anderen Plattformen tätig. weiterlesen schließen
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