Pro:
Preiswert, sofort einsatzbereit, schnelles Ergebnis
Kontra:
Schädlich für die Haare, Verbrennungsgefahr, eher für überschulterlange Haare
Empfehlung:
Ja
1) Produktinfos:
2) Gebrauchsanweisung
3) Praxistest:
4) Fazit
5) Hersteller
1) Produktinfos:
Der Remington Lockenstab Ci76 besitzt einen Aufsatz mit 19 mm, der sich in erster Linie für kleine Spirallocken eignet. Das Gerät ist für 15-20 Euro erhältlich, in meinem Fall bei Amazon für 16,97 Euro. Im Lieferumfang enthalten ist eine Gebrauchsanweisung, ein Kabel von 1,8 Meter Länge und eine schwarze Reisetasche. Das Gerät besitzt eine Teflon-Beschichtung, die für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und einfaches Gleiten sorgen soll.
2) Gebrauchsanweisung:
Die Haare sollten vor der Anwendung trocken und frei von Knoten sein und am besten auch frei von Stylingprodukten, da diese auf Dauer der Beschichtung schaden können. Nachdem man das Stromkabel angeschlossen hat, drückt man den Ein/Aus-Schalter für zwei Sekunden. Sofort beginnt am Stiel ein grünes Licht zu leuchten und zu blinken. Innerhalb von 60 Sekunden ist das Gerät einsatzbereit. Um die Temperatur regeln zu können, gibt es am Stiel ein kleines Drehrad mit einem Regler und Punkten an der Seite. Je dicker die Punkte, desto höher die Temperatur (das Maximum liegt bei 180 Grad).
Das Haar teilt man idealerweise vorher mit Clips in einzelne Strähnen ein. Aus dünnen Haarsträhnen von 1-2 cm ergeben sich laut Beschreibung kleine, feste Locken, vor allem, wenn man sie eng um den Stab wickelt, und aus dickeren Strähnen weich fallende Wellen. Wenn das Gerät erhitzt ist, nimmt man die erste Strähne, legt sie zwischen die Schere des Stabes und wickelt die Länge herum. Etwa zehn Sekunden lang (drei langsam gesprochene "Mississippis" in meinem Fall ;-) hält man die Strähne so fest, ehe man sie vorsichtig wieder auswickelt und die Schere öffnet. Anschließend geht man zur nächsten Strähne über. Die gelockten bzw gewellten Partien sollten nicht berührt werden, bevor sie nicht ausgekühlt sind, denn sonst fallen die Locken wieder schnell in sich zusammen.
3) Praxistest:
Ich habe inzwischen schon so einige Möglichkeiten ausprobiert, um meinen glatten, schulterlangen Haaren Volumen, Wellen oder Locken zu verschaffen, darunter auch Heizwickler und Schwebehaube. An die Intensität der Locken bzw des Volumens mit der Schwebehaube reicht der Lockenstab nicht heran oder nur, wenn man die Strähnen wirklich lange und fest einklemmt, was aber sehr schädlich ist und sich daher nicht lohnt. Das Ergebnis ist von der Haltbarkeit mit Heizwickler gut vergleichbar. Der Lockenstab besitzt den Vorteil, dass er binnen einer Minute einsatzbereit ist, während man bei Heizwicklern schon zehn Minuten warten muss. Zudem dauert das Eindrehen von ca. 20 Wicklern plus Einwirkzeit von noch mal 20 Minuten deutlich länger, als die einzelnen Haarsträhnen mal schnell per Stab zu erhitzen. Außerdem passt der Stab in jedes Reisegepäck.
Kommen wir aber mal zu den Schattenseiten. Der Lockenstab ist meiner Erfahrung nach eindeutig der schädlichste Weg, seine Haare zu locken. Heizwickler wurden bei mir nie so heiß, dass Verbrennungsgefahr an der Kopfhaut besteht, was beim Stab aber leicht passieren kann. Auch beim Aufwickeln der Haare muss man aufpassen, dass man nicht mit den Fingern zwischen die Schere gerät. Das macht es natürlich automatisch schwerer, die Strähnen schön gleichmäßig und sorgfältig einzudrehen. Dadurch, dass man nur ca. 10 Sekunden pro Strähne braucht, muss der Stab selbstverständlich sehr heiß sein, sonst ginge es nicht so schnell. Da man, was auch in der Anleitung betont wird, jeden Kontakt mit der Kopfhaut vermeiden soll, kann man also auch kaum Ansatzvolumen herstellen, sondern muss den Stab in erster Linie für Kringel und Korkenzieherlocken in den Längen verwenden. Diese sind tatsächlich den ganzen Tag über haltbar, auch ohne zusätzliches Haarspray. Aber es ist nicht gerade leicht, gleichmäßige Locken zu zaubern, wenn man allein zu Werke geht. Beim Temperaturregler, so praktisch er auch ist, muss man darüberhinaus aufpassen, dass man ihn nicht versehentlich verstellt, denn das Rädchen dreht sich schon bei der leichtesten Berührung. Besser wären da Knöpfe zum Einstellen gewesen.
Wenn man keinen starken Effekt erzielen will, sondern die Haare nur etwas aufpuschen möchte, genügen auch ca. sechs große Strähnen, die man behandelt und anschließt mit Haarspray besprüht. Dann hat man zwar keinen Lockenkopf, aber die Haare fallen weich und leicht gewellt bis zum nächsten Tag, vielleicht sogar bis zur nächsten Wäsche.
Ich benutze den Lockenstab nur selten, entweder um bestimmte Strähnen zu akzentuieren oder wenn ich mal ganz wenig Zeit habe und die anderen Möglichkeiten ausfallen, etwa wenn ich woanders übernachte und mir alles andere zu umständlich ist. Für häufigere Verwendung ist er mir einfach zu gefährlich für die Haare und den Effekt, den ich am liebsten erziele, nämlich Volumen am Oberkopf anstatt Kringeln in den Längen, erhalte ich besser mit anderen Methoden.
4) Fazit:
Der Lockenstab von Remington bietet eine sehr schnelle Möglichkeit, seinen Haaren Schwung zu verleihen und ist preiswerter als andere Produkte dieser Art. Allerdings ist der häufige Gebrauch sehr schädlich und Ansatzvolumen lässt sich ohne Verbrennungsgefahr kaum herstellen. Daher eignet er sich vor allem zur Behandlung der Längen und somit eher für langes Haar.
5) Hersteller:
Remington
Alfred-Krupp-Str. 9
73479 Ellwangen
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